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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 16, 1920, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Geviihre« für Anzeige«:
76c der Aoll für jede änfcrtlorf
16c per Felle für die erste Insertion
10c per Seile für jede folgende Jnsertwt»
Bet Anzeigen von 60 Zoll und darüber de«
rechnen wir 60c per goll für die erste und
80c für lebe hxttere unveränderte Insertion
Keine Atwelchi»» IM diese» listen!
t4. Jahrgang
fiel
Prännttt
W a s i n o n 1 1 z
©djatiamtofvt'rctnv Houston und
Hilfssekretär Li'ffiugtoi'tl sind gegen
deu Steuerbeschiieidnngsplan des
fni()eri'ii2d)al)amtsfefrctärs MeAdoo
welcher zu diesem Enbe weitere
Bonbaiisgaben empfiehlt. Beide er
klärten das »heute vor dem Hausfo
vtita', welche, Pläne besprach zur Zah
lung der Soldatenprämien. Beide
sagten, das Vermehrung der Regie
rungsschnlden eine schlinune finanzi
etil* Lage schaffen würde. Sekretär
Houston prophezeite, das eine B.ond
ausgabe von $2,500,000,000 nötig
sein würde unter dek jetzt dem Ko
mitee vorliegenden'Plänen für Pr?=
luienzahlnngen an die Soldaten im
Weltkrieg nnd die? „verhängnisvoll
Verden könne." Herr Ll'ffingwell
ging noch weiter und erklär,'«.', Infj
„seht schluninerer Plan «.'itNoin-f it
werden könne, als den früf:vveii Sol
i aten Bonds in .iahlntig zu gebe,',
da die'überwiegende Me!,rl-ei: der
.selben- diese sofort verkauf.".: iwiiv*
dcn
Stadtrat ersucht um Wilderer-•
wägnug der Annahme des
Prvliibiti ouszusat.es
Chicago. IU.. 11. Mäc
Der (5hiragoer Stadtrat !t
schlos heute mit fl gegen 10
Stiininen. die Vegislatur, wel
che den Plohibitionszusay ge­•
nehmigte, zu ersuchen, diese
Handlung in Wiedererwägnng
zn ziehen
True traiislaliiin. fileil with (he posl
luuster iif Bismarck, N. I)., on Mar'/h 10,
15)20, as required by Act of Oct. 6. 1917.
Aiirchtcn neuen Aufstand in Irland
ziehen Truppen zusainmen
Ii 1 i Ii, Irland, 11. März.
(Von Taniel O'Coniiell, Stabs/or
respondent der International News
Service.) (^ros'.e Mengen britischer
Truppen sind nach Irland unter
wegs. Während der letzten 24 Stan
den kamen viele .iiige mit Gruppen,
^eldtauonen nnd beschütze groszen
Kalibers hier an. Tie Truppen wer
den nach verschiedenen Tt'ilen des
Landes versandt. Tie Behörden er
kläre», das die Militärbeainten'Vor
sichtsniasziegeln gegen einen Sinn
Fein Anfstand zur Osterzeit treffen,
da dies der vierte Gedenktag des
Tnbliner Anfstaildes ist.
•. (Surzoii beschuldigt die Her.
Staaten
o I i o n 1 1 z i e
Schuld für die Schwierigkeiten,
welche sich bei Schichtung der
türkischen ^rage bieten, schob
Baron Lurzo», der britische
Minister des Auswärtigen, den
Per. Staaten in die Schnhe, als
e? heute die Friedensunterhand
lungen im House of Lords
(so heißt das britische Ober
haus) erklärte. Tie Schwierig
fi'iti'ii, sagte Lord Curzoit, ent
standen hauptsächlich infolge
der Verzögerungen, an denen
Llineiika die Schuld trägt.
True translation filed with the post
master of Bismarck. N. I„ on March 18,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
lyrongeschworene erhebe» 125 An'
i^flcn in d^r Kohlenstreiksache
xsYt i o it a V o 1 i s, Ind., 11.
März. Stot heute Nachmittag er
hoben die. ^ros geschworenen des
Bundesgerichts 125» Anklagen gegen
Mi
n
4«-Vr
4
1,
V'l
:jHx
IÉHWÉW
vollzog sich rnhifl, ohne Blutvergießen
Wozialifte« utib Kommunisten erklären Soviet-Republik!
7 des Mordes tm zweiten Grad schuldig befunden—England ist fingst
—Mehr Auswandrer als Einwandrer—Nene Regierung angekündigt
Schatzamt gegen Vondansgabe für Prämien—Jürchten neuen Aufstand in Irland zie,
hen Truppen Hnsammen-Richter «andi» fagt sozialistische Partei sei „verräterisch"—
Wünschen Eroberung Mexikos, sagt Prof. Starr „Hasse" gewinne« 100 Städte-
Wolle» 50,000 «eiche« heimbringe« Reue Hoffnung ans Annahme de» Vertrags
Kohlengräbt'r u»8 Kohlengrubenbe
sitzer. 'jweidrittel der angeklagten
Männer sindHirnbesibesitzer und ^itt
Drittel sind Kohlengräber im {fcit
ralgebiet, welches ök Staaten £lio,
Indiana, Jlliiims und das westliche
PeiinsvlvaniÄi einschließt. In der
Klageschrift wird behauptet, das die
Männer das Lever-Gesetz übertraten.
Dels meint, das sie sich die (Grubenlie^
scher und dittKohleiigräber verschwo
rey hatten, die 5Whlengewinnuttg zn
bcschräi^keii.
Maryland Legislatur unter
sucht AiitrSiilooii League
A n n a o i 1 1
März. Drei Hausmitglieder
der Legislatur von Maryland
wurden heute als Komitee er
nannt, uin die Anklagen und
Beschwerden zn untersuchen,
è das die Anti-Saloon-Leagne è
das Gesetz übertn'ten hat, wel
ches sich in Maryland gegen
schwindelhafte Unitriebe richtet.
(Tas die Hnti Saioon-Leagne
schon seit ihrer Geburt den ge
nieinsten Schwindel getrieben
hat und das die ganze Bande
nichts als Kerle uud Weiber, die
als Beamte sich mir eiii Miltes
Einkommett sichern und die nur
ein faules Leben führen wol
len, ist längst schon jedem den
kenden Menschen klar gewor
den. Red. Staats Anzeiger.»
Mögen zur türkischen Bolkspartei
iibrrgchtii
o Ii o Ii, 11. März. Amtliche
Berichte sagen, das die Lage der Tin
ge in-TamaSknd sehr gefahrdrohend
ist.' Emir Deisel, Sohn des Königs
der Hedjaz, so wird gemeldet", hat if
für ratsam befinden, den syrischen
Kongreß einzuberufen nnd es Verlan
tet, das der Kongref sich stir voUftäii
dige Unabhängigkeit und Freiheit des
Landes erklären und Emir Feisal
zum König an^rusen wird.
Richter Lnndis sagt sozialistische
Partei sei „verräterisch"
I) a a i Ii. III., 12.
März. „Ich verdamme die so
zialistische Partei in »den Per.
Staaten als eine verräterische
Pereiiiigiiitg," sagteBüiidesrich
••ter K/M. Saudis aus Chicago
hier gestern Abend bei einem
Festessen der amerikanischen Le
gion tut Freimauerertenipel.
„Wir haben 10,000,(MIO Sozia-^ è
listen iilt Lande, aber ich würde
sie alle anklagen, selbst wenn es
110,000,000 wären." Tarnt
•-machte Richter Landis noch hef
tige Angriffe auf 'die aiuerika
uischeu Bürger, welche auf der
Konvention in St. Louid er
klärten, das die KriegSerklä- .•
rnNg eilt Verbrechen gegen das
amerikanische Volk sei und wel
che versprachen.' „stets gegen
denKrieg zit agitieren."Schlief
lich sprach der Herr Richter noch.•
darüber, wie er Viktor Berger
nnd feine Genossen wegen Ver
schwöt ilug gegen die Regierung'
verurteilt habe nnd sagte in die
sein 'jttsaminenhange:
zigjährige Zuchthausstrafe für
Berger und Leute seiner Art ist
ein Spott, wenn man im Krieg
eine schlafende Schildwache
zum Tod« verurteilt." (Tas ist
in der Tat eine bemerkenswerte
Erklärung, die noch dazu von
einem Bundesrichter kömmt.—
Red. Staats-Anz?iger.)
., M»WMN»«V»»sMMsZMsWW W
A'KWßWMMWWWUMMWKWAWMUKMMZ^WOW» âUW ^DW -r'
~-i v..«A.^ 41 :$:•É*h# Ér A'- â. '.%1~
Bèhauptet, Führer der Anti'Saloon
League reibt zur Revolution
auf
A a N Y, N. A., 11., März.
Louis. 51., Couvellier, Hsmsmitglied
dee Staatslegislatur, beschuldigte
heute William T. Anderson,
4
Wünscht Mexikos Eroberung,
sagt Pros. Starr
i a o I I I 1 2 z
Krieg mit Meriko nnd dessen
Eroberung durch die Ver. Staa
ten iii .Uebereinstimmung mit
den auf der Pariser Friedens
konserenz gemachten Plänen,
prophezeite heute Professor
Frederick Starr, der berüh
o
Frederick Starr, der berühmte
Aiithrovologist (tit der hiesigen
Universität und eine Autorität
betreffs llierifo in einer Rede
an die Studenten. Ter Krieg,
sagte Professor Starr, wird
bald nach der Präfi^eiitwahl
•oumieii. „Ter Krieg mit Me
ril'i) wurde geplant und beschlos
«Kit mis der Friedenskonferenz
•.in Paris dessen bin ich
sicher," sagte er. „Es ist eine
große Bewegung' imgange, die
iij Paris gebilligt wird und wel
che bezweckt, das die Ver. 2hm
ten iii Meriko eindringen u"d
^es an.sich reißen. Und ich
glaube' der Kampf wird kurz
nach dei' nächsten Präsidenten
Wahl kommen. Jetzt haben wir
noch drei Räuberbanden nnd
von diesen tut mir eine großen
Schaden nämlich die Oelsa
pitolisten." Ter Herr Profes
sor erklärte, das er bald "wie
der Meriko besuchen werde.
Professor Starr ist als eine Au
torität erste» Ranges unter den
größten der Welt betreffs Meri
ko bekannt. Er hat schon wie
derholentlich Präsident Wilson
und seine Haltung für die
Schwierigkeiten in Mexiko ver
.antwortlich gehalten und machte
einmal die Bemerkung: „Wil
son läßt sich mehr durch Worte
•beeinflussen als-irgend ein an
derer Mann den ich kenne."
True "translation filed with the' post
mastuf1 of Bismarck, N. I),, on March 16,
11)20,'as required by Act of Oct. 6. 1917.
„Rasse" gewinnen 100 Städte
o n e i e V e o n 1 2
März. 100 Städte, welche noch vor
einem Jahre „trocken" stimmten, sind
neulich bei deu Wahlen zii den „Nas
sen,, übergegangen nnd stimmten
für Lizensen. In den 247 Städten
des Stadtes wurde für oder gegen
Linens gestimmt. Von diesen stinlm
ten 125 für Lizens, 101 dagegen/ in
zwei herrscht Stimmengleichheit und
vier stimmten nicht ab, während von
den übrigen 12 noch keine Berichte
vorliegen. Letztes Jahr stimmten
mir 30 Städte für Lizens.
BismâS, Stord-Datota, Dietzstag den t«. MSrz 1SS0.
True translation filed with' the post
master of Bismarek, N. D„ on March 10,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Deutsche greifen wiedertzui frauzösi'
sche Armeeoffizie^e an
o n o n 1 2 I n e n a
tivnal News Service.) Aus Berlin
wird heute gemeldet, daß Teutsche ei
neu weiteren Angriff auf Ossiziere
der Alliierte« machten.^ Eine Gruppe
britischer, französischer imd belgischer
Offiziere wurde gesteinigt als sie
durchs BraudeiDurger Tor schritten,
sagt die Berliner Depesche. In Bèr
•aJ liii wird der Bericht verbreitet, das
'^Frankreich Schadenersatz verlangen
will, weil bei Wernitz ein französi
scher Soldat von einem deutschen Po
Misten getötet wurde. Herr Bauer,
dc^ieutsche Kaiizie.r, hat sich mit der
Bitte ans deutsche Volk gewendet, die
Offizierv der Alliierten höflich zu be
haudeltt und hat gedroht, strenge
Maßregeln zu ergreifen/ um weitere
Angriffe zu verhüten.
True translation filed with I he post
master of Bismarck. N !„•. on March 1ft,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Londoner Zeitungen sagen Deutsch'
laud heuchelt
o n d.o it, 12. März,, (Interna
tional News (Service.) Londoner
Zeitungen, welche den "Bericht des
Oberrats über wirtschaftliche Ver
hältnisse bespreche», beurteilen de»
selben in abfälliger Weise. Tie
..Post" griff den Bericht an und er
klärt. das Teutschland wirtschaftliche
und indtiftricttt' Armut heuchelt, w.äh
rend es tatsächlich reicher ist als die
meisten der alliierten Völker.
„Teutschland ist zurzeit mit Stint
»inngsmache beschäftigt, um die al
liierten Völker zn schädigen." sagt
diese Zeitung. Tie „Mail" glaubt
auch, daß» Teutschland Armut Heu
chelt während die Zeitung „Chro
nicle," die gewöhnlich den Premier
unterstützt, betont, daß Friedens
schluß mit Rußland täglich notwen
diger wird.
den
StaatssnpLrintendenten der Anti
Saloon-Leagne, welche wahrscheinlich
wegen ihri^ Prohibitionsumtriebe iii'
Ijer Legislatur untersucht werden
wird, das er versuche, timer halb der
Ver. Staaten eine Revolution anzu
zetteln. „Man ersucht uus." er
klärte miter anderem Herr Convel
Iter, „die Sozialisten aus der Legis
latut' zu werfen^ aber wir haben bis
jetzt noch nichts mit Anderson getan,
der im Lande eine Revolution au
zettelt, indem er die Religionsfrage
in den Vordergrund zu bringen ver
sucht. Herr Anderson ist gros und
stark, aber ich habe niv' gesehen,, das
er "für dieses Land in den Krieg ging.
Er h't moralisch wie körperlich ein
Feiglings Hätte die republikanische
Partei in diesem Staate einen Füh
rer, so fäfze Andersoii längst schon int
Gefängnis." (Im Osten scheint man
endlich der ganzen Prohibitions
schweselbande mit die Socken zu kom
men. Red. ètaats-Anzeiger.)
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. I».. ,„ ^lareh 16,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Prinz Aeisal zum Äöni^ aufgerufen
o n o n 1 2 z i n z
Feifal, Sohn des Königs der Hedjaz,
istr zum König über Syrien ausgeru
feit worden. So meldet eine Tepesche
aus der egYPtifchen Hauptstadt an die
London ,Times". Tie Meldung
stammt aus Beirut und lief iit Cairo
ei«.
W a s i n o n 1 2 z
Kriegsminister Baker teilte Heiitc Se
nator Wadsworth, dein Vorsitzer des
Militärkonütees, mit, daß gegen
50*000 der in Frankreich gefallenen
Amerikaner nach den Ver. Staaten
gebracht- werden, aber 20,000 bis
25,000 dort liegen gelassen werden
sollen.
,True translation filed with the post
master of Bismarck, N.
l.,eon
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Reue Hoffnung' für Annahme des
Vertrags
W a s iu o Ii, 12. März. (Ast".
Presse.) Senator Lodge von Massiv
chnsetts reichte Heute im Senat einen
geänderten Vorbehalt der Republi
kaner zn Artikel 10 des Vertrags ein.
Tie Aenderungen sind dieselben als
die, (ins welche sich die gemischken
Parteien vor einigen Tagen einigten.
Bei Unterbreitling des geänderten
Vorbehalts wurde erklärt, daß infol
ge der Unterhandlungen tast genug
Stimmen den Vertragsänderungen
auf dieser Grundlage zustimmen,
aber daß man noch nicht völlig zum
Schluß gekommen sei. Tie republv
säuischen Parteiführer planten noch
für Tiente eine Abstimmung. Bei
Unterbreitung der Aenderungen sag
te Senator Lodge: „Weilit ich der
Ansicht wäre, das die Aenderungen
irgendwie den Sin» des Vorbehalts
ändern, würde ich sie nicht unterbrei
ten, sondern gegen den Vertrag
stimmen, in dem sie enthalten sind."
Ter miterbreitetQ Vorbehalt lautet
nun wörtlich wie folgt: „Tie Ver.
Staaten übernehmen keinerlei Ver
pflichtung die Gebietszugehörigkeit
oder politische Freiheit irgend eines
änderen Landes zn sichern, oder zn
diesem Zwecke Land- oder Seetrup
peu einzusetzen, oder seine HilfSguel^
Ich dafür zu benutzen, oder irgend
wie in Streitigkeiten anderer Länder
sich einzumischen, ganz gleich, ob
diese gemäß der Bestinimungen in
Artikel 10 zum Völkerbund gehören
oder nicht. Und die Ver. Staaten
verpflichten sich auch nicht unter ir
gend einem andern Artikel des Ver
trags Land- -oder Seetrnppeu für ir
gendwelche Zwecke einzusetzen, wenn
nicht in jedem Falle der Kongreß,
welcher der Landesverfafsuilg genuiß
^WWWM'WNtz' MH-W-WKWrMKKZMWWWWWKM?
allein das Recht hat Krieg zu erklä
ren oder die Einsetzung, solcher Trup
Pen zu bestimmen, eine solche Hand
lung gutheißt und in voller Freiheit
des Handelns durch Gesetzertaß und
gemeinsamen Beschluß dieses anord
net."
Deutschland Protestiert
e i n 1 2 z e u s h
land's Geschäftsträger in London
uberreichte dem Premierminister
Lloyd George eine Note, welche sich
ans die Liste der Personen bezieht,
deren Auslieferung von der Entente
verlangt wurde. Tas wurde heute
liier angekündigt. Nachdem In der
deutschen Note betont/ wurde, daß das
Reichsgericht sich mir von Recht und
Gerechtigkeit wird leiten lassen und
eine unparteiische Untersuchung vor
nehmen wird, verlangt die deutscht:
Regierung tu der Note, daß die Ver
Haftungen deutscher Bürger in den
besetzten Gebieten, welche aufgrund
gleicher Beschuldigungen vorgenom
men werden, jetzt aufhören nnd daß
die bereits dort verhafteten Personen
den deutschen Gerichten übergeben
werden sollen.
Mehr' Auswanderer als Eiu°
Wanderer
New ?1 o k, N. 2).x 12.
März. Prohibition ist schuld
daran, das so viele Fremdgebo
reue die Ver. Stgaten verlas
sen, sodaß jetzt die Auswande
rung stärker ist als die £intoait=
derung. Das behauptet Kon
greßmoitit Isaak Siegel, ein
Mitglied des Hauskomitees für
Einwanderung. Die Listen ans
Ellis Island weisen heute,lach,
daß seit dem 1. Januar int
ganzen 51},000 Personen ein
wanderten, während 01,000
Personen auswanderten. Die
meisten dieser Leute reisten zu3^
rück nach Polen und Tschecho
Slovakia, um dort.zu bleiben.
'pbfchoit der-Wunsch im neuer
standeneiiHeimatslande zu woh
neu, etwas zur Auswanderung
beitragen mag, glaubt Herr
Siegel, daß Prohibition im
Lande der Hauptgrund für die
unerhörte 'Auswanderung bil
det. Da 'man in diesem Lan
de jetzt weder Bier noch Wein
mehr taufen kann, herrscht uiv
ter der fremdgeborenen Bevöl
kernng große Unzufriedenheit,
sagte Herr Siegel. Am ineisten
macht sich diese in den Berg
werkgeaendt'n bemerkbar.
True translation filed with the popt
niaster of Bismarck, N. 1 on March 16,
1!»20, as required by Act of Oct. 6,1917.
ßentralia°Prozeß inhönden der Ge°
schworeneu
o n e s a n o. Wash., 12. März.
Centralio's J. W. W. Mordpro.
zeß, der Auswuchs dec Schießerei bei
der Feier des Waffenftillftandstags,
wurde heute Abend mit 10 Uhr 20
Minuten den Geschworenen über
geben. Coitiityanwalt Herman. Al
(eil -aus Lewis County beschuldigt
alle zehn Angeklagte des an Me
Elfrest) verübten Mordes und reichte
diese Klage in Chehalis ein, um alle
Angeklagten zu halten, die vielleicht
nicht des an Grimm verübten Mor
des schuldig befunden werden iitö
slcit.
A I a Y, 12. März. James I.
Walter, der Leiter der Minderheit,
hat im Senat.eine Vorlage eilige
reicht für Fabrikation und Verkauf
von Bier mit 2.75 Prozent unter ört
licher Selbstbestimmung.
v
England ist ängstlich
o n o n z I n
Englands Beamteiifreiseii sind
Befürchtungen über die Schlich
tuug der türkischen Frage und
über die Entwickelungen in
Südwest Asten ztt bemerken.
Die gleichmütige, herausfor
detnde Haltung der türkischen
Nationalisten, die Unruhe in
der mohammedanischen Welt
nud die Tätigkeit der russischen
Bolscheviki in Afghanistan,
alle diese geben Den Verwiese
lungen einen gäfahrdrohenden
Anstrich. Die Ü)iieldungeu, daß
Prinz Feifal, Sohn des Kö-•
nichs derHedjaz, zumLiönig von
.1 g:p|fr .:
Ab o««ewentS Preise:
$8.00
daS Jahr
ty
4
Syrien ansgerufdit wurde, bil
den ein anderes (jlemeitt in der
allgemein Dcrwiifelteu Lage,
welche iit jener Gjegend leicht zu
schlimmen Schwifrigkeiteu füh
en tan». Tiei Regierungen
der Alliierte» haben noch nicht
angedeutet, welch!' Stellung sie
zum neuen Königreich und sei
nem Herrscher ntthmen werden,
da man bis ans sie letzten paar
Tage, die ganze Bewegung seit
her unbeachtet gelassen ober un
terschätzt hatte. Gerichten aus
Konstantinopel zufolge fiiiit-•
in er it sich augenscheinlich die
Türken gar nicht/ um die Plätte
der Alliierten, ßoelche beabsich-•1920,
tige», die Friebt'iiSbebittgiiitgeit
mit der Türkei zu erzwingen u.
die nichtmohamliiedanische Be-
4
völkerung zu Witzen litib selbst'
die Tatsache, das man stark bcr ,•
fürwortet, den Sultan.ans En
ropa zu treiben, ,hat iii ijet tür
tischen Hauptstadt saunt Beach
tuug flefiytbeu. Von Konstan
liitopcl bis hinunter nach
Afghanistan hinein scheint eilte
den Alliierten feindliche Stint
mnng zu herrschen, welche an
deutet, daß die Vorfälle dort
bald zu einer Entscheidung ge
bracht werden müssen.
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. D., on Marcli 16,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Truppen marschieren in Berlin ei»
er 1 i Ii, Ii. März. Berlin wnr
de vergangene Nacht von der Gefahr
einet- gewaltigen Revolution bedroht.
Unt Mitternacht-, wurde bekannt, daß
revolutionäre Truppen von Töberitz
nach Berlin im Anmarsch waren. Tie
Generäle1 von Olderhaufen und von
'Ovan mfb Oberstleutnant Wetzerl
A fuge
it- diesen Truppen entgegen mid
Äein amtlicher Protest
et V i s, V.J. Mörz. Tie fratizS
1'ische Regierung bat ihrem Gesandten warnten sie- vor den Folgen' ill res
Iusserand in Washington betreffs
Wilson's Vorwurf über französischen scheu- Provinzen beteiligten sich an
Militarisüius noch keine Anweisn»
geil gesaiidt lind wird ihm auch keiite. saiiimeiigezogeneii Truppen, ein
zngehen lasscit Tas wurde heute
Morgen im Auswärtigen Amt ange
kündigt. In einem Bericht aber mel
det der Gesandte hierher, das er alls
eigenem Antriebe bei dein Unter
staatssekretär Polk vorsprach und ihm
sagte, welche Ueberraschnng und Auf
regnng der Brief des Präsidenten
Wilsons iti Frankreich verursacht hat.
Der Gesandte fügte hinzu, das er
keinerlei Vorstellungen in Washing
ton gemacht habe.
Handlnng. Truppen aus den Balti-
de^n Aufstand. Tie in Töberitz zu-
schließlich die Erhard und Löwenfeld
Marineprigaden, setzten trotzdem ih
ren Vormarsch ans Berlin fort und
standen um 5 Uhr heute Morgen am
Tiergarteilbahnhof. Präsident Ebert
Und Frau verließen Berlin mit 5
Uhr morgens. In einer soeben er
schienenen Extraausgabe des „Lokal
Anzeiger" wird angekündigt, daß diè
Beamten der Ebert-Regierung ihre
Aemter noch haben, obschon sie die
âHaMstadt pe^Aeit. Diese Be|tutg
den Ver. Staaten
Nach kern'steifen**
i
$3.50 daS Jahr nodfr Canada
$3.50 das Jahr na* Deutschland
$3.50 das Jahr nach Mufetanb
(Knv gegen 8graut|a6lttn§)
uy
910* 69
Deutsche Regierung gestürzt! Xv
e I
i it, 13. März. In einer um 10 Uhr heute Morgan
gematHten Ankündigung wird der Sturz der Ebert-Regierung ge
meldetX nachdem aufrührerische Truppen aus der Umgegend in
Berlin eingezogen und Wilhelntstraße besetzt halten. B.is zu die
ser ShuW wap alles friedlich verlaufen. Es kam zu keinerlei
Unruhe. Vsii der Ankündigung wird gesagt, daß alle Regierungs
gewalt in ^ie Hände des Direktors Kapp überging, der kaiserlicher
Kanzler utt^ preußischer Premierminister sei. Die Ankündigung
ist unterzeichnet vom kaiserlichen Kanzler Kapp und meldet wei
ter, daß da». Mandat der Nationalversammlung, welche eme Lan
bcsverfafstuig Entwerfen und Frieden schließen sollte, erloschen
und daß die Nationalversammlung ausgelöst ist. Wörtlich ist die
ser Ailkündigmig beigefügt: „Sobald die Ruhe im Innern des
Landes hergestellt \jft, wird die Ordnung wiederkehren und Neu
Wahlen werden ausgeschrieben." Es wurde angekündigt, daß Ge
neral Baron von Läwitz vom Kanzler zum Oberbefehlshaber der
Armee micmut Wördes sei und daß eine neue Regierung eingesetzt
wird, welche „Ordnung und Freiheit des Handelns" schaffen soll.
Noch unt zehn Uhr trugXdie Stadt ihr gewöhnliches Gepräge. Kut
schen, Motorwagen und Straßenbahnen waren im Betrieb, gerade
als ob nichts vorgefallen ^ci. Auch Unter den Linden zeigte sich
keinerlei Veränderung, abgesehen von der Tatsache, daß viele
Truppen beim Brcmdenbnrgt^ Tor, beim Adlon Hotel und an der
Ecke der SBilhelutstraße und leitet den Linden standen. An dieser
Ecke machte mit 10 Uhr die AiiWndiguitg ihr Erscheinen. Ein be
ritteuer, vollbewaffneter Soldaten Uniform ritt heran und über
reichte die 'Ankündigung einer kernen Volksgruppe. Diese um
riitgte ihn, während dieselbe verleben wurde. Dieselbe Ankündi
anng wurde an verschiedenen Straßenecken der Stadt verlesen.
Präsident Ebert hatte in der ZwischcHlzeit die Stadt verlassen.
meldet,\iafj die alte Regierung sich
weigerte,\ den Bedingungen eines
UltiinatmNs nachzukommen, welches
General üVhardt überreicht hatte u.
welches iim^ Uhr heute Morgen ab
lief. Die /?ogierungsbeamten ver
ließen Berlin \i»t Motorwagen ohne
ihre Refignatio^l eingereicht zu ha
ben. Die Volks^vache besetzte heute
Morgen die Geschäftsstellen der Zei-
tnng „Vorwärts" iVnb die der halb
amtlichen Nachrichtenagentur. Der
Nachrichtendienst fün Sie Provinzen
wurde zeitweise eingestellt. Während'
des Vormittags wurde berichtet, daß
Präsident Ebert und Verteidigungs
minister. Noske ein Maitis
est unter
z e i n e e n i n w e e i A e i e
zum Generalstreik aufgefordert wer-«
den. Die Ebert-RegieruPg in
Deutschland hat, so meldenheute
Nachmittag einlaufende Berichte,
ihren Sitz, in Dresden, der H'mipt
stadt Sachsens aufgeschlagen. In
amtlichen Kreisen ist man zurzeit ter
Ansicht, dqß die Regierungeii der Al
liierten keine Stellung zum Bürge.?''
krieg in Deutschland nehmen und
betn deutschen Volke überlassen wer*
den die Regierungsform zu wählön,
die es wünscht. Den bewaffneten
Aufstand in Deutschland betrachtet
man allgemein als beklagenswert,
sowohl für dieses Land selbst, wie
auch für das übrige Europa, da man
gerade mit dem Wièderyufbau be
gönnen hatte.
Nicht für Monarchie
ö n 1 3 z i e n e u e è
gierung in Berlin dient nicht den
Zwecken und Zielen der Monarchi
fteii. So wird in einer Depesche ans
Berlin in der „Kölnischen Zeitung"
erklärt.- Die Depesche läutet: „Die
neue Regierung unter Kanzler Kapp
sagt in ihrem bald zu bcröffcjitli
djcnbcn Programm, daß sie sich be
streben wird, ehrenhaft die Frie
deitsbedingititgen zu erfüllen. Die
Regierung beteuert ganz entschieden,
baß sie keinerlei rückschrittliche 4M
monarchistische Ziele verfolgt."
4
Kündige» neue Regierung an
a i s 1 3 z a a s e
richt.) In der heute in Berlin ge
machten Ankündigmlg wird gemel
det, daß -die Reichsregierung aufge
Hort habe zn bestehen und daß die .#
Regieningsgewatt inhänöen bey
Obcrbireftws von Kapp liegt,
Reichskanzler ist unb der den Gene
ral von. Lüttwitz zum Oberbcfehlsha
ber der Armee ernannt hat. Die
Nchite.ii der m,it per revolutionären
Bt'weguiig tu Deutschland in Verbin
bung fteiwntieu Personen deuten au,
das eS Rückschrittler Ntid und, wie eS
scheint, .ist ht DeutschlPid die oft
prophezeite Gegenrevolution der
Moi^archiften ausgebrochen Dr. von
Kapp', der, wie gemeldet,Hen Kauz-.
lerposten einnimmt, ist wahrscheinlich
Dr. Wolfgang Kapp, frühe*, konser
vatives Reichstagsittitglieb ichdOber
direktor ber beittfchcit landwirt^liaft
Jüchen Gesellschaft. Er war piner der
Reichstagsabgeordneten. die im J«h
re 1918 die deutsche Regierung an-
(Fortsetzung auf Seite 8)
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American Newspaper Printed iy the German Lanyjuag* an^ itanding for the Highest, of Ameaicanjdeals and Principles
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Wollen 50,000 Leichen heimbringen
March 16.
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Vorlage für 2.75 Prozent Bier vor.
bei» New Yorker Senat
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