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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, October 05, 1915, Image 4

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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B»r Staate-Anzftgrr
KL.?r««»t. Redakteur u. Geschäftsführer
latent am wniiM«w matter, Hey 2, HU
»t tfc« FMt elllee et Bismarck, IL eeëer the
Art Marek 3, MT».
Mtâehed Tuesd.r« u4 Friday«,
et
North Daketa
SakKiifÜM Mee 82.80 pur Aiisem
Dienstag, 5. Cftaber 1915
Bereinigte Siaaicn, pro ^adr
Rack 5ana!a. pro ^adr
Ilgen
gerichtet lind. Wir haben,
außer anderen Verbesserungen auf
dem Vk'biett der Xrintereiaiivstat
hing mid Anstellung weiterer Hülfe,
auch Schritte getan von kommender
W o e n i e k e e e a
i s e e i e a n e n
S a a s- A Ii z e i e zu erhal
ten, iodaß, wir iuiiiaiide sein werden,
stete- dac 9teneite über den eiiroväi
scheu .Strien zu bringen. Wir wisse»,
daß die Veser die-:- gebührend aner
kennen und uns nach wie vor kräf
tigst unterstützen werden in dem Un
ternehmen. dem Xeiitichtum des
vJiordiiu'sten-
eine erstklassige Zeitung
zu liefern.
I i e W i d) i i ii u n fl.
W i e i n n e n i n i e
e Ii in in er i e Verösfentli
duing des Romans „Wir leben,"
zweifellos der spannendste dt'r Neu
zeit, dessen vaiidlung direkt in den
Weltkrieg eingreift.
3 n a 1 1 e n s e Z e i
werben wir i Blatte die
Perhandlungen der vorigen ^egic-la
tunivung ben xJeiern in kurzer und
biiitfiger Form unterbreiten und uns
dabei namentlich an solche Porlagen
halten, welche für das Volk die wich
ngsten find. Xac- Material haben
nur nunmehr so iemlich an Hand
»id fehlendes wird in einigen Zagen
demselben yigenigt. Es ist keine
leichte Arbeit, aber sie muß gemacht
uvrden, um das Volk auch auf ooliti»
'chein iVbieK' uu'iur aufjuflären.
i e i n I I o V e i n o i
ch e i u n n a ch monatelanger
Vorbereitn na eingeleitete ..große
£'tensive" der Engländer und Fran
zoien iit elendiglidi ut'aiuiuengefradit
und die Vorteile, meldn- die 'l(liierten
orangen, sind gleich Willi. lie
"men net' Xeutichen int Weiten
neben iiuerichiittcrlidi seil. Wir be
merkten bereits in voriger ilimunter
bei (fnu'iang der Nachricht über den
..großen Sieg" -er Alliierten, das c:
mit diesem wohl nicht wett her iein
sönne, liniere Mutnias'.iing hat fidi
bestätigt, wie die amtlidien Deutschen
Berichte genugsam beroeiien. ',roat
prahlten die Alliierten, das sie von
-H.iHMi bis 2s),ooo beutidie Soldate n
gefangen haben, aber weitere-:- oder
näheres darüber wurde seither ive
der ans London nod) aus Paris ge
meldet. Moglid) iit es id)on. da'
ioniele deutsche Iriuu'en gefangen
nmrdeit, aber jedensaUs nicht an
einem Platze unb wahrscheinlich auch
nicht an einem Tage. Tatsache iit,
das bie (fnglätrder unb Franzosen
alle Ursache haben z.i sd)weigen, denn
ihre eigenen Verluste waren ungleid)
größer als die der Xeiiticheu. Es war
feilt Lieg ber Alliierten, ionbern
eine iV ieder 1 age. denn ihr Per
suth, durd) die beutidie» Vinien zu
jmnflen, jd)lug fehl. Tatsächlich raufe•
ieit bie Engländer und Fronten
1*011 im voraus, baß sie nicht durch
kommen nnitWn, aber die '-'age auf
dem Halfan, auf (folliiwli, in Bul
garien und Rumänien, und. zuguter
letzt, die xiage der seit Monaten den
diglich verdauenen Russen, machten
einen Bornoß zur •??onucnbi^fc11.
Wenn die Engländer, Franzoien.
Runen. Italiener und alle ihre ^er
blindeten glauben, in dieieni mißlun
genen Vomoß Trost zu finden m:i
lcn mir ihnen den gerne gönnen'
Persöiliche Jrrribfit
1 1
Anderes Ausland, pro ^abr i
I i'inr flcneii Voraiiszablunsi
#n dir Leser
ffiir ersuchen untere Vei'er, em fiel
den jfttfl auf der ^rtnmg. oder auf
dem Unn'Alai], tbre flutmerh'amfeir zu
schenken flttf demselben finden ite außer
ihrem Warnen auch da-? Tatum. btv iu
welchem das Blair beiablt ist. Vcier, die
mit dem Zeitungsgeld im Rückstände
sind, sollten uns mil Einsenden desselben
erfreuen und auch, wenn mös^lich. ein
Iadr im Voraus befahlen.
flbreiiirt alle l»eldse»dungen und
Bliese:
e Z a a k s n z e i e
Um Verzögerung in Zusendung der
Zeitliiia
AU
vermeiden huren mir. bei
Wolinungsvcranderiingen oder Wechsel
der Pottvkkie immer die alte wie auch
die neue Poirofnce mir anzugeben.
Tic Redaktion übernimmt für den In
halt der Korrespondenzen keine Berant
tooriung benuibi sich aber, alles Ilnpai
sende auszumerzen, (tinsendungen obne
volle l'iamensuniersdjrifi mandern in den
Papierkorb.
Än nitfrrr Leser.
Vaut in voriger jiummvr be* Blak
tec- gemachter Ankündigung beginnt
mit dieser Kummer die zweimal
mo*entlid)v Aufgabe dec- Staat*
Anzeiger. Wir werden dadurch in den
Stand gesetzt, den Veierfreiv mehr
als je zuvor u befriedigen und nicht
allein mehrseitigen Lesestoff und
mehr davon, sondern auch die neue
sten zuverlässigen Nachrichten vom
Kriegsschauplatz v bringen, auf wel
che eben in dieser bewegten Jeit aller
VI
Xer freund der persönlichen Erei
ln* it wirb in dieser Entiiiu\dung zwei
Punkte von besonderem Interesse und
besonderer Wichtigkeit finden: Xer
erste iit der. daß individuelle Rechte
des freien, soweit er sie nicht bis zur
Verletzung des öffentlichen Anstanbes
mißbraucht, nicht durch irgenb eine
Macht, selbst nicht durd) die größte
Majorität, verkürzt werden können.
Xer zweite Punkt ist der, daß die
Regierung nicht irgend eine indivi
duelle Freiheit verbieten kann, so
lange bereit Ausübung nicht direkt
die Gesellschaft schädigt. Xie „Bill
of Rights", auf welche sich diese Ent
scheidung stützt, ist die Erklärung ge
wisser Gesetz- und Regierungspnn
zipien, welche als Grundlage bes ame
rikanischen sozialen Smtents gelten.
Sie können bee-halb nicht einer ^rage
unterworfen iein, außer man iit wil
lens zuzugestehen, daß man auf den
Umsturz unserer Regierung und der
Prinzipien, auf welche sie sich stützt,
hinzielt."
Herr Hammerling erklärt, daß es
auch für Majoritäten gewisse Be
idiränfungen geben müsse und diese
Beschränkungen dienten besonder*
dazu, die Minorität gegen die Tliran
iiei der Majorität zu schützen. Die
persönliche Freiheit stehe über der
profanierenden Haito „selbst der groß
ten Majorität." Xas sollte so iein,
aber leider wäre es zur Zeit nicht ber
/lall. Xie Reformiucht unserer Zeit
wäre dafür verantwortlich. Sie ver
führe zum Mißbrauch der Macht. In
der Erklärung des Gerichtes wäre ein
kleiner Wort von größter Bedeutung,
nämlich das „direkt", wenn gesagt
wird, die Regierung bürste bent vit
bivibuuni nicht „irgenb eine Freiheit,
deren Ausübung schädlich in," tieh
inen. Ein Aufgehen individueller
Freiheit bedeute an sich nicht allein
eine Schädigung für die betreffende
Perion, sondern auch für bie Gesell
ichaft im großen Ganzen. Herr Hain
merliiig erläutert dieie Behauptung
durch eine Erörterung ber folgen bes
eugeniiiiicht'it Heiratsgeietzes, welche
alle Segnungen, die es möglicherweise
im Gefolge haben könnte, dadurch
zunichte madieit, daß der Gesellschaft
daraus nod) twiUre Sd)äbiguugen
eniKtthii'ti würben, als sie bisher be
standen.
Herr Hamnierling id)liefet feilten
hoch,Iitereüaiite» Artikel wie folgt:
„Wae- hier nachdrücklich betont wer
den soll, ist bas, daß individuelle
Rechte nicht mit gehöriger Beachtung
Umbautanaler Geietz. unb Regie
Ter Staats A»zeiger, Bismarck, R. Z., de» 5. Oktober.
Achwindel, dein Name lautet:
Prohibition
Nr.
11)
Weil bie Prohibitioniften uns im
mer glauben machen wollen, bafe Ge
miß bfrauiebenber Getränke 'die Wur
zel aller Uebel und Verbrechen ist,
I und daß der Verkauf solcher unter
I anderem auch die Ursache vieler Ehe
I
ictieidüngen i't, während Prohibition,
i wie sie geltend machen wollen, bie
inzige Rettung sei, haben wir uns
:»i.
Ter 42. Artikel Herrn vom»
•Vammerling's, des Präsibenteii der
„American Association of foreign
language Newspapers", über per
sönliche Freiheit beginnt wie folgt:
„Vit einer kurzlich abgegebenen
EntidH'idimg zitierte bas Bundes
obergericht in beul J*allc Oer Adams
Ervref Eo. gegen den Staat Men
tiiifrj ein gerichtliches Gutachten des
Appellationsgerichts von Kentucky,
das wie folgt lautet:
„Xie Geschichte unseres Staates
icigt von Anfang an, das niemals
seitens der Legislatur selbst der An
'pruch auf ein Recht erhoben wurde,
dem Bürger, der geistige Getränke
für seinen eigenen Alomfort benutzen
will. Hindernisse in den Weg zu le
gen. vorausgesetzt, daß er dabei sich
keine Verletzung des öffentlichen An
nan des zuschulden kommen läßt, in
dem er sich betrinkt. Wir sind der
Meinung, taß es niemals innerhalb
ber Machtbefugnisse der Legislatur
gelegen hat, die Freiheit be« Bürgers
Derart zu beschränken, unb ganz be
stimmt nicht seit Annahme der jetzi
gen Verfassung. Xie ..Bill of Rights",
welche erklärte, daß unter den unver
äußerlichen Rechten des Bürgers sich
auch das befindet seine Sicherheit
und sein Glück zu suchen unb ii ver
folgen. unb btffe eine absolute, bis
kretioiiäre Macht über Leben unb
Eigentum unb Freiheit der freien
nirgeikds in einer Republik beste!V
und selbst nicht ber größten Majorität
zusteht, würde nur eine leere Phrase
sein, wenn die Legislatur dem Bür
ger das Recht vermehren könnte, gei
stige Getränke zu besitzen oder zu trin
ken, wenn er dabei nicht die Gesetze
des Auslandes verletzt, indem er sich
öffentlich betrinkt. Xeshald ist die
^ragc, tva* ein Mann essen ober trin
ken ober besitzen soll, vorausgeictzt,
daß er bie Redite anberer nicht be
einträchtigt. eine berartige. daß sie
einzig unfi allein an den Willen des
Bürgers sich wendet. Es liegt nicht
in der Machtbefugnis der Regierung,
in das Privatleben eines burgers
einzugreifen iiud seine Haltung in
Sachen u regulieren. Die '..-n an
gehen, oder ihm irgend eine ^reioeit
zu verwehren, bereit Ausübung die
GeseUichaft direkt nicht schädigt."
Zeit genommen, einmal zu untersu
chen, wie es in Dieser Beziehung um
linieren eigenen Staat Nord-Xakota
bestellt i't. Wir glauben, diese nach
stehenden Vergleiche werden die Le
ier interessieren. In Bezug auf Ehe
'cheidimgen nehmen wir also zur
Hand den Abstraft ?er Bundesregie
rung riir das Jahr 1913, die bens
bar bette und zuverlässigste Quelle,
und in bieient schlagen wir auf Seite
8M, Tabelle Nr. 55», überschrieben:
.Ehescheidungen per 1(H),000 der
verheirateten Bevölkerung in 1900."
Wir finden hier einen Vergleich zwi
sehen if „nassen" und 9 „trockenen"
Staaten, und unter letzteren finden
mir denn audi unseren Staat Nord
Xakota, seit über einem Vierteljahr
hundert eilt Prohibitionsitaut. Jtt
nachstehenden Tabellen geben mir
links den Namen bes Staates uird
rechts die Zahl ber Ehescheidungen
auf 100,000 Bewohner.
o i i i o n s a n
Georgia 78
.Manias 28(
Mississippi 282
Nord Maroliita 75
Nord Xakota 2118
Oklahoma :U1
Tennessee 2il
Weit Virginia 183
Der Durchschnitt für „nasse" Staa
ten ist nur 101 Ehescheidungen.
Diese Zahlen sind unbediiHlt t'tdi
tig—wir garantieren es. Jebermown
kann sich diesen A birr aft ^Ylbtt ver
schaffen unb nachsehen.
Wo bleiben nun bie Behauptungen
der Prohibitionsfanatiker? Wie ge
wöhnlich erweist sich auch hier wieder,
daß ihre Behauptungen gänzlich aus
der Luft gegriffen, glattweg erlogen
siitd. Wen it Prohibition Ehescheidiiii
gen verhindert, wie kommt es, baß
wir im Proliibitinitsftaat Norb-Xa
sota auf 100,000 Bewohner sage utxb
208 Ehescheibiingen haben, und im
Lizenzstaat Delaware, zum Beispiel,
nur 43 auf 100,000 Bevölkerung
kommen? Wie kommt es dann, daß
in den dichtbevölkerten Lizenzstaaten
wie New Serien und New :.')ork nur
fiO Ehescheidungen auf 100,000 Be
mobner kommen? Wie kommt es, daß
wir tu Norb-Xakota von fünf bis sie
ben Ehescheidungen haben gegen eine
iit Xelatvarc. New fersen ober New
Nork? Wie kommt es, baß wir int
„trockenen" Nord-Dakota doppelt so
viel e Ehescheidungen haben als selbst
Minnesota. Weldas 'die größte Zahl
der Ehescheidungen in den Lizenz
staateu aufweist?
Warum geben die Prohibitionisteii
dem Volke uid)t Aufschluß? Warum
sagen und idireibeii sie nicht Wahr
heit? Diese Beridite der Buiidesregie
rung sind ihnen so zugänglid) wie
uns. Warum neröffcjitlid)eit sie sol
die nidit? Xie Jvrage sann sich jeder
selbst beantworten: Schwindel, dein
Name Iqutet Prohibition!
Die' Bevölkerung Nord Drtofir?
hat mit dem Prohibitionc-gesctz genau
dieselbe Erfahrung geinacht wie alle
Staaten der Union: Es hat genau
rintflc-.Prinzipiell verkürzt werben
können, außer ihre Ausübung schä
digt bie Gesellschaft in einer direkten,
bestimmten, greifbaren Weise und
zwar so sd»wer. um mit moralischer
Bestimmtheit bie Aufgabe ber Frei
heit auszugleichen."
„Xie hier zitierte Gerichtsentschei
dung erfolgte in einem Jvalle, i» wel
chem es sich tun das Recht bes vnbi
nibuiiius handelte, alkoholhaltige Ge
tränke privat zu benutzen. Bisher
konnte mit Bestimmtheit behauptet
werden, daß ein derartiger Gebrauch
die Gesellschaft nidit in direkter, ge
wisser. greifbarer Weife sd)ädige, oder
aber to id)wer, um die Aufgabe per
föixlidier Freiheit zu rechtfertigen, um
ihn auszurotten. Selbst für bas Jndi
viduiiin ist mäßige Verwendung von
alkoholhaltigen Getränken nicht nach
HH'islid) schädlich, wenigstens itid)t für
die große Majorität normaler, er
wachsener Menschen. Es liegt deshalb
kein vernünftiger önmb^or tur Be
fd)ränfitng persönlicher »vretheit nadi
dieser Richtung hin"-
bes Gegenteil von dem erreicht
'vas es bezwecken soll. -Selbst das
tmfteriichc Geschrei ber Prohibitions
fanatiker kann diese Zatiadtv nicht aus
i*er Welt schaffen, noch können lügen
hafte Berichte und Behauptungen
über -bie „Segnungen" ber Probibi
tion das Volk dieses Staates länger
erfolgreich täusche«. Xas Probibi
tionsgeicc wurde in Nord-Xafota vor
beiläufig 27 Jahren in die Verfas
sung aufgenommen. Die Mehrheit
der Prohibitioniften war Dcrfchtoiiv
denö klein—nur 1100 Stimmen im
Staate. Dutzende gauze Counties
stimmten gegen das Probibitioitsge
ieß. obichoit ein organifirter .Mampf
gegen dasselbe gar nicht geführt wür
be. Man betrachtete seitens de?
liberalen Elementes die ganze Pro
hibitionsahstimuiung als einen
schlechten Witz. Kein Mensch Dachte
ernstlich daran, daß Nord-Dakota
Prohibition bekommen würde. Diese
Gleichgültigkeit bes liberalen Vol
fee- benutzten die Probibitioimanati
ker, Finsterlinge und Heuchler. Sie
arbeiteten wie die Biber, während bas
freisiniiige Element schlief. Das ist
eine alte Geschichte, boch bleibt sie
tipig neu. Daß die Prohibitioniften
heillos Angst vor dem Resultat einer
zweiten Abstimmung über Prohibi
tion in Nord-Dakota haben, geht
schon daraus hervor, baß sie bei Le
gislaturfitiungen immer halb ohn
mächtig werden, wenn nur biete
(trage angeschnitten wird, und soweit
waren sie erfolgreich in der Mehrheit
solche Männer in die Legislatur zu
wählen, bie dent.Volke des Staates
eine Wiederabstiininung nicht zuge
stehen wollen. Großmäulig, freilich,
find bie Prohibitioniften immer. Sie
behaupten steif unb feit, daß eine
WiederabmntmuiHi mit überwälti
gender Mehrheit zeigen werbe, das
bie Wähler für Prohibition seien
ober sie sind nicht willens, bent Volk
dieses Recht zu geben. Xie Ursache
ist nicht schwer zu erkennen!
Wir raten dem Volke Nord-Dako
tas hei bett kommenden Wahlen et
was mehr auf ber Hut zu fein, baß
freisinnigere Leute in •die Legislatur
gewählt werden -keine Fanatiker,
ionbern Männer mit geiimtien Änlich
ten. Das Prohibitionsgesetz wird
in diesem Staate so unettbiich oft unb
immer wieber übertreten, weil es
eben ein Unding ist. Das Gesetz ge
hört nicht in die Staatsverfassung,
und sollte aus derselben entfernt
werben. Den Counties und
Ortschaften sollte die Getränke
frage überlassen werden. Es ist selbst
bann noch schlimm genug, aber es
würden durd) einen solchen Schritt
unendliche viele liebertretiiiigen des
Prohibitionsgesetzes vermieden, denn
soviel ist dod) wohl jedem benfeyben
Menicheit klar, das dk- meisten Über
tretungen des Prohibitionsgesetzes in
iolchen Gegenden vorkommen, in be
tten eben die Mehrzahl der Bürger
gegen Prohibition find. Wir glatt
bett bas durch Einführung örtlicher
Selbstbestimmung (Local Option)
die Verhältnisse in biesein Staate be
deutenb gebessert mt^ jährlich Htm
derttauseitbe Dollars gespart werden
könnten, die jetzt buret) Gerichtspro
zesse verschluckt werben, oder die nö
tig sind, soldx' Leute in Gefängnissen
lind int Zuchthaus zu unterhalten,
welche gegen bas Prohibitionsgesetz
/verstießen. Zuerst aber muß das
Gesetz dem Volke wieder unterbreitet
und an Stelle verfassungsmäßiger
Prohibition muß es de» einzelnen
Städten litt1? Ortfdiafteii überlassen
werden darüber zu bestimmen. Weint
das Volk diese-? Staates die richti
gen Männer in die Legislatur
wählt, kann' ihm eine Wiederabstini
nning nicht länger verweigert werben
und wir glauben allen Behauptungen
der Prohibitioniften zum Trotz, das
Nord-Dakota in diesem ^alle „naß"
stimmen würde. Also vorsichtig sein,
weldze Männer in die Legislatur ge
wählt werden!
Viel wird auch gefaselt von na
tiomveiter Prohibition. Xas hat
teilten guten Otrmib, und vie Tatsache,
daß die Prohibitionisteii a tt a d)
streben, ist ein klarer Beweis dafür,
daß sie längst erkannt haben, daß die
Prolilbitionsgesetze in ben Staaten
nicht durchzuführen find. Xie
Hauptmacher ber Prohibitioniften
gelten dies unumwunden zu, machen
aber geltend, baß, wenn erst die
W a i e u n e s e i e u n
hinter 'dein Proliibitioiisgesetz stehe,
dasselbe unbebingt burchgefiihrt wer
ben könnte nnb überall respektiert
werben müsse. Was ber einzelne
Staat nicht vermochte, verspricht
man sich also von ber
91
a i o n.
i't atiiriich rechnen auch hier die Pro
hibitionisteii und angeblid)en Welt
verbesserer wieber ganz verkehrt.
e i n o s s e i e S w e e
e s i e i k a n n i e w a
e z w u n e n w e e n e i n
e s e z z u a e n w e e s
e s s e i n e e s ö n i e n
e i e i e a u
ober niebergeitimmt. Es dürfte ge
wiß liniere Leier sehr interessieren, ei
ne Rede zu lesen, welche Oskar W
Underwood aus dem Staate Alabama
über nationweite Prohibition und
ihre Kolgen im Bunbesabgeorbneteti
Haufe zu Washington hielt. Wir
geben sie nachstehend in deutscher
Uebersetzung. Sie würbe gehalten
am Xienstag beii 22. Dezember 1914,
als das Abgeordnetenhaus den Haus
beschli'ß Nr. 108 unter Beratung
hatte, welcher einen Zusatz zur Bttn
besverfaffuttfl nortd)lägt, den Versa
berauschender (betränke in den fan
zen Ver. Staaten zu verbieten. Herr
Uttderwood, einer der leitenden Xe
mokraten im Kongreß, tagte:
„Herr Vorsitzer, ich bin nicht heute
hierhergekommen um über die Jvra .•:
zu sprechen ob Männer im täglichen
Leben mäßig oder unmäßig sein 'ei
len. Ich kenne keinen Mann, der w
weit die Lehren ber Mutter die thu i
geboren mißachtet um Unnnißigkei
zu befürworten. ^d) stehe nicht
allein eilt für Mäßigkeit soweit der
Gebrauch berauschender Getränke in
Betracht kommt, ionbern auch für
Mäßigkeit in a 11 e tt Dingen. Män
ner sollten mäßig sein in ihrer geisti
gen Haltung anderen Männern ge
genüber, sollten mäßig sein in allen
ihren ^orberiingcn, wie sie auch mä
ßig sein sollten int Gebrauch aller
leiblichen Bebürfnisse.
Aber dieser vorliegende Ziriafc zur
Bundesverfassung kommt nidit in Be.
tracht ive int es sich um Mäßigkeit ban
belt. Xie Frage bie uns vorliegt ist
feine moralische. Xie großen morali
schen fragen, welche bie Welt zu lö
sen bat, würben nicht entschieden durch
bes Schwertes Schncibe noch burch
Regierungsgewalt. Xer Fortschritt
bett bie Welt in moralischer Bezie
hung gemacht hat, kommt aus dem
Herzen unb ist bas Resultat der Be
folgung göttlicher Lehren unb Ge
bote. aber nicht bas Resultat mensch
licher Gewalt unb Tyrannei. Xie
Frage, bie heute diesem Hause und
dem ganzen Lanbe vorliegt, ist eine
Regierungsfrage, tiümlid) ob oder
nidit die Xurchfiihrung gewisser
Pulizeiregulationcn am beste» ber
Bundesregierung übertragen werden
mag, oder ob die Xurchfülirung die
ser Bestimmungen ben einzelnen
Staaten bes Laubes überlassen blei
ben soll, wie es die Gründer dieser
Republik bestimmt und wie wir es
seither immer gehabt haben.
Um nicht inißnerstauben zu wer
ben, will ich gleich zu Anfang bemer
ken, daß ich mit Bezug auf Mäßig
k e i s e e z e e i n s e e o k a e
S e st e st i in u n g(Locol Op
tion), soweit mein Heimatsstaat in
Betracht kommt, weil id) glaube, daß
das die beste Methode ist solche Gesetze
'durchzuführen, ^ch nehme entschie
ben Stellung gegen ben vorliegen
den Zusatz, weil es ein Versuch ist,
bie Staaten bes Rechtes zu berauben
rein polizeiliche Bestimmungen aus
zuführen, weil ber Zusatz teilweise
das Recht lokaler Selbstbestimmung
vernichten und alle Regierungsgewalt
der Bundesregierung in Washington
übertragen will, sodaß die einzelnen
Staaten nichts mehr zu sagen haben
würben, vi* halte einen solchen Ver
such nicht allein für folgenschwer unb
der Zukunft des ganzen Landes sehr
gefährlich, sondern für geradezu
tyrannisch."
(Xie Rede ist leföcr etwas lang
aber hodiwichtig. und wir müssen sie
inFortsetztmgen bringen. Wir bitten
alle Leser, sie unbebiugt zu lesen,
bettn ber Rebner, Herr UnVrwoob,
ist ein Mann von nationalem Ruf.)
(Fortsetzung folgt)
i
Natioitweite Prohibition wäre ein
ebenso riefiger Fehlschlag wie ftaats
weite, aber unendlich weittragender,
verderblicher, in seinen Folgen I
Vitt Biinbeskongreß würbe be
kanntlich voriges ^ahr ein bahtnzie*
lender Beschluß von bem berühmten
„.ttiisihel^eii" Hobsott eingereid)t,
Z«e«
Eczema. Hämorrhoiden. Gray«. Rollauf,
Rinnen, rrtc Nase, flechten, icbuyuigé
Hautausschläge, Iniektknincde und alls an
deren Hauttrânkheiten werden crom! geteilt
durch Zintüc 5al»e. Rostfrei überallhin
verband: na* Emvfang von 35 gen:» fit
eine Probe oder für $1.W für grofee tjfe.
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Tratte» mid Theck« für Weifeale
zahlbar in allen WeltthWW
ausgestellt
Sicherheitsfächer zu vermiethe«
Zinsen bezahlt an Zeiteinlage»
i
Zunge Männer,
junge Damen!
Wenn W? in den gewöhnlichen Fächern feär
tischen Schulbildung keine Kenntnisse besitzt und doch gute,
praktische Bildung Euch aneignen möchtet, oder wenn
Ihr die Absicht hegt Euch für eine gute Position bei ei
ner Geschäftssinn« oder in einer Bank vorbereiten zu
lassen, dann kommt in die
Hier könnt Ihr beginnen mit der allerersten Lek
tionimLesen, Schreiben, Buchstabieren, Grammatik und
im Rechnen und da dieser Unterricht privatim ertheilt
wird, so könnt Ihr in Euerem Kursus so schnelle Fort
schritte machen, wie sie Euere Fähigkeiten Euch gestatten.
Wir könnten Euch hunderte von Anderen nennen, die
gerade so unter den nämlichen Umstünden angefangen
haben nnb jetzt die besten Stellungen haben.
Preise für den Unterricht sind mäßig, Kost und
Wohnung im College Club zum Kostpreis. Studenten
können irgend eine Zeit eintreten.
Um nähere Auskunft wende man sich an:
G. M. Langum, Präsident

WIARCK PRINTING COMPANY
Herausgeber
u o n n e n i i
Bismarck. ?!. T.
Prohibition »d Ehescheidimge»
Xer Xnrchschnitt für 9 „trockene"
Staaten ist 222 Ehescheidungen,
i 3 e it z K a.ft
Connecticut 130
"elamare 13
oitifiana 127
Mamland 114
Minnesota 1(51
New Wersen l0
New?)ot'k HO
Pemiinlvaitia 94
Ma!iad)iisfetts 121
Palace Hotel
Bismarck. *. D.
X. 6. Power, Präsident
I. P. Baker. Vizepräsident
@. H. Ruts, Jr., Kasfirer
Bismarck töanfttf§fdu(e
Bismarck Busmeso College)
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