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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, June 17, 1919, Image 2

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laymen.
hat
"Di« HanptsehenHviirdigkeit Don
Mlleme ist die alte ApollinariS-Na
thedrale, ein bemerfu6*mertet Bau
im anvergnutisch-ronuuilichen Stil,
die Papst Urban IL im Sabre UM»5
weihte. Valence bot noch mehrere
interessante, mittelalterlich« Häuser
auszuweisen, worunter vor allem die
Maison des li'te* mit ihren Statuen
und Büsten. uerbient vor allem
iwß» Ansentlalt. weil es ein vorzüg
liebet Ausgangspunkt fiit Au ss lüge
nach einer Anzahl von Burgen und
Schlössern und in das Vercors ist. in
jene eigentümliche, hochinteressante
Bergkette, die sich den £awbitié«
*itoeh nach der Nhone 511 luuUigert
Whiter Valence ntibert sich die
Rhone den Sevennen, deren Vulkan
luitur zn Tage tritt. Tie Gegend
nimmt mehr und mehr einen siibli
chen Charakter an. Tie Höben wer»
den fahl. Zypressen und Oliven er
scheinen. Wir dampfen bei den Nni
-«ea von iNocheutaiirc und bei VJionté-
Ibnar, der Heimat des verstorbenen
Präsidenten Loiibet, vorbei und bei
der mtilerif* gelegenen alten .tSoupt
ftadt der Grafschaft Vivarais, Vi
vier? mit ihrer allen Kathedrale und
bei* engen, krummen, ganz italieni
schen Straßen. die Vogen iiberbrüf
Den. Tann zwängen wir uns durch
die Selfencngc von Donzère, dje das
Ej«ga«gstor der Provence ist und
gelangen nach dem Städtchen Pierre
.mit feinem der Böge nach von
von
Vir sonnen fie nicht alle
ttlMin.
Ebenso ist es mutual ich, uné
J*U eine eingehenöe i«cHt)rcibuiirt
nidunigfarfpn, Jandfdiartlichen
Wcijf fccs5 Rhonetali« tiui seilten zui)l
*®j®n iburaen üiU) Sdilöiiern einzu
«fwn, bit, wiè am Atiein, sich oft
gegenüberliegen. Zwischen iBienne
Md
Valence
die (ttweiib mit
Otto Rheim die flrü#te .'lehnl idtfeit,
»fr Strom ist von .SDttgeln mit be­
rühmten
Birgen und nicht nvinber
Iwmheiten
Weinbergen tinge faßt.
touroon mit seinem alten goti
schen schlosse liefen die berühmten
Weinberge von Ii remitagc.
bis zum M«e«.
X8m«r.
x\n
II.
ten Häniern. Tonn ziehen links biv
Burgtiuuwt öou '.VLtiiLDradtiik Mot
iiuv ^lnd Warn an uns ooryher. "si
iK'r a eine erbebt lid) der lauge Hüf
fen Deo Munt Ventour. bi\. Wahr
zeidten* der Provence» lind der
lamp fee bätt au der Landungs
drücke von Le Rvucitibou, der Sta
tion sin dos fiiuvy eine deutsche
einem
Wüstste über ist die Rhone fahrt biet
*»n der Mhcinfabrt verschieden: kurz
to»r Valence erscheint die Vllvenfette
und wiederholt deutlich sichwar der
MentBtanc.
Meile lanbetmuärt» gelegene Cran
ge, das „Vlroujio" der Winner.
Hier n't tin Aufenthalt niter 156«
lich, beim bier gilt cv, das großar
tige Niimertheater mit seiner impo
fiintcii Biihneuriiikiuanb, welche die
höchsten Gebäude der Stadt über
in
tit, und den nicht minder großar
tigen Römer triinnpbl'Otieii 311 befit
then, do«, schönsten in a vim frei*.
kWer mit dec liiieiibahu reift, dent ist
zu em fehlen, in range die ,vaii^t
linie zu verlassen, die ^ioeigbahiien
nach Carpentras, Eavaillon und
Avignon Palais bee Päpst«.
VaTj-i-
L'Jsle sur Sorgne zu befahren und
in Avignon auf erstere zurückzufeh-'
ren, (ierpcitiras, das- „Eartu'itto
racte" der Günter, ist nicht mir eine
ii'tieitd gelegene, sondern auch eine
durch feine alten Vaniuerfe iins'.ersi
interessante Stadt. ly- besitzt einen
^iömer'Triuinvbbagen, einen ?lanä
bukt und eine berühmte .Siutbedrale.
Tas ZtäbWu ÜauuiUon, öao „Ca
bellio" der Wmer, besitzt einen anti
ken, Triumphbogen und eine Kathe
drale aus dem l^. Jahrhundert. Von
létiöailUm brumt uik- der ')itg in
einer Stunde nach der VäpfteitnM
Avignon..
Schöner als per Eiienbahn ist die
?lnknnst in Avignon zu Schiss.
Nachdem die alten Vurgen von
ilVontt'üucon und Noquemanre hinter
uns sind, taucht über dem Writn der
Mi hoiie-xxMtieln vom Abeiidionneii
schein v?r^o!det das majestätische
Papstschlosi in der ?erne ane- Der
b'bviie aus, um welche* sich, von ih
re« berühmten, alten Stadtmauern
umgeben, die ètatt mit ihren toten
.Giebeldächern lagert. Mitten im
Strom erscheint, diesen zur kleinen
Hülste versperrend, die Nuiitc des
Pont Vfue.iet, der an Stelle einer
iltoiuetbriufe von den briirfenbauett
den Mönchen in den Jahren 77—
118.") errichteten, seit HUI!) verfalle
neu ittbüuebriiie, die heute eine Ket
tenbrücke' erseht. Avignon, das römi
ftt)c „Avenio", ist eine vor allem
Ansicht «Mt Mnfrine
b#cA da« grobartiiVi ^ap,t,chloi
ttfld di» prächtigen Stadtinaiieru in
ttW WIR
Üfetfmte Stadt, letztere geben mit
jhom «n die vierzig meist viereckigen
e» Stiät«*» h» nnregelmaiii1ie'.Ab iäii
lüieti iiefiicht'u Finnen und
ein «anschauliches Vild von
du ch»«atâerisisttie» Art der mittel
alterlichen Befestigungen in otaitf
reich. Das mächtige »Palais dec
IgpéV' wit feinen biifterii, i:$ ^iis
dicke« Steuer«, mehr Festung als
P»kDft, beherrscht die Stadt und iyre
U«ßch«»ß Jtnd inu'Ditieit im Jn
minder durch seine goti
fllmiiffty 09A kathedialeuhafter
dh» leiden zum größten Teil in
geteilt wurden, tun als
Rtaffirrir in di«uei. An baß Papst
schloß l«h»t sich die Domkirck)e an,
mfien welcher sich di» Promenade du
Jiuiiicn der »i'lorci :Wimtmaiour bei
VI ilc-:.
Itifjcroibeiiilidv Majestätisches, uitb
ein Rhoiiereisender sollte seinen Ve»
such versäumen. Arles ist berühmt
Much {ein imposantes Mönier-Ampbi
theater, durch sein ant if es Theater
imi) nicht minder durch die Schönheit
XT Ailesierinnen.
Von Arles aus besucht man die
grüBartigeii Ruinen der im Ii.
Jahrhundert gegründeten Abtei
Moiilmajonr mittels der Ctisenbahn
nach Ihjguivres, die am ^ufje de^
Alpilleii-Mette hinführt, (itiuas wei
ter ans derselben ^inie ist die Sta
tion Paraden, der Ausgangspunkt
fiir den Vilich der berühmten Rni
neni'tadt X!es Vauy ans ihren zerklüf
teten .walffelfeii, einst die blühende
Hauptstadt einer mächtigen ^raf
icljaft und Samiitclviiiilt der Trou
badours. Tie hochgelegene Schloss
mine, in deren i'fähe man eine
mächtige Aussicht bis zum Meere ge
niest, sowie die meisten Häuser sind
',11111 Teil aus deut Helsen gehauen.
Auf den Ausflug von Arles nach
Moiitmajour und X.'e-5 Vanx sollte
mau einen ganzen Tag venveuden.
Statt nach Arles zurütfzulebiTii, ist
von x't's Vaiu' ans der Rückiveg zur
Hauptlinie der Eisenbahn über St.
R^mu zu cnipfebleit. Eine Viertel
stunde von St. Ruuuj liegen die sc
bensiverteit Ueberreite der von den
Westgoten zerstörten Römerstadt
„(^lanuut Sinii", bestehend in den
Ruinen eines Triumphbogens und
einem vollitiiiibig erhalteneu, römi
schen Mausoleum, dem „Grabdenk
mal der Jtilier", das seinesgleichen
nicht einmal in Jtalieit bat. Von
St. Rt iiii) nach Tarascou bringt uns
die Vahu in einer halben Stunde.
Jn Tarascou, auf halbem k'ege von
Avignon nach Arles, sind die Haupt
iehensiviirdigfeiteii, die aus dent 1-.
Jahrhundert slaminende St. Matthe
Kathedrale und das Schlos des Kö
nigs ilicyv, jein (^esäiiguiv, das
'eine alten Mauern in der Rhone
spiegelt. (Gegenüber von Tarascon
liegt auf dea:ii rechtem Ufer Veait
caire mit feüwr alten Burg, die.ihm
bett Naiuen gab („Bellum Qua-
A
'"Ich
Ter Stnntâ-Slnzrigrr, ?M$mnrckr N. 2., Dienstag, brn IT. .uni
Jiimici Yiqiiiibtifi Lei yiiiHc» Pv»,t iu
Hocher des Toms bis zu dein steil
nach der ffibone abfallenden Plateau
iiivdebut. Von deren Terrasse bietet
lich besonders bei Abeiidbelenchtmig
.».'ine herrliche Aussicht über da» Tal
er Ml)one mit dem Mont ^entonr
.'is an die Seueniien und die ferne
.'llpeiikette. Nirgends erbalt man
vhien so trefflichen b'inbriiit proven
ralifcber X'aitbscbait, als von der Ter
raise in Vluiguou. Auf dem rechten
-fllfer der 'Hbone liegt Viüc neiive,
ehedem die blühende Stadt des Mü
nigs von Frankreich, der Pavilsiadt
gegenüber, mit ebenfalls interessan
ten, mittelalterlichst Vaiiiverfen.
Avignon ist die Stadt des Mittelal
ters. Von der ehemaligen römischen
Uvlonie bat sich hier fast nichts er
iwlten.
Tas römische Altertum finden wir
.vr allem in den beiden Städten Ar
i.'v und Vintes, die hinsichtlich des
iistorischm v-iitercsks den OHanz»
.'iiuft ifftferer Mhonere.se bilden.
,viir den (^eichichtrsreunb gibt es
iiifrrbaiipt fein lehrreicheres (Gebiet,
aiv die nähere und weitere Umge
bung der drei Städte Arles, Minies
und Avignon. Tas gros artiiiste )iö=
merbaumerf in der iiiähe von Avig
non, ja eins der gewaltigsten und
besterhaltenen der ganzen ii'elt, ist
der „Pont du Ward", ein Anuädiift,
des'en dreifache Vogenreihe das tief
eingeschnittene Tal des Ward, eines
Nebenflusses der Rhone, überspannt
und der zu einer »teilenlangeii jtlaf
'erleitiing der Römer gehörte, welche
Minies mit r.iiellutasser versorgte.
Ter Anblick dieses Vanes, der zwan
zig Jahrhunderten trotzte, bat etwas
W)1»V"IW1^
drum") einst so berühmt durch seine
Messen, line Leipzig und Rishmi
Viüivgorob. Man sann von Arles
über Tarascon. direkt nach Rimes ge
langen, das ans einer Rhonereise
e'bensoivenig ausgeschlossen werden
darf, mie M'arsville, welches den
eiiU'iitHiiu'ii Vorhafen der Rhone bil
det. loch raten wir zu einem Um
wege über die alte Hugeuottenilodt
Montpellier oder wenigstens über
Aimargues, von Ivo eine 'jiveigdahn
»ach Aigiies.Morles rührt. Aigiies
Wortes verdankt seinen von „Agnat!
mortuae" flammenden Rainen seiner
^age zwischen Timen und Sümpfen.
i Y
TaraScon: Schloß des Königs Rcnc.
Es wurde 12-16 von Ludwig beut
Heiligen gegründet, der sich hier zu
seinen .Streiizziigeu einschiffte. Sei»
Sohlt Philipp der xtiibne lies es mit
einem Manerrechtevt umgehen, das
schwerlich seinesgleichen findet. Es
besteht ans au
Ii hohen Mauern
mit zwanzig viereckigen oder runden
Türmen und zehn Toivit und ist noch
vollkommen erhalten, so das es in
der Ebene ringsum einen phaiitaitu
idieii,^ majestätischen Eindruck macht
Tie Xour des Vourgigiions ivav das
lV,rab
rv„'fen Turm geworfen und lebendig
mit Salzhanfen bedeckt wurden.
Rimes, daZ „Remansus" der Rä»
mer, ist die an antiken Vauiverfen.
reichste tadt Araiifreirtis. Sein
großartiges AmvbiN,eater (ieS
VIrvnes) ist kleiner, als das Kalos,
somit in Rom und die Amphitheater
iit Eapua, Verona und Arles, aber
bester erhalten, als alle anderen.
Seine Mrtisou Earrée in edlem, so»
riiithifcheu Stil ist einer der ammi*
tigfteu und befterhstlteiieu Römer
tenipel. Von feiner Zour Magiie,
einer imposanten, achteckigen, röiui
scheu Ruine, mah^dieinlid) diejenige
eines Mausoleums, die eine Wendel
treppe im Jiinerii zugänglich macht,
geuiefit mân eilte entzückende Aus
sicht über die Stadt bis zu den
Rhonemündungen und dem Meer
und bei klarem Wetter Ins zu den
schneebedeckten Pyrenäen. Von ihr
herab zieht sich der schöne Part
„Jurdin de la Jyoutaine" in altsran
zöfifcheiu Stil, der im Tianatempe!
ein zu römischen Thermen gehörige-:
Rvinphäuin enthält. Auch sonst noch
in der ^tadt begegnet man röiui
scheu Ueberrestett, worunter ba:
A ugustustor und die Porte de
iyrance. R'imes ist eine moderin
(Kronstadt und ebenso wie Marseille-)
geeignet, einen würdigen Abschliis:
unserer Rhonereise zu bilden. Ve^te
rcr würde in der Tat der Schlum'iein
fehlen, wenn mir nicht auch Mar
seille besucht hätten. Tas blaue Mit
tel meer, das wir schon micberholt sa
hen, übt im übrigen eine so unwi
derstehliche Anziehungskraft aus. das?
wir ganz von selbst nach Marseille
gelangen, um es in der Rähe zu be
trachten. Marseille ist eine schöne und
lebhafte Handelsstadt, die zweite
Stadt und der Hauptbafeu Frank
reichs. Seine aiiwhitbeatraliiche Vage
am Jyufje der felsigen Ausläufer der
proveucalischeu Alpen und an einer
mit Juielit gezierten V11 cht des LS
wengolss ist munderl'ar. Seine
Hauptverkehrsader ist die berühmte
Eanuebire, eine prächtige Strafte,
bie nach dem malerischen alten Hafen
führt. '}u seilten Hmuitfebensiviir
digkeiten gehören attfjer dem alteu
und dem neuen Hafen die Kathe
drale. die aussichtsreiche Rotre-Tame
de la Gar de-Kirche, das Palais bc
Loiigchamp mit wertvollen Kunst
janimliimiett unb eine Fahrt über
beti am Meere sjchxeudenMenit
be la Corniche.
11
Tie Vavdwiirmcr.
Unter der ^ülle der To sein? for
men, bie das Tierreich zeigt, gibt es
eine nicht geringe {abl von Svieit,
bie so orgamsiert sind, baß sie fast
ohne jede Arbeit imstande sind, ihr
Sieben zu triften. Sie wählen sich
vielmehr andere Organismen aus.
lassen diese arbeiten, das beiRt im
einfachen Sinne tierischen Gebens:
Rainung suchen, sie zerkleinern und
verdauen, und mästen sich bann
mühelos an den von ihrem „Wirte"
fertiggestellten Rahrungssärteu.
Man bezeichnet solche Tiere als
SchjjiaroUer oder Parasiten. Letzterer
Raute stammt von einer eigentüm
lichen Süite Menschen, die tut allen
Griechenland lebten und in nichts
anderem ihre Lebensaufgabe fallen,
als an. den Gastmählern der Reichen
teilzunehmen, höchstens das sie bä
het ihre Wirte burch geistreiche
Worte ober Witze belustigten. War
dies immerhin ein gewisser {meck,
dem bie menschlichen Parasiten bleu
ten, so tragen die tierischen Parasi
ten nichts weniger als zur Erhöhung
der Stimmung und des Wohlbeha
gens ihrer Gastgeber bei, sondern,
lie bestebleit und schädigen sie aiih
das ärgste. Tie tierischen Parasiten
haben gewöhnlich bort ihren Sitz,
wo sie ant nächsten ber Rabnuig
sind: im Tarnt. Ta sie nur verbaut*
Rahrung zu sich nehmen, bedürfet,
sie feiner Verbauiiiigsorgaue, keine#'
Mundes, Magens ober Tannes*
sondern sie führen die gelöste Rah
rung sofort ihrem Körper zu. Ta sie
stets überschüssig ernährt sind, so
taun auch ihre Fortpflanzung
dies ist ein allgemein gültiges Na
turgesetz auiierordentlich stark
seilt. Tausende von Eiern, die sie ab
legen, zeugen hiervon. Als Aus
gleich für ihren allzu leichtm Lebens
unterhalt aber hat die Ratiir int
Vauplan der parasitischen Wesen ein
fiir alle höheren Tiere wichtiges Cr
-tan ausgelassen: bie Tarnischmarot
\er siitb, da sie bie Rahrung nicht
'ucheit unb ihren Staubort nicht not
wendiger Weise verändern müssen,
augeulos und daher bliub. Ter
Parasitismus ist im Tierreich außer
ordentlich weit verbreitet. Schon
niedrige Tiere werden von noch nie
driger stehenden Parasiten heimge
sucht: für bie Wirbeltiere unb den
Men scheu stellt die Klasse der Wür
mer die Schmarotzer. Tiese sind es,
die eitt besonderes Juteresje erregen,
weil ihre Anwesenheit im Körper
des Wirtes oft schwere Schädigungen
iiitb Erkrankungen auslöst, teils ba
Durch, das jener burch ben Verlust
Der Rahrung geschwächt wird, teils
Dadurch, baß sie birekt Körperorgane
lernichteii können. Tie alle gelangen
5
IttUrl
(pfeift
taenia solium.'
im Cinbrtionalziistande als Eier oder
Farven mit der Rahrung in den
htirtsfürver, wachsen sich bort ans
inb beginnen bann ibt\ ^eritörungs
vers.
Eine grosse Anzahl von parasitie
renden Würmern ist bislier Aerzten
nid Raturforschern bekannt geivor
Den allein fiir den Europäer kom
nc:t glücklicherweise nur einige we
nige Arten in Betracht, unb auch
Diese bürste eS ve.mittelst ber ver
schärften sanitären Varfichtsuiaure«
lein gelingen in absehbarer Zeit
mëuurotten.
Ain bekanntesten unter den Gin
.leiveidciviirniern siitb bie Banbwür»
iter ober „Taenieu". Jeber Banb
iiutrm stellt nicht ein Ginzelinbioi-
e a e u n a u
SW Parasiten 6re mrn»rlrttrbm Xvrpir». *m Lâ,»w.
weiter zur Finne. Erst weitn doS
finnige Fleisch des Tieren verzehrt
wird, wachsen sich im Magen und
Tarnt bes neuen Baubiuuriumirted
aus ben Finnen bie Bandwürmer
aus. Ta die Finnen durch starke
Hitze (yO Grad^ Eelsius) getötet ivec»
den, ist ber beste Schutz gegen eine
Jnsektio« ein tiidUiger Koche« des
zmn Genusse bestimmten Fleisches.
Tas Wuchern unb iwch weniger das
Pökeln dagegen ist nicht üiiftmtbe,
bie Finnen zu vernichten.
Es gibt nun nitfrt eine, sonder«
Taenia mâänâ?
verschiedene Biuibwurmarten, wm
beiK'u jede eittzelite einen bestiiutnte«
Hivischenwirt a tfsucht. So lebt bet
größte von allen Bandwürmern, bie
„Taenia iagiiiata", bie bis zu 28
Fuß Länge es bringen kann, im
Rinde. Kleiner als dieser ist bec bes
Schweifes, bie „Taenia solium", bio
„nur" bis 10 Fuß lan^ wirb. Viel
weniger häufig als biefe ist ber
Fifchbaiibmurm, „Botbriocephalus
latus", ber in Lachsen unb Hechten
gesunden wirb. Glücklicherweise recht
selten ist der nur 3 Miilimetcf gros^
Blasenwurin, die „Taenia echinococ»
ms". Bei diesem ist de* Hunb nicht
iZwisäienwirt. soudern, ba seine ans
czewack seiie, geschlechtsreise Form im,
Hundedarm lebt, selbst Wirt. Ge
langen nun durch innige Berührung
mit einem baitdmurmfruufeii Hunde
die Echinococcemvürmer in einen
Menschen, so entwickeln sich bort aus
abgelegten Eiern in beut menschli
chen Organisinus, als bein Zivi
schenwirt. bie Finnen Tiefe können
sich, zu Blasen von ber erstaunlichen
Größe eines MannskopfeS ausivach»
sén. Ta sie sich mit Vorliebe in bet
Leber, bisweilen, abec auch im Ge
hirn festsetzen, bedeuten sie eine
schwere Gefahr für das Leben bes
von ihnen befallenen Jnbivibuums.
Rur 'ehr schwierige Iterationen
können dann rettend wirken. Bis.
weilen infiziert sich ein Mellich mit
den Eiern des oben genannten
Schweine- ober Rinderbandwurms.
Tann entwickeln sich in ihnen bie
Finnen, bie logenanuten „Eijsticer
ren", erbsengroße Kiwitt, bie wegen
ihres Liebling»sitzt's im Gelnm ober
in dem ?lugeuhii,tergrund ebenfalls
für ben Träger gefährlich werben
können.
Taß man bie Uebertragung bec
Baubwürmer burch richtige JJiiberei?
tuna bes Fleisches verlmten kann»
ist bereits oben erörtert worden Um
sich vor dem Blasenwurm zu schüt»
zeit, vermeide man es auf bas pein
lichste. Hunden allzu nahe zu fern»
men ober sich von ihnen Hände untz
Gesicht bei eisen zu lassen. Beiimder|
achte man dabei auf Kinder, bie. oft
bie Geivohnlniit halten, Hunde zi»
küsse».
(die
Dinge» lassen Sie diese Bäum« umhauen t"
ii' i^nir*^11 1'" ti^i ttii i 4 li ii
Tas Vorbanbeuseiu eines Band?
nmrines im menschlichen $öipe|.
kann sich unser bett verschieb^tstet^
Zeichen äußern, doch gibt es fei|
einziges, das mit unfehlbarer Sicher
heit auf die „Taeiiie" hinwiese et
jei denn bas allein maßgebeube Ans»
treten von Wiurmglieberu im Stuhls
gang. 9hir ans Grund eines solches
Befundes bars unb muß man zuf
Abtreibiuig bes Bandwurms schrei
ten, nicht aber, wie eS früher uns
auch beute noch bei vielen beliebt ift^,
eine solche aus Anlag irgend welches
Beschwerben, wie Leibschmerzen^
Uebel feit, Abmagerung und bergleu
chen versvch«».
e è e O a
^Und 1$*,
I zn«er
buaut, iottbent eine Tierkolonie v»r. bei denen das Blatt bestellt und de«
Er besteht aus einem Kovj mit ei» zahlt werben kann unb welche becech«
nem Hastapvarat unb einer mehr tigl siitb, in unserem Jtaraen oQe
ober minder großen Anzahl nun sich schäfte abzuwickeln:
an jenen anichliefVnben Gliebern
(„Proglottideii") Jedes einzelne
Glied ist ein Judividuum, das aus
seinen Schliiuchcu Eier an bie
Außenwelt ablegt. Getaugt nun ein
solches Ei mit der Rahrung, etwa
dem Futter, in den Körper eines
Tieres, des sogenannten „^mischen
Wirtes", so entwickelt es sich bort I Tat.
(SwUlir V. Mt ei«, Är««,.*.^
(Poftnieiiter, Krem)
Hewrich Hirniita* Bed, R. T.
6' W»'O«He«he««er, Tim med, 3

ett*.
Ulli»,
Sllein, St. Anthoiui, N. D.
OeerfK Gujsnrr, Mauban, N. T.
Wir bitten unsere deutsche» Lands»
leule in obigen Gegenben, bte viel
leicht noch nicht Leser bes Blattei
Mab, ihre Bestellungen bei de« Ge
nannte« zu machen, welche ihnen gern
unb jederzeit zu Tiensten stehe», aw
ben.
We ist Ignatz Bnrkhart
War in Aberdeen Idahp toolin
hast. 9Per seinen Aufenthalt kennt
ist gebeten bie Adresse zu berichten
3«: Ter Staats-Anzeiger, Bismarck
«. Tat. (97-bo)
ist 3m«I P. «««je?
War früher in Tioga und auch in
Esmond, N. T. Wer seinen Aufent
halt kennt ist geboten die Adresse zu
melden an: Ter Staats-Anzeiger,
i s a k 9 Z
$8» ist Albert L««t?
Früher in Noungtown, N. D.
Wer
seine Adresse weiß berichte sie, bitte
an: Ter Staats-Anzeiger, Bismarck.
Jt. T.
ISMARCK
m:
iss,e##
SfiOmcpadti lAU'
eWkUSfâche« |u tMtmklhei
3i»lf«
IcnlU ei 3cUtliI«|ee
Obige Abbildung zeigt bie sc»
tüheiie
Sprnngseberscheere, welch»
immer riesigen Abgang findet. Wirk
liche Länge der Scheere ist 8 Zoll.
Wir schenken diese Scheeren alten
neuen
Dfr
unb
Lesern des Staats-Anzeiger
welche das Platt
ei« J«hr «er««»
zahle«, (also $2.50.)
Wir tragen alle Koste« für Bei»
Packung und Versandt.
$éuitl-Ä«iei|erF
Wßmarck, 9?.'$.
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Utf« den Seitentälern Acr 91
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der Vurgmtber, die 112t in
iiAÉtiiifi nrmiMi J-..... ÜÉt Jmtäm IT «1
J»hn P. rtr«m, vt. D»
G. J. Hfiale, Witt», N. T.
C?hn«rb Mitbist, Knrjee, N^D.
Adam Schoss, slasher, N. D.
Htz. ^i«»erm«n», QUe»
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Freh 91h«, Hebton, N. D.
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Der Staats»A»zeig«r,
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maris, R. D.
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