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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 19, 1920, Image 2

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Ü*è V w-
?i
8lebtetpersönliche
1
E
WM
»ird Anfragen auf diesem
in dieser Rubrik beantworten»
soweit r» der Raum und die Art der
Frage zuläßt. Anfragen, denen ein
1 adressierter und frankierter Briefum
schlag beiliegt, werden brieflich beant-
Wertet. Diagnosen und Verschreibungen
sAr individuelle Fälle werden nicht ge
liefert.
^v-x ES wird gebeten» die Zuschriften mög-
Nchst kurz' abzufassen.
i
(Für den Staats-Anzeiger)
Bon Dr. Arthit H. W e i
$cr weitere Kampf gegen die
Lungenschwindsucht
streit ist menschlich. Tie Wahr
heit biefeO alten von imi Römern
geprüfte» Sprichwortes erweist sich
liiitimtijr fofiar an unseren ^rös ten
ltiib allergröszte» Geislar». 2o
hat Robert find), der Entdecker
deo Tiiberkelda^illno, nnd neben
Pasteur, dein Franzosen, der Ve
gri'inder der Galtet iologie in der
Medizin, im v,ahre liioi iti Xioiv
hon ans dem Tuberkulose Kongres
die Kritik mit der ^edanptnng der
relativen llnschädlichkeit der Zuber
fitlose dec' Schlachtuu'li'o für den
Menschen bermivflef ordert. Man
fönitte, so behauptet er, diese Ottelle
her Clusters linst unberücksichtigt las
sen und sich darauf tonzentrieren, die
verschiedenen Regierungen, welche
Die Staatshvgiene sollte aber da
hin wirken, das trotz aller Wrlustc
fiir die Besitzer das tuberkulöse
Schlachtvieh unverzüglich beseitigt
wird. Wir sind Heute im Besitze ei
nes sehr delikaten diagnostischen
Hilssmittels, »in Tuberkulose bei
Mensch oder Tier rasch und sicher zu
erkennen des sogenannten Tuber
kulins.
ferner ntiis der Staat dafür ein
treten, das', die Haltung des Bichs
Industrie verfahren.
Eine sichere, zielbewußte stoat^
liche Tätigkeit auf diesem so wichti
gen Gebiete wäre auch ein mächtiger
Ansporn, auch sonst der tuberkiitHsen
Infet'tio» der Lungen systematisch
futflcgenjuarteiten. Tie allgemei
nen Gesichtspunkte in dieser Hin
ficht wurden neulich in einem Arti
fei erörtert. Es bleibt noch übrig,
V'- v-die Pflichten des Staates und der
»outtnmte hier sestznlegen. Ta ist
yf "-:.tor allen Tingen der gesundheits
widrige Anfban.der Städte hierzu-
8,
Dr. Weis bespricht unter dieser Titel,
Wie Krankheiten verhütet werben kön
nen» «nv wie daS Leben auf gesunder
Grundlage geführt werden soll. Er
teresse der Massen des Volkes an
diesen Fragen lebendig wird nnd sie
sich liewuszt werden, wie viel inniger
diese Tinge ibr Wohl berühre», als
die gelegentliche» Unqjütfsfälle durch
Uflberfahreutoerben usw., wird es
anders werden, denn dann wird der
Truck der öffentlichen Meinung im
aufhaltsam die' notwendige Van
reform lwrbei führen. Unser aller«
erstes Recht ist doch das auf Lust
und Tonnenlicht, die reinen Quellen
alles Lebens!
Auch unserer Kinderwelt dürfen
diese Waben Jier Natnr nicht vor
enthalten werden. Statt dessen,
was sieht man tu unseren Schulen?
Dicht gedrängt in relativ engem
Rannte sitzen die Kinder viele Stun
den aus der Schulbank. Ter Unter
gründ für viele .Krankheiten, ins
besonders der tuberkulösen, wird da
gelegt. Die Natur hat das über
Haupt nicht so gePlaut, oder viel
mehr das junge Menschenkind ist
nicht so geschaffen, das? es die sjeit,
in welcher der Körper sich entwickelt
und aufbaut, in ^nueuräumeu sich
aufhalten soll. Es sind junge Tiere,
sozusagen, und sie gehören ins
Jvreic.. Aber die moderne ^ivilisa
tion, der kommende, Kamps ums
Dasei», und zuletzt auch die (tiefstes5
fiittnr, die wir let# alle brauchen
und begehren für uns und unsere
^unge.ischmindsncht in ihrer ^tuibcr, zwingt sie ins Schulhaus
breitiiiigvmeise von Mensch 3»*| aiirf) das Gesetz spricht dies setzt in
Mensch zu bekmnpsen. \'u^]lll(,^nt(,jaflvn Kultufländern aus.
wmenschaitliche Nachiorschu»gen,s ..
zum Teil durch Koiiiinissioiieu der]
ljf
sich über viele ^ahre erstreckten, ha-Poiffen, an der {eit, radikale Aende
den das ttiegentt'il dieser Lehre
erwie
möglichst der (Gesundheit der Tiere IUW mit Gefährdung des Lebens
Rechnung trägt und die Molkerei-!"«d der Gesttndheit zu zahlen: einem
betriebe nach den ganz bestimmten 13" kostbare» Preise.
Regeln der Reinlichkeit für diese Was zum Teil alle diese Bestre
,laude zu tabchv'. Wie können Lnft
und Sonne, die Hanptseinde des Tu
berkelbazilitis, zur (genüge in die
Straße» und Häuser gelangen, wo
himmel.stür»iende (Gebäude, eines
dicht an das andere gereiht, ès fast
^-3itr llitmoglicht'cit machen? Istt
jveitereu Aufbau unserer Städte
iettte trotz aller Begehrlichkeit, deu
^.Grundbesitz atisgibigst zu verwerten,
das Gesetz es vorschreiben, daß die
r'
Höhe keines Gebäudes die Straßen-
'überschreitet. Tie Konstrttk-
.'iioit der Häuser und Gebäude sollte
i bePart sein, daß überall hin in voll
i Maße Luft und Sonnenlicht
V ^^iiiritt haben.
X/1' Welches Recht haben denn Gntnd
Besitzer, Gesundheit und Leben ihrer
"x V Mitmenschen datiernd aufs Spiel
Sk!'. zu setzend Daß derartige Bouver
Hältnisse überhaupt haben entstehen
sönnen, ist nur dadurch zu erklären,
^daß das Volk tatsächlich in Unkennt-
Mis über die ungeheure Bedeutung
und Tragweite dieser Dinge lebt.
V t?emt wo es dem Publikum^ wirklich
sinn fällig oder in dramatisd)cr Weise
v
ibot Augen geführt wird, daß das Le
|cn bedroht ist, schreitet matt schon
energisch genug ein und erläßt Ge
setze. Man denke nur an die Pyr
schristen betreffend, BahngeleiseÜber
führungen, Automobilfahrer usw.
1 ^Der Einzelne ist leider selbstsüchtig
\. und gedankenlos, er wiegt sich im
Glauben, er werbe-nicht krank wer
den, ihn würde die Lungenschwind
sucht nicht ergreifen. Dabei vergißt
«r, daß unsere Statistiken lehren, daß
'ßtwa der achte Teil ber Menschen
frühzeitig an tuberkulösen Erfran
|ungen zu Grunde geht, und daß vie
4ie, viele andere nach jahrelangem
Kranksein mit Verlust au Zeit und
Geld erst gesunden.
'i?,
Erst wenn das persönliche In
Tt
es jetzt, wo wir so viel
mfJ'r 1^'or
krankhafte Zustände
Zungen zu schaffen. Es ist Ott
sen. zuerkennen, da« dieses Land, vor
Milch und fleisch von tuberkulö
fem Vieh ist durchaus imstande, die
Lungenschwiildsncht und andere tu
berkulöse Krankheiten zu verbreiten.
SDie Familie kann sich durch ausgibt
^es Kochen des Fleisches nnd der
Milch einigermaßen sichern.
allen anderen Nationen, die ersten,
wenn auch noch wenig umfassen
den, Schritte in dieser neuen Rich
tung getan hat. Ich meine da im
sere ..Open Air Schools". In (Stir
ten, in allseitig vollkommen offenen
Räumlichkeiten hat titan hier in
Chicago und einigen andere» ameri
kanischen Städten angefangen, eini
ge wenige Klassen kranket Kinder
zu unterrichten, und man hat dasjo
gar im Winter durchgerührt zum
großen Nutzen der Kleinen. Aber wa
runt erst warten, bis die Kinder
krank geworden sind? Alle unsere
lieben Kleinen, die Hoffnung der
kommenden Generation, .haben ein
Anrecht daraus, das bischen Kultur,
das matt ihnen notdürftig beibringt.
blingen, jedem ein reiches Maß der
frischen Himmelslttst zu geben, hint
angehalten hat und noch heute hin
hält, war auch ein bis jetzt man
gelndes Verständnis der Aerzte und
Hngieniker für die Erfordernisse
einer wirklich gesunden Ventilation.
Man hatte sich gewöhnt, den Ge
halt der Lust an Kohlensäure
das. ist bas Gas, welches wir aus
bfttt Lungen ausscheiden an Stelle
bes- eingeatmeten atmosphärischen
Sauerstoffes als Gradmesser für
bie Verunreinigung der Lust an
zusehen. Da haben die Forschungen
(terabc'~ber allerletzten Jahre er
geben, baß bas in ber Tat einen
Gruiibirrtunt bebeutet. Es hat sich
»ämlich gezeigt, baß auch unter bett
bcnfliar schlechtesten Ventilation*
bebittgungett, vorausgesetzt, baß eine
Ventilation auch mit einigermaßen
stattfindet, das Verhältnis der Koh
lensäurc zur atmosphärische» Lust
sich kaum ändert mit anderen Wor
ten: mich dann können die Ver
brenmingsvorgänge, wie Atmen,
Heizung usw. ungehindert vor sich
gehen, und trotzdem werden die
Menschen schwer geschädigt. Woran
kann 'bas liegen? Die -Erklärung
dafür Hat man erst in der jüngsten
Zeit gefunden. Tier-Experimente
Haben nämlich erwiesen, daß in ber
ausgeatmeten Luft Stoffe enthalten
stub, welche auf Menschen und Tiere
verderblich wirken, ihrem chemischen
Wesen nach aber uns noch unbe
kannt imS kaum meß- oder wägbar
sind. ...
Daher verlangt die ollerm obern fte
V-1 .u». I
Dr. 3» 0. Schwwghamer
Zahnarzt a»s Napoleon
wird sein in:
Hazelton, Dienstag und Mittwoch,
23. ititb 24. März
Straßburg Donnerstqg bis Montag
früh, 25. bis 29. März
Hague, Montag und Dienstag,
29. imh 30. ^ürz
Zeeland, Mittwoch, 31. März
(70-71)
Hygiene, besonders wo viele Men
schen vsich^da^nd^dersammely, eilte*
stete Zuführ großer Mengen frischer
Lust überhaupt soll die Lust auch
in "^ntieitrüutnen womöglich stets in
leichter Bewegung bleiben. .Es sind
hier sogar noch andere Faktoren
vorhanden, di£ uns rätselhaft sind.
Löoher kommt „es z. B., Jiaft Lun
genkranke in Ruhelage im Freien
sechs viel besser vorankommen als
auch in den bestgelüfteten. Räumen,
in denen die chemische und biologi
sche Untersuchung der Luft in keiner
Weise mich nur den geringsten Un
terschied gegen die Lust im Freien
ausweist?
Unsere „Open Air Schools" und
bits Krankenabtcilimgen aus dem
Däche, die in einigen großen Hospi
tälern New Aorks durchgeführt sind
"lroo z. B, kleine Kinder mit hohem
Fieber und Lungenentzündung, auch
mitten im Winter hinkommen), sind
die ersten heilbringenden Konse
quenzen, die ans dieser neuen Lehre
gezogen wurden.
Wir haben nur eine Erklärung
für diese Wahrnehmungen: Der
Mensch ist etieu iiiti) bleibt vorläusig
ein FreUutttier, wie alle anderen
Tiere. Tie vielen, vielen Jahr
tausende unserer Entwickelung zu
dem, was wir jeßt sind, sind eben
immer noch bestimmend und maß
gebend für unsere Körperanlage.
Die etwa dreitausend Jahre, in die
unsere geschichtliche Erkenntnis für
menschliche Kulturzustäude zurück
reicht, find ein Nichts, verglichen mit
den Hunberttouscniien, ja vielleicht
Millionen von Iahren, die'das Alter
des Menschengeschlechts auf diesem
Planeten ausmacht. Tie Zivilisation,
das Wolmef! in Städten und, Hätt
sent hat seinen Zoll für die Freuden
mid Segnungen der Kultur in
statt von Krankheiten, vor allen
Tittgen der Lungentuberkulose vom
Menschen erhoben.
Es ist jetzt an uns, weiter voran
zuschreiten auf der Menschheitsbahn,
ohne mich fernerhin mit Blut dafür
zu zahlen, und einem Jeden-wieder
fein altes Anrecht auf Lust und Son
nenlicht zurück zu erobern.
Vermischte Anzeigen
Unter dieser Uebrrschriit tierttffcntli*cn wir
Heine Jinaciflcn wir: 9!vrlnnflt, verkaufen, u
verlaiischrii, flcfiiftt, tirrlorcn und so weiter. Be
dingungen 2 Cents das Wort fiir jvde Ein
rficfuini. «rl» muß mit brt VeftrUung lamuicn,
sonst wird die ?Inzeine nicht flitfnrnommeii.
8i'htt also die Worte und schickt fiir jrdrs Wort
fiir jrbc (Sitttiitiitim Aivii Cents ein. Wo dl ge
merkt: Kein Wrtb, keine Ginriicfittirt.
Der Swat5 Anzeiger.
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Seihet niif ntiféitigr Ilitterstukung,
um dey» Maffevfterbkn ber Kinder
iii Mitteleuropa vorzubeugen.
Zentraleuropa, das Land unserer
Brüder, Aüter uftb Vorfahren, und
für, gar viele npn uns das Land, in
dem wir die schönen, goldigen Tage
der eigenen Kinderzeit verlebten,
steht vor einer fürchterlichen, entsetz
lichen Katastrophe. Der Mangel at,
Milch und süiitterfett, überhaupt an
Nährstoffen, ttric sie nur in der
Milch vorkommen, an Nährstoffen,
die der heranwachsende Mensch ein
fach nicht entbehren kann, hat in
den vergangenen Kriegsjahren be
reits Hunderttausende von ganz un
scliuldigen Kindern in Deutschland
und Oesterreich gefordert. Millionen
von heranwachsenden Kindern Ge
sinden sich ferner schon heute in
einem solchen Zustande der Unter
ernährüng, daß sie dem sicheren Un
tergange gewidmet sind oder doch
bleibender Verkrüppelung anheim
fallen. Die gânze Zukunft des deut
schen Volksstammes ist durch diese
Unterernährung ^der heranwachsen
den Generation ditss allerschwerste
bedroht.
Die Milchviehherden Ze .traleuro
pfls sind durch den langjährigen
Krieg und den enormen Futterman
gel ruiniert worden. Für die Ver»
ssrgung des sogenannten Milch
inarktes, d. h. für die Versorgung
aller derjenigen Leute, die nicht auf
beut plattenLande und in rein länd
lichen Bezirken wohnen, stehen
heute nur noch 1% Millionen Kühe
zur Verfügung. 1% Millionen Kü
h' m'üssen Milch nnd Butter fiir
tttèhr als 35 Millionen Menschen
lu'svnt. Diese Kühe aber, die in der
Mehrzahl selbst unter den schwersten
Entbehrungen grobgeworden sind
und kaum jemals einen wirklich
öUlctt Magen gehabt haben, brin
gen es durchschnittlich nur mehr
cut tine Tagesleistung von et
wa H/o Liter (Onart) Milch. Von
ben besten Kühen, bie verblieben,
müssen bie deutschen. Länder in
Zentralenropa ctiblich noch Hun
berttansenbe bem ^riebetisvertrage
gentäfe an bie Sieger im Weltkriege
avgeben. Das schlimmste inbessen ist
noch, öabx die unter Hunger und
Entbehrungen grotzgeworbenen
Milchtitchbeftänbe Zentraleuropas
in ihren großen Massen auch gar
nicht mehr die Kraft ltnb Fähigkeit
besitzen, sich zn verjüngen, b. h. ge
fttttbe, leistungssäbiae Nachkommen
zu erzeugen.
Unter bicsett Un^stänben scheint'
bas -Absterben unb Dahinsiechen der
Kinder und heranwachsenden Ju
gend der deutschen Lander in Zen
traleuropa gewiß, wenn nicht durch
greifende Hilfe 'von außerhalb ge
bracht wirb. Diese Hilfe kann nach
Lage ber Dinge in bet Hauptsache
und fast ausschließlich nur vow
Nordamerika kommen. Sie kann
überhaupt durchgreifend nur baun
geleistet werden, wenn die Hundert
tausende amerikanische Farmer deut
scher Abstammung sich aufraffen und
zum großzügigen Liebeswerk zu
fammenschließen. Um dieses Liebes
wert zu organisieren, hat sich in
Chicago, bem lanbwirtfchaftlichen
Zentralpunkte ber Ver. Staaten,
aus bett hervorragenbsten Amerika
nern deutschen .Stammes „The
American Dairy Cattle Company",
eine nicht ans Profit ober Gewinn
arbeitenbe Korporation, gebilbet.
Der Zweck und bie Tätigkeit ber
„American Dairy Cattle Company"
besteht barin:
1. Sich von bett beutschamerika
nischen Farmern schon jetzt bas
schriftliche Versprechen geben zu las
sen, baß eine oder mehrere Kühe als
Geschenk für bie sonst bem Unter
gange getoibmeteti Völker in
Deutschland und Oesterreich' zur
Verfügung gestellt werben. Selbst
verstänblich kann bas Vieh, bas ge
schenkt wirb, erst nach Ratifizierung
bes Friebens durch Amerika und
nachbetn bie „American Dairy Cat
tle Company" ihre endgültigen Ab
nahme. unb Transporteinrichtungen
getroffen hat, abgenommen werben,
doch müssen bie Schenkungsverspre»
chuttgen möglichst
1
zeitig gegeben
werben, baut it bie Gesellschaft balb
einen guten Ueberblick erhält unb
barnach ihre Maßnahmen treffen
kann. Denn ber Transport usw.
muß ausS billigste organisiert wer
ben.
ü. SBer in Dentschlanb Verwand
fr»? ober
gute
Preise gute», nicht zu altes Milch
vieh zu tu'rfaiifen, mit ihr umge
hend in Verbindung zü treten. Die
Stotwendigkeit steht nämlich schon
jetzt fest, baß größe Posten Milch
vieh außer durch Schenkung auch
noch durch Kakis erworben werben
müssen.
4. Unb enblich bittet bie Ameri
can Dairy Cattle Co. alle biejeni
_gen, bie mithelfen wollen, bett Kauf
von Futtermittel« zu bewerkstelli
gen unb bie Transportkosten zu tra*
gen, nm Einsenbung von Beiträgen.
Alle biese Beiträge kommen unver
kürzt bett Icibcnbeti Völkern Zen»
tmleuropaS zugute.
v
Es hott belt sich bei bett von bei
American Dairy Cattle Co. vertre
tenen Bestrebungen ittn ein ganz
großzügiges Hilfsnnteniehmen, has
in erster Liitit uIttel den deutsch
amerikanischeii Farmern organisiert
werben soll. Zn dem Zwecke bittet
die American Dairy Cattle Co.,
daß die vleisUichkeit aus dem-Lande
nnd sonstige Führer in den einzel
IM Townships und Bezirken sofort
mit ihr in Verbindung treten, um
alles weiter- direkt verhandeln zu
können. Alle Briese sind zu abressie
reit: The American Dairy Cattle
Co., 123 West Madison Street,
Chicago, Illinois.
Wir unsererseits bitten alle iiitsc
re Leser, mit bet American Dairy
Cattle Co. sich sofort in Verbittbting
zu setzen, bam
it bas Unternehmen
on voller Erfolg wirb. Wir sittb
baS unserem alten Stammlanbe
einfach schulbig. Die Bestrebungen
der American Dairy /Cattle Co.
werben von tüchtigen Geschäfts- und
Fachleuten geleitet, von Herren mit
tabellosem Rufe unb einwandfreier
Gesinnung Wir empfehlen bas Un
ternehmen mit so mehr, als es mit
but üblichen lokalen Wohltätigkeits
fccftrcbniistcn in keiner Weise kolli
diert.
Der Vater Mozarts.
Zwei Jahrhunderte sind verflos
sen seit ber Geburt -von Mozarts
Vater. Leopold Mozart, der im No
vember 1719 zu Augsburg das Licht
der Welt erblickt hat, ein Mann, ber
als Komponist selbst sehr Tüchtiges
geleistet hat, ber aber als Vater von
Wolfgang 'Amadeus Mozart mehr
als jeber anbete Vater eities^deriihm
ten Mannes gefeiert zu werbet) ver
dient. Als ber Sohn eines armen
Biichliinbers hatte er sich selbst durch
WissenSbrang herausgearbeitet, hatte
sich burch Musikunterricht die Mit
tel znin Studium erworben und die
Rechte in Salzburg stubiert. Don
war er dann -hängen geblieben als
ihm bas Gelb zum Studium ausge
gangen war, würbe er Kammerdie
ner beim Domherrn Grafen Thum,
der-seine Beschäftigung als Violinist
in der erzbischöslichen Kapelle ver
mittelte. Beim Erzliischof mochte er
sich unentbehrlich als Geiger, Kom
ponist, Lehrer des Geigenspiels, ivo
.durch er die Dienerichaft des Crzlii
fchofs für das Orchester zu getuimtett
wußte, und als dessen zlrtpelliiteiiter.
Da er sich frühzeitig mit der allezeit
fröhlichen Tolzburgerin Anna Maria
Pertlin verheiratet hatte, so mußte
er alle Kräfte anstrengen, um den
Unterhalt zu tierbienen, zumal ihm
die Gattin Kind aus Kind schenkte,
ooii betten sieben an der Zahl
freilich mir Wolfgang und Nannerl
dos erste Lebensjahr überschritten.
So entstanden Serenaden, Kirchen
koinpositioneii, Opern, Oratorien
und zahlreiche andere Werke von
Wert. Aber sofort gab Vater Mo
zart seilte ganze kompositorische Tä
tigkeit ans, als der junge Mozart
selbst zu komponieren begann, wie er
überhaupt sich vollkommen mit sei
ner Frau in bett Dienst ber künstleri
schen Erziehung seiltet Kinder stellte.
(Politische Anzeige)
Wegen Kränklichkeit habe ich be
schlossen, bie Fariuerei einzustellen
und bem Wunsche meiner. Ftetmbe.
uachgebenb, trete ich KynbiÄatcfjir
Sheriff, von McIntosl, County/ N.
D.
Otts.
Frennbé, als Landwir­
te hat unb biusen amerikanisches
Milchvieh schenken möchte, kann sich
für ben Transport ebenfalls ber
Einrichtungen bet American Dairy
(Sattle Co. bebienen. Soweit es ir
gendwie möglich ist. sollen auch sol
che Schenkungs Versprechungen
promptest ausgeführt werben.
:i. Wer nicht selbst Milchvieh hat.'
ober doch solches an die Icibenbcti
bentscheti Völker schenken möchte,
kann burch Vermittlung bet Ame
rican Dairy Cattle Co. solches Vieh
kaufen bie Drma hat zuverlässige
eigene .Käufer angestellt, unb be
tragt der Nominalpreis pro Jul.
einschließlich Transportkosten etwo
runb 200 Dollars.
:t Ersucht die American Dair
ttutllc Co. alle bie (eiligen Formel
bto bereit Ifltb. au einem tnäßiget
Tribune
Bekannt bin ich genügend,
denn ich wohnte ti Jahre im Coun
ty unb immer auf der Farm. Ich
ersuche alle um Uuterstülning bei der
Wahl und danke meinen Freunbctt
schon int voraus. Weitn erwählt,
werbe ich voll ttttb ganz meine Pflicht
tun ttttb baS Amt so führen, baß es
mir unb allen, die für mich stimm
ten,
ztrr
Ehre gereicht.
Jakob Schock,
69^m!bez.) Kulm, N. D.
Ehret enere litten
Verstorbenen und setzt
ihnen eines der eiser
neu Grabkrenze» Ivel
che wir in grokerAnS
wähl unb zierlichen
Mustern fabrizieren.
Preise von PU
üiv
$30.flatrttoii wird auf
Verlangen frei
sandr. (|ui8^nz,)
Abonniert aus d. Staats-Anzeiger.
,-i*?'•
'.'"V' 4f'
Augen», Ohren-, Rasen- unb Halb
Spezialist
Dr.Mm.C.Woteler
An««ebildet ans vier berühmten Universi
täten. Lizensiert von sechs Staat«»
tehSrden de« MediAinal-UntM
wchun»»amtè»
kvmmf wieder nach den Dakotas
Schreibt an ihn, wenn Sie ohne Seit«
Verlust Drüse,7.(Tonsils) entfernt finbcii
wolle»
Em anderer auter Mann erhittt wieder
sein Anaenlicht
An die Rus',länder:
Liebe ,yreuude ^ch war l'lsn!» auf
meinem linsen Vlii^e uud war bfli
Zcu lebte» Zoniiner bei eiuein Specia
listen in Mi not, «. D.. der mich schließ
lich rtnmnli und frtive, da5 «listenücht
fei verloren. Nu« hatte ich viel von
den .Muren de? Herr» Dr. Boteler ae
hört und zu ihm ginq ich vergangenen
ir. November, nlv er in Turtle l'atc, DJ.
D. sich aufhielt. Er sagte mir, das^ ich
den Star im Vlitge babe und daß er ihn
entfernen könne. Ties tat er und ich
konnte jofost fei» (Besicht sehen. Ich
Imtte keine Schmerlen, keinen Blutver
lust. Mein Auge heilte in kurzer ''»eit
und jetzt
frttiiv
ich sehen. Jch hoffe, das
alle mit Augenleiden belmfieten Veilte
Zn ihm gehe», denn ich bin sehr dank
bar fiir das, iwv er an mir getan hat. l£u
ist ei» Spezialist im wahren 2i»»e des
Wortes. Achtungsvoll Christ. Blatter,
Beiiediei, N. D.
I. April
Edward T. Burke
Rechtsanwalt
Rat
und
Hilfe
in Rechtssachen
Block Bismarck» 9t. D.
Abonniert ans d. Staats-Anzeiger.
â'' ffip? jjjjy
fI#p5dl--f-:•''•'-#
'V' w4S^v/i3fi
-:w-v': i" '.v jS .(säSrärw t5 .' N ^RNESKr^
#S-
Achtnng, Wrmertz
IR/iscitflirgcii Knrmer und Bots
werden ans dem Magen der Pferde ent
seritt, ivenit man ihnen cine AVab-Sh»t
Bot & Worm Kapsel gibt. Wenn Ihr
Smndler^eiite hat, soll er diese fiir Sie
besorgen. ~f
A Sur-Thot Bot & Worm^RemovM
tvird nnr fabriziert von der ^mrbie^
Chemical Co.
Preis fiir Dnlzend kapseln $1.75.
Niemals, in Pnlver-Forni hergestellt.
Schreibt mt:
J-
Weil es direkt an die Wurzel des Uebels, die Unreinigkeit im Blute»
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(Knochen- und Nervenbehmidlunq)
Alle Kran^lieiteii, langstehende nnd neue, erfolgreich behandelt ohne
Medizin oder Operation. ttntersnchnnq frei!
Arbeiten zu niedrigem PreiÄ
Mr liöfâ was -Stitc anlangt, nicht billige zahnärztliche Ar
licit, obgleich wir Ihnen niedrigere Preise fiir tsrbeit erster Klasse
berechnen, als Sie anderswo finden können. Durch Inwendiing
der neuesten Methoden, durch grosje Knn5fchast nnd da wir in ge
waltigen Mengen alles Materiol Fmifcn, Jittit wir imstande, Ih
nen zahnärztliche Arbeiten höchster Güte zu Prcisen zn Liefern, die
Iljnèn ein Biertel bis zur Hälfte der Ausgaben' sparen^ die Sie
bei Yieleu anderen Zahnärzten haben würden.
Zähne schmerzlos gezogen
Untersuchung frei
Gegenüber P. Bahnhof Bismarck, R. D.
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BiSmar«. 9t. ®. lZ7-D-ba
Wie (eittmi es,
daß so viele Leiden, die augenscheinlich der Geschicklichkeit
berühmter Aerzte getrotzt ben, gehoben focrtgjt durch die
milde Wirkung eines einfachen Hausmittels, tuir
Fsrni'»
fllpcnkräutcr
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Ratgebel?
für Erfinder
ein hübsches Büchlein, welches Erfindern
Auskunft gibt nbcx, Erfindungen »ob
Patente, sende ich |yti an Jede».
AIS
rigstrierter Patentâwalt it. Mechanischer
it. elektrizitätS-Ingenieur examiniere ich
Erfindungen. Schreibt in deutscher
Sprache an den dnttscheit Patentanwalt:
FRANK LEDERNANN
«es. Patent Attv., 17 Park $H»w
y New Kork (23ba
Bots töten Pferde
6torco Bot & Wunnpulver tötetBotS
Schottet nicht? fliitrS fiir ?hrc Pferde oder
fiir Str. Cbtnr Alititldiing srtslt Bot? Im Ma
iiett bvv 'iUcröcf'. Äiirmcr unb Bots töten
Werbe. $crurfudcn auch floltf. Etorco Bot
itnö Worm Powder tötet bie BotS und reinigt
ben Manen. Würmer tüten auch Schweine.
Cholera tütet Werfet. Schreibt heute. Labt
I euer ZUeh nicht umkommen.
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I Storm *Berm Powder für Rrrtrl, Mannt $2.00
I Stereo (fholrrn 9trnirbh für Wertet Mannt $.200
tan» Tie
heilen
(iOO -OOS, MrKeiizie Hotel
Bismarck, D.

Chicago.
^Eolumbus Memorial Gebäude, 34 N. State Strafe)
Copyright, 1919, by Dr. Arthur H. Wet* Chicago, Hl.
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Die Pleasant Otr»»c Ztod Sarm bei
Rennvldö,
Fiir Sheriff von McJntosh County
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