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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, October 23, 1948, Ausgabe der 'Wanderer', Image 8

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OHIO WAISENFREUND
Dieses Wochenblatt erscheint seit
dem Jahre 1873 regelmäßig jeden
Samstag und wird herausgegeben
zum Besten des Päpstlichen Kalle
gium Josephinum der hl. Kongrega
tion der Propaganda in Columbns,
dessen Zweck die Heranbildung deut
scher Priesterzöglinge für die Ver.
Staaten ist. Diese Anstalt ist Haupt*
sächlich angewiesen auf die Einkünfte
dieses Blattes und die Geschenke fei
ner Leser.
St. Paul, Minn. Worthington, C.
SamStag, 23. Oktober 1948.
Sonntag, 24. Oktober: Dreiund
zwanzigster Sonntag nach Pfing
sten. Evangelium: Tie
Tochter des Iairus (Matth. 9).
Montag, 25. Oktober: Krispinus.
Dienstag, 26. Oktober: Evarist.
Mittwoch, 27. Oktober: Sabina.
Donnerstag, 28. Oktober: Simon u.
Judas.
Freitag, 29. Oktober: Narzissus.
Samstag, 30. Oktober: Marzellus.
^Quittung für fromm
©mien zugunsten unserer
Studenten
Kans
-t
J)L
4.00
2.00
Total $2,958.60
Minn
N.Y
Phil. Stepsing, Pittsburgh,
Pa LflO
Freistelle zu Ehren der
hl. Mutter Cabrini
Total. $4,222.50
Freistelle zu Men des
hl. Kourad
.$1,000.00
Stimme des Volkes
für bat? Josrptzimlm
Einliegend $5, die ich zu Ehren des
Hl'sten Herzens Jesu, der Muttergot
tes und des hl. Joseph versprochen
hatte in einem Anliegen. Ich bin,
Wott sei Dank, erhört worden. Möge
Gottes reichster Segen stets auf dem
Josephinum ruhen!
G. F.. O.
Hiermit sende ich Ihnen einen
Scheck im Betrage von $5 zu Ehren
der Hl. Familie, zum Dank für die
Erhörung einer Bitte. Gott segne Ihr
gutes Werk!
B. Sch., Ja.
Meinem Versprechen gemäß schicke
ich Ihnen $1 zu Ihrem guten Werk
und $5 zur Freistelle. Ich hatte die
Gabe für die Erhörung einer Bitte
versprochen.
M. S.
Todesanzeigen
Frau Margaret Wächter, gestorben
am 28. August 1948 int Alter von
achtzig Jahren in Brooklyn, N. A.
Sie war eine der ersten Leserinnen
des ,Ohio-WaisenfrMnd' kurz nach
dessen Erscheinen.
Stephen Valerius, gestorben am
19. Juni 1948 in St. Michael,
Minn., im Alter von zweiundsiebzig
Jahren. Alter Leser und Bruder des
verstorbenen Rev. F. Valerius.
Frau Mary Böhmer, gestorben am
2. Oktober 1948 int Alter von neun
undsiebzig Jahren in Santa Clara,
Calis. Langjährige Leserin.
5ßdcutksut
tu Erinnerungen
B«u Re». K. Kuertge»
(Nr. 101)
(Fortsetzung)
Eine Ueberraschuug
Father Jessing verbrachte eine in
teressante Stunde mit uns Studenten
der ersten Sexta am Samstagmor
gen. Er lächelte etwas, denn die Ue
Versetzungen in Schulzes Uebungs
buch gingen ziemlich glatt ab, sowohl
vom Lateinischen ins Deutsche als auch
vom Deutschen ins Lateinische.
„Ja," meinte er, „wir müssen durch
die ganze Grammatik und auch durchs
Uebungsbuch in diesem Schuljahre.
Darum tüchtig studieren und nicht so
viel Zeit aus» Spielen verwenden!
Ihr müßt immer bedenken, ihr seid
hierher gekommen zum Studieren.
Tann habt ihr hier keine Sorgen um
Nahrung, Kleidung und Wohnung.
Die Leser des ,Ohio-Waisenfreund',
den ich herausgebe, kommen für alles
auf. Anderswo müßtet ihr, h. eure
Eltern, für euch bezahlen. Darum
müßt ihr aus Dankbarkeit fleißiger
und besser lernen, besonders weil ihr
Priester werden wollt, und müßt ihr
immer frommer und tugendhafter
werden. Darum fangen wir nun das
Schuljahr an. Wir haben keine Va
kanz während der Studienzeit und
wir halten an bis Mitte Juli nach
den mündlichen und schriftlichen Exa
men."
Father Iessmg sprach scharf und
stramm wie ein General in seiner
Armee, und wir hörten ebenso ge
spannt zu und merkten uns genau,
was er wünschte und befahl. So arbei-
1.00 ete jeder fleißig an seiner Arbeit für
y."1??' mi^m* ^ll'jj»
Father JessingsUnterrichtsstunde.
„Wer darin nicht mitkommen
kann," meinte Father Schlichter, „der
kann einpacken und nachhause gehen."
Das Studieren war für viele von
uns nicht leicht der Eine ein Koh
lengräber, ein anderer ein Farmer
söhn, ein Dritter ein „Oystershocker"
von Baltimore, wieder ein anderer
ein Schuster, Schneider, Barbier usw.,
die meisten1 im Alter von vierzehn bis
zweiundzwanzig Jahren. Da hatte
Father Jessing die Hände voll Arbeit,
um diesen jungen Köpfen das Stu.
dium einzutrichtern. Es war die täg
liche Beschäftigung für jeden Schüler,
und eine Aufgabe, die nicht für alle
leicht war. Einige hielten es nicht aus
(und
verabschiedeten sich. Aber das ent
mutigte Father Jessing keineswegs.
|Mit einem „Potztausend" war's abge
itan. Dreizehn aus der ersten Klasse
von zweiundzwanzig wurden Priester.
An einem Sonntagmorgen lud
Father Jessing uns zur Ansicht seiner
Bibliothek ein, an welcher wir täglich
vorbeigingen, die uns aber immer ver
schlossen blieb. Er habe, so erzählte er
uns, Bücher und Karten und andere
Sachen, die sehenswert seien, beson
ders aus China, dem ältesten Reiche
der Welt. Die Chinesen seien ein ei»
genartiges Volk, das sich immer von
den andern Völkern getrennt hielt
und sich mit einer großen Mauer um
gab, von der wir schon etwas in der
Weltgeschichte gehört hatten.
Leute kämen auch nach Amerika und
wohnten am liebsten in unsern Städ
ten, wo sie sich am liebsten mit Wä
scherei beschäftigen.
Wir waren gespannt auf die wun
derlichen Sachen, welcher Father Jes
sing dort hinter den Mauern verbor
gen hielt, vielleicht eine chinesische
Mumie oder eine alte chinesische
Druckmaschine und Tafeln, denn solche
hatten die Chinesen lange vor unserer
Zeit. Ja, die Chinesen seien recht nette
Leute und sauber.
Das stimmte überein mit dem, was
wir Studenten selber in Columbus
beobachten konnten. Etliche Male tra
sen wir auf unsern Spaziergängen
Chinesen an.
An einem Sonntagmorgen kamen
wir nach dem Hochamte aus der Hl.
Kreuz-Kirche zurück und gingen durch
den Park der großen Blindenanstalt.
Vor dem kolossalen Gebäude war ein
Springbrunnen und ein Fischteich.
Um denselben herum standen etliche
Chinesen und schauten sich die roten
Fische an. Das gab uns Gelegenheit,
die gelben Asiaten in ihren langen
Kleidern und mit ihren langen Zöp
fen und Holzschuhen oder-Sandalen
an den Füßen genau zu beobachten.
Es waren lauter saubere, lebensfrohe
Menschen, die eilten guten Eindruck
machten.
Nach der Vesper an einem Sonn
tagnachmittaß nahm uns Father Jes
sing mit in seine Bibliothek. Es gin
öierett und Briefschreiben.
(Fortsetzung folgt)
j?'A%
OHIO WAISENFREUND
Dubuque, Ja. Im Alexianer
Hospital in Chicago starb am Sonn
tagabend der hochw'ste Hr. Francis I.
Beckntan, dreiundsiebzig Jahre alt, bis
1946 Erzbischof von Dubuque. Die
feierlichen Exequien erfolgten heute
(Donnerstag) in der hiesigen Käthe
drale. Geboren in Cincinnati, £)., am
25. Oktober 1875, machte der nun
Verstorbene seine Studien am Mount
St. Mary-Seminar dortselbst, an der
Universität Löwen in Belgien und am
Gregorianum in Rom,' wo er 1908
zum Doktor der Theologie promovier
te. 1902 zum Priester geweiht, wurde
er nach seiner Rückkehr von Rom 1908
zunächst Professor der Philosophie
und 1912 Rektor am Mount St. Ma«
ry^Seminar. Gleichzeitig wirkte er
dortselbst als Professor der Dogma
tik, Censor Librorum und Diözefan
konsultor der Erzdiözese Cincinnati.
Am 23. Dezember 1923 wurde er zum
Bischof von Lincoln, Neb., ernannt
und am 1. Mai 1924 fonfefriert.
1926—28 war er gleichzeitig Aposto
lischer Administrator der Diözese
Omaha. Am 17. Januar 1930 wurde
er zum Erzbischof von Dubuque er*
Diese lnanitt, wo er bis 18. November 1946
wirkte, als er wegen Gesundheitsrück
sichten resignierte. U. a. gründete er
1918 die Catholic Students Mission
gen nicht alle mit, denn es wollten ^Bartholome und zahlreicher Welt- und
einige draußen herum spielen. Er zeig-. Ordenspriester. Das solenne Hochamt
te uns einen Gegenstand nach dem an- zelebrierte der einzige überlebende
dem, zuerst die großen, langen i sriiherse Pfarrer der Gemeinde,
Schränke voll von Büchern. Er wies i hochw. Hr. John A. Schritz von Per
auf manche dicke Bände in Schweins- häm. Als Diakon fungierte der aus
Ieder gebunden, die aus dem fünfzehn- !der Gemeinde hervorgegangene hochw.
ten Jahrhundert stammten die Kir-jP Severin Lauer, O.S.B., von Caß
chenväter, die heiligen Kirchenlehrer! Lake, als Subdiakon der hochw. Hr.
und auch die alten Bibeln und Ln-! Harold Kost von St. Cloud, als Ze
thers Tischreden. Endlich zeigte er uns !remonienmeister der hochw. Hr.
eine große Wandkarte von China.!James Mohtn von Osakis. Tie Fest
Was uns besonders auffiel, war die predigt hielt Bischof Bartholome,
große Mauer um das ganze Chinesen- Nach dem Gottesdienst sand im Erd
reich.^sie wurde zweihundertundvier- geschoß der Kirche ein Festmahl statt,
zehn Jahre vor Christus vollendet und bei welchem der hochw. Hr. James A.
diente als schutzmauer gegen die Fearoit von Morris als Toastmeister
Feinde des Nordens. Sie ist fünfzehn-^fungierte. Anläßlich der Jubi
hundert Meilen lang, sehr dick und läumsfeier wurde die schöne Pfarr
hoch, ein Wunderwerk wie die Mauern kirche im Innern neu dekoriert, ein
von Babylon oder die hängenden Gär- ^prächtiger Hochaltar wurde errichtet,
ten der sentirantis. leine elektrische Orgel angeschafft und
Father Hessing zeigte uns auch die schöne Kunstglasfenster installiert.
Hänichen Fratzen der chinesischen Göt- Die Gemeinde wurde 1898 von den
zen und erklärte, wie das ganze große! sechs katholischen Familien des Dor
Land noch unter der Macht Satans fes und den auf dent benachbarten
liege. (Heute steht China allen Völ-^ Lande zerstreut wohnenden wenigen
kern offen und die Missionäre haben Familien organisiert, und zwar in ei
freteit Eintritt.) iter Versammlung im „Store" von
Litte ttnt KafenkrSttzr für
Krirgginualibr
die beste Gelegenheit. Um dieselben in
validen Kriegsveteranen zukommen
zu lassen, haben die Karmelitenväter
in Chicago es unternommen, Rosen
kränze für recht viele Beter zu erwer
ben. Wer Rosenkränze zu diesem gu
ten Werke beizutragen willens ist,
möge dieselben senden an: Philip
Mary Chudy, III O. of Carm., c-o
Carmelite Fathers, 6428 Dante Ave.,
Chicago 37, III.
Father Hessing hatte uns etwa eine! F. W. Hilger. Bei dieser Versamm
stunde unterhalten. Tann mußte er lung schenkte Gregor Kost vier Acres
aufhören. Er bekam Besuch und wir-Land, und die Familien F. W. Hil
mußten tns Klassenzimmer zum Stu-^ger, Joseph Rothsteiit und Anton
Crusade, die unter seiner Leitung (bis
1929) auf zirka 500,000 Mitglieder
wuchs. R. l.P.
La Crosse, Wis. Vom 17. bis
20. Oktober fand hier die heurige
Jahresversammlung der National
Catholic Rural Life Conference statt,
die einen imposanten Verlauf nahm.
U. a. beteiligten sich der päpstliche De
legat, Erzbischof Cicognani, und zirka
zwanzig Erzbischöse und Bischöfe. Der
von der Tagung gewählte Vorstand
des Verbandes ist wie folgt: Präsi
dent, der hochw'ste Hr. Bischof John
P. Treacy von La Crosse erster Vi
zepräsident, hochw. Hr. John
Schmitt verpflichteten sich zu Beiträ
gen von je $500.00 für einen Kirch
U. L. Frau hat die drei Kinde,
denen sie in Fatinta erschien, den Auf
trag gegeben, die Menschheit durch das und ..
Rosenkranz-Gebet vor einem großen wurde der erste Pfarrer. Insgesamt
Hebel zu bewahren, das die Mensch- bestand die Gemeinde zunächst aus
heit bedroht, wenn sie nicht zu Gott! sechsundvierzig Familien und zwölf
und Religion zurückkehrt. Einzelpersonen, die vorher entweder
baufonds. Ein Komitee wandte sich
daraufhin an den damaligen Bischof
Trobec und erhielt von ihm die Ge
nehmigung zur Gründung der Pfar
rei und das Versprechen sobald wie
möglich einen residierenden Pfarrer
zu schicken. Die Gemeinde wurde nun
zunächst der Obsorge der Benedikti
nerpatres von St. John's übergeben,
*P. Martin Schmidt, O.S.B.,
Ter Rosenkranz-Monat bietet dazu! zu St. Martin oder Richmond gehört
hatten. Mehrere der Grünimngsmit
Ii lieber sind noch am Leben. Alsbald
wurde mit dem Bau von Kirche und
Pfarrhaus begonnen, und bereits am
18. Oktober 1898 konnte Bischof Tro
bec die neue Pfarrkirche einweihen.
Die Gemeinde wurde zu Ehren der
HU Agnes geweiht in Erinnerung an
die Tatsache, daß Bischof Trobec vor
seiner Erhebung auf den bischöflichen
Stuhl von St. Cloud Gründer und
m.-'
,. y,' -i.v- .^Tr-. .1 ... I ,, jhjhl »,»
A
/?C:
I. Heintz
von Mo hall, N.-Dak.: zweiter Vize
präsident und Vorsitzer der Diözesan
Rural Lift Direktoren, hochw. Hr.
Julian Schaefer von Columbus, £.
dritter Vizepräsident, Frau Daniel I.
Kane von Loveland, £. vierter Vize
präsident, Dr. Paul Sacco, Leiter der
landwirtschaftlichen Abteilung des
St. Ambrose College in Davenport,
Ja. Sekretär, Frank Bruce, Mil
waukee.
Bf. Cloud, Minn. Am Don
nerstag l. W. feierte die St. Agnes
Gemeinde in Roscoe ihr goldenes Ju
biläunt in Anwesenheit des hochw'sten
Hrn. Bischofs Busch, des hochw'sten
Hrn. Koadjntor-Bischofs Peter W
v*v
Pfarrer der St. Agnes-Gemeinbe in
St. Paul gewesen war.
St. Paul, Mmn. Am kommen
den Sonntag, 24. Oktober, beginnt
die vierzigstündige Andacht in folgen,
den Pfarrkirchen der Erzdiözese: Herz
Jesu, St. Paul St. Margareta Ma
ria, Minneapolis St. Thomas, Min
neapolis St. Peters, Canby St. Jo
hannes, Dayton lt. L. Frau, Lucan.
Anläßlich des jährlichen Missions
sonntags am 24. Oktober wird der
hochw'ste Hr. Erzbischof Murray in
der hiesigen Kathedrale um halb vier
Uhr nachmittags bei einer Vesperan
dacht pontifizieren und die Predigt
halten. Eingeleitet wird die Andacht
mit einer um drei Uhr beginnenden
Prozession der Mitglieder des Kind
heit-Iesn-Vereins aus verschiedenen
Gemeinden der Stadt, gekleidet in der
Ordenstracht der verschiedenen Mis
sionsländer. Die Prozession zieht von
dem Diözesan-Lehrerkolleg in der
Summit Ave. nach der Kathedrale.
Man erwortet etwa fünfhundert Teil
nehmer an der Prozession.
In seiner Ansprache an die vorletzte
Woche in St. Paul versammelten
Mitglieder des Diözesanrats katho
lischer Frauelt mahnte Weihbischof
Byrne eindringlich zu täglichem Fami
liengebet für die Erweckung von geist
lichen Berufen. Der gegenwärtige
fühlbare Mangel an Berufen für den
Priester- und Ordensstand wirkt sich
in immer stärkerem Masse aus auf die
Seelsorge sowie auf den Ausbau der
katholischen Erziehung. Die höheren
Erziehungsanstalten können wegen
des Mangels an geeigneten Lehrkräf
ten schon längst nicht mehr allen an
sie gestellten Anforderungen genügen.
Dazu kommt, daß die von Erzbischof
Mutrat) in Aussicht genommenen
neuen High Schools für Knaben und
Mädchen in »t. Paul und Minneapo
lis eine große Anzahl von neuen Lehr
kräften erfordern werden, und daß
weitere Lehrkräfte für den Neu- oder
Ausbau von Pfarrschulen benötigt
werden. Geistliche Berufe, führte Bi
schof Byrne weiter aus, können jedoch
in der Regel nur aus dem kräftigen
Nährboden echt katholischer Familien
entsprießen. Anstatt deshalb sich in
nutzlosen Klagen zu ergehen über den
Mangel an Berufen, gilt es, das
Heim wieder christlich zu machen, in
dem Eltern durch Wort und Beispiel
ihre Kinder zu echter Frömmigkeit
und christlichen Tugenden erziehen,
und in der Familie den katholischen
Geist wecken und nähren, welcher die
beste Vorbedingung ist für das Wachs
tum von Berufen für den geistlichen
Stand.
Aus dem Leserkreis
St. Mary's College,
St. Marys, Kans., 7. Okt. 1948.
Liebe LeserlV ,l
Eilt verwandter junger Priester der
Meißener Tiözese im früheren König
reiche Sachsen, der in Rom weiteren
theologischen Studien obliegt, schreibt
u. a.:
„Vier Stunden im Osten von Su
biaco in dreizehnhundert Meter Höhe
unter einer steilen Felswand auf ei
ner nur wenig Meter breiten Felsen
bank in einer Höhle, die schon zur
Heidenzeit Kultstätte war, ist ein
Wallfahrtsort zur Hl'sten Dreifaltig
keit, deren Bild ein Fresco aus dem
dreizehnten Jahrhundert darstellt.
Als ich vor vielen Jahren erstmalig
dorthin gelangte es ist ein Marsch,
der für uns, weil wir stets am Abend
ins Kolleg zurückkehren müssen, mit
außerordentlicher Anstrengung ver
6mitten ist —, war ich tief ergriffen.
Dort sind keine Menschen außer einem
Einsiedler, keine Buden, nichts.
Der Einsiedler behütet das Heilig
tum. Jährlich kommen dort hundert
tausend und mehr Pilger hinauf. Sie
verlassen die reichen Ebenen und Ha
ler, steigen meist barfüßig die steilen
aurupfade hinauf der Ausstieg
wird zum Symbol der Lebenswande
rung zur Einsamkeit, in der nur
die Dreifaltigkeit dem Denken und
Beten Inhalt bietet und dann beten
sie dort oben aber nicht um etwas,
s o n e n s i e e e n n u a n N
sten Freitag will ich von diesem Hei
ligtum Abschied nehmen, vielleicht so
gar zelebrieren dort. Denn für mich
besteht eine tiefe Beziehung von dort
zum Primizaltar in Gesn, wo zwi
schen der Mensa des Altares und der
Dreifaltigkeit Ignatius als Priester
licher Mittler in Christi Namen steht.
Und "baitit ist auch dies der Grund für
mein Vorhaben, daß ich mit meinem
besten Freunde diesen Ort entdeckte
es war wohl 1936 dem Freun
de, der mir am 14. August erschüttert
mitteilen mußte, ih» die Vor
sehung zum Bischof von Würzburg
bestellte. Da muß ich wohl in seinem
Namen danken dort und diesmal
auch bitten —, daß Gott Seinen Na
men auch durch das Wirken des
Freundes verherrlichen möge in die
ser schweren Zeit.
V'i
V
"Ii fejA
V
~i.."3!^ :?$' -i •-, 'V-* •'$-»*J
r:,'^ »'T^lHCTFTf^ W
w
Ä3. Oktebe
„In der Heimat kam eö zu erhebe^
nen Kundgebungen des deutschen Ka»
tholizismus in Köln und Mainz. Be
geisterte Briese brachten mir davon
die ersten Eindrücke. Bischof boit
Streng, Basel, der als Vertreter des
schweizerischen Episkopats in Köln
war, erzählte vorgestern hier mit Er
griffenheit, wie Freund und Feind
sich am Kölner Dom nach dem Kriege^
als katholische Brüder die Hand reich,
ten.
„Heute ist es gar still hier. (De:
Brief wurde in San Pastore, der Fe
rienville des Germanicum, geschrie
ben. Anmerkung des Einsenders.)
Die Kommunität ist in Rom, um am
Treffen der K. A. teilzunehmen. Et
wa dreihunderttausend Teilnehmer
sind gemeldet.^Gestern war Beleuch
tung von St. Peter und Mitternachts
messe. Heute wird der Hl. Vater spre
chen und wohl wie vor acht Tagen die
Versammlung zu einem von Herzen
kommenden Treu schwur zu Gott, Kir
che und Papst aufrufen, bei dem et
nur Fragen stellt, um das einstimmige
Echo des Volkes Gottes zu entfesseln.
Vielleicht sind diese Kundgebungen der
erste Schrittstein auf dem Uebergang.
von der alten zur neuen Welt. Denn
mir scheint, daß die ,neue Welt' im
geopolitischen Sinne (gleichviel ob
man Ost oder West darunter verstehen
will) ebenso überaltert ist wie das alte
Europa, und daß alle zusammen der
Transfusion des Blutes Christi bedür
fen, falls sie nicht an Entkräftung ver
enden wollen. Wir tragen in unseren
Kelchen das einzige Heilmittel, das
der göttliche Arzt selbst wußte. Und
das gibt uns ja die Kraft, allen Ge
walten zum Trotz, geduldig und voll
Liebe für die Menschen zu arbeiten,
voll von Zuversicht."
Soweit der schöne Brief des seelett
eifrigen jungen Priesters. Beten wir
viel für die Priester des lieben Hei
landes. Ich bin beständig auf aposto
tischen Ausflügen, um Seelsorgern
auszuhelfen. Von den Hirten hängt
das ewige und auch oft das zeitliche
Wohl der Herde Christi ab. Wie der
Hirt so die Herde, sagt ein lateinisches
Sprichwort. II. L. Frau von Fatima
hat vor den Kindern bei den Erschei
nungen auch auf dem Gebete für die
Priester sehr bestanden. Und das kön
nen wir ja alle tun: Beten.
Mit Freundesgruß und Priester
fegen
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(Rnbllshed weekly every Saturday
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and Josephinum, Worthington, O.
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fcr in the Act of February 28, 1925,
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kee, Wis 5.00
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kima, Wash
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Andrew Bogner, Wright,
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5.00
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ville, O. 3.00
Josephine Wächter, Chilli
cothe, 0 3.00
Edw. A. Klueg, Sandusky, O. 3.00
Mrs. John Paskawsky, Cleve
land, 0 3.00
Mrs. Regina Stratmann, Mt.
Vernon, Ind 2.00
Frank Bauer, Buffalo, N.Y. 2.09
P. Bresener, Tampa, Fla. .... 2.00
Jos. Kunze, St. Louis, Mo. .. 2.00
Jos. Schwab, Los Angeles,
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City, N.J 2.00
J. J. Huss, Portland, Ore. 2.00'
Mrs. Teresa Neiheiser, St.
Louis, Mo.
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Minn
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Mrs. Wm. Lenartz, Grayling,
2.00
2.00
1.00
Mich 1.00
Miss Cath. Kohler, Kewanee,
III 1.00
Phil. Stepsing, Pittsburgh, Pa. 1.00
Jacob Stoffel, Farley, Ia 1.00
Jacob Friedrich, Albertville,
Minn 1.00
J. S., 0 1.00
H. A. Pressl, Charleroi, Pa. 1.00
WATER FUND
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COAL FUND
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C. Kroos, Roseville, Mic&,.
Geo. Meyers, Altoona, P»..
Mrs. J. Bittner, New York,
3.00
2.00
1.00
Total I 162.42
VIGIL LIGHTS
Cath. Berres, Lakeville, Minn.. $2.50
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By Jas. Märzen 1.00
Maria Vogel, Springfield, O. .. 1.00
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Jos. Schwab, Los Angeles,
Calif 4.00
Jacob Stoffel, Farley, Ia. .. 1.00
Previous balance.
SOENTGERATH MEMORIAL FUND
Previous balance $16,184.56
SWISS HERB COMPANY
1917 Bonifay St., Pittsburgh 3, Pa.
A. W. in Burlington Flats, N. A.,
schreibt:
"There is nothing that is as
good. Please send me 2 more
boxes."
Maximilian Sanitarium

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