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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, April 10, 1948, Ausgabe der 'Wanderer', Image 5

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ffe VetchWsung des kkMM OeMwÄ, GM Sfchftrftat Wm^er tm% baS
an der Seite seines älteren Bruders, jenige, daß man sicher zu seiner Se
Als er eines Tages mit seinem Vater ligsprechwig schreiten könne, promul
auf eine Ausstellung nach Clermont- gi«D.
Ferrand fuhr, sah er dort zum ersten £*r. E. &, v. F. Rom.
Mal die Christlichen Schulbrüder, und
erhielt von seinem Vater die Aus
fünft: „Das sind die Brüder, die aus
Liebe zu Gott die Kinder unterrich
ten." Zuhause angelangt, fragte et
seine Eltern, ob er nicht auch Schul
bruder werden könne. Diese waren von
der Frage beeindruckt, weil ihr Sohn
schon als Knabe einen ernsten und
tatkräftigen Charakter zeigte. Er war
damals vierzehn Jahre alt. Aber sein
Eintritt ins Noviziat scheiterte zu
nächst an seiner auffallend geringen
Körpergröße. Seine Eltern hatten ihn
aber in das Institut der Schulbrüder
in Riom geschickt, um seine Neigung
zum Ordensleben nachprüfen zu las
sen. Nach zwei Jahren hatte er das
gewünschte Längenmaß erreicht und
wurde als Novize in Clermont aufge
nommen. Seine Bewährung darin
war während des vorgeschriebenen
Jahres einer doppelten Prüfung aus
gesetzt, dem Heimweh und der Sehn
sticht des Vaters, seinen Jungen wie
der bei sich zu haben. Als der Vater
eines Tages im Ordenshause erschien,
UM ihn heimzuholen, war der Sohn
bereits so gefestigt und überzeugt von
seiner Berufung, daß er den Vater von
seinem Gedanken abbringen konnte.
Er wurde eines der treuesten, hin
gebungsvoll arbeitenden Mitglieder
der Genossenschaft des hl. Johannes
de La Salle. Diese kennt unter ihren
Profeßgelübden als letztes, aber nicht
als unwichtigstes das, den Unterricht
ohne Entgelt zu erteilen. Wie sehr
war gerade dieses Versprechen Fretter
Benilde aus dent Herzen gesprochen!
Er zeigte, seitdem er zunächst in Riom
die Kleinsten in der Schule unterwie
sen Hatte, jenes ihm eigene Talent,
der Jugend Kenntnisse und Wissens
stoff in anziehend«: Weise zu vermit
teln und zugleich mit dem Auge des
geborenen Pädagogen den Charakter
der Knaben zu erkennen und sie zum
Guten hinzuleiten. Seine mit Kraft
gepaarte, gewinnende Milde, sein
Sinn für Fröhlichkeit erschloß ihm das
Gemüt der Kinder. So übertrug sich
auf diese wie von selbst auch die reli
giöse Ergriffenheit ihres Lehrers, ei
ne pädagogisch bedeutsame und in der
Erziehungsgeschichte besonders auch
boh Don Bosco gerühmte Tatsache.
Man hat gesagt, daß die Jugend, die
Bruder Benilde anvertraut war, ihn
wie ihren Schutzengel ansah. Mit rüh
render Güte nahm er sich auch der
kranken, schwachen und hungernden
Kinder an. Darüber berichtet Frater
Teobaldo in seiner eben erschienenen
Lebensbeschreibung „II Beato Frater
Benildo belle Scucle Cristiane". Er
erzählt, wie ein armer Schüler mit
schwerer Unterernährung in Ohn
macht fiel, und wie Benilde ihm dann
zusätzlich aus der Küche des Ordens
Hauses alles zukommen ließ, was das
Elternhaus' ihm nicht zu geben ver
mochte. Eine Zeit lang war Benilde
übrigens selbst der Koch'im Institut.
»Viele Jahre über wurde der rege
ttRb energische Ordensmann von sei
nen Oberen von einer Lehranstalt zur
anderen entsandt, so nach Moulins
Limoges, Aurillac und Clermont, bo
er die Ackerwirtschaft und die Gärt
nerei betrieb. Von dort kam er als
Direktor cm die Niederlassung der
Schulbrüder in Billon und danach
endgültig 1841, ebenfalls als Direk
tor, an die neugegründete Anstalt in
Saugues. Hier mußte fast aus dem
Nichts heraus die schwierige Erzieh
ungsarbeit an einer verwilderten und
bis dahin vielfach sich selbst überlasse
nen Jugend geleistet werden, die von
Benilde und seinen Mitbrüdern mit
Klugheit und Kraft so gemeistert wur
de, daß die Elternschaft ihnen häufig
spontan Dank aussprach. Der Leiter
der Anstalt Fra Benilde erhielt vom
Rektor der staatlichen Akademie von
Clermont für seine pädagogischen Er
folge eine Ehrenmedaille zuerkannt.
An der Spitze der Kommunität
von Saugues entfaltete Benilde zu
gleich eine nimmermüde praktische
Karitas. Seinen Mitbrüdern gegen
über zeigte er väterliche Fürsorge bis
in alle Einzelheiten des täglichen Le
bens hinein und erbaute sie durch feine
tiefe Andacht zum eucharistischen Hei
land und zur Gottesmutter. Er ver
anlagte, daß ihr 1860 auf dem Puy
de Dome ein Standbild wiedererrich-
tet wurde an Stelle des in der fran
zdfischen Revolution beseitigten. Sei
nen Mitbrüdern entging es nicht, daß
er ein besonders begnadeter Ordens
mann war. Gut verbürgt ist ein Vor
gang, wonach durch sein inständiges
Gebet während einer Periode ärgster
Trockenheit plötzlich ein Gewitterregen
eintrat, den er bei heiterem Himmel
vorhergesagt hatte.
Von Arbeit, Mühen und körperli
chen Leiden aufgezehrt, beschloß er
fem Leben am 13. August 1862 im
Ordenshause zu Saugues, dessen
Schule er mehr als zwei Jahrzehnte
vorgestanden hatte. 1903 wurde
das Verfahren seiner Beatification
bei der Ritenkongregation eingeleitet.
1928 wurde der heldenhafte Grad
seiner Tugenden verkündet. Im Fe
bruar und Juni 1947 wurden die
Dekrete über zwei auf seine Fürbitte
Nisplvced ChriMsns"
Bon E. I. Reichesberger
Man redet und schreibt sehr viel
über Displaced Persons ebenso tief
und allseitig ist das Schweigen über
die Lage der „Potsdam Displaced
Christians", im ganzen fünzehn bis
achtzehn Millionen, zur Hälfte Ka
tholiken, davon über dreiundzwanzig
hundert Priester, taufende von Laien
brüdern und Ordensfrauen.
Ich weiß sehr wohl, daß man die
Bezeichnung Potsdam Displaced
Christians nicht gerne hört. Die Opfer
von Potsdam sind Opfer eines unge
heuerlichen Verbrechens. In Potsdam
haben Polen, die Tfchecho-Slowakei
und Ungarn den Freibrief zur Aus
treibung der Bürger deutscher Zunge
erhalten es ist natürlich und war zu
erwarten, daß die Balkan-Zaunkönige
dem Beispiel der obersten Repräsen
tanten der Humanitären Demokratie
folgen würden. Diese Menschen sind
wirklich „displaced", in der brutalsten
und unmenschlichsten Weise ins Nichts
gehetzt worden. Sie sind ausnahmlos
Christen, da ja die Juden, die von
Hitler mißhandelten wie die vor der
östlichen Demokratie geflohenen, au
tomatisch als „displaced" anerkannt
werden. Ter Ausdruck „Potsdam Dis
placed Christians" besteht also völlig
zu Recht. Es ist irreführend, sie
„Flüchtlinge" zu nennen sie wollten
nicht fort aus ihrer Heimat fie haben
es nie, für möglich gehalten, daß vor
allem die Westmächte solcher Brutall'
tat je zustimmen würden ihr einzi
ger Wunsch ist: Zurück in die Heimat.
Eben heute erreicht mich die Todes
mitteilung eines lieben priesterlichen
Freundes, in dessen Gebetbuch man
handschriftlich die Worte Daniel O'
Councils fand: „Die Seele dem Him
mel, das Herz nach Rom, der Leib
aber der Heimat." Und nun begruben
sie ihn in der Fremde, in einem Land,
das den Opfern von Potsdam oftmals
so wenig Herz und Verständnis ent
gegenbringt, in einem Land, das sei
nen deutschen Namen verloren und in
Bizonia umgenannt wurde.
Die Lage der offiziell, wenn auch
absolut willkürlich als „displaced" an
erkannten Personen ist nicht ideal,
aber immerhin hundertfach besser als
die der „Potsdam Displaced Chris
tians" UNRRÄ sorgte für sie, heute
JRO die Militärverwaltung sorgt
besser für sie als selbst für deutsche
Schwerarbeiter. Für sie bestehen um
fangreiche Hilfsstellen überall entste
hen Komitees, die sich um sie und ihre
Zukunft sorgen. Was geschieht für die
„Potsdam Displaced Christians"?
Nichts, so gut wie gar nichts, es sei
denn von einzelnen gutgesinnten Men
schen. Viele glauben, daß in der Grup
peder TP's auch die Opfer von Pots
dam eingerechnet,find. Das ist durch
aus unzutreffend, da man ja nur et
wa eine Million Menschen als „dis
placed" anerkennt. Wissen denn die
Katholiken nichts von der Existenz der
fünfzehn bis achtzehn Millionen
„Potsdam Displaced Christians"?
Solches Nichtwissen wäre unentschuld
bar. Oder schweigen sie darüber, weil
man in Washington nicht gerne an
die Barbarei von Potsdam und noch
weniger an die Billionen, die es ko
stet,.erinnert sein will? Wie will man
dieses Schweigen zu einem weltge
schichtlich unerhörten Verbrechen, die
se Verleugnung der Lehre des Barm
herzigen Samaritans am Tage des
Gerichtes entschuldigen vor dem
allmächtigen Gott, nicht vor servilen
Rechtsverdrehern?
Es ist eine gewisse Genugtuung,
daß die Existenz der „Potsdam Tis
placed Christians" allmählich auch im
Kongreß bekannt wird und daß Män
ner von Charakter sich von dem Ver
brechen von Potsdam distanzieren
und, soweit es noch möglich, das Un
recht wieder gutmachen wollen. Eben
lese ich, daß der Abgeordnete H. F.
Ioungblood (Republikaner Michi
gan) die Frage aufgriff. (Leider liegt
mir der Wortlaut nicht vor.) Hr.
Francis Cafe, Abgeordneter von Süd
Dakota, hat mir eben, bezugnehmend
auf meinen Artikel „A People Forgot
ten." im Brooklyn'er ,Tablet' vom 10.
Januar, die beiden Gesetzesanträge
zugeschickt, die er im Kongreß ein
brachte. Dazu möchte ich kurz Stellung
nehmen.
Bill H. R. 4723 vom 15, Dezem
ber 1947 fordert die „Zulassung (Re
cruitment) gewisser qualifizierter Ar
beiter, die in Amerika gebraucht wer
den, und gleichzeitig die Last der Hilfe
für Deutchlfand, Oesterreich und Ita
lien verminderte". Schon aus dieser
Formulierung geht hervor, daß we
niger humanitäre oder gar christliche
Motive hinter der Bill stehen, sondern
ausschließlich Bedürfnisse Amerikas
und Ersparnisgründe. Die Bill for
dert die Zulassung von insgesamt
hunderttausend Personen, die „fol
gende Zahlen und Kategorien nicht
wbspswfw mi |sp^ M- mrfw^fww'
*. .?*''"Y
*df'* "s'\
Merschrettm dürftm": zMkmsenb
Spitaldiener (Hospital Attendants)
zwölftausend Gemüse- und Zucker
rüben-Arbeiter zwölftausend Arbei
ter für Molkereien und Molkereipro
dufte fünftausend Zimmerleute,
Mauerer, Stuckarbeiter (Plasterers),
Steinhauer und Mechaniker fünfund
zwanzigtaufend Hausangestellte oder
Gärtner sechsunddreißigtausend
Farmarbeiter. Was sind hundert
tausend in einem Lande wie Amerika?
Tie Anwärter werden „rekrutiert",
sie müssen sich „verpflichten, daß sie
wenigstens für drei Jahre nach der
Zulassung die Stelle {such employ*
mont) nicht ändern".
Ter Fortschritt der Bill liegt darin,
daß nicht mehr von „displaced Per
sons" die Rede ist, sondern, daß „Per
sonen, die heute in Teutschland, Oe
sterreich oder Italien wohnen und den
übrigen Qualifikationen entsprechen",
sich bewerben können, daß also zum
ersten Male wenigstens eine beschränk
te Gruppe als Menschen betrachtet
werden. Anderseits ist die Zulassung
beschränkt auf eine kleine Gruppe von
Spezialarbeitern und nur auf diese
als Individuen. Es ist nicht gesagt,
daß z. B. mit den Zugelassenen auch
ihre Familien zugelassen würden,
ganz abgesehen davon, daß selbst in
diesem Falle kranke Familienmitglie
der nicht Aufnahme fänden. Die Bill
schränkt also praktisch den Kreis auf
hunderttausend ledige, qualifizierte
Arbeiter ein. Und diese werden „re
krutiert", so ungefähr wie etwa die
Kriegsgefangenen in Frankreich
wenn der Aushebungsleiter ein Mor
genthau-Anhanger ist, wohl wie bei
einem Sklavenmarkt in Marokko oder
wie derzeit in Tschechien.
Eine andere Frage ist, daß man ge
sunde, qualifizierte Arbeiter heute in
Europa so dringend braucht wie hier,
umiomehr als noch Millionen von den
Sozis und Kozis in der Sklaverei der
Kriegsgefangenschaft gehalten wer
den. Europa ist ein Armenhaus
muß es nun auch zu einem Siechen
haus werden?
Die einzige Gruppe, die aus der
Bill Vorteil haben dürfte voraus
gesetzt, daß sie angenommen wird
sind hunderttausend ledige Menschen,
die nicht mehr in ihre den Bolschewi
ken ausgelieferte Heimat suri'ttiEfötv
nen, z. B. Teutsch-Rußländer. Wer
den sie sich von ihren Angehörigen
trennen, nachdem ohnehin Glieder der
meisten Familien nach Sibirien ver
schleppt sind?
Soll die Bill wirklich Sinn haben,
dann müßte sie zumindest auf hun
derttausend qualifizierte Arbeiter und
ihre Familienangehörigen, einschließ
lich Brüder und Schwestern, ausgd
dehnt werden.
Tie beste Lösung der Frage wäre
die Aufhebung aller Visa-Einschrän
kungett, die Wiederherstellung des
Vorkriegszustandes, gleichzeitig die
Auffüllung der während des Krieges
entfallenen Quota, selbstverständlich
unter Ueberprüfung jeder einzelnen
Bewerbung. Es scheint an der Zeit,
daß wir wieder zu normalen Zustän
den zurückkehren, so sehr sich die Mcr
genthauer dagegen wehren mögen.
Vielleicht ist dies mehr int Interesse
Amerikas als die Zulassung einer klei
nen Gruppe: Amerika ist im Ge
gensatz zu Rußland ein sterbendes
Land, dank der geduldeten, wenn nicht
geförderten Unsittlichkeit, religionslo
sen Moral, Ehezerfall und Geburten
beschränkung.
Nur eine verschwindend fleitte
Gruppe kann und will nicht heim
nach Rußland. Die überwiegende
Mehrzahl der „Potsdam Displaced
Persons" will heim und kann nicht
heim. Vielleicht sollten wir dem Herr
gott danken, daß die Opfer Potsdams
sich trotz der furchtbarsten Erlebnisse
sich die Liebe und Treue zur Heimat
bewahrten.. Die Frage für sie lautet
aber aus die Dauer: Rückkehr in die
Heimat oder Anarchie! Eine Bill ist
lange überfällig, die fordert: „Der
Kongreß der 93er. Staaten lehnt jede
Mitschuld und Mitverantwortung an
den Massenausweisungen von Pots
dam wie am Morgenthau-Plan ab.
Die Alleinschuld haftet an den Sig
nataren, ihren Beratern und den in
teressierten Hintermännern (Pressure
Groups). Ter Kongreß wird den gan
zen moralischen, wirtschaftlichen und
politischen Einfluß einsetzen, um das
Unrecht wieder gutzumachen, den Ver
triebenen Heimat und Vermögen wie
derzugeben, sei es durch Abbruch aller
Beziehungen zu den Staaten, die Exe
kutoren und Nutznießer dieses Verbre
chens gegen das Naturrecht und gegen
die Menschlichkeit sind." Utopisch?
Wiedergutmachung von Verbrechen ist
keine Utopie, sondern Grundvoraus
fetzung jeder geordneten Gesellschaft.
Präsident Truntan erklärte dieser Ta
ge vor den Baptisten: „Es gab tau
fende Verträge in der Weltgeschichte,
die momentan expedient waren, aber
Verträge sind nicht gut, wenn sie nicht
durch Herz und Sinn des Volkes ge
deckt sind." Sagen wir besser: durch
das Gewissen des Volkes, das sich am
Natur recht und den Geboten Gottes
orientiert. Es gibt wenig denkende
Menschen mehr, die noch den Mut
haben, das Verbrechen von Potsdam
zu verteidigen daß es nicht expedient
war, wissen nicht zuletzt die Steuer-
to WMSENFUDNO
tr&M', die jefct Billionen für den
Morgenthau-Sadismus und zur Vor
bereitung des nächsten Weltkrieges,
geboren in Jalta und Potsdam, zah
Ien müssen.
Tiefe Forderung: Rückkehr in die
Heimat! ist nicht unmittelbar zu
erfüllen, wenn überhaupt ohne einen
neuen Krieg. Tamm bleibt die an
dere Verpflichtung: Die „Potsdam
Displaced Christians" müssen in je
der Hinsicht den offiziell protegierten
TP's gleichgestellt werden. Es ist un
sere Pflicht, ihnen ein menschenwür
diges Leben zu sichern, wie hoch auch
die damit verbundenen Kosten sein
mögen. Menschenleben sind wichtiger
als Tollars. Daneben bleibt die
Pflicht zu privater Hilfe.
Tamit komme ich zur zweiten Bill
H. R. 4904, die vorsieht, daß frei
willige Hilfe ermuntert werde, um so
wohl die Auslagen der Regierung (die
nach der Hagtter Konvention für einen
vernünftigen Lebensstandard der be
setzten Gebiete verantwortlich ist) her
abzusetzen. als auch den Notgebieten
zu früherer wirtschaftlicher Selbstän
digkeit zu verhelfen. Hr. Case schlägt
die Errichtung von Hilfsdepots in
New Aork und San Francisco vor,
zu denen Einzelne oder Gruppen le
bensnotwendige Tinge schicken können,
die in den Notländern durch die Ar
mee verteilt oder an gewünschte Per
sonen oder Gruppen abgegeben wer
den. Tie Pakete sollen in den Hilfe
depots inspiziert und dann auf Ko
sten der Armee weitergeleitet werden.
Ter Vorschlag ist sicherlich wohl ge
meint, aber mit zuviel „Red Tape"
umgeben. Ist die Armee wirklich die
berufene Karitasstelle? Wie lange
schleppen sich die Sendungen in den
Hilfsdepots herum? Wie handhaben
herzlose Bürokraten die Inspektio
nen? Und ganz wesentlich: Wir zah
len hier vom Mittelwesten nach New
?)orf beinahe das gleiche Porto wie
für direkte Lieferung nach Deutsch
land oder Oesterreich. Nach meiner
Anschauung ist die beste, wirksamste
und christlichste Hilfe die direkte Hilfe
von Mensch zu Mensch. Sie allein
weckt Vertrauen und erhält die Idea
le. Meine Forderung wäre daher:
Aufhebung oder wesentliche Reduzie
rung des" Portos Abschaffung aller
unnötigen Formulare Ausdehnung
des Gewichtes bis zu siebzig Pfund
wie bei der Armee Beschleunigung
der Ablieferung Einführung der Ver
sicherung, Tinge, die jä fast alle
längst vorgeschlagen sind.
Tie durch die Portoherabsetzung
entstehenden Mehrkosten werden mehr
als aufgewogen durch die Ersparnisse
an öffentlicher Hilfe und vor allem
durch den Wiedergewinn des Ver
trauens, um das uns der Morgen
thauisinus in der Welt gebracht hat.
Und vielleicht brauchen wir trotz un
serer materiellen Uebennacht auch
Freunde in der Welt.
Tazu kommen eine Reihe anderer
Forderungen, die mit einem Feder
strich des Präsidenten zu erfüllen wä
ren: Abschaffung der Briefzensur mit
dem „befreiten" Oesterreich Zulas
sung der Luftpost ins Reich für beide
Wege eventuell durch Einführung
internationaler Antwortfcheiite zum
selben Preise oder bei dem Papier
mangel besonders nötige Kartenbriefe
zu zehn Cents, wie sie hier für inter
nationale Post zulässig sind. Wie viel
Menschenleben sind verloren gegart
gen, weil Anforderungen für Medizin
erst nach sechs bis acht Wochen eintra
fen, die in drei bis fünf Tagen hät
ten hier fein können! (O. G. Villard
hat in ,Human Events', 21. Januar,
in einem Artikel: „No Humanity for
Germans" mehr Forderungen aufge
stellt, auf die einzugehen hier der
Raum fehlt.)
Wie können wir diese Forderungen
erreichen? Nur dadurch, daß wir die
Kongreßleute stützen: Schreiben und
immer wieder schreiben. Nehmen wir
uns ein Beispiel an den Gruppen, die
sich für die Teilung Palästinas ein
setzen Es soll doch auch so etwas wie
eine christliche Solidarität geben, so
gar einen Mystischen Leib Christi, des
sen Glieder die „Potsdam Displaced
Persons" sind.
Inzwischen weiterhelfen „tili it
hurts", nicht bloß aus Menschlichkeit
und christlicher Liebe, sondern zur
Errettung der Welt einschließlich Ante
rikas aus den Klauen des russischen
Bären, denen nicht bloß Teutsch
land, sondern die Welt, die in Jalta
und Potsdam ausgeliefert wurde. Ich
kann nur die Worte Father Warnfes,
wiederholen, die durch meine
Post täglich bestätigt werden: „Tie
westliche Welt muß sich klar werden,
daß die Welt durch den Kommunis
mus bedroht ist. Tiefe Trolnmg ist
wirklich und wird täglich stärker. Die
heutige hoffnungslose Hoffnungslosig
feit des deutschen Volkes erzeugt Kom
munismus. Und wenn Teutschland
kommunistisch wird, wird nichts die
kommunistische Diktatur von ihrem
Siegeslauf nach Westen abhalten, bis
sie die ganze westliche Hemisphäre er
faßt hat. Das find nicht leere Worte.
Von hier (Teutschland) aus kann man
sie als klare Tatsache sehen."
twsw**
Onkel schüttet
Millionen an»
(Fortsetzung von Seite 1)
bemüßigt, wenigstens eine Geste des
guten Willens zu machen. Sie nah
men darum mit großem Eifer in die
Vorlage die Bestimmung auf, daß,
soweit der Bund in Betracht kommt,
fein prinzipieller Einwand besteht,
daß die Staaten Pfarrfchüler an dem
Washingtoner Goldregen teilnehmen
lassen. Tie Herren Senatoren wissen
aber, daß sie sich darüber keine Sorge
zu machen brauchen da es un
ter den achtundvierzig Staaten kaum
einen einzigen gibt, der von dem Pri
vileg, auch die Pfarrschulen zu be
rücksichtigen, Gebrauch machen wird.
Wenn wir es vorher nicht gewußt
haben sollten, wissen wir es jetzt, daß
wir von einem säkularisierten Staat
und von religiös gleichgültigen, wenn
nicht gegen Kirche und Christentum
eingestellten Gesetzgebern feine Fair
neß zu erwarten haben und daß wir
uns einzig auf uns selbst und Gottes
Hilfe verlassen müssen wie es seit
vielen Jahrzehnten Tradition der
amerikanischen Katholiken gewesen ist.
Und so werden wir um so freier
und unabhängiger bleiben und um
so stärker im Kampfe gegen die reli
gionsfeindlichen Mächte, die nicht al
lein uns Christen, sondern das ganze,
von ihnen längst unterminierte
Staats- und Völkerleben bedrohen.
Tie Zeit wird kommen, da man er
kennen wird, daß dieser Kampf nicht
allein eine religiöse und sittliche
Pflicht war, sondern auch eine hoch
bedeutsame vaterländische Tat gegen
über dem totalitären Staat.
lermilchte»
Tie amerikanischen Universitäten
mit ganz wenigen Ausnahmen haben
infolge des kommunistischen Staats
streichs ihre Beteiligung an der Sechs
Hundertjahrfeier der Universität Prag
rückgängig gemacht.
Tas Saar-Gebiet wird seit dem 1'.
April im Handelsverkehr mit dem
übrigen Teutschland als „Ausland"
behandelt. Ties ist das Ergebnis ei
nes Abkommens zwischen den westli
chen Besatzungsmächten in Teutsch
land nach Besprechungen mit ameri­
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Tnytiv brt Stfv&ii, bittrr *mi*
kanischen, britischen tmb französischen
Sachverständigen, die sich mit der
Einbeziehung des Saar-Gebiets in
das französische Wirtschaftsgebiet f*
schäftigen.
Ter American Overseas Aid-Unit
ed Nationals Appeal for Children,
dessen Sitz sich in New Aork. 39
Broadway, befindet, hat foeben mit«
geteilt, daß die deutschen Kinder in
das Hilfsprogramm des UN Inter
national Children's Emergency Fund
einbezogen worden find. Der Exeku
tivausfchuß des JCEF beschloß mit
vier gegen eine Stimme, daß Deutsch
land nunmehr in die Reihe der Län
der aufgenommen wird, deren .Kin
der vom Kinderhilfsfonds Unterstüt
zung erhalten werden, vorausgesetzt,
daß die Kommandierenden der Beset
ztmgezone ein entsprechendes Ansu
chen um Hilfe an den Fonds richten.
Sobald diese Körperschaft ein derarti
ges Ansuchen erhält, wird sie über die
Mittel und Wege schlüssig werden, den
deutschen Kindern zu helfen.
In diesem Jahre sind es achthun
dert Jahre, seitdem das Zisterzienser
kloster Eußertal in der Rheinpfalz
durch den Ritter Stefan von Mörl
heim gegründet wurde. Anläßlich die
ses seltenen Jubiläums sind entspre
chende Feierlichkeiten vorgesehen. Die
Durchführung der Vorarbeiten liegt
in Händen der katholischen Pfarrge
meinde. Vom Kloster selbst steht nur
noch die beutige Pfarrkirche. Auf den
Ruinen des Klosters wurde die Ort
schaft Eußertal erbaut. Gutsgebäude,
die zum einstigen Kloster geborten,
stehen jedoch heute noch, so der Vogel
stockerhof an der Gemarkungsgrenze.
der Waldwiesenhof in Dernbach nebst
dem Pfalzhof. der heute, wenn auch
im umgebauten Zustand erhalten ist.
Andere ehemalige Höfe der Umgebung
fielen früheren Fehden und Kriegen
zum Opfer. Heber das Kloster Eußer
tal besteht eine umfangreiche Ge
Irtiichtsichreibung. Lange Zeit waren
die einstigen Mönche des Kloster Eu
ßertal die Verwalter und Hüter der
Reichskleinodien auf dem Trifels.
VERLANGT Wird
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