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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, June 23, 1943, Image 8

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(Fortsetzung)
So schön wie der Bau heute noch
ist, ist er eine Zierde aller Gebäude
von Beckemeyer. Was würde erst die
kommende Kirche werden, wenn di"
Schule schon ein Schmuckkästchen sei.
Vater Höllmann hatte guten Ge
schmack und praktischen Schönheits
sinn. Das beweisen alle Gebäude, die
er (hauptsächlich, denn Vater Reineke
traute ihm vieles zu) unter vielen
Mühen aufführte. So das St. Jo
seph's Hospital, schön und gefällig ge
logen, eine Zierde für die Stadt Bree
se dann die herrliche Schule, die
schönste Pfarrschule in Clinton Co.
dann endlich das große Convent der
Schulschwestern. Der ganze Häuser
komplex ist freundlich und gefällig, so
daß Höllmanns Wesen und Freundlich-
$7
& V
Eine andere Art Schlußfeier
wurde auf der Notre Dame Uni-
leit sich darin wiederfinden und zum
Vorschein kommen. Man sagt ja im
mer: Wie der Herr, so seine Arbeit
wie der Uhrmacher, so die Uhr oder
wie der Organist, so sein Spiel." Auch
dort, wo er seine Hand im Werk hat
te, wo eine Kirche, Schule oder Turm
ausgeführt wurde, ließ er feinem
Schönheitssinn freien Lauf und er
mutigte die Herren zur Ausführung
der schönen Pläne. So die St. Clara's
Kirche von O'Fallon, III., geplant von
Vater Drube Schule, Kirchturm und
Vergrößerung des Pfarrhauses von
St. Mary's, Trenton, III., gebaut von
Vater F. 36. Bonsel dann der schöne,
herrliche Kirchturm der Franziskus
kirche, in Aviston, III., gebaut von Va
ter Fritz Lohmann, Busenfreund von
Vater Hoellmann. Jetzt kam die Reihe
an ihn, wo er feinen Geschmack und
Genie zeigen konnte. Sein ganzer
Plan werde sich mit der Zeit ent
wickeln.
Zwei Block Land (Anton Suhl und
Is. Taphorn) waren geschenkt ein
Block südlich von der B. u. O. RR.
an der Bartelso Road. Der erste Block
wurde parkmäßig angepflangt. Wn
Gedanken und Erinnerungen
Südostende das schonen Schulgebäude
usw., am Nordostende das Schwestern
haus dahinter an der Barteiso—Bek
kemeyer Road (Nordwest) dis große
Gemeindehalle: Vor der Schule eine
Straße und östlich davon der zweite
Block, wo die neue Kirche jetzt steht.
Südlich von diesem zweiten Block eine
Straße und das Pfarrhaus. Westlich
davon unter der Straße hat Vater
Hoellmann noch zwei Baustellen per
sönliches Eigentum. Dieser zweite Kir
chenblock sollte nach Hoellmanns Plan
eine feine große Kirche tragen, die al
len Ansprüchen der Gemeinde entfpre
chen würde, a la St. Dominiks in
Breese, mit hohem, glänzenden Tur
me, wie alle Kirchen zur Zeit in Clm*
ton Co. Der Anfang war gemacht
und nun sollte es mit Gott weiter ge­
1033 Seekadetten erhalten Kommissionen
S
S
..«llf jirtr
versttät veranstaltet, als 1033 See
kadetten ihre Ensign's Kommissio
nen erhielten. Hohe Schiffsoffiziere
hen zu feiner Ehre und zum Wohle
und Heil unsterblicher Seelen.
Doch der Mensch denkt und Gott
lenkt seine Pläne kamen nicht alle zur
Ausführung. Er selbst hat sie nicht
ausgeführt. Er gittg nach Texas, nach
dem ich selbst von Breese 1. Januar
1910 nach Centerville Station, III.,
versetzt worden war. Der erste Bau
mußte bezahlt und dann die anderen
Gebäude nacheinander geplant und
hergestellt werden. Darum wurde kol
lektiert und ein großes Picknick in
Clem Hilmes' Grove an Goose Lake
arrangiert. Alle umliegenden Gemein
den halfen mit und die ganze Sache
wurde ein Erfolg. Pfarrer und Ge
meinde freuten sich. Viele Geschenke
wurden von den Leuten in Breese für
Kirche, Schule, Pfarrhaus und Schwe
stern gemacht. So kam es, daß die
Kirche von Anfang an alles hatte. Va
ter Hoellmanns Einfluß brachte alles
zusammen. Viele reiche Bauern von
Breese wie Petermeiers, Allepeters,
Martin Schoneseldt, Ben Voß, all die
Holtgreaves, Ratermanns, Richters,
Feldmann, Maue, Niemann, Nie
mayer. Ahlers, Martin Raneke usw.
Ohio Waiseufreunb
geben reichlich. Auch die Bergleut
und Geschäftsmänner wie Henry Hunv
inert, August Hummert, Von Bokels,
Dunns, Nieburs, Kluthos, Gollners,
Jmmthum und die große. Knieß Fa
milie usw., besonders die Hummert
oder Breese Coal Co. taten all ihr Be
stes für St. Anthony's neue Gemeinde
in Beckemeyer. Die neue Grube in
Beckemeyer war die größte Hilfe für
die Gemeinde und versprach es so zu
bleiben auf viele Jahre. Doch die Gru
ben verloren überall zuviel durch die
neuen Erfindungen an Brennmaterial
wie Gas, Petroleum, Elektrizität usw.
und damit gingen die Gruben zurück.
Doch Beckemeyer Zeche blieb noch lan
ge gut. Es kam noch eine Industrie
dazu, nämlich die Zink Smelter Co.
und setzte ihre Schmelzöfen dort fest.
Sie ist heute die Hauptarbeitgeberin
in Beckemeyer die Gruben liegen fast
still. Vater Hoellmann hat das viel
leicht vorausgesehen und das verdroß
und die Spitzen der Universität
«ahmen an der Zeremonie teil.
ihn zuletzt. Doch zur Zeit, als er mit
großem Eifer die Gemeinde anfing,
kam ihm das spätere Schicksal der
Gemeinde nicht in den Sinn, oder
es machte ihm keinen Kummer: er
überließ alles dem lieben Gott und
arbeitete mit Vergnügen weiter, auch
die größten Opfer wurden ihm leicht.
Erfreute sich fehr, als er einziehen
konnte in fein eigenes Haus und seine
eigene Schwester Bertha als Haushäl
terin bei sich haben konnte. Ich besuchte
ihn oft. Da sagte er eines Tages zu
mir: Komm mit ich will dir mal
unserii ausgesuchten Kirchhof zeigen.
Ich ging mit den Barteisoweg hin
unter, dann durch Feld und Wiesen
durch eine Niederung und kamen wir
auf das gewählte Stück Land, das
noch wild dalag. „Das ist geschenkt
worden und wir werden es schon ma
chen."
Er hatte sein Flobertgewehr mitge-,
ttcmmeit und schoß hier und da zur
Uebung. Da sah er so 50 Schritt von
uns eilten Vogel auffliegen, der sich
ei was weiter davon aus die Spitze ei
nes Baumes setzte.
„So, der gehört Mtz", sagte et.
Mittwoch, de« 23. Juni 1943
zielte, und der Schuß brachte den Vo
gel herunter.
„Das kannst du aber nicht immer",
sagte ich.
„Warum nicht?", fragte
er ».ruhi
ges Blut, ein gutes Auge, ein gutes
Gewehr, und ein geübter Jägers
mann, dann ist der Hdse oder Vogel
geliefert."
Etwas später sprang ein Hase auf
und lief was er konnte, daß er weg
kam. Er hate Pulver gerochen und
kannte den Jägersmann von früher
her. Hoellmann schoß auf ihn, doch
der Hase lief noch schneller.
„Den hast du aber nicht", bemerkte
ich.
„Ach, ich wollte ihn nicht wollte
ihm bloß das Fell ein bißchen kitzeln."
Er lachte. „Die Hasen sind jetzt
nicht gut zu essen."
Also weiter. Das Land war voll
von Strauch und vergiftetem Efeu.
Ich sagte ihm: „Nimm dich in Acht
vor dem Zeug, wenn du nicht vergif
tet werden willst."
„Tut mir nichtS'V meinte
Einige Wochen nachher rteg man
mich übers Telephon von Beckemeyer
auf.
„Hello, der wa?"
Voter Hoellmann ich möchte dich
bitten, morgen Gottesdienst in Becke
meyer zu halten für mich ich liege im
Bett, bin beinahe blind, ganz ange
schwollen: Arme, Hände, Gesicht. Der
Doktor hält mich im Bett. Richte es
so ein in Breese mit Vater Kornbrust
und helfe mir aus.
Alright, sagte ich. Ich fand ihn so
in Beckemeyer am nächsten Tag
(Sonntag), wie er sich geschildert hat
te. Ja, es war schlimmer, als ich es
mir vorgestellt hatte. Wie sah der
gute Mann aus!
„Wo hast du das bekommen?" frag
te ich.
„O da auf dem neuen Kirchhof.
Wir haben alles weggerissen, ausge
räumt und verbrannt. Habe dabei ge
schwitzt und so hat mich das giftige
Zeug vergiftet. So behauptet der
Doktor. Ja, das ist ein Teufelszeug
Und hat mich ganz krank gemacht."
„Du bist nicht vorsichtig genug, Jo
seph immer zu hastig und gewal
tig."
Vorsicht ist die Mutter des Porzel
lankastens, sonst zerbrechen die Tassen
und Teller auf dem Boden.
„Alright, Professor", sagte er, „I'll
take this lesson."
(Fortsetzung folgt)
Zwei Gründe
„Warum haben Sie denn Ihren
Kassierer entlassen?"
„Nun.... erstens war er vollkom
men unfähig, und "zweitens war er
zu allem fähig."
Betrachtungen
„Die Menschen sind doch ein ko
misches Volk...
„Wieso?"
„Na, wenn du behauptest, am Him
mel stehen 531,627,790 Sterne, das
glauben sie, aber wenn du an eine
Tür schreibst: Frisch gestrichen! dann
probieren sie alle einmal, ob es auch
stimmt"
In fernen Lande«
„Was ist eigentlich aus Döring ge
worden, der rioch Indien gefahren
ist?"
„Der ist schon lange tot! Erst wur
de er von Heimweh verzehrt und dann
von einem Tiger."

Von Rev. F. Fuertges

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