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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, June 24, 1950, Ausgabe der 'Wanderer', Image 2

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ChjLdJum^t
Alter Leser, O.
„Groundhog" heiszt int Deutschen
Ferkelkamnchen „Sfmtf" Stinftiev
„Mole" Maulwurf: „Muskbeaver"
Bisamratte: ..Mu'krat" MoschuSrat
ie „Marmot" Murmeltier: „Ter
mite" weifze Ameise oder Holzwurm:
„Barkscarab" Borkenkäfer: „Tree
louse" Blattlaus: „Maybug" Mai
käfer „Blight" Mehltau. Gegen die
se äußerst schädliclien Insekte,: ist Bor
bcctitr Brühe zu verwenden. Als
Schutzmittel wird Alaun (Rock
Almu)empfohlen. Man löst davon ein
Pfund in zwei Pint heifzem Wasser
und begießt die Schlupfwinkel der In
sekten damit. Das ist auch ein proba
tes Mittel gegen Wanzen. Auf Gras
Plätzen und Blumen dürfen diese Sub
stanzen nicht verwendet werden, da sie
alles pflanzliche Vebeit zerstören. Obst
bäume schützt man gegen Ameisen und
Käfer. inötm man den Stamm mit
Kalk (Lime) bestreicht und ein etwa
drei bis vier Zoll breites Baumwoll
band um den Stamm bindet. Zum
Schutz gegen die Vögel auf Kirschbäu
men und Trauben gibt es kaum ein
Mittel. Auch Vogelnester kann man
kaum gegen Katzen und Natten schüt
zen. Gegen Heuschrecken (Graszhop
pers) kennt man ebenfalls Fem pro
bates Mittel.
-N. F., Fla.—
Vom allmächtigen und weisen
Schöpfer ist es so eingerichtet, das
der Wechsel der vier Iahreozeiteir re
gelmäßig eintritt. Dieser Wechsel
kämmt von den verschiedenen Bestrah
Inn gen, der die gauze Erde rücksicht
lich der Sonne ausgesetzt ist. Diese
wird durch die schiefe Stellung der
Erdachse zur Ebene der Erdbahn ver
anlaßt. Stünde die Erdachse senkrecht,
so würde in jeder Gegend der Erde
das ganze Jahr hindurch Tag und
Nacht gleich seilt. Der Wechsel von
Sommer und Winter wäre nirgends
zu bemerken. Jeder Ort hätte das
ganze Jahr hindurch gleichviel Wär
me aufzuweisen und die Folge davon
wäre, daß ein großer Teil der Erd
Fuget wegen zu großer und beständi
ger Hitze, ein anderer wegen zu star
ker Kälte dem pslanzlichen und tieri
schen Leben entzöget: wäre. In den
heißen Ländern gäbe es kaum die ge
ringste Abkühlung im Jahre. Die Po
larländer würden auch ihres kurzen
Sommers entbehren und in vielen
Strichen der gemäßigten Zone, in de
nen jahraus, jahrein Frühlittgstem
peratur herrschen würde, könnten die
meisten Früchte nicht zur Reife kom
men. Durch eilt höchst einfaches Mit
tel, durch die schiefe Stellung der
Erdachse, hat der Schöpfer die Ver
schiedenheit der Jahreszeiten veran
laßt und fast die ganze Erde für
Pflanzen, Tiere und Menschen be-
Bewohner von Nürnberg in Deutschland suchen
einem Militärabfallhaufen nach Nahrung
wohnbar gemacht. Auch eine Tender«
ung in dieser schiefen Stellung würde
die klimatischen Verhältnisse ungünsti
ger gestalten. Aus diesem Grunde
herrscht auf der südlichen Erdfläche in
den meisten Ländern Sommerwetter,
während wir in der nördlichen Hälfte
Winter haben, und umgekehrt.
K. Pa.—
Es ist heutzutage nicht mehr am
Platz, von einem „prosaischen" oder
„kunstlosen" Amerika zu sprechen, wie
etwa noch vor einem halben Iahrhun
de ft. Jit uttsernt freilich materiell
weit fortgeschrittenen Amerika gibt es
namhafte Künstler und wertvolle
Knnsterzengnisse auf allen Gebieten.
Neben vielem modernen Schund, der
in europäischen Ländern noch viel i'tp
piger ins Kraut geschossen ist, hat
Amerika große Künstler und wahre
Kunstwerke aufzuweisen. Und die da
tiereit nicht von gestern und heute. So
gehört z. B. die amerikanische Land
schaftsmalerei zu den hervorragend
sten der Welt, und ist dieselbe aus-ge
prägt amerikanisch. Schon die ersten
amerikanischen Maler Eopley, Stuart,
West, Peale und andere waren gebo
rene Künstler mit streng individnalem
Elia rafter. Dann haben wir eine
Reihe von europäischer Kunst beein
flußter Künstler, wie William Mor
ris Hunt, Junes, John LaF-arge (un
ter französischem Einfluß) und Du
peneck. Eurrie und Ehase (unter deut
schem Einfluß). Ihre späteren, gereif
teren Kunstwerke tragen aber deutlich
amerikanische Eigenheit. Der Gründe,
weshalb bis zum heutigen Tage un
sere Bildergalerien und Museen vor
wiegend europäische Kunstwerke auf
weisen, gibt es namentlich zwei: 1.
gibt es tatsächlich mehr europäische
Kunsterzeugnisse, welche auf eine hun
dert- und tausendjährige Entwicklung
zurückgehen: haben die reichen Er
bauer unserer amerikanischen Kunst
tent pel und Gründer unserer .Kunst
santmlnngeu ihren Stolz dareinge
setzt. die kostbarsten und teuersten
Ki inst Pro Linkte zu importieren. Es ist
eine zu begrüßende Erscheinung, daß
unsere einheimische Kunst, deren wir
Amerikaner uns wahrhaftig nicht zu
schämen brauchen, immer mehr ge
würdigt und anerkannt wird von wah
ren Künstlern und Kunstkennern. Sei
der haben perverse „Neuerer", die
nichts weniger als den Namen Künst
ler verdienen, die reinsten und ab
scheulichsten Karnkatureit auf den
Markt geworfen. Leider bringen auch
katholische Zeitschriften nicht selten
Bilder, sogar Heiligenbilder, vor de
nen jeder sich mit Abscheu abwendet.
St. R., Pa.—
Das Wort „Mausoleum", das heu
te „Grabmal" bedeutet, hat seinen
Namen und feine Bedeutung erhalten
von dein Grabmal, das dem persischen
Lehensfürsten Maussolos aus der von
Lygdamis begründeten Dynastia von
Halikamassos um die Mitte des vier
ten Jahrhunderts v.Chr. von seiner
Schwester und Gattin Artemisia in
seiner Residenz errichtet wurde. Das
hat bereits 70 Millionen Dollars an Unterstützungen in 47 Ländern zur Verteilung gebracht. Nun
mehr braucht man Ihre Hilfe für die unschuldigen Opfer in Deutschland.
Bitte, schicken Sie Ihre Gabe noch heute»
War Relief Services-National Cath. Weifare Conference
wird sofort auf raschem Wege diesen hilfosen Opfern Lebensmittel und Unterstützung zukommen
lassen.
Spenden an War Relief Service$—NCWC kßnmo bei der Einkomtrmutetur in Abuttg gebracht wardam.
crrr 20 mam
A W. Ep
HUNGER
SITZT AN EINEM LEEREN
TISCHE
Tßg für Tag geben im Deutschland infolge 4er
mörderischen Wirkung der Unterernährung im
mer mehr und mehr unschuldig Ki&dflf
langsamen Tode entgegen.
Viele von ihnen werden gar nie alt genug wer
den, um etwas anderes als Hunger, Krankheit uqj
Tod kennenzulernen. Die christliche Caritas ruft
nach Ihrer HÜfel
HELFEN SIE IHNEN
JETZT!
OHIO WAISENFREUND
kunstvoll ausgeführte Mausoleum
wurde unter die sieben Weltwunder
gerechnet. Das fast ganz zerstörte
Denkmal wurde 1856 bis 1858 im
Auftrag der britischen Regierung aus
gegraben und Reste davon befinden
sich im Britischen Museum in London.
Der sogenannte Pantograph
(Storchschnabel) ist ein von dem
Deutschen Schein er im Jahre 1603
erfunden worden. Es ist ein Zeichen
instrument zum Vergrößern und Ver
kleinern von Karten, Plänen, Bildern
usw. Es ist ein Parallelgramm aus
beweglichen Schienen mit feststehender
Ecke mit Falirstift zum Nachfahren
der zu vergrößernden Zeichnung und
mit Schreibstift zur Aufzeichnung der
vergrößerten Figur. Das Instrument
erscheint, je nachdem es von Karto
graphen und Bildhauern gebraucht
wird, als Flächen-, Pendel- und Spie
gel-Patttograph.
Das Obersmmergsuer $taf
ürmslpiel erneuert keine alte
Wirkung
Aus Oberammerga-u wird geschrie
ben:
Am Fest Christi Himmelfahrt wur
de 'das Cberammergaiter Passions
spiel zum erstenmal im Spiel jähr
11)50 aufgeführt. Bundespräsident
Professor Heuß, Bundeskanzler Dr.
Adenauer, der amerikanische Hohe
Kommissar Hohn MeCloy und der
britische Hohe Kommissar Sir Brian
Robertson wohnten dieser Aufführung
bei. Das Festspielhaus war gefüllt
von 6000 geladenen Gästen, unter
ihnen die Mehrzal der westdeutschen
Minister, 400 alliierte Gäste, die in
West-Deutschland akkreditierten aus
ländischen Missionschefs, die Spitzen
funktionäre der Parteien, die Regie
rung Bayerns, sein Landtag, sein
Senat und an die 500 Journalisten
aus aller Welt. Kein anderes Ereig
nis im Deutschland der Nachkriegszeit
hat bisher so viele prominente und
maßgebende Persönlichkeiten unter
einem Dach versammelt.
Es ist sogleich etwas Ehrwürdiges
um die Männer und Frauen, die sich
in langen weißen Gewändern feierlich
entgegenschreiten. Einen blau grauen
Ueberwurf tragen sie wie Pilger, die
weither aus grauen Zeiten kommen,
und der Goldreif eines Gelöbnisses,
das zur königlichen Sendung wurde,
blinkt auf ihrer Stirn. Ja, überwäl
tigt uns nicht schon, da die Reihe des
Chores aufzieht, um einen Vorhang
der Leiber vor dem geheimnisvollen
Geschehen zu bilden, das sich entfalten
soll, die Gegenwärtigkeit der Geschlech
terreihe, durch die das Spiel vom Lei
den und Sterben Jesu Christi seit
vierhundert Jahren hier verkörpert
wurde? Erschaudernd glauben wir zu
spüren, wie schnell das große Passions­
spiel menschlichen Lebens und mensch
icher Geschichte die Gesichter seiner
Spieler wandelt nnd wechselt, um
doch stets von neuem das ewige Er
eignis der Passion und -der Auf
erstehung unseres Erlösers zu umfrei»
sen, das die Mitte alles Geschehens ist.
Die unwägbaren Tinge greifen, das
wird sogleich klar, auf dieser unver
gleichlichen Bühne am meisten. Da
wird die schöne, volle Stimme des
Prologsprechers, zu dem der sehr
männliche Christus von 1934, Alois
Xiang, ausersehen wurde, mit den
ersten Worten schon zur Stimme unse
rer gläubigen Vorfahren und zur
Stimme aller Gläubigkeit zugleich,
die noch in unserem Volke lebt. Diese
Stimme zu hören, sind wir selber, sind
die Fremden gekommen. Und diese
Stimme schafft sich mit selbstverständ
licher Herzlichkeit sogleich ihre Ge
meinde, mag diese auch aus Menschen
der entlegensten Länder und Erdteile
bestehen. „Alle seien gegrüßt," spricht
sie, „welche die Liebe hier um den Hei
land vereint .alle fühlen sich hier
eins im Brudersinn als die Jünger
des Einen, der für alle gelitten hat!"
Die Einheit der christlichen Welt rührt
die Menschen „von nah und fern" vor
dieser Bühne so mächtig an, daß sie ge
bannt sitzen, ehrfürchtig lauschen und
schauen.
Der Vorhang der Leiber, von dem
wir sprachen, weicht nach innen zurück,
der blaue Theatervorhang vor der
eigentlichen Spielbühne tut sich auf,
und da steht nun vor uns, die wir alle
int geheimen danach verlangen, in
leuchtenden Farben und plastischer
Eindringlichkeit das erste der Heils
bilber! Mit steil erhobenem Flammen
schwert vertreibt der Engel das erste
lüiemchenpaar aus dem Paradies. Wie
furchtbar ernst, wirklich und groß tritt
in diesem Augenblick das oltvertraute
Bild vor die Seele! Wer fühlte sich da
nicht vor der alles Menschenleid erklä
reitieu Wahrheit des Sündenfalls an
gerührt? Durch solches Schleierheben
von den Bildern der Heilsgeschichte,
durch die „lebenden Bilder" aus dem
Alten Testament, die in die Handlung
dec- Passionsspieles verwoben sind, er
zielt dieses vielleicht seine tiefsten Wir
knngen. Wirkungen allerdings, die
mehr der zarten, religiösen „Arnim*
hing" entsprechen. Der lyrische Cha
rakter 'der stummen Bilder wird durch
die deutschen Gesänge des Chores nnd
der Solisten unterstrichen. Es kann ge
schehen, daß der Gesang der liebenden
Braut aus dem Hohelied, der den Ab
schied zu Bethanien einleitet, diesem
oder jenem zu einem Höhepunkt des
ganzen Spieles witd die Sopran
solistin Anitt) Haag trägt ihn ja so
mühelos-schwebend, rein und innig
vor. Einem anderen wieder mag das
Bild von Joabs meuchlerischem
Bruderkuß bei dem Felsen Gabaon
zum unvergeßlichen Wachtranm von
menschlicher Verworfenheit werden.
Die Verse des Prologs, die Gesänge
des Chores, der in Josef Stadler
einen ausgezeichneten Tenor solisten
und in Hans Maier einen sicheren
Baßsolisten besitzt, und die mit er
fahrenem Bildnersinn durchgeformten
Szenen ohne Bewegung schaffen zu
sammen mit den Raum religiöser
Stimmung und Weihe, in dem die
Handlung des heiligen Spieles über
Haupt erst möglich ist. Dieser sind nun
freilich erst die dramatischen Wirkun
gen und die letzte Erfüllung religiöser
Anschaaung vorbehalten. Die Darstel
lung der Leidensgeschichte Christi
treibt ja mitten hinein in die gefähr
lichen Klippen des realistischen Histo
riendramas. Der Leiter des Qber
a mm erg au er Pasionsspieles schreckte
nicht davor zurück. Das zeigt •gleich zu
Beginn schon 'Me Szene, da Christus
nach seinem Einzug in Jerusalem die
Händler aus dem Tempel jagt. Und
da sich gleich darauf der Hohe Nat und
die Händler gegen den „Galtlaer" zur
Wache verbünden, ist auch zu erkennen,
wo dieseRealistik am meisten amPlatze
ist: dort, wo die Umtriebe der Hohen
priester, der Pharisäer und Händler
ausgespielt werden, im Bereich des
Unheiligen also, der Verblendung und
der Leidenschaft. Die Syyedrion-Sze
neit erreichen dadurch erstaunliche Le
bens-echtheit und dramatische Wucht.
Groß und spannend die Abend
mahlszene! Da Christus den zwölfen
das Brot reicht, liegt 'die Stille tief
ster Ergriffenheit über den 6000 Zu
schauern. In unvergeßlichen Farben
steht das edle Bild vor dem blaß
grauen Himmel. Die Amendmahl
szette, in der nur der Wunsch nach
einer schöneren, bedeutungsvolleren
Entfaltung der Fußwaschung offen
blieb, zeigt auch den Christus de:
Spieljahres 1950 in der Vollend un
feiner darstellerischen Möglichkeiten
Seine ausgeglichene, zartgliedrige ©e
statt wirkt Hier im Kreis der Jünger,
die sie eineswegs überragt, sehr Hei
landhaft und beseelt. Haltung und
Bewegung sprechen jene Milde und
schlichte Hoheit aus, das Antlitz jene
schöne Ruhe, 'die unsere Vorstellung
seit altersher der Erscheinung Christi
beimißt. Unter den Jüngern hat neben
durchweg eigenwüchsigen und rühren
den Gestalten der Petrus des alten
Hugo Rutz am meisten selbstverständ
liches Gewicht. Hans Schwaighofer
macht aus dem Judas- eine interessante
psychologische Studie, die den Charak­
v
ter dieser tragischen Figur «US allge
mein menschlichen Voraussetzungen
entwickelt und anschaulich macht, ohne
sich auf die geläufige Verzerrung zum
Bösewicht einzulassen. Das Gegen
spiel bekommt durch den Kaiphas des
Benedikt Stückl jr. Glanz und Ge
walt. Dieser haßerfüllte, höhnische
Kaiphas hat in seinem mimischen Aus
druck, seiner Geste und seinem Ton oft
große Augenblicke. Da auch Jakob
Kluckners Hohepriester Annas sehr
stark und eindrucksvoll ist und in
Arnold Mayrs Rabbi Archelaus ein
souveräner, selbstgefälliger Taktiker
eiskalter Priestermachenschaften auf
tritt, hat „die böse Welt,, im Ober
ammergauer Passionsspiel dieses Jah
res ein so sieghaftes Uebergewicht, daß
es. schon dadurch an unseren Welt
zustand gemahnt und um so mehr 'dar
auf verweist, das Spiel vom Myste
rium christlicher Weltüberwindung
ganz aus dem Glauben zu verstehen.
Mädchenhaft und herb verkörpert
Ann ernte Mayr in angestrengter Ver
innerltchung die jungfräuliche Gottes
mutter. Gabriele Groppner hat es
leichter, als die reuige Sünderin hin
genommen zu werden. Der Aus'druck
verehrungsvoller Hingabe ist ihrer
Jugend gemäß, das lange, goldblonde
Haar aber, das sie mitbringt, kommt
der allgemeinen Vorstellung von Mag
dalena sehr entgegen.
Als der Sturm der rasenden Maf
ien in 'den fast allzu langen Kruzifix
szenen den Richterstuhl des Pilatus
umbrandete, brach die Frühlingsfonne
durch den leicht bedeckten Himmel. Die
kühnen Farben der bunten Kostüme
leuchteten auf. Dann aber zog der
weißgelvandete Chor, nur angetan mit
schwarzen Ueberhängen, in dieses
Licht, lieber der ewigen Szene von
Golgatha standen schneeweiße Sorn
merwolken als lautlose, mächtige Zeu
gen. Und da der Tag sich neigte, um*
wob sein letzter Glanz den Auferstan
denen, der wie ein heller Schemen ein
kurzes Stück schräg über die Bühne
huschte. Rochus Tedlers, des Ober
ammergauer Schulmeisters kindliche
und gläubig-beschwingte Musik klang
in den Triumphgesang der VerHerr
lichung Christi aus.
Clemens Häuser
öm
Sonnenlchew
An der Sonnenseite wohnen ist
wohl schon. Das erfahren nicht nur
Pflanzen und Bäume, sondern auch
die Menschen. Heimisch und frohgemut
wohnt es sich selbst im bescheidensten
Tachstübchen, wenn wenigstens tag
aus, tagein, sommers und winters die
liebe Sonne in der Frühe ihr „Grüß
Gott?" und des Abends ihr „Behuf
Gott!" ins Kämmerlein schickt. Aber
kalt, öde und melancholisch mutet es
im nordwärts gelegenen Stübchen in
der engen Gasse an, in das, seitdem
die Dachschindeln aufgenagelt wurden,
kein freundlicher Strahl mehr gedrun
gen ist.
Was für den Lerb und das natür
liche Leben der Sonnenstrahl ist, das
ist für Herz und Gemüt die Freude.
Ohne sie ist unser Dasein öde, kalt und
leer. „Freuet euch!" ruft uns die Hei
lige Schrift bei mancherlei Gelegen
heiten zu, und wie herrlich rauscht es
über des Psalmisten Harfe, wenn
Freudenklänge den Saiten entströ
men. Wer auf des Lebens Schatten
feite geboren, unter Druck und Armut
aufgewachsen ist, wer schon in der
Kindheit unter dem Nebel der Sorgen
oder dem beängstigenden Dunkel der
Schuld gestanden hat sollte der
nicht, menschlich betrachtet, bittere,
düstere Gedanken hegen, hart, ver
schlossen, unwirsch und mißtrauisch
werden? Sollten wir daher nicht
regelmäßig, ehe wir über „verdor
bene" Menschen urteilen, forschen, ob
sie mit oder ohne Sonnenschein auf
gewachsen sind? Vielleicht haben sie
sogar des Sonnenscheins der Mutter
liebe und Fürsorge entbehrt, haben
nie einen herzerwärmenden Blick aus
Mutterauge auf sich ruhen sehen, nie
mals einen Tag voll Freude und Kin
derlust erlebt! Oh, wie arm ist ein
solches Menschenleben zu nennen!
Und sollten wir, die wir so unver
dient Sonnenschein für Leib und
Seele genießen, sollten wir uns nicht
bemühen, in möglichst vieler Menschen
Aout AucUlaLle. fo* 5bU&uA*dio*v
Order from:
...
24, Juni
fr
Haus und Herz, Jugendzeit und Le
bensabend, Familienkreis und Be
rufsarbeit warmen, lichten, fröhlichen
Sonnenschein zu leiten und zu verbrei
ten? Uebrigens, überlegen wir es uns
einmal, ob wir am Ende gar oft selbst
verschulden, daß es dunkel und soft«
nenlos um unfern Nächsten ist
stehen wir vielleicht zwischen der
Sonne und dem Freudlosen? Wir
fürchten, es verbaut mancher durch
fein Verhalten dem Nächsten die
Sonne!
Wem übrigens —und dies kann in
dem dunkelsten Dachstübchen der Fall
feilt die „Sonne der Gerechtigkeit"
aufgegangen ist, itt dessen Herzen
bleibt es licht und klar: die Schatte»
weichen, je höher die Sonne auf unse
rem Lebensweg steigt, und die Freude
siegt über alle Traurigkeit des Her
zens, bis wir endlich dahin kommen,
wo „unsere Freude vollkommen wird"
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