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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, June 13, 1919, Image 4

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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(2. Fortfcfcinig.)
^Nüfrirbf* mit suh fvih't, traut
ff Km Woo leer und staub
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«u»
Än biefA* Augenblick schwollen
jäb bie Stittmien unter dein ètrnh
bach an, 1âh'lud)ter erhob fid), jurgi
ges ^kreisch, ^ei der Aenerfintte
boütf sich ein Sfiviifdieiifwmivl Tie
weiter weg fufnh, 'iieaen auf bie
Stühle, aus Tische.
v.1nur
beuteten
Von« iteiierfchi'in grell be'iiaiilt.
leuchtete von der fchwarM'ruucherten
Band zwischen den Ivllerbordeii mit
Weiher Kreide iiherlebeiivviroh ge
Zeichnet ein Rroiieiifovf heritber,
eine Hafeniit.se mit grov.er 'Satu',
Triefaugen, eine plattaulu .unbe
Hände, unter ber ein lHiat vaat
Lw
J'
unim-ri nh# (ilân'Vi *ii lugen. 6te fii
beiden Sritru dir Slra'e gleich flei
iii'it twtiiiV,en iciVtt ber weit oucon
mi der liciH'iibrii J^öfc umgaben.
Iben fdjimmeiten bii' UMrfvn oui
«niml buvri) die rofdi hernbfiiifriibe
'-iHl)t. 2er Tnnfi, her nito dein
iiniieii Buben flieg, legte sich wie ein
»nichte* Tuch um die fienVit Stir
lU'ii her Möuw r. Kein Laut riiigö
vm ol-r. bits tufliiiiiiugr Cuotulion
ihrer Böhlen im Sdilnunit bc- We
ge» »ub ab und zu bet: ,"VnU eines
Tropfen:- von bva mieitiditourvn
^iwnu'ii der Birfcu in den Kanal.
iie
Luitiflfnt schwoll an. Tie öurdjTio
tcnt'ii Mensclx'n tauten ans, X'eilvi
S
**Vrfwii bi-Ouup.
Sdjiooigeuh wanderte» lie. llit
WKiiiid» uu'iyaiibvr n reden über
in ihren Sedan sich regte.
«etc sein "echt über ose Erinnerung -bat-, u'
Ä* ben Toten (fr wollte t)vim ttr Tenn auch
luchte flriin. A
*1« er an den BiMtänden e»it*
«ig schritt, ftiih Alheib mit dtiii
Äflfi'tiwt daher. 2fc Zdyiuarj.
hrüfltf. t?8 .war frchv Ui)r.
Unb ob ber Tod auf die ^chivelle
trot obrr lärmenbc viöjte «Iktt und
^trtbc füllten, ob baA .^crj it)r
Wwr toar von t'vib ober ioiidv.tv
in seliger ^offmimv sie tat iljru
vchulbegkeit, jtiU, herb, ohne Priin
sc«, bic llclierM'Htvuirt ülKttam ihn
in diesem .'hiyt-nblid mit aller 4e
ttfolt, erfüllte fein Herz mit feltlnin
W«chrr ÄPfluiui Ixilb jWiUcib, halb
H«hachtun«. Er taf.ie tyre Hand.
,yiU)cib!"
»lab mar sie und ihre blaue»
Rügen sohl wie bei xvibfibiinmel
bnuiftrn. 4oitj terbtoe schienen lie I f" lehr, bafj er sich am Romd
ihm. Er suchte-Oer,zweifelt „ach ei 'Nmulten nniszte.
nem guten t.'ort für sie. .lim ec,
ol# hatte der falte Wind bron»
Vcn anch btirch k'iii ^einjit iivtvi' iU
Nicht» ok. bie flitait frtiib ei briii,
bic yiKflft iwr dt, iinhe,iiei'licheii
»eränberuna, bie mit ih«n
gangem war
*1* er schwieg, mochte Attieib
kegfom ihre Hand frei, die er rat
Io» unb troiiriti noch immer drückte.
unb toaitfete sich jtuiiim beu ituli
flänbf* sit
Briin hatte fein
ifimiHi*. Immer wieder biirchfosleti»
er in verstohlenem Kli'uf die letzte
halbe Ttinibe, die mehr wirkliches
Leben in ihre Minuten ziisniiiinen
cH'briingt ihm zu enthalten schien,
as" die '.mci ein hall) Jahrzehnte fei
lU'v hivlH'iifleit Taieinv.
Ter utMt'wuhiite Oirog hatte ihn
worin gemocht. 1fr war inZ Freie
ili-floiiiU'n, inn feinen Üopi zu füh
len. Mihienb er am Annd des
Brunueno lehnte und gebonfenlofc
in bic Tiefe, starrte, hrodh aerobe die
Sonne wieder einmal durch eine
Wolkemike. In lachte ein wimder
fchöne* Besicht an?' ber Tiefe zu ihm
herauf, Von ,ialdenen Locken wie »on
Sonnenstrahlen umgehen. Pine
w.'is.e vaiid winkte ihm. Er er-
-Ca hörte er hinter fid "ein helles
dachen und begriff, das bie Schöne
im Pnuinen mir dos ^fiegelbilb ei
ner Sd)oiwn von fleisch und Vlnt
war, die auf filtern Boden hinter
ihm Hvnd. Hastig wandte er sich
um.
»^lch." sagte das Mädchen, «nun
zerstören -£if da» ^ild, \hr (Besicht
im ^niiinen sah so hiihfd) an?
„vch oiHT inait dir nod) viel lieber
in Wirklichkeit sehe»," sagte Brün,
lind seine VIimen ladften.
^ovhee fdiliig uertrimbcrt die
Hände zusammen. „Ja, waö ist
-denn das c' Sie spreche» ja wie ein
richtiger Mensch? Papa sagte im
mer: bie ^ans vom Moor' brüllten
wie £ri)V» unb blökte» wie 2d)im\
xMt)
flröhiic sich vorstahlen ^mn Mmid
führte die vieftal! ein ungelieure-r
Alas Wannbier. Mit wi'inaen to
ben Strichen war da5 nur die Wank»
güwrfen XodigoKi? ans Zur Iieli»
iHnen, ber nicht born, sofort oll
Ätudber #tliufd) ügi' erkannt hät
te ftfbeub vor Irntriiuimg stand
bie »tiiivtod)t:'r.
*C, be Lchniinel Te Schanne?"
Janfredi ik, bissen Mundwinkel »iih
uinuillfiirlid) ,zii einem Ireiten Grin
sen verzogen ikitten, wandte sid) vi
ihr um. „Tut bei be Beugel most,
leott Dien .Sitfur Trino ehr
Gähn?"
Altieibi' Hände bollH1» fiitj. .En
«Bt anjtazinige ,ru litsiutten
«n triit iin/hier! Siecht, stecht
«5 de Ailiinber* all."
Reit Ehlers luitte injwifdx« den
infiltr beim Handgelenk erwischt
unb ihm dtn Lohn liir den jitoiib'
-llüuiud mit einem frostigen Streich
auf bie Pjange oiivgeuihlt. Sogleid)
bilbeten sich -wei Parteien» liir i
tot junge Talent, für die flitii* alte
Sitte. Ürft mit dorten, dann mit
Kinften todte der Mmnyf an der
stelle, wo vor stunden ber schwei
flcnbv Tote iteftâiidtH, die U'horfiuv
ben feierliche Htimneu gesungen hat
ten. v»t Wcfnhr, niter bit* JWiV ge.
tretrir ,Mi »«erben, kreischten die flei
nen Hinder, umhreiid Z^e Hallwiich
fiflrii sich, die Verwirrung niil^nb,*
gierig ans die ^ier nnd ^rognei.icn
in ben Gläsern der tSrnnidininit
stürzten
Ptätzlich dekaiu Ionfrebrik einen
berteu St»k in bie Seite. (^rb
Älünfcery flog on ihm vorükr. Wie du
Irt Btitz tulir er bie Leiter ,.,r Hille
hinauf rnib won die Xfukentilr ,wi
ßche» jjch unb fernen Verfolgern zu.
UmeiBfiirlid) i»ns.te ^anfiednk
lü^rl*. Der Aung' wor nicht übel,
trotz oflriit. 2o sab er ^lheibi
Besicht.
GO^klang traurig und unendlich
Wrlrowiwwil. Wie ein Vorwurf
»Ik* ber Tan Utrer Wörti* ihm im
Cbr Er wollte aber nicht mehr hm
Her ftch |e»«. ^r UreMe bem T'o
lfiitar |W bt|r* bü *rr Wogen mit
Mi S«g gefobreu wr. *«.»•
•wbtr imchkominen Er hielt |ut)
Uweui, ibfl »u fuchs».
Uber fll# er ben TorjISge! ausriß,
staub »rün wr ihm.
fcrff flerom," tegte
,Äk Huus
«rßA war gleich bettit.
erbirj
veriteh' auch misslich meine Ve»
wanbten kaum. 4x!ie freu* id) mid),
dan ^ic wie unserem-? fprid)eu kön
nen."
..Ich weis nicht, ob ich myr bor»
über freuen soll," antwortete Brün,
„vd) bin bei ein Tante in Sle-nvig
rzogen Tie slug mir, wen» ich
pl'jttbciitfdi f»aeftr.
nu verlud), Indien
fd)eiiv hier an?."
«Vielt, bie Meiifchen hier," sagte sie
»»erächtlich, ltvifte sich neben ihn ans
ben ^iiiniivriruttb, sdjlang ben Vlrm
um die tiiiiierfettc und schlenkerte
mit iw^^iisltN ,.M) mag gar nicht
wieder in-.- \iiu». Äidjt wahr, Cv
ist abscheulich drin?"
„bin bu'chei! warm," gestand
^riin ,511.
..(^arsiig ist's. Alles hier ist gar
stig. die .väufer, in denen daS Vieh
Ihm her Herrfchait wohnt, und die
voll Stand) und. pfui! Und das
Land ohne Wald, ohne Berge
flach, langweilig. Und bie Menschen
die Menichen die finb das VII
lergari»j.fi:e."
Nein. nein," wider'prach Brün
Er emp^anb 4 wie einen körperli
chen Scho rr bar, fie dn ^and her
absevte. hu* er in Schweis und
Mube Hk-iirend dreier ?tohre 'id) )ii
eigert gemacht hafte und de''en eigen
er geword itxir „9inn, io i-3 das
ni*. (|c j? 'tdön im iPZuor, sogar
sehr schon Zac- weint du mir noch
ni*. weil bah bu dem Moor noch
nid» fuin'i
Sie buaie vor. lah ihm mut
willig in bv auflen.
„^ifnncii Sse iriich bu?"
„!'v rhai c-r," »lotterte Priin
unb eiu!&r IM. ..dn? is to n Mode
hier, n'7!$v» a.l1.t Terns bu
un die Z:rn£ iani tué
.Tan« ertj*' i* auch bu u Jh.
Isen fiiU ii
,vflz" fr iw«eérrt..
Weil rotr Wow «»flehst
ha tui6 "^er.5"
Ästn, ich SNii*.'
„9?riiny Zdiuiv *t'i $u Kr.
In biii brenn. #4iu6, tos. fr?! du
uud) einer vv.i i-rn ^-rttrr» i-pn mei
ner kante Slhfibt*
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ich »ein. ich h* gar
Irin freier.
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rial, dif häTT lo iiion bls^ bei «un
Spaii mit mir," sagte er tiomig.
„Tov ist bod) bo» bene. Stich,
buchen. ?lber dao verftfhit du nicht,
vhr Moorlenle ft'ib so crnftliaft wie
viiert* .Stühe, £nfel Kort. Vllheid, du,
ihr olle."
„TieS- ist kein Laub jutti Sodien,"
antwortete 4'riin. .TieS io ein Land
so eriift wie eine Kir«He, aber auch so
schön."
„och mag einen Tanzfaal lieber
nlv eine Kirche:. Kannst bu tanken,
^viin
v"
„D woll! Sein kann ich tonten.
Wir tan.ien immer im Winter hier
im M'oor, wenn die Spiiiiistnben
an«! find. Und dany lioben mir and)
Musiken.
,.?» musst einmal mit mir tanlen,
?!ün. nicht im Han^. Im Moor
tiroufjen, weisjt bu, wenn ber Mond
fdieint unb bie Nebel Fuffteigeii. Tu
luillii mich ja lehren, bay bflS Moor
fd)ön ist."
..Sophee! Sophee!"
Irr griff mit feine» Fäusten in das
golbeue Lolfengeriiigel. bos ihm die
Willige iireüte. vii einem ^ioru, den
er selbst nicht begriff, vergrub er
seine Singer briu Tie Nabeln lo
ttert fid), bie (^olbflut fiel ihr um
Nacken unb Schultern, wehte, vom
Weilwinb gepeit)d)t, ihm über die
An gen. irr glaubte drin zu ver
finkcrt.
„Woher weifet du, wie id) beiße?"
fragte sie.
.. Sophee, ich hob* Me ein' gesehen
so wie du."
„VIder schön findest bu nur bic
Moordernv, Brün, was'"'
Sein 'jMut Fodjte, die öolbhaore
'paniien sich um ihn wie ein *eu.
Irr Imtte sich zeitlebens ben Timen
ferngehalten, a» Schüchternheit,
aiiv barter Nechtl'd)asfenheit. Ein
armer Mitecht kann nicht an* freien
denken. Vlber wie er bib
Seitdem war ^rün znmnt w*c et
wa den Ungetümen an? den Spinn
Nubeiimärdie», die durd) die ^nade
einer fthönrn ,'iauberin in Prinzen
id) nei loandelte». VI her als sie in
ihr .van» traten, ztvang er sich, in
WeiftagöwortcR Von Werktäglichem
',» reden.
„Alst bu bov Uli an Kort b'hU'r(
gesagt, das bu fein 2weiter vir
dran huben möchtest, Ianfrebrif
„Nee, weetfc, Brün," antwortete
^aniredrik, ..bat fd)ieif mi hüt doch
iiich ganz pap.lid)"
„vo, bav mag wohl fein, bnß das
nich gan', gut Passen tat. D» kannst
ihn bat» so kommenden Sonntag noch
'agen."
vonfri'brif iah den Gefährten nicht
an. „vo, io, bot schall woll in be
Aeege fomrti," bnuumte er.
Tann suchten beide ihre Wandbet
ten auf. lind beide träumten von
demselben Mädchenkopf im goldenen
votir. Vlber keiner sprach bei» oude
reu davon.
Im Atiiiv tcß Vorstehers war all
gemach wieder Ruhe eingekehrt. Tie
(Glitte nahmen Vlbfdiied. 8» #iif
und zu Wagen kehrten sie heim
"i'olb war bie Familie allein.
Tie Winne fas in fid) zusammen
.ekaiieit ans bem Strohfessel neben
der I\m'nuittc. Shirt Ehler:' Jsrau,
vefd)e.
e
Sie bin# wie ei i»«nzeve^?
4Mott ans dem yriiRwnranb. ti
feinen Worten mar* Hd# lochtiid
hintenüber, tfrfdhrocft !1 iegte *r den
_V(rm um sie. sie }u t«lten. Urb da
er sie 011 feiner 'l'nn'! ühlte. war e
ihm, ni* hielti' t? new?, (ir knnnte
nicht iUffifvii. fiiiim v.tiurn ^lber
irwr. heftiger bfiidt* er ße an sich.
Sie lag ganz ruhig in feinen tfr»
ine».
„ÜVurimi bist bu kein Freier?"
ilsiftcrte sie ihm ins Ohr.
„Xu sollst nich sagen, daß das
iWoor garstig ist," sogte er, sie jor
»ig ptejjeiib.
^Pielleicht lehrsi du mich, bafe es
fchVn ist.' antwortete 'ie
„Willfi du es denn lernen
„TVim* Vlugen _Jinb glan enb.
Brün, und dein H«iq^.ift wie brau
net Somt. vd) tueiu jvvt. dafz tx
wenigstens etwa« hübsche» im Moor
aihfc
,e:-
oie heut wieder ihren aiever­
tag hatte, räumte mit ihrer Schwie
iiertoditer und den Vl.'ägben bie Win
ke unb Schemel über Seite und rich
tele den Tisch zum V,'ächtesten. Müde
iiitd gelangweilt räkelten sich tiortv
Söhne in ihren Tranei fesltleidem
I of der Truhe im Winkel. Trina
hvtte sich, iit ihrem Sohn beleidigt,
in die Stube zurückgezogen.
öd ward Sophee unbehaglich in
den« Ha»5, das in das feierliche
Schweigen der Totentraner zurück
iiiuf. ,aft flöhten die knorrigen
^eitoltcn ihr Furcht ein, bic im wal
lenbeu Herbrand) fid) regten stumm
wie Schatten, wie Sd)atten auftau
chend unb ^erflieiiend im Lidit der
kleinen Cellmnpi', die an den glän»
'.end fdtwaizen Pietdeköpfen des
verbhiHiiudv hiug. Sie trat zu Vtl
iH-ib.
„Sei nett. Unterhalt' »nich ein
biMfcn: Irgend rtnw- wird doch
sogar bei euch panieren."
X'migiom iiHinbte VIIheib ihr tie
•idit. Und
alv
Ter Eianfl-Wn^riflfr, £TimriHtf #. 2 "vi
k:ft.ilt
bev Mäbcheiiv neben sich fühlte, ber
Tust ihre^* Haare? ihn umwehte,
sanken alle Vorsätze feiner Vernunft
znfnimnen vor dem Lieber in ihm.
Er pref te feinen Munb auf ihre
Haare, ihre Lippen.
„Schön find' id, nur dich'— nur
dich!"
VI Hein seine Arme, die den Pflug
in bic schwere Moorerde drückten,
hatten nicht .Straft, baS Mädchen zn
halten, xsin VI »genblick war sie ihm
entglitten, stand mit zwei Sprüngen
an der liir bcC» .Saufi*v. Vtber sie
iwnbete fid) nodreinmal zurück. 91116
der offenen Spalt? ber Tür guckte
ihr lachelibeS (ik'iidht.
„Tu bist ein ^är, Brün. Aber
bu baift't morgen toicberfomipcn,
weil bu sprechen kannst wie ein
Mensch, lieber Bär!"
fie biiv lacheiibe
Vörudien sah. fand ber Zorn, der in
ihr fodjte, Worte: „Schimpf unb
SdKuibe habt ihr über unser Hauc
gebracht 1"
„3ü. Gerd ist ein unnützer Aen
vtcl
«Sweig still Von tikrb! Xu bist
•tii besser Meinst, ich hab' da? nicht
gesehn, wie bu allen Mannsleuten
luaevlintuuat baitV"
»sm7 ruTiW "Molifivlvilteit ^r,life
vutwwi'f" Sopiw ladite. ,A^el),
Vllheib, bu bist ju blos cifit'üchtin
oui mich
„(i'vrfüd)iiii?" Alheid, die ei
neu thipf gröher olc- ihre Nichte
war, lichtete jich zu ihrer vollen
•Oölx ans. ..Eifersüchtig«' Nee. auf
bid) nicht
Stiphei' wiegte sich in bnt Hiif
ten. „Nun, ganz garstig bin ich doch
nicht Man könnte eifer'iichtig ans
mich fein, wie',"
„x\u HmnbiAg, boé mag fein,
vierznliiube fragen die Mannsleute
uir noch TemS, bit* sich wegfinei
)u."
Ein grünliches Licht funkelte in
Sopheeo Vt ligeu.
„Tu, sag' bsl* noch mal. Werf
id) mich weg?"
„xxsa! Tas tust bul Eure Mut
tersprache habt ihr verlernt in der
Stadt, ihr .uliinder» nnd i-iirv
Schamhaftigkeit auch."
Einen fliigenblid sah Sovile Vll
lvid mit weit offenen Vliigen an.
Tann lnd)te fie böte auf unb huschte
burd) den ^iaiuh, der
00s
vtutcre des
^aufe» ßanz erfüllte» in die Stube
zu ihrer MutVr.
„5alo un flicht," sagte VIlheid, ihr
nad)blkfenb, ,'al »11 fliitit."
-^hreiu harten, geraden Sinn
machten die verwandten nichte- vor.
Sie tvufite, iiunnit Trina, Die feit
ihrer Heirat nicht mehr heimgekehrt
war, jetzt plötzlich im Üüiterlwufe
bleiben wollte und mit ßtciiihl von
Pliitvverwandtfchaft sprach, fie
biiid)fchuute auch Trinas Kinder.
Vllx'r da war nichts zu machen.
Trina war immer Ltorts Lii4'Iings
jd)Uie)ter gewesen.
„0, Hadder illicit Padder. nu
bu dr nid) uiihr biift, mag ik oot
nid) mihr in mien Hadert»»ie fielt
Ck muH, i| wiill so gern! Iaiifre
bris Hslm harr bat hüt all fest,
most."
Ties am Moortand kämpfte die
Sonne sich miihfont bind) bie Mor
lU'iiiK'hcl. vn Ehler»' Hanfe f«f die
Aiuiiilie iH'im
(riil)imthl.
Tn* Cel-
iänu'dKii am Herbhimmel brannte
itod). Ei- war so dämmerig, ohfj
bie Löffel kam» ihren Weg in bie
Schüssel faiiben. Vluf er dem .Üra
üen unb Schaben dieser Löffel hörte
man keinen Viiuh Hon dem gestri
gen Tage war als Nachwehe bei den
Familiengliedern eine böse ^anite
znit'lckgebliebeit, bie die schweigsamen
Menschen noch schweigsamer machte.
•Jiiiv veriiohlen sties',
eit Margaret
und Wöpse, die beiden Mägde,
einander mit den Ellbogen, 11m
sich oiif bie .ijü!.berfche aiinnerkfam
zu machen, bie in einem modischen,
losen Morgenrock mit SfreppitrinieiV
und einem zierlid)eit Schneppenhänb.
chen von .Uri'pv prunkte.
i^i-rb just tu sich .uifamiiipng-'driickt
mit finftCT trouiger. Miene und
rührte kaum seinen Löffel.
Seine Schwester Suvln-c dagegen
faf fdjeinlKir iliihe'angen da mit lä
chelnden Lippen, mit rosigen Watt
gen im Mauz ihres flatternden
Blondhaars anzuschauen wie ein
Stück lebendig gewordener Sonnen
schein. Vlls .Wort Ehlers' Blick auf
fie fiel, ««fühlte er feinen (Srnnm
fchmeNen. Er legte den Löffel nie
der nnd sprach zu (4crb.
..Tücksch' nich, ^ung'. To'm
Spaf'.inaken heft du di -niii^tien rid)
tigfit Tag 11 tflicht nu oof nich de rid)
tige Person. Vlber mi schient, bu
heft bat in Unbvbarvthi'et (Unbe
dachtheit) bohu, im ik brflg bi't nich
toietcr nah."
Es zuckte in dem mürrischen Ge
licht des Knaben. Langsam schlug
ei die Lider ans. Vlls er in den
VI Ilgen des CheimS eheliches Wohl
tvolleit las. ging der Schimmer eines
Viidn'lny bur* feine {iige. „Es ist
oud) nur gekommen, weil ich im
Tischkasten das wiinderichöne Stück
kreide fand." Eine fröhliche Reg
famkeit war jetzt in ihm. »vcb dar'
raus nich tvohrV DaS iS bei euch
so so besonders."
ffjrt Ehlers ftoitb auch auf. Der
Todesfall hatte bie Familie mit ber
Arbeit in Rückttanb gebracht. Tas
muffte seht eingeholt werben. Tie
,traueil bonben die blauen Sdiiineu
vor und nahmen die.Kopftücher um.
Nur die Bäuerin und die junge
Schwiegertochter Uorts, deren Büb
chen erst fed)s Wochen nU war, blie
ben bei der alten ^rau Ehlers. 11m
das Vieh zu besorgen und bas Essen
zu kochen.
Trina ging ^in den Garten. Lang
sam schritt sie bic schnurgeraden
Wege unter den übftbäiuncu auf
und ab. Hier hatte sich feit ihrer
slinbheit nicht# Verändert. Wie eine
nruwwelige Pelzmiivc fast, das
Strohdad) nodi immer auf dem al
ten Hans Tie Vlepfel blinkten rot
wie damals durch bas 'Ocrbftfohle
Laub. Tie MMumei: auf den Rabat
ten sanken in «ich zusammen, ver
iTnitinm in Nässe und Wind, bun
kelrote 'Hiorginen. späte Visiern, ent
blätterte ?Nofeu, Till imb VuVenbel.
Aber der Weifj- unb Braiiul'ohl
standen fett und breitspurig aufrecht,
denn nun kam ihre Zeil Und Me
hohen Stangenbohnen reckten sich
wie eine grüne Wand über den wei
fen Biiumbliittern, die den Boden
bedeckten. Nichts hatte sich verä 11
!eit, aâ's sie selbst die das lang
jdileppende, städtische Gewand uii'v
rafrenb. im fvisenblfeBten Umhana
MZMWè
s
^v,u- "mtmMie, auf »enen
ilei' o«e
jie
mi Hansgeivelten L.in»«Il ibchm
!tls muntere Mi«b umhergefprun
gen war. Sie war alt geworden
Mit
ein?in bitteren (Gefühl empfonb
lie's
ber imvertinberlidjeu ^injcnb
der Tinge gegenüber.
Sopliee trat zu ihr. Sie lächelte
jeVt uid)t mehr. „Mama, wie long-,
bleiben wir eigentlich noch Hier?".
„Wie meinst du baoV
Tas Mädchen fdiniiegte sich an sie.
„vd) Imb' Sehnsucht nach (iou-5.
Maina. Ich hab' solche Sehnsucht."
Trina strich ihr dio^Mten aA
dein Besicht. ..^d gldM^. nii'in
LieNiitg. 1ux paffest ja riftch. tischt
ftierher. Vir alle nicht. Es ist
kein Fortschritt in den Leuten hier.
Arbeit vom Moiren biv zum Vlbenb,
und hinter dein Torf hört die Welt
auf. vch hab' euch anders erzogen,
Herzchen, vit mir war von fleinouf
das Streben hinaus, hinaus!
Vlber nicht wahr, mein Mädchen
möchte doch gern eine biibfd)c Vlus
Neuer holH'u'i'.Hub Bruder (4erb soll
ans die Akademie.
x\ch
laste die (*kv
beit und Talente meiner Minder
nicht Verkümmern. Wenn es 'ich
um eure i^ifimtt handelt, da ist mir
keine Mühe u viel. Vlber ihr ntüfjt
auch lieb und klug sei«, .Winder, und
luir'-o nicht verderben, versiebst du?"
vit Sopheeö Vlngeii trat ein nad,
denklid) verständnisvoller Vlusdmck.
„Miifi bettn Cnfel Kort dir da?
Wilb nicht sowieso geben? Tu bist
-dodi oud) ^lvüiiinipciv Tochter."
„.QiiibV das tu hier itid)t wie in
ber Stadt. Geld in Staatspapieren
und Aktien haben die Leute hier we
nig. und einen. Hof kann man nicht
in Stücke schneiden. Ter Vliivib-'
schöpft das \rtt ab, unb mit her
Vihiiiidiing der anderen ist das ein
verwickeltes Ting, besonders weitn
eine schon, wie ich, einen Teil her
niisbefoimmn. hat. Cnfel 5kohit
gilt ja für einen Ausbund von Ehr
lichkeit. Vlber wo cd um Mein und
Tein iiebt, da trau' ich meinem leib
lichen Bruder nicht. Ta bleib' ich
am Plal unb halte die VI »gen offen,
iit aller Verwandtschaftlichen Liebe,
versteht sich."
Sophee seufzte. ..Weitn bie Bndt
weizengrüVe nur nicht so glitschig
wäre! vch muh immer an Meister
denken. halt's^aber schon au^
Besonnn id) benn and) blauen
Seideiidainaft für bie Mäbel.
Mama?"
„Vlile*, mein ZNnb, wa» bir ge
fällt."
..Und eine Gasfronc mit Kristall
bliimcn, bitte! Tu. Mama, wär
mn hat vllhcib eigentlich nicht gehei
ratet?"
„C, die Inag woll noch heiraten
Tie ist ja erst fictonuiibwonvg
Jahre alt. Hier heiraten die Müh
then spät."
„Tu hast aber doch früh geheira
tit, V.'u^na warft du hübsch, Ma
ma?" fragte Sopliee. Sic sah ihre
Mutter zweifelnd von der Seite an
Mit ihrer Vorspringenben Nase und
der zurückfliehenden Stirn, mit dem
um die iibirtlleuotit Schultern schlot
ternden tirngen, bent magst und
nackt daraus hervorragenden Hals
und dem watschelnden ^ang erinner
te ftrnu trino auffallend an eine
Truthenne, bic ihre Küken spaziere»
führt
Sie zog es vor, ber Tochter Frage
nicht direkt zu beantworten. „Tei
nein Papa hab' ich gefallen," erklär
te sie mit würdiger Einfachheit,
wenn and) nicht ganz mahrheitsge
inäf',. denn die gute Mitgift, die der
alte Ehlers seiner Tochter auszahlte,
hatte Herrn Münder-? noch bedeu
tend besser gefallen.
Sophees (Dehausen waren schon
weitergeeilt. „Findest bu VIlheid
hiibfri), Mama?"
„Bei ihrer harten Arbeit altern
die Mädchen hier früh," antwortete
Frau Trina. „VIher die Burschen
find an ihre braunen Hol Msichter
gewöhnt. Sie sehen fa nie anbete
Fronen."
„Wenn sie ändert' sähen, so wür
den sie vergleichen, nicht Wöhr.
V.'ioma?"
..Um Vflfieih haben sich schon eine
ganze Menge beworben," fuhr Trina
fort. „Vlber sie hat ja wohl eine
Liebe. Ol roh utter beutete sowas
an. Schon feit Iahren wartet sie
auf den Menschen, vtt diese,, Ta
gen wird'-? wohl richtig nvrbeu."
„Eine Liehe VUheidV Wer ist
da( Wie hei izt er?v Bitte, Mama,
liebe Morilo, das mußt bu mir sa
gen."
Las', Alheid aber nicht uterTeit,
do d» davon weiht. Hier wirb ja
mit ben einsamste« Tingen gekieiyt
gettln. vonfrebrik Holn: schreibt er
sich."
„\Xoufrebrif Holm," wiederholte
Sophee langsam. :,llnb tibi* ha
heu soll sie den? Ich glaub's
nid)i, Maina. Tie Leute im Moor
können aar nickst liebhaben."
„Tas bilde dir ja nicht vin. Tie
Leute find wie jhr Land. Tas sieht
auf den ersten Blick auch fast bmiun
aus vor Hormlofigfeit, mit feinem
Heidekraut und feinen Birken. Da
bei bat's schon Pferds imb Reiter
eiuge'diliickt ohi(e Spur. Tie ttc
nibfc schwingen fid) hier ni(()t in bie
Höhe, aber sie gehen in bie tiefn
Sie gehen sehr tief. Ich saun end)
Kinder nicht genujj warnen. Macht
keine Tumniheiten. Was in Ham-
•^v W-,
ourfl r.i e,"a6 ist, tu bitterer v inst
»Liein Land jitm Lrtchen/ wieber
holte Sophee Brüiis Worte. Uiib
dann lachte sie lu'fl ..Nicht ladn'N,
Maina, das i't ja, als wör' ich tot
„Tu sollst lachen, Liebling.
ganzes Heben sollst bu lachen
hier nimm did) zu'ntimien
ich (4r»H!iiiuter aus bem Haust' fom
nie» vd) miiii zu ihr."
Es zog Sophee itid)t zu ber alten,
traurigen Fran, bereit (Semtimtel
fie kaum eerfionb. Sie blieb im
tiartcttr
„vdufrebrif Ho)m ", wieber
l)oite sie noch einmal nachdenklich.
Tidit an der Ecke stand ein fchies
jfewachfetki'r Binibaiiin, beffc«
Stamm sich an einer Stelle zu einer
Art SiU krümmte. Sophee schwang
sich hinauf und huschelte sich in die
Krümmung wie auf ein So'a. Sie
öfNiete ihr Kleid, zog ein goldenes
Ringleiu. das sie an einer Schnur
um den Ha 15 trug, hervor, ktihte
unb streichelte es. Oann lag
Hill, in die Sowie blinzelnd. Wie
Wolkenfdjatten über das Moor flie
gen, wechselte in ihrem Besicht der
iK-bruif sirahlenber Mlückfeliiffeit,
mit bem finsterer Bosheit.
Einmal rid)U'te sie sich auf. Al
l?eib kam v»m Kartoffelacker, bir
^acke aus ber Schulter. Sie blieb
flehen, beschattete bie Vliigeu mit der
Hand und spähte fchnt'f nach Westen.
Im äiis,ersten Wessen lag Inn're
brik-j jöof. Int iiufjcrficu Westen
regte fid) ganz klein die Gestalt ei
ues Manne?.
ihre VI Wen funkelten.
umklammernd, duckte sie sich fest tun
den Stamm des Birnbaums. Tie
ferne (Gestalt verschwand im Tan
iienbufd). Alheib ging voriikvr znm
Haus
Vliid) Kort Ehlers kam seht schwe?
ren SdiritteS heim, bie Knechte, bie
Mägbe. Es nuKtite Mittag fein.
„Sophee! Sophee! klang Trinas
schrille Stimme durch ben (dorten.
Suchet* glitt von ihrem Sitz herab,
fleckte das Ningelcheii weg, zupfte ihr
Kleid zu recht und ging ins »aus.
Mau faf! schon zu Tisch. Vlls letz
ter kam atemlos Gerd Ten Hut
trug er in der Hand, Moorerde kleb
te an feineu Stiefeln. Er halte
Wunder gefâm. Ein. n Tohnenstieg
hotte er entdeckt, im Birkeiibiifd)
lauter winzige kleine Birfchen nnb
so gelb wii^ Gold hatte er Birk
hühner aufaefchencht Er wusste
oud) ein Elfternnest. Uiuh dann die
Häuser mit den Pferdeköpfen und
die Luft sogar, das Licht! So was
gab's gar nicht mehr! Und hatte die
Tante nicht ein Einiiiadieglas für
ihn? Aber ein recht grosses?
Er lüpfte einen Gipfel des Taschen
tuches über feinem Hut und wies
eine Ringelnatter, /die er gefangen
hotte.
„Tu muht nicht schlecht von mei
neu Kindt", n denken, Kort," sagte
Trina, „weil sie noch kein bifjchen
uitblid) sich bei euch gemacht haben,
vch habe sie wirklich zum Fh'iftig
fein erzogen. Vlber es ist ihnen hier
alles noch zu neu."
•Shuts Fran, -Weiche, nickte Web
freunblich zu. „Mien Jung', wenn
di bat hier man Plkfier meist. En
Kist' vor bien Sna^« schallst heb
beil."
0leich nach bem Essen finb der
gaine Hausfumb wieber anseinan
ber. Sophee nahm ihren Sonnen
fd)irm unb ging ins M'oor. Sie
kam erst zurück, als die Sonne hin
ter einer violetten Wolfeiibiink ix-r
funken war, die ftli'ftntitff ein wenig
burd)ie»ri)ti*t. von den üiiifteigeiiben
Nebeln, aber wie leuchtend ooti ei
nem- inneren Feuer, so dan die jun
gen Vettern sie in einem jähen Auf
wache» ihrer Sinne mvtarrten nitb
Kort Zi« Trina sagte „So'11 fiten
Widit as dien Sophee bebb ick noch
gor nid) seihn."
Nad) Feierabend trat Vllheib öfter
auf die Sd)tvellv bes Hause» und sah
erwartungsvoll die lange Torfstrane
am Kanal hinunter. Einigemal ging
sie sogar den Pfad bis zur Kanal
brücke unter betn Vorwand, Efjvor
räte in das zur Vlbfahrt fertige
T»rffchiff 311 bringe"
„Erwartest du jemand?" fragte
Sopite, die sie vergnügt beobach
tete.
»Jlee, lauern tu ich ans fei#
antwortete Vllheib 'trotzig
Tie Heine Stube begann sich zu
füllen. Nachbarn somen, reife Män
ner zu Kort, Jünglinge zu feilten
Söhnen, alle mit langen Pfeifen
ober die Zigarre im Mund. Es
ward so eng. da» bie Frauen mit ih
ren Spinnrädern bei der Feuerstätte
auf dem Flejt blieben'. Ter Haus
Herr schciikt«,' kleine Schnäpse ein.
Sophee trug leere Wläfer herzu
imb reifte bie gefiiP' i herum.
Tie jungen Burschen tu.r meinten,'
bah mehr Licht von ihr ausgehe als
V|n ber. CeUanipe, bie am Tecken
halfen schaufelte. Sie vergaben zu
rauchen, so oft sie an ihnen vorüber
ging.
Trino erzählte unterdessen ihrer
Mutter unb .Schwägerin von ihrem
Leben in b^r Stabt, eintönig wie
ber Tropfenfal' eineS Regenschauers.
Gefche, bie das Fieber schüttelte, ant
wortete ,Cha" imb ..Tjiau." unb
Mutter Ehlers, eingelullt durch biv
tSleichniäbigfeit be-5 Geklappers, mi*
tc ihrem Sessel.
fWortiituna feiet)
die Leser i» Äeeb«*, R.
•eb llMflCfical
Herr flösset Schantz in Mand«M5
9?. I. hat bie Vigeutur für be:
Tein! Staats VIiizeiger übernommen un
Rur I ist berechtigt, Bestellungen auf da?H.
Ta feh' Blatt und (%Iher iär'im:selbe in nn-O
icrem Vtumen riitgegeuzuui'lnnen.
bie Leser Garbe»«, ttiEsü'
-V Sill, Kramer, R. D. e«|
llwflfflrnb
Heer Carl Hahn in (lorbena bei*
die Vertretung des Staats-Hvzeiger
in dortiger (hegend übernommen. ?r
ist berechtigt, Bewilligen und (««.
ber fiir das Blatt in unserem 9iameiL_
eiitgegenzui^hmen. Wir bitten, Hrn.
vahn bort noch «rasten behilflich pt
fein.
»arte »er Welt, zeigenb bie Lä».
berbefitunge« aller Nationen bet
Erbe.
fferte Sur-»«», (16 bei 23 Zolk)
zeigend alle Länder Europa?, deren
Festungen und die Sammelplätze und
èibe der grofjen Truppenmasfen.
Starte Mitfcieeb#,(15 bei 23 Zoll)
nebst Teile der Grenzländer Sihroe
ben und Norwegen, Teutschland,
Oejlerreich llngarn, Rumänien, Bul»
flarieii, Riiiiielien unb Türfei.
Karte ber Türkei (15 bei 23 Zolk)
zusammen mit ausführlichen starten
voi? Montenegro. Serbien, iHuiuelien,
Bulgarien. Rumänien. Albanien unb
Griechenland, unb Teile der Grenze
liinder Rußland und Oesterreich-Un
garn.
Karte Frankreich» (IS bei 23 Zoll)
nebst Teile der Grenzlänber Eflg»
land, Belgien, Teiitschlanb, ^Sck)weiß
unb Italien.
Karte Te«tschlabs( 15 bei 23 Zoll)
nebst Teile der angrenzenden Länder
Schweiz, Frankreich, Belgien, Nie
derljitbe, Tänemarf, Rufelanb unb
Cefferreidj-llngarn.
Karte Norb-Atalieas, zusammen
mit ben Wreiizlänbcrn Frankreich,
Sdimeiz, Ceflerrcid).Ungarn unb ben
ihisteiilünbern bes Adriatifchen Mee
red.
Karte ber Ver. Staaten, zeigenb
die Lager der verschiedenen llebungs
loger und die zu denselben führen
den Hauptbahnvirbindungen.
Zngleick) .u'iflt der Atlas die Fah»
neu und Wappen aller kriegsführen-
den Nationen, Flächeninholt* imb1
Einwohnerzahl ber Länber ber gan
zen Welt, Hauptstädte aller Länder
und bereit Einwohnerzahl in Tau»
fittben ausgedrückt.
31t
'4-1
Wir bitten das beutfdilefenbe Publi
sum in Mondän nnd Umqegeiib,
Hfrrn Schantz in feiner Arbeit jii 'C
helfen.
Tex Ttaats-Anzeige?
Bronf L. Vranbt,
(33le) Geschäftsführer.
v
... vntehmen. Wir bitten die Teritfchen
Sophee sah», unb1 dort, Herrn Boepple bei Werbung
frineii }»eig neuer Leser nach Kräften zu helfen.
I
bie Leser in Stoetei #. D. iel
UwnfAenb
Herr George Boepple tn Stantot»
9t. T. hat die Agentur fiir deuStaatß^
Anzeiger dort übernommen und ist.
bereihtint, Bestellungen imb Weidet
für den Staats Vlueiger entgegen«
KriegSAtlas
Der beste i« Markt
Tem oflgemeinen Verlangen nach'
guten Starten der in den europäischen
Mrii'i) »erwickelten Länder Rechnung
lrage^iks, offerieren wir den Leferit
des Staats-Anzeiger imb solchen, die
e-S werden wollen, ben besten KriegS
rtlloS im Markte, enthalenb folgert
bc3:
$
y
1
Karte des «riezsschanplatze»
ber Westfront zeigt Nordsranfreich.^
Belgien, Luxemburg unb Südweft-KM^
deutfchlaud. Interefiantefte Kartf^M^
von allen. Zeigt die verschiedenen^^"-*
Sd)liitbtliitien unb ist bie ausführ»
lichste Starte, bie bis jetzt gedruckt^ i^
wurde, «an findet auf dieser selbst^
die kleineren Ortschaften, über bie^W
man in ben Berichten von -bet
front so viel hört. Es ist unmöglich -i'
cfnte hiefe Sorte ben Verlans 0eSf.
Krieges genauer
verfolgen. v
Ties ist ber beste Atlas im Markte,
Keine anbere benchßt ZeitNA« macht
Io liberale Oiferte. Wit hoben nuf^?
eine bestimmte Anzahl brücken lassen»^'
Tedhalb macht 8eäe*Urtâen s»f»r
nnd sichert euch diesen Atlas, b& bei
Vorrat vielleicht nicht lange anhal-5
ten wird.

Wir liefern biefee Wil frei «I| .MZ
Prämie allen Lesern des Staatk-An
Zeiger oder solchen, bie es werben wol.
len, welche das Blatt ei» Jahr »ot
anSzahie» (also $2.50). Wir trage»
bic Versandtkosten.
1
Raa adressiere alle Briefe lint
(Selbfenbungen:
Der StaatS-Anzeigèr
1
&

,•», Wate er .begütigend,
„«in*» bi bot nich io Harten viing*
fünb ^iTOfl*. *o mien Sinn-is bit
bier nu oot nich mibr. Ik goh to
£u«i*. *inmo*t, ^llhcib
„Uhnwoch!, »frcbrik."
Und toPtin ich'
mich die Men-

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