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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, December 03, 1915, Image 4

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4
VerKwats-^n^eiger
SJB.8rettbt, Nedakteiir u. Geschäftsführer
Freitag, 8. De,ember I
»15
Erscheint jeden Xicit:taa und Freitag
A v o n n e e n S e i S
Gereinigte Staaten, pro Jahr |2.ß0
Rpch (Tmiridn, pro Jahr 8.00
Anderes Ausland, pro Jahr 8.50
(Wut gegen Vorauszahlung)
flu vie Leser
Wir ersuchen unsere Leser, dem flel»
•e* Settel auf der Zeitung, oder auf
de« Umschlag, ihre Aufmerksamkeit zu
Denken. Ans demselben finden sie außer
SIchem
em Namen auch das Datum, bis zu
das Blatt bezahlt ist. Leser, die
»M dem Zeitungsgeld im Rückstände
j», sollten unS mit Einsenden desselben
»reue» und auch, wenn möglich, ein
Wchr im Borau» bezahlen.
Adressirt alle Geldsendungen und
•riefe:
e S a a S A n z e i e
Bismarck, N. D.
Um verâeruny in Zusendung der
SlofmitmtvVtrftnbmmgrn
eining zu vermeiden, bitten wir, bei
oder Wechsel
der Pi'stl'sfire immer die alte wie mich
6i neue Postoffice mit anzugeben.
Die Redaktion übernimmt für den In
halt der Korrespondenzen keine Verant
ttuTtima l'emübt sich aber, alle» Unpas
sende mivtumcrzcn. Einsendungen otme
wolle Wniiien^imieifduift wandern in den
Papierkorb.
In einer lliitcrrebiimz, welche Tr.
v. Herarncr, her Präsident des
Dcutidiaiucrifanifdien Nationalism*
bvv Vertretern von „The ".Viiluuiitfee
•Journal" tut it „The Milwaukee Free
Pies'." bald tiadi seiltet' Aiikiinst da
selbst iicroiihrtv, hat er nidtt allein ii:
trefflicher Weise die Richtlinien der
'ifiitidmrlH'it der Don iliin gegriiiidc
teii herein iivum flar fielest, sondern
and) Mahnungen tut da* ganze ome
rifanihln' Vols gcriditct, meIdie von
allen Bürgern innerer Republik,
gleichviel welcher Abstammung sie
find, beherzigt meiden tollten. Er
islilte: „Irgend eine Beimisd)»ng
von Rassenhaß oder Religion in ante«
rifaiiiiche Politik iit tief 31t beklagen
Eine politische Partei, die sid) allein
auj Rassen oder religiöse Unter
schiede *tiit3t, sollte von jedem echten
Amerikaner itnterdriidt werden. Tie
unvernünftigste Tisfnifion iit dieje
nige, ivetdic sidi mit dem Binbcitrid)
Amerikaner beidniitigt. Ta* vor dem
Bindestrid) Hebende èigenidinft-Mvort
zeigt mir an. von welchem Volke ein
Mann abstammt. Wir sind alle Bin
destridi-Amerikaner.
x\d)
nahm früh­
er an, das', der Indianer der einzig
echte Amerikaner märe, aber die mo
derne Foridjung indit de» Radiwei*
zu erbringen, das er urivriiuglidi
von Vitien kam. E* gibt uidit* ver
toanimuugsivüriMgore-J als den Per
fudi, Ras'enhaß in liniere Politik 311
misdieii. Wir müssen alle harmonisch
arbeiten, Idh bitt milieus, in .var
iiioiiie mit irgend einem anderen
Amerikaner ,yi arbeiten, gleichviel
tucldicr anderen Rasse er entstammt
Solange er für echte? Amerikaner
tum wirkt, bin ich willens, seine
Ctimvathie für da5 Land seiner Vor
fahren in respektieren, aber ich er
warte von ihm auch, das er in glei
cher Weise meine Smiipatliien re
spektiert. Wir verlangen keine Be
günstigung Tcutfdiland*, aber was
wir verlangen, ist eine neutrale, im
parteiische und gerechte pro-anierika
Nische Politik Amerika für die
Amerikaner und die rindige Er
wägung iolTte die sein, um* gut für
im* hier ist und ivo* ant besten dazu
todten wird, liniere nationale Eilt
widiiiitg in der iifuuft zu fördern
AlU'v, ivav idi verlange, besteht darin,
das, mein geliebte? Land, in dem ich
geboren, sich von einer Politik los
machen soll, welche rerindit, uns als
eine Macht zweiten Range* den Dik
taten England* uutenuorditen.
Deutschland setzt vir Zeit die Welt in
Eriiaiine-t diirdi feine Tüchtigkeit auf
militärischem (Gebiet. Was das ante
rffanifdie Pols als großes Gatne
fcivher ltod) nicht weis'., ist die Tat
fache, dad Deutschland uns gerade
ebenso Voraus ist in Bezug ain
©tädteveriDiistnng, in Bezug ans
Tüchtigkeit in allen anderen Verwal
tung* zweigen und in Bezug auf Wis
senschaft und Technik wie in militari
scheu Angelegenheiten. Ter einzige
Zweck des Tcutfdiamcrikaniidien
N
alio» a lb im des besteht darin, dem
amerifatiiidjen Volke alles zn lehren,
was das moderne Teutschland zu ge
ben Hat. lütd dadurdi eine int hödiiten
Grade patriotische Pilidit zu erfül
len." Tiefe Worte charakterisie
ren in treffender Weise die patrioti
sche Haftung des Teutschamerikani.
schen Natioi'.albiindcs. der ant echt
atiierifamidjen Prinzipien sich auf
baut. lind gerade weil er es tut, ver
tritt der Bund bei jeder Gelegenheit
das Prinzip der persönlid)eit Freiheit.
Xtt
welche durch die Unabhängigkeitser
Hüning und die Konstitution den
Bürgern dieser Republik garantiert
morden iit In der Bekämpfung von
Zwangsgei'etzen irgendweldier Art
sieht der Ratioitalbund rincjrmcr
hauptiüdilidvten Ausgaben. Seinen
Bestrebungen liegt es vollständig
fem, eine Partei bilden zu wollen, die
sich lediglich ans Abkömmlingen deut
scher Eltern oder in Teutschland ge
borenen Bürger» ,zusammensetzt Was
er erstrebt, ist der ZusamineiiidiluR
des liberal gesinnten und von echtem
Amerifaiiismiis erfüllten Element?
der Bevölkerung zur Aufrechterhal
tung der persönlichen Freiheit, zur
Wahrung der politischen llnabhün
igkeit der Vereinigten Staaten .zur
Abwehr oller Eingriffe in das Selbst
beitinimungsrcdjt des Einzelnen und
zur Wahrung der Garantien, die von
der Konstitution der Vereinigten
Staaten allen ihren Bürgern ohne
Unterschied der Rasse und der Reli
gion gegeben worden find.
Der Russe als Geldsucher
In den meisten Teilen Rußlands
existiert seit Jahrhunderten bcrGlau
bc, daß die Erdhügel verschiedene
Schätze, wie Wold, Geld. Juwelen
oder kostbare Schmucksachen, in sich
bergen, und das je größer der Hü
gel, desto grösser die sich in ihm be
findlichen Schätze find. Tiefer Aber
glaube hat sich bis dato noch immer
in den niederen Volksklassen behaup
tet. Für Geldsucherei mußte den
Suchenden von der zuständigen Be
Hörde ein Erlaubnisschein ausgestellt
werden mit dem Vorbehalt, daß, sollte
itield oder Wold gefunden werden, die
Crtvpolizei davon in Kenntnis ge
setzt werden müsse, widrigenfalls die
Regierung den ganzen Fund einzieht,
und die Suchenden nicht allein leer
ausgehen, sondern noch wegen Ver
heimlichung des Fundes streng be
itraft winden.
Am liebsten gräbt der Russe ans
Landcriimten. die ehemals türkisches
Gebiet waren, weil er den festen
Glauben hat, die reichen tViohamedo
11er mußten bei ihrer Flucht und Ver
treibung durcki die Russen die Erd
Hügel ausgeworfen Haben, tun ihre
Schätze vor dem Feinde zu retten
Tie Sncherei sann nur von einigen
Männern spät nachts und beim mat
ten Schein einiger brennender Steh
lampen vorgenommen werden. Bei
dieser Huudsarbeit. bei welcher den
Acrntften der Schweiß aus allen Po
ren aiiillt, müssen alte Werkzeuge
herhalten als: Schausel, Spaten,
\virfe, Brecheisen, große Cammer
usw. Etwa von 10 Uhr nachts bis
lUir morgens ist die SucherHeerde
mit (Kraben beschäftigt, denn die
Fiindliediirftigen glauben, daß man
nur während dieser sechsstündigen
Arbeitzeit in Besitz des Sdjatzes ge
langen samt.
Auf solche Art und Weise wurden
schon hunderte Hügel dnrdiwiihlt. als
hätten Mriipv'sdie Kanonen dort ihr
Unwesen getrieben. Als ich iit Weit
el iaß (lieitti. Tobreitfa), Rußland
meinen Schreiber und ^ehreifunk
tionen oblag, durfte idi audi einmal
ein solche* Vollniaditsfdirciben an
Russen aus dem ?iadibar?itädtdien
Röwo Rifolajmka versassen. Radi
Beglaubigung der Vollmacht durch
Unterschrift küßten die Russen die
Hände des Torrältesten (Sduthen)
und de* Schreiber*. Tie geküßten
Herren wünschten den Bevollmächtig
ten Mliick und gute Erfolge zu ihrem
Untt i iichiuen. ^Jadi etwa vier Wocher
kehrten die Schatzgräber in die Kanz
lei zurück iiiii), indem sie die ausge
händigte Vollmacht wieder überreich
ten, _nieinte einer der Russen, als ob
die Schäle in einer Tiefe liegen, von
ivo Rieinand sie holen kann, denn je
langer die Schätze in der Erde lie
gen, meint man, desto schwieriger sind
sie zu haben
Einen von russischen Geldsuchern
häßlich vergrabenen Goldhügel sab
idi auf einem Edelmannsgute. Mid
koiva, unweit der deutschen Kolonie
Straß,burg, von dem die Ruiieu be
luiiipteten, eine Kiste mit türkischen
Tufatcn gefunden zu Haben. Als aber
einige Männer dieselben wegtraget'
wollten, stand ein Feuermatt 11 auf
dem Teckel, der mit der Kiste, n.ich
dein er mit dem Fuß auf dieselbe los
stampfte, vor ihren Augen ver
schwand.
Bei den Russen findet man aller
hand Aberglauben wie Erd- und
i'iiftgeifter, fliegende Drachen, Feuer
geifter, Gespenster, feuerspeiende
Tterntäitlcr, und wer weiß was nicht
nicht alles. Schlägt der Blitz in ein
'vmis ein und tötet ein Tutend Men
'â'tt. so hält der Russe dies für ein
Gluck. i?egt der zündende Blitz da'
\\iu* in Schutt und Asche, so sucht er
nach dein Tonnerkeil (audi Tomicr
Hein genannt) Findet er den Ton
ueruein nicht, so gclüftets ihm nicht
mehr auf der Brandstätte ein Haus
in bauen. Ta* Wahrsagen iit bei ihm
heilige räche, denn würde ein Wahr
lager ihm verkünden, daß er morgen
inten ltmzlutf*tag vor sich Hat.' io
ruft er mehr Heilige und Engel im
iiuntel an, als e* deren dorten gibt
rttoar wurden durch die Widerlegun
geii der rnnisdien Popen und Lehrer
vie e wlcher Aberglauben in den
litten xsahren ans den leichtgläubi­
Staats-Auzeiger, Bismarck, N. D., Freitag, de« 8. Dezember
ge, Rufienherzen Verbannt, aber doch
iit nodi ein großer Teil unter dennie
deren Volksschichten, die den Glauben
on Geister, Hcreiimcister, usw., nicht
aufgeben.
Man könnte gerade ein dickes Buch
schreiben, wollte man alle russischen
Tunimheiten auszählen. Ein solches
mürbe aber audi zur Kurzweil und
fast zum Totlachen dienen. Wie zähc
hält do di der russische orthodoxe Christ
am Aberglauben fest! Ein ander
mal vielleicht mehr davon, toetät ich
angefochten werden sollte.
Saskatchewa.«
Sedley, 20. Nov.
Ich erhielt beiliegende Karte von
meinem Schwager, der als Kriegs
gefangener in Oesterreich liegt. Bitte
derselben zu entnehmen, was fürs
Blatt paßt. (Tie Karte, freilich, ent
hält nichts als Grüße, doch wollen
wir den Inhalt bekannt geben.
Red. Staats-Anzeiger.) Der Schwa
ger schreibt also:
„Wetzlar, 9. Sept. 1915.
Lieber Schwager und Schwägerin?
Ich habe euck) schon einmal aus
Oesterreich geschrieben, aber feine
Antwort erhalte». Auch von zn Hau
se bekomme ich nichts zu hören. Gruß
aud) an Schwager Johannes und
Sdiwägerin Elisabeths und an
Sdiwager Georg und Schwägerin.
Rosalia, Wie auch an Schwager Adain
Sdiäier. Bin noch immer gesund und
wohlauf. Grüßt auch meine Eltern.
Bitte, schickt mir ein paar RubelGeld.
Martin Ermannstraut."
Soweit die Starte.
Also. lieber Staats-Anzeiger, über
sende ich $5 und zwar $3 für das
Blatt und $2 für den Schwager.
Bitte, den Betrag zu übermitteln
(Richtig erholten und wird besorgt.
Tem Schwager geht aud) diese Rum
mer de* Blattes zu. ,Minen übersen
den wir den Kriegsatlas und, da Sie
voriges Jahr keine Prämie erhielten,
den Kaiserkalendcr. Von Tatiiel Teck
erhielten Wir im nämlichen Briese
$7.10 und wird die Kaiser Wilhelm
Uhr direkt von der Fabrik zugesandt.
Besten Tank allen. Red. Staats
Anzeiger.)
Es scheint, daß in Teutschland und
Oesterreich viele unserer Riißläuder
Freunde in Gefangenschaft sind und
ich glaube auch, daß Briefe oder Kar
ten von diesen im Leserkreis des Blat
tes willkommen find. ..
Gruß allerseits von
George Deck.
Endlich gelang es mir, die Frucht
gedroschen zu bekommen und diese
Arbeiten gingen bei mir ant 17. zu
Ende. Idi baute 1,100 Büschel Wei
zeit. 380 Büschel Flachs und 1,100
Busdiel Hafer. Wir heimsten Gott sei
Tank diese* Jahr eilte recht gesegnete
Ernte ein. Weizen ergab in dteier
Umgegend 35 bis 52. Hafer 50 bis
100, Flachs 18 bis 25 Büschel vom
Acker.
Run fähren ich und auch andere
Farmer fleißig Frucht zur Stadt und
von dem erhaltenen Gelde will ich
gleich zuerst dem lieben Staats-An
zeiger das Seinige zugeben lassen 11.
audi Michael Koch tut da* gleiche
(Wir erhielten $10, nämlich $5 von
jedem. Beide Zeitungen sind bezahlt
bis 25. Tezembcr 191G. Scheere
kommt. Besten Dans! Red.
Staats-Anzeiger.)
Gruß an alle Leser und Freunde
des Blattes.
Johannes Scherger.
For Valley, 23. November.
Wir haben seit dem 5. November
Schnee und brauchten doch noch den
ganzen Monat gutes Wetter zum
Treschen. Wir bekommen hier vom
Acker von 30 bis 55 Büschel Weizen,
und 50 bis 110 Büschel Hafer.
vat) lese den Staat*-Anzeiger schon
acht Jahre und werde ihn lesen, so
lange id) lebe. Ta* Blatt ist zu $3
nach Canada nicht teuer, sondern bil
lig, wenn matt bedenkt, daß es nun
zweimal die Woche kommt und uns
viele Neuigkeiten bringt, die feine
andere Zeitung uns bietet. (Wir er
hielten $5,50. Atlas geht Ihnen zu.
Besten Tank Tic gewünschte Adresse
lautet wie folgt: I. M. Markwart.
Lougbecd, Alta., Canada. Red.
Staat*.Anzeiger.)
Gruß an alle Leser dieses Blattes
und besonders an Sdiwager I. De
genstein. Peter Meier.
Ta mein Abonnement am 15. Ok
tobre ablief und ich es nicht machen
will wie manche Leute, die das Blatt
fdntldig bleiben und damit ein gro
ße s Unrecht begehen, will id) meinen
Betrag einsenden. ($3.30 erhalten
und Scheere geht Ihnen zu. Besten
Tank! Red. Staats-Anzeiger.)
Reuigfeiten gibt es weiter gerade
nicht, aber ant 7. November hielt hier
der Winter seinen Einzug. Tic Erde
ist mit einem weißen Kleid bedeckt,
aber kalt ist es nicht. Ter Schnee ist
stellenweise wieder versdiwnnden tttt^
wir haben schlechte Wege, sowie mit
Wagen oder Schlitten.
Ter Fruchtpreis ist wieder gefal
len. Heiitc steht Weizen auf 83 Cents
und («flcttbs gilt $1.05. Wir ernteten
hier an Weizen von 23 bis 47, von.
Flachs 10 bis 19 und von Hafer 50
bis 80 Büschel vom Acs
er.
Ter Staats-Anzeiger ist jetzt ge
rade doppelt so viel willkommen wie
früher, weil er uns zweimal die Wo
che jetzt besucht und immer uns viel
interessantes, lehrreiches, mitzlidjes
und unterhaltendes bietet.
Gruß an alle meine Freunde in
Nord- und Siid-Takota. sowie auch
an den Bruder in Beiseker, Alta.
Canada.
Alberta
Zuerst will ich bemerken, daß ich
einen Leser für das Blatt bekommen
habe und ich hoffe noch mehr anzu
werben. Ter neue Leser hat den
Staats-Anzeiger eine zeitlang bei
mir gelesen, und er gefiel ihm im
mer, aber nun, feit er zweimal die
Woche kommt, bestellte er ihn gleich
selbst. (Wir erhielten $3. Blatt ging
Herrn Fischer bereits zu und die
Scheere fommt in einigen Tagen.
Besten Dank! Red. Staats-Anzei
ger.)
Ich hatte neulich einen Artikel im
Blatte über diese Gegend geschrieben
und nun erhalte ich so viele Briefe
und Anfragen, daß ich sie nicht alle
beantworten kann und den Staats
Anzeiger bitten muß, mir etwas
Raum zu geben, damit ich mit einem
Male alle Frager befriedigen kann.
Ich habe 12 Jahre in Pierce Coun
ty. Norö-Takota, gewohnt. Tie er
sten acht Jahre ging es leidlich gut.
Dann kanten Mißernten und bei einer
Feuerbrunst verlor id) dann noch
meinen Stall, Heu, Futter, Pferde
geschirr, Schweine und so weiter.
Indessen hatte id) immer nod) Kredit,
bis schließlich in 1913 ein Herr
Ebel in Berwick meine Papiere von
der Bank aufkaufte und mit mir ein
Ende machte. Zuerst war ich sehr
böse auf ihn, aber jetzt bin ich ihm
dankbar, denn sonst wäre id) vielleicht
nod) in Berwick, wo sie bis jetzt nur
von 2 bis 8 Büschel vom Acker ge
droschen haben. Mir gefällt die Ge
gend hier, denn mau kann mit wenig
Kapital anfangen. Während der zwei
Jahre, die id) hier bin. habe id) gute
Fortschritte gemacht und wollte nicht
wieder nach Berwick zurück, Wenn
man mir dort eine Farm schenken
würde. Hier ist eine große Kolonie
fertig gemachter Farmen, und id'
habe eine solche auf 20 Jahre zum
Au* zahlen, welche $1,500.00 kostet
Da* macht jede* Jahr $228.00 zu
sechs Prozent Zinsen. Habe hier al
les fertig gesunden: ein Hans 22 bei
20, alles auoeftridKMt und gepflastert
Stall 18 bei 30, 12 Fuß hoch. Brun
nen und Pumpe, und alles Land ein
gezäunt mit Cederposten und drei
Drähten und auf dem Lande ist im
mer 50 bis 100 Acker gebrochen. Vor
zwei Jahren, als id) noch iit Berwick
roar, fand ich iit einer englischen Zei
tung einen Artikel über diese Gegend
und die Adresse eines Mannes, der
jetzt mein Nachbar ist. Id) schrieb an
ihn, er antwortete, und ich ging hin
und fand alles wie ich es hier sdjrei
be. Hierher kommen Leute aus allen
Himmelsgegenden. Wie lange das
Land nod) vorhält, weiß ich nicht.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Aus
meiner Farm ist gar kein Holz, aber
die meisten Leute haben Hol auf
ihrem. Aud) wird hier nicht viel Holz
gebraucht, denn die Kohlen sind bil
lig. Kosten nur $1.50 die Tonne und
werden zu dem Preise Jedem atisge
laden. Jch habe 30 Meilen bis zur
Kohlengrube. Zwanzig seilen süd
westlich von hier wird eine neue
Eisenbahn gebaut, aber man ist noch
nicht ganz fertig mit Schieneulcgen.
Städtchen sind bereits da, so daß man
20 Meilen von hier alles kaufen
kann. Zehn Meilen von der Kohlen
grube, wo die neue Bahn gebaut
wird, ist von der Bahugescllschaft
eine neue Kolonie angelegt worden.
Ta kann man auch Laud kaufen auf
zwanzig Jahre zum Auszahlen. Ter
Prci* ist von $10 bis $25 per Acker
und ein Zwanzigstel muß angezahlt
werden. Tie Gesellschaft verkauft
nicht mehr als 100 oder 320 Acker
an ein Familierihaupt, Mann ober
Frau. Auch borgt die Gesellschaft auf
Wunsch $2,000 auf zwanzig Jahre
zu f, Prozent Zinsen, daß der Käufer
Gebäude aufbauen und alles einrich
ten kann. Der Agent, der daS Land
verkauft, wohnt in unserem Städt
chen und heißt Arthur Brown. Die
Gesellschaft verkauft nur Land au
Leute, die kommen und es besehen,
und weitn im Leserkreise welche find,
die Hier sol dies saufen wollen, bitte
mir zu schreiben, wann sie kommen.
Dann werde id) in der Stadt sein und
ihnen helfen, ohne daß es ihnen et
!ro* kostet. Wenn ich nid)t da sein
sollte, bitte den Agenten zu sagen,
daß sie tutrd) mich erfahren, daß hier
Land zu kaufen ist. Wenn ich nicht
durch meinen Nad)bar gekauft hätte,
hätte ick) wahrfdicittlich auch nicht so
gutes Land erhalten, denn die Agen
ten verkaufen immer gern das schlech
teste zuerst.
Gruß allerseits von
I. M. Markvart.
Abonnirt auf den Staats-Anzeiger.
die tonangehende deutsche Zeitung
Nord-Dakota'»

tuest.»ung. Proviantlager in einer Höhe von 660t) yug an der italienische»
Grenze.
Ansicht von Verona.
It, Kit1
4 y,™
*n «-"Ol 5MM
Verona wurde von iijtvvn'idiiii-tn'n r.vii' mit '-^out/en leicht. Tie Peters
iuiiifc mit der 5i'tlimö 2an Pierro.
Eine .Kettenbrücke" über den Bug.
Sit»"
#4
Die originelle Brücke winde von österreichisch ungarischen Truppen mit
Hilfe schnell requirierter Bettstellen erriäitet, da anderes Material bei der
Schnelligkeit des VorrückenS nicht hcrangeschafft tucttien konnte.
--fr- iX'My-^évki- i
K 16i*-f..r3&akL. rifcf *.' ,X -âfc 1 fci 'l'.l I Vr.'u., I
Patrouille aui de»: $unak[Uctb6 Lei äUtia.
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BISMARCK PRINTING COMPANY
.^craiivficbtr
Fetered eeeeiid-cl«»» matter. Hey 2,1912.
it the poet office at Blamarak, If. D.« eeder the
Act of Kerch 3,1079.
PvbUehed Tuesday* end Friday*, at Blamarck,
North Dakota
Subscription Price $2.00 per Annum
(Eingesandt von Anton Jochim)
Aus Canada
Elardee, 22. November.
Düke, 25. November.
Magdalena Ziegler.
Lougheed, 23. November.

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