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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 21, 1920, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Gebühre« für Anzeigen:
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für lebe Insertion
16c per Zeile silt Me erste Insertion
10c Der Seile für lebe folgenbe Insert!»»
Bermischie Anzeigen. 2c Wort leb. Insertion
»et vnzeiacn von 60 Zoll unb darüber Be»
rechnen mir 60c per Zoll für bte erste unb
60c für lebe weitere unbeeânbette Insertion
Äthie Mtocichung »m Mefee Mite»!
15. Jahrgang
of
Staatskasse zeigt größten Barübe»
schuh in 20 Jahre»»
i S in a es, 10. Sept. Beim
Schills des Rechnungsjahres mit 30.
âilni, das wurde heute bekannt gc
niocht, zeigte die allgemeine Kasse
(General Fund) im Staatsschotzamt
eilte um über $300,000 größere Bar
bilanz als seit 20 Jahren. Tie jal)=
lenznsontnienstellung winde vom
staatlichen Steiierkominisfär gemacht.
Der Ueberschuß in der Haupttasse am
30. Juni überstieg noch bei weitem
den vorjährigen, der als sehr hoch
galt. Poriges Jahr betrug dieser
$520,022.13 mid dieses Jahr erreich
te er die Höbe von $815.770.28, war
also um über $300,000 mehr. Und
dabei behauptet die Is. B. VI. und der
verräterische Ttaatsauditor .ttofitsft),
daß der Formerbnnd den Staat
„bankerott" mache! Tiefe Zohlenzn
sammenstelliiiig. welche einen Teil des
zweijährigen Berichts de* Steuerkoin
mifsärs bildet, ist der denkbar beste
Beweis, das das ganze Geschrei, die
Behauptungen der'I. B. W. und ih
res willigen Werkzeuges StofiUfi),
glatt erlogen sind. Im Jahre 1000
zeigte die Hauptlasse einen lieber
schus von $ 10,2K!).o(». Tieser stieg
allmälilig und War im Jahre 1000
hil07»,210.: i. viiii nächsten v,ahre
siel er um etwa $:j,ooo nnd war im
Ja lire 1008 nur $00,088 und im
Jahre 1000 war er um noch $8,000
niedriger. In 1010 vermehrte sich
der tteberschnsz gewaltig und stieg aus
$200,000, fiel aber im Jahre 1011
bis auf $21,000, deu niedrigsten
Stand in der Geschichte des Staates,
vim Jahre 1012 betrug er wieder
$112,117.37. Während der letzten
acht Jahre war der Ueberschus am
30. Inni jeden Jahres wie folgt:
1013, $108,702.20 101 l, $310,
277.01 1915, $305,710.15 1010,
$108,811.01 1017, $408.000.10
1018, $310,802.87 1010, $520,=
022.13 1020, $815,700.28. Tiefe
.iahten find amtlich und absolut rich
tig.
Tie itt»5gcstos?cnt»i Sozialisten
in New Z)ork wiedergrtvählt
N e w o k, N. ?)., 10.
Sept. Bei der heute abgehalten
neu Extrawahl wurden die siiiif
sozialistischen ^egislaturiuitglie
der, welche vergangenes Früh
jähr bekanntlich ans der Legis
latnr nnsgestos'.en wurden, weil
sie angeblich „treulose" Bürger
waren, mit gewaltigen Michrhei
ten wiedergewählt. Also ein
Beweis, das das Volk anders
denkt, als die Herren in der üc*
gislatur. Wimder ivas diese
jetzt tiui werden. Bielleicht aber
mals ihnen die Sitze verweis
gern? Trotzdem das Volk sie mit
überwältigenden Mehrheiten
wieder erwählte?
Die Nassen haben sich „verschworen,"
behauptet Ärainer
W a in i] o Ii, 10. Sept. Ter
Prohibitionskommifsär Krames er
klarte heute, das die Maschinerie zur
Tnrchführnng des „trockenen" Gese
tzes gänzlich nngenügend ist. 'i»sam
nie» mit dieser Erklärung wurde ein
Bericht der „Anti-Saloon League"
(Bund gegen Wirtschaften) einge
reicht, in welchem behauptet wird
„Tas Land steht vor einer weitver
zweigten, bösartigen Verschwörung
das Prohibitionsgesetz zu beschult
pfeil, unbeliebt zu machen und es
schließlich zn vernichten." (Nach lin
serer Ausicht ist es rein uuinöglich,
das Prohibitionsgesetz zu beschimpfen
nnd unbeliebt zu macheu, weil es
schon immer beim Volke unbeliebt
war und sich selbst beschimpft. Da
jju bedarf es keiner „Verschwörung."
Auch nicht zur Abschaffung desselben.
I" -*.^
éf i â.
"HT,
tm
Rote siegenin eschlacht
36 Tote, 200 Verletzte bei Bomben Explosion
Dbschanel geht—Den Sozialisten sollen wiederum die Sitze verweigert
SMtdeil Warnung, daß das Zollhaus in die Luft gesprengt wird
chtiatSkaffe zeigt größten Ueberschutz seit 20 Jahren-Die Raffen haben fich „verschwo
r-n," sagt «ramer—Ausweisungen räche« sich —Polen planten gewaltsame Besitz«
«ahme Oberschlesiens—Krankreich droht aus dem Bölkerbunp zu scheideu-Baukiere
wollte« Bank
Ausweisungen rächen sich
N e tu ?1 o k, N. Z)., 17.
Sept. (Bon Maurice Smith,
Ertrabericht für die Federated
Pres .) Trotz aller Hindernisse
nnd Beschränkungen wandern
täglich Tausende ausländische
Arbeiter nach Europa aus. In
folgedeffen Hat eine Panik die
grofzen Arbeitsgeber in A uteri
ka ergriffen, welche zum gröf
ten Teile auf ausländische Ar
beiter angewiesen sind. Tie
.ieitnngen, welche seither das
Mundstück der Gros'.kapitalisten
waren, sagen jetzt kein Wort
mehr zuguusteu von Massenaus
Weisungen itud^ Beschränkung
der Einwanderung. Gros e und
mächtige Bereinigungen (Crgiv
nisationen», denen Millionen
Tollars zur Berfiigung stehen,
um Stimmung zu machen, wur
den jetzt ins Leben gernfe».
„um die Arbeiter zu bewegen in
Amerika zu bleiben, und auch
um europäische Arbeiter nach
Amerika zu bringen."
Großbritannien steht vor schwerer
Krise
o n o n 1 7 S e I n e n a
tional News Service.) Nie zuvor in
der langen und vielbewegten Geschich
te des britische» Weichet? hat der Pre
mierminister der Steuermann des
britische» Staatsschiffes solch im
geheuere Sorgen und schwere Verant
wortung gehabt, als heute auf den
Schultern des Premiers Tavid Lloyd
George ruhe». Trei drohende Krisen
starren dem welschigen Staatsmann
in die AIlgen Erstens, weitverbrei
tete Aufstände und Meuchelmorde im
ganze» .vereinigte» Königreich, wenn
Terence MacSwinen. der Hunger
streikende Bürgermeister von Eork,
im Brixton Gefängnis zu London,
oder wenn irgend einer der elf
Sinn Feilt Hmigerstreiker tut Ge
fängnis zu Cork sterbe» sollte.
Zweitens, die sich vermehrende Ge
fahr eines wirklichen Bürgerkriegs
in Irland, da sich nun die Unterhand
langen zwischen den Militär und
.jivilbehörde» der Tin» Feiner und
den Gemäs igten in Irland für (tie
bietsselbstregierimg zerschlagen ha
ben. .Drittens, .der landweite
Streik de^ Kohlengräber out 25.
September, welches droht, Wirrwarr
in die Industrien des ganzen Landes
zu bringen und möglicherweise sogar
zu einem wirklichen Indnstriekrieg
führen mag. Abgesehen von diesen
groszeii heimische», sind auch interna
tiimale (zwischenvölkerische) Fragen
von weltbreiter Bedeutung, denen der
Premier jetzt seine Aufmerksamkeit
widmen miis
Rote erhalten die Tchnld an der
Explosion
W a s i n o n, 17, Sept. Das
Justizministerium hat heute Abend.
Beweise in Händen, das die gestrige
Explosion tut New Notker Finanz
distlikt das Werk Radikaler war und
Regierangsbeamte sind nun auf der
Suche nach den Nerübent des Verbre
chens. .William I. Fhjitit, Leiter der
vom Iustizministeriam eingeleiteten
Ihtterfachaitg, der in New Aork
weilt, meldete im Laase des Tages,
das alle Anzeichen darauf hindeuteu,
das die Explosion durch eiiiT von
Anarchisten geworfene Bombe verur
acht wurde. Flyun'S Bericht, der,
o tiernimmt mmtj einzelne Beweise

w
enthält, auf welche seine Schlns folge
rung sich stützt, winde nicht bekannt
gegeben, aber die Beamte» erkläre»,
das das Justizministerium aus alle
Personen fahndet, die schon im Vor
aus Kenntnis von der angeblichen
Verschwörung hatten.
Frankreich droht ans den» Völ
kerbnnd zn scheiden
a i 1 7 S e U n i e
Pres .) Die hiesige Zeitung
„Echo de Paris" erklärt Heute,
das die französische Regierung
ihre Vertreter im Völkerbund
rat dahin instruiert hat, das
Frankreich aus dem Völkerbund
austreten wird,wenn esDeutsclp
laut) erlaubt wird, sich an der
bevorstehenden Konferenz tu
Genf in der Schweiz zu beteili
gen.
Deschancl geht
a o u i e a n k e i
17. Sept. (Ass. Presse.) Paul Des
chattel, der Präsident Frankreichs, hat
heute resigniert. Er überreichte heu
te in seiner hiesigen Wohnung sein
Abdauknngsschreiben Premier Mil
lercutd, der das Dokument am DienS
tag vor dem Senat und der Depu
ticrteiifniiimer verlesen wird.
Nationalversammlnng ans best 25
September einberufen
a i s, 17. Sept. Die National
versammlung wird am Samstag, den
25. September, zusammentreten, mit
über die Erwähliing eines Nachfol
gers für Präsident Paul DeSchanel
zu beraten, wie Heute offiziell besonnt
gegeben wurde. Premier Millerand
wird morgen die Präsidenten des!
Senats und der Tepntiertenkammer'
empfange», am dieVorkehrnngen für
die Einberitfang des Parlaments zn
treffen. Präsident Teschaitels E»t
schliiN, zu resignieren, wurde durch
den Rat seines Arztes beschleunigt,
der seinen Gesundheitsznstand für so
ernst hält, das er jede Aufregung ver
meiden müsse. Premier Milleroiid
konferierte hxute früh mit mehreren
Kobinettsmitgliedern, nahm in Ver
sailles sein Frühstück ein und fuhr
dann in einem Automobil noch Ram
bouillet, mit Präsident DeSchanel zu
besuchen.
Polen planten gewaltsanie Besih
»ahme Lberschlesiens
e i n 1 7 S e A s s
Presse.) Das auswärtige Amt ver
'öffeittlichtc heute eine Reihe von
Dokumenten, Karten und Plänen, die
am 30. Juli einem polnischen Boten
abgenommen wurden nnd die als Be
weise angeführt werden, das Polen
beabsichtigte, Oberschlesien durch
Macht zu erobern. Die zuständige»
Beamte» erkläre», das die Dokumen
te nicht früher veröffentlicht wurden,
weil limit sich erst von der Echtheit
derselben überzeugen wollte. Die
Schriftstücke sollen aus dem pan
politische» Hauptquartier stammen
und wurden einem Boten abgenom
men, der sie über die Grenze nach
Sognowice bringen sollte. Die Pa
piere wurden von der Patrouille, die
den Boten durchsuchten, dem Prinzen
Hatzfeldt, dem deutschen Vertreter iit
der Plebiszit Zone übergeben. Die
Dokumente beweisen angeblich, das
eine geheinte politische Organisation
besteht, die einen ausführlichen Plan
zur Eroberung von Oberschlesien
entworfen hatte. Die Plebiszit- Zone
war auf der Karte in neun Bezirke
eingeteilt, und jeder Bezirk sollte mit
Waffen und Mnnition versorgt wer
den, sobald eine VersorgimgS-Zeit
trale etabliert werden konnte. In
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»iSmar», NordDakota, Dienstag den St. September 1980.
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74 der Bezirke sollen ita$ Angaben
hes Auswärtigen Amtes die Streit
fräste -für den Schachzug- bereits or
ganisiert gewesen sein, am die Berg
werke and Indastrien zu übernehmen
and jede Eittmischaitg Deutschlands
zn verhindern.
North Dakota zu vernichten
a o N 1 7 S e i e
farmerbundfeindlichen Bankiere in
Nord-Takota—und das umfaßt die
Mehrzahl derselben—hatten sich ver
schworen, die Bank of North Dakota
ungefähr am 1. April zu vernichten,
Die gute Leitung der Staatsbank
durch Oberdirektor F. W. Cathro ver
hinderte die Ausführung der Ver
schwörung und deshalb stub nun die
Groszkapitalisten jetzt so gegen die
Bank erbittert und versuchen bei der
kommenden Wohl im November Jii
sätze vorzuschlagen, welche, wenn vom
Volk angenommen, die Staatsbank
gänzlich hilflos machen würden.Diese
Bankiere wußten nur zu wohl, das
am 1. April alle Volksgelder, die in
ollen Counties durch Stenern aufge
bracht worden waren, in der Bank of
North Dakota hinterlegt werden
mußten. Durch die von den Bankie
re» ausgeheckte Verschwörung war
geplant worden, das olle Coiinty
schatzmeister im Staate diese Eiiizah
langen möglichst lauge verzögern and
zurückhalten sollten. Das würde
dann, so rechneten die Bankiere ganz
richtig, zur Folge stoben, das in den
letzten Tages des Monats gewaltige
Summen Geldes mit einem Male in
die Bank kommen. Und dos hat sich
auch richtig ereignet, denn innerhalb
der letzten paar Tage int Monat
April wurden zwischen $8,000,000
bis $10,000,000 auf die Bank abge
laden. Die zweite Verschwörung der
Bankiere bezweckte, in der ersten Half
te des Monats April ans der Bank
soviel wie mir möglich Geld zu zie
hen. Dies brachten die Bankiere auch
fertig unter Mithilfe reaktionärer
(rückschrittlicher) (Souiitnbcomteit, die
ihre Werkzeuge sind, und diese stell
ten noch nie vorher dagewesene An
fordernnge» au die Bank. Die ei
ste» zwei Wochen im Monat April
zahlte auf diese Weise die Bank of
North Dakota über $2,000,000 au
die verschiedenen Counties aus. Die
farmerbundfeindlichen Bankiere gin
ge» sogar soweit, auf die ihnen willi
ge» Coiuttijbcamteii einzuwirken, das
diese Gelder zurückzogen, welche zur
Rückzahlung von Bonds in der
Staatsbank hinterlegt worden wa
rat. Obgleich die Bonds noch gar
nicht fällig waren, zogen eilte Anzahl
Counties ihre Gelder aus derStaats
bank und sandten dieselben aus dem
Staate, trotzdent die Bondzahlangen
nicht fällig waren. Dies alles ge
schah im Einklänge mit der Verschwö
rung, die Staatsbank auf jede mög
liche Art und Weife zu behindern und
zn verkrüppeln. Ein gutes Beispiel
ri'tr dieses elende Treiben lieferten
die Countykonimissäre von xGolden
Valid) County, offensichtlich alle wil
lige Werkzeuge der Bankiere. Sie
hotten in der Staatsbank $70,000
hinterlegt, welche Summe wiederum
itt deu Banken von Golden Valley
County deponiert worden war, lint
Bonds abzuzahlen, die aber erst in
mehreren Monaten fällig waren.
Trotzdem zogen die Kommissäre das
Geld aus der Staatsbank, und diese
mußte also die $70,000 aus de» Bau
te» i» Golde» Valley County zurück
ziehen. Das meinte also, daß diese
Summe den Farmern und Geschäfts
leuteu dieses Couutys entzogen wer
den mußte, trotzdem die Bankiere nnd
die Coniitykotttiitissäre nur zu wohl
wußten, daß namentlich Farmer die
ses Geld sehr notwendig brauchten
und zwar bis nach der Ernte. Duv
Vorfälle zeigen so recht, und voll
und ganz, das ganze elende Treiben
der Werkzeuge der Groszkapitalisten
und ihrer-Helfershelfer, um der Bank
and dem Farmerbaad i» de» Aage»
des Volkes zu schade». Es ist gut,
daß es »och freie Zeit,tage» gibt, die
de», Volk die Auge» öffne»!
Die Explosion in New Aork
N e w A o k 1 7 S e A s s
Preß.) Feuerkommissar Trema» Ittel
bete heute Mayor Hula», daß die
Explosion, die sich gestern in der
Wall Street ereignete und 31 Perso
nen tötete und 200 verwundete, ^of
fenbar durch eine Bombe verursacht
wurde. Von der Feuerwehr sind auf
der Unglücksszene mehr als 150
Pfund zerbrochene Feiistergewichte
und andere Metollstücke gesammelt
und der Polizei überliefert worden,
sagte Kommissar Tretnan. Tie Ex
."plosion ereignete sich/ deu offiziellen
i'
^V't jfc (è4 1 «flbt'»# «v*1t MÜ# jP'j*Wi««l»i
«eemer.
Untersuchungen zufolge, „anscheinend
in einem verdeckten, von einein Pfer
de gezogenen Wagen an einer dem
Eingang des Ver. Staaten Schatz
aintö fast gegenüberliegeiidenStellc."
Tie Untersuchet fanden, daß der
Wagen ein rotes Gestell hatte ltttd
da das Geschirr keine „äderen
Kennzeichen trag. Die kleinen
Stücke Feiistergewichte, mit denen die
Höllenmaschine geladen war, waren
durch cine intensive Hitze zusammen
geschmolzen, etil Zeichen, das sie
mittels eilten sehr starken Gasbren
ners zerschnitten worden wäre». Wie
ein H)o(,cr Beamter, der mit Geheim
haltung seines Namens ersuchte, er-
klärte, hat die Durchsuchung der
Trümmer nahe der Unglücksszene dos
Vorhandensein von Fragmenten ei
nes Uhrwerks ergeben, wie solche ge
wöhnlich bet der Herstellung von
Bomben benutzt werden. Unter dem
Pflaster in dem durch die Explosion
entstandenen' Loche wurden ebenfalls
drei Stück? gebogenen Metalls gefun
den. Ein weiteres Stück ähnlichen
Metalls wurde an der Leiche des 10
Jahre alten Botenjimgen Robert
Weftdau entdeckt, nach Aussage des
Chef Uiitersiichungsarztes Dr. Char
les H. Norris. Tie Behörden sag
ten, daß das Auffinden dieser Be
weisstücke tatsächlich die früher von
einigen Beamten aufgestellte Theorie
über den Haufen werfe, daß die Ex
plosion durch eine Kollision mit einem
mit Explosivstoffen beladenen Wa
gen entstanden sei. Der Polizei zu
folge, hat djie Untersuchung des zer
trümmerte» Wagens ergeben, daß
es einer vo,t der Art war, die als
„Rock Track" bekannt sind und dos
es unwahrscheinlich ist, daß ein Ve
hikel dieses Typs zum Transport
von starten Explosivstoffen gebraucht
werden würde. Eine sorgfältige
Untersuchung durch städtische Behör
de» zeigte, daß gestern keine Erlaub
nisscheine stir die Beförderung Do»
Explosivstoffe» ausgestellt worden
sind.
Explosion verdächtiger Mann ist ein
^Wahnsinniger
a i o n O u 1 7 S e
(Ass. Presse.) Edward P. Fischer,
der hier Hilter dem Verdacht festge
halten wird» zn der Explosion an der
New porker Wall Street in heimli
chen Beziehungen gestanden zu ha
den, war qiif die Information hin
verhaftet ivprdeit, die seilt Schwager
Robert Pope der hiesigen Polizei gab.
Die Beiden wohnten zwei Tage in ei
item hiesigen Hotel. Pope soll der
Polizei hier mitgeteilt haben, daß
Fischer bereits vor drei Wochen vor
der Explosion gewarnt habe. Eine
Kommission! von Irrenärzten hat seit
dem Fischer untersucht und für geistig
unzurechnungsfähig erklärt. EP soll
infolge deffpit heute nachmittag nach
dem Irreitijaus gebracht werden. Die
Polizisten, die Fischer verhafteten,
sagen, daß sr die konfuseste» Behoap
hinge» aufgestellt habe.
Wahlrcs»!ltat in Illinois bleibt
zweifelhaft
i a o, 17. Sept.(Ass. Presse)
Vize-Gouventeur John G. Oglesbu,
der Kandidat für die republikanische
Nomination zum Gouverneur auf
dem von Gouverneur Frank O. Low
den unterstützten Wahlzettel gewann
heute iiber Leu Sutal, de» Kandida
ten des Bürgermeisters William Hole
Thompson, den Vorspruiig und hatte
heute abend ungefähr eintausend
Stimmen (jegeit Small gut. Es sind
aber noch aus 370 Bezirken Berichte
einzuschicken. Von den noch nicht ein
berichteten Bezirken befinde» sich
270 i» Chicago, wo Small vierzig
Stimme» N»d mehr als sei» Gegner
int Durchschnitt,erhalten hatte. Das
Resultat dl'r Primärwohli wird bis
zur amtlichen Zählung im Zweifel
bleibet,. Dies ist auf die Tatsache zu
rückziiführen, daß Wahlurnen in 270
Bezirken in Chicago versiegelt wur
den, che das Zählresultat de» Zeitun
gen zur Tabiilieriutg übergeben wur
de und seine Zahle» werde» erhält
lich sei» so lange die Stiminkästen
nicht amtlich geöffnet worden sind.
Die endgiltigen Wahlresultate hän
gen jetzt davon ab, ob Oglesby und
McKinley in dem übrigen staatlichen
Distrikten eine Mehrheit ausbringen
können, die groß genug ist, irgend ei
nen Vorsprung, welchen Small and
Smith in den noch nicht bekannten
Chicagoer Bezirken erhalten könnten.
Bu»»deschej»iikèr nntersuchen Metall
I stücke
N e w A o k 1 7 S e A s s
Presse.) Sechs Expertchemiker vom
Bureau dtüs baiidesstaatlicheii Berg
bau Departements dys Ministe
iuinsdes Innern trafen heuty nach»
mittag tut hiesigen Polizeihaaptquar-
tier aus Washington ein nnd halfen
bei der Zusammenstellung von Me
tall fragmenten, die man füv die ge
wesenen Bestandteile der Hölletmta
schiiie hält. Chef Flynu vom Unter
sttchungsbitreau des Juftizdeparte
ments sagte, inait hoffe bis morgen
bestimmt zu wissen, welcher Art Bom
be verwendet worden sei. Die Firma
von Pierpont Morgan begann eine
vvn der bundesstaatlichen und poli
zeilichen ititalchöagige Untersuchung.
Vertreter der Polizei and des Ja
stizdepartemeats wohnten der Kon
ferenz der Mitglieder der Firma bei.
Oberstaatsgericht verbietet die
Erhöhung der Eisenbahn
rate»»
i s in a ck, 17. Sept. Das
Oberstaatsgericht stimmte spät
heute Nachmittag der von Herrn
William Lemke ausgestellten Be
hauptung bei und erlies einen
Besehl, welcher allen Eisenbah
nett in Nord-Dakota es verbie
tet, die erhöhten innerstaatlichen
Raten zn berechnen, welche am
1. September inkrast tfaten.
Diesem Befehl zufolge müssen
die Eisenbahnen auch die bereits
kassierten Erhöhungen znrücker
statten. Das Oberstaatsgericht
entschied, daß die Eisenbahnen
keine gesetzliche Erlaubnis .von
der Eisenbahnkoinmissärbehör
de erhielte», weil das amtliche
Protokoll dieser Behörde nichts
über diese Sache enthält. Tie
Frage, ob die alten Raten ge
nügend sind oder nicht, wurde
nicht vom Oberstaatsgericht in
Erwägung gezogen.- Man er
wartet, daß die Eisenbahnen
eilt neues Gesuch mit Rateiter
höIlling bei der Behörde der
Eise»bah»kommissäre einreichen
werden. Als neulich angekün
digt mürbe, daß die Eisenbahn
kommissäre die von den Eisen
bahnen verlangte Erhöhung be
willigt hätte», liefe» beim
Gouvenieilr Frazier zahllose
Proteste dagegen ein nnd er
wurde ersucht. Schritte zu tun,
damit die Erhöhung nicht in
kraft trete. To Oberstaatsan
walt Langer in der Sache nichts
tun wollte oder tot, ernannte
Gouverneur Frazier Herr»
Lemke als speziellen Oberstaats
onwaltsgehilfen, damit dieser
die Sache genau untersuche nnd
entscheide, was in derselben zn
tun ratsam sei. Herr Lemke
machte daraufhin einen Prozeß
im Oberstaatsgericht anhängig.
in welchem er verlangte, daß die
Eisenbahnen verhindert werden
die erhöhten Raten zu kassieren.
Infolge dieseiENtscheidmig nun
fallen die Eiseubahnrateii im
innerstaatlichen Verkehr zurück
auf die Sätze, welche bis zum
1. September berechnet wurden.
Tie von der zwischenstaatlichen
Handelskommisswii für ziut
scheustaatlichen Verkehr erlaub
ten Erhöhungen beziffern sich
auf ungefähr 20 Prozent für
Passagiere, 50 Prozent für
Schlafwageiidieust und 35 Pro
zent für Frachtgebühren
Tchnapsschninggler werden gewarnt
i n n e a o i s i n n 1 8
Ter Prohibitionszusatz wird in Nord
und nördlichen Minnesota mit aller
Energie durchgeführt werden, bis mit
den angeblichen Schiiapsschiuugglerii
Otis
Canada gründlich aufgeräumt
worden ist. So erklärte heute'Mor
gen Paul T. Keller, der aufsichtfüh
reitde Bundes Prohibitionsagent, als
er von einer Inspektionsreise ans
Fargo, Mi not und anderen Punkten
in Nord Dakota hierher zurückkehrte.
„Ich habe," erklärte Herr Keller,
„Auskunft erhalten, daß Schmuggler
Schnaps fatS Canada herunterbrin
gen und diesen namentlich in Farm
Häusern in entlegenen Gegenden in
Nord Takota aufspeichern. Andere
Gesetzübertreter aus Minnesota.
Süd-Dakota und Iowa, und soweit
südlich wie Nebraska, fahren an diese
Formhäuser oder Niederlagen heran,
füllen ihre Automobile dort mit
Schnaps, und nehmen diesen mit
nachhältst'. Diesem Treiben Weiderich
ein Ende machen, indem ich »teilte
Agenten an der coiiodische» Grenze
entlang ausstelle und die noch Nord
Dakota und Nord-Minnesota führen
den Wege bewachen lasse. (Was aber
wird die Bewachung der »Wege nu
tze», wenn Schnaps per Luftschiff ans
Canada ^eingeschmuggelt wird?—
Red. Staats-Anzeiger.) Von nun
an bis zum Eintritt des Winter wer
den meine Agenten sich bemühen, die
(^cfcfcitbertretcr Mit fassen."
•'rX
•ë'.
V
W
'"~SW
Si*'
i y
AbonnenilentS.Preise:
$8.00 kzf Jahr in den ®et. gtamw
«ach
lern ««Mause
$3.50 daS Jahr nach Canada
$3.60 das Jahr nach Deutschlack
$8.50 daS Jahr nach Rußland
gegen BerenSselltmi)
Mitferaitd oder Ionnart der nächste
Präsident
a i s 1 8 S e A n s e n
Freitag wird der Nachfolger des aüB
Gesundheitsrücksichten zurückgetreten
iteii Präsidenten Paul DeSchanel ge
wählt werden, und wenn die Dtfa
tionolversaininliiiig am Dienstag zu
sammentritt, wird Premier Mille
rond das Rücktrittsgesnch des Pnisi
beutest vorlegen. Ter Nachfolger
dürfte Millerand selbst sein, falls
sich „seine Widerstandskraft nicht als
stärker erweist, als der von allen
Seiten an ihn ergehende Ruf, der
einen Ausdruck der öffentliche»
Stimmung bildet". Außer ihm scheint
der out meisten begünstigste Kandi
dat Charles C. A. Ioiutart zu sein,
Sonderbotschafter beim Vatikan.
^rue translation filed
master of Bismarck,
1920, as required bj
Bolschewik
o n o n
item onttlichei
Freitag aus Mossau, der heute
hier einlief, wird gemeldet.
daß die Soviet-Flotte im A sow
scheu Meere die unter General
Wrangel steheudeiiFlottenstreit
fräste besiegte. In den Kämpfen
zulande geben die Soviettrnp
Pen cimjit Rückschlag zn. näin
lid) den Rückzug in der Hinge*
geitb von Oriakhoff. Ter Bericht
lautet: „Im Gebiet hei Oriak
hoff zogen wir uns nach hefti
gen Kämpfen mit feindlicher
Reiterei hinter die Tokinak
Pologn Eisenbahn zurück, wo
die Kämpfe weiter gehen.
Int Asow'scheu Meere schlug
unsere Schiffsflotte die feindli
che Flotte, welche aus sieben
Schiffen bestand. Wir versenk
ten einen Torpedojäger nnd
zwei andere wurden schwer be
schädigt."
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. I».. on Sept. 21,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Völkerbund nicht imstande den Pol'
nisch-lettischen Streit zu
schlichten
o i s, 18. Sept. Die Bespre
chltngen der Gienzstreitigkeiten zwi
schen Polen und Littauen, welche zu
sporadischen Kämpfen zwischen den
beiden Ländern führten, wurden
heute liier auf der Sitzung des Völ
kerbuttdrats weiter fortgesetzt. Der
Rat wird sich ant Sonntaginorgen
abermals mit dieser Sache befasse»,
den» heute war er nicht imstande,
darüber zur Einignng zit kommen.
er Rat hat noch nicht entschiede»,
ob überhaupt der Völkerbund dos
Recht zur Einmischung Hot, da Lit
tauen noch nicht zn demselben gehört.
Neueste Telegramme
Direkt an den Staats-Anzeiqer
*1*119
Luft gesprengt wird
N e w o f, 20. Sept. William
D. Edwards, Zolleinnehmer in die
feiy Bezirk, erhielt heute ein Post
karte mit der Warnung, daß noch der
Expl"sion in Wall Street morgen das
Zollhaus iii die Luft gesprengt wer
den würde. Die Postkarte ist unter
schriebe» Ei» Bürger. Sie wurde
dem Verwalter des Gebäudes ausge
händigt, welcher den Postmeister be
nachrichtigte nnd auch das Iusti'zmi
liifteriyiit. Tie Postkarte besagt, daß
das Zollamt, welches jetzt unter schar
for Bewachung steht, morgen um zwei
Uhr nachmittags in dieLuft gesprengt
werden würde. Herr Edwards aber
erklärt, daß angestellte Untersuchun
gen keine Beweise einer bestehenden
Verschwörung zutage gefördert haben
und ist geneigt, die Drohung als ei
nen schlechten Witz zu betrachten.
(Fortsetzung auf Seite 8)
w-
No. 19
Zahl der Toten auf 36 gestiegen
N e w A o k 1 8 S e S e s u n
dreißig Personen, von denen zwei
nicht identifiziert worden sind, ver
Ioreit ihr Leben bei der Explosion in
der Woll Straße, der revidierten Ver
lustliste von hente Mittag gemäß.
Die Hohl der Verletzten beträgt, an
nähernd zweihundert. Die genauen
Zahlen find deS Umstandes wegen
nicht erhältlich, dcP Dutzende außer
halb der Hospitaler ins Behandlung
genommen wurden.
...

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Sept.<p></p>Se
North Dakota vernicht,«-«illerand od. Jonnart nächster Präsident
Eine Volksabstimmung. würde das
besorgen, Red. Staats Anzeiger.)
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Mr t-
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Bavkiere versuchten die Bank of
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1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Warnnng, daß das Zollhaus in die

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