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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, May 06, 1915, Image 4

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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DerKwats-An-eiger
8 Brandt, Redakteur u. (Dffdbftftiffitym"
Betered as
eeeend-cleee
et Um
matter, H»y 2,1612,
p»el
Bereinigte Staaten, pro Jahr $1.50
Wed) dem Auslande 2.00
(Nur gegen Vorauszahlung)
Um Verzögerung in Zusendung der Zei
tung zu vermeiden, bitten wir. l?ei Woh
«ungSverandkrungen oder Wech'el der
Postosfice immer den alten Wohnplatz und
die Postoffice mit anzugeten.
Die Alliirten berichten fortwäh
rend „Erfolge" in ihren Operatio
nen in und bei den Tardanellen. Tie
Türken hingegen berichten, daß sie
das ganze Lumpengesindel elendig
lich verhauen und wieder eine
Menge englische und französische
Kriegsschiffe so beschädigt haben, daß
diese klinkend davonfahren mußten.
Bezeichnend ist, daß die Berichte der
Alliirten ans nichtamtlichen Lnellen
stammen. Vllso wird cc- wohl mit den
„Erfolgen" brenzlich sein!
Die Bittschriften, welche bezwecke^,
vierzehn der von der vorigen Legis
latur neugeinachten Gesetze den Wäh
lern selbst zur Annahme oder Per
werfung zu unterbreiten, werden
über den ganzen Staat verlangt u.
zu Tausenden von den Wählern un
terzeichnet. Wir haben noch immer
solche an Hand. Diejenigen unserer
Siefer, welche solche zu niiterichreibeii
wünschen, mögen die^ittschriften von
uns verlangen und solche werden
ihnen postfrei zugesandt.
Ter EinHaltobefeHl, welcher der
Northern Paeifie Eisenbahn verbie
tet, Wendlingen berauschender (be
tränke für den Transport nach Nord
Dakota anzunehmen, wurde vom 3.
bis auf den 18. Mai verlängert. Auf
letzteren Datum ist nunmehr das
Verhör anberaumt worden. Es ist
erheiternd, schon jetzt zu bemerken,
welche Bestürzung unter den „tro
ckenen" Bewohnern dieses ProHibi
tioiU'itaate-3 darob herrscht, und das
trotzdem es den anderen Bahnen nicht
verboten ist, solche Getränke zu be
fördern und abzuliefern. Wie über
all in Prohibitionsstaaten, so auch
in Nord-Takota: die ProHibitionisten
Haben den meisten Turn, vertilgen
den meisten Schnaps. -Es ist {um
Lachen!
3» England stößt die vorgeschla
gene Erhöhung der Getränkesteuern
im Parlament auf hartnäckigen
Widersland. Man will nichts von
den ..Segnungen" der Prohibition
dort wissen. Hochstehende Abgeord
nete und Geistliche haben entschieden
gegen Prohibition Stellung genom
men. Einer der höchslslebeuden
Geistlichen Englands sagte wörtlich:
..Ich stehe ein für strengste Mäßigkeit,
bin aber entschieden flennt Prohibi
tion. Ich weis-, aus persönlicher Er
fahrung on Hand eines Versuchs,
daß meine Gesundheit zu leiden be
gönn, als ich den mäßigen Gebrauch
geistiger Getränke einstellte." Wie
so ganz anders aber heult die engli
sche (Geistlichkeit in den Vereinigten
Staaten!
Die Franzosen sehen leicht Gespen
ster, denn sie leben in beständiger
Angst vor den bösen Deutschen, den
„Barbaren," und haben in dieser
Hinsicht sich schon unzählige Male
schrecklich blamirt. Tas passirte den
Franzosen auch am Freitag den 30.
April wieder, als sie aus Paris die
Nachricht in alle Welt schickten, daß
die deutsche Flotte vor Timkirchen in
Frankreich liege und die französische
Festung beschieße. Nun, beschossen
wurde Tünkirchen allerdings, aber
die Franzosen konnten sich nicht den
ken, daß die Beschießung von deut
scher Landartillerie kommen könnte,
denn die nächsten deutschen Balte
ricit standen 20 Meilen von Tünkir
chen entfernt. Folglich mußten es
doch 'deutsche Kriegsschiffe sein. Tie
Dünkirchen am nächsten liegenden
deutschen Stellungen sind in der
Rühe Nicitport, genau 18 Meilen
von Tünkirchen. Daß aber die
„bösen" Teutschen mit ihren Niesen
kanonen soweit schießen könnten,
hatten die Franzosen nicht gedacht.
Nun aber hat es sich herausgestellt,
daß die Teutsche« ganz neue 17
Zöller haben, deren Schußweite weit
über 20 Meilen beträgt. Das er
klärt die Geschichte. Es wird sogar,
und noch dazu englischerseits, berich
tet, daß diese neuen llzölligen Ge
schösse, welche also sogar die „fleißige
Bertha" an Umfang übertreffen, bis
sage und schreibe 28 Meilen weit
reichen! Freilich, dann ist es kein
Wunder, daß Tünkirchen sich wun
derte, woher "die deutschen „Grüße"
kamen. Nun steht also auch fest, daß
die Deutschen mit diesen Geschossen,
sollten sie nach Calais, der engsten
Stelle des englischen Eartafs kom
men, ganz leicht von dort nach Eng
land ..hinübergrüßen" können, denn
die Entfernung zwischen Ealais in
Frankreich und Tover in England
beträgt kaum 21 Meilen. Somit
märe deutsche Artillerie sogar im
Stande noch sieben Meilen landein
märt* in England alles von Frank
reich aus in Grund und Boden
schießen zu können. Wir glauben,
wenn deutsche Heere erst einmal bis
Ealais vorgedrungen sind, nnd das
tvird wo hl schließlich soweit kommen,
ist das Ende dieses Weltkrieges in
Sicht. Solange England sich vor
deutscher Invasion halbwegs sicher
fühlt, wird es weiter Hetzen und die
Franzosen und Russen, Canadier.
Australier. Indier und so weiter als
.Ntcrnoiicnf l'ttor opfern, und den
Großmäuligen weiter spielen. Aus
einem ganz anderen Loch ober 'dürfte
England pfeifen, wenn es ihm selbst
an den Kragen geht.—Hoffen wir
daß es redst bald soweit kommt.
Tann: Heil Teutschland und Oester
reich-Ungarn!
Ter Äriffl bewirkt geistige Einheit
des deutschen Kolkethums
Stanton, 2G. April.
Was unzählige Millionen im deut
schen Volke seit tausend Iahren er
hofft nnd ersehnt, wosiir unzählige
Millionen im deutschen Volke gebetet
das ist durch diesen fürchterlichsten
aller Kriege zur Wahrheit geworden:
das deutsche Volk ist zu einer geisti
gen Einheit gelangt wie sie glänzen
der nicht gedacht werden kann un'd
die Feinde Teutschlands haben einen
nicht imwcsentlidKn Theil dazu bei
getragen. Denn, wäre England
und seine Verbündeten mit etwas
weniger Tölpelhaftigkeit zu Werke
gegangen mit der Inßeitirung dieses
iiirchtbaren Krieges und hätten 'die
englischen Zeitungen mit etwas we
niger Flegelhaftigkeit gelogen, so
wäre diese Wiedergeburt wohl kaum
mit solch elementarer Urgewalt
Das deutsche Volk hat den Beweis
erbracht, daß es sich seiner Aufgabe
in der Entwickelungsgeschichte der
Menschheit vollkommen bewußt ist:
es hat den Beweis erbracht, daß sei
ne Geburt zu einer geistigen Einheit
eine perfekte ist und diese Wiederge
burt bringt die Lehre Jesu Christi
von Nazareth von der brüderlichen
Liebe und der Gleichheit zur perfek
ten Verwirklichung: daß diese Lehre
Jesu Christi von Nazareth nicht nur
sonntags auf den.Steinzeln gepredigt
wird, sondern daß diese Lehre in Zu
kiinst und auch schon jetzt zur prakti
scheu Verwirklichung kommen wird:
'daß alle Glieder an einem Leibe sind
und alle gesellschaftlich gleich gestellt
iein werden: daß alle öffentlichen
Einrichtungen in staatliche und städ
tische Verwaltung übergehen, daß die
Aufsicht über Leben smittelverthei
lung und Lebensmittelpreise und das
Gewerbewesen staatlich geregelt wer
den wird und schon wird: daß alle
Industrien von der die Lebensbedin
gütigen abhängen wirklich und wahr
hastig unter staatliche Kontrolle koiu
men daß die Tienstbarkeit des Ar
beiters dem Großgewerbeunterneh
wer gegenüber ein Ende hat. Ter
Klassenkampf hat ein Ende. Die
Scheidelinie zwischen arm und reich,
zwischen hohen und niedrigen hat ein
(iudr v»n jedem Falle sind beiden
gesellschaftliche Stellung und Lebens
unterhalt gesichert, so daß es keinen
Unterschied mehr macht, ob einer Ar
Ix'iter oder Beamter sein wird, oder
lonst einen Beruf sich wählt. Er wird
vor Noth und Elend sicher gestellt
lein. Tas Erziehungsmcien tvird
ein mehr gemeinvölkisches Gesicht be
kommen und werden so die Bildungs
unterschiede ausgeglichen. Tie See
Ienkräste des deutschen Volkes wer
den als eine Einheit an dem deutscher,
âiatengebäude weiter bauen und
unter dem Gesetze von Ursache und
Wirkung eine Psyche entwickeln wie
)tc die Welt noch nicht geschaut
Ujnitus zu seinen Jüngern gespro
then: „Wahrlich wahrlich, ich sage
euch, ihr werdet größere Tinge thun
als ihr gesehen habt mich thun," Hat
begonnen wir leben wirklich und
Der
ex-
folgt. Aber schon allein diese Lügen
hetzen in den englischen Zeitungen
haben auch diejenigen Teutschen aus
gerüttelt, die schon sast fürs Teutsch'
thimi verloren waren, haben sie zur
Besinnung gebracht und auch diese
mit lm,neingerissen in den allgemei
neu Strom des „Sichaufsichselbstbe
stnnens." Es ist zur Erkenntniß ge
kommen, daß kein Volk der Erde in
dem hunderttausendjährigen Evo
lutionsprozeß die deutsche Psyche an
nährend erreicht oder übertreffen
Hatte an Seeleneigenschaften 'die der
Gehurt einer geistigen Einheit voran
gehen müssen. Nicht einer Geburt
einer geistigen Einheit für Kriegs
zwecke, sondern einer geistigen Ge
burt fürs praktische, soziale Leben,
wie sie lins im deutschen Volke vor
Augen tritt, denn das geistige
Teutschland von heute ist ein ganz
anderes, als das vor dem Kriege, ob
wohl die Vorarbeiten für eine solche
Wiedergeburt grundlegend von un
zähligen deutschen Müttern in stiller
Seelenarbeit seit tausenden von Jah
ren gethan worden waren.
GtaatS-Anzeiger, Bismarck, N. D.. de» 6. Rai.
wahrhaftig in diesem Zeitalter. Die
grundlegenden Vorbedingungen sind
alle 'da und wo einmal diese da sind,
da giebts kein Rückwärts mehr, das
baut sich unter den ewigen Gesetzen
Gottes von selbst weiter. Wenn ein
mal die Ursachen der Sünden ans
den sozialen StaatengebäuÄen aus
gemerzt sind, dann fallen die Sün
den von selbst weg. Das meint
nicht, daß es in 'diesem Staatenwesen
keine Sünden mehr geben wird, son
dent nur, daß ein solches Staatenwe
ieit unendlich viel dazu beitragen
wird," die Sünden zu verringern
und die Menschheit alle ihre Seelen
kräfte anwenden wird können ihre
celenfahigkeiten auf ein unend
lich höheres Niveau zu bringen als
das bisher der Fall war. Die
Menschheit wird in diesem Staaten
weien die smnbolische Meinung der
chöphmgsgeidiichte mehr und besser
verstehen lernen: „Herrschet über die
Vögel unter dem Himmel, über die
Fische im Meer und über 'die Thiere
aus Erden und über alles waS da
rinnen ist". Tas heißt, sie werden
den richtigen Gebrauch von diesem
Befehle Gottes inachen, sie werden
es verstehen wie man es macht, sie
werden die Kenntnisse und die Wis
senschaft dazu haben. Die Verhei
izuug Jesu Christi an seine Jünger,
daß wir größere Tinge thun werden
als er selbst, der Meister, gethan Hat.
kann gewiß keine andere Teiitiing ha
ben, als daß wir auch eines Tages
im Stande sein werden, dies zu thun,
und dieses Zeitalter hat seinen An
sang genommen, wir leben mitten
darinnen. Tie Wissenschaft kann
heute im Fleische beweisen, daß es
keinen Tod giebt, daß wir ewig le
ben werden. Natürlich kann die Wis
senschaft den Beweis nur für Die
jenigen bringen, die sich einem lang
jährigen diesbezüglichen Studium
unterwerfen um von einer geistigen
tufe zur andern zu steigen, daß sie
die Wortbezeichungen eines Meisters
auch verstehen und so im Geiste dem
obrer folgen können. Die Wissen
schart hat in den letzten 25 Jahren
absoluten Beweis gebracht, daß alle
Lehren der Bibel ewige und wahr
hastige Wahrheiten sind daß alle
MirchendoiuinatioiK'u in der ganzen
Ehristeiâ'it gut find int Verhältniß
ihrer erreichten Stufenleiter das
Volk zum Guten zu führen. Es
muß alles geistig gerichtet werden.
Hinfort wird Deutschland der geistige
Führer der Welt fein. Tie symbo
lische Meinung des deutschen Liedes:
..Teutschland, Teutschland über alles,
über alles in der Welt," hat seilte
Verwirklichung gefunden, denn alle
dichterischen Geistesergüsse sind
prophetische Andeutungen von dein
was kommen wird: es kommt nur
alles darauf an, die symbolischen
Deutungen richtig zu verstehen. Vie
les ist noch im Werden begriffen im
deutschen Staatenwesen, aber eins ist
klar, die Vorbedingungen für einen
tacit der praktischen Bruderliebe,
wo alle Volksklassen gleichmäßig ge
schützt sind vor Noth und Elend, sind
grundlegend da im deutschen Staa
tenwesen. Und unter dem Prozeß
der ewigen Gesetze Gottes wird die
fer Evolutionsprozeß in aufsteigen
der Richtung die deutsche Psyche aus
wärts entwickeln und so die kühnsten
Hofsnungen der sozialistischen Volks
iiiäiiner des deutschen Reiches zur
praktischen Verwirklichung bringen.
Wie ich die Entwickelungsgeschichte
des deutschen Volkes lese, sind schon
jetzt alle Theorien 'der sozialistischen
Lehrer, die sie seit 40 Iahren ge
predigt, wirklich und wahrhaftig dem
deutschen Volk in Fleisch und Blut
übergegangen. Kurz, der Zukunfts
slaat, von dem die Sozialisten gehofft
und geträumt, ist zur Wirklichkeit
geworden und diese sozialistischen
Theorien werden in aufsteigender
Richtung sich weiter und weiter ent
wickeln: da giebts kein Rückwärts
mehr. Ströme von Blut werden
noch fließen bis der blutigste aller
Kriege zu Ende gebracht ist, aber an
dem glücklichen Ausgang kann jetzt
schon kein Zweifel mehr herrschen.
Teutschland hat schon jetzt gesiegt und
wird den Rest dieser blutigen KriegS
arbeit auch noch bewältigen. Schade,
ewig schefde nur, daß das falsche
Italien seine Bundestreue dem
Teutschen Reiche nicht besser gehal
ten, sonst könnte dieser Krieg wohl
jetzt schon zu Ende sein und die
kühnsten Träume der Deutsch-Ruß.
länder. die immer gehofft und ge
träumt, daß Süd-Nußland eines
Tages unter 'deutsche Herrschaft
kommen würde, könnten zur Wirk
lichkeit geworden sein. Wer weiß,
vielleicht wirds doch noch wahr. Die
Arbeit, die Deutschland in diesem
Falle zu überwältigen hätte ist gar
zu groß, so daß mein Glaube sich
nicht so ganz an diese Thatsache fest
ctukern kann. Es wäre wirklich gar
zu schön und herrlich. Was immer
der ewige Gott in dieser Sache be
schlossen, ohne Murren will ich mich
drein sittden in dent erhebenden Ge
fühl dessen was vollbracht wurde,
und daß ich ein Teutscher bitt.
Teutschland, Deutschland, über otkS,
über alles in der Welt.
Carl ©emittier.
Sr&onnfrt auf den Staatt-Anzeig«,
die tonangebende deutsche Zeitung
Nord-Dakota'*
'Xi, y
LanArrcien offen vom 3. bis zum 17.
Mai—Nähere Einzelheiten wie
solche Heimstätte« zu erlangen.
Diese Ländereien, welche feit Mon
tag dieser Woche für Ansiedler offen
stud, liegen im südöstlichen Theile in
Morton County Nord-Takota und
erstrecken sich südlich auf fast die
ganze westliche Halste von Corson
County ilt Süd-Dakota. Nachstehen
de Einzelheiten beziehen sich nur aus
Heimstätten in Nord-Dakota, da wir
bezüglich solcher in Süd-Dakota noch
nichts näheres erfahren konnten.
Diese Ländereien umfassen im
ganzen 39,000 Acker in Nord»Dako
ta und können als Heimstätten auf
genommen. Es sind zugleich wohl
die letzten im Nordwesten.
Abgesehen von diesen Ländereien
werden auch viele Indianerlände
rcien beginnend mit dem 5. Mai
(also gestern) zum Verkauf ange
zeigt. Dieses Land wird verkauft
an 'die höchsten Bieter von C. C.
Covey. Superintendent der Stand
ing Rock Reservation, der in Fort
?)ates N. T. wohnt, und der die An
gebote auch öffnen wird. Diese
Ländereien sind eingeschätzt für $3
bis $12 per Acker und erstrecken sich
über die ganze Reservation in'Nord«
uitd Süd-Dakota. Verkanssbedin
flungen für diese Jndianerländereien
sind wie folgt: Ein Viertel baar
und ein Viertel alle zwei Jahre zahl
bar. An verzögerten Zahlungen
sind sechs Prozent Zinsen zu zahlen.
Besitztitel über dieses Land erhält
der Käufer direkt von der Regie
rung der Ver. Staaten wenn die
letzte Zahlung gemacht wird. Diese
Ländereien sind aus sechs Jahre
frei von allen Steuern. Angebote
auf diese Ländereien können also jetzt
gemacht werden und Listen und Be
schreibungen des Landes sind zu er
halten von C. C. Covey, Fort ?)ates,
N. D. Diese Jndianerländereien
also werden direkt an den höchsten
Bieter verkauft.
Die 3t),000 Acker Heimstättelände
reien sind ertra. Gesuche um solche
Heimstätten in Nord-Dakota müssen
in den Tagen vom 3. bis 17. Mai
beim II. S. Commissioner E. S.
Johnson, oder beim Gerichtsschrei
ber (Clerk of Court) I. A. Wells,
beide in Fort Dates, N. D., einge
reicht werden. Diese beiden Herren
sind die einzigen Beamten, bei denen
solche Gesuche eingereicht werden
können. Alle zwischen 'den Tagen
des 3. und 17. Mai eingelaufenen
Gesuche um Heimstätten werden be
handelt als seien alle zugleich ge
macht und werden zusammen nach
der Land Office in Bismarck gesandt,
von welcher am 19. Mai die Hèim
statten vertheilt werden. Das Land
ist schwarzer Lehmboden und meist
wellen förmig, geeignet für Getreide
und Gemüsebau, sowie für Flachs,
Kartoffel und Alfalfa. Das bergige
Land darunter ist das beste Weide
laiid im Nordwesten. Fließendes
Wasser fast auf jeder Section Land
urtd solches ist auch überall in der
Tiefe von 20 bis zu 10 Fuß zu sin
den. Kohlen werden fast itéanU auf
dem Lande gefunden.
Aus Montana
Inverness,^ 18. April,
öiftüi (Staats-Anzeiger!
Mochte wieder einmal ein paar
Seilen berichten, damit meine Freun
de im Leserkreise sehen, daß ich
noch am Leben bin:
Die Witterung ist hier schön. Mit
der Aussaat haben wir schon am 28.
März den Anfang gemacht und jetzt
haben die Farmer alles eingesät bis
auf den Flachs. Am Ostersonntag
hatten wir einen durchweichenden
Regen.
Vielleicht kann mir Jemand im
Leserkreise die Adresse des Balthasar
Holzer melden. Er soll sich in Nord
Dakota oder Canada befinden.
Anton Bosch in Goldstone Mont.
bestellte bei mir schon vor drei Wo
chen den Staats-Anzeiger, aber ich
hatte' zu wenig Zeit das Geld einzu
senden. (Alles richtig erhalten.
Dem neuen Leser ging Zeitung und
Scheere als Prämie zu, un'd Ihnen
schrieben wir das Blatt zwei Monate
länger gut. Besten Dank!—Red.
Staats-Anzeiger.)
Gruß an Eltern und Geschwister
in Michaclschal Südrußland und an
alle Leser dieses Blattes.
Briefkasten der Redaktion.
Joseph Karwat in Neuhaus,
Böhmen in Oesterreich—Ihr Bruder
Peter Karwat in Harvey N. D. be
zahlte für Sie das Blatt auf ein
Jahr und läßt herzlich grüßen.
Schreiben Sie bitte 'dem Bruder wie
Ihnen die Zeitung gefällt, sobald
Sie dieselbe gelesen haben.
Emnianel Tentes in Raleigh N.
D.—Nicht passend zum Abdrucken.
Solche Vorfälle dienen den Deutschen
nicht zur Ehre.
s i
'V -.' *.*
Aus Washington
Toppen ish, 18. April.
Lieber Staats-Anzeiger!
Die Witterung hier ist gut und
auch die Arbeitsverhältnisse. Nur
der Lohn ist niedrig. Ich arbeite an
der Eisenbahnftrecke (Sektion) uird
wir erhalten $1.50 auf den Tag.
schwer ist die Arbeit gerade nicht.
Letzten Sonntag jmachten unser
vier Familien einen Ausflug zu un
seren Freunden auf die Farm, um
gute Zeiten zu haben. Wir hatten
auch ein Faß und 35 Flaschen Bier
und 2 Gallonen Schnaps mitgenom
men, damit es nicht an einer Herz
stärkung sohle. Wir vier Familien
fuhren aus drei Fuhrwerken. Im
ersten fuhren ich und Frau und
Bernhard Mostet un'd Freu im
zweiten Herr Heckner und Familie
und den Schluß -machte Johannes
Glas und Familie, der auch das
Bier, die Ziehharmonika. Trommel
und Geige mit auf dem Fuhrwerk
hatte, denn wir mußten doch auch
Musik haben.
Als wir nun bei zwei Meilen au
ßerhalb der Stakt waren erhob sich
ut fürchterlicher Sturm und die
Staubwolken wirbelten auf, daß
man nichts mehr sehen konnte. Da
bei verlor leider Johannes Glas das
Bier initsaiumt der Ziehharmonika
und allem, und sogar seinen Ueber
rock und Hut. Als wir bei unseren
Freunden auf der Farm angekom
men waren, fuhr Herr Heckner noch
fünf Meilen fort um mehr Freunde
zu holen. Auf dem halben Heim
weg aber regnete es so schlimm, daß
bei Kreuzung eines Wassers das
Fuhrwerk, ein Buggy, umgeworfen
wurde, und die Insassen ans Land
schwimmen mußten. Pferde und
Fuhrwerk
wurden fünf Meilen fort­
geschwemmt, und die Pferde ersoffen
Ii1i'd das Fuhrwerk war schlimm be
schädigt. Wirklich eine fatale Ge
schichte!
Um sieben Uhr abends fuhren
wir von der Gesellschaft fort nach
Hause zu. aber wir machten auch
schlimme Erfahrungen, denn es reg
nete so schrecklich, daß wir erst um
vier Uhr morgens nach Hause kamen.
Wir mußten nämlich infolge des hef
tigen Regens und der herrschenden
Finsterniß unter freiem Himmel
halten. Den Sonntag werde ich so
bald nicht vergessen! Gute Zeiten
haben wir gewiß nicht gehabt!
Gestern erhielt ich auch einen Brief
von meinem Schwager Jakob Pflü
ger in Elsaß Südrußland, 'der schon
55 Jahre alt iss. alvr auch in den
Krieg ziehen mußte. Er schreibt,
daß es in Rußland sehr schlecht und
fast nicht auszuhalten ist. Alles was
sie kaufen müssen ist ungeheuer
theuer und was sie verknusen hat
keinen Preis. Er verkaufte sieben
Pferde und bekam nur 300 Rubel
dafür. Wenn es nicht Kriegszeit
iviire, hätte er für ein Pferd soviel
'bekommen wie jetzt für sieben.
Ai as
fee kostet einen Rubel und zehn
Kopeken das Zehntel uird ein Sack
Mehl kostet fünfzehn Rubel! Wie
soll da ein armer Mann mit Fa
milie leben! Der Schwager weiß
noch nicht, ob er gegen Deutschland
oder gegen die Türken muß. Gegen
Deutschland, schrieb er mir, wird er
nicht schießen. Wenn er gegen!
Deutschland in den Krieg ziehen muß,
wird er sich bei der ersten Gelegen
fjeit gefangen nehmen lassen. Der!
Schwager schreibt weiter, daß 'nur
noch die Buben unter 19 Jahren
uird die alten Männer im Atter
von über 56 Jahren zuhause sind.
Die anderen sind schon alle fort!
Taun schreibt er auch, daß schon sehr
Dr.
Zahn 5.00
Cementfüllungen 50
Zahnziehen mit GaS ... 1.50
Zahnreinigen jjO
'viele Verwundete heimgekommen
sind, und daß ich mir selbst densen
könne, wie es nun in Rußland an
steht.
Freundlichen Gruß an alle Leser
des Blattes.
Kasimir Wingertncr.
Achtung, Farmer!
Jetzt ist die ^eit euervi: Pferden
und Fohlen Knoll's Botkaps zu geben
um Würmer zu vertreiben. Knoll's
Botkaps sind garemtirt, alle Würmer
in Magen und Eingeweiden zu ver
treiben. Knoll's Botkaps sind abso
lut unschädlich, afier wirksam.
6 Kapseln für ... .$1.00
12 Kapseln für ... 1.75
Rheumatismus
Ein Wohlthäter der rheumatische«
Welt ist unbedingt Dr. Slkfcrboom'f
„Opa". Wenn Ihnen kein Mittel
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