OCR Interpretation


Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, June 03, 1874, Image 8

Image and text provided by Ohio Historical Society, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn91069201/1874-06-03/ed-1/seq-8/

What is OCR?


Thumbnail for

Ohio Waisensrcnnd.
8:
s.
liniere iuMflcn Leser machen wir ausincrksam darauf,
dnß nachfolqci.deS Gemchtsich zum Siusivend'glernen
und Dellamircn cigiiv.t- will es lernen 1
Am Hange des Hügels im Eichengrund,
Die Schaar der Streiter Israel's stund,
Und jenseits vom Verge klang Kampfesgeschre,,
Am Berge drüben in KampfeSreih'
Gerüstet hielt der Philister.
Noch ruhte am Säüvert die zuckende Hand,
Nochglomm in derBrust nurderSchlachtenbrand,
Noch zögerten sie, da kam bot» Heer
Dkr Philister ein Kämpe, schritt Test emher
Und stellte sich zwischen die Streiter.
Sein Leib war breit und riesig gesteift.
Mit schuppigem Panzer ringsum bedeckt,
Ein mächtiges Schwort hott' er zur Wehr,
Ein Schild znmSchuh und sein wuchtigerSpeer
Durchschnitt hellzischend die Lüste.
Und er rief zu den Männern „Heraus! heraus!
Wagt doch mit Goliath einen Strauß
Volk Israel ich schreie dir Hohn,
Entbiete doch deinen stärksten Sohn,
Im Zweikampf mich zu bezwingen."
..Und streitet er gut, und schlägt er mich recht,
So sei mein Volk deines Volkes Knecht
Doch wenn er es wider mich nichts vermag,
Und fällt ihn zu Boden mein schwerer Schlag
Sollt ihr als Knechte uns dienen."
Die Mänuer im Lager sind stumm und still,
41
nd keiner gen Goliath ziehen will.
Da bot der König mit lautem Hund
Dein Sieker bic Tochter zu bicfcv ©tunb
Und Rcichthum, Lande und Ehren.
Und hervortrat einJüngling bräunlich tmdschön:
Lass' mich meinKönig kämpfen flcljn.
Ich stond dem Löwen, ich schlug den Dar,
So gibt mir Gott wohl auch Kraft und Wehr
Zu fälle» den srcchen Niesen."
Und ohne Schwert und Spich und Schild,
Trat David entgegen dem Riesenbild
Mit seinem Stabe, im Hirten
Heid
Zog wider Goliath er zum Streit
Im Namen des Herrn seines Gottes.
Da höhnte der Riese: „O Hirtenlnab',
KonniislTu michzu sahn mit demschwankenStab.-'
Hilft etwaDeinGott Dir? ich nmh'Dichwie Gras.
Da wirst Du den Thieren des Feldes zum Fras,
Dru Vögeln des Himmels zur Speise."
'Der Jüngling aber entgegnete mild
Wohl stehst Du dort mit Schwert und L-child
'Wohl lästerst und höhnst Du mit frechem Wort
.Gott Zebaoth, meinen Schirm und Hort
lind prahlst mit deiner Stärke."
Du hast die Kraft, und ich habe den Muth,
Du hast den Schild, und ich Zebaoth'ö Hut,
Du hast das Wort, und ich habe die That,
Bald fällst Du wie vor dem Schnitter dieSaat
Dem Wilde des WaldeS zur Speise."
Und Navid schwang einen Kieselstein
-Als schleudert' er ihn in die Lüfte hinein,
Und es fauste der Stein, und traf die Stirn
Und fuhr beut Prahler tief iu'i Hirn,
Der wankte, stürzte zu Boden.
Und David rasch zur Stelle sich kehrt'
Und zog des Goliath breites Schwert,
Und trennte das mächtige Haupt vom Rumpf
Und hob's in die Höhe mit lautem Triumph,
Und „Sieg durchbrauste die Lüfte.
Da faßte ei« Grau'u das Philisterheer,'
Der Muth entsank ihn, und Schild und Speer
Da wandten sie sich zur wilder Flucht,
Und sielen in Wald und Thal und Schlucht,
Dem Schwerte der Indäer.
Vor zwei Jahren ftie^ in einem der
ersten ftotcIS von S a n a n ci 3 o,
dem ..Cosmopolitan", ein sehr distingnirt
aussehende'- Fremder mit seiner schönen,
stolzen, stets in Brilliauten schlimmerden
Gottin nix S!e verlangten die besten
Zimmer, die prompteste Bedienung, das
Beste, was Küche und Keller boten. Na
türlich erhielten sie es, unter dem Borbe
halt, daß sie tüchtig bezahlen sollten.Nach
dem die splendiden Gäste länge.re Zeit
die Gastfreundschaft des Hotels in An-
sprnch
genommen, ohne zu zahlen, wnrde
ihnen die Rechnung geschickt aber der
Herr bedauerte, daß seine Rimessen aus
'unerklärlichenGründen ausblieben. Er bat
daher den Wirth. Herr Pearson, ihm das
Reisegeld nach Hau^e vorzustrecken, und
erbot'sich, die Juwelen seiner Frau als
Pfand zu hinterlassen.
In wenigen Tagen
werde er sie durch eitlen Wechsel einlösen.
Der zuvorkommende Wirth war gern be
reit denn dieJuwelen, über^derenAechtheit
kein Zweifel herrschen konnte, da dieDame
sie den neidischen Damen des Hotels mehr
mals breitwillig gezeigt hatte, boten ge
nügende Sicherheit. So reiste denn uns
Paar mit Kisten und Kosfern, mit Reise
geld wohlversehen, ab. dem Wirthe cm
wohlversiegeltes Etui hinterlassend, wonn
die Juwelen in
seiner
Gegenwart emge-
packt worden waren. Die arme, ihrer Dm
manten beraubte, vornehme Dame sah
ganz betrübt darein. Herr Pearson war
tete und wartete. Der fremde Heir mußte
wohl mit Schwierigkeiten zu kämpfen
haben, 'aber er war ja gut und schlimm
sten Falles blieben die Juwelen der Dame,
fterr Pearson war geduldig im Warten
er wartet, bis er die Sache zuletzt ganz
vergaß. Kürzlich durchstöberte er seine ei
sern Eeldspinde und fand uuter anderem
Plunder ein Packet, gezeichnet: ..Juwelen
$750". Allerhand alte Erinnerungen
stiegen in Herrn Pearson Tnf, er gedachte
des freundlichen Herrn mit schwerer gol
dcnei- Uhrkette er gedachte der stolzen,
diamantenblihenden Dame er gedachte
seiner unbezahlteuRechnung van $267.42.
Er öffnete das Etui. Es war leer, und jetzt
erst siel Herrn Pearson ein, daß ein Etui
aussehen kann wie das andere und daß
Geschwindigkeit keine Hexerei ist.
-»-»-es»
i e N o a i i -E i s e n
bah n-C o in pagnie hat sich an den
Congreß gewandt mtt der Bitte, die Be
zahlüng ihrer Bonds garantiren, d. h.
übernehmen zu wollen. Sie bietet derRe
gierung als Sicherheit das Land an, wel
che« ihr von derselben geschenkt worden
war. Dieser eben so liberale als scharfsin
nige Vorschlag erinnert ein anglo ameri
kanisches Blatt an folgende Anekdote:
In einem kleinen Dorfe in Maine lebte
ein Junggeselle. Namens PcalSlee, der
zwei Dinge nicht erfunden hatte nämlich
das Pulver und die Knust reich zu werden.
Ein Bischen Geld hatte er sich zwar durch
unsägliche Sparsamkeit und Arbeit erwor
ben, und er beeilte sich, es in einem Gro
ceryladen anzulegen. Aber Pealslee war
kein Handelsgenie, und seine Krämerlauf
bahn°war von kurzer Dauer. Eines Tages
kam ein Farmer in den Laden und kaufte
sür einen Dollar Kaffee. Er erhielt die
Waare, und ohue sie zu bezahlen, setzte er
sich zu dem redseliaen Krämer und sprach
mit ihm über das Wetter. Dann sagte
er: „Apropos, meiner Frau hat mich
beauftragt, für einen Dollar Thee heim
zubringen könnte ich nicht den Kaffe ge
gen Thee austauscht« Der Tausch wur
de vollzogen, und der Farmer knüpfte ein
anders Gespräch über die Ernte an. End
lich stand er auf und sagte, es sei Zeit
heim zu gehen. Sprach's und ging mit
dem Packet Thee der Thüre zu. „He
Nachbar, ihr habt mir den Thee noch
nicht bezahlt." „Den Thee nicht be
zahlt? Gab ich euch nicht für einen Dol
lar Kaffee dafür?"— „Ja," sagte Peas
lee verblüfft," „aber ihr habt mir den
Kaffee nicht bezahlt."— „Den Kaffee nicht
bezahlt?", antwortete der Farmer, „wie
soll ich euch den Kaffee noch bezahlen ,den
ich euch gegeben habe?—Dies leuch
tete dem junge» Mann ein, und er sagte:
„All right!" Aber bis zu feinem Tode
blieb es ihm ein Näthsel, wieviel er bei
diesem Handel verdient hatte.
im
Unsern geehrten Knuden machen wir
hierdurch die ergebene Anzeige, daß wir
unsere Buchhandlung nach
41 S La S n lle S tr a ß.e 41
verlegt haben.
a u e u e c,
41 Süd La Salle Str.
i a o, III.
Z e i u n s Gef e tz k.
1. Wenn die Abonnenten nicht ausdrücklich
das Gegeutheil bestellen, so wird angenommen,
daß sie eine Fortsetzung des Abonnements wnn-
^2!' Das Abonnement kann nicht eher rechts
gültig abbestellt werden, als bis alle Rückstände
bezahlt sind.
8. Wenn Abonnenten es unterlassen oder
sich weigern, ihre Zeitungen von der betreffen«
den Postoffice abzuholen, so sind sie verantwort
lich dafür bis sie ihre Rechnung nnd das Abon
nement bezahlt haben.
4. Wenn Abonnenten den Wohnort verän
dern, ohne die Zeitungsexpedition davon zu be
nachrichtigen so ist es ihr Schaden, wenn die
Zeitungen nnd) der Postoffice ihres früheren
Wohnortes gesandt werden.
5. Die richterlichen Entscheidungen lauten
dahin, daß eine Weigerung, Zeitungen von der
betreffenden Postoffice abzuholen oder Verände
rung des Wohnortes ohne vorhergehende An
zeige als prima faeic Beweis beabsichtigten
Schwindels anzusehen.
6. Wer drei Nummer» einer Zeitung an
nimmt wirb als Abonnent betrachtet und hat
für dieselbe Zahlung zu leiste«.
Nicolaus Thi.cl, reisender Agent.
Im Staate Ohio:
Satnoii, Sitant ^tu.
PonSinoiUh, 91annt Grübel.
In anderen Staate»:
A n z e i e n
Da der „Ohio Waisenfreund" schon über
einen großen Theil des Staates £hto verbreitet
ist, auch in den meisten anderen Staaten schon
Abonnenten zählt und die Verbreitung noch
immer im Zunehmen begriffen ist, so empfiehlt
sich unser Blatt zu Anzeigen aller Art. Es soll
durch die Anzeigen der Lesestoff nicht beeinträch
tigt werden, sonder» wir werden, falls die An
zeigen sich vermehren, dem Blatte besondere An»
zeigefpalten beilegen., Die Preise für Anzeigen
im „Ohio Waisenfreund" sind die folgenden:
Zehn Zeilen Brevier kosten:
Ein Mal $ 1.00.
Zwei Mal $ 1.50.
Drei Mal $ 2.00.
Drei Monate $ 5.00.
Sechs Monate $ 9.00.
Ein Jahr $ 15.00.
Beim ersten Erscheinen sind die Anzeigen zu
bezahle«.
Krjle Mationak Wank
von Pomeroy.
$200,00®.
Direktoren:
T. A Plants, H. G. Daniel,
W. P. Nathburu, D. Need, Josiah Simpson,
S. A. M. Moore und Isaac Train.
Collektionen werden pünktlich besorgt, und zu
deu billigsten Preisen berechnet.
'Negierungs-Sicherheiten werden ge- und der
kauft.
Wir offenren dem Publikum u«fcr Geschäft
für alle Arten Banqnir-Geschäfte.
781
H. G. Daniel,
Geo. W. Plants,
Präsident.
Cafsirer.
Paul Gstrein,
Altarbauer, Bildhauer & Vergolder,
1120 Ereenup-Str., nahe der St. Josephskirche,
verfertigt Altäre, Taber»akel, Kanzeln 2c. in jedem
beliebigen Style. Eine Auswahl verschiedener Pläne,
theils hier und theils in Deutschland auSgesuhrt ue
gen stets zur Ansicht da.
INGRAM. &
CO., DAYTON, O.
in Womervy, A.
Gapttat'-Stock: $200,000.
Direktoren:
Horace S. Horton, Präsident.
A. D. Brown,. ©co. W. Morebotf,
Geo. Eiselstein, W. H. Remington,
V. B. Horton, Philip Schreiber.
Alle Sorten Ver. Staaten-Bonds werden an
gekauft und verkauft. Für Gold und Gold
coupons wird der höchste Marktpreis bezahlt.—
Interessen werden bezahlt für alle Zeit-Depo
fiten. Wechsel auf England, Deutschlands
Frankreich und Irland zu den billigsten Kursen.
Collektionen auf alle erreichbaren Punkte
werden prompt besorgt. V78!
SEIT Office offen von 9 Uhr Morgens an.
I. S. Blackaller, Casfirer.
Yi'tvr KköKner's
gegenüber dem Wharf Boot,
Kalte uud warme Speisen und vorzüglich gu^
leS Bier und guten Wein sind in meiner Nestau
rfition zu jeder Tageszeit zu haben. Billige und
gute Bedienung wird zugesiä)ert.
Gutes Gincittnatier
V a e n i n
DUTTE^HCEFER
O E I E S
Gegenüber dein Wharfboot in
Poinsroy, O.
e cä w $ e i
sä n,
Wein- u. Visr-Saloow
Frontstraße, sechs Thüren unterhalb Courtstr
0 e 0 y 0.
xW" Die besten Speisen und G^ränke stn
fortwährend au Hand.
A S A E
Aßrmachcr mtb Imvckier,
3 tzhüren iü:'.crl)afO Edwards alten Stand,
Pomeroy, L).
Händler in Taschen-
und
Hausuhren, Juwelen,
schnell besorgt.
Alle Waaren garantirt.
Bril-
|tfe 3m Ken und Silberwaaren.
Re-
paratnren werden
gut und
Zu haben!
im New-Pork Kleider-Geschüft: Schöne
gestreifte Sommerröcke $1.00 linnene
Röcke 90 Cent. Bessere Qualitäten in
großer Auswabl. Alapaca Röcke von
$2.25 bis den feinsten. Starke Drilling
Hosen für $1.00, sowie eine große Quan
tität der besseren Sorten.
Strohhüte für Männer und Knaben
von den schönsten uud neuesten Mustern.
Sommer-Unterkleider, kühl und ange
nehm. Diese Saison wird eine Specia
lität von feinen weißen Oberhemden ge
macht. Linnene Anzüge für Buben sind
soeben angekommen.
„New Bork Clothing House"
Front Street, das nächste House von Erfe l
e i n 8 6 n e v o o e

David u«6 Goliath.
Ballade.
U n s e e A e n e n
Columbus, Jul. Aug. Hoermele.
Gincmitmi, Be n^cc VrotherS.
Tamilian, Nev. Jos. Nesch und Brother Domcncck.
Reading, fteiundj Nittmevcr.'
Guinmmdviitc, August Müller.
Jrouton, Nobert E. Eich.
Pine Grove, Nev. I. I. Rauck.
Ripley, Islin B. (Said.
New Siichnioiib, FranziSea WibbelS.
Zicitioii, Adam Ü'jüfind'.
Middletown, Johu Kajer.
Piqun, Herman» Meindersee.
Tippecanoe, John Miller.
Berlin, Shelby Co., Stephan Ämter.
SSapatinicin, ^iinaz Hay.
Glandoif, Iaeov Frei.
Ottawa, Wuhelm Alt.
Minster, Georg van Oss.
Marietta, Math. Schmitt.
Steubenville, Bernard Schwarz.
Covington, Ky., W. Huser, 81 12tc Straße.
Charleston, W. Va., Joseph Vounet.
Wheelittg, W.Va. Peter Gessner.
Parkersburg, W.Va. Ä. A. Kaiser.
Piusburg, Pa. A. A. Buerkle.
VrownStown, Pa. Anton Gessner.
Birmingham, Pa. Caspar Siemiger.
Auguslenburg, Ku. John Spreckel»,eier.
St.'LouiS, Mo. B. Herder.
Chicago, III. Mühlbauer & »ehrte.
St. Francis Station, Mise. Theod. Jakobs.
Letterbox 8w, ßovinglon, Ky.,
PRINTERS & DEALERS
in Patent
Novelities. Agents wanted. Send
for Oirciilars.
ÜUe KKb WOStez.'
i n a s e u i s s e s z u n e n e i
64)
Heinrich Köhler,
S u a u n o e o y O
WHOLESALE & RETAIL
Heinrich Neutzling^s
Confectionery n. alle
Sorten Tabak,

xml | txt