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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 29, 1918, Image 6

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•.•tiüwfa» in iii
WiiiitWftiMiiei.
B«ndr»schatzmt«.
A.if 311 derlei Art sönnen ivir im»
lerer fNctvmuto in bieser teit hel
fe». Tic cine ist, Wirtschaftlichkeit
tmb Stw.mtifeit 311 üben hie an
dere, vntriotiid) ,,„d loyal 3» sei».
Wirtschaftlichkeit und Epsrsamkeit.
Al»erika»?r deutscher (Mmrt oder
Slbittimiimmi Hobe» von jeher mit
Recht den Ruf genossen, flute .scni^
Ijoltec zu sein. Tie natürliche ^olge
guten .(•oiivOnltviK- ist Wirtschuftlich»
feit. ävMrtichojtlidifcit ihrerseits er.
zeugt 2 vorfiim.
Ersparnisse aber rönnen nicht Bes
ser oder sicherer angelegt »verde» als
i» Sdmlbversdireibuugen der iKoflie
rung der Ver. Staate». Freiheit?«
boiibs und .Sfriegvuninimrfe» sind
Gd)»lbvevicl)ii'il'iiii(ivn her Metiivrimg
der Per. tonte». Tie WeleiU'nheit,
Wlb in ihnen anzulegen, iit so leicht
und luMiivin gemacht, das jedermann
teilnehme» fanii. Tar»in sollte es
auch iebcnim»» hm.
TieS tri ist nicht i»ir fiir de» Ei»
jtehien, sonder» auch fiir verbände
5». E? bedeutet nicht blest. bait die
yrinieU'etio» ihr ^nterviU' eigen,
sondern mich, bob »1». Vereine,
Vtcmembeii „sw. aktiv teilnehmet,
joflten.
Tie (tinmblofle *ui» Erfolge ir»
fleiid eine« Unternehmens von initio
linier Vlitvbelmiiiiii, limn e-j »im ei»
Regiern im*- oder ein l:iaxitunter
nehmen sei», ist Organisation. Ohne
Criumiintion hat man ftet iifflfn
Stmstverge»bimn und iriierweuerzei
telnufl anvifiimpsen. Tie »»oeriiiMb
Ii che Jvoliie der Organisation ist
s»slematisde Monu'ntration iitib
SVi'chichvirfiini) der Mtaitf u»b
du hriiiiU die nviviiiinlite» 2h\'!»l
tate.
CS samt fiihnlich behautet wer»
den. dast !W Prozent ber fhneriftmet
tt'iitscher Geh»it ober deutschen
Stamme« entweder 3» einem itliib.
ober 3» einem Verein oder einer i
i'iirche gehören, mib IW ^rojent I
dieser organisierten verbände sollte»
sich, ivenn e .£ilfe fiir die siegte»
vium nili, besonder» in ilnetjvjeitm
Ulli) vor allem dann. ive»» den Zeil»
liehmerii direkte Vorteile envachse».
i» den Tiettst der allgemeine» Soche
stellen.
Nationale ExelutivbeHörde», Hoch,
logen, èt)»odaluerbti»ie »stf. sollte»
den Ansai», nia.he» und ihre
ilweiiUUTeine, Uiitvilogen, »nterge*
ordneten Weivllfduvte» ». dgl. zu
beei»fl»ftii suche», rührigsten Anteil
zu »rinnen, sticht nur sollte» die
Verbände ihre Mitglieder 311111 Spa
ren und zur VI Ii Inge der Ersparnisse
in StrirgeUuirnuit'fe» ober Freiheit»
iionbi' anhalten, sonbern eo sollte»
auch Vereins- itnb Mircheiifonb* mis
die gleiche Weise augelegt werde».
Vine »ach de» (Richtlinien gründ
licher Organisation geführte Main
pagne ivird nicht nur Ergebnisse zei
tigen, die dem liiiijeliie» zugute
fouimen, sonder» auch Ergebnisse,
die ein rühmliches Vicht auf baH
ganze Kontingent der amerikanischen
Bürger unseres? Stamme* werfen.
.sierb»vch wirb schneller als aus
irgenb eilte andere Weise ba
Lchimpsgebläk derer zum Schweige»
gebracht werde», die es sich zum
Geichäst gemacht haben, Zweifel a»
linjevein Patriotin»»? und »»lerer
Soimlitöt in alle Welt 3« sprengen.
x\d)
persönlich glaube nicht, bofo
«s uuö frommen würbe, unsere
o i i a i i n A 1 1 o e v o n
i e I s e n i u e e
oder Beteuerung wenn auch
«och so oft zu klonen. Wohl aber
Juldje
[laude ich a» H» »del n, an eine
LrgaiiisieruKss unserer Kräfte,
hab wir sogen l|i*en:
..Hier sinb Wer so viele Millio
neu, imb so i*fc so viel Prozent da
vo» sind im Besch von Zreiheits
honbs ober »triegtfparuiarken im
Gesamtbeträge von so imb so vielen
Millionen TollarS versucht
H»S nachzumachen oder uns gar zu
Ulbertresfen, wenn Ihr eß könnt!"
Xa* »Liberty Loan Pudlietty
Uireou" beS BuitbesschavaintS isi
jit der Lage, solche Statistiken zu
munenzusteUenF und gerne bereit,
sich ber Arbeit zu veröffentlich,mgs.
zuefteu ZU unterziehen, Ivenn die
verschiedenen Orgcmiftchonen und
jtirdieii ihm bie Gesamtzahl der
Keichuer und den Gchmâtrag der
âeu'idi»ete» Eitinme atittriie#.
Ties zu tun, ist eine twbältni*.
niöfjig kleine Aufgabe für bie Or
ganisierten Körperschafte««, luib de
ren Wichtigkeit für utüi alle sowohl
wie die daraus ersprießende Wirkung
sollte eo wohl rechtfemgen, bflb man
hie Sache i» die Hand nimmt.
L-yalität «»d P«tri-ti»»«.
Es ist leider tint zu wahr, feflfc
otifrührerisd)e und laiibeBwrröterfr
word«
fiitb, und baß sich unter de» Uebel
iiiter» Vlnu'iifaiier dentiduT (Geburt
ober ^biiaiiiliiuiig jiiib bciititbe VI»«
liiiider befmide» hoben. 'Hud) ist es
Lohr, boh VIi'iii',erii»fle», bie als im
loyal aufgelegt werde» miisjeii. von
einigen getan worden sind und noch
getan werde».
Tie bitrerrenben P»»beibeh?rdeii
fd)reiteii in fold)eii Fällen mit größ
ter tiiitid)iedenheit ein, imb so sollte
C9 fein, sobald der Schiildbeweiv er«
Urod)t ist.
ES ist inbcifen tiid)t nur die
P'licht ber Bimbevüeointeii, solchen
Aiille» »odniiü'irreii. Vielmehr bin
id) fest überzeugt, dos: mir e? un
serer Mlegicrimg und uiiv selbst
idmlbe», jede verfügbare .Shirt ein
zu seyen, tun derartigen ^andliiiigeii
und Vleiifierimgcii eine» Riegel vor
jusdiiebeii.
Tid) schweigenb mib Phlegniatiich
zu verhalten, wenn man davon iveisj,
kamt als ,justi»i»i»ng auc-gelegt
»erden. Sidjec biirt'en mir e» nicht
billigen und tun es auch nid».
Xiiriint müsse» mir gegen alle berat-•
Ilgen Tinge einschreiten, ja luWi
luidjdriirflich einidtreiten. liniere Vljre
und imieie '^flidit der Regierung
und iniv selbst gegenüber gebietet es.
ßeHiielu'iiiie Tatsachen zu beitrei
leu, ist Torheit. Sie lie'Yrii jederzeit
immiberlegliche» Veioeiv. Int) er
liijjt »no an diese» ^otfndje» mdit
riittelii, um unser selbst tmb unse
rer Mi über witte». im Interesse aller
Vliiierifaiier t»o» beiittcher (Geburt
âr Äbslamtmmg. tu» »»seres Lan
de» tiltb tmierer (vlngge ivilleit.
Der Krieg kill Vkl chiM
S«r ^rrdürguug öec (^rfiflgr» ist
Wclb bitvo AMit'iiutiuriibiitttf.
(I'latA
StryUf.
»up|»ll»d by Hu reun
lie l'otit
Krieg führen ist ju jeder Zeit ei»
Wentärt, uii» zwar ein Schernsles
ae,oiii. Manch« widmen sich ihm
iut4 l'itbDnberti, andere werden hin
ti» gezwungen.
^irt Geschäft wird entweder von
einer oder von mehreren Personen
betrieben TaS Zkriegsiihren wird
con Nationen besorgt. Tie Einheit
ii::ec Nation ist der Bürger. Jever
Büro et einer lriegführenden Nation
wird und ist somit ein dellüerechtig
ter Teilhaber im tirfdifi.
^edeS Geschäft, in »eit-em Leben
steckt, produziert
Txsrc'.tvâtn t*x
ti
lieg. Seine ^rnbuüt find
pflichtiin^en und Folgen. Wie auf
einen ocUoerechtigien Xtil^abrr, ent
fallen Berpiiichtungen in bcmfeH'ra
Aethä!:nifit jus jei-en Bürger, rrie
ihm Vit Folgen zuaute lonimtn wrr
betl.
Tie Art der feigen wird durch btn
Erfolg oder ^ehlschlag des Aeschäf
tei bestimmt. Wenn
ti
erfolgreich ist
und Sieg It Deutet Erfolg —.
bann sind bit Folgen von weitgehen
de in und unermeßlichem Borteile für
die Notion und derart, daß sie jettn
Burger der Notion direkt berufen.
Wenn das (Geschäft ein ^khlsch.ag
ist und Unterließen bedeutet ^«Hl
schlag dann find die Folgen von
weitgehendem und unermeßlichem
Nachteile für die Nation, und da»
bedeutet Leiden und Unaemach für
jeden Bürger und für längere Zeit.
Was auch immer die Folgen 'ein mö
gen. Erfolg oder Fehlschuß. Der Bur
ger hat keine Wahl. Er ist als Ein
heil des citizen gezwungen, sich da
mit abzufinden.
Er hat ii!txffen eine Wahl, soweit
einige t*r Verpflichtung«» inbetracht
kommen.
Ebenso wie die Führung de5 j:tzi
gen Krieges das wichtigste (Stsch-ift
unserer Nation und darum auch ihrer
Bürger ist. so ist Geld da» wesent
lichste DiNg. um vieles Geschäft zu
einem Erfolge zu machen.
Die Aufbringung dieses Geldes,
gleichgültig wie groß der Betrog, wie
schnell er flüssig zu machen, ist bit
oberste, die bringenOftt Verpflichtung
der Nation, und daher ihrer Bim
g»r.
Ein Bürger, ohne Rücksicht â»s
Alter, Geschäft. Geburtsplatz oder
Abstammung, der einen Funken von
Ehre besitzt, ein Prinzip anerkennt,
auf Patriotismus Anspruch erhebt
uifb feine Loyalität veteuert, wird
diese Berpflichlung frtudig, ohne Zö
gern, ohne Murren auf sich nehmen.
Ein solcher Bürger wirb alles ver
suchen, jeden Nerv anspannen, um
dieser Verpflichtung nachzukommen,
und auch vor einem Opfer nicht zu
rüekschrecken.
Wer et nicht tut, sann weder auf
Ehre noch auf Prinzip, weder aus
Patriotismus noch aus Sparstnn An
fpruch erheben.
Er verdient mit Recht von seinen
Milbigern gebrandmarkt zu werden
als einer, der „ernten möchte, ohne zu
säen", öl* ein Mensch, der sich seiner
|$t*rnfiit jedes Prinzips er
MMßttt stnd seine Flagge nicht ehrt.
V heraus gesagt, ein
'tz». H!nem Lande, mag er
durch freie Wahl
haken.
?SMW
UND
1st €fflit#*?lnwtflcr,
Die moderne Süh«e.
(üin Blick in oic Hinter den Rw»
i»en.
Dal Publikum wird heute vo« de«
The lterdirektoren in seiner Schoulust
immer mehr oerwchnl. Es geniijt
nicht mehr, daß tut Wold auf der
Buhne ourch Den ,ema!icii Prospekt
oder fit Dtajenbodeu durch einen grü
ten 2evpat) Dargestellt roiro der A'ald
muf heute greifbare Baume mit rich
tigen Blättern haben, ver Aasen na
turliches Graü sein, eine Stelle muß
vor »en Augen der Zuschauer im«
dein, nicht unsichtbar hinter der Sze
ne.
lotn 11 im .Soinmernachts-
traunr litanio mit vein verzauber
ten Zettel durch den BWd geht, so be
wert sich der Wald wirtlich, nicht nur
als ^cmewand. So verlangen
ZZtatti
9\$mnxi,
ti
die
inoverne Teiorations llunft und
da« Biiblilum, unv es werd?» gerade^
Mc'sieriverle in der ^usstakiung
der Thcalersui^e geleistet. Indessen
ahnt wohl niemand unter den Bewun
derern dieser modernen Plastik auf der
Bühitr, welche 11 illumine von Arbeit
und Zeit dazu gehört, um ein einziges
Stiid stilgerecht in .Uojtiimen und Te
terationen herzurichten und wieviel
Hände tätig sein müssen, bis ein Büh
nenl'ild wirkungsvoll dasteht.
Der Ürstt, der mit der Ausstattung
eines Stückes zu tun bekommt, ist der
Zeichner. Et macht die Entwürfe der
Szenerien, die nachher farbig und in
großem iütobstobe ouSgearbeitet wer
den.
In grohen Ateliers liegt die Leine
Wand auf dein Boden ausgebreitet.
Auf ihr wird Da» Bild erst :111t Motile
.lafgent'irn uno dann' in Farben au5
geführt. Ties geschieht venniltelst
eines B)agcns mit Farbtöpfe», die
hier Die Palette vertreten, und langen,
befenähnltcheii Pinseln, mit denen die
Malerei ausgeführt wird. Plastische
Stüde, lote Felsen oder btrgieichen,
IVerden auf 4)olzgerüslen ongeurDriet
und Dornt natiirgetre» bemalt. Frü
her wurde auch der Wasen ähnlich her
gestellt. Jetzt werden auf einer Iute
lliiterlage schwellende I'ioostiffeit,
griine Rasenflächen und Laub danke
völlig naturgetreu angebracht, obwohl
alles mir aus Holzwolle, BJerq und
2uch|"raii|tn beiteijt. In gleicher
Weise werden aus entlaubten Birten
stänimchtn Durch Anleime-, künstlich
bergeneüier Blätter, Bluten und
Fruchte die schönsten Loudb -.ume, d!ü
bend« Strämtftr, itirfa:bäumt uno
an De res hervorgezaubert, over ourch
Ausliefen einer grünen Fwitii. ein
tauschen) echt auslegender i nnen
bäum. Em großes Feld hat tn
der neuzeitlichen
Xet^T'-tion
die tische Arl-eu. Der E.-.cheur
fertigt aul^ßit schönsten iietjigurcn
in naturgetreuer ^achoildung aus
£»em iü^ia^tn ^xpiu iche Stof».
äusserst, Giraffen. Löwen. Lamm,
die ganze Arche lltoah sahen wir untet
der gefchitfjtn Hand des Arbiters aus
Rohr- und Holzkellen entstehen.
Daneben indl eine tuaj'.coUe T.uelde
loratton mit Br.-ten, itt npo:t, lecke
ren Defferl Früchten, i'brjipan,
Mudhtn usw. tri sieht so appeinlich
aus. dah wir hinein beißen möchten,
aber es ist alles Ptipie.
2reien hierzu dann noch die hoch
eniwidelten Be'.euchtungS Effekte, jo
ist Dir Täuschung vollkommen. Die
Buhne ist und bleibt eben die Welt
des Scheines,
fé$ wirb min alt?
Wie 1 tele mehr als hundert Iahr^
rite Leute gibt es tu be» einzelne»
eilropäiIlde» Vititöer», mib welche
Limb imii$ man zum Wohnort er
moiilett, me»» mau sehr alt zu wer
de» wtilischt?
Auf diese Frogeii gibt uns bie
Staliitik iiborroscht»be Aitüdjlüije.
2ie lehrt, bas bie rchiwij, bie oll
Itihrlid) uo» jo groben Schoren (ir
liolungobediii stiger 1111t bestem Er
lolg ausgesucht wirb, bie sich der
köstliche» Lust, ber »aturgciiuiüeiieii
Lebensbedingungen, der schönste»
staatliche» £rbiiiiiige» erfreut, nicht
einen einzige» Bewohner von iibcr
hundert jot)reit beji^t. Trmemart
kamt ihrer zwei, Belgien fünf,
Schwebe» jj,ch» oiifiueije». ^'oriüC«
kau» sid) des BesiheS vou ^3
mehr als hundert Iohre alte» Ei»
lUühiierit rühme». Die uöchfie» im
Klange ji»b bie schatte», bie 1U über
Hundertjährige i» ihrer Mitte zäh
le». Tad Teutsche Meid) fon» tret}
seiner graste» Eimuohiierzolil, sei
ner uorzii.tlidje» hygienischen Ei»«
ridjttmge» dod) »ur 78 Himdenjäh
rige aniiveiseii. ^rontreich mit sei
ner lveieiitlid) idimiidjereii Bevölke
rung dagegen 21^, das »iirtthije,
leibeiischatfliche ©»miiien, bei nicht
viel mehr als beut dritten Teile vo»
DeutschlanDsEinwohnerzahl sogar410.
Tie erfimmlichsteii -jisset» stressen
wir ober in be» aufgeregte», streit
süchtige», politisch erfahrene», in
ber MiiUur teiliveije »od) recht zu
riirfgebliebenen Bolkaitstoate» an.
-Serbien zählt 57:5 Perjoue», bie
-.breit hnnbertste» Geburt:tag über
idjritten habe». Mimianicii 1081,
Bulgarien gar UV it aiibere»
dorten aiivgebrüift: Bulgarien
in»» sich riihme», iubezug auf bie
Langlebigkeit seiner Bewohner on
ber Spitze ber europäischen iiiiltur
liinber zu maridjieie». Um olso die
meiste» Aussichten aus ei» sehr ho
hes Alter zu habe», uiusz tuim jjch
in Bulgarien tiieberlassen.
N
2,
^rriiofl, btn
Msrphium Sacht.
fctw J)»rter plant ihre 8t
lemufwnfl.
Aussagen von Narkotiker» vor de»
gemeinsamen legiSlatiren Ausschuß
in Wero Z)ork bilden einen beweglichen
Appell für eine des Nachdenkens wer
te, humane Berücksichtigung dieser Un
glücklichen. Eine der typischen Jtr^nk*
i,eucgeschichtet!, Uder Die Bericht et
juittet witd, betrifft einen zieml.ch
bet.innten Mann, der diesem Laster
zum Cpjtr fiel Ourch den fortge'etz
ten Gtbiauch von Morphium aus An
rattit des Arztes gegen heftige,' fast
unerträgliche schmerzen als Folge
erscheinungen eines scyiveren UnfallS.
Dieser llfonn, dessen Warnt mit IKecht
der Leffentlichteil ooreniyalten wird,
Dftsudjtt u. a. einmal, seine tetUi«
gtiivtutrft Gewohnheit dadurch zu be
tänipfin, bafe er unter ^urüdlasfung
aller Betäubungsmittel aus den l'iciit
Blanc flüchtete, fest entschlossen. Dort
zu bleiben, bis er geheilt sein würde.
Ilm drei Uhr ottt nächsten borgen be
zaylle er sunfhunbert Dollars für ei
ne» Lonoerzug, der ihn von dem
Berge wteder tn bewohnte legenden
zurückbrachte, jjuhunch? Aerzte be
faßten sich mit feinem Falle und ei
nige beuteten ihn in ver gewissenlose
sten BZeife aus, aber keiner erzielte
eine dauernde Heilwirtuiig. Das Le
ben wurde ohne Betäubungsmittel zu
einer Q'ial für den Patrenten. In
einer Staatsanwalt wur^e er an dte
Ifiiiuer durch Metten gefcfielt, abet
schließlich gelang es ihm Doch, Mor
phium von einem B!ärter zu Luft».
Al» er versuchte. Drogue» auf gründ
ärztlicher Beiordnung zu taufen, wur
de er verhaftet, in mit Helle geworfen,
die er mit Unglücklichen Der gleichen
Art teilen mußte, von Polizisten ver
höhnt und mit einem «chüreisen miß.
handelt.
Was bei diesem wie bei anderen
FäUen, die zur Jlen.itniS des Unter
ludiungsiuicichufftä gelangten, beson
ders in die "tugen fällt, ist, da st Mor
phiumsüchtige und Cllaoen anderer
Betäubungsmittel als Degenerierte,
trenn nicht gar a!» Berbrecher, behan
delt werden, während doch, wie der
Borsttzende B)hitney sehr bezeichnend
und richtig erklärte, man sch:i.ei!vle
gen de Grunde für das Berlangen hti*
den sollte, diese Unglücklichen durch
geeignete Pflege und Behandlung der
Gesundheit zurückzugeben. Äie dem
auch immer sei, der Mann, den man
nun gar in eine (Gefängniszelle sperrt,
ist doppelt zu beklagen, denn dadurch
wird er schon garnicht von seinem
qualvollen Leiden Ivfrtit. Die meisten
die'er Ltid nrgt!Cb:tMen klang»» tn
einem Aoischret und einer ttlage Mr
über oits, Laß sie gegen Widerwärtig
leiten zu tämpsen haben, die ihre
iumpffahigteit übersteigen und f:e
most setzen. Daß die Lpfer für die
ursprüngliche Annahme der verhänge
vtioollen Gewohnheit verantwortlich
sind, kann und soll nicht beiicrtten
werden, ist sie aber einmal einher fien.
so wird )er Patient ohnsiich hilflos
und es ist ihm unmöglich, eine Feüe!
abzuschätteln, die ihn, wie er selbst
ganj genau weife, on den Rand kör
perlichen. geistigen und moralischen
iKuinS bringen muß.
Die Untersuchung htit auf Grund
der vorgelegten Beweise unwiderleglich
ftitf.eflel't, daß die aegen den Gebrauch
von Betäubungsmitteln erlassenen Ge
setze bemittelte AnHanger der bekla
gen-wersen Leidenschaft keineswegs ut
der Möglichkeit zu ihrer Befriedigung
hindern. Sie oermögen die Gifte
eben zu erlangen UND zwar onfche:
nend, ohne dabei auf irgendwie erheb
liche Schwierigkeiten zu stoßen. Je
»Unfalls ist das unserem Londe vor
liegende Problem kemesweas gelöst.
Eine vollständige Reform der H.iltung
gegenüber den Opfern und eine hu^
mane und wirtsame iöehtuiblung der
selben wird als Ausfluß der ange
stellten Ermittlungen in Borsch:.!?
aebriicht. In wieweit dies von Mutzen
fein mag, muß abgewartet werte».
Medaille fiir Anatome».
Zum Andenken an btn vor 25 Jah
ren verstorbenen Zürcher Anatomen
H. v. Meyer, der durch sein» Arveittn
aus dem Gebiete der Statik und der
Mechanik bekannt geworden ist. stiftete
dessen Tohn Tanitätèrat Dr. 0.
Meyer in Frankfurt 0. M. eine Mt
daille mit dem Bildnis des Gelehrten,
die alle fünf Jahre einem hervorra
genden Forscher auf dem Gebiete der
Anatomie verliehen werden soll. Zum
ersten mot ist die Medaille in diesem
Jahre dem Professor Dr. Walter
Gebhardt von der Universität Halle
verliehen worden.
Z e a u i e e 8 e i
ei» reicher Holum»»» von Boulber,
Eolo., kam am 20. Monitor uach Aii
verside, Eal., und stieg im Marietta
Hot Springs Hotel ab. 81 »ach
sie» Morgen uerschivonb er. Er
wurde später tot ausgesunden. I»
seine» itU'ibertojdjoii würben beglou
bigte Bankaniveisungeit im Betröge
vou SjWUOO gefluide». Tie Leiche
zeigte keine Spure» vou Öemolt sie
iviirbe i» bie Morgue vou Riverside
gebracht, tiltb der Eoroner setzte die
Aiigehörige» in Boulber vo» beut
Ablebe» Behans in Steuiitniv Wi»d
ȟb iik'ttir, sowie Hunger tallfJ
bie Todesursache gewesen sew
2!».
Mär
Aal«»d mb fiiittl*«).
Qkgrnfatic swüAen den VrDrcinRffti
Finnlands enfc 3*»rbrn».
Ein Schweizer Blatt schrillt:
Der Zeitpunkt naht, da Schweden
vor eine bedeutungsvolle Entscheidung
gestellt wird. E» soll übet das
^voicksol Aalands beschlossen w?.den.
Seit die Inselgruppe (vor etwas ui?hr
als hundert Jahren) Schweden mit
Gewalt entrissen wurde, war sie m«
solge ihrer geographischen L^ge eine
stau:ige Drohung gegen das Herz
Scywedtns. Die Uebereinkommen um
die Mitte des IV/Iahrhündens be
(citizen einigermaßen die Gefahr bit
legten Etttgnilit haben indessen mit»
verum die vitale Bedeutung der Zn
jtin für Schweben bewiesen.
linkt solchen Umständen ist es no«
türlich, daß Pläne und Borfchläge
auf Die Tagesordnung kommen, die
auf einen Anschluß bet Aol.indSgrup
pe an daâ alte Mutterland hinzielen.
Dieser Gedanke hat seine olierwämi
sten Anhänger in der Bevölkerung der
Insel, die durchaus schwedi'ch ist und
schwedisch fühlt. Dagegen will man
in Finnland, speziell unter den schwe
disch sprechenden Finnen, nichts ?on
einer derartigen Berminderu'ng des ei
genen Landes hören. Jedoch gibt es
auch auf der anderen Seite Des Bott
Nischen Meere» solche, die die gefähr
liche Lage Schwedens einsehen und
des hold Die Abtretung Aalands als
ein, wenn auch schmerzhaftes, jeooch
berechtigtes Lpfer on dos frühere
Mutterland betrachten. Wenn es so
weit kommt, kann d:eS natürlich nicht
unter anderen Bedingungen geschehn
als gegen eine entsprechende d.'tretiing
schwedischen LanSeS von ich rer: cber
Seite. Tie Finnen verlangen in ih
ren Blättern Die Abtretung eines klei
nen Gebietes on Fjn 11 land bei Zorne
Elf. das hauptsächlich von Finnen
bewohnt ist. Anderseits ftnv von
schweDischer sowie von finnischer Sri
te Stimmen laut geworden, die eine
andere Lösung vorziehen, nämlich d?ß
man durch Berhii.nölungen StinUani)
zu bewegen versuche, d.^S l!aukachl?ch
von Finnländern bewohnte russische
Karlen und die Itclahalbinfel De u
finnischen Staat als iioinpens.tion
abzutreten. Hierfür würde SSweden
VhtßlatiD ökonomische GenuguiUng in
geeigneter Form geben. So würde
die nationale Ehre Schwedens unver
levt bleiben.
Es mag nicht allgemein bekannt
fein, baß das Ukbitt des finnischen
Stammes keineswegs mit Dem i.iini
fchea Staat zusammen füllt. Anrie
hen von dem finnisch ipttchinben
Landslreifen auf der schwedischen Sei
te des lütneelf», gibt es ein weit aus
gedehntes finnisch sprechendes Gebiet
auf der anDeren Seite bet Grenze,
zwischen Finnland und Äuf'.l.ind.
Dieses Gebiet nennt man russisch jta
ttltn. Nördlich davon liegt die große
itolaholbinfel mit ihrer aus finnischen
Lappen besteh 11 den Bevölkerung, mit
reichein Fischfang an der Meeresküste.
In administrativer Hinsicht fällt die
ses Gebiet ungefähr mit dem itreid
Hein bes Gouvernements Arch tngei-k
und im Norden mit Pqgofien des
Gouvernements Llonetz zus. mmen.
Bon alterSher wird als natürliche
Grenze des finnischen Landes im
Cften und Südost eine Linie bezeich
net. die vom Weißen Meer, dem
Bygelf bis zum gieichnam.gen See
geht und weiter durch oie Segsee 5
zur großen See Cnega führt von
Dort folgt die Grenze dem Fiuß €mr
nach Ladoga und durch die
durch Petersburg zum Ftnf K
Meerbusen. Bon altersber hatte
auch ein Finnland mit dtcser Grenze
im Auge. Dieses gebiet zwischen
dem Bottnischen und dem Finnische»
Meerbusen bildet eine geologische Ein
heit und war die Heimat für die ta«
vostifchen und karelischen Zweige des
finnischen Stammes. Mit ber Zeit
sind aber Russen in die Gren'^en
Dert gezogen,
UND
der Traum con der
Wiebervereinigung dieser Gebiete mit
Finnland wird wohl für immer auf
gegeben werden müssen.
Anders verhält es sich aber mit dem
obengenannten nördlichen ?ei! deâ
Gebietes dort ist die Bevölkerung
noch heutzutage so finnisch wie ei
gentliche» Finnland. Ein ansehnlicher
Zeil der Bevölkerung stammt von
FinnlänDern, die seinerzeit unter
schwedischer Herrschaft lebten, aber
währenD der standigen Kriege in Der
Bergangenheit übet die russische
Grenze fluchteten. Für eine Wieder
vereinigung dieser Gebiete mit dem
finnischen MutterlanDe mag jetzt der
richtige Augenblick gekommen sein.
Tie Finnen sind in historischer Hin
i s e i a u n e e n i e u s
sischen Mutterlande vereint gewesen,
aber die entfernten LanDesgegenden
sind in hohem Grade vernachlässigt
worden. Ihr Los würde durch einen
Anschluß an eine wesiländische Staa
tengemeinschaft bedeutend vervtIsert
werden. Ein Blick aus die Harte
zeigt, doß Finnland dureh die natio
nale Sammlung des finnischen Stam
me» im Osten einen mehrfachen Er
fotz für ten Betluft des iit geographi
scher und wirtschaftlicher Hinsicht we
nig bedeutungsvollen Aalands gewin
neu würbe.
TI
E i n e n e u e a k i s
che» Einrichtung ist ei» Waiserkralm
ohne Handgriff, ber mittels cincv
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Diese» Wörterbuch ist ein Großartige» Werf. Siebt ale Wärt»
der deutschen Sprache und der englndie» Sprache in zwei Halft«»
Erst beiitsch-englisch unb dann englifch-beutsch. Es »:nfaßt sage und
schreibe llUH) Seilen, ist 8 Zoll lang, 5»^ Zoll breit unb übet 2%
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Es ist ein Werk ohne Gleiche» zu dem niedrigen Prctt.
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dos richtige engli'che Wort für bas deutsche. Tiefe« 8i»nerbuch
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verspäte» Berlin unb Cambridge, ei» Sprachgelehrter von Seit
ruf.
Jeher Leser de« Motte« i» 3fel»»de, ober Aeder bet Leser »erde»
will, der den Staat'-Anzeiger (Brei» $2.5« aure Itibr) auf ein Aabr
voran'zahlt ur.b dazu, also im Gonze» !P.7.") uns einschickt,
erhält biases großartige Werk poftfrei z»gcs«»dt.
Jeder Leser i» Staad«, ober Zeder der fieser verde» tod, let
den Slaat?.?ltf,e!ger (Preis nach Canada $3 aufs Jahr) auf ei»
Iah? rotè?zal,ll und $1.40 dazu, alio in V«»ze» ^4.4i un» ei»,
fchieft, erhalt diese» Puch post frei z»gef«»dt.
Leser in andere« fremden fiâeder» erhalte» da» ttaf poßfrel
zugesandt wenn fie uns lH-75 einsenden, »ärnlich für de» Staats»
Anzeiger (Preis $3.50) auf ei» Jahr und $1.25 boju—in Ga»Ze»
$4.75.
Wir schenke« dieses Buch jedem Leser
im vftTonle, 6rr few? Zeitung etn ?â?r voiai? â, unt uns «he!
»r«f »yrnaezaliltHbf Leser um Manzen also $7.nU) einse^d.t. Taz«
fchenken wir jedem ber beiden neuen Leser einen prochtroUer, fiairn
ber auf da-: Jahr 11)17. In ander eit Worten kann sich je ver Leset
èicses Blattes das großartige Buch verdiene», wenn er un« zwei
neue Leser einschickt, die mit ibm zusammen den Staats-An Zeiger
ein Jahr vorauszahle». E« lohnt sich eis«, Leser für de» Staat»
Anzeiger zu sammeln! Tie« zu tun ist leichte Arbeit. In jebcx
G»ge»b wohnen Nachbarn die vielleicht èW Hâoat»-U»tei«r mté
nicht lef^t. Ge»i»»t diese als Leser!
ra»selbe Siwrbiete» gilt auch für u*fere Leser t» Canada: Sc«
feine Zeitung ein Jahr vorauszahlt und zwei »e»e vorauszahlend«
Leser gewinnt, un» also $9.00 einschickt, erhält da» Buch p»^sr«I
geliefert. Jeder der beide» neuen Leser erhält eilten prachtvoll«
Kalender gleich fall» postfrei, vir liefr» de« S»* 14 leer each
H»Mif«»S de» Velde«!
Die Ernte ist überall gut auSgefalen. GM mm* Scte
zu flctoiene». Geht fefort e» die Arbeit!
Man schreibe be»tiich alle Namen und Mreffm. SeftTetidunäe«
find am sichersten durch Postanweisungen (Postal Money Orber) z»
mache». Man »dressiere alle Gelbsendun^en und Briese:
Der Staats-Anzeiger, Bismarck, R.D
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