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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, December 24, 1918, Image 2

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Dlnb ich wunbre mt# den Manetn Eterne hoch die Artist schlinstiti»,
V ''sflie hi«««» int! freie ^elb, Wité des Schnee» Einsamkeit
frMitte tiHntn«, heil «e» Schulter«! Steigt wie m*#brrtmrro Singen,
Hffif fe Weit nnb still die Welt? O bit gnabenteiche Zeit.
skichendorff.
Erfahr im Verzuge.
Eins WfUfmirlitMtrnrbtrhti.
Marie Felsing ging sehr
Hauptstraße ihrer
jorgeiu-msl die
lleimüi itninuirftjctjci« ibaterfldbt eni
|5ng. (?9 mar dm Heiligabend
•fslösmittrtfl« um ti Uhr.
9{ofc jWarie nnin'/sjnjäsiri^.
plaits', nnmdvvjd iin und itbvv iin
•filter hinaus ernst uns uerftiijjhi
fear die einzige Tochter des Spiel
Rmleiiymidteis Helsum in Eier Woll
•raste. Bis vor zivet Jahren haiti
le |i(t) mit iHetty als em ZdjuBtin«'
Des Glückes den achtet. Das outer
«che W|d)hii hatte gebliihi, und Da-
mar alles null Zoiine flciueiCii.
id)t 5HIII lueniiUVtii ii a id) |it |vlDtt.
Inu.i halte um .Wort» ein StaOt
K'iuöer, Heiinuiin :lri-nM, ein moii
iureiijkje»(l)ö|t befltmioet. ürr rum
|oit ?Ui|tmd tili nie ein Tcdjeiu.
Jvliinu» Ulitijeireun und hano jo
flhii yeichirtrer sbeHpiiiiliuid 6er .vtâit
(ltd
rr, stanzender Vliiejutuimtf, irhmi
her Nachrede und ltbein erhuibtvn
mU-rlaubten 'Ä'tttcl pcrjmiii.en
Kit ^ebeiibnDIer in kurzer ijei:
Duig ans betn GaNrl zu heoen.
Skilö 1M| n jo iveii flrlviimieii, 6ai
idiije Wochen lang nieniiinö övr:
»eliittgjcheN VslÖcu betnu und dnü
ier Wohnu«rS tobiwer das Vn*
Gen oerfuimmti'.
Ein Jnyr lang hatt? sich Folsiiig
ttaftt 6emel)fi er halte mit gruben
ä»m fernen Ladt» reryrojjert, jeir
Hager oeriiieiut und mvöeriiiiien.
Aver nie bao iitdjtc tutete, ct iutu
den tWiit verloren. Und icine
gnm auch denn iure Verwandten.
Mt» reichen Michdruckereibesitzer. lw:
tßn sich vorsichtig ziirn»1.ejv^eN, itv
Htten ihr glitts Geld nicht on etil
iiniertvK Unternehmen wagen wci-
-V Rose-Mnrie allein hatte den Stop
Den behalten. Tie halte sich erho*
Iht. im Geschäft zu Helsen, sie Hut!
Hbst die Schaiisensler dekoriere,.
ich»lten. Tie Ifttcrn aber, bcsuniie.i
hergebrachten Anschauungen, hal
lin entsetzt abgewinkt: Tas ginge
O
6 k
Auf einmal start fie am Bahnhof.
cht. das schicke sich nicht, dar seiet,
'sbeen 6 la Onkel Nudots
«D» müsse da» tvforumyoohren
dürst wissen, wir die Sa
tt und dabei luitfeté e»
Wnze Stadt.
Hestern! war Her
Mit. bei dem alten
und hatte um
nrafbcit. Er
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'SjBlarfl nZb ätrflfrrrt stehn Verlässen, Ak brn tirnftrtn linbtn fransn
HZtill frlrnrfHft jedes Hau«, Bnnteö Tpielzrng fromm flriAmiiify
^ijStnnriib tzeh', ich dnrch dir vasie«, Tausend Sütiblm steh« unk fchweea,
r^JÉe* Setzt f«t festlich ans. éihb so wundervoll frrftffirff.
-,'
Heute abend sollte mich Röse
Marie ^a sagen.
iNmWirme hcWc. ^rtW fie dar
um, at? ihre Ifltvrn ihr die ^etst«
lifliiiig im Vflhvn obsdilivie'i, durch*
ilfiebi, biifi sie fid) zur Vehrerin nuS
bilden durfte, hatte sie darum Tage
und :iärinc fleovfvvt, immer stiidle
rend? Miiftte sie diesen elenden.
jelbstbewnsU'.'li $ rottet bei raten $"
iv'oc das wirklich ihre Pjlidft, tvie
dii Winter lo^teV... ^lch ja es
mar ihre Pslicht. Und es war viel
leicht noch das ??sie. Alke sagten
e« außer dein '^ntvr, und der Pater
stifte triibc die ?Idv!n: „Meine
arme, gute Roie-Marie!"
Sie war fest entschloss
1% Itri
Ol» sârfufl die HAnde bbr'6 Gestillt
imt itifintt...
Pflicht zu tun. Ober eitzen hätt»
ie um ihr Veben gern nsch gefragt.
Ten Onkel Rudols. der ihr eins!
eine ganze neue Welt aufget.in
haue, der ihr noit fernen yändert!
und fernen Zeiten erzählt, der nvt
ihr von tirosier Männer diedankeu
gesprochen, jtfo war erf Drei
xVihve lang hatten sie ihn nicht ge
sehen. Forschnugöreisender war et
Geworden. In lihile und Brasilien
suchten ihn ihre Gedanken.
«Mit einem Male itnnb Rose
Marie aus dem Bahnhof.
Was sie dahingezoqett hatte, sie
wuszte es nicht. Vielleicht die Er
innerung an sonnige Uinderjahr?,
hi denen sie oft hinausgelansen mar.
um einen WrttR der Weit zu erha
schen. 91 tt der Bahnsteigsperre
lehnte sie und starrte ins Mrtre.
Xsl brauste dcu. Abend-T-Zug in
tie Halle und machte auf zwei Mi
nute» Halt. Ein paar Reisende
stiegen aus und eilten sröftelnd dem
Bahn Hossgebäude zu. fut einer
blieb noch nor einem Abteilfensikr
stehen und sprach ntipertgt mit einer
Dame, die sich bcnuttneiftc. Dann
Pfiff die Maschine, bet grötibe kühle
die Hand seiner bWWrtgt* Klchnge
nossin die Räber bMMUUt sich
wieder zu drehen, und Onset
Rudols stand vor dfote-Wätie.
Er erkannte sie erst gar nicht. £n
drei Jahre der Trennung NtieN ste
sehr verändert: sie war nicht Mar
daS Kind, an da» er gebacht hatte,
rornn er ihr au» beAt Nttvalb Im
Ama^onenstront geschrieben hatte.
Ader dann Umwerte eS ihm buch,
ltttb fast stürmisch zog er sie an seine
Bvust.
0
Rudolf war seinem Atter imfi
gar fein richtiger Cnfd et war ein
IpStgeboroner und jc»t kaum br«
utiddreitzitz Jahrd alt. Aber die on'
frlfioTtc Herablassung hatt? et im
mer vortrefflich zu üben verstanden.
Nachdem er Nose-Marie tüchtig
abgedrückt tirtb abgeküßt hatte, hielt
er sie wie ritte hübsche Statuette
weit von sich ltttb betrachtete sie gn
flau,
•ßéUk rttt Wimber, SÄabei! Hch
pWfl) fifrerrâteert. und mtn
bâ «Mb überraschst mich,
ich Alt Me ftâhte Reit k*

k\-.
J-Vj ijwj-i
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»,v '.
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•^m.'.t. fj- '..
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â.lltju
lnznget
Ter Staate-
V |1 HV1I1\U, rtt:vr!V. Ii Fi
ViiHiit. '.Iber dm! dir mir: .'Insii!
abe *1) midi gehabt, zu dumm
joDor denn? od) innllte eigentlich
nâ} ein driifv'n biertk-u,
HÜ riuWt Mle miiiitv ba irtviit
âwN: (Urfahr im Verzuge. Oa
,& htt ich fom
.1*?"
Noie Marie schliickute aus: „?lch,
Cnfel Nudols!"
ta Iht er sie lo? HU% ftttflh?
(jatt) verdutzt: ..Was ist benn Pak
jirrt. fliehte? Ist jemand (teftor
den?"
„Schlirttttrer."
rie fdMtirft trt'tf fWr tlithWg
langsam nndi der Sollitrafie. Ihi6
flofr Wo tie berichtete nmljvheitv^e#
treu ihren yrvf?eii Jammer. Xvr
jnaendlid,? Cnfel ging sd^veigend
neben ihr her und warf mir liier
und da ein „Unglaublich" oder der
gleichen dazwischen. ?»nr a(5 er
horte, das jeiii Herr Bruder dem
2d rort(vr seine Hilst uersortt halte,
brauste er heftig ans. Zutu 2d)hi6
sitfite et „Siebes Jitiiih, de« Her
mann Arendt jnn.. den heiratest d»
nicht, da? nersiefit sich, da sönnen
deine Altern nicht uerlangeit. ^ine
(she ohne Vir be t'sni Teufel. Tu
hast dod) ew'aS gelernt, nicht wahr,
und weitn bit zur Beendigung bei
iter Studien Weib brauchst, dann
bin ich da. Warum haft bit mir
nicht geschfiel^'n, wi? Me Sachen
Cnlfl Rudaif W nwi^ sich «Wli
flcrrânttt stlncS Glücke.
sieben? XnS war wirklich nicht nett
von dir. Warum hast du kein Ver
bauen zu deinem Cnfel gehabt?
Das war doch früher nicht so. Ta
haben mich di? andereti aticgelacht
mit meinen „sondèrbarvn" Ibeeti.
aber du hâst mich na bewun
dert, ja, ja. richtig bewundert.
Weißt du. ich bin daraus sehr stol)
gewesen. Ich glaube, ich habe dich
gttiebt. mehr aii Vater unb Mut
ter."
Geliebt. Rose-Marie durchrieselte
& heiß. Aber bahn dachte sie an
die Dame im Abteil unb lächelte
bitttr.
K©fifet
bit, Rose Marie, wenn bit
geschrieben hörtest, so unb' so
•V esfh»«. «e»»â
Die Weidnachts Gebräuche sind
von Land zu Land verjdjieben. Sehr
interessant sind dir Webröudi? det
Südslaven, von denen wir einiget
tftichten wollen. Unseren Chtistctum
ersetzen dorr die sogtiiaiinten „Badit
jüci", bsti heißt Weihnachtsklötze
die aus plttmvett eichenen oder bit
chentn Baumsiriinfen befte5eN. Otc
WeihnachtSherb unter gewissen
Adremonicn verbrannt werbet». Das
Fällen der zu WeihnachtSfletzen b
stimmten Buchen, ober Sichenstämme
geschieht in ber Regel in der letz-en
Woche vor Weihnacht ober auch ant
Wieihittchtâge selbst von Hauelet!
ten, wehhe ber Hausvater eigen? Zu
dieset «uMqbè bestimmt hat. Da
nach bei# Äolktgiauien ber Si»
ttobrti w Mi«mè beseelt sind, müs
sen Äsotibm Zeremonien beobachtet
tKrbèit, titft die „Sftnovitaè". baS
heitzt bis Schatten ober Seelen der
Bäume nicht zu beleidigen, sondern
im Oeflcuttll sie bem Menschen
wöhlgtfiwit zu uvchen. Es !)nt
zwat nach Meiern Glauben Nicht te
der Kaum tine Mi, cr ist nicht
immer schattig, »fpnütilo", wie
Slave sagt, âbet Oft könnte eS bSch
ieitt, unb da ist ein Wenig mehr Ar
tigkeii unb Höflichkeit immer gut
angebracht. Hn ber Regel sollen nur
alte unb große Buchen ober Eiche«
„Schatten" besitzen, bei jüngeren
Bäumen dieser Art hat also bet
FiiUer nichts zu befürchten. Es
kennte aber ausnahmsweise doch vor
kontmen. bah auch et# uttttber be
i'â^ttti Stumm „irfetU* sèin. und
baun miiitte bet betreffenbe Hei)1
4 i_,'
-X-.
A'\)
tf Ij»
'-^X
Da lachte der blonde Mann wi^
der lirfl aus und tr^t mit
schnellen -Zuritten nait« dicht ti
Rose Marie.
„Bist du eiiersüchtig. kleine?
Darf id) Atter InnggvWIe glanben.
dasi du um ltieiiieiiviUeii vifersiiif'tiiv
bist? Hast dti midi alten uita«ie
seilen etivtt gar lieb, Rose Maries
Dâ lt#fi sie die Hände siulen. un^
er zog sie zu sich minor. 5Ie tauich
ten dien ersten .stuft der Vietie...
Al? abdte Hermann Wfenbt jun
antrat in tab^slo^i Âréiet feR
würbe ihm eröffnet, dat er UiVr
8* flW komme Cnkel Rudoli
selbst tNtMte t'idi «um 1\rtiiiider ie-.
nes flfM* und freute sich tuiiigtid
stf*T bis fanerjiifte «Hrâtulation bvi
Ponfurtfalj bit Hier zum erstenmal
diic Rikbei^nge prlHthi hatte.
Brthnarhtögpbräurhr tot brtl ALd»l«ven.
stiller seine Mistetat mit dem lv?
bezahlen, wenn er nicht sofort am
dem Stumpf de? geschlagenen Bau
meS einet ledendigen H'nne iv.!i
bersctficii #!rt, die den Bauitt »u Re.i
bfachte, den Kops ablmiien tviit
wfan sucht also zu Sribnncht^füiijvn
mit Vorliebe nicht zu a'.te Ztämim
aué-, Tie zur Fällung tmb (f inbrin
fluiifl bes Weihnacht kl Ohe? bestimm
ten Leute müssen schon vom Hau',
weg mit Handschuhen oder Jthufttiu
gen versehen sein, die sie die gauv
^eit über während ihiV (^eld)äf!.'
nicht ablegen diirieii. Sind sie bot
dem zum Schlagen beitimmten Bau
me angelangt, jo wenden sie siit
geiien Csteu, befreii'jzeti sich drei
mal unb legen da im erst die VI»»
an den Baum. Dieser muß so ge
fällt werben, da» er beim Nieder
brechen gegen Cfteu zu stürzen
kommt. Der erste Span, der brim
Anhiebe wni Stamme fliegt, mirU
gar iorgfaiti ausgelesen und bewahrt,
fer gehört bet AauSjrau. bie ihn
währenb de» foiWicithen InHrev
untér bie RahmWijsel legt, bau,it
stets viel unb outer ckahm entstehe.
Deut Baume pwfc aber vo» ben #Xäl
lern ein .M»net, guter! borgen
gewitnfâft métlen, auch muß man
das Hol) mit stwtfte befhreneit, font:
ist bo* kommen* IM hnfmdubar
Hierauf wird de? ÄtiMM, der fe
groß fein mush baft brt Wö filn:
gehörige 6*h6me aus tri# geschnit
ten werben (time#, auf be* Ochsen
wagen geletzt mÜ M»MMt, auch
muß et am fftittmenmg »er brm
Hause eintreffe*. Me Hl»n»fta„
steht vor bft Hauttür unb ipü-it
nach betn Maâen Wk, btt den
.BÄnjatt- gNrfe jie
feilte vM MM at^iWg wirb, tili
sie tti» $aub Wâ MM", i.
ben kleMnMMâ Üm bis
enbttch
komtneâ, «^Sjiéw
Feuer kntfiioi. GeOn WlBehiadil
wirb bflttn bet mtvef In* Hüu» ge
bracht, dmf bffseH WéßrtH Wi bet
Hdufemet «m fim
versammelten fcwHMMffM teünfchi
et zugleich .«Uthn met)*" un» ei
neu fröhlichen Cheistt»«". nitnrni
von biefe« Mit itiNtiMWH Gegen
wünsch entrfrt Uttb My| ww'
smSmig Gchk »bet fiffct
itberfmiittet. ytfiholllè Wie«
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S
Ii. *1 -vf
TitNstag, dt»
tlmarcch, S. I
Lianu gewendet und wäre zu dir
flcrtibcrt, durch Strom und Meer,
jtt, ja du tennst trtich nicht, ^iir
meine ?iicht«t t« ich altes."
(fr lachte so lau: und herz!ich, bah
die Schnees
locken, die eben zu fal
le« begonnen i-ntfni, flxtflz twrttWi
auSÄnanderstobeii.
Da musste auch Rose Marie la
ckten.
„tu fllltr Kunggeseüe. Cnfel. tv
hattest mich ja ganz vergessen!"
,Hm", entgegnete der
(orid)tm(i5-
retfntöe gan'. betreten „vergessen?
^ein, vergessen gewiß nidif. Im
itier habe ich' mt did, gedacht.
Sonst '...
Da schwtWnt fjt Wwe.
(i itte ganze Vierte! mm he ivmthec
Irn sie Ivsnio iu'bmciitander her.
Dann fanden sie'(ich mil einem Mal
im ^elsingschrn Wohnziminrr. Und
waren beihe jphr beiiinaen. Rose
Marie fitfi itanfr siil! am Klavier,
und Cilfrl Rudols bejah sich angc
legentlich den *#eilintWcibanm. der
iwch unge^'ntst im Winkel stand. tf
duftete stark nach dem harten .solv
lllid in den beiden .tVr.fit 'lang ec:
N'ie VNgelMtimmen.
„èdge mal, Cnfel Rudolf", bc*
(Irthn Rose-Mai ie endlich, „mer imr
denn die Dame im )tige, mit der
du so eifrig geplaudert haft V
1
V w
set boh i:ib_ dreitty.l rtpfvrehtuiibct.
Wenn der ii'eis)iiad?l:-ssct. aber
ffy j-- -fe:
PM
i
Sie schilt, die Hände vohS (Me
sickit und weinte: ,,,Xd) darf j.i
nicht!"
„C fltott. Rose Matiel Du barfft
du sollst, du muht. Wir haben vfc
leibe nicht genius',t aber tum ivif
|én wir es Datum bist du '.um
Bahnhof gepilgert, darum habe ich
mich so ans d.,«5 alte iVfft gefreut.
Wir hal»en immer zusammengehal
ten. mir werben immer zusaiunien
halten, Mcht wahr, rtttiii Lieb, nicht
wahr?"
-inch yell I id) geschmaust, und e? dar?
nieder di'v ^cftbrittett, noch der Reit
suche» auf em Tische fehlen. Der
Besucher, der sich hierzu einfindet,
wird bei seinem (Üirttritt
ins
Bleikugel gelegt. Sowie der -^irt
-ischeiiit. begriiht er die Beriammel
en, insbesondere aber ben HauSv"
er mit den Worten: „Witten flbeud.
^mi^tmter' Mögen dir der heutige
Wteitiadiv: abend, der morgige Chrifi
tag und alle übrigen Feiertage glück
.ich sein." :ttuii überschüttet ihn der
Hausvater mit Getreide und entgeg
iet ihm: „Wut sei dein OMint!" Die
Hausmutter reicht ihm den sfucheti,
vevott i'r ein Ztück abbeifu, wäh
rend er den JHeft in die Werste dec
tnulvnter* wirst. Born angebote
,ieit Weine nippt er drei* tl unb be
ibrengl ebenso oft die seine» »'.
.tnhcrli'outeii Schafe damit, (irsi
i,init iverden Hirt unb XVrdr in de»
Utr
?uchhttssasfa. juchytt
Er wird i«Ht he
$r, SS«-««
Zu «met. am*
Sic M» Mt ÜMI
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âÄM'- v Ä-riWitv* i\
K â' «. \ry *:-'$,
4 Jtftf
-ti.
y^
K" 1 fj
jl? fV
C'i /u 5'
24. tfvrwber.
Hattv
In der Regel nu einem Siebe :it
Getreide K'idtiittet, worauf man in
da) Sieh drei mit Wölb und ?i!
bcrfüdvii umwickelte derzeit freut
weise einlegt. Diese diir'eit erst nor
beginn de 5esmtahiVv vom H.ui^
i:crrn angezündet werden und mii'
sen während der gaiveit Dauer des
Schmauses brennen. i'Jad) der
ufiihi-eit löscht sie der Hc.itbherrjrvt
einem in Weiu getauchten Stint
\miKrot au5.
(Finer besonderen Würdigung rr
freut sich an diesem Festtage der
Zchashirt de: Hause-:-. Zowie die
Camnicrmiit anbrid't. wird er vor
.mit Hauötore heim eintreiben der
iVrde no it der gejatttten Betnohner
chait de- Haitje-:- erwartet. Der
^slMvvater hält dabei eine mit Wer
lte gefüllte Schale, in der eine bren
nende xtene steitt, Ii« der Hand. Di
Hausmutter reirtit ihm mit der einen
.Amid ein Wov Wein aus einem
seichen dar, während sie in £er an
ik'iii Hand eine Kerze hält. Jede»
sliitd des Hanfes trägt gleidifallv
:ihe brennende Merze. Unter die
-)auSfchwehe nird zumeist eitu
)acke. ',u beiden Seiten de* Sorot
iber je ein Teil einer gehaltenen
Hot de-5 e?nac^a^en, tiwict
sie bis zum Zfaff' einc Tpaster fei
.enttagenber HauSleute zu paniere?!
ii6tc« und mit auf einer ^t'tiigtdfru
anwünbrttftn Weihrauch (teräurtxt
hvrbeii. Diese Pflugschar mttf hanu
biv ,i:m näldsien Jahr unter i*r
Hauöschwette aiiftviratirt werden iihi
bitrf fetm'm prosaucn {wife dienet:.
Ter ^trr ihttR nun aus cuietit tat:
Ztrob gefüllten 'Zack Btatj uehnten
und Aars bté ztrnt Abendessen feiü
Won tl rechen. Än diesem Abend,
sowie an den sollenden Festtage:«
wird aber er. der soust Äet'whN'
1-
reit-:- vor Abend i .sSati-? einge,
bratt «mrfte, so lclr.it man die nr.v
ihm gemâei: drei Z(heiter an dii
oi'tlidie H:,n-?waNd und beNan'.t ftr
mit (f?et!(*irloniV!t, die in ie.uqe due
aus bleiben, biZ die Mlütte aus den
•j^eiliii(idithcrd gcl"-ad,t werden.
Cft and) schffi'vt der hatidichnh
bewehrte Hau :l|err um T'iiltetii.tdit
das grösste ZtM Mitte'-? einer ttm
gewundeuen Slette unter lautem fHsi'
seit ittv '»immer zum H?rd.
«Zelbftrcuenti wird an diesem Dage
id)ii6te, mit besonderer Hoitvchauuiiii
behandelt, und feiner twin Htinsge«
finde dars c:- wagen» ihm ein bbfc5
Wart zu sagen ober svttst seinen Iht»
•Villen zu erregen.
Äm Christmorgeti mustert ?nl'
braten und Weihnachtsfuchvn schc'i
vor ?age?a,tbrikch fettig juberntet
sein. Da l*ogebett sich sämtliche
Haltsinsassen mit 'luSnâhine der in
der Sfiichi* beidjöstiflten futr Kirch«',
woraus schwarzer Kaffee mit
Schnap? genossen wird. Dank» «er
bhi Wachskerzen anfertigt tited
ring? um den nnftlertreise- wieb'r
hCTbvrge,hoUcn Eßiisck) aufgestellt.
1uf dem Tisch selbst besittM sich
ein (^eiäii mit Werfte, ein Was
Wein und ein Stück jener Wu«
zweige, mit benett am vomtenb die
WeihnachtsflöV' umwunbeN matén
Der au Vater zündet atik erster
feine iferze an, und seinem Bei
spiel folgen dann fcie übrigen MrntC'
senden. Si^ald bie* geschehen ist,
kiifit ber Hanchvater seine ftrau Mtb
jede/- seiner Einher bretrtial auf bie
?tiln üüd ruft den @otte5stieben
ane, indem er feierlich sagt: .Got
rev friede (ei mit euch! CytisMs ist
gehöret!! Zeigen wir un4 vae Wh
und seinem Söhnt!"
rs?t^
Iilluil «f|i iliUfiiljl'
m' rn» w M«M
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Herr Archn Seibf tu -Seft* N T.
hat die Ègnititr für deu Staat? Än»
jetger fibernotmuen und ist berech*
tigt Geschäfts in ieuer Umgegend iit
uit'?rent 9ta8teii adtuwickeln. Ia4
Blatt tâMt bort bet ihm bestellt imb
bezahlt «erben,
(1" ha) Der Staats Änzei,M^
mmtimmmgmmttmmaâä
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-'-v 'y?
Obige Abbildung zeigt Me Je«
rühmte ^Pnmfltrdrrictieere, troche
tinnier riesige« Vlbgottg findet. Wirf
fichc tiftnge der Scheere ist {oU.
Vir schenken btfie Scheeren alten und
neuen Sefent be* Staat: Anzeiger.
weiche tm. Blatt ein Ziche »etm
zahle», (also
Wir tragen alle Kosten fftr Mk»
J&Aum nhb Versandt. -r
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