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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, December 22, 1945, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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a
Erinnerungen
Bom u s a e
(Fortsetzung)
Ihre Frömmigkeit zeigte niemals
etwas Auffallendes, trug vielmehr ein
entschiedenes und männliches Geprä
ge. Sie war noch eine von jenen Lehr.
Personen vom alten Schlage, wie das
katholische Münsterland der Schule
des alten Overberg so viele verdankt.
Glaubte sie im geistigen Interesse ih
rer Schülerinnen vorgehen zu müs
sen, kannte sie weder Stand noch
9?aitg. Selbst die Geistlichkeit achtete
ihren durchdringenden ©lief. Als sie
einst einem jüngern Kaplan sein, nach
ihrer Ansicht, unwürdiges Benehmen
vorhielt, schlug derselbe beschämt die
Augen nieder und wagte kein Wort
der Widerrede. Ter alte Techcmt
schätzte sie, wie ich sie schätzen und
verehren lernte. Sie starb in den
Hungerjahren des gro| en Krieges,
wie mir der Oberpfarrer versicherte,
infolge ihrer übergroßen Freigebig
keit, die sich selbst vergas um andern
zu helfen. Kränklich war sie schon
lange Jahre.
Zimperlichkeit war ihr gänzlich
fremd. In energischer Weise setzte sie
durch, was sie einmal begonnen hatte.
Nachdem wir gemeinschaftlich Kaffee
getrunken, wie es dortzulande gegen
vier Uhr nachmittags Sitte ist, ging
sie gleich mit mir zum Direktor des
Gymnasiums, der sie persönlich kann
tc und sie sehr hoch schätzte, gab ihm
meine Papiere und bat ihn, mir zu
helfen, das ich Ostern das Schluß
cranini machen könne. Ter versprach
es, obwohl er bezweifelte, das es mir
gelingen werde. ES würde heute sehr
viel gefordert und ich hätte drei Jah
re ausgesetzt. Wenn ich nicht gar zu
viel verschwitzt habe und mich mit
Privatstudien soweit als möglich auf
dein Laufenden gehalten, könnte es
gelingen. Daß es gelang, verdanke
ich, nächst Gottes Hilfe und Gnade,
der energischen Hilfe dieser eifrigen
Lehrerin. Ta ich im Griechischen
schwach war, lies sie mir sogar in die
sem Fach Privatunterricht geben. Ob
und wieviel sie dafür zahlte, konnte
ich nie ermitteln.
Als ob sie ihren Kindern in der
Schule Anweisung gebe, sagte sie in
ihrer kurzen, trocknen Weise, als wir
nach dem Abendessen in ihrem Zirn
mer saßen: „Tie werden bei mir
wohnen und essen. Das Zimmer ne
benan ist Ihr Wohn- und Schlaszim
mer. Zu Weihnachten besuche ich mei
lie Eltern in Münster. Ter Vater ist
achtundsiebzig, die Mutter sechsund
siebzig Jahre alt. Sie gehen mit. Ich
wünsche, das Sie die Verhältnisse
dort kennen lernen. Mein Bruder
Bernhard wohnt mit seiner Familie
neben ihnen. Sobald Sic die Univer
sität beziehen, werden Sie bei mei
nem Bruder wohnen und bei meinen
Eltern essen. Das hat den Vorteil,
das die alten Leute stets jemand um
sich haben, sollte ihnen etwas zusto
ßen. Meine Schwägerin versteht fei
ne Kinder zu erziehen. Sie ist Rhein
länderin, aus Krefeld, und nimmt
das Leben sehr leicht. Darum werden
Sie auch ein Auge auf die Kinder
haben. Tie älteste Tochter ist bei den
Schwestern in Ahaus in Pension. Ter
älteste Junge ist Buchdruckerlehrling
und der Zweite hat letzte Ostern auf
dem Gymnasium angefangen. Tie
Jüngste ist noch ein Kind, das zweite
Jahr in der schule."
».Aber, Fräulein. Sie kennen mich
ja noch gar nicht!" gab ich ihr zur
Antwort.
„Meinen Sie. ich würde jemand in
mein Haus aufnehmen, wenn ich nicht
vorher genaue Erkundigungen über
ihn eingezogen hätte? Und nun, da
dies klargestellt, gehen Sie auf Ihr
Zimmer. Ich mun mich für die Schule
vorbereiten. Solange Ihre Sachen
noch nicht hier sind, können Sie meine
Bibliothek^benutzen. Wenn ich mor
gen zur Schule gehe, kommen Sie
ulit. Iä werde Sie dann dem Hrn.
Professor Müller vorstellen. Ter wird
Ihnen alle Bücher besorgen, die Sie
benötigen. Am Ende der Woche stel
len Sie sich zum (fronten. Wenn Sie
das bestehen, werden Sie nächste Wo
che schon auf dem Gymnasium eintre
ten und. so Gott will. Ostern Ihre
Schlußprüfung machen."
Tas war ein ganzes Programm,
daS die Taine mir vorstellte. Gebe
Gott, das es sich so leidit abwickele,
wie sie es sich zurecht gelegt hat! Tas
kostet noch viel, viel Arbeit. Schweis
und Mühe bei Tag und Nacht und
hartes und ausdauerndes Studium.
Zuerst regte sich der Widerspruchs
geift in meiner Seele, als die Tarne
so selbstherrlich über mich verfügte.
Da ich aus Erfahrung weif wie die
ser Geist in mir so schnell wachgeru
fen wird, gab ich ihm einen derben
Klaps auf feinen eingebildeten Hohl
köpf: „Was bist du? Was willst du?
Weint du nicht, das deine ganze Zu
kunft in Frage steht? Wiewohl ich
solch einen weiblichen Mentor noch
nie im Leben getroffen hatte, klang
6odj als Untertort aus jedem ihrer
Worte die lauterste Güte. Dieser
kommandierende Ton ist meistens al
len Lehrpersonen eigen. Außer mei
ner Mutier ist mir noch nie eine
Frauensperson mit solch fürsorglicher
Güte entgegengekommen. Darum
fügte ich mich mit dankbarem Herzen.
Kommt Zeit, kommt Rat! Auch eine
heilige Person kann mich nicht zwin
gen, etwas zu tun, was gegen Wil
len und Ueberzeugung geht.
Darum dankte ich am Abend un
l'erm Herrgott von ganzem Herzen
für Seine Güte und gnädige Fügung
und bat Ihn, das Unmögliche möglich
zu machen, um das Erforderliche für
das Examen zum Frühjahr zu errei
chen. Tas gelang mir in der Tat,
wenn auch nicht mit der ersten Nate.
Besonders im Griechischen wäre ich
beinahe gestolpert. Doch eine gute
Note im Deutschen glich das aus. Bis
heute kann ich noch nicht begreifen,
wie ich damals durchgekommen bin.
Wer die Verhältnisse drüben kennt,
weif wie viel dort perlangt wird.
Ohnegleichen war mir in ausfallender
Weise in den Jahren seit des Vaters
Tod Schutz und Hilfe zuteil gewor
den. Oftmals kam mir der Gedanke:
„Will unser Herrgott dich reif ma
chen für viel Leid und schweres Kreuz
in den spätem Jahren?" Für beides
danke ich Ihm von ganzem Herzen.
«Fortsetzung folgt)
Mrm-Nundfchsu
Bon I. M. Sevenich, cljemalv
ft er Redakteur des ,Landmann'
O w o w i i a s
ueimlter leben und die Zahl der Ar»
beitspferbe und Maulesel in den letz
ten Iahren auf ungefähr dreizehn
Millionen zusammenschrumpfte, wur
de in Chicago die fechsundzwanzigste
Jahresversammlung der Horse and
Miile Association of America abge
balten und die Pferdezucht diskuttiert.
Tas die Pferde und Maultiere auf
den Farmen gänzlich durch Traktors
ersetzt werden, ist nicht zu erwarten.
ES wurden die letzten Jahre wenig
Pferde nnd Maultiere gezüchtet, so
das die Nachfrage das Angebot weit
übersteigt und die Tiere hoch im
Preise stehen.
V o n e S o a o n e n
ernte des Jahres 1944 sind weniger
als acht Millionen Bushel vorhanden.
Hiervon befinden sich rund 3,000,000
im Besitz der Farmer und rund 5,.
000,000 Bushel in Mühlen, Getreide
speichern und Lagerhäusern. Letztes
Jahr waren rund 14,300,000 Bushel
der vorjährigen Ernte an Hand und
im Jahre 1943 belief sich der Vorrat
von Sojabohnen aus dem Jahre 1942
auf 12,500,000 Bushel. Am 1. Juli
dieses Jahres belief sich der Vorrat
von Sojabohnen auf 46,500,000 Bu
shel. Seitdem wurden zwischen fünf
unddreisiig und sechsunddreißig Mil
lionen Bushel verbraucht.
Ajii 11. März 1 9 4 4 brach
ein Feuer in den Union-Viehhöfen in
Eleveland, O., ans und richtete einen
schaden von $200,000 an. Zwei
Feuerwehrleute büßten ihr Leben ein
und himdertundfiinfzig Stück Vieh
kamen in den Flammen um. Jetzt hat
ein junger Taugenichts von zwölf
Jahren eingestanden, das er 'der
Brandstifter war.
i e W o o u k i o n i s
in den letzten zwei Jahren in allen
Teilen der Welt zurückgegangen. Die
Produktion wird auf 3,760 Millionen
Pfund geschätzt fünf Prozent we
niger als letztes Jahr und zwölf Pro
zent weniger als im Jahre 1941.
i e s e n e s w u e n
in Kanada 480,000 Acres Winter»
Weizen gesäet, oder 216,000 Acres
weniger als vor einem Jahr. Die mit
Winterroggen bestellte Fläche beläuft
sich auf 347,000 Acres, eine kleine
Zunahme im Vergleich zum letzten
Jahr.
I n e o i i e i t
schictt der BundeSrichter Edward I.
Meinet, daß .Kunstbutter aus Soja
bohnen steuerpflichtig ist. Der Fabri
kant Howard O. Butler von Cedar
Lake. Mich., behauptete, daß solche
Butter kein Ersatz für Butter fei. Es
wurde ausgerechnet, daß der Fabri
kant wöchentlich $3,000 Steuern und
dazu noch $150,000 rückständige
Stenern bezahlen muß.
A u s o k i o a a n w i
berichtet, daß die Japaner demnächst
wieder mit der Ausfuhr von Rohwolle
beginnen werden, damit sie Geld er
halten, um Reis kaufen zu können.
ES sollen an die 156,000 Ballen
Rohseide bis März exportiert werden
können. Einer zweiten Nachricht zu
folge, sollen die großen Landgüter in
Japan aufgeteilt werden, so daß die
Landpächter ihre eigenen kleinen
Farmen erwerben können.
omowuMvnm
stieres. Ein solcher zeugt in seinem
Leben rund hundert Kälber, die nicht
schwerer sind als gewöhnliche Kälber,
sondern auch besseres Fleisch liefern,
so daß es sich lohnt, einen guten Zucht
stier zu halten. Für die Milchfarmer
hat ein gutes Zuchttier ebenso viel,
wenn nicht mehr zu bedeuten. Schon
die alten Bauern sagten: Der Zucht»
stier ist die halbeHeerde.
E i n e U a e e a a
am 1. Dezember mehr Rindvieh zur
Mast eingestellt war als vor einem
Jahr. Es wird sogar angedeutet, daß
es sich um eine Rekordzahl handelt.
In den elf großen Maisstaaten wird
zur Zeit bedeutend mehr Vieh gemä
stet als letztes Jahr um diese Zeit.
I n e n e z e n a e n
wurde die Bodenabschwemmung allge
mein besprochen, jetzt wird angekün
digt, daß die Oliver Corporation ei
nen neuen Pflug fabriziert, welcher
das Problem löst.
a s ö k o n o i s e o
des Ackerbauamtes in Washington
meldete dieser Tage, daß die Farm
preise immer noch steigen. In den
letzten vier Monaten sind die Land
preise durchschnittlich zwei Prozent
gestiegen. Der Durchschnittspreis
übersteigt jenen der Periode 1935/39
um volle sechzig Prozent. Die Preise
sind heuer itm 133 Prozent höher als
sie in ier Periode 1912/14 waren.
N a i w i e i
tet, daß die Regierung im Oktober
117,419,354 Bushel Weizen, 13.
465,181 Bushel Korn, 2,305,078
Bushel Roggen in ihrem Besitz hatte.
ie Regierungsdarlehen auf Getrei
de beliefen sich auf 43,830,944 Bushel
Weizen, 3,637,249 Bushel Korn und
mir 18,304 Bushel Roggen.
i e e i e u n i e i n
Kansas City 400 Armeepferde und
600 Maultiere als „überflüssiges
.Kriegsmaterial" versteigern. Es hat
ten sich Käufer aus elf Staaten ein
gefunden.
E s w i i k o e n e n
Jahr rund drei Millionen Tonnen
weniger Konzentratfutter geben als
im laufenden Jahr. Zum Glück gibt
es mehr Getreidefutter.
i e a u w o e a
den Herren in Washington einige
Kopfschmerzen. Angedeutet wird, daß
1,000,000 Ballen auf dein Weltmarkt
verkauft werden sollen. Die Regie
rung hat rund 450 Millionen darin'
angelegt. Ferner werden Märkte für
rund 500 Millionen Pfund Wolle ge
sucht.
i e s e s a w e e n w e
niger Lämmer gemästet als vor einem
ahr. Wahrscheinlich wurden die
Lämmer vom Markt gehalten, weil
die Wollproduktion sich besser bezahlt
als feit Jahren.
i e A k e a u I i I e v o n
Iowa weiß zu berichten, daß die
Farmer von Iowa dieses Jahr neun
mal so viel Kunstdünger verbrauchten
als im Jahre 1938. Höhere Preise
für Farmprodukte setzten die Farmer
instand, mehr Geld für Dünger aus
zugeben und höhere Erträge zu erzie
len. Ein Farmer, so wird berichtet,
erzielte auf fandigem Land, das nur
$23 den Acre wert ist, über hundert
Bushel.Korn vom Acre.
mm
o n a v o n e
Abteilung für Viehzucht der Nord
Dakota'er Versuchsstation erklärte den
Farmern den Wert eines guten Zucht­
für die Hanfmühle in Warreit, Ind.,
entgegen. Die Kapazität der Mühle
betragt achtzig Tonnen Hanffaser im
Monat und wurde von der Regie
rung gebaut, als 6er Krieg die Ein
fuhr von Hanf verhinderte. Für viele
Farmer bezahlte sich die Hanfkultur
für eine kurze Zeit.
i e e i e u n w i w i e
der große Mengen von Rindfleisch,
das für das Heer bestimmt ist, dem
Markte entziehen. Wie verlautet, wer
den dreißig Prozent vom besten Fleisch
den Märkten vorenthalten.
Z u k e n k e n i e
amerikanischen Farmer nicht daran,
die Arbeit einzustellen und nach dem
Muster der organisierten Arbeiter zu
streiken. Im Oktober gab es im Lan
de 680 Streiks, darunter 455 neue.
Tie Streiks bedeuteten einen Arbeits
Verlust von insgesamt 7,800,000 Ta
gen.
ÜuAkiwß:
Bou Prof. I. M. Döhren,
Redakteur des ,Waise«freuud'
Wm. St., Tex.—
Das durch die feierliche Krönung
des mexikanischen altberühmten Gna
denbildes U. L. Frau von Guadalupe
befindet sich in der Stadt Guadalupe
in der Nähe von Zacateras. Die dor
tige Gnadenkapelle enthält das be»
rühmteste und kostbarste Gnadenbild
Mexikos. In der Nähe befindet sich,
einer alten Tradition gemäß, die
Stelle, wo die Allerseligste Jungfrau
Maria einem Indianer, Juan Diego,
erschienen und diesem den Antrag an
den damaligen Erzbifchof gegeben
haben soll, dort eine Gnadenkapelle
der Muttergottes zu Ehren zu errich
ten. Nachdem die himmlische Jung
frau dem armen Indianer mehrmals
erschienen, befahl sie ihm, die Spitze
des Hügels zuersteigen (wo die noch
jetzt erhaltene Kapelle steht) und dort
einen Strauß von Rosen zu pflücken,
um dieselben dem Erzbifchof zu über
bringen. Der Indianer befolgte die
Weisung, und als er vor dem Erzbi
fchof fein Serape (Schultertuch) ent
faltete, worin er die Rosen trug, fand
er anstatt der Rosen ein wundervoll
gemaltes Muttergottes-Bild. Bis auf
nen heutigen Tag steht dieses Bild,
das die Mitte des Altars in der Gna
denkapelle einnimmt, in ganz Mexi
ko in hoher Verehrung. Der Ausdruck
des Bildes und die Kleidung geben
der Jungfrau das Aussehen einer
indianischen Prinzessin.
B. F., Calif.—
Amoklaufen oder Auflaufen ist ei
ne in Asien, besonders der malayi
schen Raffe eigentümliche Form der
Tobsucht (Mania Tranfitoria), wobei
der Befallene in blinder Raserei um
hertobt und jeden niederschlägt, der
ihm in den Weg kommt. Dieser Zu
stand kann Tage lang andauern und
endet nicht selten in Selbstmord.
Frau B. Sch., N. I.
Die Preiselbeere (Cranberry) ist
eine sehr gesunde, nahrhafte Beere.
GM
Sie enthält Zitrononfäure, Fruchtzub
ker, Proteinstoffe und einen Bitter
stoff. Der Saft besitzt zusammenzie
hende Eigenschaften, ist ein diäteti
sches Schutzmittel gegen seuchenartige
Krankheiten. Das aus Preiselbeeren
bereitete Mus erregt den Appetit und
befördert die Urinalsonderung. Bei
fieberhaften Krankheiten ist
Man kann ein Schindeldach oder
irgendwelche Holzgegenstände feuer
sicher und wasserdicht machen, indem
man sie mit folgender Mischung über»
streicht: Drei Teile feiner Sand, zwei
Teile fein gesiebte Holzasche und drei
Teile gelöschter Kalk werden zu einem
Brei zerrieben. Damit bestreicht man
das Schindeldach oder den hölzernen
Gegenstand, das erste Mal nur dünn,
das zweite und dritte Mal aber stark,
wodurch das Holz untierbrennbar
wird und gegen Fäulnis geschützt ist.
L. (Ich., Colo.
Ein ausgezeichnetes Mittel zur
Vertreibung von Kopfschuppen (Dan
druff) soll das folgende sein: Man
mischt siebzig Gramm Schwefelblüten
(Sublimed Sulphur oder Flowers of
Sulphur) in einem Quart Wasser,
läßt es einige Tage stehen und schüt
telt es häufig um. Dann seiht man
die klare Flüssigkeit ab. Mit diesem
Haarwasser wasch man das Haar täg
lich zweimal.
R. B., Md.—
Kalte Füße sind ein Zeichen von
mangelhafter Blutzirkulation. Anzu
raten ist viel Bewegung in der frischen
Luft. Vor dem Schlafengehen stelle
man die Füße etliche Minuten lang
in kaltes Wasser und reibe sie mit
dem kalten Wasser tüchtig ab, bis sie
warm werden. Dann trocknet man sie
ab und begibt sich zu Bett, worauf
man die Füße in wollene Tücher ein
hüllt.
A. M., Ciuc., O.—
Die deutsche Zahlenbenennung ist
verschieden von der englischen, wie
wohl ähnliche Wörter gebraucht wer
den. Eine Million bedeutet in beiden
Sprachen: 1,000,000. Eine Billion
bedeutet im englischen 1,000,000,000,
welche Zahl mart im deutschen eine
Milliarde nennt. Die deutsche Billion
ist l,000mal größer als die englische.
Im Deutschen zählt man so: Million
=1,000,000 Milliarde^!,000,000,
000 Billion 1,000,000,000,000
Billiarde 1,000,000,000,000,000
usw.
Ph. 9?., Wis.—
Bei der Auswahl von wild wach
senden Schwämmen(Mushrooms) zum
Essen ist äußerste Vorsicht geboten.
Nur ein Kenner sollte Pilze zum Es
sen sammeln. Es gibt allgemeine Re
geln oder Anzeichen, nach welchen auch
der Nichtfenner mit ziemlicher Si
cherheit die eßbaren Pilze von den gif
tigert unterscheiden kann. Es lassen
sich folgende sechs Richtlinien aufstel
len:
1. Vermeide Pilze, welche auf der
Kopfbildungs- oder Erweiterungsstu
fe stehen auch solche, deren Fleisch zu
faulen angefangen hat, sei dieser An
fang auch noch so geringfügig.
2. Meide alle Pilze, welche söge-
St. Deeember
1 M«
Leiden Sie
an: Appetitlosigkeit, Nervosi
tät, Kopfschmerzen,« Verdau
imgsstörung, Gase und Blä
hungen, verstimmtem Magte,
Schlaflosigkeit, üblem
Mundgeruch—
der Saft
ein vortreffliches, kühlendes Getränk,
und ist nervenberuhigend.
F. S.-Dak.
hervorge
rufen durch
funktionale
Hartleibig
keit?
Zögern Sie nicht! Seien Sie weiset
Nehmen Sie das zeiterprobte Forni'e
Alpenkräuter. Mehr als ein Abführ
mittel eine Magentätigkeit anre
gende Medizin hergestellt ans 18
medizinischen Wurzeln, Kräutern nnd
Pflanzen. Bringt träge Därme zum
Arbeiten. Hilft verhärteten Abfall
auszuscheiden treibt Gase und Blä
hungen, hervorgerufen durch Hartlei
bigkeit, aus—gibt dem Magen das
angenehme Gefühl von Komfort und
Wärme. Vorsicht: Nur zu gebrauchen
wie angewiesen.
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Pen*. 10—251)
25II WT-'tJn !9n I?.
U
St., .Wfcml-w, Ora.
I
nannte Todeskelche haben, Stengeln
mit einem angeschwollenen Grund
stock, umgeben von einer sackartigen
oder schuppigen Hülle, besonders
wenn die Läppchen weiß sind.
3. Meide Pilze, welche einen mil
chigen Saft haben, außer wenn der
selbe rötlich ist.
3. Meide Pilze, an denen die
Kappe im Verhältnis zu den Läpp
chen dünn ist, und die letzteren fast al
Ie die gleiche Länge haben, überdies
die Kappe hellfarbig ist.
5. Meide alle Tuben, welche Pilze
tragen, deren Fleisch beim Aufschnei
den die Farbe wechselt oder beim
Brechen dieselbe Färbung zeigt
oder wenn die Mündung der Tube
rötlich ist. Und auch mit anderen pilz
tragenden Tuben sollte man stets vor
sichtig sein.
6. Meide Pilze, welche eine Art
Spinnwebe oder einen flockigen Ring
um den oberen Teil des Stengels
haben.
Diesen Hauptregeln könnten noch
allerlei, unter Umständen nützliche
Empfehlungen beigefügt werden. U.
a.:
Man sammle keine Pilze in ober
nahe bewaldetem Gelände, außer be
Hufs Studiums. Man nehme keine
Pilze von irgend einem „selbstgemach,
ten" Sachverständigen an und kaufe
unter feinen Umständen solche, die ein
anderer gesammelt hat, ohne genü
gende Sicherheit. Das Einweichen
oder Kochen in Wasser macht keine
giftige Gattung eßbar.
Tie Tatfdche, daß manche Tiere
(gewisse Insekten, auch EinHörnchen,
Schildkröten usw.) von solchen Pilzen
aßen, ohne nachteilige Wirkungen zu
bekunden (sind doch auch in den aller
berüchtigten Giftpilzen die Larven
von Insekten vortrefflich gediehen und
fett geworden), beweisen inbezug auf
den Menschenkörper gar nichts.
Es ist zu bedauern, daß es bei uns
oft sehr schwer ist, die Namen der
Gattungen wilder Pilze hinterher
festzustellen, da es hier keine vom
Gesetz' verfügte Kontrolle über den
Verkauf von Pilzen gibt, wie sje in
den meisten europäischen Städten
schon längst eingeführt worden ist und
Vergiftungen durch Pilze immerhin
äußerst selten macht.
Das beste wäre es aber wohl, wenn
die wesentliche Kenntnis von der 9ta*
turgeschichte der Pilze ein Teil der
allgemeinen Volksbildung wäre, ge»
stützt auf die lebendige Anschauung.

i e e o n st u i o n I
i
nance Corporation nimmt Angebote

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