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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, July 05, 1947, Ausgabe der 'Wanderer', Image 5

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& Juli
,TimeS* vsm 8. Ivni („fförenbe Kada
ver" nennt er sie) darlegt.
Es ist zu hoffen, daß der amerika
nische Kongreß eine entsprechende
Klärung über die Frage: „Was heißt
Europäische Föderation?" herbei-^
führt, sonst wird aus dem Marshall
Plan nur eine Neuauflage der un
glückseligen UNRRA, nicht aber die
notwendige Gesundung und Einigung
Europas 5
We-chriÜliche Stellung dem
Zwnismus gegenüber
Im allgemeinen haben die Katho
ltken unsres Landes dem Zionismus
gegenüber Schweigen bewahrt. Und
doch sollten auch wir uns klar sein
über Bedeutung und Tragweite die
ser Bewegung.
Am 29. November 1945 kennzeich
nete der Hl. Vater vor einer Gruppe
von zirka siebzig jüdischen Einwände
rem die katholische Haltung gegen
über den politischen Einzelsragen des
Zionismus mit den Worten: „Auf
Grund ihrer Mission übt die katholi
fche Kirche gegenüber Einzelfragen,
die rein politischen Charakter haben,
weise Zurückhaltung." Unbeschadet
dieser Zurückhaltung, bemerken dazu
die ,Apologetischen Blätter', können
wir uns jedoch fragen, wie sich der
Christ zum zionistischen. Problem als
Ganzes stelle.
Aus der Offenbarung wissen wir,
welch hohen Berus Gottes Ratschluß
dem jüdischen Volke zugedacht. Israel
war zur unfaßbaren Würde erhoben,
die Welt vorzubereiten auf das Kom
men des Erlösers und Gottessohnes
ihm war die erhabene Aufgabe zuge
dacht, die Frohbotschast Gottes der
Welt zu verkünden. Israel hat jedoch
seinen Beruf nicht erfaßt, sondern
durch seinen Verrat an Christus mit
Gott gebrochen und dadurch das stra
fende Schicksal des „ewigen Juden"
•auf sich herab beschworen. Gott brand
markte den Juden zum Gnadenlosen,
Heimatlos^, zum ganz Entwurzelten,
der um so haltloser werden mußte,
je tiefer er vor seinem Treubruch im
jüdischen Mutterboden und in seinem
Gott verankert war. Und dieses Kains
mal des Entwurzelten, und darum er
schreckend Hemmungslosen, trägt der
Jude nicht von jedem einzelnen soll
das gesagt sein noch heute an sei
ner Stirn. Er wird es nicht los, so
wenig er sich jenes Sendungsbewußt
ferns entledigen kann, jener göttlichen
Auserwählung vor allen Völkern, die
ihm noch heute in den Ohren klingt,
ihm keine Ruhe läßt, ihn vorantreibt
und mehr oder weniger bewußt von
einer, wie Weldler sagt, „unerschau
baren Sendung an die Welt" träumen
läßt.
Die Geschichte berichtet uns von
verschiedensten Versuchen des Juden,
sein furchtbares Schicksal eines Ge
hegten. los zu werden und seiner ver
meintlichen Sendung an die Welt
trotzdem die Treu zu halten. Er hat
es versucht mit der Assimilation, er
floh hinein in die Eigenart seiner
Gcrswölker, hoffte in ihnen aufgehen
zu können, sein Judentum zu verlie
ren und sich so der grausamen Hand
des Antisemiten zu entziehen. Er hoff
te, die Egalite der französischen Revo
lution werde die Sonderheit des Ju
den aus dem Gedächtnis der Völker
ausmerzen. Das jüdische Assimila
tionsstreben hat jedoch versagt und er
lebte vor allem unter dem Terror des
Nationalsozialismus einen fürchterli
chen Zusammenbruch. Diese Tatsache
ließ im Schöße der Judenschaft eine
Bewegung zur Reife kommen, die vor
Flucht und Assimilation warnt und
den Juden anhält, nach dem positiven
Wert und bleibenden Ideal des Zio
nismus Ausschau zu halten und so
die ewige Judenfrage einer Lösung
entgegenzuführen. Mithelfen soll er
in den Reihen der Zionisten beim
Aufbau eines autonomen jüdischen
Staates mit zuverlässiger Internatio
Hflfler Garantie.
Mit diesen Ueberlegungen ist für
den Christen, der an die Gottheit
«Christi und die alttestamentliche Sen
dung des Judenvolkes glaubt und
weiß, daß der Jude seine große Gna
denstunde verspielt hat, auch das Pro
blem des Zionismus in ein helleres
Licht gerückt. Dem gläubigen Christen
ist Zionismus einer der ewig vergeb
lichen Versuche des Juden, seiner Ent
wurzelung zu entfliehen, aber auch die
im Judentum neu aufbrechende Hoff
nung, seine im Grunde verfehlte Sen
dung an die Menschheit werde sich doch
Tlych erfüllen.
Freilich wird das Strafgericht Got
ieS, das sich dem Juden an die Ferse
geheftet hat, den Christen niemals
zum Antisemitismus bevollmächtigen.
Das Gebot der Nächstenliebe und Ge
rechtigkeit auch gegen den Inden be
steht und wird immer bestehen. Und
es wird jeder Christ alle Bestrebun
gen unterstützen müssen, sofern diese
dem abgehetzten und abgehärmten Ju
den größere Rechtssicherheit und bes
sere Lebensbedingungen verschaffen
und die Rechte anderer, wie etwa des
arabischen Volkes, wahren. Daß auch
diesem gewisse Rechte auf den palästi
nensischen Boden zustehen, wird nie»
jiumd leugnen können, der um die
'J1* *4'vLrM
hohe arabische Kultur deS'ach^n
neunten Jahrhunderts und um die
geschichtliche Entwicklung Bescheid
weiß. Freilich wird der Jude der Ent
wurzelte und im Letzten Haltlose blei
ben. Der Glaube, „ein Volk von Prie
stern zu sein", „das möglicherweise sei
ne Rolle noch nicht ausgespielt hat und
dem eine heute nicht erschaubare
Ausgabe zugeeignet sei", brennt ihm
in irgend welcher Weise immer noch
auf der Seele, eine Tatsache, die
den Christen zwar nie der Liebes, und
Gerechtigkeitspflicht enthebt, aber doch
zu weiser Vorsicht und Klugheit ge
malmt, bis auch die Juden den Weg
finden zu der ihnen verheißenen Gna
de, von der Paulus im Römerbrief
(11. Kap.) schreibt.
Aus dem Leserkreis
i, St. Jofephs-Kirche,
Louis, Mo., 26. Juni 1947.
Liebe Lcherl
Obwohl ich lange nichts von mir
habe hören lassen, habe ich doch jede
Woche den Berichten des lieben ,Wan
derer' weit weg von St. Louis gern
gelauscht. Neun Wochen habe ich im
Landstädtchen Michigan, im nördlichen
Nord-Tcrkota, 'als Stellvertreter des
erkrankten Pfarrers zugebracht. Das
nette Oertchen von fünfhundert Ein
wohnern liegt nur sechzig Meilen von
der kanadischen Grenze und neunzig
Meilen von Rugby, wo sich das geo
graphische Zentrum von Nord-Arneri
ka befindet.
Bei meiner Rückkehr nach St. Jo
seph fand ich einen neuen Brief eines
„Rufenden in der Wüste" in der Form
eines Briefes des Euch schon bekann
ten deutschen Offiziers, der britischer
Kriegsgefangener in der Wüste Mit
tel-Aegyptens ist. Zwei Jahre noch
Kriegsende noch der Freiheit beraubt
und dadurch zu unsicherer Zukunft
verurteilt. Welche Herrlichkeit des
zwanzigsten Jahrhunderts!
Ter Gefangene, ein feingebildeter
Jurist, schreibt u.a.: „Welch unbe
dingte Zuversicht, welches Gottver
trauen spricht aus Deinen Briefen!
Nimm mirs, bitte, nicht Übel, wenn ich
das sage. Aber wie selten trifft man
das heute! Tie materielle Not und
die schreienden sozialen Gegensätze, die
heute in Europa herrschen, führen die
Menschen immer weiter weg von Gott.
Ein Stück Brot, ein Scheit Holz zum
Feuern läßt heute die Menschen het
zen. Ich hörte kürzlich, daß ein Mann
in Teutschland, der sich Gäste einlud,
darum bat, daß die Gesellschaft ein
mal nicht von der persönlichen Not
spräche. Nach einer halben Stunde
wußte niemand mehr, wovon er spre
chen sollte. Im Uebrigen geht es dem
,Rufenden aus der Wüste', wie Du
mich nennst, unverändert, d. h. auch
mit der Repatriierung ist es noch
nichts. Von Teutschland kommen ja
immer Briefe, die sagen: ,Seid froh,
daß Ihr in Aegypten seid.' Aber Du
wirst Dir denken können, daß man sich
trotz allem nachhause sehnt."
Soweit der frtegsgefangene Offi
zier der einstigen deutschen Wehr
macht. Liebe Leser, wenn wir auch
nichts tun können, um der Barbarei
des zwanzigsten Jahrhunderts abzu
helfen, können wir doch als Christen
menschen den unter solcher Unmensch.
Iichfeit schmachtenden Brüdern durch
das Gebetsalmosen zu Hilfe kommen.
Sie brauchen Geduld, wiederum Ge
duld und noch einmal Geduld. Geduld
ist eine Tugend, eine Gnade, die durch
inniges Gebet erworben wird. Hat's
der gütige Heiland nicht gesagt? „Wo
rum immer ihr den Vater etwas in
Meinem Namen bitten werdet, das
wird Er euch geben/ Also eifriges
Gebet für die in Feindeshand
Schmachtenden!
Mit Freundesgruß und Priester
sogen,
Joseph H. Wets,
S.J.
inland
Präsident Truman erklärte letzte
Woche in einer Pressekonferenz, er
werde darauf achten, daß das Taft
Hartley-Gesetz „gut und ehrlich durch
geführt wird", und teilte gleichzeitig
mit, daß sich der Generalanwalt mit
den immer weiter um sich greifenden
Zechenstreiks befaßt, um eine Aktion
zu unternehmen, die sich als nötig er
weifen mag.
In einer formellen Erklärung sag
te er. daß trotz seiner Opposition das
Arbeitergesetz „jetzt das Gesetz des
Landes ist, und wir daher alle seine
Bestimmungen beachten müssen
Ich möchte betonen, daß, soweit es in
meiner Macht als Präsident liegt, ich
zusehen werde, daß dieses Gesetz gut
und ehrlich durchgeführt wird". Er
forderte die Arbeiterschaft und die Ar
beitgeber auf, sich den Aenderungen
anzupassen, „damit keine Wirtschaft^
chen Störungen erfolgen, die unsere
Nationalwirtschaft und den Weltfrie
den in Gefahr bringen könnten".
Auf eine Frage über den Kohlen
streik sagte der Präsident zuerst, daß
5
'W*
ovo
wtdfeHMn*!! Kommentar abgeben wolle,
wies aber dann auf seine schriftliche
Erklärung hin, in welcher die Verant
wortlichkeit der Betriebsleitungen und
der Arbeiterschaft betont wurde, dem
neuen Gesetz im Geist der Toleranz
gegenüberzutreten. „Es ist unsere
Pflicht, alle Anstrengungen zu ma
chen, auch unter dem neuen Gesetz den
Wirtschaftsfrieden zu bewahren. Wir
müssen alle dazu beitragen/' sagte der
Präsident.
Die Exekutive der American Fed
eration of Labor verwarf den Plan
eines Generalstreiks gegen das Taft
Hartley-Gesetz und beschloß, den
Kampf im Gericht und in der näch
sten Wahl auszufechten. Präsident
William Green sagte in einer Presse
konferenz, es habe eine Flut von For
iHTimgen vorgelegen, einen General
'tveif zu beginnen und ihn so lange
durchzuführen, bis das neue Arbeiter
gesetz wieder abgeschafft wird. Der
Plan sei indessen als „unklug" ver
worfen worden, „und wir werden statt
dessen das Gesetz in den Gerichten be
kämpfen und bei den Verhandlungen
mit den Arbeitgebern auf unseren
Rechten bestehen. Auch werden wir
uns politisch organisieren, um jedes
Mitglied des Kongresses zu schlagen,
das für dieses schreckliche Gesetz ge
stimmt hat". Green sagte, das Gesetz
werde viel dazu beitragen, daß die
Vereinigung der AFL mit dem CIO
zur Tatsache wird.
Am Freitag um Mitternacht began
nen die Ferien der vierhunderttaufend
Zechenarbeiter in den Braunkohlenre
vieren, womit diese Industrie, die
schon zur Hälfte durch Proteststreiks
gegen das Taft-Hartley-Gesetz lahm
gelegt war, auf wenigstens zehn Tage
ganz lahmgelegt sein wird. Tie Stahl
industrie und andere Industriezweige,
die von der Kohle abhängig sind, ha
ben die Folgen der bisherigen Streiks
bereits zu spüren bekommen und blik
ken mit Besorgnis auf die Gefahr ei
nes großen Grubenstreiks, der sich an
die Ferien anschließen mag. Diese be
zahlten Ferien wurden den Arbeitern
unter dem mit der Regierung abge
schlossenen Kontrakt zugestanden, der
am 30. Juni ablief, dem Tag, art dem
die Gruben den Besitzern zurückgege
ben wurden.
Der republikanische Abgeordnete
Hartley von New Jersey, der Vor
sitzende des Arbeiterausschusses und
Miturheber des neuen Arbeitergeset
zes, nannte letzte Woche John L.
Lewis einen Rebellen und erklärte,
daß das neue Gesetz im Notfall noch
verschärft werden wird, um mit Lewis
und einem Kohlenstreik fertig werden
zu können. „Soweit ich in Betracht
komme," sagte er in einer von ihm
ausgegebenen Erklärung, „sehe ich
John L. Lewis als einen rebellischen
Bürger und als einen Mann an, der
sich wiederholt geweigert hat, die Au
torität der Regierung anzuerkennen,
außer unter seinen eigenen Bedingun
gen." Er erklärte, daß sich auch andere
Arbeiterführer von Lewis zu einer
ähnlichen Haltung verführen lassen,
und fuhr fort: „Die Reaktion der
organisierten Arbeiterschaft auf das
neue Arbeitergssetz deutet auf einen
höchst ungesunden Zustand in unserer
Wirtschaft."
Präsident Trnman legte fein Veto
gegen ein Gesetz ein, durch welches die
Einfuhr von Wolle aus dem Ausland
eingeschränkt werden sollte. Der Prä
sident erklärte, das würde ein ver
hängmsvoller Irrtum sein, besonders
in dem Augenblick, in dem unser Land
internationale Verträge zur Verrin
gerung der Handelsbeschränkungen
durchzusetzen wünscht, auch würde un
serer Führerschaft in den Belangen
der Welt dadurch ernstlich Abbruch ge
tan. Er war jedoch mit einem-Gesetz
einverstanden, durch welches die Woll
preise durch Regierungskäufe gestützt
werden sollen, und ersuchte den Kon
greß, ein solches Gesetz «ych tzpr der
Vertagung zu erlassen.
wmmnfbeunb
v
Mit fünfzig gegen fünfunddreißig
Stimmen nahm der Senat eine Vor
läge über die Präsidentschaftsfolge an,
wenn wie es augenblicklich der Fall
ist die Ver. Staaten keinen Vize
Präsidenten haben. Bei der Vorlage
folgte der Senat der Anregung Tru
mans, wonach der Sprecher des Re
präsentantenhauses als Erster für die
Vizepräsidentschaft in Frage kommen
soll. Ter jetzige Sprecher ist der Re
publikaner Joseph Martin von Mai
iachusetts.
Die Vorlage geht nun an das Re
Präsentantenhaus, das bereits in der
letzten Sitzungsperiode einen ähnli
chen Entwurf guthieß. Dieser Entwurf
bestimmt, daß der Vorsitzende des Se
nats nach dem Sprecher in Fraqe
kommen würde. Danach würden dann
in der üblichen Rangordnung die
Mitglieder des Bundeskabinetts, mit
dem Staatssekretär an der Spitze, fol
gen.
Sollte die jetzige Vorlage Gesetz
werden, dann würde die bisherige
Rangordnung geändert werden. Diese
bestimmt, daß bei einem Freiwerden
des Präsidentenamts der Staatssekre
tär nach dem Vizepräsidenten kommt.
Tas Haus verabschiedete ein Gesetz,
durch das die Ver. Staaten ermächtigt
werden, als Mitglied in die interna
tionale Flüchtlingsorganisation einzu
treten, deren Aufgabe es ist, für die
etwa neunhunderttausend Personen
zählenden Kriegsverschleppten in Eu
ropa zu sorgen.
Tie Abstimmung erfolgte mit ei
ner Mehrheit von hundertvierund»
zwanzig gegen dreiundvierzig Stim
men. Ter Senat hat den Antrag schon
früher gutgeheißen, aber wegen
zweier Aenderungen, die das Haus
getroffen hat, muß das Gesetz nun
noch einmal an den Senat zurück
gehen.
Tie eine Aenderung betrifft die
Höbe des Beitrags der Ver. Staaten
an die Flüchtlingsorganisation (IRQ
—International Refugee Organiza
tion) für die nächsten zwölf Monate,
die von $75,000,000 auf $73,500,*
000 herabgesetzt wurde. Tie andere
sieht eine von Monat zu Monat lau
fende Beisteuer zu der vorläufigen
Kommission der Organisation vor, da
diese Kommission die Aufgaben der
IRQ übernehmen soll, bis diese selbst
im Gang ist.
Ursprünglich war geplant, daß die
JRO die Verwaltung der Vertriebe
nenlager am 1. Juli übernehmen soll
te. Aber die Ratifikation der Verträge
mit den fünfzehn beteiligten Nationen
hat sich in die Länge gezogen, so daß
eine vorläufige Kommission geschaffen
werden mußte.
Der Vorsitzende Knutfon (Republi
kaner, Minnesota) vom „Ways and
Means "-Komitee des Hauses brachte
von neuem eine Vorlage ein, welche
die Einkommensteuern um jährlich
$1,000,000,000 heruntersetzt. Tie jet
zige Neuauflage der Vorlage setzt das
Inkrafttreten der Maßnahme auf den
1 Januar 1948, statt auf den 1. Juli
1947 fest.
5ttuition teilte Reportern mit, daß
die Wiedereinbringung der Vorlage
mit der Zustimmung vom Sprecher
des Hauses Martin (Republikaner,
Massachusetts) und des republrkam
scheu Führers Halleck von Indiana
erfolgt sei. Immerhin wird, wie er
sagte, die Vorlage dem Kongreß nicht
vor dessen Vertagung beschäftigen, „es
sei denn, daß hierfür eine genügend
gestützte Forderung besteht, d. h. eine
Ziveidrittel-Mehrheit tit beiden Häu
sern".
Im Staatsdepartement wurden
zehn Beamte entlassen, da sie vom
Standpunkt der nationalen Sicherheit
aus ein „schlechtes Risiko" darstellen.
Ihre Namen wurden nicht bekannt ge
geben, aber es wurde mitgeteilt, daß
einige von ihnen verantwortliche Stel
lungen inne hatten, für die sie bis zu
$8,000 im Jahre bezahlt wurden.
Beamte des Staatsdepartements er
klärten, daß einige der zehn Perso
nen ihre Stellungen verloren, weil sie
beschuldigt wurden, Kommunisten zu
sein oder Sympathien mit der kom
munistischen Sache zu haben.
Die Entlassungen sind die Folge
eine£ Untersuchung aller Angestellten
im Staatsdepartement, welche Sekre
tär Marshall unter den ihm vom
Kongreß in der Verwilligungsbill für
das Staatsdepartement zugestandenen
VMuuchten anordnete.
Das Bundes-Obergericht fällte zwei
Entscheidungen von allgemeinem In
teresse. Im ersten Falle wurde das
Lea-Gesetz, das als „Anti-Petrillo
Gesetz" bekannt ist, für verfassungs
mäßig erklärt. Im zweiten Falle wur
de der Eigentumsanspruch der Bun
desregierung auf unterseeische Oel
quellen an der Küste Californias als
zu Recht bestehend anerkannt.
Die Klage gegen Petrillo wurde je
doch der ersten Instanz zur neuen Ver
handlung zurückgesandt. Tas Lea-Ge
setz verbietet es, Rundfunkgesellschaf
ten zu zwingen, mehr Angestellte zu
beschäftigen als sie wirklich nötig ha
ben. Petrillo hat dieses Gesetz dadurch
verletzt, daß er als Vorsitzender der
Musikergewerkschaft einen Streik über
die Rundfunkstation WAAF in Chi
cago verhängte. Tie Station hatte sich
geweigert, drei zusätzliche Schallplat
ten-„Bibliothekare" einzustellen. Ta
raufhin wurden Streikposten vor der
Station ausgestellt.
Bundesrichter Alexander Holtzofs
verhängte über den in Teutschland ge
borenen, einundfünfzig Jahre alten
Gerhart Eisler wegen Mißachtung des
Kongresses die Höchststrafe von einem
Jahre Gefängnis und $1,000 Geld
strafe. Eisler gilt als „die höchste Au
torität" unter den amerikanischen
Kommunisten. Er befindet sich unter
$20,000 Bürgschaft auf freiem Fuße
und hat am 7. Juli einen Prozeß we
gen Paßschwindels zu gewärtigen.
Vor dem Prozeß war Eisler von
seiner eigenen Schwester, Ruth Fi
scher, und vom Chef des FBI als „ein
gefährliche^ Terrorist" und Verbin
dungsmantt mit dem Kreml bezeichnet
worden. Aehnliche Aussagen machte
Louis Buden*.
"S
Me GeschMMen eine?' Washing
toner Bundesgerichtes sprachen Eu
gene Dennis, den Generalsekretär der
kommunistischen Partei Amerikas, der
Mißachtung des Kongresses schuldig.
Tennis war zur Last gelegt worden,
daß er es verabsäumte, am 9. April
vor einem Hauskomitee zu erscheinen.
Als Höchststrafe können ein Jahr Ge
fängnis und $1,000 Geldstrafe zuer
kannt werden. Tennis' Anwalt wird
Berufung einlegen.
Tie Ford Motor Company und die
Gewerkschaft der Vereinigten Automo
bilarbeiter schlossen ein Abkommen,
das den Arbeitern eine Lohnerhöhung
von sieben Cents die Stunde und Pen
sionsrechte gibt. Tie Regelung gilt für
ungefähr hundertundzehntausend Ar
beiter und der Pensionierungsplan al
lein dürste die Gesellschaft ungefähr
$200,000 jährlich kosten.
General Twight D. Eisenhower,
der Mann, der in Europa die alliier
ten Armeen zum Siege führte, hat
das Amt des Präsidenten einer der
ältesten Hochschulen des Landes, der
New porker Columbia University, an
genommen.
Überschwemmungen des Mississip
pi in Iowa, Illinois und Missouri
richten ungeheuren Schaden an und
forderten eine Anzahl Menschenleben.
Ter Wasserstand bei St. Louis ist
der höchste seit hundert Jahren.
Herzliche Bitte eines
deutschen Missionars
In einer kirchlich blühenden, aber
armen, gut katholischen Pfarrgemein
de in Paraguay, Süd-Amerika, fehlt
dringend ein ganz bescheidenes Kirch
lein. Ta es sich durchweg um ärmste
Landbevölkerung handelt (es sind au
ßer Paraguayern auch deutsche, polni
sche, russische und andere gute Katho
liken vorhanden), wird um die gütige
Mithilfe der so oft bewährten katholi
schen Glaubensbrüder und -schwestern
aus den Ver. Staaten gebeten. Jede
auch die allerkleinste Gabe, die
in einem gewöhnlichen Briefe auf mei
ne volle Verantwortung gesandt wer
den kann, nimmt der unterzeichnete
deutsche Pater dankend entgegen.
Quittung wird sofort erteilt. Für die
edlen Freunde und Gönner der ge
planten Hl.-Kreuz-Kirche wird monat
lich der Segen einer heiligen Messe
aufgeopfert. Gütige Gaben und Zu
schriften mögen Sie bitte richten an:
Rev. Padre, Ton Jose Kreusser, 5.
Coronel Bogado (Paraguay),
prachtvolle
Äokenkranze
Paffcad für Namens- «ad
Geburtstagsgeschenke
Von der Guild Arts & Crafts,
Inc., in New g)orf, ist eine neu
artige Serie kunstvoller Rosen
kränze auf den Markt gebracht
worden.
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