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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 23, 1920, Image 1

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Finnen jttiit Rückzug gezwungen
e s i i i o é 1 8 z
Ein amtlicher Bericht bcü sin
iiisdjeu Okiiuialstabö meldet,
dolß die siiliiischeii Truppen giv
zwimgen limtbeit, sich von ih
reu Stellungen bei So^iitiaervi,
nördlich vom Ladoga Tee ge
legen, zurückzuziehen. Der
5 Rückzug erfolgte nordwestwärts
auf Porajaervi zu. Soutiaervi
wurde, wie der Bericht sagte,
fast ganz zerstört. Diese Front
liegt direkt nördlich von dein
Gebiet, in welchem vor etwa
zwei Wochen schwere kämpfe
stattfanden.
uy
„Trockene" gegen bett neuen Steuer*
kommissär
W a t» i Ii n, 18. Mär^. (I»»
ternational News Service.) Tie
Führer der „Trockenen" werden
kämpfe», mit die Bestätigung des In
landstenerkoiiiinisfärs William M.
Williams im Senat zu verhindern,
der von Präsident Wilson soeben er
nannt wurde. Es ist allgemein be
kannt. das Williams sehr liberale
Ansichten über Prohibition hat. Er
selbst schwieg beute über seine Ansicht
über Prohibition, sagte aber schlief
lid), das er seine Pflicht tun und das
Gesetz durchführen wird, wenn es als
giltig anerkannt ist.
Fffti ucnsti»Umrechtsgegiier frtgeri,
die Genehmigung in West
Virginia ist ungiltig
a e i N o o o i n a
18. März. Gouverneur T. W.
Bicfi'tt erhielt heute von Herrn
V, H. Gaines, dein NechtSbei-•
stand der Gegner des Frauen-•
stiinnirechts in West Virginia,
ein Telegramm des Inhalts,
das der Frauenstimmrechtszu-•
sah zur Bundesversassnng von
der Legislatur, des Staates
Birgitta nicht angenommen
worden ist. Gaines macht in sei-•
item Telegramm geltend, das
der Senat die Genehmigung
verweigerte, das er aber später,
in llebi'Hretmig seiner Regeln.
5'versuchte Arnueiistimmrecht zu
genehmigen und das gesetzliche
Schritte getan werden, um zu
beweisen, das die Handlwtg des
(Senats ungiltig ist.
Finden frühere ttroßherzogiu. im
Güterwagen
W a s i n o i i 1 s z
Großherzogin Olga, Schwester des
früheren Znrcit von RnNland, wurde
von Beamten des amerikanischen Ro
ten Kreuzes in einem Güterwagen
bei Novorossijsk in Siidrußland ge
funden. Das wurde hier heute im
Hauptquartier des amerikanischen
Roten Kreuzes angekündigt. Die
Gros herzogin ist, so wird gemeldet,
eins der drei .überlebenden Glieder
des Hauses Romanoff. „Man fand
sie," lautet der Bericht,^„unter den
Mitflüchtlingen arbeitend. welche
neulich das von den Bolscheviki er
oberte Gebiet verlassen hatten. Ob»
gleich sie selbst in Lumpen und sehr
dankbar für ihr gebotene Nahrung
und Kleidung sich zeigte, bemühte sie
sich nach Kräften ihren Mitleidenden
beizustehen."
Sucht Vertragsänderung!
Deutschland will viele Klauseln gestrichen haben
GenatuntersuchUng der United States Grain Corporation
Britische Vereinigung läßt Vertrag im Stich—Trotzkys Rede bekehrte die
Soldaten-Amerikas Zaren plane» eiserne Gesetze-Unsummen für Armee
Me« zum Rückzug gezwnngen-Finden frühere Grotzherzogi« im Güterwagen—Anf»
stand der Rote» i« Wärschau Amerika erhebt Einwand—GomperS macht Angriff
auf Palmer Kriebensvertrag zu« vierte« Male verworfen—Der Präsident bleibt
ftumm—Kie«ator Rewberry n. 10 Ritangeklagte der Verschwörung schuldig befunden
True
master
1920, a
Ebert ist wieder Dentschlands Ober
Haupt
e i it, 18. März. (Ass..Presse.)
Die Eberl Regierung hat in Berlin
wieder die Zügel in Händen. ^Vize
kanzler Schiffer, der infolge des ra
schen Rücktritts Dr. Kappö die Re
gierung leitete und Wehrininister
Gustav NoSke bemühen sich, wieder
Ordnung und Ruhe in der Stadt
herzustellen. Mau erwartet, das das
ganze Ebert-Minifterium morgen
hier eintreffen wird. Der Ebert
Regierung treugebliebene Truppen
bewachen die Strafzeit und Abteilun
gen derselben rissen heute die Draht
verhaue und Barrikaden nieder, de
ren die revolutionären TruppcuTpic*
le errichtet hatten.
Nach Aufstand der Roten fiiii*
digen die Polen Sovietre
gierung nit, wird berichtet
I
i it, 17. März, verspä-
tet. (Internatimial News See
vice.) Die Deutsche Bank er
hielt heute Abend die Mel
billig, das in Polen die Soviet
regierung ausgerufen worden
ist.
Aufstand der Roten in Warschau
o n o n 1 8 z I n e n a
tional News Service.) ,, Aus heute
hier einlaufenden Berichten ist erficht
Itch, das ip NHarschau.und in anderen
Teilen Pbleits ein gewaltiger Auf
stand der Bolscheviki stattgefunden
hat- Iin. Auswärtigen Anit Jte.f heu
te 'Nnchmittâg die Meld tu
ig ein, das
iit Warschau ein großer Streik aus
gebrochen ist, aber von einem Auf
stand der Bolscheviki wird nichts be
richtet.
Stadt in Massachusetts, 285
Jahre „trocken," stimmt
„Hüft"
N e w ii l), Mass., 18.
März. Obscho» Tutzetide
Städte im Staate Massachusetts
ivährend des Winters zum er
steil Male in Jahrzehnten und
viele zum ersten Male seit ih
rem Bestehen, von Prohibition
abfielen und „nas stimmten,
stellt doch wohl diese Stadt nh
les seither Dagewesene weit in
den Schatten, beim zum ersten
Male seit sie vor tut» schon
285 Jahren inkorporiert Witt
de, stimmte die Mehrzahl der
Bewohner „nah". Keine Ge
gend, Ortschaft oder Stadt int
ganzen Staate kann sich eines
solch langen „trockenen" Be
stehens rühme», ober dieses
Jahr stimmten 51 Bewohner
für „nas und mir Ii! für
„trocken". Letztes Jahr noch
stimmten 74 trocken und 50
naß.
Farmer stub bereit sich mit den Ar
beitern zu vereinigen
W a s i n o n 1 8 z I n
ternational News Service.) 750,000
Farmer sind bereit, sich mit dein
Amerikanischen Arbeiterbnnd (Ame
ricair Federation of Labor) in dem
Politischen Wahlkampfe zu vereint
gen. Diese überraschende Ankündi
giiiig inachte heute Geo i ge T. Hamp
ton, der liberale Tirettor Oes Lanöes
rats der Farmer (Farmers' Natio
nal Coumil). „Wenn wit zusammen-
halten und vereint wirken," sagte
Herr Hampton, „können wir in ge
niigend vielen Kongreßbezirken sie
gen, sodaß die Arbeiter und Farmer
schon im nächsten Kongreß das Ueber
gewicht erhalten."
Amerika erhebt Einwand
W a s i n o n I N z i e
amerikanische Regiernng erhob „cit*
ergischen Einspruch" gegen die Ent
scheidnngen der Entschädigungskoin
mission der Alliierten, welche dahin
gehen, das unter den Bestinimungen
des Friedensvertrags deutsches Ei
gentttiu in neutralen Länder», wenn
nötig mit Gewalt/ beschlagnahmt
werden föiiiy, um die erste Entschä
diguugszahlung Deutschlands zu er
zwingen. ltntersekretär Polk im
Staatsittinisterinm schrieb heute an
den demokratischen Senator Heilder
so» von Nevada, daß „ein weiterer
Protest" in Borbereitnng sei, da eine
solche Auslegung der Bestimmun
gen des Friedensvertrags seitens der
Alliierten im direkten Widerspruch
steht mit bm zwischen Teutschland u.
den Alliierten ausgetauschten Aus
legnngeu.
GomperK piacht Angriff auf
'. ^Palmer
e it o ii, N. I«, 19.
März. Samuel Gompers, Prä-••
sident des Amerikanischen Ar-••
beiterbundes, gab heute dem
Obei^bundesanwalt T. Mitchell
Palmer einen Wink, das seine
Absichten auf das P^räfidenten-••
amt beim arbeitenden Volke
äufWrdeiPândstoßeiV'büi steit.
Iit^ seiner im Taylor Opern-••
haiis vor einerMassenversaium-••
lnng gehaltenen Rede machte
Herr Gompers den Oberbun
besanwalt ganz besonders zur
Zielscheibe. Die Massenver­••
sammlung war ei »berufest wor
ben, um Herrn (Dumpers Gele­••
genheit zu geben, bie voraus
sichtlichen Präfibeiitschaftskan-•
bibaten zu geißeln, bie sich dem
arbeitenden Volke gegenüber
als feindlich gezeigt haben.
Unter anderem frug Herr Gout-••
pers, ob die Arbeiter im Staa
te New Jersey etwa den Ein-••
haltsbefehl vergessen werden,
den Herr Palmer' gegen die
streifenden Kohlengrulieuarbei-•
ter erließ. Und schließlich er­•
klärte er, daß das arbeitende
Volk Amerikas so wesentlich
zum Sieg int Weltkrieg beige
steuert' hat, daß es jetzt nicht
willens ist, die Per. Staaten
dem Militarismus und der
Autokratie (Alleinherrschaft)
auszuliefern.
Radikale kontrollieren in Deutsch
land die Industrie»
e i n 1 z N a e
tigen Kämpfen, in denen schätzungs
weise !i00 Personen getötet wurden,
ergab sich heute Nachmittag die Stadt
Essen den bewaffneten Arbeitern.
Es wird berichtet, das die Kommu
nisten östlich boji~BerKu fünf Eisen
und das
diesen
unterwegs sind.
bahnftationen besetzt halten im
Truppen in Panzerzügen nach
Ebert-Beautte ab nach Berlin
S u a 1 9 z A s s
Presse.) Premierminister Baner,
Dr. Hermann Müller, der Auslands
minister tinb Herr Gilberts, der
faais
SS
Bismar», Nord-Dakota, Dieüstag de« 28* «Srz 1920*
Post- und Telegraphiniittster, reisten
um 8 Uhr 10 Minute« heute Abend
aus einem Regierungsextrazug von
hier nach Berlin ab.
Friedensvertrag zum vierten
Male verworfen
W a s i n o n i 9 z
(Ass. Presse.) Der zu Versail
lies in Frankreich gemachte
Friedensvertrag wurde heute
Abend, zum vierten Male, ver
worsen und gleich darauf
stimmte der Senat dafür, den
Vertrag an den Präsidenten
Wilson zurückzuschicken und die
sen zu benachrichtigen, daß der
Senat „sich schließlich weigere,
der Genehmigung des Ver
tragS beizustimmen." Bei der
entscheidenden Abstimmung
stimmten 49 Senatoren füiGe
nehmigung und 85: dagegen.
Da also der Senat sich weigert,
den Friedensvertrag zu geneh
ittigen, ist man in der Buydes
Hauptstadt allgemein derj, An
ficht, daß die Frage in den
Wahlkantpf hineingezogen. und
einen bitteren politischen Kampf
zwischen dem Präsidenten und
der Mehrheit der .'Senatoren
heraufbeschwören muß. Ein
Antrag auf Wiedererwagiing
der Abstimmung und nochmals
zu versuchen, den Vertrag zur
Genehmigung zu bringen,
wurde schon im Keime erstickt,
da die Führer beider Parteien
einsahen, daß weitere Versuche
in dieser Richtung nur nutzlose
Zeitverschwendung ist, solange
die Mitglieder bes jetzigen Se
nats tut ihren Ueberzeugungen
festhalten und keiner fei Aussicht
teil vorhanden sind, daß diese
linderer Ansicht wenden könn-•
ten. Ob Präsident Wilson ober
mals den AriedeiisAei^rag an
den Seiiat' 'zu'rimverwëisen
wird, ist zurzeit noch mibe-•
stimmt, aber die Republikaner
benachrichtigten ihn, daß der
Vertrag wochenlang.ini Komitee
beiseite gelegt werden würde,
wenn er abermals dem Senat
unterbreitet werden sollte. Mit
47 gegen 87 Stimmen beschloß
der Senat, die Frage der Ge
uehmignng des Friedensver
trags fallen zu lassen und bie
sen ins Weiße Haus ziirückzu
senben. Bei biesem Antrag hat
ten bie republikanischen Partei
fiihrer bie Mithilfe ber Aiihiin
ger fiir „milbe" Vorbehalte,
5 wie auch die ber ansgefproche
iit'it Gegner bes Vertrags' in
ihrer Partei, wälirenb bie De
mokiaten fast einftimmig bage
gen waren. Ter nächste von ber
Mehrheit im Senat geplante
Schritt ist der, den Friedenszn
stand zn erklären und das Land
•"vom Kriegszustand z» befreien,
während die Demokraten be-
Häupten, daß der Kriegszustand
erst dann enden kann, wen der
Vertrag genehmigt worden ist.
Ter Kampf fiir Erklärung des
Friedeiiszuftaiides Wird wahr
scheiulich beginnen, sobald der
Senat am Montag wieder in
Sitzung tritt.
Generalstreik znende
o i i 2 0 z e a e
meine Streik ist znende. Das wurde
Heute amtlich angekündigt.
o n o n', 20. März. Heute
Nachmittag ans Berlin eintreffende
Berichte melden, daß der allgemeine
Streik in Deutschland beendet ist.
Die Regierung, so wird gemeldet,
hat den Forderungen der Arbeiter
nachgegeben und auch den freien So
zialisten weitgehende Zugeständnisse
gemocht, welche demnächst besannt ge
geben werden.
Die Lage beunruhigt die Alliierten
Bericht der Ass. Presse, 20. März.
Infolge bes Bürgerkriegs in Deutsch
land,' der mit 18. März mit dem Auf
stand in Berlin begann, hört man in
vielen Teilen Deutschlands den Wie
derhall des Maschinengeschiitz- und
Gewehrfeners. Schätzungen zufolge
hat der Bürgerkrieg gegen 2,000
Menschenleben gefordert. Im In
dustriegebiet des Rheinlandes schei
neu die radikalen Elemente den stärk
sten Rlickhalt zu haben und diese ha
ben, Berichten zufolge, die Stadt
Essen, die Heimat â^ Kriippfavri^
GMM?
KMM
ken, sowie auch die wichtigen Indust
riestädte Düsseldorf und Elberfeld
und andere in dein Gebiet, besetzt.
Ein Bericht meldet, daß die Sparta
tarier (Radikalen) in Essen eilte Ar
mee von 100,000 Mann haben, wel
che mit Artillerie und Panzerwagen
ausgerüstet ist. In den Berichten
ans Köln spiegeln sich die Befürch
tungeit der Alliierten über die Lage
der Dinge am Rhein, nahe an dem
von den Alliierten besetzten Gebiet,
wieder. In einem Bericht, der aber
bis jetzt noch nicht bestätigt Wurde
wird gemeldet, daß Anzeichen daraus
Hindeuten, daß sich die Alliierten aus
einen weiteren Vormarsch nach
Deutschland hinein vorbereiten, wenn
sich die Lage im Lande nicht bessert.
Alliierte mögen vorrücken
o it o it, 20. März. Heute aus
Köln kommende Depeschen melden,
daß die Alliierten ihre in Straßburg
und Metz zusammengezogenen Trup
pen für weiteren Vormarsch nach
Teutschland hinein vorbereiten müs
sen, wenn nicht bald die Ruhe im
Lande wieder hergestellt wird. So
meldet der Korrespondent des Ex
change Telegraph in Amsterdam in
Holland.
Der Präsident bleibt stumm
W a s i n o it, 20. März. Herr
Tumulty war beim Präsidenten, als
dieser den Bericht erhielt, daß der
Senat den Friedensvertrag verwor
fett habe und erklärte, daß der Prä
fibeut nichts barüber sagen würde.
Ter Senat war heute uicht iir Si
tzung, aber als das Haus zusammen
trat reichte Kongreßmann Tinkham
von Massachusetts einen Beschluß
ein. in welchem der Friedenszustand
zwischen den Ver. Staaten Und
Teutschland erklärt wird. Ten Be
ftimmuiigen dieses Beschlusses zufol
ge würde Deutschland alle Rechte an
erkennen, welche jie Ver. Staaten
unter dem Versailles Vertrag gehabt
haben würden. —Sollte Deutschland
dieses Recht nicht zugestehen, würde
der Präsident ermächtigt, die Wieder
ausnähme der Handelsbeziehungen
oder die Vetvilligung von Anleihen
zu verbieten.
Senator Newberry nud 16
Teilnehmer schuldig Wunde«
V 0 n a i s, Mich.,
20. März. Bundessenator 4
Truman H. Newberry und 16
stiller: 84 Mitangeklagten tour-'
Sen* Hiputi* tioti ben- (Sefchtèoéeiicré
itn! BuiiÄsbezirksgeMA Upr4 4
brecherifcher Verschwörung im
Zusammenhange mit New
berry's Wahl int Jahre 1918
schuldig gefunden. Newberry
war bekanntlich Henry Fords
Gegner und siegte über diesen
unter Aufwand gewaltiger
Geldsummen. Außer dem Se
iiotor wurden unter anderen
schuldig befunden: John S.
Newberry, sein Bruder: Paul
King, der den Wahlkampf fiir
ihn leitete: Frederick Cody ist
New gjorf, feilt Agent: Cherles
Floyd, Grand Rapids: Allan
A. Templet on, Präsident der
Detroit HandelskammerlEham
ber of Commerce» Hannibal
Hopkins, seilt Reklainedirektor
und B. Frank Emery, sein-Bü
rotiorstelier. Ter Prozeß zog
sich acht Wochen lang hin. An
füitglich waren 128 Personell
angeklagt und diese ^ahlschmolz
schließlich auf 85 zusammen.
a n a i s i
20. März. Bnndesfenator
Newberry wurde heute Nachmit
tag zu. zweijähriger Zuchthaus*
haft in Leavenworth Kansas
nnd zu einer Geldstrafe von
PI0,000 verurteilt. Vou seinen
Mitschuldigen erhielten nach
stehende folgende Strafen:
Frebericf Cody, zwei Jahre
Zuchthaus und $10,000 Geld
strafe Paul King, zwei Jahre
•.Zuchthaus und $10,000 Geld
strafe Charles Floyd, zwei
Jahre Zuchthaus und -$0,000
Geldstrafe.
v
2 0
März. Die vereinigte Regie«
rung Englands wäscht sich bib
Hände vor dem Friedensvertrag
zu Versailles, vor Frankreichs
Rachepolitik, der Mafsenbestra
fuug deutscher Kriegsgefange
iter und der Politik der Entente
mitbezug auf Rußland. Be
richte über hitzige Debatten iiit
Parlament, welche von den in
ter nationalen Kabelgesellschas
ten aber unterdrückt wurden,
lassen erkennen, daß unter dem
wachsenden Druck der britischen
Arbeiterschaft die einflußreich
steil Regierungsleiter ihre Hal
tung geändert haben. Als
zum Beispiel Lord Robert Cecil
empfahl, die russische Frage
dem Völkerbuttdrat zur Eut
scheidung vorzulegen, rief Ar
thur Balfour: „Was jft dieser
Völkerbund? Es sind aeitaii
dieselben Männer, uämlich die
Premierminister der alliierten
und verbündeten Staaten, wel
che in Versailles zusammensa
ßen, aber unter einein ande
reit Namen. Sie haben diesel
beit Ziele. Sie haben die
gleichen Wunsche und Absich-•
ten." Jetzt kam die Reihe an
Lord Robert und seine Worte
erregten gewaltiges Aufsehen.
Er warnte im Unterhause, daß
daS britische Volk nicht mit
Frankreich's Haltung überein-•
stimme, soweit es sich um Rache-•
gelüste handelt. Er erklärte
weiter, während große Erre-•
gung^sich der Glieder des Un-•
terlMiseS"' Wmtichttgtf daß
früher oder später gewisse Klau-•
sein im Friedensvertrag geän­•
dert werden müssen, weil Euro­•
pa jetzt vor dem wirtschaftlichen
Zusammenbruch steht. „Es ist
unmöglich," sagte er, „daß die-•Offiziere
se Zustände gebessert werden
können, während 'die Alliierten
den Zentralmächten alles
weg­•Innerhalb
nehmen, was diese fabrizieren
und produzieren. Was die
ver-•keine
langte Auslieferung Hunderter
angeblicher deutscher.
Abonnements »Preise:
18.00 daS Jahr in den Ber. Staaten
Kriegs-•neral
frevler anbetrifft, so ist dieselbe
fleitügöifti, jeden Funken des
Nationalstolzes in Deutschland
noch mehr: anzufachen.
Bezug auf.Rußland,
i
erklärte
Lord Robert,, stft Friedensschluß
die einzige Losung bvriMâ'
Amerikanische Zaren planen eiserne
Gesetze
W a s i n o i i 2 0 z a
die Geldmänner des Landes, welche
versuchen Amerika zu regieren, Ge
setze, vorschlagen, die weit schlimmer
sind als die unter Zar Nicholas von
Rußland, oder König George dem
Dritten, oder auch Kaiser Wilhelm,
wird-durch zwei illustrierte Aushäu
gezettel veranschaulicht, welche von
der hiesigen „National Popular
Government League" (Nationaler
Volksregierungsbund) ausgesaudt
wurden. Diese Zettel, die man ge
wissermaßen als „Beweis A" in der
Geschichte Amerikas tut schwarzeil
Zeitalter bezeichnen. kann, zeigen in
nebeneinander stehenden Spalten die
von Oberbundesanwalt Palmer ge
gen „Aufreizung" vorgeschlagenen
Gesetze, 'sowie auch die Gesetze) welche
in Ländern bestehen, die Ainrifa seit
her als „barbarisch" bezeichnet 'hat.
Iudson King, der Sekretär des Bun
des, erklärte, daß Aussagen und Ver
langen für diese keineswegs schmei
chelhaften Aushängezettel in gewalti
gen Mengen in seinem Büro int
Munsey Gebäude hier einlaufen und
Militärplan verursacht Unruhe
W a s i n g-t o it, 20. März. In
einem Briese, welchen Senator Sel
bem P. Spencer, Mitglied des '"Se=
natskomitees für Militärangelegen
heiken, von Cherales A. Ellwood,
Professor uer Soziologie an der Mis
souri Uiiiueriitüt erhielt, wird aus die
unheilvollen yfuigcii.
Räch best Hnllenbe
$3.60 das Jahr nach Canada
$3.60 das Jahr nach Deutschland
$8.60 daS Jahr nach Rußland
«vr gegen Borauszabl»ng)
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917. cmsbildung, tote der Armeetoteöer
aufbauborlage vorgesehen, haben
würde. „$ch halte es," sagt Profes
sor Ellwood, „für meine Pflicht, die
Britische Vereinigung läßt den
Vertrag im Stich
N e w Y o k N
No. 71
or
Weisheit des Berichts der Mehrheit
des Senatskomitees für Militäran
gelegenheiten zu bezweifeln, welche
zwangsweise Militärausbildung enl
pfiehlt. Alle besonneneren Männer,
mit denen ich sprach und welche die
gesellschaftlichen und Politischen Zu
stände studieren, sind erstaunt dar
über, daß der Kongreß so etwas gut
Heißen kann. Wo große Volksinassen
zum Gebrauch der Waffen ausgebil
det wurden, vermehrten sich, das
lehrt die Weltgeschichte, unvermeid
lich und unbestreitbar politische Unru
hen und Umwälzungen und zwar in
nere sowohl wie äußere. Bei der
bunt durcheinander gewürfelten Be
völkerung würden in diesem Lande
zweifellos die Folgen auch dieselben
sein. Mit Recht fürchten wir Bol
schevisinus, Arbeiterrevolution und
Bürgerkrieg zwischen den Bevölke
rungsklasfen dieses Landes.. Wenn es
aber ein Ding gibt, das mehr als
alles andere in Zukunft solche Zu
stände erzeugen kann, so ist es gera
de zwangsweise Militärausbildung."
Trotzky's Rede bekehrte die Soldaten
N e w ö k 2 0 z A s s
Presse.) Generalmajor I. Thord
Gray, eilt früherer Offizier der fori
tischen, kanadischen und allrussischen
Armeen, der soeben,aus Vladivostok
hier ankam, erzählte Hier heute, wie
die 80,000 Mann starke Kolschakar
mee „wegschmolz," weil die Mann
schaften desertierten, nachdem Leon
Trotzky in Omsk in Sibirien, zwei
Tage nachdem die allrussischen Trup
pen die Stadt geräumt hatten, den
gemachten Kriegsgefangenen eine
Rede Hielt. Trotzky, so sagte der Ge
ttcralmajor, redete die Kriegsgefan
genen als „Kameraden" an und be
tonte, daß die rote Armee sie willkom
men heißt, wenn sie wünschen sollteil
dieser beizutreten. Weiter erklärte
Trotzky, daß die gefangenen Offizie
re, welche bei der Kolfchakarmee zu
bleiben wünschen, sicheres Geleite zu
dieser und außerdem noch jeder 2000
Rubel erhalten. Einige gefangene
nahmen das Anerbieten an,
kehrten zu ihrer Armee zurück und er
zählten, was Trotzky getan hatte.
zwei Wochen, erklärte Ge
neral THord-Gray, hatte Kolfchak fast
Armee mehr und wurde ein,
paar Monate später hingerichtet. Ge^
THord-Gray ging mit einer ka
nadischen Expedition nach Sibirien
und wurde, als die Bolscheviki Via
divostok eroberten, von'diesen gefan
gen genommen. Zweimal, sagte der
General, inaâe man beiti Versuch,
ihn zu érmordèn. $ic Bolscheviki
tnippen, sagtè^r, waren schließlich
besser gesittet als Kolschaks Trup
peu. Auch hatten sie' ein Maschinen
gewehr aus je 20 Mattn, während in
ber Kolschakarmee nur drei Maschi
nengetoehre auf eijt Bataillon Son
600 Mann kamen. Während des
Rückzugs der Kolschakarmee' ciu
k z u v o n 2 0 0 0 e i e n w u e
diese immer durch Dèaschinèngeschütz.
fwier, selten durch Gewehrfeuer, ge
trieben. General Thord-Gray be«
hauptete, daß General Sacharofs,
der allrussische Kriegsminister And
Generalstabschef, „seine gaAze.Armee
'bei Omsk ohne Kampf vetjEpr."
Baker verlangt Riesensumme» fStf»
die Armee
W a s i n o i 2 0 z
(Von- Paul'Wallace Hcmna, Stabs
korrespondent der FedeHtßd Preß.)
Für das RechnuugsjdHr, welches mit
kommenden 1. Juli beginnt, verlangt
Kriegssekretär Baker etwas über
$1,000,000,000 für die amerikanische
Armee. Diese" Summe aber wird
verdoppelt werden müssen, wenn
Kongreß in Baker'S Pläne einwiegt
und zwangsweise Militärausbildung
und Einziehung in Friedenszeiten
tMi
gutheißt. Der FlqffFnsekretär Da
das kommende Jahr, aber auch diese
Summe würbe verdoppelt werden
müssen, wen» Daniels seine „30
großen Schiffe" erhält, welche wie er
sagt, Amerika haben muß, wenn
nicht die Ver. Staaten dein Völker
bund .beitreteil. Kurz gesagt: 18
Müitotc nach dem „Krieg, um den
Ktteg^u beenden", bewilligt der Kon
greß für die bewaffneten Streitkräfte
Amerikas 'einhalbmal mehr als un
sere Gesamt-Regierungsausgaben im
Jahre 1914 betrugen und dreimalso-
(Fortsetzung- auf Seite 8)

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master of Bismarck, N. L., on March 23,
1920, as required by Act. of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck, N. D., on March 23.
1920, as required by Act of Oct. 6, '1917.
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master of Bismarck, N. I»., on March 23,
1920, as required by Act of Oct. 6, )»!/,
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master of Bismarck, N. v.. on March 23,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck, N. 0. on March Z3,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck. N. D,, on March ii,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck, N. v., on March 23,
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master of Bismarck, N. v., on March 23,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
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master of Bismarck, N. D„ on Mai€h 23,
1920, as required by Act yt Oct. 6,1917.
also ^euaiiis dafür ableaeit das da^ Niels verlangt^für die amerikanische'
Redefreiheit ein gewaltiges Interesse
nimmt.
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master of Bismarck, N. D., on March 23,'
1920, as required by Act of Oct. 6, 19j.i.

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