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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, February 09, 1946, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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1
s
ÜJUAluinßt
Bon Prof. I. M. Döhren,
Redakteur des ,W»ise«fteund^
Aur gefl. Beachtung!
Wir leiten die Aufmerksamkeit her
Leser des ,Ohio Waisenfreund' auf
die in der dieswöchigen Nummer des
,Waisenfreund' enthaltene Anzeige
der Farmer Seed & Nursery Com
pany. welche das Vertrauen der Le
fer verdient. Diese Samen- und Pflan
zenhandlung über sendet jedem Leser,
der darum ersucht, frei ihren Kata
log.
-H.A.,
Besten Tank für den neuen Leser,
den Sie für den /Ohio Waisenfreund'
gewonnen haben. Wenn jeder unserer
Leser besonders im Monat Fe
bruar, dem katholischen Pressemonat
uns nur einen neuen Leser zufüh
ren würde, könnten wir noch mehr
Studenten aufnehmen und zu Prie
stern heranbilden. Jeder kann sich,
mit einiger Mühe, als Presseapostel
betätigen und Tausende von Seelen
retten helfen.
Alter Trierer.—
Wir konnten bis jetzt noch nichts
Genaues über die Zerstörungen in
der Stadt Trier erfahren. Eine sehr
zu begrüßende Nachricht aus dem be
fetzten Teutschland meldet, „das an
der Spitze einer Einheit luxemburgi
scher Truppen Prinz Felix von Lu
xemburg'in Bitburg eingezogen ist.
Die luxembergischen Truppen besetz
ten das Gebiet von Bitburg und
Merzig, unweit Trier, das bisher
von französischen Truppen besetzt
war. Das wird der deutschen Bevöl
fer im in diesem Gebiet zum doppel
ten Vorteil gereichen: die Luxembur
ger sind großenteils gut katholisch
und ferner sprechen sie Deutsch".
F. W. ($., Pa.—
Der berüchtigte sogenannte Mor
genthan-Plan zur Aushungerung des
deutschen Volkes ist vom Humanen
und demokratischen Punkt aus betrach
tet ein organisierter Massen-Men
schenmord. Man ist sogar soweit ge
gangen, dem Plan einen offiziellen
Anstrich zu geben. Tas amerikanische
Kriegsministerium Hat, wie die New
Aorker ,Times' vom 30. Dezember
1945 berichtet, ein Exemplar des
Morgenthau'fchen Buches „Germany
Is Our Problem" allen höheren Of
fizieren der amerikanischen Besat
zungsarmee in Deutschland als „sin
niges Weihnachtsgeschenk" zugeschickt.
Es ist als eine erfreuliche Tatsache
zu betrachten, daß zahlreiche Proteste
im Lande sich mehren, und unser Prä
fident und der Kongreß aufgefordert
werden, die Sendung von Lebensmit
telnpaketen nach Deutschland zu er
möglichen. Schon am 24. November
1945 Hatte her Abgeordnete Howard
H. Buffett von Nebraska in einer
Rede im Repräsentantenhause, mit
Hinweis auf die postalische Abschlie
ßung Deutschlands, gesagt: „Ich pro
testiere gegen eine Politik unserer Re
gierung, welche siebzig Millionen
Christen in Amerika zur Hilflosigkeit
zwingt, während acht bis zehn Mil
lionen alte Männer, Frauen und
Kinder ihres Glaubens in Zentral
Europa unnötig sterben ... Ich er
hebe die Frage: Was steckt hinter der
kaltblütigen Weigerung der Admini
stration, Hilfe für Zentraleuropa zu
erlauben?"
Die lutherische Zeitschrist ,Christian
Century' schrieb: „Als ein Resultat
der Potsdamer Beschlüsse hungern
Millionen Deutsche. Ehe der Winter
vorbei ist, werden fünfmal mehr
Deutsche gestorben sein als im Krieg
urn's Leben kamen."
Auch die ,Catholic News' schreibt
im selben Sinne: „Religiöse und
weltliche Wohlfahrtsorganisationen
der Ver. Staaten haben vergebens
versucht, es zu ermöglichen, daß
Deutschland in jene Länder mit ein
bezogen wird, hie Nahrungsmittel
Pakete erhalten sollen, um dadurch
Hungersnot, Krankheiten und Epide
mien, die keine Grenzen kennen, zu
verhindern. Kürzlich sind Vertreter
dieser Organisationen, begleitet von
vier Bundessenatoren, im Weißen
Hause gewesen, um sich für diese Sa
che einzusetzen. Senator Kenneth S.
Wherry von Nebraska sagte, daß das
Komitee informiert wurde, daß eine
Wiederaufnahme der Post und Paket
Post nach Deutschland selbst in dem
von den Amerikanern besetzten Ge
biet unmöglich sei, weil ein solcher
Schritt volle Einstimmigkeit in der
alliierten Kontrollkommission ver
langt. Nach Ansicht Senator Wher
rys bedeute das, daß es die russische
Regierung ist, hie direkte amerikani
sche Unterstützung der Deutschen ver
hindert. ,Das amerikanische Volk,'
sagte her Senator, .sollte ein für alle
mal wissen, daß als Auswirkung un
serer Regierungspolitik sie die unbe
absichtigten Komplizen einer Massen-
,* vf
Und dazu gehört hie Einwilligung
der „Großen", und es muß noch viel
Red Tape" durchschnitten werden.
—E. B.,
lieber die Teilnahme deutscher
Truppenteile am Unabhängigkeits
kämpfe der dreizehn ersten amerikani
schen Staaten herrscht noch vielfach
eine irrige, ungeschichtliche Ansicht.
aß z. B. unter den Söldnern, wel
che eine Anzahl kleiner deutscher Für
sten gegen Entgelt hen Engländern
für den Kampf gegen die Amerika
ner in den Jahren 1776 bis 1781
zur .Verfügung stellten, auch Han
noveraner gewesen sind, ist geschicht
lich nicht erwiesen. Die Rolle, welche
Hannoveranische Soldaten beim ame
rikanischen Unabhängigkeitskampfe
auf der Seite Großbritanniens spiel
ten, ist eine von hen nach Amerika
„verkauften" Soldaten deutscher
Staaten ganz verschiedene gewesen.
Es wurden nämlich tatsächlich fünf
Batallone Hannoverischer Untertanen
König Georgs
III.
nach Gibraltar
und Minorca entsandt, um die in hie
sen Plätzen stehenden englischen Sol
baten für den Kampf gegen die ame
rikanischen Kolonien und für andere
Zwecke frei zu machen. Aber nach
Amerika ist kein einziger Truppen
körper von Hannoveranern geschickt
worden. Ob einzelne, aber im
schlimmsten Falle auch nur sehr we
nige, Hannoveraner unter den Regi
mentern der „verkauften" Soldaten
anderer deutscher Staaten gesteckt ha
ben, ist nicht einmal nachweisbar. Die
Zahl her von sämtlichen Kleinstaaten
nach Amerika gelieferten Soldaten,
als Hilfstruppen der Engländer, stellt
sich, nach genauen, geschichtlich erwie
senen Zahlen, wie folgt:
Braunschweig, 5,723 Hessen Kas
sel, 16,992 Hessen Hanau, 2,422
Anspach-Bayreuth, 2,353 Waldeck,
1,225 Anhalt-Zerbst, 1,152.
Gesamtzahl der deutschen Sold
truppen, 29,867. Davon kehrten nach
Deutschland zurück 17,313 es kehr
ten nicht zurück 12,554.
Wir müssen zu diesem noch einige
Bemerkungen anfügen. Ersten^ gin
gen hiese Truppen nur gezwungen
nach Amerika und traten unter äu
ßerstem Widerstreben in den Kampf
gegen die Amerikaner, in dem die
allermeisten viel lieber auf der ande
ren Seite gestanden wären. Zweitens
sind Tausende von ihnen zu den Ame
rikanern übergetreten, besonders nach
dem Kriege, und erhielten Unterkunft
als Handwerker, Landarbeiter und
Farmer. Washington und der Kon
greß der dreizehn Kolonien haben sich
mehrfach in freundlichen Einladun
gen an die Hessen, besonders die in
amerikanische Gefangenschaft gerate
nen, gewandt, um sie zum Uebertritt
auf die amerikanische Seite zu bewe
gen, ejrte Aufforderung, der in nicht
wenigen Fällen entsprochen wurde,
und was für die Uebertretenden un
ter den Umständen durchaus ehren
voll war. Drittens ist der Kampf von
deutschen Soldtruppen gegen hie
Amerikaner fein Kampf von Deut
schen als Deutschen gegen die Sache
der dreizehn Kolonien gewesen, son
dern der Kampf von Söldnern, hie
gezwungen und hanf der Geldfucht
einiger ausschweifender und ver
schweizerischer Fürsten die Waffen
gegen die Amerikaner zu tragen hat
ten. Viertens hat das deutsche Volk,
haben deutsche Fürsten und Dichter,
hat vor allem Preußen energisch ge
gen diesen Soldatenhandel an hie
Engländer protestiert. Fünftens ha
ben deutsche Soldaten, Offiziere und
Generäle, die zu Tausenden in den
Armeen her Amerikaner standen,
reichlich hen Schaden aufgewogen,
den die deutschen Söldnertruppen
mochten angerichtet haben. Ohne den
deutschen General Steuben wäre
überhaupt hie Truppenmacht her
Amerikaner stets eine undisziplinier
te, für eine wirksame Kriegsführung
durchaus unbrauchbare Masse zusam
mengelaufener Haufen, geblieben. Die
„Hessen", mit welchem Sammelna-
a
Hungersnot find.' Die Be?. Staaten men elfte unwissende Geschichtsschrek
und Großbritannien werden barbari
scher Praxis beschuldigt, die sie aus
üben, weil sie Rußland nicht »belei
digen' wollen."
In einem seiner Berichte an die
,N. 9. Staatszeitung' schreibt Theo
bald I. D-engler aus Deutschland,
„daß der Postverkehr für ganz
Deutschland wieder funktioniert und
natürlich hat die Post in den verschie
denen Zonen wieder glänzende Zei
ten. In der amerikanischen Zone
wurden bereits im November mehr
s vierzehn Millionen Briefe und
Postkarten befördert, doppelt so viel
im Oktober. In beiden Monaten
betrug der Zeitungsversand mit her
Post 1,300,000 Stück".
„Darnach dürften," so fährt Deng
Ier fort, „der Eröffnung des Aus
landsverkehrs mit Deutschland kaum
n o a u a n e Z e i u n i i e s e i
i ch e technische Schwierigkeiten
im Wege stehen, wenigstens nicht zwi
schen den Ver. Staaten und der ame
rikanischen Zone. Man sagt, erst
müsse eine zentrale Einheits-Postver
waltung für ganz Deutschland einge
richtet werden."
*i '-^C''
bung die nach Amerika verkauften
deutschen Hilfssoldaten bezeichnet, ha
ben lange genug als Zerrbild her
Deutschen und hes deutschen Namens,
sowie deutscher Leistung in Amerika
dienen müssen, und es wirh auch der
Tag nicht mehr ferne sein, daß end
lich einmal die Lehrbücher der ame
rikanischen Geschichte in den Schulen
die überragenden Verdienste her
Deutschen in allen Kriegen der Ver.
Staaten, sowie deutsche Verdienste in
der Landwirtschaft, Industrie, Tech«
nif, Kunst, Diplomatie, Politik usw.
anerkennen werden. Amerika ist eben
so sehr durch die Deutschen wie durch
die Engländer oder Angelsachsen auf
gebaut und mächtig geworden.
Betreff der viel erwähnten Hessen
fei hinzugefügt, daß die an's Kindi
sche grenzende Furcht der Amerika
ner vor diesen deutschen Hilfstrup
pen in englischem Solde bald besei
tigt wurde, da alle deutschen Solda
ten strenge Disziplin hielten und sich
an den aus ihren Wohnungen und
Farmheimen geflohenen Amerikanern
nicht vergriffen und ihre Lebensmit
tel bezahlten. Es kam fogar zwischen
den deutschen Soldaten und den ame
rikanischen Kolonisten nicht selten zu
freundlichen, wenigstens aber zu fried
lichen Beziehungen. Washington
schrieb am 5. Februar 1777: „Eine
Tatsache muß ich zugunsten der Hes
sen anführen, und die ist, daß unsere
Leute, die gefangen genommen wa
ren, im Allgemeinen darin überein
stimmen, haß sie von diesen eine viel
bessere Behandlung erfuhren, als von
den britischen Offizieren und Solda
ten." Auch der Kongreß der dreizehn
Kolonien nahm eine versöhnliche Hal
tung zu den Deutschen ay, ließ Flug
Blätter verteilen, in denen sie zum
Uebertritt in das Heer der Amerika
ner aufgefordert wurden. Eine Pro
klamation vom 29. April 1778 ver
sprach seitens hes Kongresses jedem
übertretenden deutschen Soldaten
fünfzig Acres Land, jedem deutschen
Hauptmann, der vierzig Mann mit
bringen würde, achthundert Acres
Wald, vier Ochsen, einen Bullen, zwei
Kühe und vier Schweine. Tie Deser
teure sollten nicht gezwungen werden,
auf amerikanischer Seite zu kämpfen,
sondern sich sofort auf ihre Güter als
Farmer begeben dürfen. Offiziere, die
aber in die amerikanische Armee ein
treten würden, sollten einen höheren
Rang erhalten als der, den sie im
deutschen Heer gehabt hätten. Indes
sen ist nur die Tesertotion von zwei
hessischen Offizieren bekannt, von hen
Kleinstaaten sollten jedoch mehr in
das Heer der Amerikaner übergetre
ten sein. Indessen billigte Washington
die Aufforderung zum Uebertritt in
die amerikanische Armee nicht, und
machte dem Kongreß mehrere Male
ernste Vorstellungen darüber. End
lich betrug die Stärke der deutschen
Hilfstruppen, welche im Solde Eng
lands zwischen 1776 bis 1783 kämpf
ten, durchschnittlich 20,000 Mann, im
ganzen 29,867 Mann, von denen 17,
313 nach Beendigung des Freiheits
krieges nach Teutschland zurückkehr
ten. Von hen 12,554, die nicht zurück
kehrten, waren gefallen oder an ih
ren Wunden gestorben zwölfhundert,
durch Krankheit und Unfall gestorben
6,354, zu den Amerikanern überge
gangen fünftausend. Für die Dienste
dieser Truppen bezahlte England an
die Duodezfürsten, die sie „verkauft"
hatten, die eitmme von 1,770,000
Pfund Sterling außer her Löhnung.
Jedoch nach Kapp hatte England im
ganzen für feine deutschen Hilfstrup
pen mindestens sieben Millionen
Pfund Sterling ausgegeben, nach
heutigem Gelde wenigstens hundert
undzwanzig Millionen Dollars.
L. 8., III.—
Daß hie Freimaurerei von einem
Papste in's Leben gerufen worden
oder daß der heiligmäßige Papst Pius
IX.
ein Freimaurer gewesen sei, das
ist eine so alte und dick erfundene Lü
ge, hajjjelbft fein Freimaurer fie
glaubt. Sie mag dazu benutzt werden,
um naive, dumme Katholiken für die
Loge zu gewinnen. Die Freimaure
rei ist von verschiedenen Päpsten ver
urteilt worden, weil sie eine geheime,
kirchenverfolgende Verbindung ist.
Sie wurde Ende des achtzehnten
Jahrhunderts im protestantischen
England gegründet.
B. Z., Neb.
Kakao und Schokolade sind gute
Nahrungsmittel und haben als war
mes Getränk, mit Milch und Zucker
vermischt, guten Nährwert.
-ß. H., 3ff.
Ein vorzügliches Blutreinigun-gs
mittel, das jeder im Frühjahr ge
brauchen soll, ist Wasserkresse. Man
kann dieselbe ohne Zubehör essen oder
hieselbe als Salat zubereiten. Mart
zerschneidet sie fein, drückt den Saft
einer Zitrone (Lemon) hinein und
mischt etwas Salatöl und Zwiebeln
(feinen Essig) hinzu.
L. W., Md.—
Linsen (Lentils) find, wie Bohnen,
ein überaus kräftiges Nährmittel.
A)*
'$&»
vrV
OmO WAJOSKNTREUND
^y'
|i:
1
Sie MGaUsn vN SttckM 9Htro
gen) und andere wertvolle Nährstoffe.
Sie sollten ein- bis zweimal in her
Woche auf den Tisch kommen.
9t. B., Mich.—
Außergewöhnliche Atze
ist eilt Zeichen, daß das Blut irgend
wo aufgestaut und eingezwängt ist,
daß eine mangel- und fehlerhafte
Blutzirkulation vorhanden ist. Wenn
das Blut irgendwo stockt, so kommt
immer noch mehr Blut hinzu, wo
durch Blutüberfüllung, Hitze und
Entzündung entstehen. Die Folge da
von ist, wenn nicht zeitig abgeholfen
wird, eine Krankheit. Deshalb muß
das Blut weggeleitet werden. Ist die
iVttze im Kopf, muß man ein kaltes
Fußbad nehmen. Da, wo her Sitz der
Krankheit ist, legt man Topfenkäse
(Cottage Cheese)' auf, der die Hitze
heraufzieht. Diese Wickel müssen, so
bald sie anfangen heiß zu werden, er
neuert werden.
Wm. St., Me.—
Bei Quetschungen eines Fingers
oder einer Zehe klopfe und schüttele
man das Glied tüchtig, sodaß sich das
Blut verteilt. Dann lege man einen
mit Arnica angemachten Lehm(Clay).
ti'ich darauf.
—F. M., O.—
Bei Schüttelfrost (Chills) trinke
man einen heißen Tee, Holunderblü
ten- oder Safsafrastee, und lege sich
zu Bett, bis man schwitzt. Tut man
dies am Abend vor dem Schlafen
gehen, so weckt man morgens frisch
und gesund auf. Dieses Mittel haben
unsere Voreltern ftets angewandt.
Heutzutage greift man allzuleicht
nach giftigen Allheilmittelchen, hie
temporär helfen und meist schädlich
sind.
A.J.,La.—
Dieser Streit über die Nützlichkeit
u n S i k e i e i e e n i
selten zu falschen und extremen An
sichten. Während einige ein Lieb
lingstier verhätscheln, gibt es andere,
welche alle Tiere insgesamt hassen
und verfolgen. Die Tiere sind vom
Schöpfer dem Menschen zum Nutzen
und zur Freude erschaffen worhen,
weshalb sie unsere Aufmerksamkeit,
Hilfe und Mitleid verdienen. „Der
Gerechte erbarmt sich auch seines
Viehes." Als oberster Grundsatz muß
aber immer gelten, daß das Tier doch
eine untergeordnete Stellung inbezug
«auf den Menschen einnimmt. Wir
dürfen Kühe, Schweine, Schafe und
alle Schlachttiere zu unserem Nutzen
töten, freilich nicht unnötig quälen
wir dürfen andere Tiere bei unseren
Arbeiten als Hilfe verwenden, ohne
sie zu überbürden wir dürfen Haus
iiere zu unserer Freude halten. Je
der Mensch wird zugeben, daß wir
Fliegen, Läufe, Flöhe, Wanzen,
Mäuse, Ratten und alle schädlichen
und gefährlichen Tiere toten dürfen.
Wer aber fein Vergnügen daran hat,
auch diese Tiere zu zähmen oder sie
als Haustiere zu adoptieren, mag
auch das tun. Haustiere, wie Hunde
und Katzen, sind, namentlich auf dem
Lande, oft unentbehrliche Haustiere,
wegen ihres Nutzens, ihrer Treue und
Anhänglichkeit. In vielen Städten
sind sie zur Plage oder gar zur Ge
fahr geworden. Es gibt Städte, wie
z. B. Konstantinopel, wo seit undenk
lichen Zeiten die massenhaft in den
Straßen und auf Abfallstätten um
herlungernden Hunde eine wahre
Stadtplage bildeten. Das Stadtleben
hat sich heutzutage wegen des stets
zunehmenden Verkehrs und wegen
hygienischen Gründen nun einmal so
entwickelt, daß frei umherlaufende
Hunde und Katzeit ein Uebel gewor
den sind, weshalb auch in den mei
sten größeren Städten diesbezügliche
Verordnungen notwendig erscheinen.
Es bleibt aber jedem einzelnen Bür
ger überlassen, solche Tiere zu halten,
vorausgesetzt, daß sie nicht dem Nach
bar lästig oder schädlich werden. Wer
einen hübschen Grasplatz oder ein
kleines Blumengärtchen neben sei
item Hause sich anlegt, sieht gewiß
ungern, daß ihm regelmäßig das
Gras und die Blumenbeete zerstört
werden oder haß er von verschiedenen
Hunden in der Nachbarschaft angefal
len wird, wenn er feinen Fuß vor's
Haus setzt. Jeder gönnt hem Nach
barn seine Freude an einem Lieb
lingshund, kann sich aber hoch nicht
gefallen lassen, daß dieser Liebling
jeden Tag etliche Male den schön an
gelegten Grasplatz zerkratzt und hie
Blumenbeete in ein Trümmerfeld
verwandelt. Wenn auch in dieser Hin
sicht Nachbarlichkeit, Einsicht und
Rücksicht geübt wird, so können Men
ich en und auch Tiere friedlich zusam
menleben.
Wir sollten, wie Sie richtig bemer
ken, in der kalten Jahreszeit hen Tie
ren, hie über Winter bei uns bleiben,
besonhers die Vögel, mit Nahrung
unterstützen und ihnen hie Abfälle,
hie wir in den Mülleimer werfen, an
einem passenden Platz im Garten oder
im Hofe zuwerfen. In etlichen Ge
genheti, in Tyrol tmh in her Schweiz,
errichtet man aus Stroh einen Win-
tervvgel-VmM, fcetf man mit Brot
und Körner« anfüllt, um die hun
gernden Vögel zu füttern.
Die katholische presse
Wenn wir immer wieder auf dieses
Thema zurückkommen, so geschieht es
nicht wegen unfern Blättern allein,
es handelt sich um das Bestehen her
katholischen Kirche in den Ver. Staa
ten, wo die Presse eine solche Macht
geworden ist, deren schädlicher Einfluß
nur durch vereinte Kräfte vermindert
werden farm. Die täglichen Zeitun
gen üben durch ihren frassen Unglau
ben, hurch ihre Beschreibungen von
Mord und Selbstmord, durch ihre
Lüsternheit in den Anzeigen einen
traurigen Einfluß auf die kathclifche
Jugend aus. Leider herrscht bei einem
großen Teil selbst katholischer Leser
die falsche Ansicht, daß man ohne Ein
schränkung aller Druckschriften
selbst die schlechtesten, welche absicht
lich gegen die Religion und die
Grundlagen der Sittlichkeit arbeiten
lesen dürfe, ohne zu bedenken, daß
eine derartige Lektüre direkt verboten
ist. Wir wollen aber nicht allein mit
Nachdruck auf hiese falsche Ansicht
hinweisen, sondern auch betonen, haß
die Unterstützung der katholischen
Presse auch die Pflicht nach hen Ge
boten Gottes auferlegt daß man
prompt dafür bezahlt. Schlechte Zei
tungen erhält man nicht umsonst und
nur in unseren öffentlichen Bibliothe
ken kann man dieselben unentgeltlich
zur Lektüre einsehen. Aus hiesett
Gründen möchten wir unsere Leser
bitten, wenigstens zuerst die katholi
schen Zeitungen und Schriften zu un
terstützen, indem man sie regelmäßig
liest und dafür bezahlt ferner, daß
man die schlechte Presse aus dem ka
tholischen Hause fernhält und die so
genannten farblosen Magazine nicht
unterstützt. In einer solchen wichtigen
Angelegenheit entscheidet nicht her
Kostenpunkt, fondern hie Pflicht, haß
man das Böse meide und das Gute
tue und unterstütze.
Zum Schlüsse möchten wir beson
ders die Eltern bitten, recht ernstlich
die Lektüre ihrer Kinder zu überwa
chen und hauptsächlich vor den unsäg
lich dummen und vielfach geisttöten
den illustrierten nichtkatholischen
Schriften, Blattern und Sonntagsbei
lagen der größeren Blätter zu war
nen. Sorget doch in her Zeit für die
Reinheit und Charakterfestigkeit eu
rer Kinder, sonst folgt die Reue viel
zu spät.
Fsrm-Nundlchsu
Bon I. M. Sevenich, ehemali
ger Redakteur des ,Landmann'
i e A n s i e u n v o n V e
teranen auf dem Lande macht nur
geringe Fortschritte, weil es so wenig
Farmen zu verkaufen gibt. Dies be
zieht sich besonders auf die Staaten
Minnesota, Michigan und Wisconsin.
Von 1,680 Veteranen, welche sich um
Darlehen zum Ankauf von Farmen
bemühten, konnten nur 594 pasfenhe
Farmen finden.
A u e a n e w i a n
die deutschen Kriegsgefangenen dieses
Jahr vermissen, besonders während
der Erntezeit, denn die Gefangenen
sollen bis Ende Juli nach Deutschland
zurückgeschickt werden. Die Rücksen
dung soll am 1. April beginnen.
e n S i o u n i a n e n
auf her Sisseton-Reservation in Süd
Dakota soll mehr Land zugewiesen
werden. Von hen 308,000 Acres, has
ursprünglich den Indianern zufiel,
wurde alles bis auf 118,000 Acres
an Auswärtige oder weiße Ansiedler
verkauft. Der Rest des Landes wurde
unter hie Indianer verteilt und ver
erbt, so haß fünfundsiebzig Prozent
der „Farmen" zu klein sind, als daß
die Besitzer ihr Leben fristen könnten.
Eine Vorlage wurde eingereicht, die
das Departement des Innern ermäch
tigen soll, $250,000 für den Ankauf
von Land auszugeben.
A u s e i n e e i e u n s
Bericht ist ersichtlich, haß die AAA im
Jahre 1944-^Konfervierungszahlun
gen im Betrage von $3,846,816,000
an Farmer in achtundvierzig Staaten
machte. 3,463,449 Personen erhielten
$150 oder weniger. 336,582 erhiel
ten zwischen $200 und $500 42,141
erhielten zwischen $500 und $2,000
3,566 erhielten zwischen $2,000 und
$5,000, und 1,078 erhielten zwischen
$5,000 und $10,000.
S e i e i n n e s z w e i
ten Weltkrieges sind die Landpreise
in sechsunddreißig Staaten' der
Union mehr gestiegen als in dersel
ben Periode des ersten Weltkrieges,
wie der Bankiersverband berichtet.
Ob der Landboom sich auswirken wird
wie der erste, muß abgewartet wer
hen.
S e i e W i e e a u n a
me her Arbeit in den großen Schlacht
Häusern hat hie Zufuhr von Schwei-
Alpenkräuter
Wenn funktionale Hartleibigkeit an
dauert und Sie miserabel, nervo» und
irritiert fühlen nnd an deren Symp
tome leiden—Kopfschmerzen, üblem
Mundgerach, verstimmtem Magen,
Postamt.
1
80SLS
-i *Hjr-
9. Febmaaf
Yeu»
daanngastörung, Schlaf- nnd Appetit
losigkeit nnd Ihr Magen fühlt voll vom
Gase und Blähungen—besorgen Sie sick
Form's xeiterprobtea Alpenkränter#
Mehr als ein Abführmittel, es ist auch
eine Magentätigkeit anregende Medi
um, hergestellt aus 18 der Natur eige
nen medizinischen Wurzeln, Kräuter»
und Pflanzen. Alpenkräuter bringt
träge Därme *um Arbei»
ten und hilft, verhärteten
Abfall sanft und leicht
auszuscheiden, sowie die
durch Hartleibigkeit ver
larsachten Gase zu vertrei
ben und gibt
dem Magen dae
angenehme Ge
fühl von Wärme.
Wenn Sie die
Freuden glückli
cher Linderung
von Hartleibig
keit sbesch wer
den wieder wissen wollen und zur
selben Zeit Ihrem Magen guttun wol
len, besorgen Sie eich noch heute
Alpenkräuter. Vorsicht: Nar SB ge
brauchen wie angewiesen.
Felle Sie hl Ihrer Nachbarschaft
»sieht kaufen können, senden Sie für unser
Alpenkrä uter Etarohrungoangebot e»d
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Nnifc.
CO.
I Dept.
16—27?
St.,
Winnipeg, Man«, Can.
nen stark zugenommen. In Chicago
kamen an einet« Tage Schwei
ne an.
A u e n a e n i e s
Viele reparaturbedürftige Häuser,
Ställe, Scheunen und Schuppen, -so
daß die Farmer alles Bauholz, das
in den nächsten zwei Jahren Produ
ziert wird, allein brauchen könnten.
Es wird nun aber in Aussicht gestellt,
daß Äie Produktion Von Bauholz ver
mindert werden soll, wohl weil sich
die Kosten zu hoch gestalten. Die hohen
Arbeitslöhne stehen der Bautätigkeit
hindernd im Wege. Me ein Fach
mann erklärte, kann die Arbeit an so
Vielen Bauprojekten, daß sie zusam
men 3,000,000 Arbeiter beschäftigen
würden, infolge der Teuerung nicht
in Angriff genommen werden. Die
Kosten sind seit dem Jahre 1940 um
Volle fünfzig Prozent gestiegen.
W i e a e e e s
Landes, Me Eigentum oder Einkom
men haben, müssen bie Farmer heuer
tief in die Taschen greifen, um
Steuern zu bezahlen. Es ist wenig
Aussicht, daß die Steuern ermäßigt
werden im Gegenteil, man wird sich
nach neuen Quellen umsehen und viel
leicht dem Beispiel der Stadt Cleve
land folgen müssen. Toledo führte
eine Einkommensteuer von einem
Prozent ein und hofft, jährlich zwi
schen drei und vier Millionen Dol
lars „extra" einzunehmen.
New
Ne
SEED
New
Htrdy
GRAINS
FLAX
end
NortJi
GRASSES
ALFALFA
CLOVERS

-BUY-
FARIBAULT, MINN.
i

Fühle midi sehr
gutl Dank dem
I DB. PETER FAHRNEY
2501 Washington Blvd., Chicago II, m.
256 Stanley
Northern
HYBRID
SEED
CORN
Northern
SEBAGO
POTATOES
MASTER FARMER SEEDS
Known for dependability throughout 56 yeers
If you want to know what's new—whit's
profitable to grow or how to grow it, consult
tin Farmer Seed Annual. If you want the
nvwest fruits, berries, vegetables, or flowers,
windbreak, or landscape planting, the Formpf
Snä Annual has the ant wer. It's free
p.i i to buy from the growers. Write ...
FARMER SEED NURSERY CO.

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