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Ohio. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1873-1874, January 08, 1874, Image 4

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4L Die DhioH
Herausgeber: Nev. I. JeWng.
Ban ganzem Herzen billige ich die fortgcfefr
tc ScrauSgabe der „Ohio" und die preiswürdige
den Erlös derselben zur Gründung ei
nes Äaifenhauscs für die Diözese zu verwenden.
S. H. RosecranS,
Bischof von Columbus.
Aflenten der »Ohio":
i n i n n a i O e n z x- e o e
Jronton, O. Rob. E. Eich.
i n e o v e O e v I I a u k
Portsmouth, O. Martin rü bel.
a i e a O o u i s S i
i e y O o n a
Aew Richmond, O. Franziöca Wibbei».
PittSburg, Pa. B.A.Buerkle, 562 PennSt.
St. Kraneis Station, Wis. T. Ja k o s,
i a o I I I a u e S e
S t. o u i s, Mo. B. e e r.
Caspar Sieringer, Birmingham,
Ch. Döller, Lehrer, St. Helena, Nebr.
Alle unsere Agenten nehmen Bestellungen auf
unser Blatt entgegen, sowie Zahlungen dafür.
i e O i o
Diese von aller Speculation freie wöchenliche
Zeitung soll nach der Absicht des Herausgebers
einein doppelt guten Zwecke dienen.Jhce Spal
ten sollen neben der Mittheilung der wichtig
stcu Zeitereignisse den Lesern eine wahrhaft
gute belehrende und unterhaltende Lektüre ver
schaffen um so zur wahren Bildung und Auf
TlÖrunq des Volkes beizutragen. Aus allen ge
bieten des Wissens werden wir volköthümliche
Aufsähe bringen damit unser Blatt wahrhaft
einFanulienblatt werde indem es für alleElieder
der Familie eineQuelle der Belehrung und Un
terhaltung ein bunter Markt für den ganzen
geistigen Menschen werde. Ist somit die Wahl
der von und zu besprechenden Gegenstände un
beschränk, so setzen wir uns in anderen Bezie
hu na dieSchranke,dah wir einzig die Grundsätze
der Wahrheit und des Rechtes in unserem Blatte
vertreten wollen. Wenn nun hiernach unser
Blatt seinem inneren Programm gemäß schon
mit Recht Anspruch auf die weiteste Verleitung
machen kann, so ist dieses noch viel mehr der
Aall seines äußeren Zweckes wegen. Nicht um
irdischen Lohn oder Gewinn, hat der Herausge
ber die „Ohio" ins Leben gerufen, sondern
höhere Motive Veranlassten die Gründung des
Blattes Der ganze Gewinn der sich aus der
„Ohio" ergeben wird, soll ohne Abzug dem
Zwecke gewidmet sein, eine Heimath für eitern
lose
und
perwahrloßte Kinder in der Diözese
Columbus zu gründen. So weit die Mittel
reichen, sollen in dieser prpjeftirten Anstalt alle
Kinder ohne Rücksicht aus die Religion der El
tern oder auf die Hautfarbe Aufnahme undVer
pflegung finden. DerHerausgeber und Redakteur
der „Ohio" verlangt für feine Mühe und Arbeit,
die ihm das Blatt machtfeinen zeitlichen Ge»
totnn die schönste Belohnuug wird ihm sein,
wenn die projektirte Anstalt recht bald ins Leben
treten kann.Das ist aber nur möglich, wenn sich
die Zahl der Abonnenten auf wenigstens 10,000
belauft. Bei dem Preise der „Ohio", die billiger
ist, als andere Zeitungen, kann sich nur durch
eine große Verbreitung ein.namhafter lieber
schuß für den beabsichtigten wohltätigen Zweck
ergeben. Wir bitten daher alle Menschenfreunde
die Verbreitung der „Ohio" möglichst zu för
bern. Jeder darf mit Recht behaupten, daß fein
Blatt in der Welt so sehr Allgemeine Unterstütz
ung verdient, als unsere „Ohio".— Da so viel
Schwindel und Betrug in diesem Lande vor
kommt, so wollen wir zu dem Gesagten noch
hinzufügen, daß unsere Eigenschaft als Priester
und Seelsorger in Pomeroy und die oben ab
gedruckte Empfehlung des Hochwürdjgsten Bi
schofs von ColumbuS allen Verdacht einer
Täusch»,m fern halten muß.
Das Abonnement auf die „Ohio" kann
jederzeit beginnen. Wir können neuen
Abonnenten keine der früher erschienenen
Nummern nachliefern. Der niedrige
Adonementspreis von $1.50 für das Jahr
muß unbedingt voraus bezahlt werden
und wir senden nie mehr, als drei Num
mern öjjiit Bezal/ung an eine Adresse.
Peterspsennig.
Für den heiligen Bater.
Dem Herausgeber dieses Blattes sind
von einer unbekannten Person $2.50 für
unseren schwerbedrängten heiligen Vater
PiuS IX. zugesandt. Wir erklären uns
bereit, noch weitere Gaben für den heili
gen Bater in Empfang zu nehmen und
darüber an dieser Stelle zu quittiren.
Sobald diese Beiträge zum Peterspfen
nig eine größere Summe ausmachen,
werden wir dieselbe nach Rom senden.
.»»

Für das neue katholische Schul-
Haus in Pomeroy sind seit der letzten
Abrechnung folgende Beiträge eingegan
gen:
Peter Rappold $6.00
i Michael Graf 6.00
Jakob Sommer 6.00
Als Weihnachtsgeschenk 6.00
Adam Battel 12.00
Georg Becker 6.00
Von früher 1017.80
Summa $1114.80
Pomeroy, den 8. Januar 1874.
i
e neue katholische Schu
e, die wir in Pomeroy mit Gottes
Hilfe durch die freiwilligen Beiträge gu
ter Menschen erbaut und vollendet haben
hat am letzten Sonntag die kirchliche
Weihe erhalten. Das ganze Schulze
bände aus Backsteinen hat jetzt 78 Fuß
Länge in der Front an der Straße bei
26 Fuß Breite. Da dieses Schulhaus,
wie fast alle Gebäude in Pomeroy, auf
hügeligem Boden steht, so ist das Fun
dament in der Front 7 Fuß hoch aus
Hausteinen ausgeführt und eS führt von
der Straße eine steinerne Treppe in die
ser Höhe zur Eingangsthür. Zwei an
dere Eingangsthüren befinden sich, eine
an der einen Gibelseite, eine andere an
der Rückseite. Fast in der Mitte des
Daches hängt die kleine Schulglocke in
einem Thürmchen, einem sogenannten
Dachreiter. Diese Glocke soll der spie
lenden Jugend die Stunde verkünden,
wenn das Lernen beginnt und aufhört.
An dem neuen Theile der Schule zwischen
dem ersten und zweiten Stockwerke ist in
den eisernen Ankern die Jahrzahl 1873
angebracht. Im Innern wird das
Schulhaus durch einen Gang, der auch
die Treppe enthält, in jedem Stöckwerk
in zwei Schulzimmer abgetheUt, so daß
das gflnze Gebäude vier geräumige und
freundliche Schullokale enthält und für
300 Kinder bequem Platz darin ist. Vor
läufig werden nur drei Schulzimmer be
nutzt, während das vierte zum Versamm
lungslokale der kirchlichen Vereine dient.
Möge denn nun diese materielle so schön,
ja gegenwärtig noch schöner, als unser
Gotteshaus eingerichtete Schule sich als
eine Wohlthat für die Gemeinde erweisen.
Es wird jetzt den guten Schwestern, die
sich bisher schon mit so großem Eifer der
Erziehung der Kinder gewidmet haben,
ein um so größeres Vergnügen sein, die
Kinder zu unterrichten. Von Seite der
Kirche ist hier nun Alles geschehen was
möglich ist, die katholische Jugend von
Pomeroy zu brauchbaren und nützlichen
Gliedern der menschlichen Gesellschaft,
wie zu Bürgern des Himmels heranzu
bilden. Möchten denn nun auch immer
die Eltern mit dem Priester und den
Lehrerinnen Hand in Hand an dem
Glücke ihrer Kinder arbeiten denn ohne
die häusliche Erziehung bleibt die Schule
in den meisten Fällen fruchtlos für die
Kinder. Unsere heilige katholische
Kirche wünscht nichts anderes, als das
Glück aller ihrer Mitglieder für Zeit und
Ewigkeit, und da die Erziehung darauf
einen so großen meistens entscheidenden
Einfluß -ausübt, so kann die Klrche nie
mals das ihr von Gott verliehene Recht
aus die Erziehung aufgeben. Was die
Kirche in den Schulen wünscht und will,
geht so recht hervor aus ihren Gebeten
bei der Einweihung eines neuen Schul
Hauses, die wir hier anführen
Nach Absingung der Litanei von allen Heilt
gen, der Anrufung des hl. Geistes und einem
Gebete des Priesters, daß er die Einweihung
würdig vollbringen möge, spricht derselbe fol
gendes Gebet für die Schulfinder:
Allmächtiger, ewiger Gott, wir bitten
Dich flehentlich, daß Du Dich würdigest
auf Deine Kinder zu blicken gieße in
ihre Herzen die Gnade des hl. Geistes,
damit sie, dadurch erleuchtet und belehrt,
dasjenige erkennen, was Dir wohlgefäl
lig ist, und damit sie zunehmen, wie an
Alter, so auch an Weisheit und Gnade.
Durch Christum unfern Herrn. Amen.
Vor dem neuen Schulhaufe selbst spricht der
Priester folgende Gebete
Allmächtiger, ewiger Gott, der Du
deinen Priestern unter anderen Gnaden
auch diese verliehen hast, daß dasjenige,
was sie in Deinem Namen würdig und
recht verrichten, als von Dir geschehen
angesehen wird wir bitten Deine un
endliche Barmherzigkeit, daß Du dieses
Haus, das wir besuchen, segnen wollest,
damit bei unserem Eingange durch oie
Verdienste Deiner Heiligen der böse
Feind daraus fliehe und der Engel des
Friedens seinen Einzug halte.
Heiliger Herr, Allmächtiger Vater,
durch die Fürbitte Deiner heiligen Ig
natius und Aloisms segne dieses Haus,
segne unseren Eingang, segne die Schritte
unserer Füße wie Du das Haus der Pa
triarchen Abraham, Isaak und Jakob ge
segnet hast. Durch Christum unsern
Herrn. Amen.
An dem Schulhause selbst spricht der Priester
unter Anderen folgende Gebete:
Herr Jesu Christe, der Du Deinen
Jügern gesagt hast, wenn ihr in ein
Haus kommt, so sprecht: Friede sei die
sent Hause wir bitten Dich laß jenen
Frieden Über dieses Haus kommen, das
zur Erziehung der Jugend bestimmt ist
laß jenen Frieden kommen über alle, die
darin weilen lehren und lernen be
wahre diese, o Herr, vor aller Krankheit
erfülle die in dieftm Hause Lehrenden
mit dem Geiste der Wissenschast, der
Weisheit und der Gottesfurcht erfülle
die in diesem Hause Lernenden mit Dei
ner Gnade, damit sie dasjenige, was sie
Nützliches und Heilsames lernen, mit ih
rem Verstände erfassen, in ihren Herzen
behalten, in ihren Werfen ausüben, da
mit in Allem Dein Name geehrt werde.
Bei unserem Eingange segne und heilige
diese Schule, damit innerhalb der Mau
ern dieses Hauses die Engeln Deines
Friedens wohnen und dasselbe wie auch
die darin Weilenden, Lehrenden und
Lernenden beschützen. Durch Christum
unsern Herrn. Amen,
Segne, o Herr, dieses Haus und laß
darin sein' Gesundheit und Heiligkeit,
Tugend und Ehre, Demuth, Güte, Lang
muth, Milde, Lernbegierde und die Fülle
des Gesetzes, Gehorsam und Dankbarkeit
gegen Gott den Vater und den Sohn
und den hl. Geist. Und dieser Segen
sei über diesem Hause und diesem Platze
und über alle, die darin weilen, darin
lehren darin lernen, komme die sieben
fache Gnade des heiligen Geistes. Durch
Christum unseren Herrn. Amen.
Z u N a a u n
Der verstorbene Johann Reih ver
machte der Herz Jesu Gemeinde zu Po
meroy die Summe von $100.00 welche
Summe durch den Testamentsvollstrecker
Charles Rademacher in Cincinnati im
Dezember richtig in die Kirchenkasse ein
bezahlt wurde. Das war lobenswerth
und es ist für den verstorbenen Wohlthä
ter ein feierliches Requiem gehalten wor
e n A e n o o e n s w e e w a e s
daß ein noch lebendes Mitglied der Ge
meinde zu Pomeroy dem Verstorbenen an
Edelmuth nicht nachstehen wollte, und
persönlich $100.00 dem Pfarrer für die
Kirche einhändigte. Möge Gott die ed
ten Geber lohnen. Wer will diese schö-«
neu Beispiele nachahmen und uns die ex-»
sten $100.00 für das neu zu gründende
Waisenhaus einhändigen?
MM" In der katholischen Gemeinde
zu Pomeroy sind im Jahre 1873
gestorben 16 Personen
getauft .82 Personen
verheirathet 11 Paare.
Unter den Getauften waren 7 Conver
titer«. Bon den 75 getauften Kindern
waren
v
33 Knaben,
45 Mädchen,
Alle getauften Kinder bis auf zwei find
aus rechtmäßiger Ehe geboren.
Bei allen Ehen, bis auf eine gemischte,
die mit bischöflicher Dispensation ge
schlössen wurde, waren beide Theile Ka
tholiken.
Es sind im Jahre 1873 in Pomeroy
66 Personen mehr getauft, als gestorben
sind.

o e o y O 8 a n S e i e i
Tagen hat es fortwährend Tag und
Nacht mehr oder minder stark geregnet
Die Wege in und um Pomeroy sind bo
denloS das Wasser im Ohioflusse wächst
fortwährend und es scheint ein noch hö
herer Wasserstand bevorzustehen, als vor
einigen Wochen, wo schon viele Häuser
mit Wasser angefüllt waren. Auch un
ser neues am vorigen Sonntag erst ein-
geweihtes Schulhaus hätte beinahe unter
dieser abnormen Wittenmg zu leiden ge
habt. In der Nacht vom 6. auf den 7.
Januar setzte sich der Hügel hinter dem
Schulhause auf eine Länge von 100 und
eine Breite von 40 Fuß in Bewegung
auf das Schulhaus zu. Bereits ist die
Erdmaffe vermischt mit Felsstücken meh
rere Fuß geschlippt, jedoch scheint keine
weitere Gefahr vorhanden zu sein, als
daß unsere Schulyard um einige Fuß er
höht und der Brunnen verschüttet wird,
falls die nasse Witterung' noch länger
anhält und der Erdrutsch weiter voran»
schreitet.
i e a u
Sprachlehre
für Volksschulen von
W. Bühler. St. Louis, B. Herder, 19
S. Fünfte Straße. Preis 35 Cents.
Dieses gut eingebundene Büchlein ist äu
ßerst praktisch mit zahlreichen Aufgaben
versehen, damit dadurch und durch ein
fache Regeln der Schüler die deutsche
Sprache in ihrer ganzen Schönheit sich
aneigne, Das für die meisten Menschen
Trockene und Langweilige, das fast alle
Sprachlehren durchweht, ist in diesem
Büchlein glücklich vermieden, ohne daß
dadurch der wirklichen Erlernung der
Sprache Eintrag geschehen wäre. Wir
empfehlen daher allen Lehrern und Schul
vorständen diese Sprachlehre zur Prü
fung.
0
Chrtstenverfolgung.
E z i s o s a n n i n v e ö s e n i
lich in der Times" ein Schreiben, in
welchem er den Beweis führt, daß die
Falk'schenGesetze. welche mit demGewissen
und der Religion der katholischen Bevöl
kerung, mit der Verfassung der katholischen
Kirche und der frühren preußischen Ge?
setzgebung im Wiederspruch ständen, mir
die systematische Vergewaltigung der
Rechte der Kirche zum Zwecke hätten und
die Ausführung eines lange vor dem va
titanischen Concil, schon hör dem Kriege
mit Oesterreich, geplanten Feldzuges ge
gen die katholische Kirche sein, der Krieg
von 18C6 und später wieder der Krieg
von 1870 habe den Plan in den Hinter
grund geschoben: nach der Besiegung
Frankreichs aber hätten die geheimen
e s e s a e n w e e v o n e s s

Pomeroy, de« 8. Jan. 1874.
Vifchöftiche Entpfehlung.
I cordially approve of your con
tinued publication of the "OHIO"
and of your laudable intention of
devoting the profits of it to build
ing an ORPHAN ASYLUM for the
Diocese. S.H.ROSECRAKS,
BISHOP OF COLUMBUS.
Buchanan P. O. Allegheny Co. Pa.
Nev. Joseph Jessing.

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