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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, September 13, 1945, Ausgabe der 'Wanderer', Image 4

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I
•K
Dieses Wochenblatt erscheint seit
dem Iahr^- 187B regelmäßig jeden
Mittwoch und wird herausgegeben
zum Besten dos Päpstlichen Kolle
giums Josephinum der hl. Kongrega
tion der Propaganda in Columbus,
dessen Zweck die Heranbildung deut
scher Prn'stcrzöglinge für die 93er.
Staaten ist. Diese Anstalt ist haupt
sächlich angewiesen auf die Einkünfte
dieses Blattes und die Geschenke sei
ner Leser.
Sonntag, 9. September, sechzehnter
Sonntag nach Pfingsten. Evan
gelium: Heilung des Wassersüchti
gen (Luk. 14).
Montag, 10. September: Nikolaus
Tolentino.
Dienstag, 11. September: Johannes
Gabriel Perboyre.
Mittwoch, 12. September: Name Ma
riä.
Donnerstag, 13. September: Eulo
gius.
Freitag, 14. September: Kreuzerhöh
ung.
Samstag. 15. September: Schmerz
hafte Mutter.
Vor langen Jahren hatte Msgr.
Joseph Jessing, der Gründer des
Josephinums, im alten Josephinum
an der Ost-Main-Str. in Columbus
eine Kolumbus-Status errichten las
sen. Als unser Seminar nach Wor
thington verlegt wurde, wurde be
schlossen, die Statue dem Staate
Ohio und der Stadt zum Geschenk
zu machen. Sie befindet sich nun seit
dem Jahre 1933 in der Nähe des
Staatsgebäudes. Nach der Ansicht ei
ner Anzahl Bürger von Columbus
sollte die Statue bei der Columbuser
Stadthalle stehen, da die Stadt die
einzige größere Stadt der Welt ist,
die den Namen des großen Entdeckers
trägt. Auch der Gouverneur von Ohio
und der Bürgermeister von Colum
bus teilen diese Ansicht.
Wir erinnern unsere alten und
neuen Studenten daran, daß das
Schuljahr am kommenden 14. Sep
tember (morgen) beginnt.
Unsere Fahrweg« um das Josephi
num Herum sind mit einer frischen
Teerschichte versehen worden. Meh
rere Tage lang boten sich nicht ge
ringe Schwierigkeiten, den Weg von
der Hochstraße nach unserm Haupt
gebäude zu finden. Ein Wagenlenker
hatte die Unverfrorenheit, trotz des
Warnungszeichen, über den frischge
teerten Weg zu fahren und hinter
ließ, gerade vor dem Eingang des
Gebäudes, seine Wagenspuren im
Teer.
Wir konnten vergangene Woche
etliche neue Klubmitglieder zu un
serm Orgelfonds beifügen. Der „Mu
sing"-Organist (und Schatzmeister)
würde eine Anzahl weiterer „Char
ter Members" herzlich bewillkomm
nen.
Unser Kohlenvorrat ist am Zuneh
men. Wir sehen einer möglichen Koh
lenknappheit entgegen, von welcher
das bescheidenste Heim bedroht ist.
Wer das Quantum seiner erforder
lichen Kohle etliche hundertmal ver
mehrt, kann sich eine Vorstellung von
der Kohlenmenge machen, die eine
Anstalt wie die itnfrige bedarf.
Eine weitere Hinterlassenschaft
wurde dem Josephinum übertragen.
Unfern besten Dank und vergelt's
@ott!
fF:-'
8/. .wVäP-, f'tt
Todesanzeigen
William Klausiag. Gestorben am
1. Juli 1945 in Ottawa, O. Der
Verstorbene ist der Onkel von Hochw.
Clarence Klausing, Professor im Jo
sephinum. Alter Leser.
Frl. Anna M. Hartleb. Gestorben
am 10. August 1945 in Erie, Pa.
Tochter der verstorbenen Hr. und
Frau Philip und Margaret Hartleb.
u.
Erinnerungen
(Fortsetzung)
„Habe ich recht, Hr. Knies?"
„Das hast du recht und gut gesagt.
Ich stimme dir in allem bei. Ich wun
dere mich, wie du das alles so genau
weißt. Ter alte Father Reineke muß
es wohl in der Schule gründlich er
klärt haben."
„Ja," meinte der alte Ben R., „ick
hew me all saken met de Lutheren hat,
wann je mi sind te noch kommen, aber
wir sind immer als Friende utenan
ner gohn."
Wir gingen zusammen bis wir
an's Pfarrhaus kamen, wobei ich noch
bemerkte: „Hr. Ratermann, du hät
test noch hinzufügen können, woher
Luther die Autorität nahm, zu pre
digen und zu reformieren. Er hatte
keine, weder von Gott, noch vom
Papst, noch von seinen Obern. Wenn
er nun doch predigte und behauptete,
er habe ein Recht, die Kirche zu refor
mieren und eine neue Religion auf
zubauen, so mußte er beweisen, daß
er dazu von Gott bevollmächtigt und
autorisiert sei wie Moses oder
Christus. Das konnte er nicht, ebenso
wenig als seine Jünger (Melanchton
u. a.). Luther wollte eine von Gott
eingesetzte, regierte und beschützte
Kirche, die schon fünfzehnhundert
Jahre bestanden, gegen alle innern
und äußern Feinde gesiegt und die
Versicherung des Sohnes Gottes hat,
daß sie nie untergehen sollte, diese
von Gott gegründete Kirche wollte
Luther umstürzen, reformieren. Wel
che Anmaßung, ja welche Blasphe
mie gegen den göttlichen Stifter Je
sus Christus! Welche Bosheit und
Verkommenheit setzte das voraus im
Herzen Martin Luthers als Mönch,
als Priester, als Lehrer!
„Das Testimonium Veritatis, der
Beweis der Wahrheit einer Lehre ist
das Wunder. Alle Propheten bewie
sen ihre Lehre durch Wunder, und
besonders Jesus Christus selbst. ,Be
weise,' sagten die Juden, ,daß du
Gott und Gottes Sohn bist!' Der
Herr bewies es durch zahlreiche Wun
der, besonders durch das größte aller
Wunder: Seine eigene Auferstehung.
Für diese Wahrheit haben die Apo
stel und alle Nachfolger Blut und Le
ben hingegeben.
«Wo sind nun aber die Wunder für
Luthers Lehre? Er und seine Anhän
ger haben bis auf den heutigen Tag
kein einziges Wunder aufzuweisen.
Gott zeugt nicht für Irrlehren, Un
wahrheiten, Lug und Trug. Wenn
Luther reformieren wollte, hätte er
wie jeder sündige Mensch zuerst mit
sich selbst anfangen sollen.
„Wie feine sogenannte ,Reform'
wirkte, gestand Luther selbst, daß,
seit das Volk feine neue Lehre befolge,
.schlechter geworden sei als damals,
als es auch in die Papstkirche gegan
gen sei'."
Luther war und blieb ein Revo
lutionär, wie dreihundert Jahre spä­
ter sein Nachfolger Karl Marx in der
Arbeiterwelt. Diesem hat die Welt
den Kommunismus, den Faschismus,
den Nazismus und den Weltkrieg zu
verdanken, der Deutschland, die Wie
ge des Protestantismus, in eine Wü
ste verwandelt hat. Gottes Mühlen
mahlen langsam, aber fein.
„Luther, der Revolutionär, der
Umstürzler aller Religion und Zivi
lisation," sprach der alte Father Rei
nefe. „Und wer das nicht einsieht,
kennt eben die Wahrheit nicht, oder
will sie nicht anerkennen. Er legte
den Keim zu allen neuen falschen Sek
ten und Sektlein, die bis jetzt so ver
derblich gewirkt und ihrem Charakter
gemäß die Kirche Gottes schmähen,
verleumden und bekämpfen. Der gro
ße Papst Leo XIII. hat in seiner denk
würdigen Enzyklika über die .welt
liche Obrigkeit' im Jahre 1881 dieses
so wahr und klar dargelegt und die
Irrtümer gekennzeichnet, welche im
Laufe der Jahrhunderte Fürsten und
Völker verwirrten. Dabei hebt er be
sonders die .Reformation' hervor und
sagt: ,Jn der Tat sind der sogenann
ten Reformation die heftigsten Bewe
gungen und die blutigsten Ausstände,
insbesondere in Deutschland, auf dem
Fuße gefolgt und der lange, blutige
Dreißigjährige Krieg nahm eine sol
che Ausdehnung, daß keine Stadt und
kein Dorf von Verwüstung und Blut
vergießen verschont blieb. Schuld da
ran waren wie die Geschichte be
weist die Führer und Helfer der
Reformation, welche die kirchliche und
weltliche Gewalt durch die neue Leh
re bekämpften.'"
Aus der lutherischen Häresie ent
wickelte sich im vorigen Jahrhundert
die falsche Philosophie, das soge
nannte „neue Recht", Sie Volksherr
schaft, die nichts anders war, als die
schwankende Ungebundenheit und
Lossagung von jeglicher Autorität, in
welchem Umsturz sie die neue „Frei
heit" erblickten. Diese gebar den Kom
munismus, Sozialismus und Nihi
lismus und zweiten Weltkrieg.
Sogar eine lange Reihe protestanti
scher, aufrichtiger Geschichtschreiber
haben dies festgestellt. Selbst Luther
hat, durch die Stimme seines Innern
gezwungen, folgendes Geständnis
beim Anblick der verhängnisvollen
Folgen seines „Reformwerkes" ge
macht:
„Alle geistliche und menschliche Ord
nung widere aller Menschen Vernunft
ist doch gar ein menschlich groß Ding.
O wie mit großer Mühe und Arbeit,
auch durch gegründete HI. Schrift,
habe ich mein eigen Gewissen kaum
können rechtfertigen, daß ich, einer
allein, wider den Papst habe dürfen
auftreten, ihn für den Antichrist hal
ten, die Bischöfe für feine Apostel, die
hohen Schulen für seine Hurenhäu
fer! Wie oft hat mein Herz gezappelt,
mich gestraft und mir fürgeworfen ihr
einig stärkest Argument: Bist du al
lein klug? Sollten alle andern ir
ren? Und so eine lange Zeit (fünf
zehnhundert Jahre) geirrt haben?
Wie, wenn du irrtest und so viele
Leute in Irrtum verführst, welche
alle ewig verdammt würden?"
In diesen seinen eigenen Worten
tritt Luthers Gewissensbeängstigung
deutlich hervor, die sich noch in seinem
höhen Alter verstärkte. Es war diese
innere Stimme, die Luther dadurch
zu beschwichtigen suchte, daß er sie für
eine Stimme des Teufels ausgab,
wie Luther überhaupt den Teufel in
allen möglichen Gestalten und über
all, selbst auf der Wartburg, zu sehen
glaubte.
(Fortsetzung folgt)
2i. Vf.' Aposttl. Ter bl. Ap.'siel unb
Evangelist Matthäus würbe zuerst Levi genannt
und war ein Zöllner, eine Berufsklasse, die von ben
Pharisäern tief verachtet wurde. Er war Zeuge der
Auferstehung, war anwesend bei der Himmelfahrt
und wird mehrfach im Neuen Testament erwähnt.
Während über sein späteres Leben nur wenig zuver
lässige Berichte verzeichnet sind, sagt die Tradition
von ihm, daß er in verschiedenen Teilen von Asien
das Evangelium predigte. Sein Fest ist am 21.
September.
^6.
NnzuverlaVges Matz
Von Zeit zu Zeit versuchen manche
moderne Wissenschaftler ihren Un
glauben damit zu rechtfertigen, daß
sie sagen, sie hätten dies und jenes
nicht mit dem Mikroskop entdecken
oder durch Analysen in den Chemie»
laboratorien feststellen können. Also
existiere es nicht, oder es gebe keine
Macht, die außerhalb oder gar über
der Natur stehe, also fein allmächti
ger Gott, mit anderen Worten. Dem
gegenüber machen wir immer wieder
geltend, daß es einen wahrhaftig arg
beschränken Geist nimmt, um glau
ben zu föntten, daß geistige Dinge mit
solch materiellen Mitteln wie Mifro
sfop, oder chemischen Zerlegungen
oder Maßen und Gewichten festgestellt
oder gemessen werden könnten.
Ein ganz ähnlich finnischer Geist
macht sich gegenwärtig bei gewissen
Regierungsstellen bemerkbar. Sie
wollen den Geist eines Amerikaners
gewissermaßen mit dem Zollstock oder
Pfundgewicht messen, um festzustellen,
wie viel kommunistischer Gehalt und
wieviel vaterländisch-amerikanischer
Gehalt darin steckt. Und auf diese
Einschätzung wird dann die Zulas
sung eines amerikanischen Menschen
zu den Vertrauensstellen in Heer und
Marine aufgebaut.
Bisheran wurde jeder Applikant
für Offiziersstellen zurückgewiesen,
bei dem Neigung zum Kommunis
mus oder gar Mitgliedschaft zur Par
tei festgestellt wurde. Das ist ja nur
zu natürlich, daß man Leute, die ein
Programm des Umsturzes der beste
henden Ordnung durchzuführen be
strebt sind, aus allen Führerstellen
und Verantwortlichen Aemtern fern
hält.
Dies ist nun auf einmal anders
geworden. In der ständig dicker wer
denden Atmosphäre der Freundschaft
mit dem Kommunismus hat man auf
einmal es für möglich und gut befun
den, die bisheran verbannten Kom
munisten mit dem vollsten Vertrauen
zu beehren. Nur dürfen sie nicht voll
und ganz Kommunisten sein. So hat
man einen Standard festgesetzt, dem
entsprechend die Zulassung von Um
stürzlern zu Vertrauensposten in Heer
und Verwaltung geregelt wird. Es
&arfi einer nur neunundvierzig Pro
zent Umstürzler im Gefolge Josef
Stalins fein und muß einundfünfzig
Prozent nichtumstürzlerischer Ameri
kaner sein.
Ich habe mir nun, seitdem ich die
se Weisheit von Washington gelesen
habe, den Kopf zerbrochen, wie man
so etwas mißt oder wägt oder analy
siert, um festzustellen, daß nur neun
undvierzig Prozent Umsturz und ein
undfünfzig Prozent Erhaltung sich in
der Geistesverfassung eines Menschen
finden. Auch ist es mir ein Rätsel,
wem man bei der Feststellung glaubt.
Wohl dem neunundvierzigprozentigen
Anteil im Geiste des Mannes ober
dem einundiunszigprozentigen Teil.
Und noch eine Frage, auf die ich keine
Antwort weiß (oder besser, auf die ich
selbst die Antwort weiß, die man aber
in den verantwortlichen Stellen nicht
wird hören wollen, weil man den
Kops in den Sand stecken will, um
nicht zu sehen und nicht zu hören):
Nämlich, wird der nur neunundvier
zigprozentige Umstürzler, wenn er
einmal in der Vertrauensstelle ist,
immer gewissenhaft darauf bedacht
fein, innerhalb seiner neunundvierzig
Prozent Umsturzgesinnung zu bleiben
und ebenso gewissenhaft, feine ein
undfünfzig Prozent vaterländische Ge
sinnung zu wahren? Wirb er, wenn
es darauf ankommt, nur rtetmurtd»
vierzig Prozent von unserer Berfas,
sung in Stücke schlagen und einund
fünfzig Prozent erhalten? Wer lacht
et, Januarius itiii- rten,
werden am 19. September von der Kirche verehrt.
St. Januarius war Bischof von Benevent, Italien,
während der Diokletian'schen Verfolgung im Jahre
305. Er und seine Gefährten wurden enthauptet,
nachdem wilde Tiere, die man auf sie losgelassen
hatte, ihnen nichts zuleide toten. Ein Gesäß mit
seinem Blute wallt etwa achtzehnmal pro Jahr,
wenn man es in der Kathedrale von Neapel in die
Nähe seines Hauptes bringt.
"'hi! •Jtel
da nicht, ober besser, wer muß da
nicht weinen, wenn unser öffentliches
Leben unb unsere Zukunft als Volk
mit solch kinbifchen Mitteln unb
Grunbsätzen versorgt wird? Ob man
denn gar nicht mehr an die vom Got
tessohn unb SSeltheilanb proklamier
te Wahrheit benkt: „Niemand kann
zwei Herren zu gleicher Zeit dienen."
Offenbar, manche unserer Sieben
gescheiten in hohen Stellen wissen es
besser. Beweis für ihre Weisheit:
neunundvierzig Prozent Kommunist
gegen einundfünfzig Prozent voll
wertiger Amerikaner. Wahrhaftig,
der weise Mann in alter Zeit hat auch
heute noch recht: „Es ist schwer, hier
keine Satire zu schreiben."
F. Markert, S.V.D.
Bismarck, N.-Dak. Arn 30. Au
gust wurde die neue Kathedrale in
Bismarck, obwohl sie noch nicht voll
endet ist, provisorisch eingeweiht und
dem Gottesdienst übergeben. Nach
der Einweihung zelebrierte Bischof
Vincent I. Ryan ein feierliches Pon
tifilalamt. Mit dem Bau des neuen
Gotteshauses wurde in: Jahre 1941
begonnen. Von Interesse am Aeußern
der Hl. Geist-Kathedrale ist der mas
sive und stattliche Turm, der zu
sammen mit dem Turm des neuen
Staatskapitols das Stadtbild von
Bismarck beherrscht. Sobald das Ma
terial erlangt werden kann, werden
die Glocken für das Gotteshaus ge
gossen und in den Turm gehängt wer
den. Diese sind ein Geschenk des Hrn.
Edmund A. Hughes von Bismarck,
der auch den Turm erbauen ließ. Bas
Relief-Figuren an der Fassade zeigen
Figuren Christi unb Seiner Apostel.
Diese Gruppe vergegenwärtigt bas
erste Kapitel ber Kirchengeschichte. Die
Geschichte ber Kirche im westlichen
Norb-Dakota, wo ja auch bie Diözese
Bismarck ist, wirb bargestellt von ei
ner Gruppe im linken Flügel. Bischof
Martin Marty, O.S.B., ber India
ner-Mifsionar und erste Bischof dieser
Gegend, wird gezeigt, wie er den In
biartern unb ben ersten Ansieblern
predigt. Ferner sind ba Figuren, bie
moberne Zeit borsteHenb: eine Mut
ter, ein Kinb, Olb-Timer, Nonne,
Farmer mit Getreibe, Mechaniker mit
bem Rab bes Fortschritts. Der bebeck
te Planwagen an einer- Seite, unb
das Luftschiff auf der andern Seite
der Gruppe erzählen die Geschichte
des Wechsels. Weiter unten sind acht
Figuren von Heiligen und heiligmä
feigen Personen, die jede eine von ben
acht Seligkeiten symbolisieren: St.
Johannes Viamtey, ber Pfarrer von
Ars bie hl. Rosa von Lima, eine Hei
lige von Sübamerika Mutter Cabri
ni, bie Nonne von Chicago, beten Hei
ligsprechungsprozeß nun im Gange
ist St. Robert Bellarmin St. Vin
cent von Paul, der große Apostel der
Liebe St. Agnes, die kindliche Mär
tyrin des dritten Jahrhunderts Te
kakwitha, das Indianer-Mädchen aus
dem Stamme der Mohawks St.
Thomas Morus, der Lord-Kanzler
von England. Dann tritt der Besucher
in die Vorhalle des Gotteshauses. Da
ist das mit Marmor bekleidete Aap»
tisterium, ein Geschenk der Kinder der
Diözese. Beim Eintritt in's Schiff der
Kirche fallen die Augen des Besuchers
aus den prachtvollen Hochaltar, über
deckt von einem von vier Säulen ge
tragenen Baldachin. Der Altar ist ge
macht von Marmor vom Nil und von
italienischen Marmor. Das Kruzifix
an der Wand hinter bent Hochaltar
würbe geschnitzt von Anton Lang, et»
Mitglied ber berühmten Familie von
Holzschnitzern in Oberammergau,
Bayern. Alle Holzschnitzereien im
Gotteshaus sind von ihm ausgeführt.
Milwaukee, Wis. Die Hl. Kreuz
Gemeinbe in Holy Groß, Wis., feiert
am kommenden Sonntag, 16. Sep
tember, ihr hunbertjähriges Bestehen.
Bei bem solennen Jubelamt in der
Pfarrkirche um elf Uhr werden die
aus ber Gemeinde hervorgegangenen
Priester am Altare amtieren. Erzbi
fchof Kiley wirb in ber Cappa Magno
assistieren. Die Festprebigt hält der
hochw'ste Msgr. George A. Mayer von
Milwaukee. Die Gemeinbe wurde
am 14. September 1845 in's Leben
gerufen, nachdem Missionäre bereits
seit 1840 die in der Gegenb angesie
delten luxemburgischen Einwanbecer
betreut hatten. Zunächst würbe eine
Log-Kirche an ber Lanbstraße nach
Milwaukee gebaut, an einer Stelle di
rekt gegenüber von bem heutigen
John Pfeiffer-Anwesen. Der erste
Seelsorger war ber hochw. Hr. Mi
chael Heiß, später Erzbischös von Mil
waukee. Der erste resibicrenber Pfar
rer, George Laufhuber, baute bie er
ste Psarrschule unb ein Kloster für
bie in der Schule tätigen Notre
Dame-Schwestern. 1861 wurde die
heutige Steinkirche errichtet, und zwar
unter Leitung des damaligen Pfar
rers I. Arnold. Die feierliche Weihe
vollzog Erzbischof Henni am 14. Juli
1863. Unter einem späteren Nachfol
ger, Hochw. L. Mueller, wurde der
Glockenturm errichtet und die Glocken
angeschafft. Die heutige Schule und
das Pfarrhaus wurden unter Pfar
rer William Frantz gebaut. Im Lau
fe ihrer Geschichte hat die Pfarrei der
Kirche zwölf Priester geschenkt.
La Crosse, Wis. Am 2. Okto
ber erfolgt in der Kathedrale in
Cleveland die feierliche Bischofsweihe
des zum Koabjutorbifchos von La
Crosse ernannten hochw'sten Hrn.
John P. Treacy. Die Konsekration
vollzieht ber päpstliche Delegat, Erz
bischof Cicognani, unter Assistenz der
hochw'sten Bischöfe Edward Hoban
und William D. O'Brien. Die Fest
predigt hält Erzbischof McNicholas
von Cincinnati.
Gesucht Mann, ober Frau, oder
Ehepaar für ein kleines katholisches
Heim. Allgemeine Arbeit. Anmel
düngen erbeten unter A. W., .Ohio
Waisenfreund', Worthington, O.
Unsere aus Heilkräutern herge
stellten Laxative Capsules sind nicht
nur ein mildes Abführmittel, sondern
fördern die Verdquun^, entfernen die
Giftstoffe aus Magen und den Ber
dauungsorganen, stärken dieselben
lmd reinigen das Blut. Bei chroni
scher Verstopfung sind sie unübertrof
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2 3 Monate) $5.00 für 2 Boxe»,
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Schachtel bei
J. L. STAAB
11*W TiUorrlm An, CUtTIUin U, O.
St, Franz von Assisi -iner du „_u cn Hei
ligen des Mittelalters. In den letzten zwei Jahren
seines Lebens war es ihm vergönnt, die Wundmale
des Heilandes an feinem eigenen Körper zu tragen.
Hie Kirche feiert dieses Wunder am 17. September,
v Sbcr hl. Franziskus war, soviel bekannt ist, der Er
fit, der die Stigmata empfing. Er war 1181 gebo
ren undftarB 1326.
Hi.in.Myi. »»*'",•) v
,« «tei'Z "HU it
"TT
.•IllllmjliiU
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PUBLICATION OFFICES
Josephinum,
Worthington, O-, and
128 East 10th St., St. Paul 1, Minn.
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publication and remittances for
subscription should be addressed to
Pontifical College Josephinom,
Worthington, Ohio.
Entered as second class matter
June 7, 1945, at the post office at
Worthington, Ohio, under the Act
of March 3, 1879. Additional entry
authorized at St. Paul, Minnesota.
Acceptance for mailing at the
special rate of postage provided
for in the Act of February 28, 1925,
embodied in Paragraph 4, Section
538, P. L. & R., authorized June 7,
1945.
Worthinqton, O.,—St. Paul, Min«.
Donnerstag, 13. September 1945.
K i e n k a e n e
M. B. N. T.
S o n e v u e e
MeMsye Int Monst September
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THE WOLFRAM CO.
451 Sycamore St, COLUMBUS 16, O.

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