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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, January 13, 1943, Image 6

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Dieses Wochenblatt
erscheiitt ,eit dem Jehre 1873 regelmähig
jeden Mittwoch uiib wird herausgegeben
zun. Veiten des Päpstlichen Collegium Jo
se.-knnuni der heiligen Congregation der
Propaganda in Columbus, dessen Zweck
die Heranbildung deutscher Priesterzög'
linge für die $er. Staaten ist. Diese
Anstalt ist hauptsächlich angewiesen auf
die Einkünfte dieses Blattes und die Ge»
schenke seiner Leser.
Mittwoch, ben 13. Januar 1943
Kirchcnkalendcr
17.
M. 18.
Jan. 2. Sonntag nach Hl.
Drei Könige. Ev.: Die
Hochzeit zu Kana. Jo-
Hannes 2.
Petri Stuhlfeier in
Rom.
Marius
Fabian und Sebastian
Agnes
Vincenz
Maria Vermählung
Freistelle zu Ehren des
hl. Johannes Bosco
Zum Renbau des
Josephinnms
Total $617,938.77
Quittung für fromme
Gaben zugunsten
nnserer Studenten
Einliegend sende ich Ihnen $1.00,
den ich zu Ehren des hl. Joseph ver
sprochen hatte. Meine Bitte ist erhört
worden. L. SC., O.
Anbei übersende ich Ihnen eine Ga^
be, die mir für die Studenten des
Josephinums übergeben wurde, da
mit recht'viele Priester für die deutsch
sprechenden Katholiken herangebildet
werden können. O. R., Cdlo.
Ich schicke Ihnen eine Gabe, die ich
zur Freistelle versprochen hatte in ei
nem zeitlichen Anliegen. Ich Hin, Gott
sei Dank, erhört worden. N. N.,
N. U.
jssmm
$1.00
Ohio SBtttfcttfresiwfe
Tota) -$6,577.46
Stimme des Volkes für
das Josephinn«
(&),M 't&f*
Ans dem Aofephinnm
Am Feste der Hl. Drei Könige hat
ten wir ein feierliches Hochamt. Die
Studenten bedauern sehr, daß dieser
hohe Tag in den Ver. Staaten kein ge
botener Feiertag ist. Wir sind uns
wohl bewußt, daß es für die Laien
roelt, die zum großen Teil an diesen
Tagen arbeiten muß, oft sehr schwer
wird an diesen Tagen die hl. Messe
zu besuchen. Die Erinnerung an die
Anbetung der hl. Dreikönige hat ein«?
tiefe Bedeutung, besonders in der Ge
genwart. Die heutige Welt braucht
eine Bekehrung und Hingabe an Gott
und der.katholische Priester ist beru
ft-», die Welt für Gott zu gewinnen
*.
Wir, die, wir während der Weih
nachtstage zu Haufe weilten, konnte»
bereits die Feststellung machen, daß
wir uns im Kriege befinden, obgleich
ine Unannehmlichkeiten kaum erwäh
nenswert sind im Vergleich zu den
Opfern, welche unsere Brüder in der
Wehrkraft bringen müssen. Wir be
ten und arbeiten zur (Mattgittig ev
nes baldigen Friedens.
Gaben für unsern deutschen Kaien
der laufen regelmäßig mit jeder Post
ablieserung ein. Trotzdem können die
Kosten des Kalenders mit den vor
handenen Beiträgen noch lange nicht
bestritten werden. Wir jittfc überzeugt,
daß in den kommenden Wochen die
meisten unserer Leser sich dankbar be
zeigen werden. Tie obige Bemerkung
darf nicht falsch aufgefaßt werden, nur
als kurze Hinweisung.
Der Soentgerath Memoral Fund
zeigt frisches Leben. Ein ansehnlicher
Beitrag binnen einerWoche. Der Geber
der diesmaligen $100 schreibt: „Mir
gilt ber Stuhl 'der dogmatischen Rhe­
ologie als eilt Symbol der priesterli
chen Heranbildung, die ich'
sephinum erhalten habe./'
Selbst der kritischste Beobachter un
ier den Seminaristen muß zugeben,
daß die im Speisesaal von den Stu
deuten in den Weihnachtsferien vor
genommenen Dekorationsarbeiten mei
sterhaft durchgeführt worden find.
Wir Pflögen nicht immer die Ver
setzungen unserer Alumnen, selbst
wenn sie ihre erste Pfarrei erhalten,
zu veröffentlichen. Aber nachstehende
scheint uns veröffentlichungswert zu
sein.
Rev. Mar Oberaigner, der im Jah
re 1937 geweiht wurde, schreibt: „Der
Bischof gab mir meine Anstellung am
17. und erreichte ich meine erste Pfar
rei am 18. Dezember. Ich übersende
Ihnen eine Karte meiner Pfarrei, um
Ihnen Schreibereien zu ersparen. Es
Das Leben ist. schwer! Das ist eine
Binsenwahrheit. Ein Kind weiß schon
darum und schreit, wenn man ihm et
was antut. Wer gar erst „mitten
drin" ist, mitten in diesem zerrnür
bettden, tagtäglichen Gewirr und Ge
wühl von Stellensuche, Verdächtigung,
Unterdrückung, eigener und anderer
Streberei, von Lohnkämpfen, Krank
heitert,- Familiensorgen, Vereinsbei
trägen und Steuern, der weiß um des
Lebens Last. Selbst sie, „die mitten
int FettnGäPschen sitzen", die Millio
näre, kommen nicht einen.Tag aus ih
ren Sorgen heraus, sagt doch schon der
weise Sirach: „Das Wachen für di"
Reichtümer verzehrt den Leib, und
die Gedanken daran rauben den
Schlaf" (Sir. 31,1). Und nun
dies noch: Wer hätte nicht die meiste
und niedrigste Arbeit, wer nicht die
neidigsten Mitarbeiter und den un
berechenbarsten Vorgesetzten? Wer er
hielt nicht die unwürdigste Entloh
nung an Ersparnisse und Aner
kennung überhaupt nicht zu denken?
Es ist schon so: Das Leben ist schwer!
Und nicht bloß das: Jeder hat es am
teuersten!
Es gab Heilige, denen war das
Leben nicht schwre genug. Nicht etwa,
als hätte das Leben, in das sie hin
eingestellt waren, ihnen hinderlich sein
können, heilig zu werden. Es gibt
keinen Stand und keinen Beruf, der
nicht1 feine Heiligen hervorgebracht
hätte. Selbst Advokaten, Wucherer,
Landstreicher, Räube rhauptntäniter,
sogar. Bankdirektoren, was kaum
glaublich ist, sind Heilige geworden.
Sie alle hatten es mit dem Heilig-'
werden nicht leicht. Sie wußten, sie
hatten eilte schwere Aufgabe vor sich.
Sie wußten, ihre Leben wurde dadurch
schwerer als bisher: Aber sie ntefchten
sich daran. Und sie zwangen es!
Dem hl.'Gerlach von Houthem ist
in seinen jungen Jahren kaum der
Gedanke gekommen, heilig zu werden.
Er hat gewiß jeden Mahner ausge
lacht, wie die Jugend das so gern tut,
wenn mau ihr von Mäßigung ttitd
Frommsein spricht. Er war ein rau
der Kriegsmann, dem es mehr daraus
ankam, mit seinen Fäusten Wassenta
iett zu verrichten als sie zum Beteu zu
falten. Er vertraute allein seiner
Kraft, er dachte nicht daran, daß die
Kraft aus der Höhe stärker ist als aller
Mittwoch, be# 13. Jm«ar 1943
ist wohl eilte ziemlich unvollständige
Karte, da auf derselben die Hälfte der
Postämter fehlt.... Ich bin Pfarrer,
Janitor und Haushälter.... Ich bin
überzeugt, daß ich mit der Zeit meine
Pfarrei liebgewinnen werde» Die Ge
gend ist prachtvoll...."
Nach Durchsicht der Kakte fanden
wir, daß der neue Pfarrer eine ziem
lich weite Strecke der nordöstlichen
Ecke Kaliforniens angegeben hatte.
Unseres Erachtens dürfte die Pfarrei
wohl etwa 5000 Quadratmeilen um«
fassen.
V:
vr. .*
Heilige deutsche Laien Der A Herlach
(5. Innnar)
Die WitrSge 31t ttffferm Eoal Ftmd
sind sehr ermutigend. Trotzdem kön
nett die bisher eingelaufenen Beiträge
nicht einmal die Transportkosten de
Kohle von der Bahn bis zu unserm
Kohlenlager decken. Dazu kommt noch
der erhöhte Kohlenpreis und dii?
Transportkosten vom Bergwerk.bis
zur Bahn.
v
Menschen Trotz und Kraft. Er lebte,
seilt Kriegsleben, ganz wie es ihm
paßte, mit feinen Roheiten und Wild
Reiten, mit allen seinen Ausschweifun'
gen. Er vergaß darüber sogar der
treuen Gattin, die auf der heimatli
chert Burg in viel Bangen und heißem
Gebet Jeitter gedachte. Erst ihr Plötz
licher Tod öffnete ihm die Augen. Er
sah den Abgrund, in den ihn sein Le
ben gerissen, und er arbeitete sich
mannhast wieder heraus.
Gerlach begab sich nach Rom, rei
nigte sein Gewissen durch eine Lebens
beichte, diente sieben Jahre lang den
Pilgern und Kranken, und legte sich
harte Bußübungen aus. Dann ging
er wieder zum Papste und erbat sich
die Erlaubnis, Einsiedler zu werden,
ohne in einen Orden zu'treten. Er
kehrte in seine Heimat zurück und
verteilte seinen ganzen Besitz unter die
Armen. Für sich selbst behielt er nur
emenhohlen Baum auf seinem einst
weiligen Grund und Boden zurück.
Dieser Baum wurde von da an seine
Wohnung für ein schweres Büßer
leben. Sieben Jahre lang lebte er
darin, und das sogar angefeindet von
denen, die für ihn Hilfe ptck Schutz
hätten sein sollen.
Die Legende erzählt, er habe einen
weiten Weg bis nach St. Servatius,
dem nächsten Kloster gehabt. Aber ol
ler Witterung zum Trotz habe er sie
ben Jahre lang die unwegsame Strek
ke dorthin nicht gescheut, nur um dem
(fhorgebet der Mönche beiwohnen zu
können. Die Legende sagt nun, die
Mönche hätten sich über den unge
wöhnlichen Besucher beim Bischof be
schwert und hätten verlangt, daß er
sich ihrem Kloster anschließen solle. Ja,
als Verleumdung hinzukam, hätten sie
ihm sogar die heiligen Sakramente
verweigert, wie es mit ihm zum ster
ben kam. Aber die Legende klingt
friedlicher aus. Sie sagt, ein ehrwür
diger Greis sei in seine Zelle gekom
men, habe ihm die heilige Wegzehrung
gereicht, habe ihn mit dem heiligen
Oele zum sterben gesalbt und sei dar
auf verschwunden.
Der hl. Gerlach starb um das Jahr
1170, sein Fest ist am 5. Januar. In
der Gegend von Valkenberg in Hol
land zeigt man heute noch die hl.
Gerlachsquelle es ist die Ouelle, aus
der St. Gerlach trank, während er die
5»»

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Ia. Mrs. M. N., Kans. J. E. S., III.
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Ky. S. K., Ia. Mrs. M. S., 111. Mrs.
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N. Y. J. N., N. Y. Mrs. L. K., Ind.
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Ind. Mrs. M. K., Ohio M. E., Ohio
MUSINGS BY
THE TREASURER
Von Georg TiMpe, P.S.M., Washington, D. C.

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