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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 09, 1920, Image 1

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A
ffti Anzeige«:
let Ren fflt jede Insertion
.Sc Pt« Seile für die erste Insertion
10c Per Seile fttt lebe folgende Insertion
Bei Hnaetoen von 60 Zoll und darüber bt
rechnen Mt 60c »er Zoll fttt die erste
4. Jahrgang
•^36 frühere Soldaten erhalte» Zah'
lungsanweisuugen
i s ni o ck, N. D., 1. März. Die
I fersten Schritte win den heute von Gc
iroralabjutaut Fräser getan, um
frühere Soldaten aus der Soldaten-
Bcrgütigiingskaffc zu' bezahlen, in
dein er heute 30 ^ahlungsanweisun
gen in der Gesamtsumme von $12,*
350.00 an 30 frühere Soldaten aus
fmibtt', die zuerst nach dein Gesetz an
ber Reihe waren- Diese Zahlungs
anweisungen wurden nicht direkt an
die Soldaten gesandt, sondern an die
Banken in Städten in denen diese
wohnen. Die Banken werden die
Soldaten benachrichtigen, das die
Anweisungen da sind und die Solda
•ten werden ersucht, ihre Militärent
lafsnngsscheine zu hinterlegen, damit
diese zusammen mit den ZahlungS
'anweisungen, die also eine Forbe
rung oder Rechnung gegen den Staat
Rorb-Dakota sind, eingesandt Wer
den. Sobald Geueraladjutant Frrt
fivr diese erhält, werden sie der
staatlichen •. Rechinuigsprüfungsbe
Hörde vorgelegt und dann erhält der
Staatocuiditor den Auftrag, diese zur
Zahlung anzuweisen. Tann wird
die amtliche Zahlungsanweisung zu
famiiien mit dem Entlassungsschein
Wieder an die Bank zurückgesandt
uiii) von diesen wieder den Soldaten
Ausgehändigt. wie gesetzlich vorge
schrieben und diese tonnen dann das
(Mb einkassieren. So rasch die
'Stenern für ItH!) einlaufen fliegen
Gelder in die Soldaten-Veigüti
ginigskasse bis die gesetzlich festgesetz
tc Summe von .$700,000 erreicht ist,
Welche nach und nach an die Solda
ten verteilt wird. Da nun der We*
nernladjutant iii voll die Fordemn
gen der ersten 3( Soldaten, von de
-lUMiMimtiche iibor $500.00 erhalten,
auszahlt, wird eine andere über den
ganzen Staat verbreitete Lüge feftflr
nagelt. Es war nämlich Oberstaats
anwalt Langer, der voriges Jahr,
als er zum Verräter am Farmer
bund und am Volk wurde, überall im
Staate in seinen Reden behauptete,
das erst nach 20 Iahren die früheren
Soldaten ihr Geld erhalten würden.
Und diese Lüge des Oberstaatsan
Walts wurde begierig von allen Zei
tungen, die den Farmerbund und
sein Programm bekämpfen, ansge
griffen und von diesen veröffentlicht
und breitgetreten. Auch hier zeigt
sich wieder, daß Lügen kurze Beine
habe».
Geistliche geraten wegcn der „blauen
Wrfctie" aneinander
I 0 a u o k s N 4
März. Hier tagte heute die Konfe
renz der Pastoren des Staates im
Zusammenhang mit der zwischen
kirchlichen Weltbewegung (Jitter
church World Movement). Bei
Schills der Morgensitzung kam es zu
einem heftigen Zusammenstoß und
nicht geringer Aufregung, als Pastor
James Anderson aus Grand Forks
seine Amtsbrüder zu einer informel
len Sitzung zusammenrief und Be
schlüsse gegen Widerruf der „blauen
Gesetze" einreichte und Pastor Jona
than Watson,- gleichfalls aus Grand
Jorks, versuchte, energisch dagegen
zu protestieren, das solche Beschlüsse
eingereicht werden. Indessen wurde
Pastor Watson bald überschrieen, so
das er seine Rede gar nicht beenden
konnte. Die Mehrzahl der anwesen
den Pastoren stimmten für die eilige
reichten Beschlüsse, obgleich sich einige
des Stimmens enthielten. (lind
doch hatte zweifellos der Pastor Jo
nathan Watson vollkommen recht, als
er gegen die Eiiireichuug solcher Be
schlüsse protestierte oder vielmehr
protestieren wollte, denn die Herren
Geistlichen gingen auch in dieser Sa
che ^veit über die Sphären ihrer Rech
tc oder Pflichten als Seelsorger hin-
'X.
uhd
80c fttt jede weitere unveränderte Insertion
•eine A»weich««g diese« Rate»!
WM-
if,,
80,000 alliierte Truppen ab nach der Türkei'
Französischer Armeeoffizier in Berliner Hotel anHgriffen
Deutschland meldet, daß die Alliierten.den Vertrag abändern—Luden
dorff ist unterwegs nach Rußland—Will Bessarabische Frage schlichten
frühere Soldaten erhalten ihre Zahlungsanweisungen —Nitti hofft ans bessere Zei»
T'
ten—Britisches Geschwader bei Algiers-verdammt polnische Korderungen-Türken
widersetze» sich scheints der Zerstückelung Kleinasiens-Senat genehmigt Ghantnng
Vorbehalt-Türken töte« «riechen in Thrazien-Rote mache« AngriH ans Kinn land
aus. Die Frage der Abschaffung der
„blauen" Gesetze ist eine rein politi
sche und obwohl natürlich auch die
Herren der Geistlichkeit als Privat
maimer und Wähler das Recht, ja
sogar die Pflicht haben, in die Poli
tik einzugreifen, müssen oder soll
ten sie als Geistliche ganz entschieden
dieser fern bleiben. So hat die Geist
lichkeit, oder wenigstens Teile derscl
bcit, schon seit vielen Jahren unter
bent Deckmantel der Religio^ Politik
getrieben und sich weit von ihren Be
russpflichten und Berufsrechten ent
fernt. Gorade gewisse Teile der
Geistlichkeit haben viel Schult) daran,
das dem Volke fast jedwede persön
liche Freiheit geraubt wird. Sie
betätigten sich weit mehr in der Po
litis als im Verkünden des Evange
liums. lind dann beklagen sich solche
Herren Geistlichen über schwachen
Kirchcnbesuch. Ist es wohl ein Wim
der, wenn dieser unter solchen Um
ständen schwach wird? Um dann
etwas zn bieten, was „zieht", werden
Wandelebildervorstellnngen in Got
teshäusern veranstaltet. Wohin trei
ben wir? Wir bemerken dies nur
nebenbei/-*wü-cbcu aiigat^tciHtich
doch ab und zu noch MisKiche zu fin
den sind, die die „neue Mode"' nicht
gern mitmachen wollen. Red.
Staats-Anzeiger.)
Ritti hofft auf bessere Zeiten
o n o n 1 z I
Lause einer heute im „Manche
ftcr Guardian" veröffentlichten
Unterredung sagte der italieni
sche Premierminister Nitti, das
grosse Gefahr vorliegt, das En
ropa für immer die Stellung in
è der Welt verliert, welche es vor
dem Weltkriege einnahm. Er
macht darauf aufmerksam, das
Europa nicht mehr, wie früher,
ein Gläubiger, sondern jetzt ein
Schuldner ist. Weiter sagte
Nitti, das in Italien die Orb
Dung
int allgemeinen leidlich
gilt sei uitb das wenn Italien
bic nötigen Kohlen, Rohmate
rialien und Lebensmittel
oclic
fert würden, das Lanb sich Wirt
schaftlich bald erholen sonnte.
Nitti befürwortet stark, so bald
als möglich die Verbindungen
mit Rußland wieber anzuknüp
feu uub fügte noch hinzu: „Es
sollte nun keinem Laube mehr
erlaubt werben, sich in bic in
nereii Angelegenheiten eines
auberen einzumischen."
Das Durchsetzuugsgesetz bleibt be°
stehe»
W a s i n o n 4 z a s
Hans weigerte sich heute mit gröfter
Mehrheit bas Prohibitions Dnrchse
tzungsgesetz zu wiberrufen. Ter An
trag für Widerruf bes Gesetzes war
vom bemokratischen Kongres mann
Egan von New Jersey als Zusatz zur
Bewilligungsvorlage gemacht wor
den und Sprecher Gillett hatte,' nach
dem. bic Orbnungsftage aufgeworfen
toorbcit war, entschieden, das der An
trag in Ordnung sei. Herr Egan
schlug pitch vor. die Bewilligung von
$4,500',000 zu streichen, welche zur
Durchsetzung des Prohibitionsgese
tzes gemacht warben war, aber bei be
Vorschläge würben bei einer Abstim
miutfl verworfen. Die Abstimmung
über Egan's Antrag zeigte 80 Stim
men bafiir uub 254 gegen denselben.
Die Gesetzvorlage würbe bann oljitc
weitere Abstimmung angenommen.
1
Bertrag mit der Türkei unter Be'
ratung
o n o n 4 z i e A n s
lanbsminister ber Alliierten warnt
heute im Auswärtigen Amte versam
melt, um bic Einzelheiten bes Frie
densvertrags mit ber Türkei zu be
sprechen. Premier Lloyb George
wohnte eine zeitlang ber Sitzung bei.
Nach kurzer Konferenz würbe bieselbe
auf heute Nachmittag vertagt. Die
türkische Frage hat sich in neuerer
Zeit aus gewissen Ursachen sehr zu
gespitzt uitb ist zur gefahrbrohenben
geworben. Unter biefeit Ursachen ist
namentlich bic Volksbewegung eine
hochernste, an deren Spitze Mustapha
Pascha steht. Diese Bewegung broht
die Regierung zu stürzen, wenn bie
te bic Forbcrungcn ber Alliierten be
willigt.
Bedingungen nicht an«ehmbar
o it o it, 4 März. Polens
Friebensbebingungen fiiib für Ruß
laitb gänzlich uitamiclmtbtir, sagte
George Lansburry, früher sozialisti
sches Mitglieb bes britischen Unter
Hauses, in einer Depesche aus Mos
ftm an bat „Heralb," bic hiesige Zei
tung ber Arbeiter. „In biefeu Bc
bingungen," sagte ber Korrespon
dent, „verlangt Polen bic Abtretung
eines großen Teils lettischen freien
Gebiets unb weitere große Lanbes
teile, bie nicht allein zu Soviet-Ruß
lanb, sonbern zu anderen an Polen
angrenzenbe Länbcr gehören. Ab
gesehen bavon verlangen bie Polen,
baß alle ähnlichen Völker, bie im frü
heren russischen Reiche wohnen, von
Rußland $cfrönitt ludrifov nutz bas
Polen die Schutzyerrschaft 'über biese
zugestanben werbe.'.' Herr Lansbnrri)
fügt Hinz», baß Großbritannien au
ijcnschciitlich diese Bedingungen ver
wirft, die, wie.er sagt, von Frank
reich herrühren und von den Franzo
seit unterstützt werden.
Britisches Geschwader bei Algier
A i e z E i n i i
sches Geschwader, bestehend ans vier
chlachtschiffcn, ei nein Kreuzer und
zehn Torpedojägern, ist hier cingc
troffen. Algier liegt an der nord
afrikanischen Küsse etwa halbwegs
zwischen Gilbraltar und Malta, der
britischen Flottenstation int Mittel
nicer, von welcher neulich starke Jbri
tische Flottenstreitfriiftc nach dem
Osten gesandt wurden. B?i Kon
stantiimpcl ging neulich auch ein
starkes britisches Geschwader vor
Anker und es würbe gcinclbct, baß
weitere Schiffe ber Alliierten unter
wegs finb infolge ber drohenben La
ge der Dinge in der Türkei.
Verdammt die polnischen For°
derungen
n i o n 4 z Eine
mis Moskau brahtlos hier ein
gelaufene Depesche uielbet, baß
bie Forberungen ber Polen als
unverschämt bezeichnet werben.
Der Depesche ist hinzugefügt/
bas Nikolai Lenin, Premiermi
nister ber Bolscheviki, in seiner
Rebe an ben Kosaken-Kongreß
sagte: „Wenn ber polnische Alt»
greiser in unser Gebiet ein
bringen sollte, werben wir ihm
einen Schlag versetzen, ben er
sobalb nicht vergessen wird."
»ismar», Nord'jdakota, Dipckstag den
Korrespondent ausgewiesen
a e o e a s 4 z
Geralb Branbon, der in Mexico
City der Korrespondent der
„Los Angeles Timeè" war,
wurde heute als „sihädlicher
Ausländer" ans MexM ausge
wiesen. Zwei Polizistè brach
ten ihn alls Mexico CM nach
Nuevo Larebo unb gleiteten
ihn heute über bic Brücke an
der Lanbesgrenze nach Mredo.
Bürgermeister von MilwHHe macht
seine Stellung f(slr ,.
i w a i k e e 4 z e
berateb Preß.) Bürgermeister Daniel
W. Hoan, sozialistisches Oberhaupt
ber Stabt, ber gewissen Kreisen ei
nen empfindlichen Stoß Ersetzte, als
er sich weigerte, König ?jlbert und
Königin Elizabeth von.. Belgjen zum
Besuch der Stadt Milivüufüc einzu
laden, hat jetzt frei und offen eine
andere Handlung begangen, die nicht
geringes Aussehen macht. Er hat dem
„amerikanischen Sicherheitsbund"
(American Security League) die Er
laubnis abgeschlagen, eine Mciitaa
paradc abzuhalten, welche Stim
mung für Kampfbereitschaft machen
unb bic Feier des internationalen
Arbeitertags, welche von ben Sozia
listen abgehalten werben/ wirb, ge
wissermaßen abschwächen soll. In
einem äußerst freimütigen Tele
gramm an bie Secnritn League situ
bigt Bürgermeister Hoan an, das bie
besten Bürger ber Stabt Milwaukee,
„bas fiiib natürlich bic Männer unb
Frauen, bic täglich schwep für ihre»
Lebensunterhalt arbeiten^" in ber
Tat 4»» diesem Tage fH4
halten werben, welche, wie die Se
curitt) League vorschlägt, ben richti
gen amerikanischen Geist wiederspie
gelt. „Der Zweck ber Feier," heißt
es bann weiter im Telegramm, „mag
freilich etwas von beut abweichen, ben
Sie im Auge haben. Ich begreife
unb weiß Wohl, bas bas arbeitende
Volk mitIhnen barin übereinstimmt,
baß der Geist bes Amerikainsmus
heute ebensolaut, wenn nicht noch
lauter spricht als je zuvor unb bas
wird sich ganz entschieden und be
stimmt bei den kommenden Wahlen
zeigen, bei welchen dem Volle Gcle^
genheit gegeben wird, die sreiheits
hassende Bande zu vernichten, die
in neuerer Zeit Amerika regiert. DaS
Pvlk behauptet, daß eine Gruppe
Tlirannen entstanden ist, bereu
Hauptquartier in Wall Street New
Aork sich befindet und die ein Neben
Quartier
in Washington haben, unb
baß biese Tyrannengruppe
bietet,
welches versucht,
nei, ganz
S. Mrirz 1920,
alles
was
päischen Kaisern
auf­
in ihren Kräften liegt, um
ben amerikanischen Geist zn töten."
Das Telegramm schließt bann mit
folgenben Worten: „Ich stimme voll
uitb ganz bent arbeitenben Volke
bei,
am
Arbeitertag,
Tyran-
gleich
nun
ob
sie
im» euro
.oder in reit,
ober
von amerikanischen Kaisern ober
Zaren ausgeübt wirb, ei»- für alle
mal vom Erbboden vertilgt
werde."
Behaupten, daft Palmer und Wilson
auch „Zucker fern hielten"
W a s i n o n 5 z I
Hans brach gestern ein heftiger
Streit ans, als die Republikaner ei
iteit Beschluß durchdrückten, welcher
das Komitee für Rechtswesen ermäch
tigt, die Handlungen des Oberbun
desanwalts Palmer int Zusammen
hdngc mit den für Louisiana Surfer
berechneten Preisen zu untersuchen.
Die Demokraten widersetzten sich dem
Plan und behaupteten, es sei eine in
direkte Anklage des Herrn Palmers,
die nur daraus berechnet ist, seiner
„wachsenden Beliebtheit" als demö
kratisckier Präsidentschaftskandidat ei
nett Dämpfer aufzusetzen. Darauf
antworteten die Republikaner, daß
der Präsident und Herr Palmer
direkt an den jetzigen hohen Zucker-•einen
preisen Schuld sind, daß Herr-Pal
mer garkein Recht hatte, die hohen
Preise für Louisiana-Zucker anzuer­•Zusatz
kennen und das er nichts tat, um ge­•ersetzen,
gen Prositgrabscher im Zuckerverkanf
vorzugehen.
Türken widersetzen sich wahrscheinlich
der Zerstückelung Kleinasiens
K o,i st a i, i
Ii
o e l, 5. März.
TürkischeVolksinänncr werden wahr
scheinlich im neu zu schaffenden tür
kischen Kabinett eine hervorragenbe
Rolle spielen. Darunter ist auch
Roulf Bey, Abgesanbter von Sivas,
ja sogar Mustapha Kemal, ber Volks
fiihrer in Anatolicn. Es wird für
sehr wahrscheinlich gehalten, daß das
neue türkische Kabinett sich der Ge
uehntigung bes Friedensvertrags en
ergisch widersetzen wird. Obschon die
Ankündigung, daß die Türken Kon
stmitiiiüpcl sollen behalten dürfen,
von den Anhängern des Sultans
willkommen geheißen wird, wird tag
täglich klarer, baf MustaPha Kcmal's
Truppen in Kleinasien nicht fried
lich bic Zerstückelung dèr Asiatischen
Türkei zitgcbcit werden, die augen
scheinlich ber Oberrat ber Alliierten
im Sinne führt. Es wird allgemein
zngestanbeii, baß Mnstapha Kemal
der wirkliche Machthaber in ber Tür
kei ist. Obgleich bic Briten, Fran
zosen unb Italiener streng Konstan
tin opel uitb die Wasserstraßen mit
ihren Flotten bewachen, stößt die Be
sctziing der Asiatischen Türkei seitens
der Alliierten ans heftigen Wider
staub. Man schätzt verschiebentlich
die Streitkräfte Mustapah. Kemal's
auf von 500.000 bis zu 1,000,000
Truppen, zusammen mit verschiede
nen Araber- und Kurden-Abteilun
gen. Seine Anhänger prophezeien
Krieg schon im Frühjahr, ober noch
vorher, wenn man bic Griechen in
Smyrna unb bic Franzosen in Zizi
lict beläßt.
Werden Prozeßvorschriften
andern
Ii u, 5. März. Die
beutsche Nationalücrfamuflung
hat eine ErgänZungsvorlage
angenommen, welche sich auf Sic
Prozesse ber Männer bezicht,
bic angeklagt werben, bie
Kriegsgesetze übertrete» zn ha
ben. Durch biese Vorlage wirb
bent Reichsanwalt bas Recht
zngestanbeii, bic Prozessierung
sofort einzustellen, wenn er bic
Ueberzeugung gewonnen hat,
baß kein Grunb vorliegt, bie
bctreffcitbc Person vor dem
Volke anzuklagen.
am
Maitag, eine wirklich amerikanische
Kunbgebung zu mache». )ln bieseni
Tage, so wirb mir gesagt,
wirb bas
Volk bie Wieberherstellmig amerita
nischer Rechte unb Freiheiten Verlan
gen unb barauf
bestehe», das
Geben den Griechen türkisches Gebiet
o ii o it, 5. März. Der oberste
Rot ber Alliierten hat unit entschie
den, daß die Herrschaft Griechenlands
auch über Thrazien sich erstrecken
Das wurde heute augekündigt. Thr
zieii war früher ausschließlich türki
sches Gebiet, aber ein Teil desselben
wurde nach dem ersten Balkankrieg
Bulgarien zugesprochen. DaS Gebiet
grenzt aits Marmara und ans Aegäi-•Noch
sche Meer.
Senat genehmigt den Shan°
tnngWorbehalt
W a s i n o n 5 z
(International News Service.)
Int Senat wurde mit 48 gegen
•21 Stimmen der sechste Zusatz
oder Vorbehalt angenommen,
den Senator Lodge zum Frie
densvertrag machte. Dieser
sechste. Zusatz zum Friedensver
trag bestimmt, daß die Ver.
Staaten ihre Einwilligung zn
den Friedensbediiigungen ver
weigern, welche die chinesische
Provinz Shantung ben Japan
ein zusprechen. Der nun ange
nommene Zusatz lautet, btiß, bic •,
Ver. Staaten sich „völlige Frei
heit des Handelns betreffs bes
Streits vorbehalten, ber eilt
stehen mag" infolge ber Bestini
mnngen, welche Shantung den
Japanern zusprechen. Die Rc
publikaiier stimmten vereint für
ben Zusatz unb bic Demokraten
vereint bagegen. Vor bieser
Abstimmung hatte ber Senat
von Senator Hitchcock
gemachten Versuch, ben von
Lodge gemachten Shantuug
durch einen anderen zu
mit 41 gegen 27
Stimmen verworfen.
Türken töten Griechen in Thra'
Sie»
N
a i s 5 z i e i e
chische Legation hier fünbigte
Heute an, daß eine große An
zahl Griechen und Armenier
von den Türken abgeschlachtet
würben. Die Massenabschlach
tung ereignete sich in Rodosto,
etwa 60 Metleu nordöstlich von
Gallipoli am Marmaramcer
gelegen. Die Legation erhielt
auch bieMelbmtg, baß ber fran
zösische Gouverneur tu Debea
gotch, einem Seehafen in Thra
zien am Aegäischeii Meer, ei
ligst nach EnoS abfuhr. Dort
befinbet sich das Hauptquartier
ber Anhänger Mustapha Kemal
Paschas, bes Leiters der türki
scheu Volkspartei, welche, wie
berichtet wirb, bie
jener Gellenb in
setzen. (Enos ist ein Seehasen
am Aegäischen Meer, etwa 38
Meilen nordwestlich von Galli­•
poli gelegen.)
Bewohner
Schrecken
Deutschland meldet, daß die Alliier
ten den Vertrag abändern
A lit st fc a in,Holland, 5. März.
(International News Service.) De
peschen ans Frankfurt, die sich auf
die „Frankfurter Zeitung" berufen,
melden, daß „der italienische Pre
mierminister Nitti den Oberrat
schließlich bewog, ein Programm
zur Abänderung des Friedensver
trags anzunehmen, damit die besieg
ten Völker einander beim Aufbau
Europas gegenseitig behilflich fein
können."
a i s 5 z e i a i e n i s e
Premierminister Nitti wird wahr
scheinlich heute Abend eine Unterre
dung mit beut französischen Premier
minister MitttitöiU) tiaftey. autb in
derselben seine Ansichten über ben
Vorschlag äußern, welcher bahingebt,
beim wirtschaftlichen AufbauDeutsch
land behilflich zu fein. Herr Nitti
stellt in Abrebe, daß er geraten habe,
Deutschland gänzlich von Kriegsent
schädigung zu befreien, gibt aber zu.
daß er eine Anleihe für Deutschland
I seitens neutraler Länder unter pas
I senden Schiitzmaßregelii befürwortet.
Der scheinbar von den Alliierten gc
faßte Entschluß. Deutschland sofort
beim wirtschaftlichen Aufbau zu Hel
sen, wurde von Herrn Bergmann,
bent bcutfcheit Vertreter an der Ent
schäbiguugskommission, unb auch von
auberen beutscheu Beamten, in Paris
mit Freuben begrüßt.
Man glaubt, es werden noch
mehr aus dein Kabinett
scheiden
W a s i n o I i 5 z
(Von Paul Hanna, StabSkor
respondent ber Federated Preß).
ehe nördlich von der Ma
son Diron Grenze die Kirsch
bäume blühen, werden noch an
derc Glieder ans Wilson's Ka
binett scheiden. An die Ohren
der Befürworter der Redefrei
Heit klingt die Kniide, daß
Oberbnndesanwalt' Painter der
nächste demokratische Staats
manu sein wird, der, gleich Lan
fing, einen Fußtritt erhalten
und zurücktreten wird. Das
Arbeiter-Ministerium kämpft
wacker, uut sich von Herrn Pal
liter's Gewaltherrschaft zu be
freien.
Schicken 30,000 Mann alliierte
Truppen nach der Türkei
o n o n 5 z I n
tcrimtioiml News Service.)
Man erwartet, daß Prentimiii
uister Lloyd George im briti
sehen
4
wiimmuu wiiuui |uu. i uticu.
Unterhanse die Ankiindi-
gimg machen wird, daß es nötig
ist 30,000 Mann alliierter
Truppen zur Verstärkung nach
Konstantinopel und dem an
grenzenden Gebiet zu senden.
Diese Ankündigung mag kom
menben Montag gemacht wer
ben. Admiral DeRobeck, Kom
ntaubant bes britischen Kriegs
schisfgeschwabers in .türkischen
Gewässern, meldet, daß die
Türken fortwährend die Was
fenstillstandsbedingnngen über
treten.
Abo««ementS»Preise:
$8.00
das
V
Staat«
«ach bm StiKmbc
$3.50 das Jahr nach Canada
$3.50 das Jahr y«h Deutschland V
$8.50 das Jahr nach Rußland
(R«r «(gen 8«*a»Sa«&Itong)
No. 87
Will den Ver. Staate» alle Rote»
abnehmen
W a s hi n td
n,-
5. März. (In­
ternational News Service.) Die
russische Sovietregierung machte
Heute zum zweiten Male das Aner
bieten, alle russischen Bürger, welche
die amerikanische Regierung für
nicht wünschenswert hält, aus fe|t
Ver. Staaten zu holen, ohne daß^eS
ber amerikanischen Regierung eine#
Cent kosten soll.
Holland verweigert abermals
MMuslieferung des Kaisers
I a a 5 z I n
tcrifatioiml News Service.) In
ihrer Antwort auf bie zweite è
Note ber Alliierten, in welcher
biese bic Auslieferung des frü
heren deutschen Kaisers ver
langten, hält die holländische
Regierung an ihrer früheren
Entscheidung fest und verwei
gert die Auslieferung. Die
holländische Regierung betont
ausdrücklich, daß sie nicht von
ihrem früher in dieser Sache
gefaßten Eiitfchlnß abweichen
kann. Holland erklärt, daß es
sich seiner Pflicht betreffs Ue
berwachnng des früheren Kai
fers wohl bewußt sei und daß
„die Befürchtungen der Alliier
ten grundlos find."
Ludendorff unterwegs nach
Rußtand
o n o n 5 z i e
national News Service.) Die
russische Bolfchcviki-Armeé an
der Grenze Finnlands hat mit
einem Angriff auf bic Finnen
bei Snjervi begonnen. So.mel
bet eine Zeitungsbepefche »aus
Helsiiigfors, welche sich auf ei
neu „amtlichen Bericht" stützt.
—Der Korrefpoitbcnt ber„Cen
trat News" in Helsiiigfors be
richtet über beit Empfang ei
lies Telegramms ans Kovno,
welches mclbct, baß General
von Lndcndorff, zusammen mit
einem großen Stab deutscher
Armeeoffiziere, nach Soviet
rnßland unterwegs ist.
Stedmau greift im Prozeß gegen die
Sozialsten Wilson's 14
Punkte an
A a i i y N A 5 z
sident Wilson wurde heute in die
Prozeßverhandlungen hineingezogen,
welche fünf erwählte Sozialisten an
der Legislatur ausstoßen sollen,
(^etimour Stedmau. der Rcchtsvcr
teibiger ber Sozialisten, betonte in
seiner Schlußrebc, baß ber 8Biber«
^anb ber fünf Sozialisten gcaett n
Krieg unb .alle ihre Handlungen
„völlig gesetzlich" waren und erklär
tc schließlich: „Herr Wilson hat bic».
zehn Ziele. Er ging nach Paris und
saut wieber heim. Sein Bestreben
nach offenen Volksverträgen ginn
flöten unb wie viele von seinen Picr^
zehn Punkten übrig geblieben fintz
v'ciß ich nicht." „Aber," erwiderte
das Lcgislaturmitglied Louis ,?I
Gulliver. ..er blieb doch feinem Lan
de treu." „Jawohl" entgegnete
Stcbman. „Das meine ich ilicht
uitb ich glaube auch nicht, baß der
Präsibcnt immer damit prahlt."
V a i s 5 z i e o n
zösischc Regierung ist entschlos
feit, irgenbtüclchc Veränberuu
gen int Fricbciisvcrtrag bitter
zu bekämpfen, welche ilure For
bcruufleit an Dcutschlanv fchiltä
lern würben. Das würbe heu
te bekannt gemacht. Vom
Stanbpnnkt ber Beamten an
gesehen steht bic Haltung ber
französischen Regierung in völ
liaem Einvernehmen mit ben
Ansichten ber neuen Abgeorbne
tenkonimcr. Es wirb behauptet,
baß das französische Parlament
nicht willens ist, Deutschland
weitere Zugeständnisse zu ma
chen und daß, wenn doch solche
gemacht werden sollten, die
französische Regierung gestürzt
werden würde.
'SSartfefcima auf

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master of Bismarck, N. !., on March 9,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917
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master of Bismarck, N. v., on March 9,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck, N. D., on March 9.
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917
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master of Bismarck, N. IX, on March !),
11)20, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck, N. 1)., on March 9
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Jahr in den Ber.
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1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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