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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, February 18, 1875, Image 2

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!i
55
Urmnnny
U.IUUVV
VolKsbWt
Studolpb Hirzel
Ncdliktcur.
Hermann, Mo., 18, Februar 1875.
Unsere gesetzgebenden Körper.
Bereits seit drei Monaten ist der Cvn
grcß der bereinigten Staaten wieder in
Eiung ; seit anderthalb oder zwei Mo
aten sitzen '.'.sere Staa-tSlegiSlaturea ;
und zu welchem Zwecke ? Eilt eS die
Eingriffe feiler Despotie in die Bundes
vcrfclssunz mit starker Hand ;urück;uvei-
sen? Gilt eS die ehrgeizige:, Pläne eines
Präldenten oder cineö Gouverneurs zu
hintertreiben ? Gilt ei maßlose Wer.
fchwendunz und leichtsinnige Staats-
wirthschaft mit ernstem Worte zu rügen.
oder gar die Iuteressen und Rechte einc!
-großen freien Volkes zu wahren und zu
besäßen? Von oSetem, mit ganz we-
nizen ehrenivcrthen Ausnahmen, keine
Im Congreß der Vereinigten Staaten,
wo die bloße Mehrheit jetzt in allen ge
wöhnlichen Fragen Meister ist, da sehen
wir die Mehrheit der Volksvertreters?)
Hand in Hand mit der Regierung ; da se
hen wir die schnödesten Eingriffe des Prä
sidentrn und der Regicrunz in di: heilig
sten Rechte der Einzelstaaten von der
Mehrheit gutgeheißen. Da sehen wir,
während das ganze Volk mit tiefem In
Dresse die Zustande im Süden beobachtet,
usere Herren Volksvertreter die Zeit mit
erbärmlichen Redekünsten und leeren
nichtssagenden Debatten ausfüllen. De
Staatöschah ist leer : die Steuercinngki
men sind geringer und die Ausgaben der
Regierung größer geworden und deshalb
müssen neue un) mehr Steuern dem be
drückten Volke auferlegt werden, so lau
tet die Dotscöaft Ui Präsidenten ; ur.d
der Volksvertreter C?) findet es kaum der
Mühe werth seinen Kopf über solche l5r
scheinungen zu zerbrechen, um so weniger
da der angebotette",Ausweg ein so ein
fache? und sicherer ist. Man legt 15 5tS
Zoll auf's Pfund Thee, erhöht !ie
Schnaps- und Tabacksteuer und die ganze
Sache wird sich schon machen. Hingegen
muß die hochwichtige Frag: welchen
Plajz soll der Neger in der öffentlichen
Gesellschaft, im Waggon, im Theater u.
im Hotel einnehmen," sogleich entschieden
werden, und muß für den Neger väter
lich so gesorgt werden daß er sich nicht,
wie ein Weißer, seine gesellschaftliche
Stellung zu erringen hat, sondern als
schlvarzcr Gentleman den Stempel der
Intelligenz und Moral gesetzlich im Woll,
köpf und der Hautfarbe trägt.
Gewiß, wer Amerika nur au? den jegi
gen Congreßv.'rhandlungcn kennen wür
dc. der kielte uns für daS glücklichste und
reichste Volk der Erd.' ; für ein Volk des
sen Vertreter gar keine wichtigen Ge
fchäfte v-i betreiben haü?n, sondern die in
seliger Lust schlechte Wijze reißen und ih.
rcn Iahreszchalt verzehren.
Die Staatölegislaturen bieten uns so
ziemlich dasselbe Schauspiel. Hier in
Missouri tagt die Legislatur bereits an
derthalb Monate, und zeichnet sich ganz
besonders dadurch auS oaß sie alle Vor
schlage baldigst nach Hause zu gehen mit
großer Einmüthigkeit unter den Tisch vo
tirt, sich darauf besinnt wo unseren Ge
setzen noch etmaS am Zeug zu.siicken wäre,
alle Lokal Bills schön passirt, ob sie taug
lich oder untaugl.ch sind, und blos auf
gute Gelegenheit wartet im März noch
ein schweres Stück Arbeit zu liefern,
Hunderte von neuen Acten während der
letzten 14 Tagen zu Passiren und sich dann
bi auf nächstes Jahr zu vertagen.
Alljährlich werden unzäklig: Gesetze
passirt, meist am Schlüsse der Sitzungen
in großer Hast, von denen drei Viertheile
nie oassirt werden tollten. Der Abän.
derungen nd Neuerungen dcr Gesetze gibt
eS soviel, daß kaum ein Advokat, ge
schweige denn ein Privatmann denselben
folgen kann. Ja es wild gewöhnlich nicht
einmal Zeit gegeben auch nur den Ein
fluß eines neuen Gesetzes ordentlich preis
tisch zn versuchen. Ein Gesetz macht dem
andern Platz ehe man auch nur daS erste
rc hat ordentlich n Kraft treten lassen.
Große ttebelstände entstehen daraus ;
rS wird viel Zeit und noch viel mehr Geld
verschwendet, und die Gesetze werden on
statt einfacher und sicherer, stets verwirr
ter und unsicherer. Wohl sind unter den
viel:n Mitgliedern der gesetzgebenden Kör
per rnandjc die gerne diesem Krebsschaden
Einhalt gebieten würden, und den billi
gen Ansprüchen deS Volkes auf baldige
Vertagung Gerechtigkeit wiederfahren
lassen möchten, aber fast jeder gute An
trag der Art wird von den Selbstsüchtigen
tticdergestimmt, und es ist keine Besze
rung zn erwarten bis daö Volk selbst
deutlich seinen Unwillen kund giebt, und
darauf sieht, daß wenigstens m Staate
mir alle zwei oder alle vier Jahre eine
Sitzung der Legislatur, und dann nur
für beschrankte Zeit stattfindet wie cö
letztes Jahr von der unabhängigen Par
lri vorgeschlagen worden.
Weinanöstcktcn.
Jetzt, wo vorauösicktlich iic strengste
Wmterkülte vorüber ist, läßt sich annäh'
rend ieurtheilen. welchen Schaden d
furchtbaren Fröste der letzten vier Wöche
unseren Weinbergen und Obstgärten zu.
gefügt haben.
Daö waren schöne und wöhlberechtigte
Hoffnungen, mit denen letzten Herbst der
Winzer dem kommenden Jahre entgegen
,ah wohl selten sahen die Neben im
Herbst, selbst bei einer so verhöltnißmäßdg
reichen Ernte, so gesund und kräftig auS ;
wohl selten hatten wr stärkeres und besser
gereiftes Tragholz, welches zu den schön
stn Hoffnungen für das folgende Jabv
berechtigte und wenige Nächte genücien,
um fast AlleS zu vernichten !
So weit man bis jetzt eimitt'.ln kann,
ist das Holz der H e r b e m o n t, R u
l ä n d e r, L o u i si a n a und anderer,
gegen die Kälte empfii'.'olichstcn Neben,
außer vielleicht einigem besonders geschütz
un ugen, bis cu'.'s die Wurzel hinab er
froren. Härtere Sorten, wie E a t a w
da, Martha, Göthe und andere ha
ben mehr oder minder am Holz und an
den Augen gelitten ; selbst die kräftigsten,
als E o n c o r d, E l i n t o n u.s.w. sind
vielfach beschädigt. Im Allgemeinen darf
man im glücklichsten Falle schon jetzt nicht
mehr als eine knappe Durchschnittsernte
erwarten. Und wie viele Gefahren und
Schäden können uns im Laufe des Som
me,s auch noch diese Rechnung zn Schan
den machen? Mit Spannung erwarten
wir nähere Nachrichten über die E l v i r a
und Uh l a nd, diese beiden Neben, von
den:n wir uns so unendlich viel verspro
chen und welche bei dieser Kälte Gelegen
heit hatten, ihre gerühmte Ausdauer zu
bewähren.
Mit dem Obst sieht eS uicht weniger
traurig auS ; Pfirsiche, welche man in gu
ten Jahren oft wegen IleberflusscS den
Schweinen vorwarf, wird man in diesem
Jahre als Rarit't zeigen können. Alpfel
werden wenig, wenn überhaupt gelitten
kabcn. doch Kirschen und anderes Obst
wird auch an den meisten Orten bcdeu
tcnd beschädigt sein.
Moral der Neligion.
Geehrter Herr Redakteur !
Dieser Ritter Sch letzt sich auf'S hohe
Pferd und widerlegt den Gegner ohne
Gründe, mir einer losen Phrase (wie die
modernen Sophisten.)
Ein vernünftiger Vater will nicht seine
Kinder zu religiösen, verflgungssückti
gen, grausamen, also unmoralischen
Fanatikern gebildet haben. Das ist
Grund genug für mich zu protestiren
gegen Religion in der Volksschule.
Die Väter dieser Republik schlössen
die Reliaion auSon der Siaatsver
aizung, wohl wissend, wie viel Unheil sie
son je unter den Menschen gestiftet. Sie
wollten einen Volksstaat gründen, denen
Ziel Mcnschenglück senr sollte, wozu die
nöthigen Lebensbedürfnisse und allseitige
Auöbil ung, naturgemäße Entwickelung
aller leiblichen und geistigen Fähiakeüen
in der Volksschule die Mittel. Jeder
Mensch hat ein Recht auf Leben. Frei
heit und Gluck. Einen moralischen
Staat wollten sie gründen, nicht einen
religiösen.
Athen, jawohl, warder ttrsitz wahrer
Demokratie, der Weisheit des frijchen,
heiteren LcbenS, (nicht deS finsteren,
traurigen lebendigen TodeS moderner
Religion) und wie der moralische Muster
mensöi Sokrates (ohne mythische Wun
der) Menschen bildete lebenslang durch
Lehre und Beispiel, so waren die Väter
dieser Republik wahre moralische Men
schen und wollten einen Staat von wah'
rcn auten glücklichen Menschen bilden,
und darum überließen sie die Religion
Jedem alö Privatsache. Sie thaten
recht. Denn wenn man bedenkt, wie
von je immer eine Religion die andere
als Unglauben gehaßt , verfolgt, ge
martert, gemordet, und wenn man
selbst durch fanatische Religiöse so viel
gelitten, so muß man endlich überzeugt
werden daß Religion das Gegentheil ist
von Moral. Christe,', deren Urväter
als Ungläubige so viel litten, sollten
nickt Ungläubige quälen, und sie, wie
i'.enlicu lener tanamcne Puritaner im
Osten, nicht grausam zertreten wollen,
wie eine V,per. Ungläubige sind nicht
feile Menschen. Unglaube bezahlt
sich schlecht, geheuchelter Glaube gut. Un
alanblae wunicben aua viel iSrto. um
viel Gutes zu thun.
Die Griechen machten erst etwas aus
b:t jüdischen Messas-Jdec. Ohne sie
hatte das Christenthum w?der Daseir: noch
Name. Christus (griechisch) heißt ge
saldier, als Hoherpricster und König
also Monarch, Einhcrrscher.
Zwei Prinzipien kämpfen jetzt um die
Weltherrschaft : Monarchie und Repu
blik. Muster der Monarchie Einhcrr
schabt) ist Rußland, wo der Czar Hoher
Priester und Kaiser zugleich ist; das
Muster BismarckS, unter dem Scheine
der Demokratie ; wie
einen Kaiser in Meziko, im Bunde mit
dcn südlichen Rittern, diese N-publik ge
mordet hctt und damit alle. Wahre
demokratische Republ'k ist: Herrschaft
deS ganzen Volkes, das sich selbst re
giert durch immer von ihm abhängige
Diener.
Die Bibel hat sö v'.el Fanatismus et
zeugt, das man ste gerne aus der Schule
ferne hält. Sie füllt die jungen Seelen
mit alteui jüdischem Aberglauben, der
Quelle ller Tyrannei , der Icee des
theokratisch'monarchischen Himmelreichs,
dc? Gnade ohne Recht.
B . . e.
Geo. Henry Volker der neue russische
G sandte nach Rußland ist jetzt vom Se
nat bestätigt worden. Herr Volker bat
in seiner Jugend Staat? und RechtSwis
scnschaft studirt ; Europa aus eigener An
schauung kennen gelernt und war in der
letzten Zeit als dramatischer Schriftsteller
thätig.
In der Staalsgesktzgebung von Jlli-
nois ist jetzt wieder ein Schulzwangctetz
beantragt. Dasselbe bestimmt nament-
lich auch, daß der Vefuch t'n.et Privat
schule ebenso gültig ist, wie der einer
öffentlichen Schule. Das schulpflichtige
Alter erstreckt fich nach diesem G.'setzent
würfe von 8 bis zum 14. Jahre ; und das
niederste Maaß der Schulzeit beträgt
drei Monate, also viel zn wenig.
DaS Gesetz, wornach künftig in 3n-
diana amtliche Anzeigen auch in deutschen
Blättern oeröffentllcht werden müssen, ist
im dortigen Abgeordretenhause mit 73
gegen 10 Stimmen angenommen worden.
Ein einziger Repräsentant fand sich
bemüniat. den Gesetzentwurf mit den
$Iu5 Berlin wird berichtet, daß
große Vorkehrungen für die in Frühjahr
abzuhaltenden Uebungen, welche auf der
Unken Rheinseite abgehalten werden
sollen getroffen werden. Wie eS heißt ist
der Feldzugsplan bereits entworfen.
Das neue Adreßbuch von
Berlin berichtet über die tnwohner
;ahl der Stadt bis zum 1 ten August
1874. Danach betrug dieselbe ohne die
Vororte Charlottenburg. Schöneberg,
Friedman. Pankow :c. 949.144; so daß
sich also die Einwohnerzahl in acht Mo
natcn um ca. 40.000 verwehrt hat.
Seit dem Neujahr ist im ganzen
deutschen Reiche der Thaler abgeschafft.
Man rechnet jetzt nach Mark, wovon
dr-i einen Thaler machen. Die Mark
bat zehn Groschen zu je zhn Pfennigen.
Ein Mark ist j e tz t etwa 26 CentS Pa
pier. oder 23 Cents Gold werth.
G Gclegenlich der Debatte, welche
am letzten Sonntag im Landwirthschaft
lichen Verein über die Anpflanzung und
Zubereitung des Catawba stattfand,
übersandte ein Verehrer deS perlenden
Saftes dem Verein uachstehendeS
Lob des Catawba
Catawba dich soll ich im Liede besingen.
Glaub's schwerlich, daß dieS wird voll-
kommen gelingen ;
Doch, weil ich's versprochen und deshalb
muß,
So will ich besteigen den Pegasas.
Drum auf mein Alter, nnd schwinge die
K uael.
Meine poetische Ader halt mir die Bügel,
lind (Zatawba erweck' mich ur Poesie,
Zu dichten dein Lob ; wie geschehn ,st noch
Nie.
Du bist ia der Alte, dessen köstliche Safte
c,ewötnl:chen, engherzigen und kurzsichti! Verliehen so n.anchen gar heirliche Kräfte,
" .. .. Man will dich begraben, ich glaube es
(?.,? AiiiiiArKitun I ' " "7 I) ' "
gen Einwürfen anzugreifen
In Detroit, Mich, haben sich
mehrere der angesehensten deutschen Bür
ger in einer Eingabe an den Erziehungs
rat b gewandt und die Einführnng der
deutschen Sprache als Lehrgegenstand in
den öffentlichen Schulen befürwortet.
Es wird in der Petition darauf hinge
wiesen, daß die Deutschen den dritten
Theil der Einwohnerschaft Detroit's bil.
den. die deutsche Sprache in allen Ge
schäften der Stadt unentbehrlich gewor
den sei und daß die bisherige Ausschlteß'
ung derselben aus den öffentlichen Schu
lcn die Hauptstütze einer Anzahl privater
Schulen sei, die zum Nachtheil der öffent
lichen Schulen ins Leben getreten seien.
3, Casils Garden in New Iork
sieht'S g-genwärtig recht öde aus. Wer
sich" sägt die N.J. Stszg. der
lebhaften Scenen erinnert, welche in
früheren Jahren,, da die Einwanderung
in vollem Flor war, dort zn spielen pfleg
t-n, wird daö alte Gebäude kaum wieder
erkennen. Damals reichte der weite
Raum kaum aus zur Aufnahme der neu
cn Ankömmlinge, welche mit fast einem
jeden Schiffe landeten, jetzt dagegen sieht
man nur bicr und da kleine Gruppen von
Einwanderer-,, welche sich frierend um
die Oefcn drängen oder den Funbod.n
zu ihrem Bette machen. Die Geiammt
Einwanderung wird in diesem Jahre die
Zahl 140.000 nicht übersteigen, bis zum
1. November wenigstens betrug sie nur
130,657 und seither hat sie fast ganz auf
gehört, die Rückwanderung nach Europa
dagegen hat sehr beträchtliche Dlmcnsioncn
angenommen, ja sie ist, was deutsche
anbetrifft, sogar stärker gewesen als die
Einwanderung, und es scheinen bis jetzt
wenig Aussichten vorhanden zu sein, dav
die Verhältnisse sich im neuen Jahre
günstiger gestalten.
J-' Aschaffenburg, stand am 29
Dezember ein Geistlicher vor dem Bc
irksgerichte. Caplin Hcrberich in Ruck
hielt am Tage der Sedanscicr leinen
Bauern im Wirthshause einen Vortrag
über den von den Liberalen g'feicrtcn
Scdantag. in welchem er den Kaiser und
den Reichskanzler Spitzonbcn" ncnnte.
Er wurde zu einer Gcfängnißstrase von
4 Monaten verurthcilt. Als Milder-
ungsgrund bei dcr Abmessung der Strafe
wurde der Zustand schwerer Trunkenheit"
angenommen. Ein schöner Milderungs I
gründ für einen geistlichen .errn !
Französisch und Deut sch
i m R e i ch s l a n d e. Nach einer vom
Professor Kieper in Berlin herausgege-
Venen Abhandlung über die sprach
grenze in Elsaß-Lothringen" bclrigt die
französisch redende Bcvölkcruug xm gan
zeit Elsaß nickt über 8,000 Seelen rder
ungefähr 5 lj2 Prozent dcr Gesammtbe
völkerung. In dieser Ziff.r ist indeß die
Zahl dcr nur thcilweise ansässigenFabrik'
bcvölkcrung in Mü'.lh '.usen und Umge
gend nicht einbegriffen. Für den Bezirk
Lothringen stellt Herr Kiepert etwa
192.000 franzönsch redende und 289,00
deuti'cke sprechende Bewohner auf, d. i.
ein Verbältniß der Franzosen zu dui
Deutschen wie zwei zu drei. Zur Beur
theilung dieser Ziffern sei e. wähnt, daß
sich die Gesammtbcvölkerung Elsaß - Lo
auf
eine kleine Ge
nicht ;
D.um will ich erzählen
schicht.
Und es begab sich also, vor vielen Jahren,
Als noch sehr wenig Settler in crmünn
waren.
Daß da lebte ein Mann von gesundem
Verstand
Der Mann ist" ja j:dem schon längst be-
kannt.
De? Alte, der etwas vom Weinbau vcr
stand,
Wie er später bewiesen in diesem Land,
War gleichzeitig ein eifriger Bibelmann
Und nahm sich den Noah als Vorbild an
Er Pflügte den Acker und Pflanzte Re-
den.
Und baute sich ein bequemes Haus dane
den,
Er zog die Reben an Spalieren und
Lauben,
Und erntete davon die herrlichsten Trau-den.
2UU von Dr. Jagnc's Familien Ärzencien
'sind zu haben bei
K
HiEirLisrisr,
Handler in
HLO.
roguerien unv Mezeneien
Chemischen Produkten,
Parfümerien , Seifen , Kämmen und Bürsten ; Bruchbändern, Bandagen und
Schulterbändern, Luxus-und Toilette-Artikeln, Buchern und Schreibmaterialien.
Glas, Fensterkitt, Oelfarben, Oclen, Firniß, Färbestoffen, Patent-Arzeneien, :c.
Aerztliche Rezepte sorgsam praparirt u. alle Aufträge genau ausgeführt
j Die Waaren sind auf's sorgfältigste gewählt und werden garantirt. Wl
Ferner Agent für alle in
Zickels Verlag erscheinendenWerke u. Zeitschriften
auch Agent für die Westliche Post" und den St. LouiS Courier".
Landwirthfchaftlicher Verein.
Regelmäßige Versammlung am 1. Fcb.
1875
Das Protokoll der l. V. wurde verle
sen und angenommen.
Beschloßen: Das der Bericht des am
letzten Oct. ernannten Comite bis zur
nächsten Versammlung verlegt werde.
Hierauf folgte die Debatte über die
Anpflanzung und Zubereitung des Ca
tawba. Die verschiedenen Proben er
wiesen sich alle für sehr gut.
Beschloßen: daß in der nächsten Ver
sammlung nach Erlediguug dcr regelmä
ßigen Geschäfte eine . allgemeine Probe
von weißen Weinen gehalten und über
die Frage debattirt werde welche weiße
Rebe für allgemeinen Anbau am geeig
netste sei.
Sodann folgte die Vcrtheilung einer
Anzahl vom Commissioner of Agrinil
tnre zugesandten Sämereien.
Hierauf Vertagung.
Ed. K e h r, Sckr.
Große
Preisermäßigung !
gcge Waar
t in
m?rtcr? ?oi;i? ?apo
ie deS Republiken- thringens nach dcr letzten Zahlung
Icon, 5cr gerne durch '1 ,."91,401 Scrlcn belauft.
Die meisten gaben einen herrlichen Wein,
Daö sollte doch wohl dcr Mühe werth
sein,
So dacht er er preßte und prüfte den
Saft.
DaS giebt einen Wein von erstaunlicher
Kraft.
Und so wie er gedacht, so wurde es dann
auch. j
Der Wein kam in allgemeinen Gebrauch,
Doch nur der, von Hermann dcr beste dort
"'t'
Er heißt ja Catawba, damit ihr s nur
wißt.
So kam es denn, daß auf vielen Farmen,
Bei Reichen sowohl, als wie bei Armen,
tf .itnmhrt nrnflfdl wnrd' im flaiUCN
j) I U
Land.
Aber nichts ging über Hermann am Mis
souri Strand.
Die Käufer kamen von Osten u. Westen,
Wir wollen Weine aber die besten ;
Wer bat die nun? wurde der Verfasser
oft gefragt.
Ja meine Herren daS ist nicht so leicht ge-
sagt.
Denn da sind der Hermann Weinzüch
ter sehr viele,
Die auch mit der Hacke am rechten Stiele,
Bearbeiten ihren W'inberg comeilfaut,
Und wissen auch alles so und so.
Deöhalb wurde hinaus in den Wcinbcrz
. geritten,
lieber die Güte des Weines gezankt und
gl stritten.
Bis man endlich fand den besten Wein,
Es war dcr Catawba, der mußte es sein.
Doch um die Geschichte nicht lang zu ma
chen.
So wollen wir sprechen von anderen Sa
chen.
Hier fehlt daö Wenige des Manuskripts
und die Zeit mar zu kurz um das Fehlen
de neu zu ers hen auch fehlte die d zu ge
börize Begeisterung, doch fiel dem Autor
der letzte VerS noch ein, welche hier folgt :
Dein Stern, O Catawba wird nimmer
erbleichen.
Du wirst gleich Phoenix der Asche ent
steigen ;
Deshalb sagt ich eö, und sag es heut noch.
Es lebe der Catawba, er lebe hoch ! ! !
Der Autor.
P. S.
Möchten die Herrn daS Eeschichtchen gern
weiter hören.
So werde ich dieselben mit meiner Adresse
belehren.
Dieselbe ist an Herrn So und So
Bor 7?. Waschington Mo.
l'OJr'c rc-f.intc.
Ein Triumph üb :r Huml ug.
Es ist nicht schwer die Furchtsamen, und daö ,
ss:w sprichwörtlich die Patcnlen. ,n unruye zu
verscßen. In Kenntniß dieser Tbatsache haben
die Zvkrkäufcr fälschlichcr alkoholfreier ' t Werg
einen b inrei, Lärm gegen spirituosenhaltige-Ttär.
kilngSmrdicinen erhoben u .d unzwifelhaft rt.iche
Kranke so eingeschüchtert, daö gkgodrene Spülicht
welches sie zu verkaufen haben, und welches wcit
nachteiliger ist, alö der stärkste Fusel, der in
Schenken gesoffen wird, zu kaufen. Aber eö hat
bereits eine furchtbare Reaction gegen diese
scheußlichrn O.uackialbkrmittkl begonnen, welche
in Ermangelung er alkoholischen ÄasiS, die allein
daS Sauerwerren flüssiger bokaniscrr Medicin
verhindert, sich bald nach der Anfertigung zersetzen
Hostetter'ö M a g e n b i t t er e s wird eine
Menge s, lchcr Truginttrel überleben, wie eS ihrer
schon viele iiber'.cble. Eine regelmäßige Wirrer
kehr der Nachfrage uach dem großen säflkver.bes
sernden Skärkungemttiel Eeitrnö mr, die es
stets gekauft haben, beweist, daß sie in ihrer alt?n
Treue gegen Amerikas populärstes Heilmiitel nicht
wankend gewor en sind, und das benändige Hin
zukommen neuer Kunden zeigt, wie geringen Ein
druck dock, die lärmenden Denunciationen Seitens
der Händler mit nachgemachten Bitteren auf das
große Publikum gemacht haben. 50 lange wie
Vostetter'ö Bitteres fortfährt, Wechsel
sieber. Uurerdaullchkeit, Perstopsiyeit, '.'lieren.
krankheit und die zahlreichen anderen Leiden für
die es geeignet ist, zu heilen und zu verhüten, wird
es ter parteiischen Opposition des umbuzS Troß
bieten, nd das wird o lange sein, alS diie fas
rizirt und verkauft werden. Allen Verkäufern
nachgemachter Pfuschmittel jeden GrudeS Keckheit
unv cvusllgieir zuuo unv u winen, C"U ,,r ,ii,
n:cr hoffen lonnrn, sich auf Kostcn reS Hostet
t e r'schen Bitteren, dessen Rnf felsenfest
steht, mit Rrclamen in die Gunst deS Publikums
einzurrlnkcn. II.
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I $?ääf Vfi-ui3 ij'njt ( ?
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FSDMs
J&ffS&f iS'ä
MWM
lWMDMMZ1'
Um den Anforderungen dcr Zeit gere,
zu w:rd.'n, habe ich mich entschlossen, s
wohl meine
stlliflgciiiachtcNsrriitliigc
W a a r l-,
Zehn Wrozent !
unter dem bttheligen Preise, aber nur
gegen
Thatsachen sprechen !
ES ist feststehende Thatsache daß man bei
R. H. Hasenritter,
seit Anfang siincS Geschäftes dahin
Möbel in f. w.x
noch immer von 102 Prozent b 1 11 Ige r
kaufte. alS 'N 'r g end einem andern GrschaN
in ??äbe. und daß er entschlossen ist. immer
io billig, und wenn mogncy nea, niingn
zu verkaufen und zugleich die v e n e n ibo'
r e n im Markt zu lirfern. .
Daß Maschinenarbeit d. i. flute die Handar
in ier Beebilna übertrifft, dafür gben
die unzähligen Mascbinen für fast jedes Gewerbe
aenuaend Zeugniß. Er bezahlt keine Agenten
sein Geschäft zu empfehlen, ,ondern, wenn
Maar-Melv
m rv i .... V
zu v.rrauseu. vinsiiage muh unciu
Bedingungen werden unter keinen Hin
siällden beriick,1chtigt. Zugleich ersuche ich
alle Diejenigen, welche bei mir noch im
Rückstände find, ihre Rechnungen in für'
zcster JyiiU zu berichtigen.
ür früheres geschenktes Äertrauc
freundlichst dankend, empfehle ich mich
dem ferneren Wohlwollen deö Publikums
L o n i s T e i tz rl.
genügend Zeu
um sein Gelc
dies Jemand thut es aus seiner eigenen
Ueberzeugung gelchieht.
U. il. IIASENRITTEIi,
sann oben Gesagtes beweisen und jeden von der
Wahreeit desselben überzeugen. .
Daher ist eS Jedermann s nierer re w
vorzusprechen und sich nicht verl'ikrn zu
' ' . . ... f.. ml tt
lassen, geringe paaren lyeurr a.v.. -
u . t thitii sinn
IIIU1I V f I v." "' - ...
m. .... .m). , sn.iittat ttr aarrn io
1 I V 1 UV .
ein Geschäft empfehlen. T'Si.all, geht und tausl
Eure ....
Möbel, Matratzen. Vorhänge, Vlivcr
rahmen, Teppiche, Särge :c.,
billig für Baar bei
' R. H. Ha senritter.
Jetzt ist die Zeit
Euch Photographiren zu lassen in
R. 0. MlMBRiCER'S
Photograph Gallerie
ITermann. Mo.
Da ich poütiv bis zum l- März Hermann
verlassen wxtt, se tmw man m
vät wirr.
ehe es in
i
91 Ä.lJitAytH
WWev
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Eine große Auswahl von den bcvcn zu txm
tenden
Garten-und Blumcnsämcrcien.
Ueber lött verschiedene Torten auSötsuchten?!.'
niensaamrn. ernrr I
Klee-, Timotby-, ire.. ii,iijuu,u,i,j
Gerten- und Vlau Gras Saamen t
ADOLF n J. rRÜDOT. j
bei
Die neue
II03IE Nabmaschinl.
r r. i.r.f.lk
verändert und ve r be,,err. ,o hur.
jetjt den ersten Nang emnimmi t u'k
licn- und Schneidergrbrauch. i
ES kann m e y r v e r , c? , .
mit gemacht werden, ohne die Svannung zu v
änoern. alS mit andkln, da dieselbe eine .
elastische Vorrichtung hat, um den adena.
Lerm'S ist on $37 auf tiO für einfaf;
Maschinen erhöht worden. Mehr tttt :
schinen und mit verschiedenen öestellen undKaN
bis zu 'm. , . . ...j
Die Home" wird auf o Jahre garant rt .
auf Probe gegeben, damit man sich von den
,üaen derselben überzeugen kann. -mL ...
1 Jedermann, welcher .in. No. i Nahma.S .
sin j.fc.i B.zi.hung) zu haben u,
ist ersucht vorzusprechen und
Die neue Home j
, trRffft, ehe man ein. andere kauft.
R. H. .ynsenrittrr,

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