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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, May 10, 1947, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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Bou Prof. I. M. Döhren,
Redakteur des ,Wai,senfremtd'
P. T., Pa.
Zweifelsohne haben die im Hl.
Lande wohnenden und seit Christi
Zeiten dort beheimateten Christen, ob
gleich sie int Vergleich zu den Juden
mid Arabern eine Minorität bilden,
ein gutes Recht aus ihren Anteil in
Palästina. Ihre Anrechte und gerech
ten Forderungen sollen und müssen
bei der Lösung der schwierigen Palä
stina-Arage unbedingt berücksichtigt
werden. Es ist hohe Zeit, das die
Christen der ganzen Welt ohne Unter
schied für ihre beiligen Rechte im Hl.
Lande einstchen, das Christus selbst
durch Seine Geburt, •Seinen dreiund
dreißig jährigen Lebenswarckel und
Sein Leiden geheiligt hat.
Olivenöl ist nicht nur zur Bereitung
von Speisen, wie Salat, und beim
Backen anzuraten, sondern hat auch
vorzügliche arzneiliche Wirkungen. Es
tötet Pflanzen- und Mneralgifte im
Körper und reguliert den Stuhlgang.
L. F., Ja.
Hohle Obstbäume füllt man mit
Lehm (Clay), drückt denselben recht
fest in die Höhlung, glättet ihn und
bestreicht die Oberfläche mit Teer, da
mit der Regen ihn nicht abspült.
H. N., O.—
Der tausendjährige Rosenstrauch
an der Apsis des Hildesheimer Do
ines. Ter altehrwürdige Dom liegt
leider in Trümmern, aber der Rosen
strauch blüht aus den Ruinen. Tie
einzig erhaltene Kircl'e HildesheimS
ist die Godehard! Kirche. Zwei Drit
tel der Stadt Hildesdeim wurden aus
gebombt. Zwölftausend Menschen la
gen oder liegen noch zum Teil unter
den Trümmern begraben. Von den
achtzigtausend Einwohnern verblieben
nach dem Angriff etwa zwanzigtau
send in der Stadt. Ter Bonibenan
griff dauerte etlva zwanzig Minuten.
I. Sch., Tex.—
Betrag für den ,Ohio-Waisen
freund' dankend erhalten. Ihre An
ficht, der ,Ohio-Waisenfreund' sei im
Kriege gegen die 2-eittfdien gewesen,
beruht offenbar auf einem Mißver
ständnis Ihrerseits. Wir haben, wie
jeder unserer Leser weiß, von Anfang
an das tyrannische Nazi-Regiment be
kämpft, aber nicht das bedauernswer
te deutsche Volk, dem die Hitler-Herr
fchaft und der Krieg aufgezwungen
wurde. Was nun das Verhalten der
Soldaten und Offiziere im Kriege
betrifft, so gab es in jedem Heere
gute, gewissenhafte Soldaten und sol
che, die vor keiner Untat und keinem
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Hewobner von Nürnberg in Deutschland suchen
in einem Militärabfallhaufen nach N abrung
hat bereits 70
Verbrechen zurückschreckten. Im deut
schen Heere befanden sich raffinierte
Nazw und Nazi-Freunde in der Min
derbeit. Auch im gegenwärtigen
Teutschland war und ist die Mehrzahl
aktiv oder passiv gegen das Nazi
Regime. Tie Morgenthau-Pernich
tungskampagne, an der die Leute wie
Sturer und andere Deutschenhasser sich
beteiligen, zeugt von Haß und Ig
noranz. Der vor kurzem in Amerika
auf einer Vortragstour weilende Ber
liner Kvrdinal-Bischof Konrad von
Preising hat versichert, öaß der Na
zivimt» in vielen Teilen Deutschlands
niemals festen Fuß gefaßt und nie
mal« etilen richtigen Stützpunkt ge
habt habe. Wörtlich erklärte ber Prä
lat in einer Pressekonferenz im Em
pire State Club: „Ich glaube, man
überschätzt den Nazi-Einfluß, soweit
das deutsche Volk in seiner Gesamt
licit in Frage kommt. Ich bin der Ue
berzengnng. ein großer Teil der Be
völkerung Teutschlands ist gegen das
Nazi Gift mehr oder minder immun
gewesen." Auch hält der Berliner Bi
Hl]of die Berichte über eine nazistische
Untergrund-Bewegung für gewaltig
übertrieben, welche von den Okkupa
tionstrnppen leicht im Keime erstickt
werden könne.
Th. Neb.—
Balhornisieren oder verbalhornifie
ren ist ein häufig gebrauchter Aus
druck, der ..verschlimmbessern" bedeu
tet. Ter Ausdruck soll nach dem Lü
becker Trucker Balhorn (1528—1603)
die heutige Bedeutung erhalten haben.
€b nun der Trucker durch Korrektur
eines Truckfehlers die Sache undeut
licher oder fehlerhafter gemacht, oder
ob es seine Gewohnheit war, öfter
Truck- oder Satzfehler zu machen, sie
zu „verbalhornisieren*, ist nicht be
kannt.
Frau P. Sp., O.
Um dem schnellen Austrocknen und
Hartwerden der Blumenerde in Töp
sen abzuhelfen, trockne man Moos,
zerschneide es in kleine Stücke und
zerreibe es zu Pulver. Damit vermi
sche man die Topferde. Die Moosbei
gäbe sichert das Durchsickern des Was
sers. Begonien in fast reinem Moos
wachsen darin so gut, als ob ihnen
überhaupt nichts anderes gehöre.
Fügt man Moos feiner Rasenerde bei,
so gibt diese Mischung einen Boden,
in dem fast alle Warmhauspflanzen
üppig gedeihen. Tann hat dieses Pul
ver noch die nicht zu verachtende Ei
genschaft. daß es eine große, ausdau
ernd nährende Eigenschaft besitzt. Ver
suche haben sogar ergeben, .daß viele
Pflanzen in reinem Moos wachsen.
Es mag die allgemeine Regel gelten,
daß map für schnelles Wachstum eine
größere Menge nimmt, dahingegen
für ausdauernde Pflanzen eine ge
ringere Menge genügt. Moospulver
ist imstande, dem Blumenfreund die
so schwer erhältliche Torfmoorerde
vollständig zu ersetzen. Tie magerste
und schlechteste Erde kann dadurch zu
einer allgemein brauchbaren für Topf
Pflanzen gemacht werden. Das viel
fach unter dem Namen Peat-Mooß
Millionen Dollars an Unterstützungen
mehr braucht man Ihre Hilfe für die unschuldigen Opfer in Deutschland.
Bitte* schicken Sie Ihre Gabe noch heute.
War Relief Services-National Cath. Weif are Conference
wird sofort auf raschem Wege diesen hilfosen Opfern Lebensmittel und Unterstützung zukommen
lassen.
Spenden an War Relief Service»—NCWC kennen bet der Einkommensteuer in Abzug gebracht werden.
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erhältliche Torf kann auch anstelle des
Mooses sehr vorteilhaft verwendet
werdet
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Das Wort „Protestant" kommt von
dem Wort „protestieren". Der Pseu
doreformator Martin Luther prote
stierte gegen gewisse Lehren seiner
Mutterkirche, weil dieselben ihm nicht
gefielen und seinen Leidenschaften wi
Verstrebten. Aber selbst Luther mußte
seiner leiblichen Mutter gestehen:
«Protestantisch ist gut leben, aber
katholisch ist gut sterben."
Frau B. S., Tex.^—
Es gibt wohl noch alte deutsche
Bäcker, die ein dem westfälischen Pum
Pernickel ähnliches Brot herstellen,
aber das echte Pumpernickel ist unse
res Wissens schwer erhältlich. Ter Ur
sprung des Pumpernickels soll in das
Jahr 1450 fallen, wo arge Teuerung
und Hungersnot zu Osnabrück
herrschte. Die Väter der Stadt ließen
für die Armen während dieser schto^
ren Zeiten ein Brot backen, das unter
dem Namen „bonum paniculum", d.
h. das gute Brötchen, unentgeltlich
verteilt wurde. Das Gebäck fand sol
chen Beifall, daß es, als Hungersnot
und Teuerung längst verschwunden
waren, immer noch gebacken wurde.
Aus dem „bonum paniculum" wurde
„Bumpanicel" und zuletzt Pumper
nickel. Diese Erklärung hat man aus
Osnabrücker Urkunden geschöpft. Sie
wird daher wohl richtiger sein als je
ue, wonach ein Franzose, dem das
deutsche Brot zu schlecht gewesen sei,
verächtlich gesagt habe: „Bon pour
Nickel" („Nickel", der Name seines
Pferdes). Der Backofen, in welchem
damals das „bonum paniculum" ge
backen wurde, befand sich im Osten
non Osnabrück vor bem sogenannten
Herrenteichtor.
Die englische Benennung für den
Orden der Schwestern der Göttlichen
Vorsehung ist „Sisters of Divine
Providence". Sie tragen ein fchwar
zes Habit ohne Gürtel, einen kurzen
schwarzen Mantel (Cape), einen
schwarzen bis auf die Hüsten herab
fallenden Schleier, eine kleine, weiße,
steife Kopfbedeckung. Ein Rosenkranz
hängt auf der rechten Seite, und um
den Hals hängt an einer langen,
schwarzen Schnur ein beinernes Kru
Zifix.
I. H., M-.—
Von den von der Nazi-Regierun^
gestohlenen Kirchenglocken sind die
meisten für Kriegszwecke eingeschmol
zen worden. Ein Bericht des Mainzer
,Weltbild' gibt über die noch vorhan
denen Glocken folgende Einzelheiten:
In Hamburg lagern über 13,000
Glocken innerhalb des um den Ham
burger Freihafen gezogenen Sperr
gürtels. Es sind die Ueberlebenden
von etwa 75,000 Glocken, die 1941
aus den Kirchtürmen geholt und nach
Hamburg gebracht wurden. Kleinere
Lager befinden sich noch cm anderen
HUNGER
SITZT AN EINEM LEEREN
TISCHE
Tag für Tag gehen in Deutschland infolge der
mörderischen Wirkung der Unterernährung im
mer mehr und mehr unschuldige Kinder einem
langsamen Tode entgegen.
Viele von ihnen werden gar nie alt genug wer
den, um etwas anderes als Hunger, Krankheit und
Tod kennenzulernen. Die christliche Caritas ruft
nach Ihrer Hilfe!
HELFEN SIE IHNEN
JETZT!
in 47 Ländern zur Verteilung gebracht. Nun­
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Orten. Bisher wurden alle bayerischen
Glocken identtfiziert und in einem
sogenannten Glockenatlas erfaßt. Bald
sollen die rheinischen Glocken bearbei
tet werden, von denen schätzungsweise
noch etwa zweitausend vorbanden sind.
Man nimmt an, daß mehr ol» das
Toppelte verschrottet wurde.
Ktieu mir kreoudlich?
Wie wohl es tut, mit einem freund
lichen Men schell zu verkehren, mag es
immer sein, wo es will, das läßt sich
gar nicht ausdrücken es ist eine Wohl
tat im Gegensatz zu einem immer ver
stimmten, unfreundlichen Gesellen,
den das Gebühren anderer Sterbli
cher rast stets zum Unwillen anfsta
chelt? Glücklich der Untergebene, der
einen freundlichen Herrn gefunden,
und glücklich vor allem Mann und
Weib, die einen freundlichen Gefähr
ten fürs Leben ihr Eigen nennen!
Sei freundlich gegen die Menschen,
die vor deiner Türe stehen, ob arm
oder reich, ob sie dir gelegen kommen
oder nicht, sie können nichts dafür
gib ihnen freundlichen Bescheid, weise
sie nicht durch herbe, unfreundliche
Worte zurück!
Seid freundlich vor allem, ihr lie
ben Hausfrauen und Mütter, bringt
euren Lieben ein freundliches Gesicht
entgegen laßt euch nicht von Laune
und Unmut beherrschen es ist so wun
derschön, so herrlich für die Familie,
wenn ein Gatte und eine Mutter
freundlich ausschauen.
Man ist nicht immer dazu gestimmt,
sagen viele. Ja, das ist wahr. Doch
auch im Ernst gibt es noch eine ge
wisse Freundlichkeit, und viel kann
man erreichen durch Selbsterziehung.
Freundlichkeit, meine ich, die nicht
gleißnerische, Übertriebene Worte re
det o nein, die echte, wohltuende,
ans dem Herzen kommende, nicht vor
eingenommene, sich immer gleichblei
bende Freundlichkeit tut so unendlich
wohl und verschönt auch den häßlich
st Vit Menschen.
Ler Tritels—die
deutsche Gralsburg
Unter den zahlreichen malerischen
Ruinen mittelalterlicher Burgen in
der Rheinpfalz ist keine, die sich an
geschichtlicher Bedeutung mit dem Tri
fels bei Winnweiler vergleichen läßt.
Vor zehn Iahren stand dieser Trifels
Im besonderen Interesse der Öffent
lichkeit, als im Zusammenhang mit
umfangreichen Grabungen nach den
Fundamenten der Gesamtanlagen der
Plan auftauchte, die Burg in altem
Stile auszubauen. Ter Krieg hat die
se Pläne vergessen lassen, und die leb
hasten Tisknssionen um das vermut
liche Aussehen des Trifels und seine
stilgerechte Erneuerung find ver
stummt.
Vor^einiger Zeit erschien wiederum
eine Schrift über den Trifels, die
zwar baugeschichtlich und historisch
keine wesentlich neuen Erkennisse
bringt, aber die die Bedeutung der
Burg erstmalig eingehender würdigt.
Friedrich Sprater wirft in dem klei
nen Buche „Ter Trifels die deut
sche Gralsburg" (Verlag des Histori
schen Museums der Pfalz, Speyer)
die Frage auf, inwieweit der Trifels
in der Parsival Tichtung Wolfram»
von Eschenbach eine Rolle spielt.
Bevor die Frage beantwortet wer
den kann, ist daraus hinzuweisen, daß
die Burg Trifels ihre größte Bedeu
tung dem Umstand verdankt, daß dort
unter den Hohenstaufen-Kaisern die
Reichskleinodien aufbewahrt wurden.
Teshalb entstand damals auch der
sinnbildlich Spruch: „Wer den Tri
fels hat, hat das Reich."
Im Jahre 1122 veranlaßt« Kaiser
Heinrich Vdaß die Reichskleinodien
auf den Trifels überführt wurden,
nachdem sie bis dahin ini Verwahr
der Kirche, im Kloster Limburg und
im Kaiserdom in Speyer gewesen wa
ren.
Als ältestes Stück in diesem Schatz
ist die aus karolingischer Zeit stam
mende „Reichslanze" anzusehen, die
als „Lanze des hl. Mauritius" und
„Passionslanze" bezeichnet wurde. Da
zu kam während der Aufbewahrungs
zeit auf dem Trifels der sogenannte
„Normannenschatz". Tie Reichskleino
dien wurden in einer Kapolle des mo
»»mentalen Bergfrieds aufgestellt.
Auf dem Trifels wurde auch der
englische König Richard Löwenherz
gefangengehalten. Taran knüpft sich
die Sage vom treuen Sänger „Blon
del", der auszog, um seinen verschölle
nen Herrn zu finden und vor jeder
Feste sein Minnelied sang, bis end
lich aus dem Kerker der pfälzischen
Burg der Gesuchte mit dem gleichen
Liede antwortete. Die historischen
Tatsachen sind allerdings anders. Da
nach war Richard Löwenherz auf dem
Trifels um 1190 ein Staatsgefange
ner, der sich frei bewegen durfte, bis
aus seiner Heintat das geforderte Lö
segeld eintraf.
Auf den großen Dichter des Mit
telalters, Wolfram v. Eschenbach, der
die bedeutenden Ereignisse erlebte, die
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WAISKNFIUEUN» 3ia»i ^5, .' .•.k.v#.'. '£*L%"^\. in Mai
sich vor allem unter Heinrich VI. auf
dem Trifels abspielten, dürften diese
Geschehnisse einen mächtigen Eindruck
hinterlassen haben. Die Erlebnisse, die
der Dichter bei Besuchen auf dem
Trifels gewann, finden in seinem tief
sinnigsten Werk, im „Parsival", ih
ren Widerhall.
Da taucht auch die Frage nach der
Lage der „Gralsburg" und ihrem
Aussehen aus. Man hat schon viele
Oertlichkeiten bis nach dem fernen
Spanien hin als Hintergrund der
Gralsburg erkennen wollen. Sie ist
aber selbstverständlich zunächst eine
reine Schöpfung dichterischer Phan
tasie. Da es jedoch eine Eigentümlich
keit Wolfranis war, bekannte Orte,
Personen und Ereignisse in seine
Dichtungen einzufügen, glaubt man,
aus verschiedenen Einzelheiten bei der
poetischen Ausmalung der Gralsburg
vor allem der Innenräume das
Vorbild des Trifels zu erkennen. Die
Lebensgeschichte Gahmurets, des Va
ters von Parsival, stimmt auffallend
itberetit mit der Lebensgeschichte Kö
nigs Richard Löwenherz, dessen
Schicksal mit dem Trifels so eng ver
knüpft ist.
Deutlich sind die Beziehungen zwi
schen den Reichskleinodien und jenen
Gegenständen, die in der Parsival
Tichtung und auf der Gralsburg eine
große Rolle spielen: Der Gral, die
blutende Lanze und das Schwert des
Amfortas. Wolframs Schilderung des
Schwertes^ erinnert sehr an das auf
dem Trifels aufbewahrte Reichs
schillert. Die blutende Lanze wird von
Dichtern, die gleichzeitig mit Wolfram
lebtett, als die Lanze bezeichnet, mit
der Christus am Kreuz die Seite ge
öffnet wurde. Besonders auffallend ist
die Wolfram'sche Beschreibung und
Deutung des Grals selbst, die von
allen übrigens, bis dahin bekannten
Darstellungen der Gralssage abweicht.
Danach ist der Gral bei Wolfram kein
Kelch, sondern ein Edelstein, auf dem
die heilige Taube die Hostie nieder
legt. Dieser „Edelstein-Gral" ist wohl
nach einer mystischen Auffassung Wol
frams unter dem Einfluß der in der
Staufenzeit sehr verbreiteten arabi
schen Geheimwissenschaften. mit dem
„Stein der Weisen" gleichzusetzen, von
dessen Besitz und magischen Kräften
alle Jahrhunderte träumten. Der be
rühmteste Edelstein des Abendlcmdes
aber war damals ein selten großer
Stein^der Kaiserkrone, der heimlich
als „Stein der Weisen" galt und von
dem Walter von der Vogelweide sang,
daß er „der Fürsten Leitstern" sein
solle. Sprater schreibt abschließend zu
diesen hier nur angedeuteten
Feststellungen: „Ohne weiteres ist es
verständlich, baß Wolfram, der in al
lem nach dem Höchsten strebte, in sei
ner Darstellung der Parsival-Sage
und in der Schilderung der Grals
bürg durch die reichste Burg seines
Kaisers und die hier verwahrten
Reichskleinodien angeregt wurde."
Wenn dieser^ Satz vielleicht auch
manchen Widerspruch finden mag, so
trägt er doch viel dazu bei, daß die ma
lerisch monumentale Rnitte des Tri
fels von einem romantifchm Licht
schimmer verklärt erscheint.
.Allgemeine Zeitung', Mainz
Wenn du willst, daß ein ande
rer schweigt, schweige erst selber.
„Christliche Seelen, euer Beicht
Vater rät euch, öfter in der Woche zu
kommunizieren, oder jeden Tag zu
konlmnnizieren. D^nkt es euch: so vie
le Kommunioneii euch empfohlen wer
den. fo viele Hostien sind gerade für
euch konsekriert: lasset nicht eine ein
zige davon zur Erde fallen" (Augustin
Terier).
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Mundgeruch, verstimmtem Magen, Ve*
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losigkeit end Ihr Magen fühlt rollvee
Case nnd Blähungen—besorgen Sie sieh
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Mehr als ein Abführmittel, es ist roeh
eine Magentätigkeit anregende Medf»
»in, hergestellt aes 18 der Nater ei«*
mm medizinischen Wuneln, Krlater*
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„Im Glücke ist das schwierigste,
die D!äßigung wohl zu bewahren.
,Vor des Tages Hohe fürchte ich mich'
(Ps. 55, 4). Im Unglücke hingegen ist
das schwerste, das Gotwertrauen un
erschütterlich in sich zu erhalten: ,Jhre
Leuchte wird zu Nacht nicht ausge
löscht' (Sprichw. 31,18). Wer in bei
den. int Glücke und im Unglücke, voll
kommen geprüft und bewährt ist, wird
endlich von Gott die verdiente Beloh
nung empfangen, weil er zu der Zahl
jener gehört, von denen geschrieben
steht, daß sie Gott mit gleichem Eifer
dei Tag und Nacht dienen: ,Sie dienen
Ihm Tag und Nacht' Geh. Offend.
7,15)" (Segneri).
Seltsam, daß viele an allem an
deren eher irre werden als an sich
selbst!
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Frau R. B., O.
GERMAN RELIEF COMMITTEE
350 Fifth Avenue, New York 1, N- Y.
War Relief Services—National Catholic Welfare Conference
Gentlemen:
War Relief Services-National Cath. Weltare Conference
Enclosed is contribution of #. for relief of needy civilians in Germany.
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Fruit R. K.
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By the MOST REV. ALOISIUS J. MUENCH. Bishop of Farge.
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Churchill called "the craven fear of being great" and help the
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