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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 24, 1920, Image 5

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Beck ans Beâh, N. T. kamen' Mon
tcig t'«. .Geschäften «ach Bismarck und
sprächet ehe.WWltstag die Heim
.' Teise FichraA'nMtnch zu kurzem Be
'Inch archer Redaktton vor.
Heimreise von Richardton begriffen,
in Bismarck an. Er hatte seinen 15=
's-', jährigen Sohn Elias dorthin in die
Klosterschule gebracht und reiste Mitt
moch von hier aus nach Hause.
Herr Georg A. und Frau Bosch
aus Hague und Herr Anton und
'Frail Better aus Wishes, N. T. ka
men Tienstag in zahnärztlichen tt\tb
andere,» Geschäften nach Bismarck
und besuchten auch im StaatS-Anzei
•j ger Siè reisten Mittwoch Heins.
Herr Hermann Hardt, bekannter
deutscher Farmer ans Napoleon, N.
D., kam mil Montag ustch Bismarck.
.um Hilfe gegen rheumatische Leiden
zu suchen. Er besuchte Tienstag
-kurz im Staats-Anzeiger. Tos Lei
den: hatte sich infolge ärztlicher Be
Handlung schon bedeutend gehoben.
Tie Zerren Georg L. Link und
Benjamin Nichter, beide aus vazen,
N. T., kamen Tonnerstag nach Bis
marck. Herr Link in Geschäften, und
Herr Richter um feinen 12jährigen
Roland, der längere Zeit hier im
Bismarck darniederlag. äuf einen
Monat mit nach Hause zu nehmen.
Beide besuchten auch die immer be
schäftigten 'jeitnngsleute und fuhren
heute, Freitag, heim.
Herr Andreas Schädler reiste
Tienstag ab nach Fredonia, um dort
auf seiner Form Un»schou zu halten
iiüd noch dem Treschen zn sehen
Andreas hatte dort eine leidlich gute
Ernte, aber etwas Rost tift Weizen.
Wie er uns erzählte, hofft er bis
Samstag lmorgen) mit einem gro
s en Sack voll Geld wieder in Bis
marck zu sein. Ten. Andreas, niö
gen Sie ruhig im Staats-Anzeiger
abladen!
Achtung!—Doktor Larravee auè
Mandau, N. D., Spezialist iii Au
gen-, Ohren-, Nasen- und Halslei
den, ist in
Mott, Ticnstlly, 28. Sept.
Gleit llUiii, Tonnerstag, 30. Srpt.
Killbccr, Dieitstag, 5. Oktober
Hnlliboii, Mittwoch, ($• Oktober
Flasher, Freitag, den 8. Oktober
Golden Ütnlicii, Tlcnctag, 12. Oktober
Hnzen, Tienstag, 11). Oktober
New Salem, Freitag, 22. Oktober
Bei der Stndtverordnetensitzung
c.m Montag Abend tau oiii'v Berfü
guug zur ersten Lesung, welche den
Zweck hat, mehr Stiminplä!'e einzu
richte«, da im November ja auch
Frauen und Mädchen stimmberechtigt
sind. Dieser Verfügung zufot^e sol
len die erste, zweite, dritte und sech
sie Warb in je zwei Stimmplälze ge
teilt werden nämlich in jeder er
stes und zweites Precinct. Tie vierte
und fünfte Ward bleiben mmcröiv
Mt. Die'endgiltige Entscheidung in
dieser^Sache wird später rollen.
i Herr Albert, und Fran Vierguy
aus Norfolk, Nebr., Schwager, bezw.
I Schwester vou Herrn und Frau Frank
.Paul, bekannte.deutsche Fovmersleii
I te nordwestlich von Bismarck, welche
zwei Wochen besuchsweise bei diesen
i verweilt hatten, traten Dienstag die
Heimreise an. Herr Paul sprach mit
Herrn Viergntz frenndlicherweise
auch im StaatS-Anzeiger vor, um leh
tereii vorzustellen. Ta der Redak
teiir vor beiläufig 80 Jahren auch
I kurze Zeit in Norfolk weilte und die
hervorragendsten Geschäftsleute dort
I kannte, hatten wir eine wenn auch
kurze, so doch recht interessante Un
I terhaltmig. Ai'if Wiedersehe»!
..- v. /•*,* jr •.»• .-*€:•
I v,^ ^"'T
.,
V,
fc',
tit'
Gtadtünd Land
Fleck als
Rlchardtott,,H.?D. ,ti*i(tei
.V%V
Gilten Ende vori­
ger Wod)eijier bttfttjtâfceife bei Ner
»j chanbten «rio^jtcun^u:
.„ Herr Joseph- chäch und Krau
kin Gladys Ols«ii' beide aus ^Bis
marck, toiiilV'it Uni Montagabend
durch Pastor Happel im Hause
der Prauteltern getraut. Wis gratn
...fa'fit gieren'von
vV%r? Dik.HerbellAeter^BSckel und John
e
^vatilciu Bertha, Tochter Unseres
bc(diiutvit deutschen Mitbürgers Karl
Milde, verlebt ihre Ferien bei Per
wandten im Nachbai slädtchen Ster
,• liitg. Fräulein Milde ist Berkäufc
riii inAohnfons Laden.
Herr A. .Sohle an* Venturia,
Zè.H'D., kam Mittmoch'geschäftshalber
nach Bioindrck und sprach auch im
Staats AnjMer vor, um sein xMboit«
Milieu! ^tf^'nu'umt. Er fitliv Don
.^StäflOorHiit.tag wieder Heini.
V Herr und Frau Vinzens Hoffart
.in Strasburg, N. X. sind stolz und
glücklich über die Ankunft eines ge
suizden Stammhalters. Tie Entbin
'x y ditnif erfolgte am Sonntag im hie
fitzeil St. Alexins Hospital. Wir
Wltujieren. Vinzens!
.rfeif machen anf die Anzeige des
Capital City Kleider- und Schuhla
den» aufmerksam, welche rtti anderer
Htelle des Blattes erscheint, Man
iftnbft in diesem Laden ein gutes,
tfvllftäubiges Lager von Kleidern und
schuhen. Leset die Anzeige.
A. ,si(»vv Elias Nagel ans Strasburg
5i. D., kam Tienstagabend, auf der
Ans RnGiinien
SSSXSSGTTGGTS
Bèffarabien
von Seite 4)
Oriyinalbericht
Jl.
Werter Staats-Anzeiger! v
Bor allein sei. berichtet» daß ich den
Staats-Anzeige^ richtig bekomme.
War das eine Freude!, Aus. aller
Welt kann nM'in diesem lieben
Blatte lesen und auch viele Berichte
vou Freunden und Bekannten oder
gar Verwandten. Vergangene Woche
habe ich sechs' Nummern des Blattes
erhalten. -Da 'yab es Lesestoff in
Hülle und Fülle. Habe auch viel aus
den Zeitungen erfahren, aber nicht
was man mit allerliebsten hören
niöchte: Friede' aiifz Erden! Unser
Gott möge sich erbarmen mid Frie
den schaffen!^ V
Man hört,"das wieder welche ein
gezogen toi'rdé'it sollen. Aufgeschrie
ben sind 10 Jahrgänge, nämlich vom
24. bis zum 40. Lebensjahre. Und
Polackèn und Franzosen kamen auch
nach Besfadabien. Aber Gott wird
es wohl machen. Er hat uns schon
ans vieler Not geholfen und wird
weiter helfen'/'
Mit Dreschen wären wir fertig.
Wintei Weizen ist sehr schwoch. Gerste
und Hafer sind gut und MoisWelsch
kor
Ii) sehr unterschiedlich. -Es fehlte
on Regen nud wir hatten entsetzliche
Hike. Wir hatten schon seit zwei
Monaten keinen Regen mehr. In
der Dreschzeit hatten mir zweimal
argen Sturm. Der zweite war so
gewaltig, daft 'Bäume entwurzelt nnd
Häuser ovgedeckt wurde». Reg^i
fiel blutwenig.'
Sonst ist nichts, besonderes vt»
hier zn berichten. Es ist alles beim
alten geblieben. Die Getreidepreise
siild sehr schwach, dagegen die Preise
für Waren fast uuerschminglich.
Gestern war ich in der Generalver
samiulung in der Kreditgosellschaft
als Mitglied der Bank in Eigenfeld
Da wurde über manches gesprochen,
^anch über die Preise. Herr Wagner
ans Akkeriiian 'war drüben in Gros
,rumänien und hat versucht, bessere
Preise fiir Getreide zu erhalten, und
auch, das wir uns au irgeiid eine
Bank anschließen und daS (vir ei de
verkaufen können, weil die Inden
alles in Händen haben. Da bekommt
man mir den halben Preis. Der
Jude erhält so viel wie der Bauer
selbst, ohne etwa? zn ittit als zu
spekulieren.'
Jetzt Grus an alle Verwandte,
Brüder und Schwestern drüben, so
wie auch an alle Leser des Staats
Anzeigers.
?jchtttttgsvoll
Origiualbcricht
Werter Staats-Anzeiger!
Das Dreschen ist vorüber. Bei uns,
die wir noch mit Steinen dreschen, die
schwerste Zeit im Jahre! Dieses Jahr
wars doppelt schwer, denn wir hat
ten WährendVder Dreschzeit fjirchter
lich heiszes Wetter eine Jnlihitz?
fast nicht ziini aubhaltein Beim Wei
zendreschen ging das nvch, denn da
ist die Arbeit nicht so schwer. Lei
der hatte ich wenig Weizen, und so
isis bei den meisten Leuten. Erstens
wurde schon weniger gesät und zwei
tens haben die Würmer ein gut Teil
angefressen oder ganz vernichtet.
Aber bei solcher Glnthihe Gerste die
scheu, das ist, überhaupt für einen
Feinhcizitigen. eine Pein. Es hilft
aber alles nichts: gedroschen musz
werden!
Schon zum Winter witrdiums pro
phezeit: dieses Jahr gibts nichts,
denn es ist ein Schaltjahr. Gesät
wurde ober doch wie immer und die
Prophezeiung hat sich nicht erfüllt.
Winterweizen auf StoppeUond war
meist oller beschädigt oder auch ganz
aufgefressen, ober auf Welschkorn
land gab es 70 bis 80 Pud per Des
jätin das darf), schon gut genannt
werden. Gerste gab es zwar wenig
an Fuhren,, aber dasiir war sie gut
im Kern und gab 00 bis 70 Pud
Mais versprüht eine "gute Ernte
Eins war gut bei der grosieu Hihe
und dem viele» .Wassertrinken: wir
hatten, gleich' als das Treschen an
sing, Arbusen. Dieses erfrischende,
gesundheitsfördernde Gewächs ist bei
groszer Hitze, ei» inischätzbares Ge
Gottesdievstzän der ^Evangelischen
(tirche an der We der Siebenten und
Resser Strasze^werden jeden Sohn
ag wie folgt Mhgehalten: Morgem
10' Uhr Piedfgtgottesdienst in deut
'cher Sprache [1:00 Sonntagschnle:
n deutscher ujW.englischer Sprache:
tbendë 7:13^ff" Jngend^Versamm
lnng und 8 Uhr Predigtgottesdienst
n englischer Sprache. Wir laden alle
unsere deutschen Freunde herzlich
tin, die Gottesdienste zu besuchen.
Litte die Zeitveränderung zu beach
len.
'v
«SS.
U -k -.
.-VÄ.M.
Z'
'V
mifemi^jct, nUd je gröszer die.Hitze,
desto süßer und schmackhafter sind sie.
Der Handel ging durchschnittlich
züciide der Dreschzeit am flottsten.
Die Juden kamen duvendweise auch
dieses Jahr, kauften aber mir Gerste.
Zuerst um 8, jetzt um 10 Rubel das
Pud. Das übrige Getreide rnird
nicht gekauft. Nicht einmal Weizen.
Ich weiß nun nicht, essen die Men
Ichen anderwärts kein Brot mehr,
oder hat die Bevölkerung so stark ab
genommen, dâß Ueberproduktiou
herrscht. Schon seit Frühjahr wird
ftjiit Weizen mehr gekauft.
Die Weingärten stehen gut, und so
kamt auch die Ernte werden.' Es sind
aber soviele Selbstträger angelegt.^
(Selbstträger iiviuit iiioii eine hold
wilde Weinsorte, der weder Birnau
noch Reblaus etwas sckiade^ Sie
wurde oi^ Fronhvichytijroi'fiihrt.)
Die Weinernte wird fnfi^4uol)l gros
werden, ober der jßvjfii'' von den
Selbstträgern ist. tWi,Wringer Güte.
Paßt wohl lUiseMiyrtiffischcit Wein
trinkern sehr ^fltyHieil er billig ist.
Diejenigen, bis Wveres Geld fiir ver
edelte Rebsätz^ge/tsiisgegeben ho
ben, fiütiuii yfnijc nicht konkurrieren
liyb werbeiixi^i bessere Preise zu er
zielen, waiirti müssen, bis jener ge
trunken ist! Sonst wäre so ziemlich
alles Irtiiit alten.
Unserem Primär F. Käß gingen
in ber Ernte bic Pferbe. mit bei* Mo
schine biirch. Sein Sohn, ber bas
vorbere Pferb ritt, stürzte herunter,
kam unter, bie, Maschine unb erlitt so
schwere Verletzungen, baß er noch am
nämlichen Tage seinen Geist aufgab.
Auch ist bie alte Weißhaar, Frau
von Jakob Weißhaar, gestorben.
Eö kamen währenb bes' Soinmers
übrigens wenig Sterbefälle vor, aber
besto mehr ^willingsgeburten 5
ober (5 Paar bas war früher nicht
ber Fall'
Allerseits griißenb zeichnet
Lubwig Schäfer.
Originalbericht
Leipzig, Bess.,
Werte Schriftleiäung!
Denn Herren Michael und Daniel
Bäsler möri)te ich eineii Rippenstoß
geben, daß' sie mir schri'iben, oder
durch den Staats Anzeiget- zu wis
sen tun, ob sie diese Zeitung für mich
ober für de» Vater bestellt haben.
Daniel schrieb mir einmal, dos sie
ben Staats Anzeiger für mich schicken
werben, aber es bekommt ihn nur ber
Vater itiib id) nicht. Id) möchte ihn
aber boch and) haben unb hoffe, bas
einer oder beide zusammen, ihn für
mich bestellen. Denn wenn der
Schutz bic Zeitung bringt, sogt bie
tiefmutter es ist ihre, weil Voters
Namen draus ist. Da gibts eine
ziemlidze Reißerd wegen beniStaots
Anzeiger. Weitn unit biefe seilen
beit bei be ii Herrn Bäsler zu Aiyvn
kommen, möge» sie dos Blatt aud)
für mich bestellen. Id) werbe mich
erkenntlich zeigen unb viele Berichte
von hier einschicke». Id) möchte ober
and) öfters von ihnen im Blatte et
was lesen. (Leitung bestellte Herr
M. Bäsler in New Leipzig, N.
auf ben Namen Taniel Gräflich, also
für beii Herrn Vater, boch wirb sicher
einer ber Herren irtud) bas Blatt für
Sie lösen. Wir bitten, weiter zu be
richten itiib wenn keiner ber Perwonb
ten bas Blatt für Sie zahlt, werben
Der filMnncapoltß
Avgen-, Ohren-, Nasen« »nd Hals
Spezialist
Dr.Mm.T.»oteler
2735 Park Avenue, Minneav«li». Minn
kommt wieder nach den Dakota«
Leset was seine Kunden sage«
Zeugnis einer christlichen Frau
stellte ihr Augenlicht wieder her. nach
beut alle versagten Tagt $r.\
Boteler sollte ewig leben
Au den StaatS-Anzeiger:
Teilen Sie. bitte, Ihren Lesern, unse
ren Freunden, ans Nnßlnnd, folgendes
mit: Ich lvar sieben Jahre blind aus
beut rechten Auge. Ich ivar krank, hatte
hohes Lieber. Darnach wurde meine Seh
kraft beständig schivächer und nach zwei
Iahren konnte ich nichts mehr sehen. Am
4. Juni ging ich nach Minneapolis zu
Dr. Voteler. Er sagte mir ich habe den
Star im Augé. Er vollzog eine Opera
tioii, entfernte den Star nnd stellte meine
Sehkraft ivieder her. Ich kann ihm nicht
geling danken, weil alle sagten: „Es kann
inir. nicht geholfen werden." Ich denkt
Dr. Boteler sollte ewig" leben für das
nute was er den Menschen tut. Acht,nigs
voll, a mit Peter Zitterkopf, 402 Balti
more St., Hastings, Nebr.
Dr. Boteler wirb sein im Hotel in:
Ashley, N. T., 24. bis 27. Sept.
Elgin, N. D., 28. bis 30. Sept.
nochinittags.'
New Leipzig, R. D., l., £kt. deii
ganzen Tag.
Harvey, N. D., 3. bis 5. Oft.
Anamvvse, N. T., 5.1 bis 7. Okt.
«. jf/ ,•
-U
"*XJk
wir es Ihnen^uiusynst zusenbe».
Red. Staats-Auzeiger.)
Leider lqs ich neulich in der Dako
to Freie Presse die große Lüge von
Johannes Künzles aus Wittenberg.
Der kanu aber duuuerwetterisch
drauflos lügen. Id) denke, der hat
and) in der Londoner Lügeusabrik
gut gelernt. (Brief hier zensiert und
.augensdieiulid) zwei Seiten megge
rissen, dann folgt Schlich. Red.
Staats Anzeiger.)
Mit Gruß an Periyandte,' Freun
de.'ünd Bekannte zeichnet "r'
^Heinrich Gräflich.
v. .. V.
Origiiialbericht
(Nr. 14)
Vint lf). August ging ich auf bie
Post. 91 ls ich auf ber Strasse an ben
Höfen vorbeiging, sah id) in sast je
beut Hofe zwei bis vier kranke Kühe.
Es krepiert ja wenig, ober garkein
Vieh an biefer Krankheit unb ber
Sd)oben, ber aus berfelbeu entsteht,
bezieht fid) nid)t auf bas Vieh, tuelrfjcs
boch krepiert, foubcrii auf die folgen
ber Krankheit. Tos mill id) gleid)
bartun: Tos kranke Vieh kommt
jetzt, weil es Hunger leiben nttifj, sehr
herunter uitb so abgemagert kommt
es in beii Winter, weld)er nid)t mehr
weit ferne ist litib so mager wirb
es beim Strohfutter aud) bleiben.
Weint wir nun Mt, oder bis-.zum
Winter, eine Kuh verkaufen wollen,
weld)e uns M,()U() bis 1,000 3iuM
kostete, bekommen wir kaum 1,000
Rubel bafür. So wirb es bleibe»
bis künftiges Frühjahr, ober his
fid) bas Vieh wieber erholt hat. Wie
viel Vieh aber bis Frühjahr krepie
ren wirb, bleibt bcchingestellt, entzieht
sich unserer Berediiiutig. Ter grosze
Scliobe» erwädist uns also boburd).
bas unser Vieh infolge biefer Seuche
unverkäuflich geworben ist.
Hobe nod) über einen bestialischen
Raubon fall zu beriditen In ber
Nacht vom 10 auf ben 11. Juli ver
langten sieben als Solbaten' verklei
bete unb mit Gewehren bewaffnete
Männer Einlas in bie Wohnung bes
Dovib Sonb in russisch Molbowitzo
Als man ihnen geöffnet hatte, er
klärten sie bie brei Söhne Saitbs für
verhaftet unb zwar unter bei» Vor
wanbe. bas biefe an einem Knhbieb
stohl beteiligt seien. Tie brei jun
gen Männer würben gefesselt unb in
ben Keller geworfen. Nachbem audi
bie ^rau unb bie beibeit 'Töchter
Sonbs in ben Keller getrieben wor
ben waren, verlangten bie Baiibiten,
beim solche waren e-d, von Sonb bos
Gelb. Ter ihiivlt ousgelieferte Be
trog vou 1*2,000 Kronen unb 400
Vet würbe jeboch für zu gering befuiv
ben unb bie Kerle tpollten mehr ha
ben. Sie entt'lcibeten Sonb, gössen
ihm hei lies Pech auf bie Bruii unb
schlugen ihn, sobos ber Unglückliche
schwere Verletzungen bovontrug. Vlls
bie Baiibiten trotzbem kein weiteres
Gelb erhielten unb aud) nichts mehr
vorfanben, sperrten sie aud) Sonb in
ben Keller, schirrten ben im Hofe
stehenbeu Wogen an unb führten alle
in ber Wohnung befindlichen Hab
feligfèiten ber Familie rein olles
mit fid) fort. Ter Schoben be
trägt (50,000 bis 70,000 Kronen. Tie
Räutaj^jkonnten bis jetzt nicht ausfiii
diLtlMcht.^verben.
Tro^trengster PolizeiAussicht wet
ben die Tiebe bod) ltidjt alle. Unsere
rumänischen Gensbannen versahreu
äus erst strenge mit Baiibiten, aber
trotzbem tauch^ toieber unb iilmter
wieber soldze Baitbeit auf.
Unlängst hat die rumänische Poli
zei bei Blavbefko eine Bvnbe vprhof
tet, der sie auf die Spur gekoinmen
war. Etliche aber sind doch entkom
»teil, unb einer,' es soll sogar ein
Teutscher gewesen sein, wurde kalt
gemod)t, wie es voii red,tswegen sein
sollte, denn die Bande hotte viele
Leute umgebracht und beraubt. Do
heifzts: Auge um Auge, John um
Zahn unb Wurst wieder Wurst.
Für diesmal muß id) meinen Be
richt schließen. Aud) ist bas Mittag
essen balb fertig und wird auf beut
Sarata, Befi/iJ?:
bc» 18. 91
Sehr geehrte Redaktion! —i
Heute mich ich in meiner Korre
spoilbeiiz mit bei« Humor zu Hause
bleiben, ba id) über andere wichtige
Begebenheiten zn berichten habe
Begebenheiten ober Ereignisse, wel
die nicht ilieube, sonbern vielmehr
Iiannner unter ben Xiente'ii verursa
cheu.
^ei uns iu Nuniänien ist nänilid)
bie Munbfänle unb Klauenseud)e un
ter beut Niltböieh ausgebrochen unb
zivar in sehr bösartiger ^ori». In
Heniiaiistabt in Siebenbürgen siiib
alle Vivhmiirfte gesperrt. Bei uns
in Sarata unb llmgegenb ist bie
Seuche augenscheinlich am heftigsten
aufgetreten. Wir selbst haben für
jetzt zwei Mihe, weldie so schlimm au
ber Munbfänle erkrankt finb, bas sie
k,eiit Mutter gehörig kauen können.
Wir geben also nur wèidies Mutter:
Rüben, Kürbisses Melonen obfr
Wosserinelonen, bie mir ganz fein
schneiben ober zerhacken. Unb boch
taun bas arme Vieh augensdieiulid)
nur unter grössten Schmerzen selbst
bieses sauen unb verschlucken. Dabei
leibet bas Vieh an innerlicher Hitze
ober Lieber unb gewaltigem Turst.
Tjjche,dyn^pfen. Es ist Punkt 12 Uhu
Mir, freundlichem Gruß an alle
Leser bey* isAatS-Anzeigers zeidine
ich mit aufrichtiger tiicbé unb beut
scher Treue Bvseph Hobbad)er.
Originalbericht
AkkeriNan,
Hochgeehrte Schrifüeitung!
Zeitungen kommen aus Amerika
seit Halb zwei Wodjett abermals 'ci
ne, mohi aber Briefe mit großen Vet
sprechnngen, bie id) lese unb ht
Ml
Sdiublabe versdiminden lasse, nit: br.
Öfitte Tntzenb morgen ober übermor
gen voll zn ntadien. Die Wünsche ber
Sdireiber merbc id) nicht erfüllen,
tiidjt erfüllen können, unb ben Auf
traggebern mich nicht antworten, ob
wohl.es gesdiehen könnte uttb gesche
Heu mürbe, hätten bie Herrschaften
meine Bebingungen uttb bett Rat der
chriftleitimg erfüllt. Aber bie
werben ganz ignoriert, unbeaditet ge
lassen, als wüßte mon nichts bavon.
Man sieht also, bie Besorgnis um
bic Verwaubtfii in ber „R ti s s e n
Holl e" ist nicht so arg mie bie Leu
te einem glguben ntadien mollen.
Vielleicht lassen sie für bas Wohlerge
hen ihrer Lieben im Russenlanbe ei
nige Messen lesen. Jii gar vielen
Fällen, int Ernste gesogt, könnten es
Totenmessen sein. Do man nun ober
nicht meist, ob man eine Wohlfahrt**
ober Totenmesse zelebrieren lassen
soll, itiib ob es also ben Verwanbten
in bisset» ober jenem Leben Hilst, so
ist es *büd)" viel gescheiter, jitait be
hält ben Dollar in der Tasdie. Dem
Besitzer ist er gemis itiitzliri), aber bei
Nodifotsdiuitgeii uad) Verwandten ist
bos frag lid). Unser Herrgott, menu
er haben mill, baß ihr missen sollt,
wies mit eueren Verwanbten hier
steht, wirb es end) sd)on allen im
Traume offenbaren. Außerbeut hat
man bobei ttod) bie Genugtuung, zit
wissen, bas man bei beut lieben Gott
eine angesehene Person ist, um bie er
sich kümmert. Da kann man ihm
eitbliri) einige Cents opfern. -Id) sage
end), Leute, einmal zuverlässig unb
billig. Bei uns fahre» bic Leute
höchstens »od) zum Kartenlegen,
Wahrsaget, Spiegelgucker, ober
TraiiMtbcuter. Da kommen sie frei
leid) nicht so billig weg, wie bei un
serent Herrgott, werben, im Gegen
teil, häufig grünblid) geschoren! Unb
wenn fid) bte Trauiubeututtg als
fstlfd) erweist, ist ^er Trauuibeuter
auch nicht schuld, beim ber Traum
war yid)t von Gott, sonbern er kam
her von einem ^lohstich, einer Blä
httng ober einer anbereu Störung
im Sdstafe. (Ter geehrte Herr
Korresponbent geht frei ltd) scharf ins
Gericht, ober seine Sature ist nicht
nngereditfertigt. Es tut uns leib,
baß trotz unserer Bitten unb Vor
stellnitg angenscheinlid) nur wenige
Leser Gelb hinaussanbten, bomit ber
Herr Korresponbent bie versprochene
Reise antreten unb zuverlässige 9iad)
liditen im Blatte über Verwanbte in
Rußlaub geben konnte. Angensdiein
lich waren viele zu beguetn,. fid) an
ihre Banken in dieser Sadie zu wen
ben, ober aber biefe konnten Gelber
nicht noch Befforabieit vermitteln.
Wir erklärten bereits bontals, itiib er
klären es hier nodintals, baß in bie
fem ^olle ber Staats-Auzeiger bie
Uebermittelung Heran laßt. Noch ist
es viellcidjt nicht zu spät. Wer in
ben Gegenden, bie ber Herr Korre
stuuibeitt besiidien wollte, also attd)
bie fotliolifdjeii Kolonien int Kut
schnrgan, nod) liebe Verwanbte hat,
unb von bieseit hören möchte, schicke
bie Gelber au uns ein, bamit
wir sie Herrn Strohinaier zuführen
unb er in beit Stanb gesetzt wirb,
bie heißgewiinschte Auskunft im
Blatte zu erteilen, freilich kostet
bas Gelb. Umsonst ist ber Tob
unb ber kostet bas Leben! Rcb.
Staats Anzeiger.) Also auch biefer
Weg ist nicht sicher, unb ewt Ertrabote
gibt and) feine Gewähr fiir Ueber
bringnng tttib Nückbeförbernngen der
Nachrichten. Absolut sicher ist. das
einem ber Kopf gewaschen wirb, ober
aud) nur bann, wenn man selbst da
bei ist! Also macht euch selbst auf!
Ueber Tentschlanb, Schmeben, Finn
laitb, noch „Russia". In vier ober
fünf'Monaten kann man mteber in
„Tollorika" bei Muttern sein, ltitb
mit 1,000 bis. 1,500 Tollars ist bie
Sadie gemacht. Mit meniger ober
mage mail fid) nicht auf ben Weg!
Auf Gastfreuubschast itnb sonstige
Beihilfe rechne titan in Rußland uid)t.
Die gibt es iiid)t mehr. Da muß
man selbst beit Aerittsten unter ben
Ar inen geben! Nidit wahr, ba
bleiben mir lieber baljeim ttitb beit
ken: „Steig vom Kreitz unb hilf bir
selber," ober sagen fromm itnb sol
bungsvoll: „Was Äott tut, bas ist
wohlgetan." Diese Gebaitfen gibt
E aber mohl kaum ein!
(Fortsetzung auf Seite 8)
Ich saufe
Rahm, Eier, Hühner, Enten, Gänse,
Türkeys, unb alle Sorten Geflügel
fomie auch Häute uitb ^ahle bafür in
Bargelb bett höchsten Marktpreis.
Geflügel iichme ich nur Montags u.
Donnerstags. Daniel Kuck, Elgin,
N. D. tlü vinlbez)
Wr-y
e
Wir überweisen Geld
nod) Millen Teilen von Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Czjechoslo'
:e\ bakia, Jugoslavia nsm.
mittelst Post'.odes' Kabel
zu den niedrigste« Z»agèsk«rjen!
MARK KRONEN
Beauftragen Sie ein zuverlAffigcs, feit njichv als 20 Jahren bcftctyfcnöcj
Bankgeschäft mit der Erledigung JhrèiL Geldangelegenheiten.-/ Unsere
Kunden sind in sämtlichen Staaten des itibcv ansäßig. Ihre P^tpufträge
werden gewissenhaft und unvcnüglich durchgeführt.
Daâer-Linien zu Originalprcisen.
sSPIyIffVjTlsTS^iS Jede gcluiuitchtc Auskunft kostenlos.
EMIL KISS, BANKIER
Gegründet 180S.
Sucht Georg (9. Kuh» nnd Alpisins
Nenbaner
Werter Staats Anzeiger!
Obfchon nicht Leser bes Blattes,
möge ich es boch, mit einer Bitte mich
an bas Blatt zu menben. 3d) habe
zwei Schwager in ber neuen Welt,
Georg G. Kuhn unb Aloifitis Neu
baiter unb hätte gerne ihre Vlbreffe»,
menu sie nod) leben. Vielleicht finb
sie tiefer bes Staats Anzeigers unb
bie i)lebaftioii könnte mir bic Abres
sen iiielben. (Das könnten mir nicht
tun, selbst meint sie tiefer fiiib, ohne
gewaltigen 'ieitveriust. Wir liiiif
ten unter taiifvnbeii Namen ganz oh
ite Anhalt suchen. Reb. Staats
Anzeiger.) Wenn bas tiidjt möglich
ist, wisse» vielleicht anberi' tiefer bes
Blattes bie Abreisen unb melben sie
im Blatte. Dabnvd) erfahre ich sie,
beult ber Staats-Anzeiger mirb hier
sehr viel gelesen. 3d) habe bei ben
brieflich miditige Sachen zu berichten
unb mit ihnen yi unterhandeln, beim
infolge bes Krieges, mufzte id) meine
Heiluat unb Eltern unb Geschwister
verlassen, um bas tiebeu meiner Fa
milie zu retten, vidi meihnte früher
im Kaukasus, jetzt iu Eminental.
Achtungsvoll
(20=lm) Thadbäus Xeidjert.
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Achtung
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Dr. I. P. Tchwiughanttr
Zahnarzt aus Napoleon^
wird sein itt^
Straßburg, Montag und Dienstag,
27. nnd M. Sept.
Hague, Mittwoch und Don^icrstag,
29. und 30. Sept.
Dr. W./H. Bodenstab
Spezialist innerer Krankheile« s
First National Bank Block
Bismarck, N. D.
(oqfrß)
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sät Erfinder
ein hiibsches Vüchsein, welches Erfindern
Auskunft gibt über Erfindungen und
Patente, sende ich frei an Jeden. Als re
gistrierter Patentanlvalt u. Mechanischer
ii. Elektriziläts-Jngenieur examiniere ich
Erfindungen. Schreibt in deutscher
Spradie an den deutschen Patenantwalt:
FRANK LEDERMANN
flieg. Patentanwalt, 17 Park Aviv
Jltm Bork fSfizbo)
Abonniert auf den Staol8-Dizci
ger. bie tonangebende deutsche Zei
tung Nord-Dakata».
Mlli MNIWW!IIWUMIWIIIWMWMèlIIWWIWW!MWiIKUM!!!i!MWWMMiMlWWWWWIIWWMWiIIW
Capital City Kleider- und Schuhladen I
Großer Berkauf!
Wir fiitb soeben Hott ben östlichen Märkten zurückgekb.mmen, rno
mir erfolgreiche Einkäufe von Kleidern für Männrr, Kuabeii^Md
Kinder, Schuhe» und Ausstattungssachrn auch Daincii- und Kin
derschuhen machten, bie mir gerabe jetzt jti sehr emiästigten Prei
sen anbieten, um Ploh zu fchaffcit für ben Rest ber Waren, bié je
weiter täglich eintreffen. ,*
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same Bedienung. Wir sprechen auch deutsch.
Gegenüber Roup's Grocerylaben
Der Tod
lauert in den Zähnen
versteckte Geschwüre an den ^ahnivnrzeln u. alte verfaulte Wurzeln bringen
Ströme von Gift in Ahr Stiftern, ins Blut, und verursachen Rheumatis
»ins, Milgen- und Nierenleiden, Herz- und Rervènkankh^iten, Lmhgen
schivindfucht und andere totbringende jtrankheiten.
Wtct also darauf, daß Mund nnd Zähne in gesuudeu Zustand
gebracht werden, und tut das gleich!
Das alte deutsche TprichnHri: ..Bessere weil es ^eit ist," «ftjinh bleibt Ivahr
findet nirgends zutreffendere AiNvendung als auf Mund und Zäljne.
Wir bieten Ihnen den Bbrteil langjähriger (Stfn&hing. Zieht Nutzen daraus.
Unsere Preise sind die niedrigsten zu denen 't
Erftklasiige zahnärztliche Arbeiten
fleiimcht iverden können. Zahnziehen fast schmerzlos durch AnivenduM
neuester Methoden und den Gebrauch von Novocain und durch Joltt&r»
Miges Sduerstoffgâjtzi/ '-V 'lO*:'
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Bismarck» O.
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Gegenüber N. P. Bahnhof Bismarck, R. D.
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I Eigeufeld, Bess.,
den 15. August.
Daniel ii. Margaretha Böpple.
Lichtental. Veff..
den 15. August 1020.
deil 17. August 1920.
gj September
,• beii 19. August 1920.
Friedrich S^ohmaier.
OuMtMgen.'tvelchc die.kigephänifi^ 111j{crschriigers in Europa
Aufweisen, iibcvmittcfn io1^.t^tciv|uci in'kkr^esttt» Zeil.
133 SECOND AVE. NEW YORK, N. Y.
Eminental in Bessarabien,
den 17. Vlugust 1^20.
). Straße uud Broadway
Capital City Clothing &. Shoe Store
V Union Dental Parlors

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