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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, November 30, 1915, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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10. Jahrgang
Wewtral von Gallwitz geht siegreich
vor
Oesterre'ch'.sches Hanptgnartier,
über London, 23. November.
General von Gallwitz' Armee hat die
Serben, tue nördlich von Pristine
kämpfen, bis auf eine Entfernung
tiou dreizehn Meilen von der Stadt
zurückgetrieben. Tieselbe Armee hat
am Sonntag und Montag 12,000
Serben gefangen genommen. Oesl
lich und südöstlich von Prislina leisten
die Serben den Vulgaren noch hart
uäckigen Widerstand. Oesterreich
-ungarische Truppen im Ibar-Tal
die gen Mitrowitza vorrücken,
stürmten gestern stark befestigte
Stellungen an der Nordseite des
Tals sowie eine Stellung an her
Südseite. Sie sind jetzt in vollem
Besitz des Jbar-Tals.
Gerbische Hauptstadt nach Prisrend
verlegt
A e n 2 3 N o v e e e
London. Nach hier eingetroffenen
Meldungen ist 'die serbische Negie
rung von Mitrowitza, das von den
teutonischen Verbündeten stark be
droht ist. itich Prisrend im westli
chen Serbien nahe der albanischen
Grenze verlegt worden. Tas diplo
matische ftorpi hat sich nach Petch in
Montenegro begeben.
Auanschikai zu schlau
e k i n 2 3 N o v e V o r
föfag der Ententemächte. daß sich
China den Alliierten anschließen soll,
ist bei Präsuxuit Ananichikai aus
taube Ohren gefallen. ?)iianichifai
ist nicht willens, Chinas Neutralität
auszugeben und sich den guten Wil
Ien Teutschlands zu verscherzen, Ja
pan ist, wie es scheint, an dem Vor
schlag nickt beteiligt und es handelt
sich ausschließlich um einen britischen
Plan, dem Frankreich und Rußland
wie treue Vasallen zugestimmt haben
Zeugenaussagen im Vnenz-Prozeß
begonnen
N e w o 2 3 N o v Z e u e n
&* Bet her heutigen Verhandlung
gegen mehrere Beamte der Hamburg
Amerika-Linie wegen Zollhinterzie
hung Aussagen machten, erklärten.
Kapitän Boy-Ed, der deutsche Flot
tenattache, habe eine führende Rolle
in der Verschwörung gespielt, die
darauf abzielte, neutrale Schiffe mit
Kohlen und anderen Vorräten für
i* deutschen Kriegsschiffe im Atlan
til und Pazifik auszusenden. Einer
dieser Zeugen beschwor, daß Kapitän
Botz-Ed persönlich die Verausgabung
von annähernd $750,000 leitete, die
unverlangt und unverhofft Ansang
September 1914 als Guthaben der
Zeugen in einer New Darker Sauf
deponiert worden waren. Von die
sem Betrage wurden, wie die Zeugen
aussagten, $350,000 an die Nevada
Notional Vans in San Francisco
telegraphiert. $213,000 wurden in
mehreren Beträgen an den hiesiegen
Norddeutschen Lloyd gezahlt, unge
fähr $75,000 an die Hamburg-Arne
rika-Linie und der Rest ist noch vor
Handen. Alle diese Zahlungen wur
den, wie dieser Zeuge versicherte, aus
Befehl des Kapitäns Boyd-Ed ge
leistet. William Rand, der Verteidi
ger, erbot sich, gewisse Beschuldigun­
18 Alliiertenschiffe im Mittelmeer futsch
Oeftreieker halten Stellungen trotz furdttbami
Bombardements seitens der Italiener
Griechenland fiigt sich dem Willen der Alliierten
und ihre Truppen mittlen wahrscheinlich abziehen
Russen, Engländer u. Franzosen lügen weiter über „Siege" Deutsch
land will Egypten erobern-Bahnen in Kleinasien dazu fertig
Gener«» Gattwitz fängt 12,000 Zert'en Schlim'ne Niederlage der Vriten bei Vagdad
I a i e n e v e o e n 0 0 0 0 0 a n n i n 0 o n a e n a n n z u e i n
stylag M?trowit a und Pristina erobert -^crbcuröttig „«»tihsl" Sicg der Zentral
mächte sicher 7,000 Serben an einem Tag gesangen -Waren nur russische Lügen-
Veebenyeer gänzlich zesprengt—Papst sagt: „Sinsjland trägt die Schuld am Krieg"
gen der Regierung, die zwölf Tain
pfer betreffen, zuzugeben. Er gab zu,
das Tr. Bueiiz und die anderen ?ln
geklagten Schiffe aitsgciandt hätten,
um mit deutschen .s)rieg*]chiffen im
Atlantic zusammenzutreffen nnd sie
zu verproviantieren. Tie Angeklagt
ten hätten dies jedoch nur auf Gründ
legitimer Anweisung getan, die sie
per Kabel vom Hauptbüro der Ham
burg-Amerika Linie in Hamburg er
hielten. „Wir find bereit zuzugeben,
das $750,000 ausgegeben wurden
wie die Regierung so eifrig zu bewei
sen sucht," erklärte Anwalt Rand.
„Wir sind sogar bereit noch weiter
gehen, wir werden zugeben, das $2..
000,000 deutschen Geldes verausgab^
wurden, um Schiffe zwecks Verpro
viautierung iieuifcher .Kriegsschiffe zu
chartern und zu befrachten. Wenn
wir aber die Tatsache zugeben, geben
wir noch lange nicht die Absicht des
Betruges und der Hinterziehung zu,
von der in der Anklage die Rede ist."
Staatsdepartement hat Entscheid»««
W a s i n o n 2 1 N o v
Alle Frage», welche den Status di
plomatischer und Konsularvertreter
kriegführender Mächte in den Ver
Staate» betreffen, werden vom
Staatsdepartement entschieden wer
den, und zwar mit dein Wunsche, die
freundlichen Regierungen aufrecht zu
erhalten. Ties wurde heute von
Staatssekretär Lansing erklärt, als
feine Aufmerksamkeit auf die Aussa
gen im New Aorker Bundesgericht
gelenkt wurde, das Kapitän Boyd
Ed, der deutsche Flottenattache, die
Fonds für die Versorgung deutscher
Kriegsschiffe auf hoher See geliefert
habe. Ter Staatssekretär sagte, er
kenne das Beiueivniaterial der Regie
rung in dem New Yorker Prozeß
ganz genau, jedoch habe das Staats
departement die einleitende Rede des
Hilfsdiuriktsanwalts Wood weder
gebilligt noch mißbilligt. Tiplomati
sche Vertreter seien nicht nur nicht ge
gen Strafverfolgung immun, fon
dern das Staatsdepartement sei auch
nicht im geringsten durch irgendwel
che Beweise, welche das Iustizdeparte^
merit in Händen zu haben glaube,
gebunden, die Abberufung eines di
plomatischen Vertreters zu fordern
Sogar in den Fällen von Konsuln
und Generalkonsuln und anderen
akkreditierten Agenten fremder Län
der, die sich nicht diplomatischer Im
munität erfreuen, lasse sich das
Staatsdepartement durch wichtige
Fragen der Politik leiten, wenn ent
schieden werden müsse, ob die Ab
berufung deratiger Vertreter gefor
dert werden soll oder nicht. Im Falle
des Kapitäns Boyd-Ed ist Sekretär
Lansing der Ansicht, daß der deutsche
Flottenattache kein Gesetz übertrat,
indem er die Fonds lieferte, um Hoh
len und Lebensmittel für ausländ!
sche Kriegsschiffe auf hoher See zu
erlangen. Denn das sei keine straf
bare HtMdlung.
England verbietet Export von Baum»
wolle and Eisenerz
o n o n 2 4 N o v e E o
von Watte, Baumwolle, Wolle und
Eisenerz jeder Art nach allen Län
dern wurde heute Abend durch eine
„Order in Council" verfügt.
Itekr 135,000 Serben wurden gefangen!
Franzosen hatten bei Krlolak 20,000Tote!
sticht
Italienische Verluste über halbe
Million im ersten halbe»
Kriegsjahr
W i e n 2 4 N o v e e
über London. In einem ge
stern ausgegebenen amtlichen
österreichischen Bericht werden
die italienischen Verluste im er
steit halben Jahre des Krieges
mit Oesterreich Ungarn auf
500,000 lote uud Verwundete
angegeben. Tie Gefangenen
sind in diese Zahl nicht eilige
rechnet. „Heute, ein halbes
Jahr nach der Kriegserklärung
unseres ehemaligen Verbünde
ten," heißt es in der Bekannt
machung, „halten wir überall
die Verteidiguiigssroiit, die mir
beim Beginn des Mrieges mahl
ten. Seit dem Beginn der Käm
pre im Südwesten ist es dem
Feinde nicht ein einziges Mal
gelungen, die Ziele zu erringen.
die er im erste» Ansturm zu er
ringen Hoffte, aber der Krieg
hat fhm an Toten und Vernum
deten bereits eine halbe Million
Menschen gekostet."
Schlimme Niederlage der Briten
e i n 2 4 N o v a o s
nach Sayville. Hier traf die Nach
richt ein. daß ein aus 170,000 Mann
bestehendes Heer der Briten von tiir
tischen Truppen vor Bagdad zurück
geichlagen ist. Zu der britischen
I Armee, die bis aus zehn Meilen
von Bagdad vorgerückt war, gehör
teil Truppen aus Australien, Kanada
und Indien. Sie bedrohten einen
wichtigen Eiscnbahiiendpnnkt, den
die deutschen Verbündeten als
Stützpunkt für eine spätere Offen
sive gegen die Briten in Egypten
über Suez benutzen wollten. Tie
Türken trieben den Feind etwa 30
Meilen von Bagdad zurück. In mi
litärischen Kreisen Teutschlands ist
I ist man der Ansicht, daß die Bagdad-
Kampagne ein Teil der von den Alli-
i
ierten unternommenen Riesenkam
I
pagne ist, die den Marsch der Russen
durch Persien einschließt. Ta die
Russen die ihnen zugewiesene Auf
gabe nicht gelöst haben, so versuchen
die Alliierten nach dem Dafürhalten
der Teutschen ihre, wie man in Ber
lin annimmt, letzte Karte ausspielen,
indem sie genügende Streitkräfte an
der griechischen Küste landen, um die
deutschen Eisenbahnverbindungen
durch Serbien und Bulgarien nach
Konftantinopel zu bedrohen. Dieser
Plan ist, wie hiesige Beamte glau
ben, auf Grund einer Unterschätzung
der Stärke der Deutschen gefaßt.
Sie veranschlagen die Zahl der deut
schen Truppen auf 11,000,000
Mann, so daß von je sieben Bürgern
einer ein Soldat ist.
Xer uoch Ruckzugsdeckuug
e i n 2 4 N o v e A
sterdam und London. Teutsche Mili
tärsachverständigs sprechen mit Be
stimmtheit die Anficht aus, daß die
britifch-fraitzüfische Expedition gegen
die Dardanellen sich als ein vollftän
diger Fehlschlag erwiesen habe!
Kämvfe Jinden noch immer auf der
Halbinsel Gallwoli statt aber, wie
aus Kon|taiityio^I gemeldet, werden
die Angriffe der Alliierten immer
'ctmifidn'r und fchwädier, uud dienen
'old* Angriffe offenbar nur da',»
die iSBiiriiefvelnuifl großer britische*
und französische Streitkräfte zu
decken! Tie meisten dieser Trup
pe» -werden in den Balkan gesandt,
obwohl eine bedeutende Streitmacht
britHihvr Kolonialtruppen nachEgyp
ten jieht. um den Suezkanal gegen
das drehende Vordringen der Türken
zu schützen. Teutsche Militärs glau
ben, daß binnen sechs oder adit Wo
chen' so z-ii'iiilidi jeder Alliterteiuoldat
aus ,der Tardanellen zone zurückgezo
gen Zi'in wird.
Äurowitin Ii ab Pristina er
r.iirrt
I
i
n. I. November,
ijik' London Tie serbische.!
«!".!e Mitrewim und' Priithm
jiiV erobert worden, wie die
Ob "sie Heeresleitung beute be
saunt inachte. Mitrowitza mar
»od' ''itz vor wenigen lagen die
»erbische Hauptstadt, die nacb
Pi I rend verlegt wurde, als
MiN'Owitza in Gefahr geriet.
Wie die serbische Gesandtschaft
in Poris tieiitv besannt tnadite,
ist die Hauptstadt inzmnrteii
wieder von Prisrend nach Sk»
tan, Albanien, verlegt worden.
Ter Sitz der serbischen Regie
rung ist somit nicht mehr im
heimatlichen Lande. Pi isiina
ist eine wichtige S'adt am öftli•
che» Rande der berühmten Kos
sove-Ebene. Tas amtliche Bulle
tjit lautet: „Serbischer Kriegs
ib'ni!pIotz: Mitrowitza ist von
den österreichisch ungarischen
!nippen nnd Prislina vo.i den
deutschen Truppen genommen
worden. Tie Serben sind über
die siliiira weitlich tioii Prist
na. getrieben worden. Cest
Iicher Kriegsschauplatz: Arne:'
gruppe Hindenbiirg. Süd
ostlich von Riga machten die
Russen von Temorte aus "inen
Angriff gegen 'BcrsemihUx*.
Sechs Offiziere und 700 M.nin.•
wurden von uns gefangen ge
noiumen und zwei Maschni.'u
gewehre erbeutet. Ein Vo'po
iieu in Iaiuipol nördlid von
Illuxt, mußte sich vor einem
russischen Angriff zurückziehen
Ii
i ch einen Gegenangriff er
obertc» wir das Torf zurück.
Armeegruppe des Prinzen Leo
pold von Bayern. Die Lage
ist unverändert. Armee,irtiv
pe Linsingeii. Angriffe ri"'
fifchcr Tiöifionen nordöitlidi
von Ezctrtornsf und nahe Sn
biszcze, nördlich vo» der B^.h»
liuie Kemel—Row no. mirdei
zurückgeschlagen. 50 Gefangen'
lind drei Maschinengewehre
wurden erbeutet."
Nikolaus vou Montenegro ladet sei
nen Freund Peter ei»
e i n e o n o n 2 1 N o
vember. Nach einer Tepesche aus
Sofia an die Berliner Zeitung hat
König Peter von Serbien die Einla
dung seines Freundes Nikolaus von
Montenegro angenommen, nach Ee
tinje zu kommen und sein Land von
der montenegrinischen Hauptstadt
aus zu regieren. Tie serbischen Mini
ster werden König Peter angeblich
von Saloniki nach Getinjc begleiten.
Serbenkoaia „muhst" nochmals
Bulletin: Paris, 21. Nov. Di"
hiesige serbische Gesandtschast V
heute besannt gegeben, daß^die Re
gierung von Serbien ihren Sitz nach
Skutari, Albcmten, verlegt hat.
S»»greß soll Wasfklltrust untersuchen
W a s i- n o n 2 4 N o v E i n
scharfer Kampf wird, wie die Entwick
lungen des heutigen Tages andeuten,
im Kongreß um die Pastierung einer
Resolution entbrennen, we
Icke der Ab­
geordnete Clyde H. Tavenner vun
Illinois einreichen will und in wel
cher eine Untersuchung über das Trei
ben 'der „Schacherer in Kriegsmate
rial" im Interesse der VerwiUigun
gen für die Armee und Flotte gefor
dert, werden wird. Die Resolution
wird direkt gegen John Pierpon!
Morgan gemünzt sein. 0Uei4)}ettig
nut der Ankündigung Herrn Taven
nets erlief William Jennings Bryan
eine Erklärung, in iveldier er auf
eine gründliche Uiiteriudinng der An
geleilheit dringt. Ma» sd)ließt da
raus. daß Herr Bvijaii seinen Einfluß
zu Gunsten der Resolution Herrn
Ionen tiers in die Wagsdjale werfen
wird.
Sieben deutsche Regimeuter i» Pri
lep angekommen
e n 2 5 N o v e a i s
Tie Ankunft von sieben Regimentern
deutscher Truppen in Prilep. Ser
bien, wrd aus Bufereft gemeldet.
Vor einiger Zeit wurde reinel&et.
der bulgarlu'ie Voi'.nersch gv-.u'n Mo
'iaitir sei ach der Erober nig von
Prilep verzögert uuM veit. um die An
fünft demi.her Truppen zi erwar
ten. Teutsche Truppen solle aiigeb
lich Monas' r, das nahe dev griechi
schen Grenze liegt, besetzen. 11111 ir»
iiendwclchc ?!»fregung in kriechen
lend zu vermeiden.
Franzosen irren sich, wen« fit
Deutschlniido ^nsammeudruch
erwarten
e i n 2 5 N o v a o s
nach Turterton. Dr. Eduard Tavid.
einer der Fi-hrer der Sozial^emokra
ten im Reichstag, hat einen Brief an
die Presse gerichtet, in dem er die
Idee bekämpft, daß die fran'öfischen
Sozialisten gegen Territorialerobe
rung i'! diesem Kriege ieieit ?r. Dv
vid sagt, die französische!'. £e',ialiiten
hätten diirrfi ihre eigene» Worte be
iviesen, das sie mit den anderen P.ir
teien in Frankreich darin überein
stimmten, daß der sogenannte deut
sche Militarismus zcnualuit nird El
saß Lothringen wieder an Fratikreid'
zurückfallen müsse. Ter Grund fiir
diese Illusion, sagt Tr. Tavid, ist der,
laß in Frankreich über die wirkliche
Lage Teutschl. Unwissenheit herrscht
Tie Franzosen glauben, das Teutsch
land ei» wirtschaftliches Tehacle be
vorsteht. Te^ ist der psychologifdie
Grund, worum die Franzosen immer
noch an uer Idee hängen, Teutsch
land zu zermalmen und deutsche?
Territorium zu erobern. Tas einzige
Mittel, den Franzosen den Frieden
eriniinscht zu mndx'it, ist diesen piu
diologischen Grund an die vergebliche
Hoffnung zu zcrsiöreu, daß Teutsch
land einen militärischen und mirt
fchaftlidicn Zusammenbruch durch
machen wird. Tas sollte sich jeder
mann vergegenwärtigen, der wirklich
de,, Frieden herbeisehnt.
Tieg der *^rnirnft:sichte nnnus
bleiblich- Sie«, der (fntrnlr das
Grab griechischer Huffiiimgrii
e 1 i ii, drahtlos, 2(.
Nov. (Ueberice Nachrichten
Agentur.) Die „Fronffiirter
Zeitung" veröffentlicht ein In
terview mit einem hervorragen
den Griechen, welcher angibt,
daß die griechische Regierung
überzeugt ist, daß die Zentral
mächte siegen werden, und daß
sie daher den Anschluß an die
Entente als Selbstmord ansehen
müssen. Abgesehen davon rniir
de ein Sieg der Alliierten bedeu
ten, daß Konftantinopel russisch,
Epirils italienisch und die grie
chischen Inseln britisch würden,
während die Niederlage der
Alliierten die Inseln und Epi
rus in griechische Hände bringe.
Der Grieche wies darauf hin,
daß Griechenland nicht nur Au
stralier, Franzosen und Farbi
ge, sondern auch Briten als Gei
sein habe, falls England Grie
chenland angreife diese Tatsa
che werden den britischen Ent
schluß wohl beeinflussen.
Die Verluste der En
gl ä» der iu Btt
Westafrika
K ö n 2 0 N o v i e K ö n i s e
Volkszeitung" erhält von einem Mit
arbeiter den Bericht eines Offiziers
der den Krieg in Deutsch-Südwest
cfrifa mitgemacht hat. Danach er
litten im Süden die Engländer schwe
re Schlappen. Englische Offiziere be
zifferten ihren Verlust an Mann
schaften auf 9000 Mann, doppelt so
viel, als die deutsche Schutztruppe
überhaupt Streiter hatte. Zvischen
Abonnement» PI
•v M) da» Iabr in brn *tt. on(k*
lim Hiiftuo*
V'» .vi tit ».ich iSunntHi
J"*»— ""dl 'Jfiltid,Ullb
tu ('ifth. i"*v,i!lanb
(Nur gfflvAVh- zahl»«,)
«o. 27
den zwangsweise unter die englischen
UnioiK'tnippeu gesteckten Bure» unfc
Engländern fames z» schiven» Au»-
idireitimgen, wobei hie Buren nti'i-*
fieivv •standrediUid) erschossen wurden
Tie Engländer bemühe» sich jetzt
hartnäckig, die deutschen Untertanen
zu naturalisieren, was aber bisher
von allen Seilen zurückgewiesen
de. Man glaubt reit au de» endgülti
gen deutschen Sieg. Ein mifi iiitiger
Kolotiidleugläiihcr versicherte, daß die
deutid'e Sache in Europa ausgezeich
net stehe.
Startet Schneefall in den Bogese«
a i s 2 0 N o v e e e
Winter hat an der g«r, u*n .Kampf
front i» den Bergen Frankreichs ein
gesetzt. Jn den Bogesen i»t Schnee ge*
fallen, wie das lri:-.v:ii miieriiim
heute imchmitieig bekannt uiad
1.'.
Das
Bulletin lautet: ,Die ''ifuht verging
ruhig an der ganzen Front. In den
1ngeicir iff tiefe
i' Schnee gefallen,
^be
wilders in der (Hegend der FeD und
Thür."
Ziehende Serben werde» energisch
verfolgt
e i n 2 i N o v e e e
London. Feldmarschall tum Ma
ckensens Armeen verfolgen die ans
dem Riickzng befindlichen Serben un
ablässig. Tie serbische Nachhut hat
sich zur Wehr gesetzt, ist aber in der
Vvgenti von Mitrowitza und südwest
lich tum Sienica, in der Nabe der
montenegrinischen Grenze, zuiiickge
worsen morden. Tie Russen haben an
verschiedenen Puiisteu an de Tiina
I zniijdH'ii Riga und Tiiiiaburg die Of
fensive ergrissen. Südlich oon Riga
versiichlen sie die Misse zu iibei schiei
ten. Wurden jedoch zurückgeworfen.
Auch russische Angriffe bei Berit'mün
de und aii der westlichen Front von
Tünabnrg wurden znrückgeid lagen
Tas heutige amtlidie Urieg bulletin
lautet: „Westlicher Mrieg. fcbautilatz:
Alt verschiedenen Punkten der Front
kam es zu N'eschi'itzlanipseii. Const
hat fid) nichts wichtiges ereignet.
Oeftlicher Kriegsschauplatz: Armee
gruppe Hiitdeiibiirg. Ein Versuch
der Russen, 'die Misse nahe Pulpe zu
iibersdireiten, wurde vereitelt. Russi
sche Angriffe auf Berfemiinde und an
I der westlichen Front von Tiinabiil
wurden abgeschlagen. Von
I Armeegruppe des Prinzen Leopc
von 'Bayern des Generals von Lift
singen ist nichts zu melden. Sc*»
bischer Kriegsschauplatz: Sii^vestliA
Hon Sie'iica und in der Nähe vlM
Mitrowitza wurden feinhlidie Nadh»
Hutstruppen, die vor der Front Ml
Feldmari'challs von Mackensen '.iiriid*
geblieben waren, zurückgetrieben."
Ammer noch die Verluste vou £$ât
o n o n 2 0 N o v e e
Eine Offiziersverlustliste fiir die am
8. November zit Ende gegangenen
zwei Wochen weist die Namen tiort
1,031 britischen Offizieren aus, von
denen 35(1 getötet und 009 vertuus*
bet wurden. (19 sind als „vermis#
gemeldet. Seit Beginn des KriegiO
hat die b'itifche Armee iiad) aiutlicfiiin
I Angaben 20,702 Offiziere verloren,
von denen 0,389 getötet und 12,fifty
verwundet wurden. 1,752 werdH
vermißt. Während der erwähntW
vierzehn Tagen waren die größtM
Verluste in den Stafford Regime#
tern zu verzeichnen, 'die 20 getötet««
47 verwundete und i vermißte CF
siziere meldeten. Viele andere Regß
meuter haben Verluste von mehr aA
20 Offizieren aufzuweisen. BngadG»
general ForbeS Trefusis und siebM
Oberstleutnants wurden getötet
Generalmajor Walker verwundet.
Oesterreicher halte» ihre Stell»»gM
W i e n 2 6 N o v i e Kampfs
um Görz hoben in ihrer SchreckliG»
keit noch nicht nachgelassen. Ohne U»
terbrechung griffen die Italiener dt»
österreichi'ch-üz'garischen St-'llungim
an und überschütteten die Forts von
Görz mit einem beständige» und
furchtbaren Hagel von schweren ö#»
schössen. Trotzdem gelaug es ihnü#
nicht, irgendwelchen Eindruck aus dlf
Stellungen der Oesterreicher und UO»
gärn zu machen. Zwar dränge,? tie o#
einzelnen Punkten, so besonders nörd
lich von Monte Michele, in die &tä*
(Fortsetznug auf Veit»

'flti SRnumtu oon WJ .HcU mt barüter k
rtttetr- mir itr .KoU fur
Bismarck, Word Dakota, DienStag, den NO. November »»Iii.

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