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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, April 03, 1948, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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CüjL&kiutß
vo« P?»f. I. M. Dühre»,
Redakte»r des .WaisenfreuuV
Wichtige Notiz für unsere Le-
ftr #nb Freunde in Teutschland.
Seit ktngeit Wochen erhalten wir
Hunderte von Zuschriften und Bitt
gesuchen aus allen Lkkupationszonen
Teutschlands. Diejenigen, welche um
Zusendung des ,Ohio-Waisenfreund'
gegen Entrichtung des Jahresabon
nements bitten, erinnern wir daran,
das keinerlei Geldbeträge aus
Teutschland nach dem Auslände ent
sandt werden dürfen. Ta ferner der
,Ohio-Waisenfreund', als Organ des
Josephinums, die einzige Einnahme
quelle der Anstalt ist, in welcher un
bemittelte Knaben zum Priesterstand
herangebildet werden, so ist das Jo
sephinum als solches, zu unserem
großen Bedauern, nicht imstande, die
Notleidenden in Teutschland unter
stützen zu Helsen. Zu wiederholten
Malen sind in den letzten Monaten
Millionen von Tollar durch die ka-
Regierung und durch zahlreiche
Wohltätigkeitsvereine werden täglich
Gaben aller Art nach allen Teilen
Europas versandt. Notleidende in
Teutschland erhalten ihren Anteil da
von, wenn sie sich an die Karitas
stellen wenden oder sich mit ihren
Bischöfen in Verbindung setzen.
F. B., Ohio
Sie können ein sehr reichhaltiges
Lebensmittelpaket nach irgend einem
Lande in Europa durch die „Care
Cooperative", 50 Broad Street, New
Aork 4, N. A., schicken lassen, wenn
Sie dieser Kirma $10.00 senden
Fra« F. W. St., Pa.
Gegen diese kleinen weißen Flie
gen und anderes Ungeziefer an Zim
merpflanzen gibt es ein einfaches
und probates Mittel. Man zerstückelt
eine Anzahl Zigarrenstumpen, tut
sie in eine Flasche mit heißem Was
ser und läßt das Gemisch etliche Ta
ge stehen. Tann seiht man den In
halt der Flasche durch ein feines Sieb
und bespritzt damit die Pflanzen.
Nach etwa 34 Stunden spritzt man
das Tabakswasser wieder ab. Dieses
Verfahren, von Zeit zu Zeit ange
wandt, tötet Insekten und Eier. Letz
tere befinden sich meist unter den
Blättern, weshalb man von unten
nach oben spritzen mutz.
L. Sch., Ohio
Ein Überhandnehmen der Mätife
und Ratten kann sowohl in der
Stadt, als auch auf dem Lande zur
lästigen und gefährlichen Plage wer
den. Ein mit gutem Erfolge ange
wandtes Vertilgungsmittel ist der
?ame der Tabakpilanze. Man streut
den Samen an den Tieren leicht zu- Knoblauch (Garlic) ein.
bewohner von Nürnberg in Deutschland suchen
in einem Militärabfallhaufen nach N ahrung
gänglichen Orten aus. Ter Tabaksa
men ist besonders für Mäuse ein be
vorzugter Leckerbissen. Ueberall, wo
dieses Mittel angewandt wurde, sind
diese schädlichen SiagetierA Mnzlich.
verschwunden.
Fra» F. Texas
Begonien erfordern mehr und
sorgsamere Pflege, als die meisten
anderen Topsblumen und müssen je
nach ihrer Art und Verschiedenheit
behandelt werden. Tie Begonienfa
milie ist sehr zahlreich. Man kann
sie in Beeten in vollem Sonnenlicht
oder in tiefem Schatten, oder auch
in Töpfen am sonnigen oder dunk
leren Fenster ziehen, vorausgesetzt,
das man Arten wählt, welche sich
für diese Behandlung eignen. Die
Auswahl unter diesen Pflanzen ist
so groß, das man fast für irgendeinen
Zweck etwas finden kann. Tie Be
gonia wächst in fast irgendeinem Bo
den, in welchem andere Pflanzen ge
deihen können, aber sie zieht reich
lich Sand im Boden vor, und man
erhält noch bessere Resultate, wenn
man etwas Torf oder Lauberde mit
dem Sand in den Boden mischt.
Kunstdünger wird von den.Bego
nien nicht viel oder gar keiner be-
nassen Boden. Sie gedeihen am be
sten an einem schattigen, kühlen,
feuchten Platz, womöglich an der
Nordseite des Hauses. Wenn -man
Begonien als Topfpflanzen benutzt,
erzielt man gute Resultate, wenn
man die Töpfe in irdene Untersätze
stellt und das Wasser in den Unter
satz gießt. Dadurch wird Überschüsse
ge Feuchtigkeit den Kronen fertige
halten, und matt wird nur wenige
Schwierigkeiten haben. Sie werden
durch Ungeziefer nicht viel belästigt.
Als Topfpflanze in kühlen Zimmern
oder Apartment? oder in trockenen
und heißen Plätzen, wo fast alle an
deren Pflanzen versagen, "werden die
Begonien gedeihen, wenn man et
was Wasser in dem Untersatz hält.
Tie immerblühettden Arten werden
dent Zimmer das ganze Jahr hin
durch etwas Farbe verleihen. Wenn
eiit Zweig mit dem Blühen fertig ist,
kamt man ihn entfernen, andere
Zweige werden erscheinen, um sei
nen Platz einzunehmen und andere
Zweige werden zu blühen beginnen.
Tie Knollenbegonien sind sehr wert
voll für die Anpflanzung in schatti
gen Beeten im Herbst werden die
Kttollen dieser Art aus den Beeten
gehoben und im Keller aufbewahrt.
Für den Liebhaber von winterharten
Pflanzen ist in dieser Gattung auch
Hoffnung vorhanden, denn es gibt
winterharte Arten, welche im Freien
bleiben und sich leicht vermehren. Tie
Farben rangieren von Weiß bis Rot
mit vielen Schattierungen da
zwischen.
L. Sch., Neb.
Wenn man eine Taschenuhr oäer
irgendeinen Gegenstand entmagneti
sieren will, reibe matt ihn tüchtig mit
hat bereits 70 Millionen Dollars an* Unterstützungen in 47 Ländern zur Verteilung gebracht. Nun
mehr braucht man Ihre Hilfe für die unschuldigen Opfer in Deutschland.
Bitte, schicken Sie Ihre Gabe noch heute.
War Relief Services-National Cath. Weifare Conference
wird sofort auf raschem Wege diesen hilfosen Opfern Lebensmittel und Unterstützung zukommen
lassen.
Spenden an War Retief Service»—NCWC kennen bet der Einkommensteuer in Abzug gebrockt werden.
Y.
Ph. H., 8flit$.
Der Ausdruck „griechisch-katholisch",
unter dem Sie die zur katholischen
Kirche sich bekennenden Griechen ver
stehen, ist eigentlich unkorrekt. Aehn
lichen Ausdrücken begegnet man so
gar in katholischen Zeitungen, die
es „besser wissen sollten". So lieft
matt nicht selten, selbst in katholischen
Blättern, von deutsch-katholischen,
englisch-katholischen, irisch-katholischen
Vereinen usw. Das ist eine un
verzeihliche Sprächunrichtigkeit, die
einem katholischen Zeitungsschrei
ber keineswegs zur Ehre ange
rechnet werden kann. Es gibt nur
eine katholische Kirche, die alle Natio
nen umfaßt. Will man nun die Ka
tholiken irgend einer Nation bezeich
nen. so sagt man: die deutschen Ka
tholiken und nicht die Deutsch-Katho
liken, die irischen Katholiken und
nicht die Irisch-Katholischen der
Deutsche Römisch Katholische Central
Verein und nicht der deutsch-röniisch
katholische C. usw. Unter Griechisch
Katholischen (der Ausdruck ist, ob
wohl unrichtig, aber nun einmal ge
bräuchlich geworden) versteht man
diejenigen Katholiken griechischer Na
tion, die den Papst in Rom als Ober
haupt anerkennen. Sie haben ihren
eigenen Ritus, d. h. ihre eigenarti
gen Zeremonien bei äußeren reli
giösen Handlungen wie bei der hl.
Taufe, der hl. Messe usw. Die orien
talischen Riten sind von den römi
sch ett oder lateinischen Riten verschie
den. haben aber mit der Einheit des
Glaubens nichts zu tun. Alle Riten
sind mit der katholischen Kirche ver
einigt, bekennet! dieselben Dogmen,
haben dieselben Sakramente und er
kennen dasselbe Oberhaupt, den
Papst in Rom, an.
G. M., Ohio
Es ist zur Güte mtb Erhaltung
des Weines unumgänglich notwen
dig, daß das Faß, bevor der Trau
bensaft (Most) hineingebracht wird,
tüchtig ausgeschwefelt werde, weil
das alle Essig- und anderen Bakte
rien, die den gärenden Wein ver
derben, unschädlich macht. Ein ande
rer Grund, weshalb, trotz aller Rein
heit des Fasses, der Wein säuerlich
oder geschmacklos wird, liegt in der
Art und Weise, wie hoch das Faß
aufgefüllt wird. Da während der er
sten, heftigen Gärung ein starker
Schaum sich an der Oberfläche bildet,
der übers Faß hinausläuft, wenn es
zu voll ist. gehen dadurch viel Zuk
ker- und Aromastoffe verloren. Au
ßerdem werden Fliegen angelockt, die
Essigbakterien übertragen und den
Most verunreinigen. Deshalb nmß
man im Ansang das Gärfaß nur et
wa vierfünftel voll füllen, damit der
sich bildende Schaum nicht überläuft
und verloren geht. Es ist eine ganz
falsche Ansicht, daß dieser Schaum
Schmutz enthalte und entfernt wer
den müsse. Terselbe enthält im Ge
genteil für die Ernährung der Hefe
sehr wichtige Bestandteile, ist also
unter allen Umständen nicht zu ent
fernen. Man füllt erst dann mit fri
schem Traubensaft oder Zuckerwasser
HUNGER
SITZT AN EINEM LEEREN
TISCHE
Tag für Tag geben in Deutschland infolge der
mörderischen Wirkung der Unterernährung im
mer mehr und mehr unschuldige Kinder einem
langsamen Tode entgegen.
Viele von ihnen werden gar nie alt genug wer
den, um etwas anderes als Hunger, Krankheit und
Tod kennenzulernen. Die christliche Caritas ruft
nach Ihrer Hilfe!
HELFEN SIE IHNEN
JETZTI
portation
nach, wenn die Schaumbildung nach
gelassen hat. Dann ist der Augen-IGesichtspunkten
blick gekommen, wo man den Gär
Spund ins Spundloch schlägt, denn
mit Eintritt der ruhigen Gärung
muß der Most vor dem Eintritt der
Luft geschützt werden. Von gai^z we
deutlicher Bedeutung ist die Gär
Temperatur, am besten zwischen 70
und 80 Grad Fahrenheit. Sobald
die Gärung ganz vorbei ist, sollte der
junge Wein auf Flaschen oder in ein
srisches Faß abgezogen werden, wor
auf man diese in einer kühleren Tem»
peratur aufbewahren kann.
..Meulckett ohne
Menschenrechte'
Bon E. I. Reichenberger
Lord Bryce nannte die Ausrottung
der Armenier „das größte Einzelver
brechen, das während des ganzen (er
stett) Weltkrieges begangen wurde".
1915 ordnete Talaat Pascha ihre
De­
an. In einem Geheimkabel
forderte er: „Besondere Sorgfalt ist
auf die Ausrottung dieser Leute zu
verwenden Der Crt ihres Exils
ist N i e n w o." Man gab ihnen
wenige Tage Zeit, ihre Habseligkeiten
zn verkaufen, dann trieben sie türki
sche Gendarmen zusammen wie das
Vieh. Die Männer mußten allein mar
schieren die waffenfähigen hatte
man vorher in die türkische Armee
eingezogen —, unterwegs wurden sie
in den Engpässen überfallen und hin
gemordet. Frauen und Kinder, soweit
sie nicht gefangen und in Sklaverei
geführt wurden, starben an Hunger,
Seuchen, Erschöpfung oder wurden
einfach ermordet. In einem deutschen
Memorandum, das man bei der Ver
sailler Konferenz vorlas, finden wir
eine Einzelschilderung: „Den Weg
entlang waren die Felder bedeckt mit
aufgedunsenen nackten Leichen man
hatte sie der Kleider beraubt •—, die
die Lust mit ihrem Gestank verpeste
ten. Andere, Rücken an Rücken gebun
den, dienten als Dämme zum Euphrat
oder als Futter für die Fische
Diese Opfer starben jeden seit Men
schengedenken nur denkbaren Tod. Ich
habe Leute gesehen, wahnsinnig vor
Hunger, die die Ausscheidungen ihres
eigenen Körpers aßen, Frauen, die
das Fleisch ihrer Neugeborenen koch
ten In den zusammenbrechenden
Karawanen lagen diese entsetzlichen
Ueberbleibsel der Menschheit unter
halb verwesenen Leichen und warteten
auf den Tod. Wie lange konnten sie
ihr erbärmliches Dasein noch aus den
Körnern von Pferdedünger oder mit
Gras fristen?"
Es gab einzelne Deutsche, wie Frei
Herrn von Goltz, welche gegen diese
Verbrechen Protestierten einfache Sol
daten waren entsetzt, aber machtlos.
Die offizielle Haltung war, daß man
sich nicht in die „inneren Angelegen
heitert" des Bundesgenossen einmi
schen könne. Nach dem Waffenstill
stand machte England einen Versuch,
wenigstens die überlebenden Frauen
aus den Harems zu befreien ver
gebens. Die Alliierten waren rasch zur
Hand, das Verbrechen als „deutschen
Plan türkische Ausführung" aus
zuschroten.
Wer hätte erwarten können, daß
dieses bestialische Verbrechen nicht
während des Krieges, sondern nach
Beendigung der Feindseligkeiten, mit
derselben Brutalität, in zehnfach er
weitertem Umfang wiederholt würde,
nicht durch fanatisierte türkische
Verbrecher, nicht von Nazis oder Ja
Panesen, sondern von „friedliebenden
Nationen".
Die Grundlage dieses Bisher „größ
ten Verbrechens der Menschheitsge
schichte" ist das gewissenlose Doku
ment von Potsdam: „Die drei Regie
rungen (besser gesagt: drei Männer:
Truman, Attlee, Stalin) haben die
Frage nach allen Gesichtspunkten er
wogen und kommen zur Erkenntnis,
daß die Uebersührnng der deutschen
Bevölkerung oder ihrer Teile, die noch
in Polen, der Tschecho-Slowakei und
Ungarn sich befinden, nach Deutsch
land durchgeführt werden muß. Sie
stimmen iibereiii, daß jeglicher Trans
fer in geordneter und menschlicher
Weise durchgeführt werden sollte."
Nur in einer absoluten Diktatur,
sonst nur in Zeiten tiefsten sittlichen
Verfalls, um nicht zu sagen völligen
moralischen Bankrotts, kann man ein
Dokument, das Verbrechen gegen die
Menschheit „legalisiert", schweigend
hinnehme». Beherzigten die Christen
in der Welt die Lehre vom mystischen
Leibe Christi, fühlten sie sich nur ir
gendwie solidarisch mit den zwanzig
Millionen Christen, denen drei Men
scheu Niemandsland als Exil anwei
sen, die man beraubt, schändet, mor
det wie je die Türken, solidarisch wie
meinetwegen die Zionisten mit ihren
Rassegenossen, das Verbrechen von
Potsdam wäre ausgetilgt worden, ehe
die Tinte auf diesem Schanddokument
noch trocken war. Der Sinn des Krie
ges kann doch wahrhaftig nicht gewe
sen sein, die Nazis zu kopieren, noch
weniger sie zu überbieten. Hier ist das
klassische Beispiel für Rassenmord. Die
Väter von Potsdam sagen jß aus­
drücklich, daß sie die Frage nach allen
erwogen haben. Es
«war also geplant. Es soll uns nie
Imand einreden, daß die Herren nicht
wußten, daß sechzehn bis achtzehn Mil
I
ttonett iti Frage kamen. Wozu hatten
'sie einen Stab von Sachverständigen?
Wie tief müssen diese „Demokraten"
von Menschenwürde denken, wie bil
lig ist ihnen Menschenleben, wenn sie
wirklich glaubten, daß man Millionen
„menschlich und ordentlich" vertreiben
kann, ohne jegliche Vorbereitung für
ihre Uebernahme, und Versorgung?
Und ist es inzwischen nicht zu ihren
Ohren gekommen, wie verbrecherisch
die Massenaustreibungen vor sick) gin
gen und was war die Antwort:
UNRRA und JRO dürfen für die
Opfer des Verbrechens von Potsdam
nicht sorgen. Ach ja, es sind ja nur
Christen und wir sind eine „christ
liche Nation".
Man ist immer wieder etwas er«
leichtert, wenn sich in dieser Verschwö
rung des Schweigens gegenüber den
durch Potsdam „displaced" Christen
eine Stimme findet, die nach Gerech
tigkeit schreit, die diesen Schandfleck
am Christentum und an unserem Ge
wissen und unserer Ehre auslöschen
möchte. Das „Committee Against
Maß Expulsions" (112 Ost 19. Str..
Zimmer Nr. 706, New Dork, N. j!).)
hat bereits zwei bedeutsame Broschii
ren herausgebracht: „The Land of the
Dead" über die DePortierungen aus
Ost-Deutschland, und „Tragedy of a
People" über den Rassismus in der
Tschechen Unlängst erschien eine Fort
setzung: „Men Without the Rights of
Men", die wie die früher erschienenen
Schriften in Massen verbreitet werden
müßte, wenigstens unter denen, die
sich Christen nennen und an Demokra
tie glauben. Die Verantwortung für
den Inhalt übernehmen eine Reihe
von Männern und Frauen, deren Na
men besten Klang in Amerika haben
bedauerlich bleibt, daß m. W. nur ein
Katholik unter ihnen aufscheint, Fa
ther John LaFarge, S.J.
Es fehlt der Raum, im einzelnen
auf den Inhalt einzugehen, wenn man
überhaupt eine so knappe, sachliche
Schrift exzerptieren kann. Tie Schrift
behandelt die unmenschlichen Austrei
bungen aus Ungarn, Rumänien, Ju
goslawien und Polen. In kurzen Zü
gen ist die Geschichte der deutschen
iedlungen in diesen Ländern gezeich
net: Sie sind nicht von gestern sie ha
ben sich nicht aufgedrängt viele ha
ben dort Kulturarbeit geleistet lange
vor der Entdeckung Amerikas: nur
eine verschwindende Minderheit war
irredetttistisch eingestellt, irgendwie
begreiflich, da man sie ja wie Figu
ren aus dem Schachbrett herumschob
trotz „Selbstbestimmungsrecht".
Tie Legende der Illoyalität wurde
nur erfunden, um die Niederlagen zu
verschleiern und um Ansprüche auf
Raub des ganzen seit Jahrhunderten
erarbeiteten Besitzes zu „legalisieren".
Es ist bezeichnend, daß Rumänien und
Jugoslawien sich an dem Raub- und
Mordplan beteiligten, obwohl sie in
Potsdam keine besondere Lizenz da
für erhielten. Sie nahmen sich selber,
mit derselben Moral wie die Potsda
mer, das Jagdrecht und erklärten
„offene Saison". Es wiederholen sich
in jedem Lande fast möchte man
sagen: planmäßig die Verbrechen
der Türken an den Armeniern: Dieb
stahl, Raub, Massenmord, Schändung,
Arbeitslager, Sklaverei, kurz je
des Verbrechen, das ein perverses Ge
hirn nur ausdenken kann. Es ist eben
so bezeichnend, daß Stalitv und seine
(Fortsetzung auf Seite 6)
Ein ruVlcher Prophet
Bon P. Justus Schweizer,
O. S. B.
(Schluß Ausgabe vom 18. März)
Gerade die, die am lautesten
schreien werden vom Glück der
Menschheit, werden sich am wenigsten
um das Glück ihrer Mitmenschen
kümmern. Könnten die Kommunisten
besser gezeichnet sein? Dostojewski läßt
sie sagen: „Und wenn bei der Revolu
tion auch hundert Millionen Menschen
zu Grunde gehen! Und Rußland wä
re das geeigneteste Land für eine sol
che Revolution, ferner daß unbedingt
die Familie zerstört werden, die Herr
schaft der Religion und der Geistlichen
niedergerungen und die freie Liebe
eingeführt werden müsse." Er sieht die
Spionage kommen, wo einer den an
dern überwacht, wo „alle Sklaven und
in der Sklaverei' gleich sind". „Alles
auf einen Nenner, völlige Gleichheit
volles Auslöschen der Persönlich
feit." „Das ist die Zukunft Rußlands
und vielleicht ganz Europas? Ich sehe
das alles ganz klar bor meinen Au
gen. Sie werden die Welt in zwei
ganz ungleiche Teile teilen! Ein Zehn
tel erhält die volle persönliche Frei
heit und die unbegrenzte Macht über
die übrigen neun Zehntel."
Die Hauptaufgabe der Propheten
besteht indes weniger im Vorausver
künden der Zukunft, als iiji Verkün
den der Wahrheit und des Sittenge
setzes. Immer wieder weist er auf
Christus und Sein Evangelium hin.
Für schnelle, erprobt^
Ä' angenehme
LINDERUNG
von
Hartleibigkeil
und
Kopfschmerzen
verstimmtem
Magen
Verdauungs
störung
Nervosität
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Blähungen
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COD-
Neme
Adresse
16-37M
Ten Hochmut nennt er „den Vater
aller Sünden". Er predigt (unÄ übt
auch) Demut und Liebe, Versöhnlich-
keit und Gottvertrauen, das stille Hel
dentum der Geduld und Pslichterfül
lung. Sein Schwanengesang, seine
Rede bei der Puschkin-Feier am 8.
Juni 1880, war nicht bloß ein beget*
stertes Bekenntnis zu Christus, son
dern auch zur Sendung Rußlands:
„Ja, die Bestimmung des russischen
Menschen ist zweifellos eine ganz Eu
ropa, ja die ganze Welt umfassende."
Aber nicht im Sinn der Kommuni
sten, sondern „der endgiltigen brü»
derlichen Vereinigung aller Völker im
evangelischen Gesetze Christi"! Diese
Rede machte einen so gewaltigen Ein
druck, das die Zuhörer sich unter Trä
nen umarmten, zwanzigjährige Feind
schaften aufgaben und ein alter Geg
ner deni Redner die Hand drückte mit
den Worten: „Ihre Rede war genial
und prophetisch."
Aber gerade dieser glänzende Er
folg ließ den Neid der Federfüchse
nicht ruhen. Sie ließen an seiner Rede
kein gutes Wort. Echtes Propheten
los! Was den Dichter in all seinen
inner« und äußern schweren Kämpfen
aufrecht erhielt, das war nebst seinem
Gottvertrauen die hingebende Liebe
seiner zweiten Frau Anna. Sie ist das
Muster einer tiefreligiösen, klagen, be
sorgten, hingebenden Gattin, die al
lein schon das Leben dieses Bandes
lohnen würde. Zu ihr sagt er bei die
sen Angriffen: „Ich habe Christus in
meinem Elternhaus kennengelernt ich
habe Ihn fast verloren, als ich mich
beinahe in einen europäischen Libe
mien' verwandelte und ich fand Ihn
wieder durch meine Leiden imi) durch
die Berührung mit dem Volke, das
Christus in seinem Herzen trägt
Sie lachen über mich und meinen
Glauben an Christus und begreifen
nicht, daß allein dieser Glaube nicht
nur Rußland, sondern ganz Europa
zu retten vermag! Jai Anja, wir ste
hen am Vorabend des Untergangs von
ganz Europa! Dieser Ameisenhaufen
ist schon lange unterwühlt, weil schon
lange alle sittlichen Grundlagen in
ihm zerstört sind. Anja, ich sehe be
reits den Schein der Blitze, ich höre
schon das Grollen des Donners."

GERMAN RELIEF COMMITTEE
350 Fifth Avenue, New York 1, N,
War Relief Services—National Catholic Welfare Conference
Gentlemen:
War Relief Services-National Cath. Welfare Conference
Enclosed is contribution of $. for relief of needy civilians in Germany.
NAME
ADDRESS
CITY ZONE STATE
Postamt
DR. PETER FAHRNEY SONS CO.
Dept.
*501 Woahlagtoa Blvd., Chicago 11. HL
I 1501 Waanugtoa Blvd., Chicago IS, HL 1
I 25* Stanley St., Winnipeg, Man.. Ca».
WHO WILL SEND FOOD AND
CLOTHES to help support a
Homeless Baby from Eastern
Germany, born January 25,
1947, named Mathias Bern
hardt? Address: FAMILY BERT
DOMHARDT, HORNEBURG
NIEDERELBE, IM GROSSEN
SANDE 85 BEI REUTER, GER
MANY, BRITISH ZONE.
WHO WILL SEND FOOD AND
CLOTHES to help support a
Homeless Child (half orphan)
from Eastern Germany? Born
June 7, 1939. Address: PETER
LUDWIG WEIS, HORNEBURG
NIEDERELBE, IM GROSSEN
SANDE 85, GERMANY, BRIT
ISH ZONE.

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