OCR Interpretation


Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 28, 1920, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn89074935/1920-09-28/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

Vl'1.
!?'S,
ââWvâ...
., k'ET ,•»!'•..
:W 3*
:r
h+-
k
.•- W
/V \A'
1.80c
m.
W
j.
,1
für lebe weitere unveränderte Insertion
Reise WfttichRRt von bltfta lUtrsI
15« Jahrgang
âeue Panik in Ntw Aork
New o l', 2'.\. Sepk. (Ass.
Presst.) Nnchdcnl ciifl* Bjochf seit der
Vxplpsioii an der Wall Straße der
laufen, ohne das es her Polizei ge
IitiHTcit wäre., da? Perbrechen obi^
den Einfall aiifzntläre», wurde ^ie
'Bevölkerung heilte durch cht weit^rcv
Versuchtes Attentat in Aufregung
versetzt, tri» Bündel Tynannt, das
genügt haben, würde, niehrere hun
dert Personen
vr
31t
W A W W W W W
..
,,^1^.
VWi 1 5',M .,' x'
i
^GMAHrè^ f&r Vns tigMt:
ttoll für lebe Insertion
16c »et 8eUe für die eiste Insertion
10c Per Seile für jede folgende SjnfetHwt
vermischte Anzeigen, 2c Sort leb. Insertion
Bet «nzeiaen von 60 Zoll unb darüber «o
rechnen wir 60c per Zoll für bie erste nitb
töten, wurde auf
der Neid Ane. .^attestation der Brook
lyner Hochbahn gefunden. Ein Po
lizist weichte den ^nnd in Wasser ei«
und brachte ihn dann nach dein Poli
zeihauptqnartier, wo konstatiert
wurde, das es sich um Tunainit ban
Äelt. Polizist Santelli behauptet,
dab er eine brenilende .'jündschuur,
die mit dein Pos et verbunden war,
löschte, ^ui Laboratorium de'? Poli
3?i Tepartenients wird aber behaup
tet, dan es sich nicht um Zündschnüre,
sondern um zwei Pfeifenreiniger han
dylte, die in Nitrat getaucht worden
waren, so das sie allerdings als
Zilndschüre benutzt werden konnten.
Die (^eheiiilbeaniten, welche die Er
plosion vom lebten Donnerstag un
tersuchten, identifizierten heute den
Zettel, der an dem toten Pferde anf
der llnglücksftelle gefunden wurde
und sollen jetzt den letzten Besitzer des
Gaules, der den Wagen mit Spreng
stoffen zog, kennen, dessen Name aber
geheimgel,alten wird. Ter Zettel
wurde ursprünglich turnt GesundheitS
stint für ein Pferd dex Reid Ice
Cream Co. ausgestellt, um zu be
scheinige», da! das Tier von der Trü
s''nkra»tbeit frei sei. Seither war der
Gaul aber dreimal verkauft worden.
Später will man festgestellt, haben,
das der (^anl, für de» der Zettel
ausgestellt wurde, »och am Lebe» ist.
und das der gefundene Zettel wahr
scheinlich mit dem Geschirr aus ein
anderes Pferd übertragen wurde.
Millcrand Präsident
e s a i e s 2 S e A s s
Presse.) Aleroiidre Millerand, der
fraiizöfische Premier, wurde heute von
der Natioilalversammluug als Nach
folger von Paul Teschauel, der aus
Gesiiiidlieitsrücksichteu resignierte,
zum Präsidenten der französischen Re
publil erwählt. Millerand erhielt
(9f der abgegebenen 8!J2 Stimmen.
Tie Naiioiialversanimliiiig, die sich
aus de» Tep»tierte» und de» Sena
tore» ,'iisa»ii»e»sekt. trat um 2 Uhr
in dem historische» Palast in Persail
Ifrs z»sa»u»e» und wurde durch
Louis Bourgois, de» Präsidenten des
Senats, eröffnet. Premier Mille
ând ivnrde beim Betreten des Saales
mit enthusiastischem Applaus tie
grünt. Tie Abstimmung begann um
10 Minuten »ach 2 Uhr und war um
2 Uhr ö( Minute» beendet.
Polen wollen Gegclivorschläge
machen
i a
2'A.
Sept. (Ass. Hresse.)
M. Tombski, der Führer der ^polni
sche» ^riedeiisdelegate», erklärte hen
te. das die Gegenvorschläge Polens
it,- auf der nächste» .Sitzung der Konfe
renz unterbreitet werden, welche, wie
lim» erwartet. Freitag stattfinden die Preise insolge
A wird. Indessen ist noch unbestimmt,
oii welchem Tage die Gegenvorschläge
.^unterbreitet werden, da die Polen
iSrtoch nichts vom Sekretär der riisfv
âchen Telegatio» gehört haben, wie
Ions der letzten Sitzung vereinbart.
Inter den polnischen ^riedensdelega
5N bricht sich die Ansicht immer mehr
ihn, das Friede» noch weit im Fel
steht. Tas Haupthindernis ist die
Militärische Lage, weil die Anhänger
jilsudski's in Warschau, so wird
uignens gemeldet, auf der Bara-
jtchi'Liiiie alq ^ier Waffenftill
»dslinie bestehe»..

". ,,
Polen melden einen Sieg!
1
V •/-.
«nb Russen drohen Winterfeldzug zu beginnen!
Maryland weift den Frauenftimmrechtszusatz nochmals ab
Dberstaatsgericht verhindert wiederum die Erhöhung der Eisenbahn
Mten^-Coler rüffelt die Prohibittonsführer—Polen besetzten Grodno
^e«» Panik in New Aork—Millerand ist Prâstdeât—Pole» wolle« Gegenvorschläge ma»
Bolschewiken ziehe« Truppe« zusammen- Weizenpreis- stürze« Streik der
britischen Kohlengräber verschoben-Gibt Amerika schuld an Rotlage-F-armerbund
^Vyegt in Wisconsin Das Grotzkapital, sagt Dr. LadV, hat Nord-Dakota stets deraubt
Bolschewiken ziehen Trnppen
zusammen
i a, Littauen, 'J.'i. Sept,
Obschon weder die russischen
uoch die polnischen Berichte et
was über russische Gegenan
griffe melde», erklärt ei» Be
richterftatter der Entente, der
vo» einer Reise ans Weisznis
land zurückgekehrt ist, das die
Bolschewiken bei Minsk und an
deren Punkte» an der nördliche»
^rtmt starke Triippeninassen z»
sainmenzie^e» und, obwohl sich
die Russen i» der Umgegend von
Grodno ein wenig znriickzoge»,
sie Vorbereitunge» treffe» für
Gegenangriffe, da die Polen ei
lie Offensive begonnen haben.
Tiefe Vorbereitnnge» find tat
sächlich im vollen Gange und
grofte Menge» sibirische Trup
Pen sind au der Aroiit.
Muffen melden polnische An
griffe
a i s 2 i S e s i n e r
national News Service.) Am
nördlichen Ende der polnischen
Schlachtlinie haben die Polen
eine Offensive gegen die Russen
begonnen und an einer ^ront
von dreißig Meilen tobt eine
schwere Schlacht. So meldet ei»
drahtloser Bericht des russische»
Kriegsamtes in Moskau heute
hierher. Tie Russen sind an ei
nigen Punkten etwas zurückge
trieben worden. Ter Bericht
lautet: „Im Abschnitt bei Grod
uo hat der ^rind eine Offensive
begonnen, und unsere Truppen
haben neue Stellungen am
Obrouchfluf eingenommen.
Nordwestlich voiiPrushaim (1 uO
Meilen nordöstlich von War
schein) tobe» schwere kämpfe.
In derUingegend voiiVolkovysk
lind Gehatin besetzten wir niehe
rere Ortschaften. In der
Strim gehen die Kämpfe im Ge
biet bei Alerandrovsk Inciter."
Preissturz in Rahrnngsmitteln und
Äleidern
v.e a n d, O., ti t. Sept. (Ass
Presse.) Von der Eleveland Wor
sted Mills Eo. ist heute eine Preiser
niedriguug von 15 bis Prozent
bekannt gemacht worden. George H.
Hodgson, der Vizepräsident der Fir
ma, erklärte, das die gefallenen Ko
itcit des »Rohmaterials die Ursache
seien. „Tie Erniedrigung wird aber
dem Publikum nicht eher als bis zum
Frühjahr zuteil werden, zu welcher
,'ji'it die jetzt hergestellten Fabrikate
aus dem Markt kommen werden,"
sagte er.
N e w o'r k, 21. Sept^. Ein Nie
derrang der Preise für Nahrungs
mittel und ein allntähliges Fallen
"der von Restaurants verlangte»
Preise im ganze» Lande wurde heute
vo» August Jaunen, dem Präsidenten
der Gesellschaft der Restauranteure,
vorausgesagt. Iii New ?)ork werden
des kooperativen
Einkaufplanes, den eine Anzahl
Restaurants angenommen haben, fal
teil, sagt er.
Infolge
der allgemeinen Agitation für eine
Erniedrigung der Preise für Lebens
mittel setzte heute cht starkes Fallen
der spekulativen Weizenpreise ein.
er Sturz in Weizenwerten betrug
so viel wie 12% Se»ts den Büschel
und der Markt schloß in einem halb
demoralisiertem Zustande. Tie De
zeinberabliefernngen war mit $2.25
vä::
-f^'^V/Hi'."' '-l'-d.,
\,
bis $2.251/2 und die für März mit
$2.15 bis $2. IG guotiert.
Kohlengräber btohcii mit eventuellem
Generalstreik
Sept. (Ass. Presse.) Ei» General
s e i k e 1 2 6 0 0 0 o a n i s i e e A
beiter des Staates West Virginien in
volvieren würde, soll verfügt wer
de», sofer» „Bundestruppeu als
Streikbrecher anstatt als Beschützer
der konstitutionelle« Rechte der Bin
gcr des Staats und der Vereinigten
Staate» zur Verwendung kommen,"
sagte E. F. Kee»ev/Äer Präsident des
Tiftriktes No. 17 der Vereinigten
Kohlengräber von Amerika in einer
heute Abend hier erlassenen Erklä
rung. Herr Keeney fügte hinzu, das
„che diese drastische Aktion aber i»
Angriff genommen wird, wird die
Association der Kohlengräber im
nördlichen und südlichen West Vir
ginien ersucht werdeil, ihren Einfluß
aufzubieten, um die Buudestruppen
aus dem Staate wieder zu entfernen,
damit die Ruhe wieder herrschen
kann."
Händler setzen die Preise
weit
herunter
Presse.) Zwei der größten Hand
lungshäuser des Landes, nämlich
Sears Roebuck & Co. und Montgom
cri), Ward & Co., kündigten beute
große Beschncidung $cr Preise ihrer
Waren an.
Russen drohen Winterfeldzug zu
beginnen
i a e a n 2 4 S e
(Ass. Presse.) Adolph Josse,
der Leiter der russischen Frie
densdelegate», schlug heute bei
der Sitzung der russisch polni
scheu Friedensdelegaten einen
Waffenstillstand vor, den die
Polen, wie er sagte, innerhalb
•zehn Tagen annehmen müssen.
Anderenfalls, erklärte Herr
Joffe, würden die Russe« ihren
Winterfeldzug beginnen, den
aber die Sovictregierung, wenn
möglich, zit vermeiden wünsche.
möglich, zu vcrineiven Wunsche, v
Streik der britischen Kohlengräber
verschoben
0 it 0 it, 24. Sept. Infolge
weiterer Unterredungen mit Premicr
Lloyd George über den drohenden
Streik der Kohlengräber beschloß
heute der Vollzugsrat derselben, den
Telegate» der Bergleute, welche hen
te Nachmittag znsamntcnkommen, zn
empfehlen, den Streik eine Woche
hinauszuschieben, -und nicht Samstag
beginnen zu lassen. Das geschah, mit
den Vertretern der 5?ohlengräber
Seit zu geben, mit den Kohlengruben
besitzen! zu sprechen, wie Premier
Lloyd George anriet.
Oberstaatsgericht verhindert aber'
mals Ratenerhöhung
i s HI a V if, N. T., 24. Sept
Ans Ansuchen des speziellen Ober
staatsarnvaltsgehilfen William Lemke
erließ das Oberstaatsgericht spät ge
fter» Nachmittag eine» Befehl, wel
chcr die Eiseiibahngesellschaften ver
hindert, âm 20. September die er
höhten Raten in Kraft treten zu las
se», welche von zwei Mitgliedern der
Behörde der Eisenbahnkoinmissäre er
laubt worden waren. In diesem Ein
haltsbefehl erkennt das Oberstaats
gericht die Tatsache an, daß alle in
Herrn Lemke's ursprünglicher Bitt
schrift Bcflihrte» Punkte wahrschein
lich bei dem Prozeß berücksichtigt
werden müssen. Das Obeistaatsge-
"iv-'
1
±.
yv? \J' '."
~'dj&{*
e
1
.o-••••,
1
,c '-. ^Xtf
richt setzte deshalb ein Verhör fest aus
Montag, den 27. September, bei dem
all? in Atage stehende« Punkte be
raten werden sollen. DaS Ober
staatsgericht verbietet zugleich den
Eisenbahnen, welche bekanntlich, be
ginnend um Mitternacht des ,26.
September, die erhöhten Raten wie
der berechnen wollten, dies zu tun
und befiehlt ihnen, zu warten, bis
die Sache definitiv Dorn Gericht ent
schieden ist. Herr Lemke'ist nämlich
der Allsicht, daß unter dem von der
ketzten Legislatur gemachte» Gesetz
die Behörde der Eisenbahnkommissäre
kein Recht hat, bestehende Raten zu
erhöhen, sondern nur die Raten, wel
che das neue Gesetz als die gesetzlichen
bestimmt hat. Dem uenen Gesetz zu
folge stützen sich die Raten für Nord
Dakota auf die in Minnesota berech
neten und dadurch werden die Nach
teile aus dem Wege geräumt, unter
welchen Nord Dakota schon immer ge
litten hat. Xcts
I. V. A. und ihre»
feilen Zeitungen gefällt Herrn
Leittke's Vorgehen nicht, der auf An
Ordnung des
Gouverneurs Frazier
als Oberstaathaitwaltsgehilfe
unent­
geltlich dient, da Oberstaatsanwalt
Langer nicht eingriff, de»» eS ist ja
allgemein bekannt, daß sie die Werk
zeuge der Eisenbahnen und der Groß
kapitalisten sind. Aber es handelt
sich in diesem Falle keineswegs da
null, die Eisenbahnen um aus ehr
liche Weise verdiente Einnahmen zu
bringen, sondern darum, zu ermit
teln, ob und wie große Ratenerhö
hllllg nötig ist, nnl.de» Eisenbahnen
genügendes Einkommen zu sichern.
Kein denkender Mensch wird befür
Worten,
daß die Eisenbahnen mit
Verlust arbeiten solle», denn das
würde dem ganzen Lande schaben,
weil eben die Bahnen sich da»» nicht
weiter entwickeln könnten. Sowohl
die Besitzer der Eisenbahnen, wie alle
Groß- und Kleinkapitaliste» solle»
Verzinsung ihrer Kapitalien erhalte»
wie es sich gehört, aber dex..Staat hat
darüber zu wache», daß das Volk
nicht ausgesaugt wird und daß nicht
übermäßige Raten
oder
Prozente be-
rechnet werden. Ebensowenig wie
der vernünftig denkend«? Mensch den
Eisenbahnen und Kapitalisten ihnen
rechtmäßig zukommende Einnahmen
streitig machen will, ebensowenig,
glauben wir, werden rechtlichdenkende
Kapitalisten das Volk durch Berech
ttuitg übermäßiger Preise berauben
wollen. So sollte es sein. Und so
wird es kommen, wenn Vertreter des
Volkes und Vertreter der Eisenbah
itcit gemeinsam die Sache besprechen
und dann entscheiden. Es dahin zu
bringen, ist Herr» Lemke'» Absicht.
Und trotzdem die I. V. A. Zeitungen
deshalb ein großes Geschrei gegen
Lemke erheben, sehen wir nichts int
rechtes an den von ihm eingeleitete»
Verfahren. Auch kein anderer nn
parteiisch denkender Mensch!
Soldaten Zeitungen von Politikern
kontrolliert
W a s i it a o it, 24. Sept.
„The Stars and Stripes," eiitc Sol
datenzeituiig, wird kontrolliert vom
demokratischen Natioiialkouiitee,
xii»d
„The American Legion Weekly," eine
anders Soldatenzeituug, steht unter
der Kontrolle des republikanischen
Nationalkoinitecs. So erklärte heute
Joseph L. Hesserna», Sekretär nnd
Schatzmeister der Stars & Stripes
Publishing Co., bei seinem Verhör
vor dem Senatskomitee, welche die
Wahlkampfausgaben untersucht.
LeYgueS der neue französische
Premier
a i s, 24. Sept. Georges Ley
gues, .der im Clemeiicenn Kabinett
Flottenminister war, hat den ihm an
gebotenen Posten als Premiermini,
ster unter der Regierung des ueiige
wählten Präsidenten Milleroiib an
genommen. Tas wurde Heute Nach
mittag angekündigt. Er wird zu
gleich auch'als Minister des Auswär
tigen fungieren.
A i i a o i s a y a n 2 1
Sept. (International News Ser
vice.) Ter Staat Maryland hat
heute abermals die Genehmigung des
Frauenstimmrechtszusatzes zur Bun
desVerfassung
verweigert. Ter "Zu
satz wurde in beiden Häusern der Le
gislatur letzte Nacht niedergestimmt.
Die Hausmitglicder nahmen eine
Vorlage an, welche verfügt, daß
Frauen beim Registrieren ihr Alter
nicht zn enthüllen bcanchen, aber der
Senat weigerte sich, in
der
Sache et-
i
^'.•:v^,: V *^L' \s& .^v
:l,• v.' ,. *?».• .kT flF «ân»', A
i W V K
-"'"/V .-'vr» I •.
was zu tun. Auch die von der Anti
Saloon League eingebrachte Vorlage,
in welcher Annahme gemeinsamer
Durchführung des Prohibitionsgesc
tzes vorgesehen! war, würde niederge
stimmt.
Gibt Ameriika die Schuld für die
i Notlage
a s 2 4 S e E a- K a e l
bericht des Chicago Evening Anteri
cail.) Während die Augen der Fi
nanzwelt aus Frankreich gerichtet
sind, mit zu sehen, was aus der ge
genwärtig hier herrschenden Lage noch
werden mag, welche sich sowohl aus
politische wie wirtschaftliche Ver
Hältnisse bezieht, sammelte man heute
folgende Aeußerungen hervorragen
der Beamten. A. Te Horovitz, früher
Ratgeber der Staatsmänner, welche
Frankreich beim Abschluß des Frie
densvertrag in Versailles vertraten,
erklärte: „Tiv Gesetze der Gesell
schaft sind gleich streng ititb nnbieg
sanl wie die der Natur. Bekäm
pfung derselben kann deshalb mir
Unheil bringt)». Frankreich Hat ei
neu ungünstigen Wechselkurs, weil
es gâltigc Summen aus Ausland
zahlte und ltitich weitere zahlen muß.
Alle Zusammenkünfte und Beratun
gen sind alle Erklärungen der Regie
rnugen anf dieser Erde, können nicht
die Tatsache ans der Welt schassen,
daß Frankreich Großbritanniens
Schuldner ist." Der Bankier F.
Te Catelan erklärte: „Wall Street
betrachtet und behandelt anscheinend
hente Frankreich nls einträgliches
Raubgebiet ü»d zieht dabei weder
politische noch Handels-Bestände in
Betracht.
Soviettruppen geschlagen
e a s o o I 2 4 S e
(Ass. Presset) Tie unter Baron
General Wrangel in Südruß
land gegen die Bolschewiken
kämpfenden Truppen haben
nichtet ober
1„*'
'',"%v
'$QJa£ •"'•-ti.^r
in
folge einiger kühnenAngriffe
die
Hauptbestandteile der Dreizehn-•
ten Sovietarmec
entweder ver­
gefangen
men. Die Reste
genom­•
ber
Pen,
Sovicttrnp-
fliehen, so wirb
gemeldet,
über den Dnjepr nach Iekateri
noslav, sie im Rücken ange
griffen
warben.
W a s a u 2 5 S e e
ihrem Vormarsch nach Norden.
zu haben die Polen die wichtige
Stadt Grodno umzingelt, wel
che 80 Meilen südwestlich von
Wilna liegt, und man erwartet,
daß Grodno von den Polen, be
setzt werde» wird. So meldet
der amtliche polnische Bericht.
—Ali der Front in Volhynien
haben dip Polen die russischen
Soviettriippen geschlagen lttib
3,000 Gesaugeiie gemacht. So
lautet der Bericht.
Amerika weist Hilfe des Völker'
bundes in der japanischen
Frage zurück
W a s I i n o i 2 5 S e
Tas Staatsministeriiim wird
allein alle Streitigkeiten schlich
ten, die sich ans dem in Califor
men geltenden Gesetz mit Ja
pan ergeben mögen, und wird
dieselbeni nicht dem Völkerbnn
de, oder einer speziellen Koni
mission irgendwelcher Art im
terbreiten, wie Japan es
wünscht. Tas wurde heule an
gekündigt. Japan behauptet,
das es eine Frage der Rassen
gleichberechtigt»^ ist, aber das
Staatsmiiiisterinm besteht da
rauf, daß es einzig u»d allein
eine heiinische Einwaiideruiigs
frage ist. über welche z» ent
scheiden kein anderes Land', son
dem nur die Ver. Staaten, dcks
Recht haben.
W a s i o il. 25. Sept. Pro
bibitioiisdurchfüliningsbeamte, dec
New ?)nrkfr Zweig der Anti-Saloon
League, njid deren Superintendent
William .six Anderson, miis'.tcn ge
meinsam scharfe Angriffe über sich er
gehen lassen, welche Bird S. Coler,
der New ?)orker Wohlfahrtskommis'
sär, ans sie machte, als er heute vor
dem inteniationalen Kongreß gegen
Alkoholistitus eine Rede hielt. In
Herrn Coler's vorbereiteter Rede, die
zwar von! Beamten des Kongresses
zensuriert worden war, um pei'sön-
... •*.
WTH:
liche Angriffe auszumerzen, machte
bieser „offensichtliche Uebertretniig"
der Prohibitionsgesetze geltend und
beschulbigte Herrn Anberson bes Ver
suchs, Rassen- unb Religionshaß her
vorznrufen. In bieser seiner Rebe
machte Herr Colererbitterte Angriffe
auf bie Masse ber im Dienste ber
„Trockenen" stehenben Beamten, unb
namentlich ans bie, welche mit ber
Anti-Saloon League verbnnden find.
Unter anderem erklärte Herr Colcr
wörtlich: „Der Prohibitionskomniis
sär könnte, wenn er wollte, einen oder
zw« seiner Männer nehmen nnd
Senatoren, Gouverneure, Bnndesbe
amte, und Dutzende ändere wegen
Uebcrtretung des Prohibitionsgesetzes
verhaften. In New Jork könnte in
GO Tagen meiner Tisch geinacht wer
den. Aber wie es jetzt ist, duckt sich
Jeder. Die Anti-Saloon League
duckt sich. Sogar Cor und Harding
haben sich geduckt ausgenommen
weint in die Enge getrieben und
auf diese Weise kann man nicht Jbe
friedigende Zusagen erhalten."
Sieg des Farmerbnndes in
Wisconsin
a i s o it, Wis., 25. Sept.
(Von Chester C. Platt.) Ganz
ausgezeichnet für den- ersten
Versuch! So dachten die Far
yierbündler in Wisconsin, als
sie ihre Kandidaten für Gouver
neur, Vizegonveviieur und
Staatssekretär mit1 Mehrheiten
von 10,000 bis zu 76,000
Stimmen nominierten. Wir
hielten das für den größten
Sieg, den der FannerbuiiK
(Noiipartisa» League) jemals
erfochten hat. Den» in diesem
Staate ist das Großkapital bes
ser organisiert und hat mehr anf
dein Spiele als in anderen
Staaten, in denen der Farmer
bund kämpfte. Wir glauben,
das John 'I. Blaine's Nomina
tion zum. Gonveriicursamte
gleichbedeutend ist mit seiner
Erwähluiig mid wahrschein
lich ist es auch so. Und außer
dem glauben wir, daß gute Aus
sicht für Durchführung unserer
ganzen Gesetzreform vorhanden
ist.
Großkapitalisten, sagt Dr. Ladd, hit*
ben Nord'Dakota iturnet
beraubt
a o N 2 5 S e V o n
Dr. E. F. Ladd.) Schon seit Ansiedler
sich i» Nord Dakota niederließe», seit
Nord-Dakota als getreidebauetider
Staat i» den Vordergrund trat, und
seit die Mühle» in ANnnecipolis sich
mehr und mehr entwickelten, wate»
die Fanner Nord-Dakotas die hilf
losen Opfer der Großkapitalisten
sowohl der Eisenbahnen- wie der
Mühlettbesitzer. Fracht- und Expreß
rate» Ware» schon immer so, daß
Landwirtschaft und Industrie in
Nord Takota sich nicht so entwickeln
konnten daß sie uns nutzten, sondern
mir fremden Vereinigungen und
Organisationen, und auswärtige»
Industrie» halfen. Mit dieser Frage,
indessen, will ich mich jetzt nicht be
fassen später werde ich das viel
leicht auch tun. Ter ursprünglich
vo» den ersten Ansiedler» Nord-Ta
kotas gebaute Weizeii war Fife. .Als
da»» Blue Stem eingeführt wurde,
hieß es, er sei minderwertig für
Mehlzwecke. Später wurde auch er
zusammen mit Fife angenommen,
abei' die Farmer waren dabei jähre
lang die.Verlierer. Als Turin» ein
geführt wurde, protestierten die Mül
ler und Elevatoibesitzer nnd der Preis
stürzte, bis der Unterschied zwischen
diesem und Hart-Somnterweizen vo»
25 bis zu 27 Cents vom Büschel be
.trug. Schon damals hätte der Un
terschied nicht mehr als« 5 Cents für
den Büschel betrage« solle». Auf
diese Art und Weise erlitten unsere
Farmer schwere Verluste. Tatsächlich
verloren sie mt der Menge des ge
baute» Turuins nicht weniger als
$2,000,000.00 jedes Jahr! Und
zwar keineswegs zum Nutze» der
Mehlverbraucher, den» das aus Tu
ruinwcizen gewonnene Mebl wurde
niemals billiger verkauft als das aus
den besseren Sorten des Fife- oder
Blne-Steinweizens gemgchte. und iuV
Mehlpreis stützte sich stets auf den
Preis, den man für Weizen Nr. 1
zahlte, ganz gleich, ob auch billigerer
Weizen mit hineingeinalilen wurde!
Während des lu'iiliche» Weltkrieges
machte die Regierung keinen Wert
unterschied zwischen Durum und an
derent Sommerweizen. Dazu kommt,
daß der Farmer in vergangenen Iah
ren für seineGetreibeabsälle (Dockage)
noch nie einen roten Cent erhielt, und
trotzdem kaufte t*r um schweres Geld
diese Abfälle zurück als Futterstoffe,
wie Kleie, und so.weiter.— und tut
WS"-..
{8.60
8.60 daS Jâkr yachMeutschlatO
daS iM Ml(tnb
(War gesee Bsrmu^eibms)
No. St
eée
daR noch heute! Die Farpier ver
schenkten nicht nur diese StIEiHe oder
Docka^tz, sondern zahlten Ufvch. bie
Fracht o^auf vom örtfirfumj^DZarfti
bis zum Te^ninalelevator pu4
schließlichen Nutzen der Gr^jMpitg
listen, welche sich auf Kosten los Pro»
buzcntcn, namentlich ber F«wer,
immer mehr bereicherten. Utro jyt
gleicher Zeit erhoben bie GroMpstaR'
listen auch hohe Summen tioitf «il*
Verbrauchern, namentlich voir mxj
Arbeitern ititb Tagelöhnern im LmH
bc! Hub nachdem bie Farmer bicfl
Abfälle verschenkt unb bief^
Fracht nach bent Osten bazu gezahlt
hatten, zahlten sie auch bie Fracht vom ..
O s e n w i e e i s i e e u n k a u f
ten dann diese Abfälle für schweres
Geld wieder von den Elevators und
Händlern! Die Farmer beklagten
sich darüber nicht, denn sie wußten
nichts vom Wert der Abfälle, welcher,
nach Aussagen der Elevatoragenten,
ittimer gleich Null war bis die
Fartner die Abfälle in Form von
Futterstoffe!) wieder kauften! In der
Zwischenzeit haben sich die Schmard
tzer weidlich gemästet. Sie wurden
aber so habgierig, daß den Farmern
schließlich doch die Augen ausgingen.
Und jetzt scheint es als haben die
Großkapitalien die Henne getötet,
welche die goldene» Eier legte! Von
100,000,000 Büschel Wcizc» gibt es
durchschnittlich 120,000 Tonnen Ab
fall lTockage oder Screenings). Zur
zeit kosten solche Abfälle nicht weniger
q1V,$40 die Tonne, also bringen sie
$4,800,000 im Großhandel und
sicher um einhalbmal mehr im Klein
handel, oder etwa $7,200,000. Teilt
Farmer wurde gesagt, das diese Ab
fälle für Futterzwecke wertlos seien.
Tatsache aber ist, das deren Futter
wert größer ist als der der Gerste,
des Hafers oder des Kleeheus! Die
ser himmelschreiende» Ungerechtigkeit
und )1täuberei wurde durch das Ge
treidegradieruugsgesetz, welches die
Farmerbuiidlegislatur schuf, ein
Ende gemacht. Tiefes spart also bett
Farmern alljährlich viele Millionen
Tollars, die nun nicht..mehr in die
Taschen der Getreidespekulanten und
Großkapitalisten, sondern direkt in
die der Farmer fließe». Und dahin
hätte» sie schon seit vielen, vielen
Jahren fließe» solle». Tie Summe,
um welche bis jetzt in all den Jahren
die Farmer betrogen wurden, über
steigt hunderte Millionen Tollars.
Taß sie nicht weiter beraubt werden
Töitttcn, haben die Farmer einzig und
allein dem Farinerbnnd verdanken—•
und dies ist nur eins der vielen
segensreichen, vom Fannerbund ge
schaffenen Gesetze!
Polen besetzen Grodno
W a s a u 2 7 S e o n o
cine bedeutende Stadt im nordwestli
chen Teile Rußlands qn der littani
scheu Grenze, wurde nach schweren
Kämpfen von den politischen Trup
pen besetzt. So meldet der amtliche
politische Bericht, der heute Morgen
befaimt gemacht wurde. Viele Ge
gangene wurden gemacht und auch
viel Kriegsmaterial dtbeutet. So
sagt man. Seit einigen Tagen um
zingelte» die politischen Truppen nach
und nach die Stadt, bti welcher sich
die russischen Truppen an der nord
östliche» politischen Front zusammen
gezogen.hatten.
Aufstände iu Belfast Irland
X? o n o it, 27. Sept. Die
Stadt Cork in Irland wurde
zeitig heute Morgen von einer
gewaltige» Explosion erschüt
tert, welche einen der großen
Schnittwarenladen zerstört,c.
Der Erplosion, so meldet eine
Depesche aus Cork, an die
„LonHoil News," war heftiges
Gewehr- nnd Masch!iseiigeschütz
feuer voraiisgegaiigeu. Die
Militärbeamten i» Cork, so
meldet die Depesche, behaupten
daß Bomben in die großen
Scliaufenster des Ladens gelegt
worden waren. In Belfast
luiirdc» in Aufständen drei
Männer getötet, nachdem ein
Polizist ermordet und andere
verletzt worden waren. Aus
hier eingelaufenen Depeschen
ist ersichtlich, daß der Mord
vorsichtig geplant war. Die
Ausstände in Belfast sind ernst
licher Natur und wie verlautet/
wurde» verschiedene verwunde
te Personen in hiesigen Hospi
tälern untergebracht. In Bel
säst stehen jetzt starke Trnppen
abteilungen im Dienst, die mit
Panzerwagen versehen sind.
.AfY

True translation fllod with the post
master us llisiv.arrli, X. I»., 011 Sept. L'X.
1920. as required by Act of Oct. 6. 1917.
True translation filed with the postmaster of Bismarck, N.' D., on Sept. 28,1920, as required by Act of 06t. I, 1917.
True translation filed with the post
master of Bismarck, X. I)., Sept. .'N,
1920, as required by Act of Oct. 6. 1917.
I Weizcnpreise stürzen
E l) i a 0, 24. Sept.
v
a i e s st 0 Ii, W. Va.. 21:
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. I»., on Sept. 28.
1920, an required by Act of Oct. 8, 1917.
i a o I I I 2 4 S e A s s
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. D., on Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6. 1917
True translation tiled with the poet
master of Bismarck, N. I)., on Sept.' 28.
1920, as required by Act of Oct. 6. 1917.
An American Newspaper Printed in the, German Lanfuage and Standing for the Highest of America** Ideals and Principles
Bismarck, Nord.Dakota, DieySta^ de« L7. September 1920.
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. li.. on Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6. 1917.
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. I»., Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6. 1917.
True translation filed with the post
master of Bismarck, X. L\, on, Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
Maryland weist Francnstimmrechts
zusatz abermals zurück
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. D.\ on Sept. 28,
1920, as required by Ac*, of Oct. 6, 1917.
True translation filed with the post
mas tor of Bismarck, N. D., on Sept. 28,
as required by Act of Oct. 6. 19ai.
True translation filed with the post
master of Bismarck, N. D.. on Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6. 1917.
True trunslatlon filed' with the post
master of Bismarck, N.. 1, on Sept. 28,
1920, as required ly kvâ of Oct. 6. 1917.
(Siller rnffclt die Prvhibitionsfuhrer
Abon«eme«t»^Vreisei
#8.00 lot Jahr in den Ber.
Rsft ktM »sSlan*
$8.60 dal JoH^«ch Canada
True translation filed with the post
master of Bismarck, X. D., on Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.
True translation filed with the post
master of Bismarck, X. 1\, on Sept. 28,
1920, as required by Act of Oct. 6, 1917.

xml | txt