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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, August 05, 1942, Image 7

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Mittwoch, den 5. Attflvft 1942 Ohio Waisen frennd
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Selbstzweck. Der Zweck des katho
lischen Nein ist das katholische Ja.
Das Ziel der Säuberung ist das
Platzbekommen zum Bauen an der
neuen Zeit. Jungvolk ist Bauvolk.
Die. die morgens von 6 bis 9 Uhr
müßig auf dem Marktplatz h,erum
stehen, wissen nicht, was Jugetid ist.
Die Initiative, das frische Wagen
und Zugreifen, ist neben der Offen
five das Spezifische am gesunden
Jungsein. Bei der Jugend muß im
mer etwas laufen. Wss es auch ko«
sten mag. Und trotzdem! Man muß
also der Jugend, nachdem man ihr in
die eine Hand das Schwert gelegt hat,
in die andere Hand die Kelle zum
Bauen geben, das Sinnbild der Ar
beit. Man muß die Jugend vor große
Aufgaben stellen.
Die Jugend von gestern war,' nach
dem sie das Opfer eines unkämpferi
schen jedes entschiedene Nein ableh
nenden bequemen Komfortismus ge:.
worden, auch die Beute eines ebenso
unjugendlichen, zu ernster Lebensbe
tätigung unfähigen Sportismus ge
worden. Ich verstehe unter Sportis
mus etwas anderes als Sport. Sport
ist gelegentliche körperliche Ertüchti
gung und frohes Ziel. Sportismus
ist der zur Weltanschauung, zur Re
ligion, zum eigentlichen Zentralwert
gewordene Sport, wo das ganze Le
den zu einem Rekordjagen, zu einem
Kampfspiel, zu einem Match, zur
Muskelkultur herabgewürdigt ist.
Die Erneuerung katholischer Ju
gendbewegung wird also darin be
stehen müssen, daß wir die Jugend
von einem wirklichkeitsfremden le
bensverneinenden Sportismus zu
rückführen zur Lebensbejahung der
Arbeit am Reichgottesbau und am
neuen Schweizerhaus. Der Platz der
katholischen Jugend kann in dieser
weltentscheidenden Stunde nicht mehr
die Sportwiese, sondern nur noch der
ein Krebsschaden, der langsam sich
verbreitet hat und kann nur langsam
wieder geheilt werden, und es wäre
ei erstaunliches Wunder der Rechten
des Allmächtigen/ wenn für seine Hei
lung nicht das Vorübergehen vieler
Generationen erforderlich wäre." So
schrieb Balmes, wie gesagt, vor 100
Jahren. Ob die von Balmes ersehnte
Zeit dieser Heilung nun kommen
wird? Ob die jetzigen Ereignisse die
Völker zur Umkehr bewegen werden?
^Das Glück Europas, noch mehr das
Glück aller Völker der Erde, sowohl
das der Kulturvölker, wie das der
übrigen, die von ihnen beherrscht wer*
den, hängt davon ab, ob der Unglaube
endlich überwunden wird imfT der
Glaube wieder triumphiert, das,
heißt die Religion wieder zur öffent
lichen Angelegenheit jedes einzelnen
Volkes und zum Gemeingut der gan
zen Menschenwelt wird. Das ersehnte
Balmes, daß das Lob Gottes endlich
einmal von allen Völkern der Erde
laut erschalle: „Laudate Dominum
omnes gentes, laudate eum omnes
populi" betet die katholische Kirche,
welche über den ganzen Erdkreis ver
breitet ist. So betet sie zu Gott dem
Herrn der ganzen Welt und dem Kö*
nig aller Könige im Namen aller
Völker imZ für alle Völker. Es ist
ihr Sehnen, daß es zur vollen Wirk
lichkeit werde, und das wäre der Se
gen der Völker. C.-St. d. C.-V
Die neue Zugend
Sßon Prälat Rodert Miidcc
4&trt der Jugend ist nicht
Arbeitsplatz sein. Und zwar nicht nur
im Sinn materiellen, gelderwerbenden
Stunde nicht mehr die Sportwiese,
sondern nur noch der Arbeitsplatz
sein. Und zwar nicht nur im Sinn
materiellen, gelderwerbenden Schaf
sens, sondern im Sinn des Apostolates
und geistiger Kulturarbeit.
Die Arbeitsglocke ruft die katho
lische Jugend erst einmal auf den
Werkhof Katholischer Aktion. Zur
Mitarbeit am hierarchischen Apostolat,
wie Pius der Elfte zu sagen pflegte.
Nicht nur zum Schaffen überhaupt,
sondern zum Mitmachen mit Papst,
V
Rev. Agathon ico F. Woniero
(der zweite von rechts), Mitglied
der philippinischen Jesuitenmission,
feierte seine erste Hl. Messe in der
Gesu-Kirche in Philadelphia. Ge
boren in Tago auf den Philippi
nen, beendete er seine Studien in
Bischof und Pfarrer. Denn es gibt
keine Katholische Aktion, die nichts
vom Priester wissen will. Der katho
lifche Jugendmann darf in seiner
Pfarrei nicht mehr bloßes Passivmit
glied sein, sondern Aktiver. Man soll
und darf uns nicht mehr länger vor
werfen, die Christenheit sei eigentlich
heute nur noch ein Schlafsaal oder
ein Friedhof oder eine schlafende Fe
stung. Sache der Jugend ist es, wie
der mehr Leben in die Festung der
Christenheit zu bringen. Und Leben
ist mehr als katholischer Lärm und
mehr als sogenannter lauter Betrieb.
Leben ist apostolische Wirksamkeit für
die große heilige katholische Sache
vorab in der Pfarrei.
Die Arbeitsglocke, die das junge
Werkvolk zur Katholischen Aktion
ruft, ruft auch zu 'vaterländischer Tat.
Die katholische Jugend ist nicht auf
dem Mond daheim und nicht in der
Luft. Wir stehen auf Schweizererde.
Wir führen die große Tradition der
letzten hundert Jahre weiter. Wir
willen es. Wir versprechen es. Wir
schwören es. Denn wir sind eine ka
tholische Eidgenossenschaft. Ein Rüt
li-Bund, der weiß, was er will und
will, was er weiß.
Aber wir wissen auch, was bloß
menschliche Worte bedeuten. Wir ha
ben schon so oft enthusiastische, angeb
lich welterobernde katholische Worte
gesprochen. Wir katholische Schwät
zer. Nachher gingen wir heim und
alles blieb beim alten. Hier kann
nur der Heilige Geist helfen. Dec
einzige wahre Welteroberer und Welt
gestalter. Darum beten, rufen, schrei'
en wir: Komm, Heiliger Geist! Mit
Deinem Sturm und Deinem Feuer.
Mach uns alle wieder jung, die Jun
gen und die Alten. Zu starken Per
sönlichkeiten. Zu solchen, die den
Mut aufbringen zum Neinsagen, was
es immer auch kostet, dort, wo ein
entschiedenes katholisches Nein gesagt
werden muß. Und zum Jasagen, und
Filipino-Priester feiert Primiz in Philadelphia
den Ver. -rtnaivn, alv der Krieg
ausbrach. Er wurde im Juni d.
I. von Bischof Paul C. Schulte
von Leavenworth geweiht. Andere
Personen aus dem Bilde, von links
nach rechts: Sergio Osmena, Vize
Präsident der Philippinen Rev.
zum frischen fröhlichen Jasagen, dort,
wo ein opferfrohes katholisches Ja
der Bereitschaft gesprochen werden
soll. Sagt: Anten! (Schildwache.)
Der amerikanische Filmdirektor
Louis B. Mayer hat als Leiter der
Filmproduktion für Loews, Inc., das
höchste Einkommen in den Ver. Staa
ten. Im vergangenen Jahr bezog er
ein Gehalt von 704,426 Dollar. In
weitem Abstand folgen ihm der Prä
sident der Bethlehem Steel Corpora
tion mit $478,144, Clark Gable mit
$357,500. Der Präsident der Arner
icon Tobacco Company, George Wash
ington Hill, hatte im Vorjahre ein
Einkommen von 288,144 Dollar. In
die Gruppe der Einkommenempfänger
von $200,000 oder mehr fallen C. W.
Deyo, Präsident der Woolworth Com
pany, mit $252,601, Harry W. Bra
ch mit $249,690, der Präsident der
Vikkers Incorporation, Harry F.
Vikkard,^mit $229,316.
Heber den niederländischen Geheim
rundfunksender wurde kürzlich er
klärt: „Dies ist der niederländische
Freiheitssender. Die Wahrheit wird
verbreitet werden, selbst wenn die
Deutschen versuchen, uns zu unter­
Vrk",
•I
drücken. Wir sind authentijcy uno ge
eint. Wir sind Patrioten, die sich nie
unterworfen haben und niemals ru»
hen werden. Wenn wir fallen, wer
den andere unseren Platz einnehmen.
Wir sehen Dinge in unserem Lande
geschehen, die sofort in die Hand ge»
nommen werden müssen. Wir brau
chen die Deutschen nicht. Wir habe»
sie nicht in unser Land gerusen. Wir
sind hier, um sie hinauszuwerfen. Und
wir sind in der Lage, jetzt etwas zu
tun." Der Name der Station ist
„Nußkracker".
Das Hl. Offizium hat ein Dekret
veröffentlicht, welches eine strengere
Überwachung bei der Herausgabe
„,? v
-.Na.'
V
Y, «'aplan des
Präsidenten der Philippinen, wel
cher als Diakon der Primiz assi
stierte Rev. Raymond Goggin, S.
I., welcher die Predigt hielt Rev.
Monterio und Rev. Coleman Dai
ly, S.J., Subdiakon der HI. Messe.
von Gebetbüchern abordnet. Wie dar
in festgestellt ist, wurden in letzter Zeit
vielfach Gebetbücher veröffentlicht,
die zwar keine eigentlichen Irrtümer
enthalten, aber doch den Geist echt
christlicher Frömmigkeit nur unge
nügend atmen. Der kirchlichen Zensur
über die Gebetbücher soll darin be
sondere Aufmerksamkeit geschenkt und
dabei nicht nur auf die Genauigkeit
der kirchlichen Lehre, sondern auch auf
die Würde des Klerus geachtet werden.
welche den 8. Grad absolviert
und den Beruf zum Priester
stände haben, werden ersucht,
durch ihren Hw. Herrn Pfarrer
sich zu wenden an den Rektor des

PONTIFICAL COLLEGE
JOSEPHINUM
Worthington, Ohio

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