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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, October 05, 1946, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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Wie der Vuschpsarrer
die 2Veit ansieht, und
was er erschaute, als
er unter die
Propheten ging
(Fortsetzung)
Rußland
Man mufe das russische Volk ken
nen. Aeußerst gutmütig, wenig an
spruchsvoll, an harte Arbeit gewöhnt,
sind sie (die Russen) jahrhundertelang
unter der Knute der großen Land
besitzet gehalten worden. Manche wa
ten schlimmer gehalten als Sklaven.
Da das Volk im großen und ganzen
wenig zur Selbständigkeit erzogen
wurde, eignet es sich wohl zum Her
denmenschen, wie es der Kommunis
mus will.
Tie russische Kirche, die durch alle
Jahrhunderte hindurch im Dienste des
Staates stand, betrachtete letztere als
ein Aufsichtsorgan, die sein Tun und
Handeln leitete nnd beaufsichtigte,
das die Höhergestellten nicht zu Scha
ben kämen. Seine religiösen Handlun
gen bewegten sich vielfach in Aeußer
Iichfeilen. Die Religion hatte wenig
Einfluß auf sein inneres Leben. Sei
tt€ Priester, wenig gebildet, verstan
den es selten, das innere Leben des
gemeinen Mannes nachhaltig zu be
einflussen.
Dabei ist der Russe tief religiös
veranlagt. Von Natur aus neigt er
zum Grübeln und Sinnieren. Was
er durch solches Grübeln als religiöse
Wahrheit sich in seinem Hirne zurecht
legt verteidigt er mit einem Fanatis
mus, der einer besseren Sache würdig
wäre Tod und Marter kann ihn von
einer einmal gefaßten Meinung nicht
abbringen. Er ist ein geborener Fana
tiker. Das bezeugen die vielen Sek
ten und die blutigen Verfolgungen
derselben in der Geschichte Rußlands.
Das wissen auch die kommunistischen
Führer.
Eine Ideologie
Vor dem Kriege suchten die Frei
denker und Gottesleugner ihre An
hänger imter den oberen Klassen. Jetzt
richten sie sich mit allem Eifer und
mit gewaltigen Erfolgen an die Ar
beiter. Sie haben es wohl erkannt,
daß die Massen in der Zeit des all
gemeinen Wahlrechtes den Ausschlag
geben werden. Darum der gewaltige
Eiser, dem arbeitenden Volke die Re
ligion zu nehmen und die armen Leu
te mit ihren gottlosen Ansichten zu
durchdringen.
Ist der Russe für den Kommunis
mus gewonnen, wird er mit fanati
schem Eifer daran festhalten. In sei
nem Fanatismus wird er sich nicht
durch die Grenzpfähle des eigenen
Landes aufhalten lassen. In der Mit
te zwischen Asien und Europa gelegen,
mag er von dorther leicht die ganze
Welt überschwemmen.
Freidenkertlmi, Liberalismus, Ka-
Bewohner von Nürnberg in Deutschland suchen
in einem Militärabfallhaufen nach Nahrung
1
f.
1
pitalismus und Sozialismus haben
ihm vorgearbeitet und überall die
Bahn freigemacht. Einmal losgelas
sen, wird der Kommunismus in der
entchristlichten und entsittlichten Welt
leichtes Spiel haben.
Das erkennen auch die Großen.
Sent Kapitalismus schlottern vor
Angst die Kniee. Er setzt alles daran,
die Gefahr von seinem Bankguthaben
abzuwenden. Ga^zu widerlich sind die
Sprünge, die mun macht, den Kom
munismus fernzuhalten. Geradezu
lächerlich sind die Mittel, die man
gegen ihn ausbietet.
UeberaÖ wittert man Kommuni
sten. Kann der amerikanische Farmer
seinen Weizen nicht verkaufen, so sind
die Russen daran schuld. Wehren sich
die Arbeiter irgendwo in der Welt
gegen Bedrückungen und Ungerechtig
keit, müssen Kommunisten dahinter
stecken. Haben die Mächte irgendwo
Schwierigkeiten mit den Völkern, de
nen sie ihre Freiheit genommen und
die sich nach allen Regeln ausbeuten,
sind die Kommunisten schuld. Selbst
religiöse Unruhen auf den Philippi
nen haben die Kommunisten verur
sacht. Dürre und Ueberschwemmun
gen, Hunger und Arbeitslosigkeit,
Mord und Diebstahl, hinter allem
sucht man Kommunisten. Dabei hat
man die Grenzen luftdicht abgeschlos
sen, daß kein Kommunist unbesehen
ins Land kommen kann.
Solche Torheit! Dadurch hält man
nur die ehrlichen Leute fern. Lumpen
und Banditen. Kommunisten und der
Ißi Leute lassen sich nicht durch Sol
daten und Papierbarrikaden, auch
nicht durch die Tintenspritzer der Zei
tungsschreiber aus einem Lande fern
halten. Ideen gehen über die Grenz
pfähle hinweg. Ungehindert über
schreiten sie Flüsse und Meere.
Die fernzuhalten, gibt es nur ein
einziges Mittel: Rückkehr zu den Zehn
Geboten. Große und Kleine, Kapita
listen und Arbeiter, Gelehrte und Un
9 et ehrte müssen wieder den Katechis
mus zur Hand nehmen, die Zehn Ge
bote lernen, und danach ihr ganzes
Leben einrichten.
Da man das nicht will, wird das
Verhängnis seinen Lauf nehmen. Ich
fürchte, es werden schwere Tage über
die Menschen kommen. Die Greuel
des Weltkrieges waren nur die Vor
läufer. Tie Menschheit muß sich er
neuern. Das geschieht durch die Rück
kehr zu Gott, andernfalls durch Blut
und Greuel, wie der Herr sie für die
letzten Zeiten borhergesagt hat.
(hidJumfi
Bo« Prof. I. M. S
Redakteur des ,Waise»fre»ad'
Frau B. N., Neb.—
Aus durchaus zuverlässigen Nach
richten und von amerikanischen Sol
daten. welche Therese Neumann be
sucht haben, erfährt man, daß sie seit
dem Ende des Krieges in Verhältnis
mäßig guten Verhältnissen in ihrem
hat bereits 70 Millionen Dollars an Unterstützungen in 47 Ländern zur Verteilung gebracht. Nun
mehr braucht man Ihre Hilfe für die unschuldigen Opfer in Deutschland.
wird sofort auf raschem Wege diesen hilfosen Opfern Lebensmittel und Unterstützung zukommen
lassen.
Bitte, schicken Sie Ihre Gabe noch heute.
War Relief Services-National Cath. Weifare Conference
Spenden an War Relief Servicea—NCWC kfrmtn bei der Einkommensteuer in Abzug gebracht werdttt.
'MMtHMIMilf.......**.
O. W., Ha.
4Sf„.
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T&*
Jeder Mensch sollte wenigstens die
allernotwendigsten Kenntnisse von
seiner Körperbeschaffenheit haben, um
in gesunden und kranken Tagen die
richtige Behandlung anwenden zu
können. Im menschlichen Körper fin
det ein beständiger Stoffwechsel statt,
es werden täglich verschiedene Be
standteile verbraucht und ausgeschie
den. Es müssen daher beständig neue
zugeführt werden durch die Nahrung.
Ter wichtigste Bestandteil unserer
Nahrung ist Eiweiß. Es bildet neben
dem Wasser den Hauptbestandteil un
serer Muskeln. Tie Eiweißstoffe sind
ftockstoffhaltige Nahrungsmittel. Der
Stockstoff bildet im Körper das
Fleischgcwebe. den wichtigsten Teil im
Körper. Jede Arbeit verursacht Ver
lust an Eiweiß. Taraus folgt für den
Menschen die Notwendigfeit eiweiß
haltige, stickstoffhaltige Nahrung in
sich aufzunehmen. Doch von Eiweiß
stoffen allein kann der Mensch nicht
leben er braucht auch Pflanzenstoffe,
die man Kohlenhydrate nennt, und
Fettstoffe, die beide stickstoffreie Nah
run gemittel sind. Endlich müssen der
menschlichen Nahrung auch Salze bei
gefügt werden. Diese finden sich, au
ßer in Fischen, in den gewöhnlichen
Nahrungsmitteln in sehr kleinen
Mengen. Sie werden darum durchs
Kochfalz ergänzt. Es ist llnsinn
und Ignoranz, zu behaupten, Salz
und Gewürze seien überflüssig und
vielleicht gar schädlich, sonst hätte un
ser Herrgott sie gleich in die Speisen
und Nahrungsmittel hnteingefchaffen.
Gott hat dem Menschen Verstand ge
geben und Er will, daß dieser ihn da
zu gebrauche, die Dinge in der richti
gen und besten Art und Weise zu ver
wenden. Deshalb sollen Salz und an
dere Gewürze sehr mäßig gebraucht
werden, sonst schaden sie mehr als sie
HUNGER
SITZT AN EINEM LEEREN
TISCHE
Tag für Tag geben in Deutschland infolge der
mörderischen Wirkung der Unterernährung im
mer mehr und mehr unschuldige Kinder eines»
langsamen Tode entgegen.
Viele von ihnen werden gar nie alt genug wer
den, um etwas anderes als Hunger, Krankheit und
Tod kennenzulernen. Die christliche Caritas ruft
nach Ihrer Hilfe!
HELFEN SIE IHNEN
JETZT!
»WIM
ar'wro.
1
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x"' ti
JgA je&ibyv w
OHIO WAISEN FREUND
alten Heimatort lebt. Am vergange?
nen 2. April waren es zwanzig Iah
re seit die Stigmatisation begonnen.
Die Amerikaner, in deren Besatzungs
zone Konnersreuth liegt, haben das
elterliche Haus unter Bewachung ge
stellt. Im vergangenen Jahre haben
sehr zahlreiche amerikanische Offiziere
und Soldaten über siebentausend
.c Stigmatisierte besucht. Die
amaifanifche Öffentlichkeit bezeugt
fehr großes Interesse für sie, bereits
sind Korrespondenten großer Zei
tungskonzente in Konnersreuth gewe
sen. Die amerikanischen Katholiken
nehmen an ihrem Wohlergehen beson
deren Anteil. Auf Grund von Nach
richten, die von Pfarrer Naber und
einer Anzahl zuverlässiger Zeugen ge
gdben wurden, steht fest, daß das all
wöchentliche Sühneleben bei Therese
Neumann weiter regelmäßig eintritt.
Ihr Gesundheitszustand ist ein rela
tiv guter und die im dritten Kriegs
jahr von nationalsozialistischer Seite
ausgegebene Todesmeldung war ein
Ablenkungsversuch gegenüber der
Cef entlich
feit. Die großen Passions
ekstasen erleidet sie in alter Weise,
doch treten diese nur mehr an unge
fähr dreißig Freitagen des Jahres
ein. Auch an ihrem Zustand der Nah
rungslosigkeit hat sich nichts geän
dert
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3 A/ Al-V*1 *y
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«nützen. Zu den wichtigsten Chemi
kalien, die unser Organismus benö
tigt. um gesund und widerstandskräf
tig zu bleiben, gehören Jod (Jodine),
Magnesium, Mangan, Phosphor und
Schwefel (Sulphur). Jod stimuliert
die verschiedenen Drüsen (Glands),
die so lebenswichtig sind. Wir müssen
deshalb Speisen genießen, welche viel
Jod enthalten, wie Lebertran (Cod
Liver Oil), Artischocken, Austern
(Clonts), Knoblauch, Hummer (Lob
ster), grüne Trauben und eßbare
schwämme. Magnesium macht die
Muskeln, Gewebe und Nerven elasti
scher, stimuliert die Eingeweide und
neutralisiert die vom Körper produ
zierten Gifte. Zu den besten magne
jiumhaltigen Nahrungsmitteln gehö
ren Drangen, Grapefruit, Zitronen
(Lemons) und Ananas (Pineapple).
Mangan (Manganese) vertreibt Säu
re und Rheumatismus. Man esse vor
züglich Walnüsse, Kastanien, Man
Dein (Almonds). Schnittlauch, Peter
silie und Pfefferminzblätter. Phos
phor ist erforderlich unwesentlich für
die geistigen Funktionen des Körpers.
Jedesmal, wenn wir denken oder stu
dieren, verbrauchen wir Phosphor. Es
findet sich Phosphor vor im rohen
Eidotter, in Gerste (Barley), Weizen
klee, Rotkraut, Austern, Linsen, Ha
fer. Roggen (Rye) und roher Milch.
Ein vorzügliches Getränk für Nerven
schwache kann man herstellen, indem
man Eidotter in Fruchtsaft oder Milch
zerschlägt. Schwefelhaltige Nahrungs
mittel wirken äußerst wohltuend auf
Leber und Galle und auf den Haar
wuchs. Reich an Schwefel sind: alle
Kohlarten, getrocknete Feigen, gelbe
Rüben, Spinat, Zwiebeln, Aepfel,
Meerrettich und Stachelbeeren. Alle
diese Nahrungsmittel sind roh gesün
der als gekocht. Wenn eines der ge
nannten Chemikalien unserem Kör
per fehlt oder in nicht genügender
Menge vorhanden ist, erkrankt der
Körper. Auch ein Ueberfluß dieser
Chemikalien führt zu Gesundheitsstö
rungen. Deshalb sollte man stets mit
den Speisen abwechseln.
Sobald der erste Frost bevorsteht,
sollte man die über Sommer im Gar
ten stehenden Winterpflanzen um
topfen. Besser noch ist es, dies jetzt
zu tun, damit sie noch im Garten die
direkten Sonnenstrahlen erhalten. Je
den falls sollte die dazu zu verwen
dende Erde gemischt werden. Allem
künstlichen Dünger ist Schafmist vor
zuziehen. Man mischt etwa ein Drit
tel davon mit guter Gartenerde. Die
Größe des Topfes muß dent Umfang
der Pflanzenwurzel angemessen sein.
Nur die gesunden Wurzeln werden an
der Pflanze gelassen, alle faulen Tei
le werden entfernt. Als unterste
Schchit legt man in die Töpse Scher
ben, zerkleinerte Ziegelstückchen oder
dergleichen. Darüber legt man eine
dünne Schicht faserige Wurzelteile,
damit die Erdmenge sich nicht zu
schnell zwischen das durchlassende Ma
terial setzt und den Wasserabzug ver
hindert. Ist der Wurzelballen sest an»
gedrückt und der Topf mit Erde ge
füllt, so wird er mehrmals begossen,
bis das Wasser unten abläuft, hierauf
die Blätter bespritzt und der Topf an
vi item vorerst schattigen, aber zuglnft
u t'icn Ort aufgestellt. In zehn bis
vierzehn Tagen erholen sich die Pflan
uiit, die während dieser Zeit ganz we
Ii ij begossen, sondern nur bespritzt
morden. Eine gute Blumentopf
vrbe sollte so vielerlei nahrhafte Erd
orten enthalten als möglich, und um
den besten Erfolg mit Zimmerpflan
zen zu haben, sollte die Erde öfter,
wenigstens zweimal jährlich, erneuert
werden. Gute Mischungen sind: Ver
modertes Laubwerk, etwas Lehm und
^and und etwaige vorhandene gute
(Gartenerde (Humus). Die sogenann
te Moos-Methode, mit der man bei
gewissen Pflanzen und Stecklingen
gute Erfolge erzielen kann, besteht in
folgendem: Man nehme gewöhnliches
Moos und trockne es in einem geheiz
ten Zimmer so lange, bis man es zwi
schen den Händen zu Pulver zerrei
ben kann. Man hüte sich aber, das
Moos auf dem Ofen zu trocknen, denn
dadurch wird es zu sehr gedorrt und
verliert eine der notwendigsten und
nützlichsten Eigenschaften, die Elastizi
tat. Die besondere Eigenschaft dieses
Moospulvers besteht darin, daß es
jede Erde, der es beigemischt wird,
elastisch macht. Eine damit Bereitete
Erde wird nie hart werden und ver
faulen, wie dies so häufig bei Topf
pflanzen geschieht. Jede Moosbeigabe
sichert das Durchsickern des Wassers.
Begonien kann man in fast reinem
Moos ziehen, sie wachsen darin so
gut, als ob ihnen überhaupt nichts
anderes gehöre. Fügt man Moos ei
ner Rasenerde bei, so gibt diese Mi
schung einen Boden, in dem fast alle
Warmhauspflanzen üppig gedeihen.
Dann hat dieses Pulver noch die nicht
zu verachtende Eigenschaft, daß es ei
ne große ausdauernde nährende Ei
genschaft besitzt. Versuche haben sogar
ergeben, daß viele Pflanzen in rei
nem Moos wachsen. Es mag die all
gemeine Regel gelten, daß man für
schnelles Wachstum eine größere Men
ge nimmt, dagegen für ausdauernde
Pflanzen eine geringere Menge ge
nügt. Moospulver ist imstande, dem
Blumenfreund die so schwer erhält
liche Torfmoorerde vollständig zu er-
vt
W»,
/\V'
W"
-—F. W. St., N. I.—
Ihrem Wunsche gemäß Bringen
wir das auch von andern katholischen
deutschen Zeitungen veröffentlichte,
dem Katholischen Zentralbüro in
Augsburg entnommene schöne Gebet
des Hl. Vaters:
Gott
mache aus mir ein Werkzeug
des Friedens
Gib, daß da, wo der Haß wyhnt,
ich das Verzeihen Bringe,
wo die Zwietracht trennt,
ich zur Eintracht Binde,
wo der Irrtum herrscht,
ich die Wahrheit künde,
wo der Zweifel umgeht,
ich den GlauBen wecke,
wo Verzweiflung lähmt,
ich die Hoffnung belebe,
wo Trauer niederdrückt,
ich die Freude hoch erhebe.
Herr, gib mir die Gnade,
daß ich nicht suche
von andern getröstet zu Werden,
sondern sie tröste,
daß ich nicht suche
verstanden zu werden,
sondern mich mühe,
die anderen zu verstehen!
daß ich nicht suche
geliebt zu werden,
sondern von Herzen
die anderen liebe.
Denn, indem wir geben,
empfangen wir,
indem wir uns bergefföt,
finden wir uns.
Indern wir verzeihen,
wird uns verziehen,
indem wir gottergeben sterben,.
ziehen wir ein in das
etoig selige Leben
mit Dir!
Bon I. M. S e v e n i ch, ehemali
ger Redakteur des ,Landmann'
e s e i s o s e n e i o e
wird man sich noch lange erinnern.
Der Kampf gegen die OPA hat allen
Ernstes begonnen. Die Herren in
Washington reagierten nicht auf die
Bittgesuche, und der Wirrwarr im
ganzen Lande ließ sie kalt und stei
nern. Am 8. Oktober werden die
Herren der Beef-Jndustrie dem Acker
Bausekretär Anderson ihre Petition
zur Aufhebung der Preiskontrolle
unterbreiten. Weist er dieselbe ab,
dann wollen sie sich an die Preis
Dekontrollbehorde wenden, welche das
letzte Wort zu reden hat. Die Schwei
ne- und ^chaffleischindustrieen geden
ken dem Beispiel der Beef «Industrie
»u folgen.
W i e v e a u e w i e
Höchst- oder Deckpreis für Soyboh
nen demnächst erhöht. Gleichzeitig
wird der Preis für Soybohnenöl,
Baumwollsamenöl, Erdnußöl und
Maisöl wahrscheinlich auf $1.75 pro
Pfund erhöht werden.
I o n a A u u s u r
den im ganzen Lande 10,834 Millio
nen Pfund Milch erzeugt, etwa zwei
Prozent weniger als letztes Jahr im
August. Im Staate Wisconsin wurden
trotz schlechter Viehweide im August
1,357 Millionen Pfund Milch erzeugt
fünfzehn Millionen Pfund mehr
als im August 1945 und zweihun
dertvierunddreißig Millionen Pfund
über dem Durchschnitt des Jahrzehn
tes 1935—1944. Der Preis für
Milchkühe stieg in Wisconsin weitere
zwei Prozent. Es wurden dieses Jahr
in Wisconsin rund vier Prozent, oder
rund dreißigtausend, weniger Tur
keys gezüchtet als letztes Jahr. Be
richte aus anderen Staaten liegen
nicht vor.
S e i e o e n S i e
gestage {V-Day) ist ein Jahr ver
gangen, jedoch stehen noch sechzig Pro
zent der Wirtschaft unter der Preis
kontrolle. Unter den dekontrollierten
Hauptprodukten befinden sich Maschi
nen, Tabak und Molkereiprodukte.
Die OPA hat eine säst vollständige
Kontrolle über Resrigeratoren,
StauBsauger, Kleider und Automo
bile. Zwanzig Prozent der noch unter
Kontrolle stehenden Produkte sollen
bis zum 1. Januar dekontrolliert wer­
•^vStiv
V
1
Wi, F,"'f,,*•«•')*•
_^V vr
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fetzen. Die magerste und schlechteste
Erde kann dadurch zu einer allgemein
brauchbaren für Topferde gemacht
werden. Echte Topferde ist heutzutage
fast bei jedem Blumenhändler (Flo
rist) zu haben. Eine vorzügliche
Blumenerde ist Walderde, die man im
Walde zwischen Baumwurzeln findet,
da dieselbe meist verwittertes Laub
enthält. Wenn man dieselbe mit et
was Sand vermengt, erhält man eine
ausgezeichnete Blumenerde für Topf
pflanzen. Man stelle im Winter die
Blumen an einen nicht zu warmen
Ort, wo sie möglichst viel Licht erhal
ten, und halte die Zimmerluft feucht,
was am besten dadurch erreicht wird,
daß man ein großes, breites Gefäß
mit Waffer gefüllt unter den Blumen
tisch stellt. Farne (Ferns) bestäube
man täglich, damit die Blätterspitzen
nicht verdorren.
1
S. Oktober
den. Voraussichtlich wirb die Preis
kontrolle für Baumaterial und Auto
mobile, sowie für Hausmiete, nach
dem 30. Juni 1947 noch beibehalten
werden, vorausgefetzt, daß die No-'
vemberwahl nidtt den Kongretz „um*.,
stimmt".
.....
V
s i e n u a n et*
klärte dieser Tage, daß die amerika
nische Volk die Nahrungskonservation
fortfetzen muß, nachdem die UNRRA
ihre Hilfeleistungen nach dem 31. De.
zember einstellen wird. Die Liefe
rungszeit für den Fernosten läuft drei
Monate später ab. Der Präsident Be
richtete, daß die UNRRA in den letz
ten zwei Jahren 9,140,614 Tonnen
Nahrungsmittel (Kleider, Arzneimit
tel u. drgl.) im Gesamtwert von $1,
154,072,000 in Europa und Asten
verteilte. In anderen Erdteilen, re
spektwe Ländern, wurden 12,766,975'
Tonnen im Wert von $1,707,149,
000 verteilt. Aus Berichten ergibt
sich, daß Oesterreich, China, Albanien,
die Tschechoslowakei, Griechenland,
Italien, Polen, Jugoslawien und
Teile von Rußland die meiste Unter
stützung erhielten.
i e e a e e i e
Erhöhung der Frachtraten dauert an.
Fachleute weisen darauf hin, daß eilte
solche Erhöhung die Fleischpreise er
höhen würde, und daß es nötig wäre,
die OPA-Preise demgemäß zu revi
dieren. Tie Fracht für hundert Pfund
Frisch von Chicago nach Washington
würde um zwanzig Cents, von acht
zig Cents auf $1, steigen, dazu kämen
noch etwa fünf Cents für Mehrkosten
des Kühlens.
A u s i n o n Ja., w i
berichtet, daß die Firma Swift &
Compaily beabsichtigt, dort ein mo
dernes Schlachthaus zu errichten. Es
wurden für diesen Zweck bereits acht
unddreißig Acres Land erworben. Im
neuen Schlachthaus soll meistens
Rindvieh geschlachtet werden. Das
spart die Fracht nach Chicago und
mag den Streiks, unter denen die
Fleischindustrie schwer zu leiden hatte,
einen Dämpfer aufsetzen.
e n i e n o i
chen ausländischen Berichten ist fol
gendes zu entnehmen: Zwischen Eng
land und Argentinien wurde Mitte
September ein Vertrag abgeschlossen.
Es handelt sich hauptsächlich um
Fleisch, von dem England eine große
Menge aus Argentinien beziehen
wird. Belgische Bauern fahren fort,
alte Kühe abzuschaffen, weil es an
Futter fehlt und sich die Tiere nicht
mehr rentieren. Die erwartete er
höhte Produktion von Molkereipro
duften ist nicht eingetroffen. Frank
reich und die Türkei haben einen
Handelsvertrag abgeschlossen. Frank
reich wird Fertigwaren gegen Tabak.
Oelsämereien, gedörrtes Obst und Ge
müse, Gerberei-Extrakte, Häute, Zie
genwolle und Hanf eintauschen.
Frankreich erzielte eine ziemlich gute
Ernte, wird aber bedeutende Mengen
von Nahrungsmitteln einführen müs
sen. In Guatamala, Süd-AmerikO,
wurde die Kornernte erheblich durch
anhaltende Dürre geschmälert. Die
Flachssamenproduktion aller Länder
wird heuer auf 132,300,000 Bushels
geschätzt zwei Prozent weniger als
letztes Jahr erzielt wurde. In Euro
pa wird der Ertrag dem letzijährigen
ungefähr gleichkommen. Kanadas
Flachsernte wird auf 8,700,000 Bu
shels geschätzt und ist die geringste seit
dem Jahre 1942. In Nord-Amerika,
Asien und Afrika wurde weniger
Flachsfamen erzielt. Die diesjährige
Kartoffelernte aller Länder wird auf
7,283 Millionen Bushels geschätzt, ge
gen 6,454 Millionen Bushels im ver*.
gangenen Jahr. Obwohl die Kartof
felernte dreizehn Prozent größer ist
als die letztjährige, fo ist sie dennoch
unter dem Durchschnitt der Periode
1935—1939, als sich der Ertrag auf
8,127 Millionen Bushels belief. Die
europäische Kartoffelernte wird auf
4,462 Millionen Bushels geschätzt, ge
gen 3,874 Millionen Bushels im ver
gangenen Jahr und 5,340 Millionen
Bushels in der Vorkriegszeit. Die
Reisernte aller Länder stellt 6,300
Millionen Bushels in Aussicht. Groß
wie die Reis ernte erscheinen mag, ist
sie ungefähr zehn Prozent geringer
als in der Vorkriegszeit durchschnitt
lich erzielt wurde. In Kanada war
die diesjährige Weizenfläche rund
2,500,000 Acres größer als die letzt
jährige der Ertrag wird aus durch
schnittlich siebzehn Bushels vom Acre
geschätzt. In der Provinz Ontario
wurden dieses Jahr 16,900,000 Bü
shels Weizen, meistens Winterweizen,
produziert. Kuba leitete Schritte ein,
um den UeBerschuß an Blättertabak zu
kaufen, die Arbeiter in TaBakfobrifeti
zu unterstützen und die Tabakindustr!?
zu fördern. Das Geld für solche Suh.
sidienzahlungen soll aus einer erhöh
ten Zigarettensteuer erzielt werden.
Die Einnahmen aus dieser Steuer
quelle werden auf zirka vier Mill is
nen Dollars im Jahr veranschlagt.
Brasiliens Baumwollernte wird auf
1,160,000 Ballen (je vierhundertachh
undsiebzig Pfund) geschätzt die ejfr
sten Schätzungen lautete aus 1,450,»
000
bis 1,600,000 Ballen. Letztes
Jahr wurden 1,146,000 Balls»
Baumwolle erzielt. Argentiniens
Weizenfläche wird auf 16,158,000
Acres geschätzt dreizehneinhaK
Prozent mehr als letztes Jahr.
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Bo» 0 chw. B. 815
V s a e
War Relief Services—National Catholic Welfare Conference
GERMAN RELIEF COMMITTEE
350 Fifth Avenue, New York 1, N. Y.
Gentlemen:
War Relief Services-National Cath. Welfare Conference
Enclosed je Kontribution of $ for relief of needy civilians in Germa*j
NAME
........... .......f"
Frau I. R., Mo.
6 e e s I V a U
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