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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, March 15, 1947, Ausgabe der 'Wanderer', Image 4

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Dieses Wochenblatt erscheint seit
dem Jahre 1873 regelmäßig jeden
Samstag und wird herausgegeben
zum Besten des Päpstlichen Kolle
gium Josephinum der hl. Kongrega
tion der Propaganda in Columbus,
dessen Zweck die Heranbildung beut
scher Priesterzöglinge für die 93er.
Staaten ist. Diese Anstalt ist Haupt
sächlich angewiesen auf die Einkünfte
dieses Biattes und die Geschenke sei
ner Leser.
Sonntag, 16. Marz: Vierter Fasten
s o n n a E v a n e i u
Wunderbare Brotvermehrung
(Ioh. 6).
Montag, 17. März: Patrizius.
Dienstag, 18. Miirz: Anselmus.
i w o 1 0 a z
s e
Donnerstag, 20. März: Alexandra.
Freitag, 21. März: Benedikt.
Samstag, 22. März: Deogratias.
Quittung für fromme
Gabe» zugunsten unfern
StUbCMEll
,J
Das Bnch, das Sie lesen müsse«!
O o S a e
Deutschlands
Erneuerung
Der Weg zur Rettung Europas
und des Weltfriedens
S o e e n e s i e n e n
Preis $1.50, einschließlich Por
to. Zu beziehen (unter Einsendung
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M. B. T.
In nächstwöcknger Nummer werden
unsere Leser die Gründung einer
neuen Freistelle zu Ehren 11. X?. Frau
von Fatima finden. Ein Anfangsbei
trag Dott dreitausend Dollar ($3,000)
ist von einem Alumnus des Hosephi
nums eingesandt worden.
Bei ber Eröffnung unserer Presse
kampagne trat Schreiber dieses, der
Schatzmeister, an die Studenten her
an mit der Herausforderung, er wer
de die für jeden Studenten festgesetzte
Tnzabl von zwölf neuen Abonnenten
erreichen. Bis jetzt ist schon ein guter
Erfolg zu verzeichnen, denn bereits
acht neue Leser sind gewonnen wor
den. Eine meiner Methoden ist aus
folgendem Abschnitt ersichtlich:
Werden unsere Leser mir den Ge
fallen erweisen, etliche neue Lefer für
den ,Ohio-Waifenfreund' mir persön
lich zuzusenden?
Es mag dies als eine unbillige
Mitbewerbung erscheinen, aber sie
bringt Erfolg.
Dutzende von Verkäufern über
schwemmen alle Anstalten, einschließ
lich des Josephinums, und alle rüh
men ihre Waren als die besten. Ob
man ihre Ware nun braucht ober
nicht, sie bestehen darauf, das man
eine große Torheit begeht, wenn man
nicht kauft, was sie anbieten.
Ein Verkäufer hat nicht immer gu
tes Glück. Er versucht sein Bestes, um
in anständiger Weise sein Brot zu
verdienen. In den meisten Fällen ist
alle seine Ueberredungskunst verlo
reit. Selbstverständlich kann aber keine
Anstalt allen Verkäufern, die vorspre
che», Brot und Butter versorgen.
Obwohl eine verschwindend kleine
Anzahl, etwa ein halbes Prozent, die
fer Verkäufer bei uns etwas erreicht
hat, so hat die gegenwärtige Presse
kampagne eine neue Technik wachge
rufen, nach welcher man diese Reise
onkel los wird.
Drehen wir nun die Geschichte um
und sucht euren Freunden, Nachbarn
und Verwandten zu beweisen, daß sie
unbedingt nicht ohne den ,Ohio-Wai
senfreund^ oder unsere ,Josephinum
Review' fertig werden können ohne
große»: Verlust. Das wird glänzende
Erfolge zeitigen. Entweder werden sie
sich schnell davonmachen oder die Zei
tung bestellen als neuer Leser.
Todesanzeige«
Frau I. W. Sense, gestorben in
St. Louis, Mo. Sie hinterläßt ihren
Gatten, zwei Söhne: Hochw. Edmund
Sense, Alumnus des Josephinum,
und Hochw. Joseph Sense, und zwei
Töchter.
Stimme des Volkes
für das Josephiimm
Anbei senden wir Ihnen eine Gabe
von $5 zur laufenden Freistelle zum
Tank für die Erhörung in einem zeit
lichen Anliegen.
Ungen. aus W.
Einliegend $10 zu Ehren des Hl'
sten Herzens Jesu, der Mutter vom
Guten Rate und des hl. Antonius.
Meine Bitte ist erhört worden.
Leser aus Pa.
Einliegende Gabe von $7 hatte ich
versprochen, wenn meine Bitte erhört
würde. Sie wurde, Gott sei Dank
erhört.
Leser aus Mich.
^ßdanhiit
tu Erinnerungen
Son Äen. 9r. &»ettgef
(Nr. 26)
(Fortsetzung)
Nach dem Tode des Kaisers Maxi
milian I. stellte sich Heinrich neben die
Könige Franz I. von Frankreich und
Karl V. von Spanien als Bewerber
um die Kaiserkrone. Ten König Hein
rich VIII. stachelte der Ehrgeiz, Kai
ser zu werden Tabei wirkte insbeson
dere noch der Kardinal Wolsey, der
sich der Hoffnung hingab, daß, wenn
Heinrich Kaiser würde, er durch den
Kaiser selbst Papst werden könnte.
Toch beider Pläne schlugen fehl, denn
zum Nachfolger Maximilians wurde
dessen Enkel Karl V. und an Stelle
des Papstes Leo X. der Niederländer
Hadrian VI. erwählt..
Wie Heinrich während der Kämpfe
zwischen Frankreich und dem Hause
Habsburg seinen Einfluß bald nach
dieser, bal dnach jener Seite hin gel
tend zu machen suchte und in die poli
tischen Verhältnisse seiner Zeit tätig
eingriff, so trat er auch auf dem theo
logischen Schauplatz als Kämpfer auf.
Luther hatte kaum begonnen, durch
feine kühne Opposition gegen die alte
Kirche seinen Namen im Abendlande
bekannt zu machen, als Heinrich so
gleich entschieden gegen ihn Partei
ergriff. Er forderte nicht nur (im Mai
1521) den Kaiser Karl V. und den
Kurfürsten von der Pfalz auf, Luther
und seine abscheuliche Lehre von der
Erde zu^vertilgen, sondern ließ auch
dessen Schriften in Gegenwart des
Volkes verbrennen und alle Verbote
nen Bücher unter Androhung strenger
Strafen abliefern. Zuletzt entschloß er
sich, mit dem deutschen Mönch Martin
Luther sich in theologischem Streit zu
messen.
Tie hohe Gunst, welche Kardinal
Wolsey genoß, hatte er besonders auch
dem Umstände zu verdanken, daß er
mit dem König auf dessen Lieblings
schriftsteller, den hl. Thomas von
Aquin, jnit großer Meisterschaft ein
ging. Schon aus Klugheit wurde
Heinrich von feinem Günstling, wel
chiT_ als Legat nach und nach alle
päpstlichen Rechte in seiner Hand zu
vereinigen gewußt hatte, in der streng
kirchlichen Richtung gehalten und be^
stärkt. Er verfaßte nun gegen Sui»
tlur, welcher in der Schrift von der
babylonischen Gefangenschast die Sie
benzahl der Sakramente angegriffen
hatte, eine Verteidigung der letzteren
in seiner „Assertio Septem Sacra-«
mentorum", in welcher er die Widers
sprüche Luthers nachwies.
Obwohl Heinrich sich für einen der
tüchtigsten Theologen seiner Zeit hielt,
so hatte er doch die genannte Schrift
zuvor dem Kardinal Wolsey, dem Bi
schof Fisher von Rochester und beson
ders dem gelehrten Thomas Morus
zur Durchsicht und Verbesserung un
terbreitet. Tem Papste durch den De
chanten Clarke von Windsor überge
ben, wurde dieselbe mit Bewunderung'
aufgenommen. Allein, dem königlichen
Gottesgelehrten genügte es nicht, in
Rom mit den Kirchenlehrern Augustin
und Gregor verglichen zu werden. Ta
der ihm von Papst Julius II. nicht
bloß versprochene, sondern insgeheim
verliehene Titel eines „allerchristlich
sten Königs" ihm von seinem Nachfol
9er Leo A\ nicht übertrageil wurde,
so wurde er auf seine Bitte durch eine
förmliche Bulle mit dem Titel eines
„Tefensor Fidei" beehrt. Tiefer Ti
tel wurde im Jahre 1543 durch einen
Parlamentsbeschluß mit der Krone
verbunden. Jetzt klebt dieser Titel
immer noch an der englischen Königs
krone als Hohn auf den abgefal
Iencn Glauben Englands!
Anders war freilich der Eindruck,
den die königliche Streitschrift auf
Luther machte. Er antwortete Sr.
Majestät in der alleranstößigsten und
leidenschaftlichsten Weise. Er leistete
zwar auf Verlangen des Königs von
Dänemark eine Art Abbitte, wurde
aber fortan von Heinrich mit Ver
achtung behandelt. So wurde er der
entschiedenste Gegner des Protestan
tismus. Luthers Gegenschrift „Eon
tra Henricum Regem M. Lutherus"
im Jahre 1522 blieb unerwidert.
Heinrichs Stolz ignorierte den stolzen
und frechen Mönch von Wittenberg.
Heinrich war in seinen jungen Iah
ren ein stattlicher Mann, mit glänzen
den Gaben ausgestattet, ein an Ge
lehrsamkeit und ritterlichen Künsten
hervorragender Fürst. Wie armselig
stand ihm Martinus Luther gegen
über! Derselbe war ein armer Berg
mannssohn, wenig zu ernstein Stu
dium geneigt, aber lebenslustig, im
pulsiv, schwermütig und unzufrieden
mit sich selbst, exzentrisch, prahlerisch.
Infolge eines Blitzschlages, dem er
entronnen war, flüchtete er sich aus
Furcht ins Kloster. Es war keine Got
tesliebe, sondern Furcht vor dem
Zorn Gottes und vor der Höllenstrafe.
Er fühlte sich in der Klosterzelle aber
zu eng und unzufrieden, sodaß er end
lich austrat, um sein freies, wollüsti
ges Leben weiter führen zu können.
Luther erzählt dieses selbst in seinen
Schriften.
OHIO .WAISENFftBtrKD
nig Heinrich VIII. verfiel in ein la
sterhaftes Leben und er, der Bekämp
fe der Irrungen und Ketzereien Lu
thers, bewirkte selber/ die Trennung
der Kirche Englands von der Mutter
Fir che. Tiefe sogenannte Reformation
bat in keinem Lande einen so wenig
ehrenhaften Ursprung und einen mit
dem einer Kirchenverbesserung so sehr
in Widerspruch stehenden Fortgang
genommen, als gerade in England.
Tort, wo sie sich an der sündhaften
Leidenschaft eines Wollüstlings cnt
zündete und an der blutdürstigen
Willkür desselben ihr Dasein begann.
Heinrich VIII. war acht Jahre jün
ger als seine Gemahlin, welche ihm
drei Söhne und zwei Töchter geboren
hatte. Er hatte ihr lange Zeit seine
Liebe zugewandt. In seinen spätem
Iahren jedoch, als der Unterschied des
Alters mehr hervortrat und zahlrei
che Krankheiten der Königin von ih
rem A it lit und Jugendfrische immer
mehr abstreiften ,wandte Heinrich fein
Herz von ihr ab, um seine Sinnlich
feit auf unerlaubte Weise zu befriedi
gen. Seine Gunst wußte bleibend An
na Boleyn, eine der Hofdamen feiner
Gemahlin, zu fesseln. Ihren scheinba
ren Widerstand durch Schmeicheleien
mildernd, entflammte sie mehr und
mehr bis er ihr versprach/ sie zur
Königin zu erheben.
Nun gab Heinrich sich auf einmal
Bedenken über die Rechtmäßigkeit fei
ner Ehe hin, in welcher er bereits
siebzehn Jahre lebte. Er äußerte sich
auch seinen Vertrauten gegenüber,
daß er mit der Witwe seines Bruders
in Blutschande zu leben sich fürchte,
angeblich aus Gewissensbissen, da ei
ite Ehe mit der Witwe des Bruders
nach den Gesetzen der Kirche verboten
sei. Der eigentliche Beweggrund ite
ben den politischen Motiven des Sy
stentwechsels war aber seine Liebe zu
der schönen Anna Boleyn. Wolsey
wirkte dem Wunsche des Königs, sich
von seiner Gemahlin zu trennen, nicht
entgegen. Hier sieht man die Schwä
che eines Mannes, der dem König
mehr zu Diensten sein will als Gott.
Er war Staats- und Königsdiener,
wie er später in der Todesstunde be
kannte. Er hatte einen andern und
bessern Plan für Heinrich VIII., näm
lich: Heinrich sollte sich mit der Toch
ter des Franzosenkönigs Ludwigs
XII. vermählen, der er, Wolsey, der
Liebschaft mit Anna Boleyn, wenn er
sie ja kannte, keine längere Tauer bei
gemessen haben mochte als den frü
hem.
(Fortsetzung folgt)
ApprllrittM
t5udetend»ultch»n
Folgender Brief "wurde uns von
befreundeter Seite zugestellt:
Zell, 3. Februar 1947.
Egon Domes, Zell Nr. 4 JiV'
13b Post Großweil/Sbb.
Amerikanische Zone.
-ehr geehrte Herren!
Ich mache mich, als Familienvater
von vier unmündigen Kindern, aus
eigenem Antrieb zum Sprecher all der
zitka drei Millionen ausgewiesenen
Sudetenndeutschen und bitte Sie in
ständig, durch Ihren Einfluß die ame
rikanische breite Öffentlichkeit^ be
ziehungsweise deren maßgebliche Ver
treter, auf das uns einmalig in der
Geschichte zugefügte Unrecht, das uns
durch die Vertreibung aus unserer
Jahrhunderte alten Heimat zugefügt
wurde, aufmerksam zu machen.
Wir appellieren vor allem an den
Heimats-, Freiheits-, Gerechteigkeits
sinn und nicht zuletzt an die christliche
Nächstenliebe aller edeldenkenden
Amerikaner.
Der gryßte Teil unserer Landsleute
ist über ganz Teutschland verstreut!
Es ist die Tragik einer kleinen
Volksgruppe, die zweimal ihre
Staatsangehörigkeit binnen zwanzig
Jahren wechseln, mußte, um endlich
mit fünfzig Kilogramm Handgepäck
je Person aus ihrer Heimat auf im
mer deportiert zu werden.
Im Jahre 1918 wurden wir als
ehemalige österreichische Angehörige,
gegen unseren Willen, der neugebil
deten tschechoslowakischen Republik
einverleibt. Knapp zwanzig Jahre
darauf wurde unsr Land, wieder ohne
unser Zutun, als selbständiger Gau
„Sudetenland" dem Deutschen Reich
angegliedert.
Nach Beendigung des unglückseli
gen Krieges 1939/45 wurden wir
dann, auf Gruud ber Potsdamer Be
schlösse, von, unserem durch den
Schweiß und das Blut unserer Vor
fahren getränkten heiligen Heimatbo
den vertrieben und nach Deutschland
deportiert.
Nicht genug damit, daß wir die Hei
mat, unser Hab und Gut verloren
haben, haben wir noch alle unsere Exh
stenzen eingebüßt, weil uns Deutsch
land, durch den Verlust der Ostgebiete,
durch die Aufnahme unserer Volks
gruppe und der anderen Millionen
Ostflüchtlinge nicht ernähren, bezieh
ungsweife uns nicht ohne Gefährdung
semer eigenen Volkswirtschaft, in un
seren Berufen unterbringen kann.
Die Folge ihtboit ist eiite allgemein» vsu Gkchirlgen ÄAMtnchmen.
Volksgruppe und der Ostflüchtlinge
aus Schlesien, die zur Folge hat, daß
auch Deutschland wegen der damit
bedingten Auszahlung von Unter
stützungen an die obgenannten, in Zu
kunft sich kaum aus eigener Kraft
wird erhalten können.
Tausende unschuldiger Kinder wer
den daran glauben müssen und elend
zugrunde gehen, wenn nicht bald et
was geschieht.
Unsere Volksgruppe hatte durch
Jahrhunderte ihr eigenes Gebiet, das
durch die Volkstumsgrenzen ziemlich
scharf abgegrenzt war. Sie fiedelte
hauptsächlich in Nordmähren, dem
ehemaligen österreichischen Schlesien,
Nordböhmen, Böhmerwald, also rings
am Rande der tschechoslowakischen Re
publik. Rußerdem war sie in allen
größeren Städten der Republik zah
lenmäßig genug stark vertreten.
Die tschechoslowakische Republik
hatte in den Jahren 1918/38 ein Ge
biet von 140,394 Kilometern mit 15,
057,000 Einwohnern: davon waren:
1. Tschechen, 53,2 Prozent 2. Slo
waken, 22,3 Prozent 3. Sudeten
deutsche, 23,4 Prozent 4. Ungarn,
5,6 Prozent 5. Ruthenen, 3,4 Pro
zent und 6. Polen, 0,6 Prozent.
Von diesem Gebiet, d. 140,394
Kilometer, wurde im Jahre 1945 ein
Gebiet von 12,617 Kilometern mit
725,000 Einwohnern an die Sowjet
Union abgetreten,Mind zwar das soge
nannte Karpatho-Rußland" Pod
karpatska Rus. Tie heutige tschecho
slowakische Republik verfügt demnach
über ein Gebiet von 127,777 Qua
dratkilometern, das, nach der Ver
treibung der' Sudetendeutschen und
Aussiedlung der Ungarn, von ziika
zehn Millionen Einwohnern besiedelt
ist.
Die uns stammes- und blutsmäßig
am nächsten stehenden Oesterreicher
haben ihre Heimat, ja sogar ihren
eigenen Staat erhalten. Wir Sude
teudeutschen,' ehemalige Oesterreicher,
haben nicht mehr Schuld als jene
ober als die Slowaken selbst, die ja
auch an Teutschlands Seite stmtden.
Wtr bitten deshalb, bei der bevor
stehenden Friedenskonferenz mit
Teutschland um Unterstützung unserer
Belange, vor allem aber darum, daß
wir 1. in unsere Heimat zurückkehren
dürfen, 2. Wiederherstellung der
Volkstumsgrenzen von 1938 und 3.
um das Recht, daß uns als freie
Volksgruppe die Autonomie, wie den
Slowaken eingeräumt wird.
Ich bemerke zum Abschluß, daß be
reits eine Vielzahl Sudetendeutscher
diesbezügliche Gesuche dem „Alliierten
Kontrollrat" in Berlin vorgelegt hat.
Ich hoffe Sie durch mein Schreiben
üVer unsere Lage notdürftig aufge
klärt zu haben und stehe weiteren
Informationen gerne zur Verfügung.
Nochmals, helft uns im Namen der
Gerechtigkeit und Christenliebe!
Ich bemerke nochmals, daß ich aus
eigenem Antrieb an den fast sprich
wörtlichen Edelmut aller Amerikaner
appelliere, und verbleibe, die aller
größte Hoffnung auf Abschaffung be
ziehungsweife Erleichterung unserer
Lage hegend, mit vorzüglicher Hoch
achtung im Namen aller meiner der
Not und dem Elend preisgegebenen
tämmesbriider
•I
E o n o e s
Milwaukee, Wis, Am 24., 25.,
26. und 27. April wird hier das hun
dertjährige Bestehen der St. John's
Kathedrale begangen werden. Das
Gotteshaus wurde im Frühjahr 1847
begonnen. Am 4. Dezember desselben
Jahres legte Bischof John Martin
Henni den Grundstein, jedoch wurde
der Rohbau erst Ende 1852 vollendet.
Mit Hilfe von Beisteuern, die er in
Belgien, Teutschland, Oesterreich, Ku
ba und Mexiko sammelte, konnte Bi
schof Henni feine Kathedrale vollen
den und am 31. Juli 1853 deren
Weihe vollziehen.
Gestorben ist der hochw. P. Joseph
Reichel, S.J., seit mehr als zwanzig
Iahren Assistent an der hiesigen Gesu
Ktrche. Er war 1867 in Ludwigsdorf,
Teutschland, geboren, machte seine
Studien in Einsiedeln in der Schweiz
und trat 1895 in Holland in die Ge
sellschaft Jesu ein. Vor zwei Jahren
beging er hier sein goldenes Ordens
jubiläum. 1905 wurde er in Valken?
burg, Holland, zum Priester geweiht
und wirkte seither in den Ver. Staa
ten in der Seelsorge. Die feierlichen
Exequien erfolgten am vorletzten
Montag. R. I. uP.
Rom. Zum amtierenden Abt
primas des weltweiten Benediktiner
ordens wurde soeben der hochw. P.
Ulrich Beste, O.S.B., Mitglied der
St. John's-Abtei in Collegeville,
Minn., und derzeit Rektor des inter
nationalen Benediktinerkollegs San
Anselms in Rom, ernannt. Am 9.
September werden sich die Aebte des
Benediktiuerordens in Rom versam
mein, um die Wahl eines neuen Abt
Primas als Nachfolger des am 9.
Januar verstorbenen Abtes Fidelis
i'^T., f, u^T
.»^ '», vW "5*, C1,j -i |i „,^
18.' Mail
ni an 6
lFortsetzung tum Seite 1)
briese, die fünf Cents kosten, solle»
nicht berührt werden.
Ter höchste Gerichtshof der
Staaten entschied mit sieben gegM
zwei Stimmen, daß John L. Sewtt
und seine Vereinigten Grubenarbeiter
ettter rechtskräftigen gerichtlichen Ver«
fügung zuwider gehandelt haben, und.
brandmarkte gleichzeitig ihr Verhcck«
ten als „eine ernsthafte Bedrohung*'
der verfassungsmäßigen Regierung
und der allgemeinen Wohlfahrt. Au
ßerdem lief die Entscheidung tatsäch
lich darauf hinaus, den Braunkohlen
arbeitern im Augenblick jeden Streif
zu verbieten.
Mit dem Rechts er ketmtnis gegen
Lewis verband die Entscheidung eine
Aufrechterhaltung der einstweiliges
Verfügung, durch die Bundesrichter
T. Alan Goldsborough im vergange»
nen Herbst versucht hatte, den Gru
benarbeiterstreik zu verhüten. Sie be
stätigte die Verurteilung von Lewis
und der Arbeiter wegen Nichtbeach»
tung der einstweiligen Verfügung.
Die Geldstrafe von zehntausend Dol
lars, die gegen Lewis verhängt wor
den war, wurde aufrecht erhalten, je
doch die Strafe gegen den Arbeiter
Verband von dreieinhalb Millionen
Dollars auf siebenhunderttausend
Dollars herabgesetzt.
Es heißt in der Entscheidung: „Wir
sind uns sehr wohl der ernsten- Aus
maße der Geldstrafen bewußt, dpe
über die angeklagte Gewerkschaft ver
hängt wurden. Aber eine Mehrheit
der Gerichte hat das Empfinden, dcch
der von der Gewerkschaft eingeschla
gene Kurs eine so ernste Bedrohung
der ordnungsmäßigen verfassungs
mäßigen Regierung und der wirt
schaftlichen und sozialen Wohlfahkt
der Nation in sich birgt, daß eine
Geldstrafe von substantieller Höhe er
forderlich ist, um die- Schwere deS
Vergehens, dessen die Gewerkschaft
schuldig befunden worden ist, zu be
tonen."
Das Büro der Ackerbauwirtschast
erklärte am Donnerstag, es machten
sich Tendenzen bemerkbar, die auf ei
nen Geschäftsrückgang gegen Ende
des laufenden Jahres und auch auf
einen Rückgang der Preise deuten, be
sonders auf dem Gebiet der Natz-i
rungsmittel. Es wurde erklärt, daG
die Nahrungspreise im Großhandel,
die in den letzten Wochen Rekordhöhen
erreichten, am Ende des Jahres um
fünfzehn bis zwanzig Prozent fallen
werden. Die Preise für Farmproduk^
könnten sogar bis zu dreiundzwanzig
Prozent zurückgehen, wenn der Gß.
fchäftsrückgang zu einer Zeit einsetzM
sollte, in welcher die Anlieferungen
der Farmprodukte besonders groß ist.
Das Büro betonte indessen, daß „eine
angebrachte Anpassung der Preise"
die Aussichten im allgemeinen bessern
könnte.
Der Bratpreis, im ganzen-Lande
steigt weiterhin an, wie eine in den
wichtigsten Städten gemachte Rutil»
frage ergab. Tie Preiserhöhungen
während der letzten Wochen reichte»
von einem halben bis zu drei EentS
pro Laib, je nach der Größe, und von
zuständiger Seite wird erklärt, t{*
sich diese erhöhten Preise halten wer»
den. Weizen erzielt augenblicklich
höchsten Preise seit 1920, und die Re
gierung zahlt für ihre eigenen Käufe
vierzig Cents extra für hundert
Pfund. Aus Europa wird gleichzeitig
berichtet, daß dort amerikanisches Ge
treide in zünchmendem Maße ein
trifft.
In schonungslosen Borten rechnet
das „International Labor Relations
Department" der American Federa
tion of Labor, das Matthew Woll, dchi
Ersten AFL-Vizepräsidenten zum
Chef hat, in einer soeben ausgegGf
benett, von dem Vollzugsrat des Gß?
werkfchaftsbnndes sanktionierten Er
klärung mit der „Arbeiterverskltz
vungs"-Politik durch die europäischen
Siegermächte, insbesondere die Sow
jet-Union, und der diese Politik bß»
günstigenden Haltung des sogenanch
ten „Welt-Gewerkschastsbundes" ah.
Eine Organisation, die sich diesen Nifr
men beilege, habe sich nicht gescheut,,
sich öffentlich für die Ausdehnung
des Zwangsarbeitsfystems auf die
Ruhr-Grubenarbeiter auszusprechen.
Zwangsarbeit sei, so heißt es in der
Erklärung, „in vielen Ländern d«e
Alten Welt eine feststehende Nach
kriegseinrichtung geworden, und zwar
in einem Umfange, daß nun nahezu
ein Drittel aller produktiven Arbeit
von Zwangsaröeitern verrichtet
wird". Obwohl der Krieg nun schon
weit zurück liege, würden innner noch
Millionen von Männern und Fraum
aus den ehemals feindlichen Ländern
durch die Sieger als Arbeitssklaven
gefangen geh alten. Das geschehe, ob
wohl die Sieger sich damit in offenen
Widerspruch zu den Prinzipien setz
ten, die das moralische und rechtliche
Fundament der Schuldsprüche im
Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß
gebildet haben.

PUBLICATION OFFICES
Ioseph inum, Worth lugten, O., ami
128 East 101h St., St, Paul 1, Minn.
All editorial matter or matter of
publication and remittances for
subscription should be addressed to
Pontifical College Josephinum,
Worthington, Ohio.
Entered as second class matter
June 7, 1945, at the post office at
Worthington, Ohio, under the Act
of March 3, 1879. Additional entry
authorized at St. Paul, Minnesota,.
Acceptance for mailing at th4
special rate of postage provided
for in the Act of February 28, 1925,
embodied tn Paragraph 4, Section
538, P. L. & R.. authorized June 7,
1945.
Worthingto«, O. St. Paul, Min».
Samstag, 15. März 1947.
K i e n k a e n e
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