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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, February 25, 1875, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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Frau Gras & Comp., Her'ttszkber.
Preis: 2.00 cr Jahr.
Ossicc: 'Eöe der Vierten & Schiller Straße.
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Sermnnn, Mo., DsZnzsrftng, den LZ. Aebrunr 175
Menttmer
Uudolpli j)ir;el,
Ädvokltt & vsscntl. Notar,
HERMANN, MO.
Praliiiirt in fs)adcenatt und r:rMTeir,enycst ';
Couiuies und frese-rat alle ihm anvertrauten 63c- :
(.taste ant mir tnir.fi.ic5.
Hj. O. jIEID-EIR,
Noch tscunr alt,
HERMANN, - - - - MISSOURI.
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Peakn'iirt in ns!en WeriuU'befeit in 15.T?c:-n
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ifrift von Missouri. !
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St. Louiser Lagerbier,
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ter Marie mit Wort i::it stuf',
Tal '.'lug' mit feinen Str.nWeu,
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Sind 2vracl'C finnVcm ?rn'chen ;
Es sxiicl'i der iV.n !s.ma,
Xc? iffrc, sei Sa!tcö .ruschen.
Xfcli stet? tur.t'i? X.rscin sei) icl)
Ein Hier von stummen (tfeisirni.
Co sucht der 2rracle sich
"'erejcicn? y.i demeiftern :
Xie schmerzen fiue'?, die je
Ein '"IW'it'M'C'.iber cmvsuiiccn.
Uit.r.;c:.;ef'f'reci'c:!Ci? i?r!'
ie tief sind deine Knuten.
vernimmt ein ;-lctt, t.ifi tanj
Und s.l'it'1! die Herzen brechen,
3 st dieser !rfte llanr
Xer 2e!)nier:cn eisie? Spreiten.
(Sine einfache Geschichte
o:i r l c d I ir) j) r I c d r I ch.
Fn H i d r g :
5" '. ;i r iv a i c n l) c r s es; ii i: n t c a .
:i rcr Zk.idt uiu viel Über dcö Asses
foi? il).:t ij.-ipro:I)e:i n:iö dic Vevoc.'
gru::de, Iv-.'ichi.' uzit i dc selben ii c t neben
Imücit, wmcw fein C?Cijcir.i;nfj o.cljiic-
i reu.
Tcpp h.'ütp riZ'tiez vc,rar..?:'.c,cl,cn - der
i 1; ö v ; ei t o 5 l, -1 v I K 1; i t ! c 1 1; m eine (r er c
tij (-vucMjnicci alö Siuljcilattc angc:v:czct'.
iSincin liuitc er sich dennoch
Li. int : c5 nab uier.iu'. welclie il:n scwuT
V l lt lrcicu vctmmtcn. und viel.'.
ukUI;c sie!) dctn eiiifi,c':cn .cichcnzltze nach
u-::i -iic c f; o f c onsdi! offen.
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sa::i:ri evsu!i".t;cit.
I avU-c u' die 5 u rau:fc'.-.rn stiften, so
r.-.ude er ni: i'e:vn den iffesfev a:f .-je
treten fein. -ej;.i ivr.fle ei.: ''.-der ne-:
v.)iii:;e an de:n Beeten zn ?üii-v,en :ine
al!.?c::f in spr-.ic!'. sich d,'.-? bedauern an?,
ii.fi ein se lefahi ifee .u"f d.?zn ii et rieben
!..! f:
Ücbeti
nehmen.
! P N!.!en fand durch diese stimme,
! !ve!che t'ff.i und allgemein in der Stadt
an:-lief;) reichen wurde, eine eierin-ic e
!in,i'!:::na, aber i min eil; in feinen Ürf-U
f ii v funea V eil:: st.
: :n dem (''e'.jcinfra'' ;i: ae'ie
I ! ! e er nach immer nicht Hinreiche.-.d
::-iuhe befanden. Xer Vrief, den cr ihm
;e:a.en seilte, war von seiner ci.uen
.'and geschrieben und f.ir ihn im äußer
'ten i'-'r it-e lv o i 't c l! c u d . H c h : i st e i t l war
(ins iaeihe o l,re heimlich in t einem
a'chen velob
V.-rs!.-rech'.:n..zen.
welchem durch feine
das; cr es hrieathen
i.m., iv.iuj.1, ii :'i im ii na1 ii ii o m re
i
V::n Cfre ge'oiacht hatte
AIS er z
um
dv Heimerath ernannt war, hatte er den
in P : ulsen '5 Handen sich besiadenden
Vrief an daZ Mädchen gerichtet. Er
fa.'.Ze sich in demselben in uif-ze schminken
renren von nzm ioj, uietl cö ict:ier
lelli::!; nicht nenüa.e und er notlüv eisig
ein reiche) Mädchen h '.rathen müsse, um
feinem Rainen gemäß leben n können.
v'i!l se'ne srüher gegebenen Verfvicchnn
gen nahm er ;:nii.-k.
?a) unglückliche, beihörte Mädchen
war in !gc dieses Briefes irrsinnig ge
worden und nach einer Heilanstalt für
(''eis'e?kranl'e gebracht. Dort lebte r
noch.
Die Thatsachen dieses Briefes ver
mochte Hohnftein uimmer zu leugnen, da
cr sie selbst geschrieben hatte, außerdem
hatte opp auch noch einige weitere Be
weis'? hinzugefügt
'Auf welche weife dieser Vrief in die
Öänoe feine? unglücklichen ftminffS ge
kommen war, davon hatte P nilsen keie
lhnung. Hohnftein hatte früher, als er
das Verhältniß mii dem Mädchen ange-
knüpft hatte, in einer anderen Stadt
gelebt.
Endlich fühlte Paulfen Kraft genug,
die Vitte feines freundes anzuführen.
' it ttokzer. kalter Miene empfing ihn
! Gehcimerath, der keine Aknung von
'dem hatte, ws Vanlsen zu ihm führte.
Di,
Paulfen ließ sein Auge über das ic
ficht des Mannes gleiten. Die Brauen
de uben i'.'aren zusammengezogen. Auf
seinem Gesichte g.anbte er die Spuren zu
enteisen, daß er durch die in der Stadt j
...... r. . : . ,1: " r : . !
verb-citeTe " Stimm nun über ihn und
Topp'S Tod viel gelitten Hatte"
Ein Wunsch i'iein-ö todten freunde',
deö Assessors Topp, fuhrt mich zu IH--!
:-en," sprach Paulfen. Es ist der lebte
Wunsch gewesen, den er an mich gerichtet
bat, und ich jehe dessen Ausführung als
eine Pflicht an, welche ich dem geschiede
nen freunde i (huldig bin."
Jedenfalls wird ?s nicht wieder eine
Forderung auf Pistolen fein," l,enerfte
ohirl ein, indem fein Gesicht zn einem
spöttischen. Lächeln sich verzog.
Dii-s Lächeln ,rhöhte Paulfen's Er
bitterung. ?!ein," erwi'erte er, es ist nur ein
Vnef, den ich Ihnen zn zeigen habe er
dürfte Ihnen indeß noch un angenehmer
al? eine I-ordernng fein "
Hohnstein schwieg. Er schien nicht zu
ab. neu, welchen Brief Paulfen meinte,
und sah diesen erwartungsvoll an.
Diesen '''lief." fuhr Paulfen so, t,
indem er den Vrief ans cr Tasche zog
ie weiden denselben kennen. Er ist
an ein Mädchen ?ka:enS Louise Paul
mann gerichtet. Sie werden sich erin
nern, daß Sie mit dem Mädchen Jahre
lang verlob' geiveien.sind n a ? in welebein
Verhältnisse Sie zn ikni gestanden haben.
In diesem Vriese sagen Sie sich von dem
Mädchen los, weil dasselbe Ihrer Stel
lang al) Ee.eirneiatlz nicht genüge. Er-i-uern
Sie sich des V rief es?"
JifgniiiisloS hatte Holniste-n il.m znge
bört. Ans dem Genchte desselben schien
jeder Blutstropfen geivieben zn fein
Er lehnte sich an einen Tisch, um sich
an siecht zu ci halten.
?ioch einmal mußt'. Paulfen seine Ira
ge wiederholen.
Ich weiß von keinem Brief - ich kenne
seine Louise P -ml mann ich hale sie nie
gefannt 1" rief der Geheime rath abgebro
chen l-ast:g.
Il?r Gedächtniß scheint kurz zn sen."
entgegnete Paulfen. bestatten Sie
mir, daß ich ohen den Brief vorlese."
,?iein
:ein !'' unterbiet ea il n H o h n
irein.
.Ich h
mit dem Briefe nichts
zn schassen !"
Dann verleugnen S ie Ihre eigene
Handschrift," bemerkte der junge Arzt.
Tir da: sie sich indeß gerichtlich leicht
feststellen lassen "
Zeigen Sie zeigen Sie mir dei'
Brief '" rief Hohnßcin, mit Mühe sich
einige Fassung bewahrend.
Der Beief bleibt in mein-ai Handen,"
entgegnete Paulfen inbig Ich bin
nberz.'ugt, daß es Ihnen nicht entfallen
ist, wie ehrlos Sie sich gegen da? Mäd
chen b.'tragc:' ü iben, welches Ihnen feine
Ehre und fein Leben? glück zum Cpfcr
gebracht hat. Sie werden sich erinnern,
daß dic Unglückliche sich in einer Heilan
stalt für Geisteskranke befindet Sä be
wundere die ichn.ht meines ungliiekli
chui freundes, daß er diesen Brief, der
Zie so trefflich charakterisier, nicht der
dessen t! ich feit übergeben hat. Er hat
indeß i, ich nur gebeten, daß -ch Ihnen
diesen '.''rief zeige und daß ich an dem
!aac, an wuchern Sie sich mit der Toch
ter des Stactratti Bauer oder mit irgend
einnn anderen Mädchen verloben oder
v.nheiraten denselben in mehreren Zeit
n, ig en ve: öffentliche. Ich bare Innen
bereits bemerkt, daß dic Ausführung
dieser Bitte für mich eine heilige Pflicht
ist, und ich werde sie aewissenbaft erfiil
!e,i."
Diese Worte fchieucn dem Geheime
rath den letzten Nest feiner issung ge'
raubt zu haben
Krampfhaft fest hatte
fein
Rechte die Lehne eines Stuhles
erfaßt. Sein ganzer Körper zitterte.
Er rang sichtbar nach Kraft.
Geben Sie mir den Brief !" rief er
endlich sich zusammenraffend.
Derselbe bleibt in meinen Händen.
bis ich den Gebrauch davon gemacht hibe,
drn mein freund wünscht," entgegnete
Paulfen ruhig
Ich verlange ihn Sie haben kein
Recht daran l" fuhr Hohen stein in der
selben Weife fort.
Sie haben soeben gesagt, daß Sie
mit dem Briefe nichts zn scheff.'n hab n,"
warf Paulfen ein- Glauben Sie Recht
auf den Veük desselben , li il'en. so
inachen Sie dasselbe gerichtlich geltend,
Das wird der beste Weg fein, um den
Inhalt desselben in die Oeffentlichk'-it zu
bringen. Dann wette ich auch das Mei-Z
. ' . . . r. . . u
niae dazu beitraain."
Verzweiflung stand auf der Stirn des
Geln-im-ratbs geschrieben. Erfuhr mit
der Hand über die Ätirn hin, als könne
er dadurch irgend einen Weg finden, der
ihn in den Besitz des Briefes bringe.
Von dem Tone der barschen, beschien
den Forderung ging er plötzlich in den der
Bitte über
Geben Sie mir en Brief," bat er.
Verlangen Sie von mir dafür, waS Sie
wollen Ich besitz,' Einfluß Sie wissen
es ich will ihn aufbieten, um Ihnen zu
niibeii ich will Alles. AlleS waS in
meinen Klüften steht, für Sie thun
geben Sie mir den Brief !"
Sparen Sie Ihre Worte," entgegnete
Pau.'fen. Der Wunsch meines FruindeS
ist mir heilig ! Sie kennen die Beding
ungcn, unter deien dieser Brief nicht
veufseu licht wira - mehr habe ich Jh
neu nich- zu sagen "
Er wandte sih der Thür zu, um zu
gehen.
Ho. ustein sprang auf ihn zu und hielt
ihn zurück.
Geben Sie mir den Brief," bat er
noch einmal, Sie vernichten mein gaii'
zes Lebcuoglück, wenn Sie mir diese Bitte
abschlagen !"
Paulfen stieß die Hand des Mannes
zurück.
Haben Sie das Lebenöglück meines
ruiudes geschont?" rief er. Sie ha
ben ihm die Liebe feiner Braut ecraubt,
Sie haben ihn dnhin gebracht, daß er sei
nem Leben ein Ende gcmaebt bat ! Oder
haben Sie vielleicht Mitleid m,' dem un
glücklichen Mäuhen ge'::bk, an we.ches
Sie diesen Br'cf gciicbret h ;ben ? Herr
G. heiiuratl,. und wenn mich nicht der
Wunsch meine? freundes bände, so wür
den Sie dennoch nie und um keinen Preis
liefen Bcief aus meiner Hand erhalten
Sie haben eine härtere Strafe verdient,
als die ist, welche Ihnen mein unglückli
eher Freund auf rlegt hat. Hinge es
allein von mir ab, so wnrde ich Siefchon
morgen an den Pranger stellen !"
Er verließ rasch mit diesen Worten das
Zimmer.
Hohn' ein brach in e!n?n Sessel zusam
men uud bedeute das Gesicht mit beiden
Handen Auch er empfand jeht, wie
schmerzlich c5 ist, wenn alle Hoffnungen
und ! räume, weiche das H rz erfüllt ha
ben, ui'.t einem Male zusammenbrechen
Eine Reihe von Jahre,: ist seitdem
vergangen. Der Kopf des Geheimcrath
von Hohnstein ist ergraut. Derselbe lebt
noch immer als Junggeselle. Er ist miir-
tisch, unliebenswürdig, mit feinem Le-.
bensge schicke unzufrieden. Er genießt
wenig Achtung, den n der Inhalt jenes
Bli-fes ist ohne Paulfen's Schuld in die
Oeffentlichkeit gedrungen, und Manche,
weiche vorher mit ihm befreundet waren,
haben icl, von ihm zurückgezogen Er
fucht den Arrgcr und Schmerz hierüber
hinter einem hochfahrenden, stolzen Wesen
zn verbergen und ist ein tyrannischer Pe
dant und Quälgeist geen alle seine Un
tergebenen. S löst die (Sun st des Für
sten. welche ihn einst zum Geheiinerath
erhoben hatte, leuchtet ihm nicht mchr.
Paulfen ist der gesuchteste Arzt in der
ganzen Stidt un gehört zn den geachte
tten Männern in derselben. Er b sikt
feit Jahren Weib unc Kind. Dic Men
schen preisen tcin Glück, allein auch über
seine Stirn legt sich oft ein trüber,
schmerzlicher Sch itten wenn er an den
Tod seines Iienndcs denkt, der ihm nie
ersetzt ist.
Der Stadtrath ist todt. Berih.i hat
daS ganze Vermöge n ihres Vater geerbt
Viele haben seit der Zeit um ihre Hand
geworben sie ist nnvermählt geblieben.
Vor dem Thore der Stadt hat sie sich eine
stille und reizend gelegene Besitzung ge
kaust ; do.t lebt sie in fast gänzlicher Ab
geschlossenhcit und Zurückaczogenheit.
Topv's Grabhügel in der Ecke des
'riedhofes wird jedes Frühjahr durch den
odtcugräbcr mit den schönsten Blumen
bspflanzt, und schon manckzcr Fremde, der
dm Fricdhof besucht hat. ist an dem c.U
leui geltgenei, Grabe stehen geblieben und
hat die Blüthe i auf ihm bewundert.
Diejenigen, welche den gekannt haben.
der dort in die Erde gebettet ist, wissen.
daß der Todtengiäber nicht aus eigenein
Antriebe solche Sorgfalt auf den Grab,
hngel verwendet. Sie vermuthen ganz
richtig, daß er eS im Auskrage Jemandes
I . - - -
thue, dem die Jahre kein Vergessen ge
bracht haben.
Wichtige Erfindung. Wie
die Gaz. hosp." meldet, hat der Profef
for Bouchut neuerdings die Entdcckunc?
gemacht, daß die Unterfel'cidung zwischen
Tod u"d Scheintod am sichersten mit dem
Thermometer festgestellt werden kann.
Bei einer Anzahl von wenigstens 1100
Beobachtungen an Lebenden, Todten und
in todesähnücken Zuständen hat cr gefun
den, daß -20 Grad Eclsius diejenige Tem
peratur ist, über welche hinaus die eines
wirklich Todten nie geht. Um diese $to
be auch den Laien möglich zu machen, hat
Bouchut ein einfaches WcingeistThermo
meter construirt, in welchem die Grade
unter 0 (X. du ich einen farbigen Papier
streifen verdeckt werden. Die Alkohol
s iule wird also erst sichtbar, wenn sie über
20 Grad getreten :st, und dieses Sichtbar
werden ist ein auch dem Ungebildeten ver
ständliches Zeichen, daß das Leben wahr,
fcheinlich noch nicht entflohen ist. Bouchut
nennt fein Instrument Nekromcter".
Seine Arbeit hat den von der Academie
dafür ausgcschten Preis erhalten.
F a h r e n h e i t und R e a m u r.
Da der 5icaumur'sche Thermometer der
gebräuchlichste in Deutschland ist, so wird
es wobl vielen Lesern nicht unwillkom
men sein, die Eintheilung des hier in
Amerika allgemein gebräuchlichen Fahren
heit'schen kennen und oergleichen zu lernen.
Als Rcamur seine Scale machte,
tauchte er die milQuecksilber gefüllte Gla?
röhre in febiuelzeudes oder geschabtes EiS
und nannte den Pankt, bis zu welchem
das Quecksilber in der Röhre sank, den
?uill oder efiierpnukt ; darauf wurde
die Röhre in kochendes Wasser getaucht,
uud der Punkt, biS zu dem das Quecksil
der j'ht stieg, war der Siedepunkt. Der
Raum zwischen diesen zwei Punkten wurde
von ihm in achtzig gleiche Theile getheilt
und diese Theilung auch unter dem Ge
frierpunkt bis .30 fortgesetzt ; wir haben
demnach Grade über Null, die wir Wär
megrade nennen und mit f bezeichnen,
und Grade unter Null, dic wir Kältegrade
nennen und mit bezeichnen.
Die Eintheilung des Fahrenheit'fchen
Thermometer, welcher in England und
Amerika gebraucht wird, ist eine ähnliche,
nur daß Fahrcnhcit statt schmelzendes EiS
eine künstliche Kältemischung (Salmiak
und Eis) nahm, worein cr die Quecksil
berröhrc tauchte, und dadurch fein Ge
frierpunkt 32 feiner Grade unter dem Ge
frierpunkt des WasscrS zu stehen kam,
oder gleich ist mit 15 Grad Reaumur.
Er theilte nun den Raum von seinem
künstlich erhaltenen Gefrierpunkt bis zum
Siedepunkt des Wassers deu er in feiner
Scale beibehielt, in 212 Grade. Da diese
Grade im Verhältniß zu Reaumur kleiner
sind, so scheint uns im Sommer die
Wärme so unmäßig, denn wenn wir f
100 Grad F ihrenheil haben, so sind daö
erst t 30 Reamur, dagegen anderseits
sind 6 Grad F..hrenheit unter Null ungc
fähr -17 Grad Reaumur.
Hat man Fahrcnhcit'fche Wärmegrade
uud will wissen, wie viel dies nach Neau
nur sind, so zieht man einfach 32 davon
ab, multiplizirt mit 4 und dividirt mit 9
Hat man ahrenheit Kältegrade und will
sie zu Reaumur Grade umwandeln, so
addirt man 32 und multiplizirt wie vor
hin mit -1 und dividirt mit 9.
G e d a n k e n f p ä n e.
Lieber schuldvoll und frei fein, als un
schuldig gehängt.
Die wenigsten Menschen sind ihre eigc
nen Herren, und ihre eigenen Frauen
schon gar nicht j
Ein sicheres gutes Einkommen sichert
ein gutes Auskommen.
Was dem Einen theuer ist, ist dem
Anderen billig
Lasse Dich lieber beim Schenken, alö
beim Nehmen erwischen.
Gebet den Armen ; wer aber nichts zu
schenken hat, der thue es mit freudigern!
Herzen.
Später wird's immer später. j
Wer nur des Gewinnes wegen spielt.
ist ein professioneller Spieler: wer aber
nur spielt, um zu verlieren-ein Esel. '
iHtQ leiohardt
Uhrmacher cc Juwelier.
Schiller Straße, zwifchen.2. nd 8.
NLüX. 210.
Eine große Auömahl von Taschen uud Wand
ubren Eedmucksachrn, Brillen u. f. w. stets an
Hand. Reparaturen rrerden prompt und billig
befe'rat.
Er kam, sah und kquste !
WM. M.I.IEIE.
9
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Schuhen Stieselu,
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ERMANN, 21 0.
Hält stets an Hand die größte, beste und billig,
ste Auswahl von ?chuhwrrk aller Art in Hermaan
und Umgegend. Käufer sollten bei mir vorspre
eben ehe sie anderswo kaufen. Reparaturen an
von mir gekauften Waaren werden uneutgeldlich
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Hermann Schlender,
Ecke von'Zwciter & SchillerStraße
HERMANN, MO.
zeigt dein Publikum vgn Hermann und Umqegend
ergedenst an, daß er seinen Store mit einem be
qeuiendcn Berratti ron
MM GW8,
Kleider, &c.,
veekkhen bat, die er zn den billigsten Preisen offe i
rirt. Meine
(yroeeries
sind von der besten Qualiiät und wirdtN Jeder
man befriedigen, der von mir kauft. Stets vor
räthig, gute frische
Häringc, Limburgcr Käse, u.s.w.
?r?an ke'mme und üderzen.'.e sich selbst von der
Wüte und Billigkeit meiner Waaren. IG
Hermann Schleuder.
ME Nähmaschine
verändert und verbessert, so daß dieselbe
seiZt den ersten Nang einnimmt für Faun
Iien- und Schneidergebraltch.
ES kann mehr verschiedene Arbeit da
mit gemacht erden, ohne die Svannung zn ver
ändern, als mit andern, da dieselbe eine neue
e l a st i seh e Vorrichtung hat, um den Faden an
zuziehen
Der rti$ ist von ?.?7 auf.ZüZl) für einfache
Maschinen erhobt worden. Mehr verzierte Ma
schinen und mit v.rschicdenen Bestellen undKastcn
bis zu $100.
Xie Home" wird auf 5 Iabre qarantirt und
auf Probe gegeben, damit man sich von den Vor
zügen derselben Überzeugen kaun.
Jrbermanu. welcher 'eine No. i Nähmaschine
in jeder Beziehung) zu haben wünscht,
ist ersucht vorzusprechen und
Die neue Home
ZU prüfen, ebe man eine andere kauft.
N. H. Hascnritter, Azen,.
Frl.N.T.ccE.B.Gcigcr
Nachfolger.'nuen von Frau L. VI. Ennes.
. ÄFUz
JL-y.??!r-?
h&Zs&!i
V-'-W!1
äX.
- XjHr iVV. fcV
Vi V VSA-K. 1 '
fcgSsS'
Ptttzmnchörintten.
Die Unterzeichneten machen den Damen ven
Hermann and Umgegend hiermit ergrbenst ie
kannt, daß sie soeben leine große und schöne Au
wähl von
Damen und Kindcrhüten,
Seiden und Samtbänder.
Spitzen, Federn und Blumen,
welche sie zu den
billigsten Preisen verkaufen.
Ferner eine schenk Auswahl von
Handschuhen, Taschentüchern. Stickereie,
Nähgarn. Nähgarn. Häkelgarn,
Kragen urd Manchctten. weiße
u. farbigcLiken. Strümpfe
Schnallen, Flanell, sammt und
ganzwollene Delaincs , lederne
Gürtel, und Glae Handschuhe u. s.
Ebenfalls;
Taschenbücher nnd Schmucksache
Ohrringe, Brustnadeln, Perlen und aller
l)nd Sorten,. Kleiderknöpfe ic.
Besondere Aufmerksamkeit wir
der Verarbeitung von Haar zu Zöpf-n.
Locken, Ehignons, Puffs, Rollen u. dgl
Um zahlreichen Zuspruch bitten
& & Jz. Geiger
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