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Ohio. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1873-1874, August 07, 1873, Image 7

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Statistische Angaben.
31) Die U n i versa l.i st e n erschic
neu zuerst mEngland um dasJahr 1750.
Die ersten'Gesellschaft uön Universalisten
in Amerika wurde gebildet in Massachn
setts im Zghre 1779. Sie geben die Zahl
ihrer Mitglieder nicht QII.
Im Jahre 1869 hatten sit:
520 Prediger und 8ti Gesellschäften.
32) Die rote sta n i s ch^ Ep i s
k o a k i ch e stammt von der in Eng
land durch das Parlament eingerichteten
Kirche und ist auch bekannt unter dem
Namen A n i k a n i s'ch e Kirche.
Ihre Zahl wurde im Jahre 1869 an
gegeben auf:
2,762 Prediger 2,512 Kirchen 200,000
Mitglieder.
33) Eine andere große Klasse tioy Re
ligionsgesellschaften bilden die o
i st e it. Ihre erste Gemeinde, von wel
(her alle übrigen abstammen wareinAus
wuchs der Kirche von England oder der
Anglikanischen Kirche.
Im Jahre 1869 wurde ihre"Zahl an
gegeben auf:
8,830 Prediger: 1,208,938 Mitglieder.
34) Im Jahre 1830 fand eine Spal
tung und Treunung unter den Methodi
s e n s a w o a u s i e o e s a n
s che e a i st e n k i ch e hervor
ging.
Diese zählte im Jahre 1858
2000 Prediger und 90,000 Mitglieder.
Im Jahre 1866 wurde eineVersamm
!ung in Cincinnati gehalten nm d.ie pro
teshuttischeii Aiethodisten, die Wesleyani
schen Methodisten, die freien Methodisten
die primitiven Methodisten und einige
andere.Arten Methodisten unter dem 9ux
nie«: e H_o dist is che Kirche zu ver-'
einigen. Die Vereinigung fand .tienn
auch statt mit einigen Ansnahnten.
Im Jahre 1869 wurde ihre Zahl ge
schätzt aus:
72,000 Mitglieder.
35) Die Methodisten Kirche
besteht aus den nördlichen Conserenzcn
e o e s a n i s e n e o i
st e n K i V ch e,. die durch den Versuch im
Jahre 1866 sich mit anderen zu vereini
gen, unter sich selbst gespalten wurden.
Ihre Zahl für das Jahr 1869 ivurde
angegeben auf:
624 Prediger und 49,030 Mitglieder.
36) Aus der ursprünglichen Spaltung
der metl)odistischeii Protestanten und me
thodistischen Episkopalen ist eine andere
Religionsgesellschaft hervorgegangen, die
sich W ah re W es e y anis ch e Me
thodi st e n nennen.
Ihre Zahl wurde angegeben im Jahre
1869 aus:
220 Prediger und 20,000 Mitglieder.
(Fortsetzung folgt.)

i e e w o n e U i a s i
Couty Clark, Indiana, haben dieKohlen
vlkanne, welche vor Kurzem explodi'rte,
wobei Lucy Lewis um's Heben kam, in
dem Gange des Postgebäudes aufgehängt
als Warnung für Alle, welche sich des
Kohlenöls zum Anschüren des 'Feuers
bedienen. Vermuthlich hat man zn diesem
Wittel gegriffen* weil dort viele Leiste fei
lie Mitling i'cseiu
E i n a n n i n 5 o o u n y a
hatte jüngst an einem seiner Finger, ein
Geschwür, welches ihm große Schmerzen
verursachte. Kaum war- es geheilt, so
fühlte er, daß ein neues sich ansetzte, und
erzürnt darüber, erfaßte er 'ein Handbeil
.und hieb sich den Finger ab.
I n s u k i o n s -S u n e. Serge
ant: „Also, Forster, was ist ein Soldat?"
Forster: „EinSoldat ist eine mitLum
pen bedeckte, mit Cominißbrod und Me
nage gefütterte Maschine, die durch lau
tes Geschrxi jy Bewegung gesetzt wird."
ei« Freimaurer?
Äor wenigen Wochen lief eine Nach
richt bnrch die Zeitungen, daß die Schär
pe,die Georg Washington bei sei
»er Ausnahme unter die Freimaurer ge
tragen haben soll, für so und so viel Geld
öerhujt worden fei.:—=- Ferner gibt es auch
ein von Freimaurern gefertigtes Bildniß,
auf welchem Washington mit dent frei
inaurexiMen Schurzfell bekleidet darge
stellt ist. Wenn man endlich die Frei
maurer selbst fragt, ob Washington ih
rem Bunde angehört habe, so behaupten
sie dieses ganz bestimmt.
Trotz alledem erlauben wir uns diese
freimaurerischen Angaben mit guten
Gründe n zu bezweifeln. Zuerst er
zählt-llns die'Geschichte, daß Washington
vor seinem Tode dos ganze Land auf's
Ernstlichste vor allen geheimen Gesell
schaften gewarnt hat.Dann hat Washing
ton ein .Jahr- vor seinem Tode einen
Brief geschrieben, der die ganze Sache
,Jettelt". Der Brief ist' datirt: „Mount
Vernon, am 25. Septenber 1798." Am
Schlüsse dieses Briefes heißt es:
Ich habe wenig mehr hinzuzufügen, als
Ihnen für Ihre guten Wünsche und für
Ihre freundlichen Gesinnungen zu danken
und dann noch einen Jrrthnm zu berich
tigen, iy dem Sie sich zu finden scheinen,
wenn Sie glauben, ich gehöre irgend ei
ner Loge dieses Landes an. i e
a a i s a i k e i n e
Loge a n gehöre. Indessen glatt
be ich, daß keine der in diesem Lande be
findlichen Logen sich mit den Grundsätzen
beschmutzt, welche der Gesellschaft der
Jlluminaten zugeschrieben werden.
(geg.) Georg Washington."
Aus diesem Briefe geht unzweifelhaft,
hervor, naß Washington kein Freimaurer
war, daß es mit der so theuer bezahlten
Schärpe nichts ats Humbug ist, daß'das
Bild mit dem Schurzfell gefälscht ist, und
daß die Aussage d'er Freimaurer
—. Der Leser mag den Schluß selber
machen.
9
U n e e n a i n e s e n i e
sich in Louisville 'der Hemden- und zu
gleich der Kopf-Wafchcrei befleißigen,
i n z w e i i e e v a s e u s s e
chen. Als dieselben' sich kürzlich mit
mehreren Deutschen auf der, Straße un
terhielten, kam ein Amerikaner dazu.
"Das Weitere erzählt der Louisv. Anzei
ger so: Einen Chinesen deutsch sprechen
zu hören,- war natürlich für der Ver
standskastett eiuesAinerikcmers doch etwas
Unbegreifliches. Er trängte sich heran,
sperrte Mund und Ohren auf. Er hatte
sich nicht getäuscht, der Mann mit dem
Zopfe sprich deutch! You talk Dutch?
fragte er den Chinesen. No, Sir, ant
wortete dieser I
talk German! Ein
homerisches Gelächte entstand und der
Amerikaner ging beschämt von dannen.
Den Amerikanern scheint es in ihrer
Bornirtheit etwas Unerhörtes zn sein,
daß auch andere Menschenkinder als
Deutsche deutsch sprechen ferner scheinen
die Chinesen ihnen noch beibringen zu
müssen, daß Dutch und Germail sich
unterscheiden, wie Kantaback und Leber
wurst. ^t
E i
n n £6 ätfcfije Idee hat einen De
troiter, Namens Churchgeld, erfaßt Derselbe
bildet nämlich seit.einiger Zeitsich» «tut, er fei
ein kr'.Ht auf den Minden und Knieen
1/ciimt bÜft und f)ät auch Hon zwei oder 'drei
Mitglieder seiner Familie gebissen. Man will
ihn jetztin's^ Kraukeyhaus Ichick^ Eben
faH aHsH)Doit ivird .1»G eivM ÄNt«reu Irr
sinnigen gemeldet, der sich die Zeit damit Ver
treibt, daß er über den ganzen Fußboden seines
Zimmers hin unausgesetzt Pägel, aber nur bis
zur Halste ihrer Länge eintreibt,
1 Die Engelsburg.
Fn Rom's durch Alter geheiligten
.' Meutern
War aller Orten ein tiefes Trauern.
Es weiftte der Vater, der Jüngling,
der Knab',
Man senkte die Lieben in's düstere
Grab,
Und jeden ergriff eS mit bangen
Sorgen,
Ihm würd'' nicht mehr leuchten der
kommende Morgen,
Denn ringsum verbreitete.'Jammer
und Djoth
Die entsetzliche Seuche der schwarze
Tod.
Da befahl der Papst, daß in Pro
Zessionen
Man ehre den Herrn und fleh' unt
Verschonen
Und als er einst selbst mit dem Sa
krament
Der gläubigen Menge den Segen
spendet.
Erschien ein Engel ans einer Wolke
Mit flammendem Schwerte. dem
reuigen Volke,
Und jeder klopfte sich schuldbewußt
Mit Zittern und Bebet? an seine
Brust.
Da senkte sein Schwert der Engel
nieder
Und hob in die Lüfte zum Himmel
sich wieder.
Die (Beuch' hat von Stund au auf
gehört,
Di5 so schrecklich hatte die Stadt
verheert.
.Doch daß nimmer die Sag" mög'
untergehn,..
Von dem was zu Rom in der Pest
zeit geschehn.
Ward Engelsburg '-fortan dev Ort
genannt,
Wo der Engel erschien mit dem
S
Schwert in der Hand
i
E i n K n a e i n N o d- a o i n a
wurde vor sechzehn Jahren nach Empfang
einer gehörigen Tracht Prügel ins-Feld
geschickt, tun mit einer Hacke ans 'einem
Korttfelde zu arbeiten. Seit jenem Au
genblicke blieb'er spurlos verschwunden,
bis er vor mehreren Tcftjeit mit einem
Vermögen von $50,000 aujl Kalifornien
zurückkehrte.
i o i i n e s e We i s e e n e f
lichen Gesundheitszustand einer Stadt zu
deinonstriren, ist jedenfalls die, welche der Stad
truth von Atlanta augewendet hat. Um ihr voll
koininenes Pertrauen ity, den Sanitätszustand
darznthun und zu beweisen, das die Cholera
vollkommen verschwunden sei, haben di: Stadt
väter von Atlanta in offener Sitzung 4 große
Wassermelonen verzehrt. Ob das Resultat die
ser kühnen That» in's Protokoll/ eingetragen
wurde, ist nicht bekaniU.
E i n a e s W e i i n e i n e o e
westlich von New Hork erhielt von ihrer
Nachbarin, die täglich ihre Zeitung las,
'ehe fie noch ihrem Manne das Frühstück
bereitete hatte, die wichtige Nachricht, daß
der große $önig von Preußen tobt sei,
gerade sei. die Nachricht angekommen.
Die alte Matrone erhoff ütftf Erstaunen
und voll Schrecken ihre großen Augen
und schweren Arme und rief aus: Ach, ist
er tobt, der Herr sei ihm gnädig! Dann,
fügte sie wißbegierig bei: Sage mir, weV
tvat e*. dettif,, n$e Icjßt'c. er derm^Kln Wel
cher Krankheit ist et gestorben?
a
E n e k u n w e u e
Goldlag er.) Der Gomntiprvbes
General-Landamtes hat NachrichtcHer
halten, daß werthvolle Goldlagcr von den
in Alaska ftationirten Offizieren der.Ver.
Staaten Armee entdeckt worden ftitb.
S n e a e W e e E i n e e
vielen Todesstrafarten in China ist die
Entziehung des Schlafes, die
sich gewöhnlich in etwa zehn Tagen als
tödtlich erweist. Fünf thörichte, junge
Belgier versuchten neulich' dies Experi
nteitt an sich, mit mehr oder minder un
angenehmen Resultate». Sie wetteten,
daß sie sieben Tage lang wach bleiben
würden, unter der Bedingung, daß sie
alle möglichen Mittel.anwenden dürsten,
utit den Schlaf abzuwehren. Sie arran
giften die Verwendung ihrer Zeit in der
folgenden Weise: Die Nacht wurde mit
Tanzen und Kaffectrinfen verbracht, wäh
rend des Tages ritteft sie, fochten oder
schössen nach der Scheibe, wobei sie jede
halbe Stunde Kaffee tranken. Einer die
ser jungen Leute gewann die Wette, ver
lor aber 25 Pfund an Gewicht zwei
schliefen ein, nachdem sie 130 Stunden,
wach gewesen, einer wurde von der Lun
genentzündung befallen und der fünfte
wurde vom Schlummer befallen, mal)
rend er zuPferde saß er fiel herunter und
brach seinen Arm.
In der vorig«» Woche wurde in New Bruns
wick ein Kind von einein Hunde gebissen. Nun
herrscht der Aberglaube, das Ausbrechen der
Wuth könne, dadurch verhütet'werden, das man
Haare des Hundes, der den Biß beibrachte, auf
die Wunde legt. Der fragliche Hund war aber
fort nnd Niinand wnßte,'wem er gehörte. CUI
ihrer Verzweiflung wandte sich die Mutter des
Kindes mi den Mayor der Stadt und verlangte,
er solle durch diePolizei denHund herbeischaffen
lassen. Daß ihr „Sti»ipathie"-Mittel ein tljii
rich tes sei, konnte man ihr nicht begreiflich
machen, sie wollte mit die Haare des betreffen,
den Hundes.
ligan, ein junger Matrose, stürhte neulich in
Chicago, von einem Zuge der Nock Islandbahii
zwischen öieWaggous. Er siel in eine Vertiefuiic.
zwischen zwei Schwellen, wo er sich »länschenstili
znsamnien'Äduckte. Die acht Waggons des Zuges
gingen über ihn fort. Ciu Büschel Haare wurde
ihm ausgerissen und sein Rock zerselit. Er selbst
kam mit heiler Hant davon.
—Ein K a i ei nemHn if i sch e.
Während am Montag Morgen mehrere Fischer
im Ehester-Niver, wo sich derselbe miGratisinn'e
Ereek vereinigt, mit dem Einziehen eines
Schleppnetzes beschäftig waren, bemerkten sie,
das sich einige große Fische in den Netze befan
den. Da das User dicht mit Schilf bewachsen
war, so war es -riu Unmöglichkeit, das Netz an
den Strand zu ziehen, und zwei Fischer,
Jamcs Green und Green MeCann, Beide von
Baltimore, sprangen in das Wasser und
zogen das Netz ein, während die übrigen Mi
scher von einem Boote aus Hälsen. Plötzlich ver
nahm man im Wasser ein Getöse, und aus der
Stelle von welcher das Geräusch herkam, begann
es heftig z» schäumen. Die Fischer sahen sich
bestürzt an nur Green watete furchtlos vorwärts,
um die Ursache der seltenen Erscheinung zu er
gründen. Leider mußte er seine Kühnheit büßen,
denn nachdem er nur wenige Schritte gegangen
war, wurde sein linkes Bern von «inein Hai ge
packt. Er ward zuBoden gerissen und unter den
Wellen entspann sich jetzt ein fnrck)barer Kamps
zwischen dem unglücklichen Manne und dem
Ungeheuer des Meeres. Mit Aufbietung aller
seiner Kräfte gelange es endlich dem bedrohten
Manne, sich von den Haie loszureißen und an
die Oberfläche des Wassers zukommen, wo er
einen herzerschütternden Hilferuf ausstieß Snne
Freunde eilten ihm zu Hülse und der Haisisch
zog zurück. Man hob Green in das Boot, wo er
stundenlang bewußtes lag. Einer der Fischer
verband sein Bein, das vom Knie bis zur Ferse
ganz nnd gar zerfleischt war. Am Nachmitag
brachte der Dampfer „George Law" den un
glücklichen Mann nach Baltimore, waihm in der
Klinik das Bein amputirt wurde.
Es. scheint, daß die Fischer von einer Anzahl
Haie umgeben waren, da sich mehrere dieser
Ungeheuer im Netz befanden. Zwei derselben,
von denen eines mehr als 11 Fuß maß, wurden
gctödtet.

Die Ohio. 7.
a e a e s k E w a o u

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