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Ohio Waisenfreund. [volume] (Pomeroy, O. [Ohio]) 1874-1953, July 05, 1952, Ausgabe der 'Wanderer', Image 8

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1
Tiekes Wochenblatt erscheint seit
dem Jahr 1873 regelmäßig jeden
Samstag und wird herausgegeben
zum Besten des Päpstlichen Kolle
gium Josephinum in Worthington.
Ohio, dessen Zweck die Heranbildung
würdiger Priesterzöglinge für die
Ver. Staaten ist. Diese Anstalt ist
hauptsächlich angewiesen auf die Ein'
fünfte dieses Blattes und die ©eschen
fe seiner Leser.
Sonntag, 6. Juli: Fünfter Sonntag
n a i n s e n E v a n e
lium: Pharisäische Gerechtigkeit
(Matt. 5).
Montag, 7. Juli: Zyrillus und Me
thodius Willibald.
Dienstag, 8. Juli: Elisabeth von Por
tugal Aquilla.
Mittwoch, 9. Juli: Veronika Märty
rer von Gorkum.
Donnerstag, 10. Juli: Sieben Brü
der, Märtyrer Amelberga.
Freitag, 11. Juli: Pius /. Sigis
bert Abundius.
Samstag, 12. Juli: Johann Gual
fort Marziana.
Stimme des Volkes
für das Joscphiuum
Hiermit sende ich Ihnen $3.00 zur
laufenden Freistelle zu Ehren aller
Heiligen in einem bestimmten Anlie
gen. Beten Sie, bitte, für mich, damit
der liebe Gott mich in meinem Anlie
gen erhören möge.
Frau K., Ja.
Anbei Scheck im Betrage von $25.
00 zur Erfüllung eines Versprechens,
in welchem ich erhört wurde.
L. A., O.
Einliegend $1.00 zur Erfüllung ei
nes Versprechens. Wünsche dem gan
zen Josephinum Gottes reichsten Se
gen.
Ung., Pa.
Führer zum Himmel
Em Gebetbuch für ältere Leute,
mit großem Druck.
Preis $3.00.
Goldschnitt, in Leder gebunden.
Zu beziehen von:
PBOF. j. M. DÜEHREN
643 SO. OHIO AVE.
New York, N. Y. Vom 19. bis
22. August findet hier die drittjährli
che Äandestagung der International
Federation of Catholic Alumnae statt.
Bei dem in Anwesenheit von Kardi
nal Spellman von Weihbischof Flan
nery zelebrierten Pontifikalamt am
Tchlußtag, 22. August, in der St.
Patrizius-Kathedrale wird Bischof
McDonnell von Wheeling die Festpre
digt halten.
Cincinnati, O. Gestorben ist der
hochw'ste Msgr. Anthony Moeller, seit
55 Iahren Priester und seit mehr als
41 Iahren Pfarrer in Fort Loramie.
Er war in Hannover, Teutschland,
geboren, kam aber in jungen Jahren
nach denVer. Staaten und vollendete
seine Studine am St.-Marien-Semi
nar dahier, wo er am 17. Juni 1897
von Erzbischof Elder die Priesterwei
he empfing. 1949 wurde der verdien
te Seelsorger von Papst Pius XII.
zum päpstlichen Hausprälaten mit
dem Monsignortitel ernannt. R. I. P.
Milwaukee, Wis. Sein goldenes
Priesterjubiläum feierte vorletzte Wo
che der hochw. Hr. William Peil, der
zeit im Tivine Savior-Hospital in
Portage im Ruhestand. Bei der feier
lichen Tanksagungsmesse in der Ho
spitalkapelle hielt Msgr. H. Riordan
von Fond du Lac die Festpredigt. Nach
dem Gottesdienst fand zu Ehren des
Jubilars ein Luncheon statt, bei wel
chem der hochw. Hr. I. B. Piette von
Portage als Toastmeister fungierte.
Der Jubilar wurde 1876 in Racine
geboren, bollendete feine Studien am
St.-Francis-Seminar und wurde am
22. Juni 1902 geweiht.
Sein goldenes Priesterjubiläum
feierte am vorl. Sonntag Msgr. Jo
seph P. Heller, derzeit Pfarrer der
St.-Matthäus-Gemeinde. An der
Feier beteiligten sich u. a. Weihbischof
Roman Atkielski sowie zahlreiche
Priester und Ordensleute, darunter
auch die ehrw. Schwestern M. Jerome,
O.S.F., und und M. Fidelia, O.S.F.,
von St. Francis, beide leibliche
Schwestern des Jubilars.
La Crosse, Wis. Anläßlich sei
nes 62 jährigen Priesterjubiläums
wurde der hochw'ste Msgr. Peter
Pape, Pfarrer der St.-Josephs-K«
thedrale dahier, am Sonntagnachmit
tag, 22. Juni, von seiner Gemeinde
bei einer öffentlichen Feier geehrt.
Vierundzwanzig Assistenten haben in
der langen Amtszeit von Msgr. Pape
unter seiner Leitung in der Seelsorge
der Kathedralgemeinde gewirkt und
viele von ihnen fanden sich zu der fel
tenen Feier persönlich ein oder sand
ten Glückwunschdepeschen.
Bismarck, N.-Dak. Am 24. Mai
erteilte der hochw'ste Hr. Bischof Hoch
zum erstenmal die heilige Priesterwei
he, nämlich in der St.-Marien-Abtei
kirche in Richardton. Die Priesterwei
he erhielten die hochw. PF. Wilfrid
Sponskowski, O.S.B., und David
Wolf, O.S.B. Am 2. Juni erteilte
Bischof Hoch in der St.-Iofephs-Kir
che in Dickinson wiederum die heilige
Priesterweihe, diesmal zwei Neuprie
stern der Diözese Bismarck, nämlich
den hochw. HH. Michael Shaxd und
Jacob Schumacher.
Unland
(Fortsetzung von Seite 1)
Chinas war. Er wollte die Liquida
tion Chiangs herbeiführen." 6. Der
von Acheson verkündete Kurs, For
niosa nicht zu verteidigen, mußte von
den Roten als Einladung zur Erober
ung Süd-Koreas angesehen werden.
7. General MacArthurs Vorschlag,
Chiangs Truppen einzusetzen und
mandschurische Stützpunkte anzugrei
fen, war die Formel, die zur Beendi
gung des Korea-Kriegs geführt ha
den würde. 8. Der Konflikt in Korea
sei ein „unnötiger Krieg", und der
Präsident habe Truppen ohne vor
herige Genehmigung durch den Kon
greß in die Kampfgebiete entsandt.
Ties stelle einen direkten Verstoß ge
flcit die Verfassung dar. 9. Das au
Bcnpolitiiche Durcheinander sei der
Grund für die Wehrpflicht, hohe
steuern, Lohn- und Preiskontrollen,
„die die Sozialisierung Amerikas her
beizuführen drohen".
Per Loftposf 1 Zahloug voflkonmu garantiert!
Westzoii« 100 Mark $23.SS
OetewelOOMo* S10.TO-Österreich 100 SchtitingeU*
pk* $4.00 Überweisunflsgeböhr per Auftrag
SPEZIELLE PREISE ÜBER 2OOO
MAUS
DEUTSCHE BANKNOTEN
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lOO MA*K 22°°
tanking
FOREIGN CURRENCYSjERVICE
KT» Ii NcvVwfcH 4IJwnwl ierwf O* 4 N.4
Ctwilnt—.
Nach der Ansicht Tafts haben' die
Republikaner die Wahl von 1948 ver
loren, weil sie das Programm des
New Deal zu dem ihren machten.
»Ich glaube nicht, daß man Unabhän
gige gewinnen kann, die fast New
Dealer sind. Wir können nicht unsere
Grundsätze ändern, um einen Unab
hängigen Republikaner (oder Demo
kraten) zu getetnnen, der ein &Ui£ä
radikaler ist.".
Neues Einwanderuwgsgesetz
Präsident Truman, legte am Mitt
woch sein Veto gegen einen Gesetzent
wurf ein, der die bestehenden Einwan
derungs- und Naturalisierungsgesetze
neu kodifiziert, und bezeichnete ihn
als „eine Gefahr für unsere Stärke
im Innern und unsere moralische
Führung nach außen".
Ter Präsident erklärte, eine lieber
holung der bestehenden Gesetze tue
not und die Vorlage enthalte ein
paar gute Dinge, aber die Punkte,
die er nicht gutheißen kann, überwie
gen bei weitem die Vorteile der Bill.
Das Beste an der Vorlage sei die
Bestimmung, durch die das bisherige
Verbot der Einbürgerung von Orien
talen aufgehoben und asiatischen Na
tionen zum ersten Male kleine Quo
ten zugestanden werden.
„Aber diese äußerst wünschenswer
te Bestimmung gelangt nun an mich,
inmitten einer Fülle von Bestimmun
gen, die alte Ungerechtigkeiten gegen
über vielen anderen Nationen der
Welt in Permanenz erklären würden,
die Bemühungen vereiteln, die wir
machen, um die Menschen des Ostens
wie des Westens für die Sache der
Freiheit zu gewinnen, und die unter
drückenden und unmenschlichen Aspek
te unseres Einwanderungsverfahrens
verschärfen würden. Der Preis ist zu
hoch und ich kann mich guten Gewis
sens nicht bereitfinden, ihn zu entrich
ten."
In einer sieben Seiten umfassenden
Botschaft an den Kongreß wandte sich
Hr. Truman am schärfsten gegen die
dem Gesetzentwurf zugrundeliegende
Theorie: die Aufrechterhaltung des
seit 1924 in Kraft stehenden Quoten
systems. Dieses System gründet sich
auf die Volkszählung von 1920, aus
der sich ergab, ein wie großer Teil
der Bevölkerung ursprünglich aus je
dem fremden Land stammte. Das Ge
setz hält an demselben Verhältnis für
die Zulassung künftiger Einwanderer
fest, obwohl sich in den letzten drei
Jahrzehnten erhebliche Verschiebun
gen vollzogen haben.
„Dieses Ouotensystem das von
Annahmen ausgeht, die zu unseren
amerikanischen Idealen in Wider
spruch stehen ist schon längst über
holt und angesichts der gegenwärti
gen Weltlage unrealistischer denn je,"
so führte der Präsident aus. Er sagte,
die Formel wirke sich gegen jene aus,
die Amerika am meisten braucht, jene,
die hinter dem Eisernen Vorhang her
vorgekommen sind, und versage das
Asyl jenen, die es am dringendsten
benötigen.
Tie für jedes einzelne Land gelten
den Begrenzungen find „für eine gro
ße Zahl unserer besten Bürger belei
digend, eine Quelle der Verärgerung
für unsere Bundesgenossen im Aus
land und unseren Zielen und Idea
len fremd". Die Festsetzung aller Ein
Wanderung aus jährlich 154,658 ge
nüge nicht, „um mit dem wachsenden
Bedarf unserer Nation an Arbeits
kräften zur Bewahrung der Stärke
unserer Wirtschaft Schritt zu halten".
Dies fei insbesondere deshalb der
Fall, weil die großen Quoten für
Länder wie England und Irland nie
ausgenützt werden und nicht auf
Länder mit einer langen Warteliste
übertragen werden können. Ter Prä
sident wandte sich schließlich auch ge
gen die verschärften Bestimmungen
für die Einwanderung und DePorta
tion und bezeichnete sie als willkürlich
und in einigen Fällen ungerecht.
Im allgemeinen kann man Prüft
dent Trumart in diesem Fall durch
aus beipflichten. Es ist an dieser Bill
auch von anderer Seite scharfe Kritik
geübt worden. (Leider erwies sich auch
in diesem Fall die National Catholic
Welfare Conference, die mit zwei ein
ander diametral entgegengesetzten Be
richten an die Öffentlichkeit trat, als
schlechter Berater!) Das Veto des
Präsidenten war berechtigt wenn
auch nicht so sehr aus den Gründen,
die Hl. Truman neben den von ihm
angeführten im Sinne gehabt haben
mag. Aber im Kongreß hat man ihm
gegenüber die Geduld verloren, und
das Veto wurde ohne viel Federlesens
mit der erforderlichen Zweidrittel
Mehrheit prompt überstimmt.
Der Deutschland-Bertrag
Das Senats'komitee für auswärtige
Angelegenheiten billigte am Dienstag
l. W. den mit Bonn abgeschlossenen
Vertrag, unter dem Westdeutschland
in die Verteidigungsfront des We
stens gegen einen russischen Angriff
einbezogen wird.
Die Billigung des Protokolls zum
NATO-Pakt, unter dem West-*
Deutschland die Sicherheitsgarantie
dieser Organisation erhält, wurde mit
neun gegen eine Stimme angenom
men. Es war der republikanische Se
natsr Hickenlooper von Iowa, der da­
DER WANDFKFH
gegen stimmte trnd der auch mit acht
gegen vier Stimmen seinen Antrag
verloren hat, daß dem Präsidenten die
Vollmacht entzogen werde, ohne Zu
stimmimg des Kongresses Truppen
ins Ausland zu schicken.
Hickenlooper gab zu verstehen, daß
er aus diese Forderung im Plenum
zurückkommen werde. Wann es ge
schehen wird, ist noch ungewiß. Der
demokratische Senator Connally von
Texas, der im Komitee den Vorsitz
führt, sagte den Presseberichterstat
tern, die Ratifizierung sollte so bald
als möglich erfolgen, aber es sei nicht
ausgeschlossen, daß die Sache bis zum
nächsten Jahr verschoben werden muß,
weil noch zu viele andere Geschäfte zu
erledigen sind. Auch er selbst habe
angeregt, „daß militärische Maßnah
men im Einklang mit dem Protokoll
vom Kongreß autorisiert werden soll
ten".
Der gebilligte Vertrag macht die
westdeutsche Republik nicht zu einem
Mitglied der NATO, dehnt aber die
gegenseitige Sicherheitsgarantie auch
auf die europäische Wehrgemeinschaft
aus, zu der West-Deutschland mit fünf
anderen Staaten gehört.
Ter Generalvertrag mit Bonn, der
das Okkupationsstatut erfetzt, und das
NATO-Protokoll, waren von Staats
sekretär Acheson im letzten Monat in
Europa unterzeichnet worden, und
kurz darauf unterzeichnete West
Deutschland auch den Wehrvertrag.
Der Streik in der Stahlindustrie
Das Abgeordnetenhaus folgte am
Mittwoch dem Beispiel des Senats
und ersuchte Präsident Truman, das
Taft-Hartley-Gesetz gegen den Stahl
streik anzurufen. Der Präsident äu
ßerte sich freilich nicht darüber, ob er
dem Kongreßersuchen stattgeben wird.
Aufgrund dstz Gesetzes kann der Prä
sident eine achtzig Tage währende
einstweilig Gerichtsverfügung gegen
einen Streik beantragen.
Der Streik, der nun schon über vier
Wochen im Gang ist, macht sich in der
Wirtschaft des Landes, und vor allem
in der Rüstungsindustrie, immer stär
ker bemerkbar. Neben den 650,000
Stahlarbeitern sind 225,000 Arbei
ter in Betrieben, die Stahl benötigen,
zum Feiern verurteilt. Die Zahl
dürfte nun bald ansteigen, da grö
ßere Entlassungen in der Auto Indu
strie eingesetzt haben.
Die meisten Republikaner und fast
alle südstaatlichen Demokraten stimm
ten für die Resolution, die mit hun
dertundneunzig gegen hundertdrei
unddreißig stimmen angenommen
wurde. Der Abstimmung war eine
kurze, aber scharfe Debatte vorausge
gangen. Der Senat hatte am 10. Ju
ni den Präsidenten mit neunundvier
zig gegen dreißig Stimmen um die
Anwendung des Taft-Hartley-Geset
zes ersucht. An jenem Tage war der
Präsident vor dem Kongreß erschie
nen und hatte gesagt, zwei Möglich
keiten seien vorhanden die Be
schlagnahmung der Industrie oder
Anwendung des Taft-Hartley-Geset
zes. Truman sagte, er persönlich sei
für die Beschlagnahme, doch könne er
dies nicht ohne ausdrückliche Geneh
migung durch den Kongreß tun, nach
dem das Bundes-Obergericht die frü
here Beschlagnahme als verfassungs
widrig bezeichnet hatte. Beide Kam
mern haben aber eine Reihe von Vor
schlägen für die Beschlagnahme abge
lehnt.
Neulich erklärte der Präsident auf
einer Pressekonferenz, der Kongreß
könne ihn nicht zur Anwendung des
Taft-Hartley-Gefetzes zwingen. In
dem Gesetz wird es ins Belieben des
Präsidenten gestellt, die Verfügung in
großen Streiks zu beantragen, aber
es ist nicht automatisch. Das Haus
lehnte letzte Woche einen Antrag ab,
den Präsidenten zur Anwendung des
Gesetzes „anzuweisen".
Der Streik kostet die 650,000 Mit
glieder der CIO-Union einen auf
$49,000,000 geschätzten Lohnverlust
pro Woche. Von Bemühungen der
Union, der Industrie oder der Re
gierung, ihn beizulegen, hört man
nichts.
Der Produktionsverlust belauft sich
aus 1,839,000 Tonnen Stahl pro Wo
che. Werke, die neue Kontrakte abge
schlossen oder Arbeiter haben, die
nicht zur CIO-Union gehören, lie
fern pro Woche etwa 252,000 Ton
nen oder etwa zwölf Prozent der
Kapazität.
Preis- und Lohnkontrolle
Mit zweihundertundelf gegen hun
dertfünfundachtzig Stimmen nahm
letzte Woche das Abgeordnetenhaus
eine abgeschwächte Rüstungs-Produk
tionsvorlage an, welche de facto ein
Ende der Preiskontrolle vrosieht, aber
die Lohnkontrolle noch ein weiteres
Jahr beibehält.
Die Bill, welche erst noch einen
Angleichungsprozeß in einem Konse
renzkomitee des Senates und Hauses
durchmachen muß, würde den gegen
wärtigen Lohnstabilisierungsausscbuß
ersetzen und in vielen, wenn nicht den
meisten Gebieten, in denen Mieten
kontrolliert werden, ein Ende der
Mietskontrolle am 30. September
herbeiführen.
Es ist einer der größten Rückschlä
ge, die Präsident Truma» in den letz-
ten Jahren erlitten hat. Die gegen
wärtige Formulierung der Bill durch
das Haus enthält keine der neuen
Kontrollvollmachten, welche der Prä
sident verlangt hatte im Gegenteil,
zahlreiche Vollmachten, die er besaß,
sind ihm wieder weggenommen wor
den.
Dies ist das Werk einer Koalition
von Republikanern des Hauses und
Demokraten aus dem Süden, welche
der Administration in jedem größeren
parlamentarischen Kampf einen
Schlag versetzt haben.
Etatabstriche
Das Bewilligungskomitee des Hau
ses nahm an der von dem Präsidenten
für verschiedene Zwecke verlangten
Summe darunter Auslandshilse,
A EC und die Streitkräfte einen
Abstrich von fast fünfundzwanzig
Prozent vor, und das Bewilligungs
komitee des Senats setzte die Grenze
für die militärischen Ausgaben im
nächsten Fiskaljahr aus $46,000,»
000,000 an. Außerdem beschränkte es
das reguläre Budget der Streitkräfte
auf $45,000,000,000, gegen zwei
undfünfzig Milliarden, die der Prä
fident verlangt hatte, und gegen $46,
200,000,000, für die das Haus ge
stimmt hat.
Der Präsident und die Vertreter
der Streitkräfte haben den Beschluß
des Hauses bitter bekämpft. Die Aus
gaben können trotzdem über die Gren
ze hinausgehen, weil aus früheren
Bewilligungen noch Geld vorhanden
ist, das noch nicht ausgegeben wurde.
Diese Summe beläuft sich auf etwa
$5,000,000,000. Im laufenden Fis
kaljahr beliefen sich die militärischen
Ausgaben auf etwa nekmmddreißig
Milliarden.
Vertretung im Vatikan
Tie vom Haus in eine Bewilli
gungsvorlage aufgenommene Bestim
mung, daß der Präsident ohne die
Zustimmung des Senats keinen Bot
schafter im Vatikan ernennen kann,
wurde vom Senat gestrichen.
Tie Abstimmung erfolgte ohne De
batte. Die Streichung der Bestim
mung war von dem Bewilligungsko
mitee des Senats empfohlen worden,
als es die Vorlage eingerichtete.
Die Boti'chafterfrage war schon im
letzten Jahr heftig umstritten worden,
nachdem der Präsident General Mark
Clark zum Botschafter am Vatikan
ernannt hatte. Protestanten erhoben
Protest mit der fadenscheinigen Be
hauptung, daß die Ernennung gegen
die Trennung von Kirche und Staat
verstoße. Als der Senat sich vertagte,
ohne zu der Ernennung Stellung zu
nehmen, ersuchte Clark den Präsiden
ten, sie zurückzuziehen. Später wurde
der General Oberbefehlshaber in To
kio.
Das Haus hatte die Bestimmung
angenommen, um es dem Präsidenten
unmöglich zu machen, einen Botschaf
ter während der Vertagung des Kon
gresses an den Vatikan zu schicken.
Höhere Steuerabzüge für Wohl
tätigkeit
Der Senat nahm eine Bill an,
welche das Bundes-Einkommensteuer
gesetz dahingehend amendieren will,
daß Einzelpersonen fünf Prozent
mehr Steuerabzüge für Beiträge ab
ziehen können, die sie religiösen, wohl
tätigen und erzieherischen Organen
stiften.
Unter dem gegenwärtigen Gesetz
kann eine Einzelperson nicht mehr als
fünfzehn Prozent für solche Stiftun
gen von seinem Gesamteinkommen
abziehen.
Senator Langer wieder nominiert
In der Vorwahl in Nord-Dakota
für den Bundessenat wurde Senator
William Langer wieder von den Re
publikanern nominiert, was so gut
wie Wiederwahl bedeutet.
Lattimore
Der „Sachverständige" Lattimore
hat wieder einmal Glück gehabt. Auf
einen „Tip" hin, daß er im Begriff
stehe, hinter dem Eisernen Vorhang
zu verschwinden, hatte ihm die Regie
rung die Ausreise untersagt und ent
sprechende Anweisungen an die zustän
digen Behörden erteilt. Dann aber
stellte sich heraus, daß es sich um eine
Irreführung gehandelt habe, und
Lattimore, der sicherlich keine weiße
Weste hat, aber sich mit allerhand
Technikalitäten durchzuwinden ver
stand, durfte eine offizielle Entschul
digung verbuchen. Ob es sich um einen
böswilligen Bluff oder um ein Wohl
berechnetes Ablenkungsmanöver ge
handelt hat, dürfte schwer festzustel
len sein.
Höhere Lebenskoste«
Der Index der Lebenskosten stand
am 15. Mai auf hundertneunundacht
zig Prozent des Durchschnitts der
Jahre 1935-39 und hat damit die
Rekordhöhe von achtzehn Prozent, die
im Januar verzeichnet tpurde, fast
wieder erreicht. Februar war er
gefallen, ist aber dann im März wie
der gestiegen.
Die höchste Erhöhung der Lebens
kosten entfiel auf die Mieten, und an
zweit« Stelle standen hiß Nahrungs­
5. Ja#
mittel, besonders frische Früchte und
Gemüse. Der neue Index zeigt, daß
die Lebensmittel seit 1939 um 230,8
Prozent gestiegen sind und daß sie am
15. Mai 13,6 Prozent hoher waren
als im Juni 1950. Eine Ausnahme
machten Eier, Pflanzenöle und Mol
kereiprodukte, die etwas im Preis ge
fallen sind. Auch Kleidungsstücke und
Möbel sind etwas zurückgegangen.
Atomenergie
Am 14. Juni erfolgte in GrotcM
Conn., die Kiellegung eines U-Boots,
das durch Atomkraft bewegt wird.
Gleichzeitig gab Senator Brien Mt»
Maljon zu verstehen, daß die Eni»
Wicklung der „Hydrogen"-Bombe ei
ne Stufe erreicht habe, die eine Mas
senfabrikatton in vierstelligen Ziffern
möglich mache. Der Senator, der ccks
Vorsitzender der parlamentarischen
Atomkommission im Bilde ist, stellte
in Aussicht, daß eine Konzentrierung:
auf diese „@uper"-Woffe schließlich
Ersparnisse im Rüstungsbudget brin
gen werde. Solche Hinweise sind jetzt
große Mode. Bisher hat sich aber
gezeigt, daß neue Kampfmittel die
alten nicht überflüssig machen, zumal
gleichzeitig für Abwehrwaffen gesorgt
werden muß.
iwf
EUROPA
REISEN
per Schiff oder Flugzeug
Plätze auf allen Atlantik
Flugzeugen schnellstens besorgt
nach Deutschland und andern
europäischen Ländern.
e e w e i s u n e n
Deutsche Mark stets zum Bil
ligsten Kurs. Auch Ostmark.
i e e s a e n a k e e
Unterbreiten Sie uns Ihre
Ein- und Auswandernngs.Pro
bleute Erbschafts-, Grundeigen
tums- und Bermögens-Angele
genheiten.
PETER
/tdtUma, itoUefi ßltUcbutck,
und
htanhltuiteH
durch
behandelt!
Der neuen Wissenschaft 1st
es gelungen, das so hellsame
Knoblauch in flüssiger und
leicht zu nehmender Form
herzustellen. Auf dieses alte,
von Pfarrer Kneipp mit so
grossem Erfolg bei oben er
wähnten Leiden angewandte
Naturheilmittel wurde von ei
nem prominenten Arzt im Fe
bruar 1925 hingewiesen, und
Im Oktober 1924 hat die Pari
ser Akademie der medizini
schen Wissenschaft die ausser
ordentliche Heilwirkung des
Knoblauchsafts gegen Adern
verkalkung hervorgehoben.
Nicht nur mindert Knob
lauch den hohen Blutdruck,
sondern reinigt ebenfalls das
Blut 1st also ein vorzügliches
Früh] ahrs-Kurmittel.
Knoblauch 1st eines der be
sten Desinfektionsmittel und
neutralisiert schädliche Sub
stanzen im Magen und Im
Unterleib.
Unser LIQUID GARLIC 1st
leicht zu nehmen und der
tibele Nachgeschamck kann
leicht mit einem Esslöflei
Honig entfernt werden.
LIQUID GARLIC kann be
zogen werden zum Preis von
$2.00 per Pint oder $3.50 per
Quart portofrei von der

OHIO WAiSENFREÜND
(Feblished weekly every Saturday
since 1873)
Published weekly at The Wan
derer Printing Company, 128 East
Tenth Street, St. Paul 1, Minne
sota, by The Pontifical College Jo
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num, Worthington, Ohio.
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Acceptance for mailing at the spe
cial rate of postage provided for in
the Act of February 28, 1925, em
bodied in Paragraph 4, Section 538,
P.L.&R., authorized June 7. 1945.
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Samstag, 5. Juli 1952.
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OMAHA 8, NEBRASKA
LIQUID
GARLIC
Texas Liquid Garlic Co.
P.O. 51, Mineral Weib, TUM

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