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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, August 21, 1948, Ausgabe der 'Wanderer', Image 8

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

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OHIO WAISEFREUND
Dieses Wochenblatt erscheint seit
dem Jahre 1873 regelmäßig jeden
Gam^taa und wird herausgegeben
tum Besten des Päpstlichen Kolle
gium Josephinum der hl. Kongrega
bm der Propaganda in Columbus,
beflen Zweck die Heranbildung beut
fcher Nriesterzoglinge für die Ver.
Staaten ist. Diese Anstalt ist Haupt
sächlicki angewiesen auf die Einkünfte
oieses Biattes und die Geschenke sei«
«er Leser.
Sonntag, 22. August: Vierzehnter
Sonntag noch Pfingsten. (Unbe
e k e s e z a i a E v a n
gelium: Niemand kann zwei
Herren dienen (Matth. 6).
Montag, 23. August: Philipp Beniz
zi.
Dienstag, 24. August: Bartholo
maus.
Mittwoch, 25. August: Ludwig.
Donnerstag, 26. August: Zephyrin.
Freitag, 27. August: Joseph von Ca
lasanktus.
Samstag, 28. August: Augustinus.
Stimme des Volles
für das Josephinum
iv. i ii
'M.
'vmfiegenb $1, den wir in einem
Anliegen zu Ehren der Muttergottes
von der Immerwährenden Hilfe und
des hl. Joseph versprochen hatten.
Wir wünschen dem Josephinum reich
jfeu Gottessegen.
W. M., III.
Einliegend $20, eine Gabe, die ich
in einem wichtigen Anliegen verspro
chen hatte.
Leser, Tex.
Einliegend übersende ich Ihnen $1,
den ich in einem gewissen Anliegen
versprochen hatte. Meine Bitte ist er
hört worden. Möge der göttliche Hei
land Ihre Anstalt beschützen und
reichlich segnen?
Alter Leser, O.
KNABEN
welche den 8. Grad absolviert
und den Berus zum Priester
stände haben, werden ersucht,
durch ihren hochw. Hrn. Pfar
rer sich zu wenden an den Rek
tor des
VERLANGT Wird ein er
fahrener Farmer. Verheirate
ter Mann vorgezogen. Gutes
Heim und guter Lohn für den
rechten Mann. Man wende
sich an: SISTER SUPERIOR,
KNIGHTS OF ST. GEORGE
HOME, WELLSBURG, W. VA.
VERLANGT Unverheirate
ter Mann als Janitor. Guter
Lohn, Board und Wäsche im
Josephinum. Man sende Öfter
sten mit Referenzen an: THE
JOSEPHINUM, WORTHING
TON, OHIO.
•HeweiSe
ysjdanluut
u. Erinnerungen
S o u e A e i
(9h. 93)
(Fortsetzung)
Des Bergmanns Freund
So pflegte Vater Jessing von den
grasgrünen Deutschen genannt zu
werden. So war er die bekannteste
und beliebteste Persönlichkeit in Per
rt) Co., Ohio. Sein Name verbreitete
sich immer mehr, je mehr Vater Jes
sing durch seinen ,Waisenfreund' in
die Öffentlichkeit gelangte. Von
Rendville wanderte der Waisenfreund
nach Corning und Buckingham, und
zwar durch Mike Stattler, der ihn
in seiner Wirtschaft den katholischen
deutschen Besuchern zeigte. Weil wir
anfänglich dort wohnten und bei
Mike stets verkehrten (er war ein
echter Bayer), so erzählte er uns von
Vater Jessing und seiner Waisenan
stnlt in Columbus, und daß er die
Leitung herausgebe zum Besten der
Waisenkinder und zur Unterhaltung
und Belehrung der Deutsch-Amerika
iter. „Ja," sagte Mike, „der Vater
Hessing tut ein gutes Werk. Er hat
ein Herz für die armen Kinder. Weil
seine erste Station Pomeroy zu klein
war, hat Bischof Rosekrans ihn nach
Columbus berufen. Dort an der Wai
senstraße hat er sein Werk fortge
setzt in größerem Maßstab. Ich war
dort und Hab alles gesehen. Mt), das
ist ein kraftvoller Herr der kann
sprechen und kommandieren. Vater,
Pieper, Werker und Scherfgen hörten
dieser Lobrede aufmerksam zu und
erklärten, sie hätten nie etwas von
Vater Jessing gehört, aber seine Zei
tung wollten sie schon halten, um die
armen Kinder zu unterstützen und
auch um etwas Deutsches zu lesen zu
haben." Von der Zeit an ging der
Waisensreund von Haus zu Haus
und viele Leute bestellten ihn. Auch
wenn die Leute verzogen, zog der
Waisenfreund mit und wurde auch
anderswo bekannt. Ueberall wohin ich
später als Priester kam, fand ich mei
ne alten Freunde von Buckingham
wieder. Es waren alle Coalminers,
die bessere Kohlengruben und bessern
Verdienst suchten. Ob sie ihr Glück
in Breese oder Decatur oder sonstwo
gefunden, weiß ich nicht, aber soviel
weiß ich. daß sie den Ohio Waisen
freund hielten, weil sie ihn hoch
schätzten wegen der interessanten Fra
gen, die darin beantwortet wurden.
Auch den Kindern, die kein Deutsch
verstanden, gefiel der Waisenfreund
und sie wollten eine ähnliche Zeitung
in englischer Sprache haben.
Es kam nun das Josephinum
Weekly, aber es war nicht der Wai
sensreund, nicht so interessant wie der
Waisenfreund der Eltern. Die Kin
der wollten den Waisensreund eng
lisch haben. Aber der Waisensreund
starb auch mit den Eltern. Wie oft
Habe ich als Agent hören müssen
von den Kindern: We want the Ohio
Waisensreund in EnMh, with the
Auskunft, thofe nice stories and
beautiful pictures.
Vater Jessing besuchte auch gern
die Coalminers. Er kam zweimal von
Columbus nach Corning, das letzte
Mal i. I. 1897 mit einer ganzen
Schar Studenten und blieb fast drei
Tage lang in Corning und besuchte
mit seinen Boys die berühmte Congo
Mine I. Priester und Studenten und
St. Bernard's größere Schulkinder
mit ihrem Pfarrer Rev. Bernard
Pink. Vater Jessing fuhr mit einer
Kutsche dahin. Die Company hatte
Vorbereitungen für den hohen Be
such getroffen, sodaß die Besucher al
les genau besichtigen konnten. Vater
Jessing hatte den Buben oft von den
Kohlenlagern im Innern der Erde
erzählt. Jetzt konnten sie es sehen, wie
eine Schicht Kohlen auf die andere
gelegt ist. Außer den Kohlen sind im
Innern der Erde Erz, Gold und Sil
ber, Salz und andere Metalle gebor
gen. So hat der Schöpfer schon vor
Jahrtausenden dafür gesorgt, daß
den heutigen Menschen diese unter
irdischen Schätze zu Gebote stehen,
denn wie könnten wir fertig werden
ohne Kohle und Edelmetalle?
Hessing und Bischof Rosekrans
Nach einer Ozeanfahrt von 62 Ta
gen kam Jessing auf dem Segelfchiffe
„Ocean" von Bremen in Baltimore
um Mitternacht, 20. Juli 1867, an.
Nach vier Tagen Quarantäne wurde
er als gesund entlassen und am 24.
Juli ans Land gesetzt. Am selben
Tage bestieg er um 9 Uhr abends
einen Zug nach Cincinnati und fuhr
durch Columbus, Ohio. Er schaute
zum Fenster Hinaus und sagte sich:
„Das ist Columbus." Er hatte feine
Ahnung, daß hier sein künftiges Ar
beitsfeld sich entwickeln sollte. Er kam
am 26. Juli in Cincinnati an in der
Absicht, hier seinen Onkel Vesque zu
treffen. Aber Onkel und Tante teu­
OHIO WAISKM'HÜl'ÄlU
ren bot vier Jahren nach Terre
Haute, Jnd, gezogen. @r logierte in
einer Wohnung, 370 Sycamore St.
und erfuhr von einigen Freunden
ans Münster den Aufenthaltsort sei
ner Verwandten. Er begab sich also
nach Terre Haute, wo er verbliebt,
bis ihm Freunde in Cincinnati mit
teilten, es böte sich ihm eine Anstel
lung als Lehrer in Hamilton, Ohio,
an der St. Josephskirche. Rev. G.
P. Steinlage würde ihn mit Freude
aufnehmen. So wurde er am 1. Sep
tember 1867 als Lehrer angestellt
Er hatte eine große Schule von 200
Kindern, die er oft ohne Schule un
terrichten mußte, bis die neue Schu
le fertig war. Auch tat er Küster
dieuftc und wohnte im Schulgebäude.
Mehrere Familien gaben ihm unent
geldlich Kost, weil er mittellos war.
Im Jahre 1868 bereitete er sich vor,
ins Seminar einzutreten, um seinen
sehnlichsten Wunsch, Priester zu wer
den, der Erfüllung näher zu bringen.
Rev. Schweninger, Herausgeber des
,Wahrheitsfreundes', für welchen
Jessing viele Zeitungsartikel ge
schrieben, erklärte, ihm Helsen zu wol
len. Ein edler Hamiltoner Geschäfts
mann, Herr Gerald Pater, bot sich
an, ihm behilflich zu sein. Er und
Leute der St. Josephsgemeinde trü
ge nalle Kosten im St. Mary's Se
ntittar in Cincinnati. Nach zwei Jah
ren erhielt Jessing die hl. Priester
weihe in der St. Patrick's Pro-Ka
thedrale in Columbus, am 13. Juli
1870 von Bischof Sylvester H. Rose
krans, Mit ihm wurde auch Jere
mias, Hl. Murray geweiht.
(Fort, folgt)
M. B. T.
Ter Wohltäter, welcher einen An
sangsbeitrag von tausend Dollar ein
gesandt, hat den Titel „zu Ehren
des hl. Conrad" gewählt. Unsern Le
sern und Wohltätern ist es nun frei
gestellt, entweder zur Freistelle der
hl. Frances Cabrini beizutragen, an
deren Vollendung noch $798.50 feh
len, oder zur neu gegründeten
stelle.
Frei­
:ti
V
Rev. Patrick Frankard, welcher im
vergangenen Juni im Josephinum
geweiht wurde, ist zum Assistenten
an der St. Michaelskirche an der
Presque Isle Avenue in Marquette.
Mich., ernannt worden.
Verschiedene Leser haben bedauert,
ihr Blatt abbestellen zu müssen, mit
der Begründung, daß sie die $3.00
jährlich nicht mehr aufzubringen im
stande sind. Viele unserer Leser ha
ben große Familien und manche kön
nen bei den stets steigenden Lebens
mittelpreisen kaum ihre Familie er
nähren. Wir können es ihnen nicht
verübeln, wenn sie sich bemühen zu
sparen, wo immer sie können.
Das erklärt ebenfalls die spärlich
eintreffenden Einsendungen unserer
Studenten von neu gewonnenen Le
iern. Wir sind überzeugt, daß sie
sich ernstlich bemühen, bei ihren Ver
wandten, Freunden und Nachbarn zu
werben. Sie versuchen offenbar ihr
Bestes.
Jeder Leser, der im Rückstand ist,
kann uns sein Jahresabonnement di
rekt zusenden, ohne auf den Besuch
eines unserer Studenten zu warten.
Man gebrauche den in fast jeder
Nummer enthaltenen Bezugsschein.
Allem Anschein nach werden wir
am 10. September, der Rückkehr un
serer Studenten, ein volles Haus ha
bert. Mehr als 300 Studenten wer
den am besagten Datum sich um 6
Uhr abends bei uns anmelden. Ge
genwärtig werben umfangreiche Vor
bereitungen zum Empfang der zahl
reichen Gäste getroffen.
Unsere Dampfmaschinen stehen in
Bereitschaft, Kohlen werden eingelegt
und nues Bettzeug ersetzt das schad
Haft Gewordene.
Vergangenes Jahr beliefen sich un
sere Lebensmittel auf annähernd
$1.000 im Monat und allem An
schein nach werden sie im nächsten
Schuljahr noch steigen. Die Kohlen
Preise
sind bedeutend
höher.
Andere
notwendige Dinge sind bedeutend im
Preis gestiegen. Wer unter unsern
Lesern das Glück hat, besserer Ver
hältnisse sich zu erfreuen, wird er
sucht, uns in diesen schwierigen Zu
ständen zu unterstützen zu helfen.
Unsere 3000 Tomato-Pflanzen
sind bereits herrlich gediehen. Schon
einige sind gereift, und wir hoffen,
daß bei der Rückkehr unserer Stu
deuten wir ihnen dreimal täglich To
maten auftischen können.
Einer unserer L^ser erneute sein
Jahresabonnement, damit, wie er
andeutete, unsere Studenten auch
zum Frühstück Tomaten essen könnten.
Die letzten 500 Exemplare unseres
Reimmichel-KalenderA sind eingetros
sen ganze acht Monate zu spät!
Wer noch ein oder mehrere Exem
plare wünscht, bestelle sofort. Wir ha
ben noch 200 an Hand.
iüsm
Winona, Minn. Der hochw'ste
Hr. Koadjutorbischos Binz von Wi
nona gibt soeben bekannt, daß am
hiesigen St. Mary's College ein Prie
sterseminar eröffnet wird, und zwar
unter dem Patrormt des Unbefleckten
Herzens Mariä. Zum Rektor des neu
en Seminars wurde der hochw. Hr.
George H. Speltz ernannt.
St. Cloud, Minn. Ter hochw.
Hr. Henry Soennecker, früher Kaplan
am St. Francis-Kloster in Little
Falls, wird sich demnächst mit Ge
nehmigung des hochw'sten Hrn. Bi
schofs Busch an die Catholic Univer
sity in Washington begeben, um dort
selbst sein Studium im kanonischen
Recht zu vollenden. Fr. Soennecker
wurde 1934 im Josephinum in
Worthington, Ohio, für die Diözese
St. Cloud zum Priester geweiht und
wirkte seither hier in der Seelsorge.
La Crosse, Wis. Gestorben ist
der hochw. Hr. Aloysius Schauenberg,
78 Jahre alt, zuletzt Pfarrer in Sauk
City und seit 1929 krankheitshalber
im Ruhestand. Der Verstorbene wur
de im Rheinland in Deutschland ge
boren, kam 1889 nach denVer. Staa
ten und wurde 1893 im St. Fran
cis-Seminar in Milwaukee zum Prie
ster geweiht. Darauf wirkte er in Ro
zellville, wo er eine Kirche baute
Fountain City, wo unter feiner Lei
tung ebenfalls eine Kirche gebaut
wurde, und 1914 bis 1929 in Sauk
City, wo er die Pfarrschule baute
und ein Schwesternkloster erwarb.
Seit Ende des II. Weltkrieges hat
der nun Verstorbene nicht weniger
als 255 Liebespakete nach Deutsch
land gesandt. Die feierlichen Exe
quien erfolgten am vorletzten Mon
tag in Sauk City. R.I.P.
Milwaukee, Wis. Anläßlich der
Jahrhundertfeier des Staates Wis
consin wird der hochw'ste Hr. Erzbi
fchof Kiley am Sonntag, 12. Sep
tember im Stadion der Marquette
University ein solennes Pontifikal
amt feiern, wobei die hochw. Geist
lichkeit und die katholische Laienwelt
aller Diözesen im Staate zur Betei
ligung eingeladen sind.
Im hiesigen Mutterhause
bet
Notre Dame Schulschwestern fei
ern heuer achtzehn Schwestern ihr
diamantenes und 48 ihr goldenes
Ordensjubiläum. Außerdem feiern
dieses Jahr 90 Schwestern in den
vier Ordensprovinzen Milwaukee,
Mankato, Baltimore und St. Louis
ihr silbernes Ordensjubiläum.
Chicago, III. lieber die beiden
hochw. Missionspatres aus Techny,
III., deren Ernennung zu Bischöfen
letzte Woche kurz berichtet wurde, ist
noch folgendes zu erwähnen: Der zum
Apostolischen Vikar von Ost-Netv
Guinea ernannte hochw'ste Hr. Ste
phen Appelhaus wurde in Spear
ville, Kans., geboren und im St.
Gabriel-Seminar in Modling bei
Wien 1932 zum Priester geweiht.
Vor vier Jahren erhielt er zusammen
mit dem zum Apostolischen Vikar von
Zentral-New Guinea ernannten hoch
w'sten Hrn. Leo Ackfeld und 18 ande
ren von Kardinal Stritch das Mis
sionskreuz für die Missionen, in de
nen mehr als 100 Priester, Brüder
und Schwestern ihr Leben durch den
Krieg verloren haben. Als Aeltester
der Missionarsgruppe wurde er zeit
weilig zum Superior beider Missions
distrikte ernannt. Sein Bischofssitz
wird die katholische Mission zum Hl.
Geist in Alexishafen bei Madang
sein.
Bischof Leo Arkfeld, der jüngste der
17 Apostolischen Vikare und Präsek
ten der Gefellschaft vom Göttlichen
Wort, kam von Panama, Ja., nach
Techny und erhielt 1943 vom hoch
w'sten Hrn. Wm. D. O'Brien von
Chicago die Priesterweihe. 1944 ging
er nach den Neuguinea Missionen,
wo er von Lac aus wirkend im eige-'
nen Flugzeug seine vielen Außensta
tionen betreute. Er wird in Kariru
bei Wewak an der Küste von Neu
guinea seinen Bischofssitz haben.
Wie soeben in Rom bekannt gege
ben wurde, hat der Hl. Vater den
hochw'sten Hrn. Augustin Olbert,
S.V.D., zum Bischof von Tsingtao
in China ernannt, und zwar als
Nachfolger des nunmehrigen Kardi
nalerzbifchofs Thomas Tien, S.V.D.,
von Peiping. Bischof Olbert ist sei
20 Jahren in der Provinz Schan
turich in den Missionen tätig und war
zuletzt Generalvikar der Diözese
Tsingtao.
Louisville, Ky. Plötzlich geftor
ben ist der hochw'ste Hr. Frede
rief M. Dunne, O.CSjO.Abt
74 Jahre
alt, fett 13 Fahren Abt kW Geh
semani Trappistenklosters in Trap
Pist, Ky. Geboren in Jronton, Ohio,
am 5. April 1874, wurde er von
seinen Eltern nach Atlanta, Georgia,
gebracht, wo er seine erste Erziehung
genoß. Im Alter von 20 Jahren trat
er am 2. August 1894 in Gethsemcmi
in den Trappistenorden ein. Zwei
Jahre später folgte ihm fein Vater
als Laienbruder in das Kloster, wo
er bis zu seinem Tode am 1. April
1898 verblieb. Abt Dunne wurde am
1. März 1901 zum Priester geweiht
und wirkte später als Prior des Klo
sters. 1935 wurde er als Nachfolger
des kurz zuvor verstorbenen Abtes
Edmond Albrecht gewählt. Unter sei
ner Leitung wurde u. a. 1944 das
neue Trappistenkloster 11. L. Frau
vom HI. Geist bei Conyers, Georgia,
eröffnet. R.I.P.
Psulus—Prsüdent einer
vVdeuttchen Republik?
lFortsetzung von Seite 6)
Nazipropaganda auch eine ganz fal
sche Vorstellung vom Einfluß der
Juden in Rußland. Sie besitzen feine
nennenswerte Macht. Im „Rat der
Dreißig" sind nur zwei Juden, die
Schwäger Stalins, die Brüder Ka
janowitsch, die übrigen 28 Mitglie
der des Obersten Sowjets sind Nicht
juden. Man kann sogar sagen, daß
man in Rußland wenigstens in
offiziell und in der Praxis die Ju
den ablehnt. Rußland kann noch
keinen Krieg brauchen. Ob es zum
Krieg kommt, entscheidet nicht allein
Stalin und kein Einfluß von Ju
den, entscheidet nicht das russische
Volk, sondern der Rat des Obersten
Sowjets."
Ehe wir uns trennen, möchten wir
gerne erfahren, was der einstige Sta
lingradkämpfer zu den Vergewalti
gungen und all' dem Schrecklichen
sagt, was man aus der Ostzone er
fährt. Seine Meinung ist dies
„Ich weiß davon. Sehen Sie, das
ist nicht Rußland. Das ist das Toben
von Kanonenfutter. Bei Moskau ste
hen Regimenter, die sich mit der frü
heren preußischen Garde du Corps
sehr wohl vergleichen können. Ich
für meinen Teil möchte aber mit
Rußland nichts mehr zu tun haben,
auch nicht mit der SED, der „Ein
heitspartei", die nichts anderes ist,
als eine getarnte Ablegerin der bol
schewistischen Partei. Und wenn man
mir die höchsten Ehren anböte, ich
habe genug von allem, was Rußland
heißt. Ich möchte nur arbeiten, für
meine Familie und den Wiederauf
bau Deutschlands."
Soweit der Bericht dieses ehema
ligert deutschen Offiziers in der Um
gebung der höchsten Träger der Wi
derstandsbewegung gegen Hitler un
ter den deutschen Kriegsgefangenen
in Rußland, die heute über ihre Rol
le alle eine ähnliche Meinung haben
mögen, wie unser Gewährsmann,
wenn sie auch nicht alle so tiefe Ein
blicke gewinnen konnten wie er, der
unter allen.deutschen Generalen nur
zwei kennt, die sich zum Kommunis
mus bekennen.
v. V.
Vermischtes
Am kommenden Sonntag, Mon
tag, Dienstag und Mittwoch werden
in Milwaukee die 93. Generalver
sammlung des Katholischen Central
Vereins und die 32. Generalver
sammlung des Katholischen Frauen
verbandes tagen. Am Freitag und
Samstag finden Vorverfammlungen
des Komitees für Soziale Propagan
da und der Vorstände beider Verbän
de statt. Der Central-Verein tagte
1923 in Milwaukee, und im letzten
Kriegsjahr, 1945, fand dort eine
Konferenz der Vorstandsmitglieder
statt. Eine der glänzenden Tagungen
wurde in Milwaukee in Verbindung
mit dem letzten Allgemeinen deutsch
amerikanischen Katholikentag und der
Jahresversammlung des deutsch-ame
rikanischen Priestervereins abgehal
ten. Unter den Rednern auf jener
Tagung befand sich Dr. Ernst M.
Lieber, Führer der deutschen Zen
trumspartei. Eine der Früchte der
Tagung war die Gründung eines
deutsch-amerikanischen Lehrervereins.
In New York starb am Montag
„Babe" Ruth, einer der Berühmtesten
und populärsten Spieler in der Ge
schichte des Base Ball. Er war 55
Jahre alt. Seit längerer Zeit war
er krebsleidend. Babe Ruch starb,
wie er gelebt, als ein *et Kirche
treu jergebener Katholik.
Der frühere Präsident Herbert
Hoover feierte letzte Woche in dem
kleinen West Branck iyj Staae Iowa,
in dem er geboren wurde, seinen 74.
Geburtstag. Tausende seiner Mit
bürger strömten zusammen, um ihn
zu ehren. Er sprach vor der Menge
in der Nähe des kleinen Hauses, in
welchem er als Sohn ewes' Schmie­
WS-46*» 4*t
ns
des und eiltet Lehrerin, dt? zur
Ouäkergemeinde gehörte, da? Licht
der Welt erblickte. „Mir ist jede Ehre
zuteil geworden, nach welcher ein
Mensch streben kann, und auf der
ganzen Welt ist es nur Amerika, wo
alle Menschensöhne dieselbe Chance
haben," sagte er.
Durch Präsident Trumans Unter
schrift wurde am Samstag endgültig
über die Gewährung einer Anleihe
von $65,000,000 zum Bau eines
Hauptquartiers der Vereinten Natio
nen in New Aork entschieden. Nach
der von Truman unterzeichneten Vor»'
läge wird die Reconstruction Fin
ance Corporation sofort $25,000,000
verfügbar machen, so daß mit dem
Bau der Wolkenkratzer an der Ost
seite Manhattans, die die U.N. be
Herbergen sollen, im Oktober begon
nen werden kann.
Die Bundesbehörde für Volkszäh
lungen zeigt in einem jetzt veröffent
lichten Bericht, daß die Zahl aller
Einwohner der US aus Grund der
am 1. Juli 1947 abgeschlossenen
Schätzungen, 143,414,000 beträgt.
Dies ist eine Zunahme von 8,9 Pro
zent seit der Volkszählung von 1940.
In erster Linie ist dieser Zuwachs
auf die hohe Geburtsrate zurückzu
führen. Der Reingewinn von Gebur
ten über Todesfälle betrug während
der angegebenen Zeit 11,738,000.
Dazu kamen noch 1,016,000 Ein
wanderer.
Zum' ersten Male wird jetzt in
amtlichen Schätzungen die Zahl der
Einwohner der Stadt New Aork mit
über 8 Millionen angegeben. Das
städtische Gesundheits Department
berechnet durch Schätzungen die An
zahl der Bevölkerung auf 8,067,000
am 1. Juli. Dies bedeutet einen Zu
wachs von 612,005 gegenüber der
allgemeinen Volkszählun-g im Jahre
1940.
Wir suchen immer noch einen Ja
nitor. Derselbe muß untierfjfeiratet
sein und erhält Kost und Loyis in
der Anstalt, guten Lohn und freie
Wäsche. Wir wären sehr dankbar,
wenn jemand uns einen. guten Ja
nitor verschaffen könnte. Gute Emp
fehlungen sind erwünscht. Alle An
fragen richte man an das „Pontifical
College Jofephinum, Worthington,
Ohio."
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(Published weekly every Saturday
•tnce 1873)
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iwephinum, Worthington, On and
ISS East 10th St., St. Paul 1, Minn.
All editorial matter or matter of
publication and remittances for
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Worthington, Ohio.
Entered as second class matter
June 7. 1945, at the post office
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Worthlngton, Ohio, under the Act
jf March 3, 1879. Additional entry
authorized at St. Paul, Minnesota.
Acceptance for mailing at the
special rate of postage provided
or in the Act of February 28, 192$,
embodied in Paragraph 4, Section
i38, P. L. & R., authorized June 7,
1945.
Gsrthington, O. St. Paul, Mim».
Samstag, 21. August 11)48.
K i e n k a e n e
PONTIFICAL COL
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605 S. Monroe Ave., Columbus 5, O.
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