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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, January 07, 1950, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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&uAluin$t
Son Prof. I.
Redakteur des
M. e a,
,$Baifcnfr«iW
Gesucht!
Friedrich Hon to (21a), Hom-Lip
pe, Detmolder Str. 416, British Zone,
Germany, sucht: Willi elm Schnese,
Wilmington, Brandywine Station
1408, der letztbekannte Wohnort.
Derselbe war um 1890 aus Schlesien
ausgewandert.
A. Sch., Kans.
Die Geschichte des „Prager Jesu
kin,des" ist nach der Ueberlieserung
kurz folgende: Das «Prager, Jesu
kind" ist eine Statue des göttlichen
Kindes aus Wachs, das seit Jahrhun
derten in der ehemaligen Karmeliter
kirche Maria zum Siege in Böhmens
Hauptstadt verehrt wird. Die Statue
ist achtundvierzig Zentimeter hoch,
mit eitiem reichen königlichen Mantel
bekleidet. Auf dem Haupt prangt eine
herrliche Krone, mit wertvollen Edel
steinen geschmückt. Die rechte Hand
hält es zum Segen erhoben, während
die linke das Zeichen des Herrschers,
den vergoldeten Reichsapfel, trägt.
Im Jahre 1528 brachte die fromme
Fürstin Polyxona von Lobkowitz die
Statue den Karmelitervätern, wo sie
bald nicht nur von den Ordensleuten,
sondern auch vom Volk eifrig verehrt
wurde. Während der Kricgsimruhen
(1530), wo die Karmeliter nach Miiiv
chen ziehen mussten, ward das Bild
jahrelang vergessen. Im Jahre 1637
wieder aufgefunden, wurden durch
die Andacht gtmt Jesukindlein die
Stadt Prag und »das Kloster vor der
Zerstörung durch den Schwedenkönig
Banner bewahrt. Tie große Kaiserin
Maria Theresia besuchte das „gna
denreiche Kind", als sie nach Prag
kam, unt sich als Königin von Böh
Uten krönen zu lassen. Zahlreiche Ge
Bets er Höningen und wunderbare Hil
fe aus leiblicher Not belohnten die
zahlreichen Wallfahrer, die alljährlich
zum wundertätigen Gnadenbilde von
Prag hinzogen. Bis auf den heutigen
Tag steht selbst in dem zur Zeit von
der Tyrannenherrschaft geknebelten
böhmischen Volke im neugeschaffenen
Tschecho-Slowakien das Prager Jesu
kind in großer Verehrung und läßt
sich von seinen roten Bezwingern nicht
A A N
PROMPf
SAUBER
I I
ADDRESS
Ji)Ss
Wt
von feiner Verehrung des Prager Je
sukindes abhalten. Möge das Prager
v,esuFind das unglückliche, geknechtete
Volk recht bald seine in den vergan
genen Jahrhunderten bewiesene Macht
wieder zeigen und dem schwergeprüft
ten Volke volle Freiheit gewähren!
CH. M., Colo
Bereits seit Jahrhunderten war Me
Wallfahrtskirche zum hl. Blut in der
badischen Stadt Wattdürrn in großer
Verehrung und Tausende wallfahrten
alljährlich im Juli noch dort. Die
Wallfahrtsreliquie ist ein leinenes
Korporale, das im Jahre 1408 einem
Priester namens Heinrich Ctto bei
der Feier des 'heiligen Meßopfers
diente. Als er nach der Wandlung un
versehens den Kelch umstieß, ergoß
sich das heilige Blut auf das Linnen,
und in den purpurfarbenen Rinnsa
len erschien elfmal -das „Haupt voll
Blut und Wunden". Dazwischen zeich
nete sich die Leidensgestalt des Ge
kreuzigten ab. In seiner Bestürzung
verbarg Heinrich Otto das Wunder
titch unter der Altarplatte. Erst auf
dem Sterbebett gab er sein Geheim
nis preis. Man fand das Korporale,
brachte es zur Begutachtung nach
Rom, wo Papst Eugen IV. «durch
Bulle vom 31. März 1445 die Echt
heit des hl. Blutes feststellte und
seine Verehrung guthieß. Seitdem be
steht die Walldürn er Blutwallfahrt.
Tie Blutspuren auf dem Korporale
sind im Laufe der Zeiten bis zur Un
fichtbarkeit verblaßt aber jeder Pil
ger weiß, daß im hochheilig en Altars
sakrament Christi heiliges Blut wahr
haft, wirklich -und wesentlich zugegen
ist, auch wenn es sich nicht durch sinn
fällige Zeichen und Wunder dartut.
Ter fei. Hermann Joseph.
Unserer vor kurzem an dieser Stel
le gebrachten „Auskunft" über den
fei. Hermann Joseph möchten wir zur
Berichtigung hinzufügen, daß er als
Priester des Prätnoit\traten)erkloster§
in Steinberg starb. Sein Geburtsjahr
ist nicht genau ermittelt worden. Ta
er im jugendlichen Alter von fünf
unddreißig Jahren starb, nämlich am
7. April 1236, muß sein Geburtsjahr
1200 fein. Nach seiner Überführung
nach Stein se'ld fand man seine Leiche
unverwest vor und es ereigneten sich
auf seine Fürbitte verschiedene Wun
der.
Frau Nie. B., Wis.
Wogen ihres hohen Schweselge
halts sollte man Eier nie roh essen,
sonst wirken sie leicht^giftig. Gekocht
sind sie ein kräftiges Nahrungsmittel.
Ob man sie weich oder hart kochen
läßt, darüber sind die Naturopa then
nicht einig deshalb esse sie jeder, wie
sie ihm am besten schmecken. Ein gu
te§ Eierrezept ist folgendes: Ein ro
hes Ei, einen Löffel Wein, einen Löf
fel Milch, einen Löffel Zucker, ein
Viertellöffel Mehl., In einer Tasse
rührt man das Ganze tüchtig um und
macht es etwas warm. Das ist sehr
Bewohner von Nürnberg in Deutschland suchen «JEX2»X®
einem Militärabfallhaufen nach N ahrung
hat bereits 70 Millionen Dollars an Unterstützungen in 47 Ländern zur Verteilung gebracht. Nun
mehr braucht man Ihre Hilfe für die unschuldigen Opfer in Deutschland.
Bitte, schicken Sie Ihre Gabe noch heute*
War Relief Services-National Cath. Wellare Conference
wird sofort auf raschem Wege diesen hilfoeen Opfern Lebensmittel und Unterstützung zukommen
lassen.
Spenden
an War Relief
Sertrices—NCWC
M. D.—
HHO WAISENFÄEUND
nahrhaft für Schwache und Kranke.
Wir kannten einen alten, schwer ar
beitenden Mann, der jeden Morgen
vor dem Frühstück ein rohes Ei mit
etwas Branntwein zerrührte und aß.
Er erreichte ein hohes Alter.
F. H., Mich.—
Erkältung ist ein Zustand, der
uberall bekannt und überall Verbrei
ter ist. Den orthodoxen Wissenschaft
lern ist diese Krankheitserscheinung
immer noch ein Rätsel und eine Un
masse von Mitteln, patentierte und
andere, werden per Radio und Presse
angepriesen. Vergeblich hat man einen
Ansteckungskeim gesucht, und man
wird ihn auch nicht entdecken ein
fach aus dem Grunde, weil es keinen
gibt. Deshalb find alle Pillen, Tink
turen, Serums und Gegengifte nicht
nur unnütz, sondern richten noch mehr
Schaden an. Die Erkältung ist nichts
anderes als die einfachste und beste
Art und Weise der Natur, eine im
System vorhandene Giftstoffansa-mm
lung durch Schleimabsonderung, Nie
sen und Hustenanstrengung auszuson
dem. Anstatt diese naturnotwendige
Giftabsonderung zu hemmen, sollte
man sie fördern, bis alle Giftstoffe
aus dem Körper entfernt sind. Es ist
deshalb töricht, mit irgendeinem der
modernen Patentmittel diesen Reini
gungsprozeß der Natur aufzuhalten.
Wie weife handelten unsere Vorfah
ren, indem sie einen heißen Tee zum
Schwitzen nahmen und zwei bis drei
Hemden naßschwitzten! Damit war die
Erkältung gebrochen, d. h. alle Gift
ftoffe entfernt. Wer nicht im Bette
schwitzen will, kann in der Badewan
ne ein heißes Bad nehmen und den
ecift einer ganzen Zitrone heiß trin
ken. Bei Erkältungen ärn .Halse und
Schlund trinke man frischen Honig
mit Zitronensaft vermischt.
Vergeßlichkeit ist eine menschliche
Schwäche, an welcher jeder Mensch
mehr oder weniger leidet. Tie Ein
drücke, die man in der Jugend ge
winnt, bleiben am längsten in der
Erinnerung. Mit Zunehmen des Al
ters nimmt auch die Vergeßlichkeit zu.
Wer vergeßlich ist, tröste sich mit dem
Gedanken, daß gelehrte Leute oft am
Vergeßlichsten sind. So wird scherz
haft von dem Professor erzählt, «daß
er abends beim Auskleiden seine Ho
je fein und vorsichtig ins Bett legte
und sich selber an den Nagel hing.
Mk.
künum bat der Einkommensteuer in Ab*ug gebracht werde».
Ii1
Hh. W., Mo.—
Elektrizität aus der Luft zu gewin
nen, hat seit Jahren erfahrene For
scher beschäftigt. Nun sind in England
neue Vearsuche gemacht worden, ver
mittels einer Konstruktion von Wind
müblslügeln elektrische Kraft der Luft
zu entziehen. Das „North of Scotland
Hydro-Electric Board" schickt sich an,
in Orkney eine derartige Windmühle
mit einer Flügellänge von sechzig Fuß
zu errichten. Offene, freie Stellen, die
dem leisesten Winde ausgesetzt sind,
U N E
SITZT AN EINEM LEEREN
TISCHE
Tsg für Tag geben in Deutschland infolge der
mörderischen Wirkung der Unterernährung im
mer mehr und mehr unschuldige Kinder einem
langsamen Tode entgegen.
Viele von ihnen werden gar nie alt genug wer
den, um etwas anderes als Hunger, Krankheit und
Tod kennenzuleroeri. Die christliche Caritas ruft
oach Ihrer Hilfe!
HELFEN SIE IHNEN
eignen sich am besten für eine der
artige Einrichtung. Man beabsichtigt,
wenn das Unternehmen gelingen soll
te, eine größere Anlage derartiger
Vorrichtungen zu {otrftntietetti
V —L. E.,,O.—
Tie alte, heute noch von unWissen
schaftlichen und unwissenden Prote
stallten in die Welt hinausposaunt
Behauptung, Luther habe die Bibel
unter der Bank herausgeholt, womit
sie zu beweisen glauben, die erste in
deutscher Sprache gedruckte Bibel
stamme von Luther, ist irrig. Wer
Geschichte kennt, weiß, daß der Ka
tholik Johann Gutenberg nicht nur
die Buchdruckerei erfunden, sondern
auch die erste Bibel in deutscher Spra
che gedruckt hat. Nun hat aber Gu
tenberg die erste deutsche katholi
sche Bibel im Jahre 1453, also
Über hundert Jahre vor Luther, die
erste Bibel in «deutscher Sprache ge
druckt. Alles, was Luther getan hat,
ist, daß er die echte Bibel verpfuscht
und entstellt hat.
Gesucht!
Hr. Toni Klein in Adenau sucht
V/rwandte, die im Jahre 1840 nach
Wisconsin ausgewandert sind. Er bit
tet um Nachvicht von deren Kindern
&ber Enkeln.
Ihmgmnarfdi auf 801m
Etwa 120 Flüchtlinge berichtete
neulich die Schweizer ,Tat' aus
der Ostzone, die im Auffanglager
Uelzen abgewiesen wurden, machten
sich im November in kleinen Trupps
auf den Marsch nach Bonn, um der
Bundesregierung ihre Beschwerden
vorzutragen. Sie wanderten zu Fuß
von der Elbe bis zum Rhein, angewie
sen auf Notunterkünfte und dann und
wann eine warme Suppe, die ihnen
von gutwilligen Gemeindebehörden
gestiftet wurden selbstverständlich
unter der Bedingung, daß die Gäste
sofort wieder abzogen.
Diese neue Art von Hungermarsch
beleuchtet auf dramatische Weise ein
Problem, dem die deutschen Behörden
bisher hilflos gegenüberstehen und
das sich entweder zu einer schweren
wirtschaftlichen und sozialen oder aber
zu einer fast untragbaren moralischen
Belastung der Bundesrepublik auszu
wachsen droht: den Massenstrom ille
yaler Grenzgänger über die „grüne
Grenze" zwischen Ost- und West
deutschland.
Zu einer Zeit, da der Westen mit
seinem „alten" Flüchtlingsproblem
noch keineswegs fertig geworden ist,
droht die neue Flüchtlingswelle aus
dem Herrschaftsgebiet der Sowjets
den eben erst angepackten Versuch zu
einer gleichmäßigeren Verteilung der
Flüchtlinge über das Bundesgebiet zu
unterspülen und von vornherein wir
kungslos zu machen.
Was hilft es, einige hunderttau
send Vertriebene aus Schleswig-Hol
stein, Niedersachsen und Bayern nach
anderen Ländern weiterzuleiten, wenn
gleichzeitig andere Hunderttausende
aus Öst-Toutschland neu in die öst
lichen Grenzgebiete einströmen? So
eben erst hat Bundesratspräsident
Arnold in Tübingen die Flüchtlings
frage „im Hinblick auf die täglich zu
Hunderten einströmenden illegalen
Grenzgänger" ein fast unlösbares
Problem genannt. Und «das ist es
nicht nur in wirtschaftlicher Bezieh
ung.
Man hat versucht, diesem Problem
Beizufammcn, indem man eine monat
liche Quote für die Aufnahme solche
„Illegaler" festgesetzt hat und ihre
Einhaltung mit Polizeimitteln zu er
zwingen sucht. Aber diese Quote von
2840 Flüchtlingen im Monat ist na
türlich völlig ungenügend. Sie erfaßt
nur einen kleinen Bruchteil der Men
schen, die sich Tag für Tag in den Auf
fanglagern melden. Und was soll mit
dem Rest geschehen?
Die offizielle Auskunft lautet: Die
Aufnahrnequiote muß für Leute reser
viert bleiben, die glaubhaft machen
können, daß ihr weiteres Verbleiben
in der Ostzone mit direkter Gefahr
für ihre Person verbunden wäre. Wer
diesen Nachweis nicht leisten kann, soll
über die Zonengrenze wieder dorthin
abgeschoben werden, wo er herkam.
Das ist leichter gesagt als getan.
Man weiß aus den Schweizer Erfahr
rungen während des Krieges, welch
schwere seelische Bürde den Grenz
organen auferlegt wird, wenn sie asyl
suchende Menschen, darunter Frauen
und Kinder, wieder in die Unsicherheit
zurückstoßen sollen. Und damals han
delte es sich in der Schweiz immerhin
um Fremde. An der Zonengrenze
aber sind es deutsche Grenzwächter
und deutsche Polizisten, die deutschen
Flüchtlingen den Einlaß verwehren
sollen. Eine strikte Handhabung der
Instruktionen ist daher schon ans psy
chologischen Gründen ganz unmöglich.
Aber was in Wirklichkeit geschieht, ist
nicht weniger grauenvoll: man stößt
die Grenzgänger zwar nicht oder
nicht immer mit Gewalt zurück,
aber man tut auch nichts, um ihnen
zu helfen. Ohne Mittel, ohne Unter-
fünft, ohne Papiere streifen sie heute
schon zu Zehntansenden durch die
Grenzgebiete: ganze Gruppen von
Familien hausten z. B. in der bitteren
^Herbstkälte noch in bloßen Erdlöchern,
bis der Skandal so groß wurde, daß
der Sturm der Entrüstung, der durch
die Presse und die Öffentlichkeit ging,
die Behörden zum Nachgeben und zur
provisorischen Aufnahme der Ausge
setzten ins Lager zwang.
Um eine Wiederholung des Vor
ganges zu vermeiden, hat man die
Erdlöcher kurzerhand zugeschüttet.
Aber damit, daß der unmittelbare
Stein des Anstoßes aus dem Wege ge
räumt wurde, ist das eigentliche Pro
blem ja nicht gelöst.
Man wird wohl auch die 120
Flüchtlinge, die nach Bonn marschier
ten, nicht durch ein Polizeiaufgebot
aus -der Bundeshauptstadt ferngehal
ten haben, und wahrscheinlich wird sich
schließlich doch eine Möglichkeit fin
den, sie unterzubringen. Aber diese
Möglichkeiten öffnen sich immer nur
denen, die Kraft und Verzweiflung
genug haben, laut und vernehmlich
zu protestieren. Die anderen versickern
lautlos in jenen Abwässern, die als
trübes Rinnsal über die Straßen
West-Deutschlands gespült werden.
Tragische Geschichte
war einer, dem's zu Herze« ging,
baß ihm der Zopf so hinten hing,
Er wollt' es anders haben.
So denkt er denn: „Wie fang ich's an?
Ich dreh' mich um, so ist's getan!"
Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Da dreht er schnell sich anders 'rum,
's wird aber doch nicht besser drum
Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Er dreht sich links, er dreht sich rechts.
Es tut nicht Gut's, eS tut nichts
Schlechtes
Der Zopf, der hängt ihm Hinte«.
Und seht, er dreht sich immer noch
Und denkt, es Hilst am Ende doch
Der Zopf, der hängt ihm hinten.
a i s s o
Guter L«t
„Guter Rat ist teuer", sagt ein
altes Sprichwort, aber mir wenige
beachten den tiefen 'sinn, der darin
liegt und richten ihr Handeln danach
ein. Guter Rat ist eben deshalb so
teuer, also so wertvoll und schwer zu
haben, weil der menschliche Verstand
beschränkt und verdunkelt ist. Befindet
sich nun jemand in einer schwierigen,
verwickelten Lage, so ist er meistens
mehr um einen Ausweg verlegen als
der Außenstehende, der, weil er nicht
direkt beteiligt ist, kühler abwägt und
einen freieren Blick hat. Doch diese
unbestrittene Tatsache gibt nicht das
Recht, einem anderen seinen Rat auf
zudrängen. Ein unbefugt gegebener
Rat hat oft schon großes Unheil an
gerichtet, indem er zum Widerspruch
reizt und den Schwankenden nun erst
recht den verderblichen Weg einschla
gen läßt, vor dem jener ihn bewahren
wollte.
Wohl ist ein guter Rat Goldes wert
und kann unter Umständen mehr
Nutzen stiften als Geld und Gut, aber
wenn man sich in der Welt umschaut,
dann muß man zugeben, daß durch
Ratgeber mehr geschadet als genützt
wird. Die voreiligen Ratgeber sollten
sich vor Augen führen, wie groß die
Verantwortlichkeit ist, die sie durch
ihren Einfluß auf andere überneh«
men. „Wer Rat erteilt, stellt Wechsel
aus", lautet ein weises Wort, und
manchem dürfte es nicht ganz behag
lich zumute sein, würde ihm später
einmal ein solcher Wechsel präsentiert.
Rat erteilen ist eine schwere Sache!
Es gibt Personen, die ihren Rat
förmlich aufdrängen, sich mit einer
Beharrlichkeit in Angelegenheiten
ihrer Mitmenschen mischen, als be
säßen sie die Gabe der Allwissenheit.
Viel häuslicher Friede, viel Glück und
Wohlstand sind durch solche Naturen
schon zerstört worden.
Viele Menschen meinen, man müsse
die materielle Seite des Lebens bei
einer Entscheidung allein ins Auge
fassen, und vergessen dabei, daß alles,
was auf Erden geschieht, im innigsten
Zusammenhang steht und daß die Ma
terie vom Geist beherrscht wird. Es
kann jemand im Ueberfluß leben und
doch im gewissen Sinne Hungers ster
ben, der, hätten Seele und Geist die
nötigen Lebensbedingungen, auch in
den ärmlichsten Verhältnissen blühen
und gedeihen würde.
Die Ratgeber dürfen nie ihrer
Individualität allein entsprechend ra
ten, sondern müssen auch die Verhält
nisse und Naturveranlagung des Fra
genden berücksichtigen. Um einen
guten Rat geben zu können, muß man
frei von übertriebenem Mißtrauen
wie von zu weitgehender Vertrauen
seligkeit sein, sich streng an die Gebote
Gottes halten, um eine Richtschnur zu
haben und die Grenzen zu erkennen,
die dem eigenen. Wissen gezogen sind.
Verhängnisvoll geradezu ist es,
Schicksal foneten zu ivoÜM, wozu
.. '.f*
Rlartleibigkeits
robte Linderung von
Be
schwerden besorgen Sie
•ich noch heute ALPEN
KRÄUTER in Ihrer
Nachbarschaft oder sen
den Sie 91.00 für eine be
sondere Probeflasche an
7. IftuUar
4
Oft ist mehr als
ein Abführmittel
fl gif Wenn Sie Irritiert oder «Wtz»
llw »B K vds sind, und an Kopf
O schmerzen, Goee, Blähungen.
Verdauungsstörung und Appetitlosigkeit
leiden, welche alle durch Hartleibigkeit
verursacht werden mögen, besorge«
Sie sich Fornts ALPEN KRÄUTER.
die zeiterprobte, laxative und Magen»
tätigkeit anregende Medizin. Enthält IS
Natur-Hellkrauter, Wurzeln urd Pflan
zen. Zu gebrauchen wie angewiesen.
Sanft und müde bringt ALPENKRÄUTER
träge Därme zum Arbeiten und hilft» »er
härtete Abfallstoffe auszuscheiden,
durch Hartlribifckeit verur
sachten Gase zu vertreiben
und gibt dem Magen das en-
Seien
listige Naturen Neigung haben. Es ist
hier schwer festzustellen ab wirklich
das zur Schau getragene Interests an
dem Wohl des Nächsten leitendes Mo
tiv ist oder Lust am Ränkeschmieden.
Auf jeden Fall verrät es einen großen
Mangel an Bescheidenheit, ungebeten
«und ohne Wissen des Betreffenden in
die Räder seines Geschickes greifen zu
wollen. Wir Menschen sind nicht weise
genug, eine solche Verantwortung auf
uns nehmen zu können.
Soll denn nun gar fein Nat erteilt
werden? Das wäre gewiß nicht rich
tig, denn jeder muß dem anderen mit
den Gaben nützen, die er empfangen
hat, auch sollen Weisheit und Erfah
rung des Alters der Jugend zugute
kommen. Wir haben sogar die Pflicht,
wie schon aus dem Gleichnis vom
barmherzigen Samaritan klar wird,
'unserem Bruder liebreich zu Hilfe zu
kom men, auch in Sehlen not und in
stunden der Versuchung und des Ab
falles. Dann wird der gute Rat eine
Tat edler Nächstenliebe, aber er muß
eben aus reiner Liebe hervorgehen
und nicht die Selbstsucht dabei eine
Rolle spielen. In bezug auf Liebe und
Ehe sündigen Eltern aft mit ihrem
Rat, denken nur an die garte und
schnelle Versorgung und zerstören da
durch einem jungen Wesen den Früh
ling des Lebens. Solch falscher Rat
legt oft den Grund für schwere Ver
fehlungen in der Ehe.
Nun trifft aber auch den Ratsuchen
den häufig eine große Schuld. Wer
eines Rates bedarf, der soll denselben
an der richtigen Quelle schöpfen, soll
ihn suchen bei wirklich frommen, in
Tugend und Charakterstärke bewähr
ten Personen, die ihm ohne Vorurteil
und ohne Menfchenfurcht raten. Hat
er aber eine so gute Belehrung emp
fangen, so richte er sich auch danach
und folge nicht den Einflüsterungen
von Fleisch und Blut. Das Herz ist oft
ein schlechter Ratgeber, wenn es den
Kopf ganz aus dem Spiel läßt. Das
aber, lieber Leser, vergiß nie: Sollst
du Rat erteilen oder ihn empfangen,
du wirst niemals vergeblich um Er
leuchtung bitten, wenn du dich Der
tmuensvoll an den Ursprung aller
Weisheit wendest, denn wer bitiet,
•dem wird gegeben. R. S. U.
II Trauerbildchen
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