OCR Interpretation


Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, November 26, 1941, Image 1

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn91069201/1941-11-26/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

Et,*^
:^t-
«,' 4
S».

S
4i|
MF,
IT
x.
"-. f.
7- -r"'
'.
T'i
«.-.
*$v
*. *•,,_i

S7-V
%-v»
V
3f^- .-XX'
4»'\"
JV,
3-
M-t
,5
•p' ~sV\
f- Tciv
W1
v
5
tiff
w
V-
v
H,S
%t
ff-
jgj-y
"V",
U: i"
Ä?
«k..-
^fT, .. 2*
-^fw v S
V'''
,«4 j.
•i£-*
#%, -ST
y.*
St,- Ȁ..M
'x^ ""..^ Zwr?%
„C v. -ä.. ^. ,Ä3.
v-1--^.^ Ms fMÄ/Wf-H
7,-^
«TA js*t --.
Anläßlich des Eucharistischen Kon
yresses in Santiago, Chile, hat Papst
Pills der Zwölfte in einer Rundfunk«
anfprache neuen Hoffnungen für ei
neit baldigen Weltfrieden Allsdruck
verlieheil und sprach zugleich sein fe
stes Vertrauen aus, das in Effile der
Glaubensgeist gewappnet sei gegen
.falsche Lehren, Jmmoralität, Unglau
-Ben und das wiedererwachte Nellhei
dentum.
„Mögen Me Kreise", so fuhr der.
Papst fort- ,welche, verführt durch
trügerische Lehren und falsche Ver
sprechungen,. den Schoß .. der Kirche
verlassen haben, an ihren mütterlichen
Bufeil zurückkehren."
Chile sei geboren, worden, als ehr
i r^estgottesdienst unweit des. Mapacho
91
iber,^ am .12.. Februar 1541 statt
1 fand.^ (.Äii diesem Datum gründete
der Spanier Valdwia Santiagos dig
gegenwärtige Hauptstadt Chiles.)
:,,9Bir danken Sem. Himmel", fuhr
iber Papst fort, „daß wir in Zeiten
so furchtbarer Kämpfe auf. diese große
Entfermmg hin einstimmen können
in euer Danklied an das Lamm, wel
ches auf -dein Altare. geopfert wurden
Eilt zu seinetn Throne der Li«be titit
-ihm für eltre Existenz zu danken, um
-ihlu zu sagen, daß ihr auf seine Seg
nitngen zu antworten wünscht, die eZ
nicht aufgehört hat, über euer großes
Volk herabzuschütten/' i
Die Botschaft war in "spanischer
Sprache gehalten und endete mit dem
apostolischen Segen, an „die liebe hi
kenische Nation".
•f Einen fehr. zeitgemäßen Protest hat
Nev. John M. ^O'Brien, Professor au
der Notre Dame Universität au den
Kriegssekretär Stimson gesandt gegen
die llnamerikanische Erklärung des
Obersten Early F. W. Dull.can von
-der technischen Schule des Armeeflie
.gerkorps auf Lowry Field in Denver,
welcher die anmaßende Verfügung ge
troffen, „daß er keinem der 10,000
/dort -stationierten- Soldaten gestatten
werde, irgend eine Kirche zu besuchen,
deren Pastor gegen das predigt, was
,er als wahres Amerikanertum be
zeichnet. Dies definierte er als Op
position gegen die Politik des Präsi
denten". Die Depesche besagte weiter
„Heißen Sie die Anordnung gut,
die andeutet, daß ein Offizier das
-Recht hat, zu entscheiden, welche Kirche
seine Soldaten besuchen sollen'und
welcher Kirche \sie fernbleiben sollen?
Was meint dieser anmaßende Offi
zier mit der Erklärung, daß Kirchen
-nlir predigen dürfen, was mit der
Politik des Präsidenten der Per.
Staaten übereinstimmt? Der Präsi
dent der NS hat entschieden seine
Gegnerschaft zu irgend einem Frie
densversuch jetzt erklärt. Sollen diese
Kirchen Jesus Christi, in denen die
Diener des Friedensfürsten ihre Kon
gregationen ermahnen, um frieden
zu beten, und die predigen, daß wir
Unpolitische.jeitläufte
,v ,, v

für das, um was wir beten, arbeiten
sollen, den Mitgliedern solcher Kir
chen, die in der Armee und Flotte
sind, verschlossen werden? Wer soll
Richter darüber sein, ob irgend ein
besonderer Pastor das Evangelium ge-
„National Defense" War das
Motto für eine zur „Nationalen
Katholischen Buchwoche'' im St.
Bonavelltura-College Veranstalteteil
BücherauSstellung. Es war.hmlpt-..
mäß der Auslegungen des Präsiden
ten der Ver. Staaten predigt. Soll
dieses Urteil in den Händen eines an
maßenden Offiziers wie Oberst Dun
can belassen werden? Ich unter
breite Ihnen einen feierlichen Protest
gegen diesen erstaunlichen und durch
und durch unamerikanischen Befehl,
der in unserem eigenen Lande die re
ligiöse Freiheit zerstört, die Übersee
aufzurichten wir Aufgefordert wer
den."
Notgedrungen' und durch Druck
vonseiten der mit ihrer Regierung
verbündeten Mächte veranlaßt, hat
das kommunistische religionshassende
und -verfolgende Sowjetrußland mit
sichtbarer 'Heuchelei verschiedene Nach
richten verbreitet, es herrsche im gott
losen Sowjetreiche volle religiöse
Freiheit. Der Sowjetbotschafter M.
Maisky in London, behauptete, daß
jede Religionsübung in der Sowjet
union ungestört weiter gehe. Daraus
hat Rev. Dr. John Heenan in einem
Artikel des katholischen „The Uni
verse" in London in einem Artikel
dem Sowjetbotschafter ,iit folgenden
Erklärungen Angeleuchtet:: WDi?
'?Xi|!^^mi»w®
v^c^os^sw-w c/^rwm w -m '*J®E?
Tin Familienblatt sürWahrheit und Recht zur Belehrung und Unterhat tuG
Erscheint wöchentlich im Päpstlichen Collegium Joseplnuum zum Besten der Priefterzöglinge
-'"Herausgegeben vom PäjÜUichen CoLegium Jajephmum..-?- Preis für ein Jahr den Vereinigten Staaten $2* ui fiaiwöa und allen ander» Staaten $2.50
sowjetrussische Regienmg", erklärt
Rev. Dr. Heenan, „täte wohl daran,
recht hübsch zu schweigen über eine
angebliche religiöse Freiheit und sollte
sich nicht einbilden, daß alle religiösen
Menschen Narren sind."
Der Geistliche rechtfertigt die.raili*
tärische Hilfe, die England Sowjet
rußland gewährt, um den Nazismus
Katholische Büchcrausstellung für „Rational Defense"
sächlich eine Leistung des „National
Catholic Community Service".
Das Motto der Ausstellung lau
tete: „Gute Bücher Unsere gei
stigen Verteidigungslinie." Unser
auszurotten, erklärt indes, daß nie
mand mehr einen für Sowjetrußland
siegreichen. Ausgang des Kampfes
wünscht als' Englands Katholiken,
aber man sollte fowjetrussischerseite
doch endlich mit diesen heuchlerischen
und lügnerischen Behauptungen über
Religionsfreiheit aufräumen.
„Es gibt Zeiten", fährt Rev. Dr.
Heenan fort, „wenn Aufrichtigkeit
und Ehrenhaftigkeit eine offene Aus
sprache erheischen: Die Katholiken
(Englands) sind der Ansicht, daß die
Nazigefahr das größte Uebel der Ge
genwart darstellt, weil sie in ihrer
Philosophie (die verderblichsten Lehren
des Kommunismus enthält und zwar
sucht sie dieselben mit solcher List und
Schlauheit zu verbreiten, deren die
Kommunisten niemals fähig wären.
„Die Katholiken haben nie behaup
tet, daß die britische Regierung immer
aus den edelsten und höchsten Beweg
gründen handelt. Sie sind nicht ein
mal der Ansicht, daß unsere Armeen
den Zweck verfolgen, den christlichen
Glauben zu schützen und zu verteidi
gen. Was die Katholiken stets be
hauptet haben, ist, daß die Briten zu
den Waffen gegriffen haben/um den
5--- fi -i 5
^W? "ß!
Nazismus und zur selben Zeit die
Mächte des Anti-Christentums zu
vet
nichten.
Für niemand unterliegt es dem
geringsten Zweifel, daß Hitler und
sein Regime darauf aus sind, das
Christentum 'auszurotten. Das Haken
kreuz ist, nach den Worten Papst Pius
des Elften, nicht das Kreuz Christi.
Wft
Bild zeigt unter dem in der Mitte
befindlichen N. C. C. S.-Banner
ein Prachtvolles Antiphonale, ein
Chorbuch, das aus dem 15. Jahr
hundert stammt.
Der anglo-sowjetistische Pakt wur
de von den Christen Großbritanniens
gutgeheißen, weil sie dafür halten,
daß irgendein Volk Hilfe verdient,
wenn. .es.sich, gegen einen Angriff ver
teidigt.
Die russische Regierung verdient
Hilfe, weil sie als gegenwärtige Re
gierung allein imstande ist, das rus
sische Volk für eine Abwehr zu orga
nisieren. Die katholische Kirche hat
nie das russische Volk mit seiner Re
gierung und dem Kommunismus iden
tifiziert, aber das sicherste Mittel, die
Katholiken in ihrem Bemühen, Ruß
land zu helfen, zu entmutigen, ist,
daß die Sowjetspitzen vorgeben, sie
feien nicht gojtlos und hätten stets
die Religion beschützt. Darin unter
scheiden sie sich nicht von den Nazi.
Wir können nicht schweigen, wenn die
Sowjets jetzt auf einmal sich als
christliche Kreuzfahrer aufspielen.
Nein, Mr. Maisky, das lassen Wie
ling nicht gefallen. Es ist nie eine
zynischere Verhöhnung dem christlichen
Geist entgegengeschleudert worden, als
die Rede Mr. Maisky's, die er am
23, September vor dem .American
(Fortsetzung auf Seite 42)-
-W.
-'H
Al
A

UJ V -,"t«,* ,7' 1 1- __ *i *1 1 *c -3^ e«WM 't F. JV -*1 w 3" **ji J**C £*& 't^V v v y- ^S",, ^,4 W ^2?
Zahrgang 69 Mittwoch, den 26. November 1941 No. 30

xml | txt