OCR Interpretation


Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, November 26, 1915, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn89074935/1915-11-26/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

Gebühre« fât Anzeige»:
40t otr iioG für itet Insertion
I0( rcr .Seile für kit trflt 1n(rtl»n
Gr ett tftilc fur it dt fulgettèt 1n!ertio*
«fl «IKttfltO voll «I 'ioll und be»
tt£f 1.^.1 mit -Viv Kt Zoll tut bit tri»« UN» 34t
tut t»t mtittrt unctranettlt ,iittrtio»
•ein« «»wtldwee »lest« ««»»«1
10» Aahrzan»
Griechenland soll sich Alliierte«
schließen oder abrüsten
o n o n 2 1 N o v i E n e n e
mächte haben verlangt, daß (Griechen
land sich ihnen eiiw'eder anschließe
und seine Vertrag*pflichten Serbien
gegenüber erfülle oder abrüste. Um
König Konstantin nicht darüber in
Zweifel zu lasten, daß es ihnen mit
diesen Forderungen bitterer (fruit ist,
haben sie eine Handelsblockade Grie
chenlaiids verfügt, wie aus Athen ge
meldet roirh. xteiue Bestätigung dieser
Meldung ist liier erhältlich, aber e*
ist sicher, das', Lord Kitchener, der ge
stern eine Stunde lang ntit König
Konstantin nnd später mit Preinier
Skouloudis konferierte, genau au*
einmtdersedte. was die Alliierten tun
könnten und würden, falls ihre Forde
rnngeil nicht (willigt werden. 2a*
griechische Kabinett trat in citier
Sitzung zusammen und in einigen
Stunden sollte sich herausnellen. Ivel
che Haltung Griechenland künftig ein
zunehmen gedenkt. Tie griechische Re
flimutg bat wiederum ihrer freund
lichen Besinnung für die Alliierten
Ausdruck gegeben, aber noch feine
Schritte getan, die es tun ntitfz, falls
sie nicht =ii! den Freunden der Zentral
möchte gr.ciWt werden will.
Novibasar von Teutschen besetzt
e i n a o s n a S a y v i
le. 21. Nov. Die serbische Stadt Novi
basar, die nur 25 Meilen von der
montenegrinischen Grenze liegt, ist
von 'den Teutschen erobert worden,
wie die Oberste Heeresleitung heute
mitteilte. Gestern wurden 1,100 Sel
lien gefangen und vorgestern 8,800
Auf dem westlichen Krieg*schauvlai'
ist nichts ,vi melden. Das amtliche
Kriegsbulletin lautet: ..Serbischer
Kriegsschauplatz: Teutsche Truppen
der Armee des Generals von Köve'
haben Novibasar besetzt. Tie Armee
de* Generals von Gallwitz und der
rechte Flügel des Generals Boyad
jieff erkämpften den Eingang in das
Lab Tal nördlich von Prislina. Am
19. November wurden 3,800 Serben
gefangen genommen. Tie Zahl der
serbischen Gefangenen, die uns ge
stern in die Hände fielen, beläuft sich
auf 4,400."
Zahl der serbischen Gesänge«»
80,000
e i 2 1 N o v e o n
don. Der Korrespondent des Berliner
Tageblatts im österreichischen Haupt
quartier meldet, daß die Zahl der ser
bischen Gefangenen seit Beginn des
Fetdzngs gegen Serbien am 7. Otto
6er 80,000 erreicht hat und daß über
600 Geschütze erbeutet worden sind
Trotz ihrer schweren Verluste käm
pfen die Serben tapfer, wie der Kor
respondent meldet.
Londoner Gewerkschaftler drohe» mit
Revolntioa
o n o n 2 1 Not). 500 Dele
gaten, die heute einer Konferenz Son
doner Gewerkschaftler beiwohnten,
nahmen eine Resolution an, in der sie
sich verpflichteten, bis zum äußersten,
„wenn nötig, durch offene Revolte"
'ieit Regulationen Widerstand zu lei
sten, welche die Stunden, während
derer geistige Getränke verkauft wer
den dürfen, verkürzt. Tie neue Regu
taction soll am 29. November in Kraft
Griechenland entwaffnet Armeen nicht
Bulgaren fchlagen Serben und Franzosen
Großer Tieg der Türken über die Briten
Italiener rufen tkjührige u den Fahnen-Wiedernm fast
10,060 Serben gefangen-Kitchener prahlt wieder
Deutsche Verbündete rücken uiianfhaltsni» vorwärts—„Fleißige Bertha"
oit den Dardanellen—Serbische Armee nur noch 130,UDO Manu.
deutsche erobern Novibasar Zahl der serbischen «gefangenen 80,000—eoistoiur Arbei»
ter lassen sich geistige 4elrtinke nicht nehmen -Deutsche Tauchboote uugeschwâcht
tätig Wieder eine englische Viige Russenstege sind erfunden Serben sogut wie
futsch—Hunderte von Toten Schlachtschiff „Markgraf" gesunken? «Griechenland in
der Zwickmühle Bulgaren halten erobertes Land Vulgaren stehen vor Pristina
treten. Tie Telegaten vertraten die
Trnckereiarbeiter, die Postleute, die
Bahiiangesiellten, Gießer, Arbeiter
mil) die Arbeiterklub*. Von den neuen
Regulationen wurde gesagt, sie seien
eine Andeutung, das die Arbeiter
dem übermäßigen Genuß geistiger
(betränke fröhnten. obwohl dies nur
in ein paar vereinzelten Fällen vor
komme, vit der Resolution heißt es.
die Regulationen seien für dieArbeiter
eine direkte Aufreizung, ihre Werk
zeuge niederzulegen.
Italien lehnt Beteiligung am Bal
kanfeldzng ab
e i n 2 2 N o v a o s n a k
Sayville. I. Tie „Ueberseeische
Nachrichten Agentur" meldet folgen
des: ..Schon find zur Verstärkung der
türkischen Artillerie auf Gallipolis
schwere (beschütze und Munition bei
den Darda tctten angekommen. In
dieser Beziehung ist hier kürzlich von
Boatir Law, dein britischen Kolonial
minister, vor dem Hause der Gcutei
nen gehaltene Rede von Bedeutung.
Er bereitet in ihr das Publikum aus
die baldige Aufgabe der Tardnnellen
xiainpagne vor. Feldmarjchall Kit
chener wird entscheiden, wohin die
Dardanellen-Armee der Alliierten ge
schafft werden soll. Man denkt viel
iach, daß sie nach Saloniki abgelten
iiiird. Man erwartet hier nickt, daß
die Italiener den Alliierten bei ihrer
Balkan Kampagne irgendwelche 11
tv
terstüvung liefern werden. Feldmar
schall Kitchener hatte sich nach Rom
begeben, um die Mitwirkung der ita
lienischen Armee durchzusetzen, er
reichte aber anscheinend nichts. Auch
versuchte er vergebens, die Italiener
zu Don Versprechen zu bewegen, fpä
ter Truppen nach Aegypten zu fchik
fen."
Dampfer torpediert
o n o n 2 2 N o v Z w e i i i
sche Tanipfer sind von deutschen Un
terseebooten torpediert und versenkt
worden. Es find die Tampfer „Hol
lamshire," 4,400 Tonnen groß, und
der Dampfer „Merganser," 1,905
Tonnen. Tie Bemannung der beiden
Schiffe sind gerettet worden. Ter
„Hallamshire" war 385 Fuß lang
und gehörte einer Firma in Glasgow.
Die Admiralität hat nicht bekannt ge
macht, wo die Tampfer versenkt wor
den sind, doch vermutet man, daß sie
im Mittelländischen Meer von ihrem
Schicksal ereilt worden.
Hat wieder geloge»
e i n 22. Nov., drahtlos
nach Sayville, L. I. In seinem ge
strigen amtlichen Bericht wendet sich
der deutsche Generalstab zum zweiten
male seit Ausbruch des Krieges gegen
in englischen offiziellen Berichten ent
haltene Unwahrheiten, die nicht durch
Irrtümer erklärt, sondern durch die
Absicht, das eigene Volk und die neu
trale Welt zu düpieren, erklärt wer
den können. Der englische Führer in
Frankreich. Feldmarschall Sir French
wird direkt der Liige geziehen. Ter
Bericht lautet: „In einem am 15. Ok
tober erlassenen Angriff südwestlich
von Loos cm 8. Oktober erklärte de-
englische Höchttkominandierende, daß.
nach konservativen Schätzungen, 8,000
bis 9,000 deutsche Soldaten tot vor
den französischen und britischen Stel­
ViSmarck, RordDakst«, Kreitati, »e« Lk. Rovemder 1818.
„Alliierte haben den Valtantrieg verloren"
Kitchener auch in Griechenland abgeblitzt
lungen lagen." „Dies war reine Er
findung. da die Zahl der Toten und
Verwundeten, einschließlich derer, di'
später ihren Wunden erlagen, nur
7(13 betrug."
Tcspliniter Angriff der Alliier
ten niif den Tnrdiinrlltn
e I i it, 22. November.
(Ueber Amsterdam und Loii
don.) Ter größte Angriff, tot'l
chen die Alliierte:', bis jetzt an
den Dardanellen unternommen
haben, ist jetzt im Gange. So
meldet der Korrespondent der
..Kölnischen Zeitung" in Kon
itaiitinopel. Tie Tepesche sagt
weiter: Tie britisch-französischen
Streitkräfte machen einen tvr
zweifelten Versuch, die Türken
au* ihren Stellungen auf der
Halbinsel Gallipoli zu öerdräiv
gen. Kriegsschiffe wirken mit
den Landstreitkräften zusani
men.
Keine Nusseusiege
e i n 2 2 N o v e o n
don. Vom östlichen Kriegsschauplatz''
meldet heute Nachmittag das deutsche
Hauptquartier: „Ein mit schwachen
Streitkräften unternommener An
griffsversuch der Russen gegen den
Friedhof von Illustt, nordwestlich
von Tünaburg, wurde znrückgeschla
gen."
W i e n 2 2 N o v e A s e
dam und London. Die österreich-un
garische Heeresleitung berichtete ge
stern Abend vom russischen Kriegs
schauplatz: „In Wolhynien und am
Stnr kam es an einigen Punkten zu
Gcschütifnmpfnt. Tie Russen verwen
den Gasbomben. Ereignisse von Wich
tiflfeit innren nicht zu verzeichnen."
Tie angebliche Wiedereinnähme
von Czartorysk durch die Russen ist
nicht bestätigt worden.
Soflitt wie abgetan
8 i 2 2 N o v e S o n
dern. Tas deutsche Kriegsamt
Die Alliierten gegen Griechenland
o n o n 2 2 N o v E i n e e e
sche der „Times" ans Athen scheint
zu bestätigen, 'daß die Alliierten be
reits mit der Sprengung des griechi
schen Handelsverkehrs und der Durch
suchung aller Tampfer, welche die
griechische Flagge führen, im Aegäi
ichen und Im Mittelländischen Meere
begonnen kaben.
e n s 2 2 N o v e e A u K an
geblich hochstehender Quelle wird hier
her gemeldet: Deutschland, Oester­
rast»«
reich Ungar» und Bulgarien haben
eine gemeinsame Rundnote an die
griechische Regierung gerichtet, worin
sie Zusicherung verlangen, daß serbi
fchen Truppen nicht gestattet wird, im
behelligt auf griechisches Gebiet zu
iibvrvitrcteit, sondern daß sie inter
niert und entwaffnet werde», wen»
sie in die Toinäne des Königs Kon
stantin zurückweickeii! (Ten Alliier
sen gegenüber hatte der griechische
Minister de* An*märtiiieii bereit* an
gekündigt, daß dies geschehen würde.)
n f, 22. November. (Ueber
Paris und London.) Einer TeWcht'
mi* Biifarcft zufolge sind die ersten
Abteilungen deutscher Truppen in
Komtantinopel eingetroffen, u. wird
Generalfeldiiial schall v. Mackensen
dort nächste Woche erwartet.
Hit liberie Hu» Toten!
v i 5 o u N o v a n
erwartet, daß der Meiischenver
Im't bei der Zerstörung des frait
zösischen Tampfer* „Calvado*"
durch ein U.-Boot nahe Gib
raltar in die Hunderte
kiMiiint! (Calvados hatte son
Mann frai'zösiscker Truppen an
Bord.) Erst 5:i Ucherlehende
sind von einem britische» Schift
gelandet worden. Ein Schis'*
0'fizier sprengte die Angabe au*.
daß. als einige der Leute vom
Transport! ampser auf da*
Tauchboot ziigeickwommen seien
und sich on dn viel
be geklammert
hätten, sie vo» Tauchhootofiizie
weggetragen worden seien!
Tentschknnds Schlußwort über ^Lusi'
ton in"
W a s i n o n E 2 2 N o
vember. Turch Botschafter v. B^rn
ftorff hat sich die deutsche Regierung
zu Schadenersatz fiir den Verlust von
115 amerikanische» Menschenleben,
nx'lche beim llntergaitg de* britische»
„Hilf*kreuzcr* und Passagierschiite*"
„Liifitmiia" umkaine». bereit erklärt
sie will jedoch nicht dieVerotitinortuug
fiir die Itersettfung des Tampfers
amtlich ablehnen, vielmehr über-,
nimmt sie die volle Verantwortung
dafür und erklärt aufs Neue, daß die
ursprüngliche Schuld auf England
falte.
Wenig Neues im Westen
e i n 2 2 N o v e e e
London. Vom westlichen Kriegsschau
platz meldet das deutsche Hauptamt
tier heute Nachmittag nur: „Zwi
schen der Maa* und der Mosel, in
der Champagne und östlich von Lu
ll
eo ill war die Artillerie des Fein
des tätig."
e i n 2 2 N o v e o n
don. Tas @rofse Hauptquartier mel
dete gestern Abend vom westlichen
Krieg*schaiiplatz: „Nahe dem 'Schie
nenstrang ^pcnt'Zoitncbcefc gelang
es uns, innerhalb der feindlichen
Stellungen ausgedehnte Minenspren
gungen vorzunehmen. Einige fran
zösische Minen explodierten südwest
lich von Souchez und nahe CoinbreS,
ohne irgendwelchen Schaden anzu
richten. In der Nähe von Souchez
erreichten die Teutschen zuerst den
Minenkrater, in dem sie sich sofort
festsetzten."
Niel
bet heute Nachmittag die Gefangen
nähme von noch über 2,000 Serben.
Fünf Kanonen und vier Maschinen
gewehre wurden bei den kriegerischen
Operationen im Felde erbeutet, wäh
rend im Arsenal von Novibasar fünf
zig große Mörser und acht Kanonen
eines alten Typs gefunden wurden
Ferner meldet das Kriegsamt, das,
die Österreich ungarisch deutschen
Streitkräfte durch das Tal des Sab
flusfes drangen, nachdem sie in ihr-ni
Unternehmungen gegen die serbischen
Bergvesten vollkommen erfolgreich
gewesen. Angriffe serbi'cher Nachhut
streitfräste nahe Socanitsch, im Jbar
tale, wurden zurückgeschlagen.
Verschickung dreier Rigaer Stadt
väter
K o e n a e n 2 2 N o v i
D^utschenhetze wird in Rußland nun
mehr so weit getrieben, daß in Riga
der Erste Bürgermeister Bufmcrincf.
der Branddirektor Schummer und der
Vorsitzende der freiwilligen Feuer
wehr Goßmann wegen ihrer deut
schen Namen nach Sibirien verbannt
wurden. Tie Bevölferung Rigas ist
über die Maßregelung der drei hoch
verdienten Männer auf* höchste er
bittest und bezeichnet ihre Ver
schickung als ein Verbrechen gegen
die Stadt. Namentlich die Entfer
nung des Bürgermeisters.Bi'linermck
wird von allen aufs tiefste beklngt.
Dritte ««garische Kriegsanleihe
reicht zwei Milliarden Kronen
e i n e 2 i -i u n N I
22. November. Tie Ze.chilü-'-.'.en für
die dritte ungarische Kriegsanleihe
hoben eine Höhe von zwei Milliar
den Kronen erreicht, efceriti# 900
Millionen Kronen mehr als di"
ztveite Kriegsanleihe
Bulgarien wird serbisches Territori
um brlinltr«
e i n 2 2 N o v a i o
nach Sayville.—Der bulgarische Fi
iitinuniuistcr Tincheff. der sich einige
Wochen in Berlin aufhielt, hat Ar
raiigeilieilts für einen Vorschuß an
'Bulgarien getroffen. Ein Smidiknt
deutscher Banken unter Führung der
Tivkoiito Gcjellschait wird da* (^eld
hergeben. Der Vorschuß wird später
in eine bulgarische Regierung*«,»
leihe umgewandelt werden. Tiitchen
wird Belgien besuchen. Ter Lokal
Anzeiger meldet, der bulgarische Fi
nauzutinister habe sich dahin geäußert'
daß Bulgarien das von de» Serben
eroberte Territorium behalten werde
Griechenland soll vollsiiin^i davon
überzeugt sein, daß Bulgarien keinen
Versuch machen wird, etwa griechische*
Territorium zu betreten. Tincltess sag
te, die Teile Serbien*, die Bulgarien
annektieren werde, würden Niich und
Monaiiir einschließen. Er fügte hinzu,
die Versuche der Ententemächte, die
Verbindung der Zeiitralmiickte mit
Monstitntiiuipel zu iuiterbredie:i, wiir
den fehlschlagen. Sowohl rieche»
land wie Rumänien Mrden weiterhin
neutral bleiben.
Prozef« Biinz begonnen
N e w 0 k 2 2 N o v i e
unter den Betvosmrrn Nein ?)orf*
weitverbreitete Smiipathie fiir dü'
eine ober andere Partei im enropä'
schen Krieg machte heute die Auswahl
der Geichwore»e». die über Tr K ir'
Büiiz, ben hiesige» Generaldirektor
der Hamburg Amerika Linie, und
drei seiner Untergebenen zu Gericht
sitzen sollen, außerordentlich schwie
rig. Tie vier Herren sind angeklagt,
sich zur Meliertretiiiig der Zollgesetze
verschworen zu haben, indem sie im
Beginn des Kriege* Vorratsschifse
nack den deutschen Kreuzern im A»
Irnttik sandten. 12 Geschworeneiika»
didate» wurden auf Herz mid Nieren
geprüft, aber mir zehn von ihnen an*
gewählt und diese zehn auch nur vor
läufig. Ter Prozeß wird übrigens
viel, we»» nicht alle* von dem vermis
se» lasse» was die miierifmiiichen 'u.
andere» Feinde Teutschland* von ihm
erwartet hatten. Tie ganze Anklage
ist so gut wie in sich selbst zusammen
gefallen.
Mittelmächte suchen nnqelilich Rnmä
nien zn beeinflussen
o ni, 22. Nov. Teutschland und
Oesterreich-Ungarn sollen Rumänien
ersucht habe», seine Neutralität zu be
wahren. Fall* Rumänien sich auf Sei
ten der Mittelmächte am eiiroiniiich"!'
Kriege beteiligt, so sollen dem König
reich gewisse Konzessionen gemacht
werden. Diese Nachricht, die „aus zu
verlässiger Quelle" stammt, traf heute
hier ein.
Serbe« nach der Kvssovo-Ebene zu
rückgedrängt
e i n 2 2 N o v a o s n a
Sayville. „Trotz des Widerstände*
der Serben," sagt die Ueberfee Nach
richten-A'-'!tur. „dringen die öster
reichisch ungarischen nnd bulgarischen
Truppen unaufhaltsam nach der be
rühmten Ebene von Kossovo vor.
„Große Teile der serbischen Armee
sind jetzt demoralisiert. In verschiede
nen Fällen hat die serbische Artillerie
die serbischen Linien von hinten be
schössen, wenn die Infanterie dein un
widerstehlichen Druck der teutonischen
Verbündeten nachzugeben begann."
Schlachtschiff „Markgraf" ges..te«?
K o e n a e n 2 3 N o v e e
Es verlautet in hiesigen Schiffskrei
sen, das deutscheSchlachtschiff „Mark
graf" sei in der Ostsee am letzten
Freitag infolge Auflaufens aus ein.'
Mine gesunken. Ter größte Teil der
Bemannung soll gerettet, 33 aber er»
trunken fein.
Nicht« Wichtiges im Oste»
e i n 2 3 N o v a o s
über Sayville, Long Island. Von
russischen Schauplätzen berichtet bac
Teutsche Hauptquartier heute Nach
mittag bloß, daß nichts Neues zu
verzeichnen ist, und die Teutschen so
wie die Zsterreich-ungarifchen Streit
kräfte ihre Stellungen behaupten.
Absnnem«
|2.50 fci# Jiibr in bm
tim ttuii i
hi i'.iS ,u'bv »lach yanübu
\j, I II nach i.-tufdilrtnb
*'nach Wvtilanb
Wtta hl unj)
«a. 86
Serbische Armee noch uns 130,
000 Mann geschätzt
Oesterreutniche* Hauplgum»
tier, über London, 22. Nov Seit
der Besetzung der Stadt No vi
basai durch die Teutsche» ist fast
:er ganze Sandichak de» Serben
abgerungen morde» n»d die
Kämpfe ziehen sich mehr und
mehr »ach dein alte» Schlacht
telb in der Ebene von Kostovo
nnd deren größter Stadt PrijtW
na hi». Tie Truppe» der Zen
tralmächte stoßen auf erbitterten
Widerstand »iid jede Schlacht
führt zu Nahkiimvfe», bevor sie
gewonnen wird, TieSeibeu noU
leii anscheinend in der Ebene von
K off ovo heu letzten Schlag siih
reit. Je weiter die Teiitjcheit
und Ochieri eicher in die Ge
geitb vorrücken, wo die Bevölfe
•rung freundlicher gesinnt ist,
desto mehr find sie imstande, die
Pflege der Verwundeten zn bei
sent und ihre Verhindiingoli
nieit z» stärken sowie Ordnung
zu schaffen und den Truppen
mehr Beoiieinlichfeit zu ver
schaffen. Mau sitiäut, daß die
serbische Armee noch zwischen
130,000 und 150,0110 Mann
beträgt, daß sie sich aher täglich •.
um 5,000 Mann nernunderl.
Tas bulgarische .ktriegsntiniste
rinnt hat die Name» von zwölf
bulgarische» Offiziere» tvröf
seiitlicht, die in der russischen
Armee dienen und als Teser
teure bestraft werden sollen,
falls mau ihrer habhaft wird
In der Liste finden sich die Na
men des General« Radio Di
iiiitrieff, des ehemaligen Imlgo
tischen Botschafters in Ruß
land, des Generalmajor* Sra
foil), des Kapitän* Liizfanooj
und des Oberleutnants Tor
kos f. der den französischen
Schriftsteller Pierre Loti nach
dem etilen Balkankrieg zum
Tuest forderte, weil Loti die
bulgarische Armee kritisiert hat
te.
Bulgare« stehen vor Pristina
S o i a, über London. 22. Nov.
Folgende* amtliche Bulletin wurde
Heute inSofia a»*gegebeu: „Nach hef
tige» Kämpfe» find unsere 1
riippett
von Norden und Osten vor Vriitiiifr
angelangt. Wir nahmen 1.800 ManD
und eilte Halbe Schwadron Kuaalln
gefangen." Premier Radoc-lawoff
machte heute bekannt, baß in einigen
Tagen, sobald die Bahnlinie vmtSofut
nach Belgrad repariert worden ist, re
gelmäßig Schnellzüge zwischen Sofia
und Budapest verkehren würden.
Ter „Heaiandia"'?sall
W a s i n o n 2 2 N o
vember. Staatssekretär Lansing beu
tete att, daß die Ver. Staaten unver
züglich bei Großbritannien protestie
ren werden wegen der gewaltsamen
Durchsuchung de* amerikanischen
Dampfer* „Zealandia" durch einen
britischen Kreuzer in merifnnifchen
Gewässern, mir zwei und ein Drittel
Meilen vom Gestade. Er stellt in
Aussicht, haß die Geschichte zu einem
dreiseitigen Streit zwischen den fVr
Staaten, Meriko und Großbritan
nien führen möge.
Artilleriegefechte im Westm
e i n 2 3 N o v e e i a A
los nach Sayville, 8.
I Das ftrufr
fche Hauptquartier meldet in feineW
heutigen Bericht über ein Gefecht fi
ber Luft auf dem westlichen Kriegs*
schauplatz, in dessen Verlauf eis*
französischer Doppeldecker be Aue»
zur Strecke gebracht roi'rde. Anch^
fanden Artilleriegefechte in T'-Hreren
Abschnitten der fronz'riffh-b:'zischen
Linien statt.
Dicke Berthas a« DardaaeSe»
K o n s a u i n o e 2 N
vember, über Berlin und 'linsteß»
dam. Beiuühungeti der Alliiertes
Verstärkungen auf der Halbinsel
Gallipoli zu landen, sind durch deut»
sche Kanonen schweren Stohbe' wei
che neuerdingS an die Dard^nelle*»
front gesandt wurden, zum Einha«
(Fortsetzung don Seite htz'
li
'fWtS, K Si

xml | txt