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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 20, 1920, Image 6

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Dik de«tsche Sfllitnbuftrie und ihre
Konkurrctttkn.
Das^ Metall Kalium, der 8rimb
ftvff unserer Kalisalze, ist durchaus
kein feite« vorkommendes Element.
?fc»d) Tlark bestellt die Erdrinde zu
2,5 v. â»ts Kalium, und ntnii
kann getrost behaupten, daß es kein
Fleckchen dps gesamten Erdenrundes
gibt, wo nicht Kaliverbindungen an
^zutreffen sind. So enthalt z. B. der
Kalifeldspat 10—16 v. H. Glim
mer, 8 —10 v. H. Mautonit,. Pho»
iwlitli und Trachyt 7—8 v. H. nsw^,
aber alle diese Verbindungen ent»
halten da? Ka)i an Kieselsäure ge«
Hm den lind daher nicht wasserlöslich.
Erst durch jahrelange Einwirkung
der Humussäure, des Regenwassers
»uid der Erdbodengase werden sie
zerlegt iiitd das Kali als Pslanzen'
»flhrinig zur Wirkung gebracht.
^Anders die deutschen Kalisalze!
/Sie sind durch Verdunstung von
Meerwasser, also aus einer wässeri
gen Lösung, entstanden und daher
leicht in Wasser löslich, üben also
I ihre düngende Wirkung in demsel
ben Augenblicke aus, in welchem sie
iir daZ feuchte Erdreich eingestreut
»verde». E? leuchtet ohne weiteres
ein, das solche Salze einen ungleich
höheren Diingewert haben und des
halb allerorts nach ihnen gesucht
v, wird.
1. Schon im Jahre 1Sr.fi wurden in
den Solen der gallischen Salinen
ant Nordostabiiang der Karpathen
(Wieli, fo, Vochilia, Kaluez) Kali
salze nachgewiesen, bergniännisch
ausgeschlossen und gefördert. Geolo
stifrf) gehören die dortige» Lager
dein Tertiär an und sind stark mit
Ton usw. verunreinigt. Ihre im
gleichmäßige Ablagerung und die
Schwierigkeiten bei der sabrikatori
sche^ Verarbeitmig waren die
Haupt Ursache, das trotz aller Be
mühungen der österreichischen 9ie
flier miß und ihrer Sachverständigen
ein nutzbringender Kalibergbau
nicht zustande kam, und auch beute
jioch liefern die galizischen Werke
jährlich kann» mehr als 200,000
Doppelzentner Rohsalze, eine Men
ge. zu deren Förderung die deutsche
Kaliindustrie noch nicht einmal
eines einzigen Arbeitstages bedarf.
An dt»r Grenze von^?!bessnnien
nnd «^er italienischen Kolonie Erl)
thräa liegt ein .°»0 Meter hoher
Salzberg, der Monte Dolol, an des^
z
sen Fiisy ein kleiner See liegt. An
den Usern dieses, tiiis foitzciitrierter
Chlorinagnestuiulauge bestechenden
Beesens-sind Kalisalze (Snlvin imd
Stilvinil) auSkivfiallieit und wer
den noit dort auf Kamele« zur Küste
befördert. Tie vorhgudenen Kali
mengeil find soweit bisher be
kauiit wurde sehr gering und be
tragen noch nicht unsere jährliche
FrietwiSev,zeugung (gleich 10 Milli
onen Doppelzentner Reinkali). Tie
(V.eiiniimiinis' und Vefördernilgsko
ileii sind so erheblich, das sie aller
Norânsficht nach mit den deutschen
Salzen in feinen Wettbewerb treten
werde».
Weit wichtiger sind die in de»
letzte» vistfiVzelniten bekannt gewor
denen Kalivoikoiumen in Spanien.
nviii Anschlnf', an die seit alters her
kriilmtten Tieinsalzwerke in der
Provinz Barcelona hat^ man durch
Tiesbohrniigen abbauwürdige Ear
nullit und Shkünitlager in einer
Tiefe tm» 700—000 Metern nach'
gewiesen, und internationales WroiV
kapital ist bestrebt, ein großes Kon
fiirrenzniiteriiehnte» zu errichte»,
sjnnächst sei bemerkt, das da? deut
sche Kalispilditar in richtiger Bor
xausfidit
:K^
deS Konimenden sich grofze
-KolidiItrifte iir Spanien vertraglich
gesichert bat und keinen Augenblick
zögern wird, dort mit deutschen
Geldmitteln und unter Auwendung
aller, iti jaluzehntelaugenl Betrieb
^genlachten Erfahrungen Kaliwerke
.,zlt gründen, die den nnersahrenen,
Mtslnndischen Mitbewerbern viel
Dörgen bereiten dürste».
Vorläufig wisse» wir, das'^ie ka
falonisch.eu Kalilager sehr gestört
^utd tieriuorfen und daher bergmäu
iiPch
ge NWoneÄ -Totm511 'italichTO#^'
Salz mögen wohl vorhanden sein,
aber bevor diese gefördert sein wer
den, dürfte noch ntancher 'Tropfeu
Wasser dem Meere zurollen. Wirk
ylich mächtige und hochprozentige Ka°
livorkommen besitzt das an Erdschät
zen so Überreich ausgestattete Rnf
land. Sie liegen nngesähr 150 Kilo-
Ulèter westlich vom Ural im Gon
veruelnènt Perni, und ihre ltngün
stige geographische Lage, der Män
gel jeglicher Beförderungsmittel
usw. schalte« sie voll vornherein für
vjele Jahre vom. Wettbewerb a»l
jä?nt Weltmarkte ans.
Krosze Beunruhigungen 6aben
dagegen die mit bekamiter qroszzü
giger Renamisjn die Welt hinan?
pojaiinteu Kalifnndc in Amerika
he'vorgerusen. Amerika ist das Land
dc| llnbegrenzten Möglichkeiten, nnd
(•ei seiner riesigen AuSdehnnng Wal
es» nicht ausgeschlossen, dab cm ir
gendeiner zugänglrclien Stelle doch
Kalisalze «ach Act del deutsche?» ?lb
la^erungen gefunden werden wür
den Diese Hoffnung der Amerika
ner hat sich bisher nicht erfüllt. Al
lerdings enthalten die an den Dst
abhängen de? RelfengebirgeS in den
i
Staaten Nevada, Utah, Äb»ioining
gelegetivn Seen erhebliche Mengen
Kalisalze, ft bet ihre (Äewimliing ist
mit so hohe« .Hosten verknüpft, daß
das deutsche Kali immer in Nttt
bewerb damit treten kann.
Die genannten Salzvorkommen
sind nicht,, wie die deutschen, mari
nen Ursprungs sondern durch Aus
langung der Ascherückstände entstan
den, die bei den häurfig vorkommend
rückgeblieben waren. Holzasche ent
hält bekanntlich^ reirfilidl kohlensa»«
res Kali (Pottasche), das durch
Wasser ausgelaugt und nach den
natürliche» Sammelbecken abgeführt
wurde, wo es sich infolge Wasserver
dllnstung abschied. Solche Kalisalze
eignen sich aber infolge ihrer starken
alkalische»» Reaktionen sehr wenig
zum Düngen, müssen vielmehr einer
besonderen fabrikatorifchen ttmoi*
beitung linterzogeil werde,
Günstiger Liegen die Verhältnisse
bei der Gew»nn»»ng ittib Verarbei
tung des inrStcmte Utah in (jrofeen
Lagern vorkommenden Alnnits
(Ajaimstrin), der einen Gehalt von
0—11 u H. Kali mlsweist und
durch Rösten n»»d Auslaugen tu.
schweselsa»ires Kalimit und Alnmi
niilmoxyd zerlegt wird. Schlechte
Transportverhältnisse, hohe Herste!
lungskosten und vieles andere nicht"
haben ânch diesen Konktlrrenten der
deiltschen Kaliindtistrie nicht hoch
kommen lassen, und man mns sich
/tvohl oder tjbel mit dem Gedanke»»
vertraut machen, das Amerika mir
lange Seit hinaus keine bergmän-.
nisch abb«vfähige Kalivorkon»n»eii
besitzen wird.
Die gröhte Sorae nnd den grösj
ten Schmerz hat den Deutschen der
Verlust der elsässischen Kalitverke
bereitet. T»»rch sie ist Frankreich tot*
sächlich in der Laae. ein einwand
freies, alleil Auforder,»naen entspre
chendes Kalisalz allsznführen itud
Teutschland empfindlichen Schaden
zi'.zufügen. Vorläi'ijg allerdings
imifV uro
it erst jenseits der Vogesen
das lernen, was die Deutschen in
mühsamer fünfzigjähriger Tätigkeit
eisoiiticn und ervrobt lmben, tittli
man wird noch viel Lehrgeld zahlen
müsse», bis inQtrtioit einer eiitfltt?
reiche» französischen Kaliinditstrie
reden kanit.
Die Ertnorduug der Kartenlegerin.
Der 21 Iabre alte Parterreakrobav
Kurt Dolifif, der als Grenzschutz
foldat in Lochowo bei'Bromberg »in
tec dent Verdachte verhaftet worden
ist, das? er mit feiner Geliebten, dem
Dienstmädchen Heinrichsen, die Kar
tenlegerin Tnmmik ermordet und be
raubt hat, legte dieser Tage ein vol
les Geständnis ab, Besonders schwer
belastet wurde er durch die mit Tat'
ort vorgefundenen Schnürschuhe. Sei
ne Geliebte hatte ausgesagt, das To
brit sieh die Schuhe der Ermordeten
angezogen und dafür 'die feinigen
zurückgelassen hatte. 80s ihm die
Schuhe gezeigt würben, erklärte "er,
das es nicht die feiuigcir feien. In
zwischen war aber ermittelt worden,
das Dobrif dieselben Schuhe wenige
Tage vorher einem Freunde unter
schlagen hatte. Er hatte diesem in
einem ^remdenlogiS darüber ge
klagt, das er nasse ^üs'.e habe, und
dieser hatte ihm für diesen Abend
seine eigenen Schuhe geliehen. To
bris brachte sie ober nicht wieder zu
rück, so das sein Freund gezwungen
»var, jetzt selbst in Pantoffeln zu ge
hen, da er nur das eine Paar be
tas Tiefer Freund wurde ihm
nun auch gegenübergestellt, und er
bekundete dann auch, das es seilte
Schübe seien, die in der Wohnung
der Ermordeten, gesunde» worden
seien. ?iiiit konnte Dobrif nicht mehr
leugnen und gab zu, das Verbrechen
ausgeführt zu. haben. Er gesteht
jetzt auch ein. das die Heinrichsen
nur ''.eugiii des Mordes gewesen ist.
Er habe sich, als die Dnmmik ihnen
den Kasfee ins slimmer brachte, auf
sie gestürzt, sie auf das Bett gewor
fen und solange gewürgt, bis sie re
gungslo? liegen blieb. Ein wahrer
Blut rausch habe ihn, überfallen, und
fichC dui'chfftu^./ftuV
We'dhg^eiipvf: Seine GèAâ hâ
zitternd dabei gestanden, nnd nur
durch feixe herrischen Befehle habe
er sie zu bewegen gewuszt, die
Streichhölzer zu hole», mit itt -bent
Wohnzimmer der Ermordeten Licht
z»l »»lachen nnd bort znsaminenzn
lassen, waS ihn» niitnchemeiiSwert
schien. -V
Fünf Mark fiir den Liter Milch.
So liiel kostet gegenwärtig dir
Schwetzermilch in Konskanz. Seit
1. Januar erhalten nur noch Kranke
und Kinder Milch von babischei» Lie-,
sera »ten, die auf., Schweizer misch ân
getviefeue Bevölkâtiug aber nur
dauu, weint sie etwa fünf Mark für
den Liter, je uach Balutastand, de
zarlt.
Der Nachfolger RüntgtnS. Als
Nachfolgn' auf den Lehrstuhl deS
Prosessorfi Röntge,» au der Münche
ner Universität ist Professor Dr.
Wilheli»» Nien, der Experimeittal
phvfiker und Nobelpreisträger in
Würzburg. aiiSersehen worden.
Profisfor Wien'ât den Rnf attfle
nommen. ..
Gß?r»»ß«A« K«terßanU.
Die „$tabt der reinen Serniinft'k
jM« Rot qnd Elend ljeimgesucht.'
N (Jftfllr Rundschau.)
Ostpreußen, das Land, von dem
einst vor hundert fahren' der Rnf
zur Befreiung des Vaterlandes 4rnit
Q°.1
im mèlinmn W^dbrm,don ,«• A" AKÄ
?sleisch-Liejerant lind Kornfnrnnter
zu, sein, es wwd, wenn sich die Zti
stände hier nicht bald zum Bessere»
wenden, sicher beut Untergange ge
weiht sein. Und zwar nicht nur in
folge. der drohenden Abscwinrung
vom Reiche, der Abtrennlmg des
liördlichen Teiles jenseits „Mentel
und den iiiv fitblichen Abtretuugs
beziv. AbstimmungS-Gebiet im
^t'cindhcrrfchair ausging, dav
Gauge befindlichen polnischen Wüh
lereien, sondern infolge der görade^u
uitglaiißlichcn Anstände, die bezüglich
der Versorgung Ttev Bevölkerliug.
besoil??rS iii beut größeren Stadien,
mit Kohlen. Holz, Milch, Butter lutlT
anderen Artikeln des täglichen Be
darfS herrsche»,.
Ter Winter hat nUt^Macht ei#*
gesetzt, die Flüsse zeigöll Gnmd- und
TreibeiS. und die infolge des Schis'
ferstreiks sowieso iiis^stocken gera
teiie Binnenichilfsthrt die Schiff
fahrt über See faiim erwähnens
wert hat so gut wie völlig ans/
gehört. Zwar versucht man, durch
Eiustelluug des Personen-Berkehrs
dem Güterverkehr ?,u Hilfe zu font
men, allein etnch diese Mas'.nahme
nur ei
ire unzureichende. In Königs
berg sind auf die vom Magistrat
ausgegebenen Kohlenkartei» bisher
im gcltlzen. für jede HaWhaltl»ng
4. cteiitnér Kohlen oder 0 Zentner
Briketts zur Verteilung gelangt:
allein es gibt ungezählte Taufende
von Haushaltungen, in deren Kel
ler n noch nicht eilt einziges Pfuhd
Kohlei» zur Deckung des Winter
Bedarfs lagert, da die Leiite das.
Das Allerschimmsie, ja Traurigste'
an all den ßiiuäiibcit aber ist. baß,
trotzdem sich die einschlägigen Stellen
OiMW bie.MivLWiihé. dagegen
vWischreWit', geben, das Gchièbot^
imd ©chlcichhäublertiuit nicht ab-,
fonberii fhfV noch zunimmt. So ist
es kürzlich erst der Eisenbahn-lleber
wachiiiigssjelle in Königsberg gelun
gen. einem großangelegten Banbeu
diebskahls- und Schieber-Konsorti'.nv
bos Handwork zu legen. Bisher
sind acht Bahn-Angâlstelite mtb -zwei
bochangeschene Königsberger Per
fönMkeiteu in Haft gn.onuncii
worden der Schaben, ben diese, sau
bere (voiellschaft der Allgemeinheit
zugefügt hat. Mt in die MiMnen.
WaS aber an der Grenze Ost
prenhens „verschoben" wirb, bas
spottet jeber Beschreibung. Nicht
uyr Kartossel
Ii, Getreide und Mehl,
sondern auch Fleisch der verschieben
steit Art, Butter. Zmker tt. f. w.,
geht waggcchweise über die Grenze.
Reisende, die Gelegenheit hatteiu^
imbeteiligte Schüller der ganz offen
sichtlich betriebenen „Schiebungen"
zu fei«, behaupten, baft Cttpreufjeii,
trytzdem bie Ernte im allgemeinen
eine gute gewesen sei, im nächsten
Friihsahr einer '.Hunaèrsuot ent
gegensehe, tute sie schlimmer selbst
.in dem so gefiirchteten Writffeninhiv
nicht geherrscht habe.
MG
iliio babei bericht in MnWberg
bet .Stadt der. rotten- Vernytift".
eine VerschwendnngSsuè von V b«l
sich der Außvnslehenbt gar kein/
AhnUug macht. Trotz der unerhört
hohen Steuern. —^Königsbergs zahlt
418 Prozent Kommiinalsieuerzu
schlag, also
y
don höchsten itt ganz
Deutschlanb tpird. von einem Teil
der Bevölkerung ein Luxus getrie
ben. bet einfach sinnlos ist. Man
scheint eben beu Wert be§ Geldes
gar nicht mehr zu kernten. Selbst
Leute des arbeitenden Standes
Eatiit wan sich Stiefel atttb Schuhe
das Paar zu 250. bis 380 Mart
kaufen feftclt was in bett so^enann
teil ..Kasinos", „Diesen" ^tttb son*
st igen Bergnügungsstättell allabend
lich für Sntmiteit itjt Sekt mtb Wein
angelegt werden geht itt bie Hun
derttausende. Jeder Laden, dcssqtt
Inhaber, mährend der Kriegsjahre
Zur Schließung gezwungen
^ernbgebnjtft.
.was sie eventuell erhalten haben, zu Oberfläche bes Wassers mit großer
Schnelligkeit dahin zu flitzen.
Er ist überzeugt, das sich mit die
ser.Jdee noch viel ansangen Mt,
wenigstens für den frisch-frei-fröhli
che» amerikallischen und sonstigen
Kochzwecken verwenden imiRteit, tint
ben ill Teutschlcind höchsten Gas
titiciS OG Psg. pro Kubikmeter
nicht zahlen zu dürfen. Hetzt Heidt
es, sollen 50,000 Tonnen schlefifcher
und "0,000 Tonnen ^nährischer Koh
len für Königsberg eintreffen wo/
sie aber sind, das wissen die Götftr.
!Wiè niit den Kohlen, fa stellt es mit
dem Holz., Trotzdem in den Tom
mermonaten Tausende von Kiibik»
'metern eingeschlagen sind, sind die
Lagerplätze wie ausgefegt der Ma
gistrat hat jetzt Holzkarten eilige
führt,' auf die der Bevölkerung jeder
Haushaltung ein Viertelmeter Holz
zugeteilt werden soll —je* ist aber
iibei^anpt kein Holz vorhanden,
^eljt bitt man zu dein Mittel gegrif
fen. denjenigen, die sich in den fis
kaiischen Wäldern rings um Königs
berg Holz selber schlagen und es nach
Hanse schassen »vollen, die @cnefifni-x
giing dazn —r natürlich gegen Er
legung einer bestimmten Summe
jm erteilen. Zu Tausenden siebt mau
jetzt Handwerker. Bürger »utd An
gehörige auch anderer Stände, aus
gerüstet mit Säge, -Beil u. s. w.,
hineur5piltiern nach V??ipeihen, Tan
iiemvalde tt. f. w., nm bort ein paar
Kloster Hdlz mühsam zniamincitzit
-schlagen itnb so^wenjgstLns aus kurze
Zeit, vor der bittersten Kälte, ge
schützt zu sein. Auch bezüglich' ber
Kartoifelucriojgting sieht es mehr
als trostlos ans. Der überraschend
schnell und gleich mit beträckstlicher
Stärke eingetretene Frost hat Htttt
derltansende^ voti Zentnern Kar
toffeln, iiie sich zum Teil aus 'her
Bahn, zum Teir noch nicht einge
mietet ober sonstwie gegen Witts*
rungseiuslüsse genügend geschützt itt
Scheunen ober aus dent Felde befan
den, vernichtet: än vielen Stellen
Ostpreußens sind- die Kartosietn
wegen Mangel a tt Arbeitskräften im
Boöen geblieben itnb ebenso wie
Rüben u. j. tu. er froren. Der Scha
den, der hierdurch der Allgemeinheit
erwächst, geht, in die Millionen.
xwar,
e
-ist
jetzt .von ciiiCm Zigckrren- oder e e n E o a e i i s
Zigarettenliänbler gepachtet, die uotk ^)e PhoSpliorsalbe aus der Apo
dem englischen und französischen
TaVak garnicht genug herbeischaffen
künttëti. Hub in jedem Kramladen
und bei jedem Höker sieht man ben
gesi'chton miterikonischen Mehlkleister,
die sogenannte Wait Etn-Schpfolode,.
aufgetürmt im Fenster liegen: und
sobalb ein Lanftitäbel ober -^nnge
seinen Wochenlohn erhält, geht bie
Hälfte davon sicher in Zigarren resp.
Schbkölade aus. So werden »tiigc
(lettire Geldsummen verschleudert und
ber Wert unserer xMorf noch
weiter
"Hchon seit zehn Jahren stellt der
viclieitige Dr. Graham Bell, der als
TeleplM-Ersinder am bekannesten
geworden ist, ^tbcr noch erstaunlich
uiele „Eisen im,Feuer liegen" hat,
auch Versuche mit' verschiedenen Tu
pen von Htfdrubrmtten oder Wasser^
läuferit an. welche bazu bestimmt
sind, unter Motorkraft über bie
Sport.
Vier verschiedene Gattungen^ eines
solchen?lpparats hat er bis jetzt her
gestellt: und wie mitgeteilt wird, hat
er it?it dem viertelt Wasserläufer eine
Schnelligkeit von etwa 70 Meile»
pro 'Stunde bis jetzt erzielt. Das ist
eilte recht" anständige Leistung und
geht über die Schnelligkeit fast aller
Bahu-Expreszzüge noch hinaus. Aber
Tr. Bell ist noch keineswegs damit
zufi'ieden,
fondern erwartet, den
Sportskreisen bald 'ètwas noch Im
ponierenderes bieten zu können.
Daß er kein eitler Prahler ist, hat
e o e a e a n n s o n o i n
deii letzten Jahren bewiesen.
ber ZZasserläuser wird durch klei
ne Plaue" weiche uiUcr dem Waffer
sind, getragen und während der be
stäydigeu Erhöhung seiner Schnellig
seit emporgehoben. Eine der Hüpf
Fahrten ist auch unter Mitnahme ei
nes Passagier erfolgreich ausgeführt
IDtt'deil.
Ziveicents-Gâ
Unzweiselhast ist itt bcit Ver.
Staaten ein starkes Bedürfnis nacd'
mehr Sorten von' kleinem Gelb vor
Ijctubeit, schon bantty man beu gnä
digst verfügten Preissteigerungen
entsprechen kann .ohne wgleich hun
dert ober noch mehr Prozent bor
über b?rappen zu müssen. Immer
mehr häufen sich bie im Kongres
schwebeudeit Gelbmünze VorIngen,
und wahrscheinlich werben mehrere
dieser in irgend einer Horm nnge
itcmmen uub durchgeführt, zumal
nientt feilte xethnischen Schwierig
leiten im Wege stehen.
BesoN^erS ftau.fc Nnterstiitzung
tintbet eine Vorlag^, tuelché bie Prä
gung ober Wiederprägung eines
Pitb^icents Stiiifcv verlangt. Gérabe
gegenwärtig erscheint eine solche
Münze noch handlicher nnd in mehr.
Beziehungen nützlich, als sie es in
dfit: 'Tagen ber Penmj-To^eszeituu«
geif» uub bes Dreieents-Briesportos
gewesen wäre! Viele Bobürfnis
O-egenstätibe sönnen gegenwärtig
für zwei Cents gesaust werben, von
denen bies vor kurzem noch nicht
möglich mar. Ist einmal das Gelb
ffiUf eingeführt, so werben sich ohne
Zweifel bie Preise von noch man
che» anderen Kleinwaren nach ihm
'richten, wenn jic5 irgendwie zweck
mcifiig erscheint. Hub so entspre
chend auch im Fall sonstiger Klein
inmtzeit, biè wieder ju Ehren ge
bracht oder durch eine sehr ähnliche
Münzgattung kraft Beschluß des
Kongresses ersetz, iverbeir sollten.
Sqlche Hilfsmaszttahnten mögen
immerhin einiges bazu beitragen,
dast bas Pnblikllm'bei seinen La
bctuEmküufcti ein bischen mehr mit
einem Dollar ansangen kann, gleich
r.iet ob Teddy RooseveltS Konterfei,
onf den.neuen Münzen prangt oder
nicht.'
e i e s o e i n e S i e
erheben für das Volk in Bedrängn rs
'und Not aber nachher soll leine
Kunst wieder ber Blumengarten,unb
Erholungsplatz des Löbens My,
im
V V
W V ,^l o iU .xv \r
1
-v
WMMHMKMMWWKâWU
'V ^''v, J.', -to,, -&-V' V v i. •t 'r -si* Vv
a u s i e i i a s t
6 e tt I e tt, bie noch nicht ausge^
.brochcii s^»id. Eine rohe Kortossel
wirb gerieben, aus die listen vom
Frost angegossenen Teile gxlegt. rin
Tnch darüber gebttuben ü:ib 'über
dieses wieder ein wollenes Tuch oder
^eitten warnten Pantoffel anziehen
Ant beiseit nor, dem Schlafengehen,
iJeiitt die Kavtossel, recht dick aus
gelegt, zieht.aÄs aus. 2. Mittel
gegen/ Brandwunden: 1 Teil Lfin
imticnöl, .1 Teil Kalk Wasser, ein
paar Tropfen Karbolsäure »veiihe
Lappen damit anfeuchten und ans
bie verbrannte Stelle legen die*
Lappen, am besten Seiten, nnissen
stets ganz nas gehalten werde».
Das Mittel hat sich immer gut be
tvährt.
these. Die Salbe wiTi» niit einem
stttntpfen Messer in die Schlug
löchoc des Ungeziefers gestrichen.
2) Wo Physphorsalbe nicht anwend
bar ist, dürste vine Mischung von
zwei Teilen Vsrax und einem Teil
Salichlsaure ziUJt f»ielfr fiisiren. ES
hangt jedoch das ganze Gelingen
von ber richtigen Anwenbiiilg des
Mittels ofr. Siub bie Schlupfivinkel
des Ungeziefers erreichbar, so streut
man das Pulver in diese ein und
verschmiert die Löcher mit einem
Gipsbrei. Sind sie unaiissindbar
oder unerreichbar, dann stellt titiuu
sich aus gekochten Erbsen-unter Fett
oder Vierzusatz einen dünnen Brei
her,, mischt das angeführte Pulßèr
hinein o Teile Brei, 1 Teil
Pulver sonnt sich aus der Masse
kleine"- Kiigelcheu, welche man dort
hin gibt, woman die Schwaben ner
mutet. Durch Wiederholen fliese?
Versahrens ist man allein imstande,
die Käfer gänzlich auszurotten
E e k i z i s r- o i
nuu,a^ 5in ecke. Das Bestreben,
die ÄektrizitätSwerke unter der
Wirkung der allgemeinen Teue-riiugS
Verhältnisse
möglichst vorteilhaft
auszunutzen, hat zur Aunieiibiwg
eines bemerkenswerten Verfahrens
geführt. Anstatt die int Elektrizi
tätswerk aus den Turbodtiuamos
austretende manne Lust ins Freie
entweichen zti lassen, wirb sie"v-iit
einen geschlossenen eisernen SchraiN.
der stockiverkweise Dralstnetzhorben
besitzt, geleitet. Die Horden find
heranKnehmbar, um Gemüse und
aitbereS TrocknungSgut batauf aus
ziibreitcit. Die Luft, bie van unten
in ben Schrank eintritt, burchstreicht
alle Horbenreiitjicht dabei den dar
auf liegenden £bft- oder Gemüse
mengen die Feuchtigkeit uitb ent
weicht nach Xobeii. Damit bie ver
brauchte Lust ungehinbert nach ihrer
Ausnutzung fiir biese Trocknung'?
Zwecke ins Freie gelangen kann, ist
ber Schrank oben offen, ober zum
Schutz gegen Regen mtb Schmutz
bitrch
ein im Abstaube von einem
Meter befindliches Tach geschützt.
Ter warnte Luftstrom läfjt sich leicht
5iirch Cetfi^it ober SMies e» ber
LustauStrittkanäle'" regulieren. Tic
i
-Betriebe gesammelten Erfahr»»»
i gen habe» eine recht vorteilhafte
Ausnutzung" biefer Abwärme beS
ElekirizitütSwerks ergeben. Tie
TrotfnnngSbauer für £bi't- oder
Pemi'iseschnitzel. die nach deut Töir
verfahren vorbereitet werden, beträgt
vier bis fünf Stunde». In dieser
ocit-trocknet man auf jeden Qua
dratmeter Horde»iläche\ etwa zehn
Kilo Gemiif^.
S ch 4) n e-. tu eiste e i t«
w s d) e. Eilt' gutes Mittels schöne
tneisze Bettwäsche zu erzielen, ist sol
gendcS: Auf drei Eimer Wasser
wenn man Regeuwasser hat, ist es
naiirlich ant besten löst man 16
P|itlib' Schmierferse aus, läs txbas
Wasser recht Heist werben, eS kann
auch fochcn. Dazn gibt man vier
Estlöfsel voll Terpentinöl nub drei
Estlössel Holl Anttitoiiiaf. Hierrtui
füllt man bas (leiste Wafser niit so
viel kaltem auf, wie man bedarf, um
die Mischung lauwarm über 'die
trocken in die WaschtnbS gelegte
Wäsche zu gieszeii. Diese miiji sich
gcmz durchziehen und e)ne, Nacht
bit in stehen bleiben Es erleichtert
den' Reinigungsprozes ungemein
wer etz probiert hat, tut es geivist
»nieder. Ein wenig gekanntes Ver
sahren die Wäsche zu. reinigen, ist
folgenbes: Zu einer gewöhnlichen
Wäsckie für eine Famikir von 4—5
Personen weiche man ben Abenb
vorher wie gewöhnlich ein, süge aber
dem Wasser eine halbe Tasse Benzin
bei. Dieses Verfahren wieberhole
man am anbern Tage, wenn man
bie Wäsche zum Kochen ansetzt. So
wenig glaubhaft es erscheint, wirb
boch dadurch vidi Zeit und Seife
erspart, bie Wäsche aber babei über'
aus weis ohne daß das Gewebe
durch übergroßes Reiben .mitgenom
men wirb. Der Geruch bes Benzins
verschwindet beim Kochen vollständig.
Man sei aber bei der Verwendung
bqß jgettzitis sehr vorsichtig, ba biefes
außerordentlich feuergefährlich ist.
Man dats damit nie in jbic Nähe
ines Feuers ober Lichtes kommen.
E s gi Schulweisheiten, von
bellen sich die Dinge nichts träumet»
lassen.
xV'
V
1
n
Wir
t4
Großartige Offerte!
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engUsch-dentsches Wörterbuch!
X"5
Der StaatH-Anzriger ist immer bemüljt, seinen Lesern und Leu- i
ten die solche werden wollen, etwas wertvolles und nützliches zu bie
ten unter Bedingungen, iqie befser fie feine Zeitung im ganzen Lande
machen kann.
Wir haben soeben mit hen Verlegern von Karl Brett's neuem be
'tÜljmtfiK. SBörtetiiuch (Dolmetscher)'-eitt günstiges Abfonimcu ge
macht. Dieses Werk ist entschieben bas bestx aus dieses Seite bes
Ozeans. Dieses Wörterbuch sollte itt jeber deutsch amerikanischen
Familie sein und ber Staatv-Aitzeigei: bietet es unter Bebingimgen
an,/t»ie jebe Person annehntsn kann.
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Dieses Wörterbuch ist ein großartiges Werk. Gibt alle Wörter
der deutschen Sprache itnb ber englischen Sprache in zwei Hälften.
Erst deutsch-englisch unb bann englisch deutsch. ES umfasst sage unb
schreibe 1360 Seiten, ist 8 Zoll lang, V-i Zoll breit und über S'/v
Aoll dick alles in einem Baiii^uub sehr dauerhaft eingebunden.
Es ist ein Werk ohnegleichen zu dem tiiebrigeti Preis.
Es gibt tausende dettische Männer, Frauen unb Kinder, die nicht
immer das rechte deutsche 98#rt für ein englisches wissen, oder nicht $
das richtige englische Wort für bas beiitfihe. Dieses Wörterbuch
^hafst rasch Abhilfe. Das Buch ist unbezahlbar itt ber deutschen
ober dentsch amerisät»ische» Familie. 4
Es ifjt£in absolut zuverlässiges Werk lind in Gebrauch in den
meisten Hochschulen und Universitäten itt den Ver. Staaten und
Cauada. Der ^utor iss Professor Doktor Karl Breul von den llty
persitäten Berlin und Cambridge, ein Sprachgelehiter von Welt
ruf.
Jeder Leser des Blattes im Jnlande,od?r Jeder der Leser werden
will, den Staats-Anzeiger (Preis au s o
schenken
Gegend tvohnen Nachbarn, bie vielleicht de«. Staats
?litseifler. tioch
nicht lese». Gewinnt diese als Leser!
Die Ernte ist leidlich gut gnsgefallen. ist leich^ èt»e^?eser
Geht sofort an die Arbeit!
zu gewtnyen.
Man schreibe deutlich alle Namen imd^fbreffeit. Geldsendungen I! ,a,
sind am sichersten durch Postanweisungen (Postal Money Order) zu^
machen. ^MD^nd,tNM,nyd Briefe:
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Der Maats'Anzeiger, Bismarck,
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vorauszahlt und $1.:ir) dazu, also im Gauzcn $4.^5 uns einschickt,
erhält dieses großartige Werk Postfrei zugesandt.
Leser in Canada müssen, wenn Sie ba? Buch wünschen. Ms
$5.25 emseiibett, alfojino' ntü» $1.7y,, da jtos' PostgeJsdjach
Csajtadst tint tjprf) 40 Eeitt? höher ist alv int In lande.
)xnuf ein Jahr
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1! im Utlande, der feine Zeitung ein Jahr vorauszahlt, und nnS zwei
Heue vorauszahlcitde Lcscr (im Ganzen also $!.00) einsendet. Dazi
schenken wir jedem ber bei bett netten Leser einen prachtvollen Kaien*
der aus das Jahr 1920. In anderen Worten kaun sich jeder Leser
dieses Blattes das großartige Buch verdienen, wenn er uns zwei H.
neue Leser einschickt, die mit ihm zusammen ben Staats-Anzeiger
ein Jahr vorauszahlen. Es lohnt sich also, Leser für ben Staats- i
i Anzeiger zu sammeln. Dies zu tun ist leichte Arbeit. In jeder 1!
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Die $«IH«ftr der Welt.
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D« «katt«'N»zeiser, WßOar«, st. DV dett. 20. April
Dr. Bells W»sserl«ufer.

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