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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, April 01, 1875, Image 1

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Frau Gras 6 Comp., Hernsgeber.
Jahrgang .1.
Preis: 82.00 per Jahr.
Office : Ecke der Vierten & Schiller Straße.
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Hermann, Mo., Donnerstag, den 1. April 1875.
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Pra!ki;irt in (15a?con.itt und angrenzenden
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schifte gut und xünkNich.
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NccbtöaMralt,
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Pakk'jirt tu allen 6kriittiH;fr:t tu Waiccn
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nitfslit, Stteroan und PettiJ GountifS, forrie in tfr
SttprkMf (Jmtrt, tu ?er enten tutrirt (Aourt und
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Sicr-Silloon.
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Ein gutes GlaS Bier l
allgemeine Heiterkeit,
echten Schweizer und Limburgcr Käse
Gesundheits - Bier
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russischen Caviar,
nebst
NAIiiciII'N LUNCH,
ükls zu haben bei
C. KROPP"
WMMN"
und
Für immer !
Als wie ein zlühling mich entzückte
Dein erster Grujz, als ich bi? Lust
Von allen Himinel" an mich drückte,
Und Jauchzen in meiner Brust ;
Da rief ich .neines Glückes voll.
(5mpor rief ich'ö zum Sternenschimmer:
(in Herz, ein Herz ist mein und soll
Daö meine bleiben auch für immer,
Für immer, ja für immer !
AI ich den Abgrund dann erkannte,
Der zwischen uuscr'n Seelen lag,
lind als ich mich von dir verbannte,
An jenem soirn.-nloscn Tag :
Mit sinst'rcm Muth schlug' ich'ö entzwei
Oas bol)le Glück, und warf's in Trünimer
Und fest fpraci ick zu mir: Vorbei !
Verloren ist )ie dir für immer.
ür immer, ja für immer !
Ind dieser Vorsah steht gegründet
Erhaben über Leid und Weh ;
cr VIlk der tu der (5 tue zündet.
Wirft in den Hochgebirgen Schnee.
?er holde Winnernusd) erblich "
Wirf weg mein Herz all eitlen Flimmer,
Gewöhn' an ten Gedanten dich :
tratst gcichieden, und für immer,!
cyur immer, ja für immer !
Wmlia Tedesea.
H st o r i s ch e N o v e ll e.
(Forfenng )
IV.
Ein Monat war verflog en ; die Ge-
fangenen noch immer wohlverwahrt in
einem festen Thurme deö Gebietes, wäh
rend Namberto mit seiner jungen, lieb
reizenden Gemahlin unbestritten über
Rimini gebot.
In Ramberto's Brust klangen die Vor-
würfe deö Gewissenö leiser und immer
leiser : sie erstickten im Geräusche und
Gepränge der Herrschaft.
Auch Giuletta gewöhnte sich in den
Glanz des fürstlichen Namens hinein : ja
er begann ihr etwaö werth zu werden
und etwas aufmerksamer lauschte sie den
täglichen Deinoustrationen ihres hochzu
friedenen Vaters, wie sehr errantino
durch schlechte Negieruugswirthschaft sei
neu Sturz verschuldet habe. Giaeo
mina'ö Tod aber sei ein uuscliger Zufall
oder vielmehr eigentlich auch ihre eigene
Schuld, weil sie gethan, was dem Weibe
nicht zukommt.
Dock auf einmal begann der Horizont
sich zu tri'bcu.
Csiii Vetter Ierrantino'S, den Matteo
zu seinen, großen Lcidives-n nicht hatte
mit einsangen können, rüstete für die ge
fangenen Fürsteu, und in wenigen Ta
gen stand er vor den Mauern der Stadt.
In den Straßen selbst brachte ihm der
w.ttcrwendische Pöbel bereits einige
Svviva'ö, Namberto beschloß, da5 dro
hende Ungewitter mit einem rasch gcführ
ten kühnen Streiche abzuwenden. In der
Morgenfrühe trat er vollständig gerüstet
an GiulicttcnS Lager und weckte sie mit
einem langen, beißen Kusse. ES ward
ihm weh und fchwer dabei, aber er ließ sich
nichts merken.
Du willst Malatesta angreifen? fragte
sie, angstvoll seine Hand ergreifend.
Ja, liebeS Kind, erwiderteer, der Va
ter bleibt bei Dir, ich aber will diesem
kecken Vetter das Vergnügen, unsere el
der mitten im schönen Maimond zu ver
wüsten, verderben ! 5s gibt einen raschen
Ausfall an der Spike meiner Getreuen !
Ach, Bcrtino ! klagte Giuletta, Ber
tino, VZe.tino ! wann Tu nicht wieder
kämst !
Ich will eilen, entgegnete er. sich rasch
ermannend, um Dir das Gegentheil zu
beweisen.
Noch eine lange Umarmung, und die
jungen Gatten trennte i sich, er eilte in's
fteld hinaus, und bei ihr trat der Vater
ein, um ihre Besorgnisse zu zerstreuen.
Da? gelang ihm auch ziemlich gut, be
sonderö da immer in kurzen Z.vischenräu
men gute Nachrichten vom Kampfplatze
anlangten
Giulietta konnte selbst lächeln, trotz der
Spannung auf den Aüögang, sie scherzte
mit dem nun jeder genesenen muntern
Söhnchen Giacomina's.
Doch ach ! auf einmal blieben die nuten
Nachrichten auö, ti kamen auch keine
schlechten, eS kamen gar keine mehr.
Der SreiS erhob sich, von Giulietta
getrieben ; er wollte selbst nach . dem
Stande der Dinge ausschauen ; er ging
und kam nicht wieder.
Angstvoll harrte Giulictta eine Weile :
endlich konnte sie es nicht mehr aushalten,
sie lief auS dem Zimmer die Stiegen hin
auf auf das flache Dach ; umsonst, Staub'
wölken verbargen den Anblick der Kämp
fenden Bebend wankte sie wieder herab ; Die
nerinnen kamen, aber sie wußten noch
nichts; endlich flog die Saalthüre auf und
rie treue Z'fe stürzte händeringend her
ein.
O, Signora ! rief sie jammernd. AllcZ,
Alles ist verloren ! O Sott o Gott ! wenn
Ngunio in der ?!ähe wäre !
lind sie hatte w.'.hr geredet.
Namberto hatte tapfer gefochten, aber
der schlaue Feind hatte ihm eine Falle
aeitcllt, die er in u-gellunier uaensu,uc
. . . .... -, i ,
nicht bemerkte.
Erqericth in?cinenHinterhalt, wrd um-
zingelt, eS gelang ihm. sich durchzuschla-
gen, aber von der Stadt war er abgc-
schnitten.
Schon brachen Malatestas Schaarcn
rachgierig in die Stadt ein. und ein
Haufe, geführt von Ugunio, drang gerade
auf den Palast los. Eben war sie im
Begriff einzudringen, da zeigten die wil
den Söldner ihrem Führer eine durch ein
Ceitenpförtchen entfliehende Gestalt.
Ugunio lachte köhnisch.
Laßt üe laufen, schrie er eS ist mir
reckt lieb wenn sie mir aus ven uaen
geht ich suche ein edleres Wild.
.,-. MnrHn umM, ,5 n Ki?
Tbüre des Paläste,. Treue Diener hat-
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k: m-.,!t Ar.nJ nh.m
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Stockwerke winkte eine Hand, sie zu öff
ffiirmf, here er rannte
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Ull 4li-l-lt V . l j " " - ' I
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VAirniuju ui (tiiin "x " '
srn,;t er ene ifilirTt G'lt
in fürstlichem Schmucke, die ihn ruhig zu
U V'll VI-HVV V v.v I
erwarten schien.
Ah, Giulictta ! rief der Unhold, eS ist
recht, daßZhr nicht von mir flieht, kommt,
kommt, in meinen Armen seid Ihr sicher !
Ugunio ! sagte Lise eine klagende.
wohlbekannte Stimme, aber Giulictten'ö
Stimme nur es nicht.
Teufel '. fluchte Uaunio wüthend, bist
ist Deitte Gebieterin?
DaS arme
Mädchen wagte nicht zu
antworten
Entflohen? schrie der Wütberich, dem
der Zusammenhang plötzlich klar wurde.
1 . O i fflsliSni ii f fl nfi it Ipiii V
11 LCl.llll fflUiVlUI K lli vyvi-j ..vttvw
und Tu zogst die? Fürstengewand an, um
mich zu täuschen.
Die Unglückliche neigte nur lcise daS
Haupt.
So folge ihr ! rief Ugunio rasend, und
daS arme Mädchen gewaltsam packend,
schleppte er sie an den Balkon, um sie auf
daS Pflaster hinabzustürzen Doch zwei
kräftige Arme hielten ihn noch im rechten
Augenblicke zurück : eö warder malate
stische Prinz selbst, der die Unthat ver
hinderte.
Schäme Dich, Ugunio ! rief er dem
schäumenden Böscwicht zu, nicht den Tod
verdient dieses treue Mädchen, sondern
den höchsten Lohn verdient sie für ihre
Aufopferung ! Hast Du einen Wunsch,
mein Kind, sehte er gütig hinzu, als daS
erschöpfte Mädchen zu alledcm still schwieg,
so sprich ihn nur auS.
Gabriclla versuchte noch einmal, sich
emporzuraffen.
Laßt mich meiner Herrin folgen, flehte
sie leise.
So weißt Du sie? rief Ugunio mi
flammendem Blick, Du weiht Ihren Weg,
Gabriella !
Nein ! stammelte sie, ich weiß ihn nicht,
ich wollte sie suchen aber eS geht nicht
...r, ;a n.u i
meyr ia ueroe :
eie reoeie wayr. -l-cyrccien unv
Ä . . . , , .1
Schmerz hatten die zaeten Kammern ihreö
cr.ens ge orenai : ne oaiie l rur ole
... . ........ i . f! . r..n: r c-
geliebte unglückliche Gebieterin geopfert
'
Noch einmal schlug sie die Augen auf,
sie suchte mit brechendem Blick ihren
Mörder.
Ugunio ! lispelte sie, Gott weiß eS
wie sehr ich einst Dich liebte I
DaS waren ihre testen Worte, ein
bebende Zucken, ein krampfhaftes Hin
greifen nach dem Herzen, daS die kalte
Hand des TodeS schon gefaßt hatte dann
war AlleS vorüber.
Sie hatte jede Pflicht erfüllt gegen
Ugunio, dem sie einst, alZ er sie noch liebte,
eidlich hatte versprechen müssen, nie ein
Geheimniß, keinen seiner Pläne jemals
; zu verrathen, und gegen ibre Herrin, für
die sie gestorben war.
Am Abende dieses wcchi'elvcllen TageS
saß Ugunio noch spät in einer Schenke,
mit dem Weinbecher kämpfte er die An
Wandlungen von Neue und Gewissens-
bissen nieder.
Sie ist todt ! murmelte er. was kann
ich dafür, daß die Närrin mich immer
liebte? Sie ist todt aber die Andere
lebt ! Sie ist fort aber Ngunio wird sie
zu finden wissen !
ie Fenster oeS vauies lagen dem
Schlosse gegenüber, dieses war fes lich er
leuchtet, bereits war Ferrantino wieder
eingezogen, und das wettcrirendifche Volk,
oaö vor einigen .agcn leine Vertreibung
f..:..r.,(i. : .1.4. r 01 r. . 1
vciuvctle, latinizie nun uocr icine viua
kehr, und gleichsam als hätte es die Ge-
stalt des alten urstn noch nie gesehen,
riefen auch zeht wieder stets erneuerte
Evuias die rcstltuirte Familie auf den
großen Balkon hinaus.
Als sich die Menge endlich verlaufen
hatte, saßen die Malatestcn nocy lange
zusammen, um sich über die nächsten Maß
regeln zu berathen,
Namberto machte keine Sorge mehr, ti
war fluchtig und man erwartete nicht, daß
er einen Versuch machen werde, das Ver.
lorene wieder zu gewinnen.
Den Alten aber, oer ebenfalls entkam
men war, fürchtete man mehr, doch konnte
auch er o?,ne die reichen Schätze, die nun
verloren waren, wenig beginnen.
Bei allen diesen Erwägungen, die von ,
1
rriinhnö iirh fpinftit Wetter, dem tslb
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fern Befreier MUatesta, lebhaft geführt
wurden, sekwie.i der finstere Malatesta
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(ti ?Spri Psirfif nur 5)islsli necien Nlim
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firrfn wenen 3 crsufr-S fptnr slfliebtcn
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lA,n.Ziltn. AK,r Ut Stimme seif.es
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jüngern. unversebrt wiedergefundenen
Kindes weckte ihn aus der tiefen Versun
kenhcit in den düstersten Gedanken.
Vater! sagte der kleine Guido, eS ist
nicht gut, daß Ihr die Mutter fortgejagt
habt ; Guido hatte sie sö lieb !
Deine Mutter, Kind? fragte Malaie
stino schmerzlich, sie ist todt, Guido, todt;
sie kommt ,'iemals wieder!
2a. aber die andere Mutter ! Mutter
Lictta ! kommt sie auch nickt wieder ?
Malatestino lachte bitter; er vcrgaß.
daß eö ein dreijähriges Kind war. das
diesen Messerstich in sein Herz führte
Ich weiß eS nicht, ob sie wiederkommt,
sagte er mehr zu sich selbst, als zu dem
Knaben, aber ich möchte es ihr kaum ra
thcn.
Genua? rief vier Wr nlf, stiirir e.-
heute ist des Handeln und Berathen?
genug geschehen; kommt Testino. Tinello.
Guido und Malatesta, laßt unS zum er
sten Mal noch dreißig Tagen die Wonne
genießen, das müde Haupt sanft und
weich zur Ruhe zu betten.
Wo mag wohl Giulictta heute daS
ihrige betten? sprach Malatesta aufsteh'
end, und leerte noch, bedächtig den lehten
Becher des edlen GetränkeS, daS derKel-
lcr des PalasteS zur Feier seines SiegeS
hatte hergeben müssen.
Wieder ist eö Nacht, ein: wunderschöne,
warme, mondhelle Mainacht, die Nach:,
die dem dritten Tage nach Namberto's
Sturze gefalzt ist
Silberweiße Wölkchen irren wie ver
lorene Schäfchen, die die Heerde nicht ge
funden, über den klaren Himmel; fie
neckten gleichsam die Sterne, die heute ein
Aeuglein zuthun dürfen und rar schlaf
rig ausschauen, denn der Mond verwahrt
für sie alle daS Gez chaft.
n den svarlicken Gebuicken. welche
die weiten Fluren zwischen Nimini und
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Ravenna hin nnd wieder bedecken klaat
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h e matht innir be ,rn. $rt.,,rt.
I - w jmjw V V - (V W MHilUI V UV ii
' nd den klaren, freundlichen Bäcken ibr
stille Liebeöleid, sonst ist eS schweigsam
ringsum.
Nur eine einsam Wandernde schleicht
still und stumm durch die Fluren einher.
'doch manchmal seufzt sie schwer und
j schmerzlich und greift mit der Hand nach
den Augen, als ob sie ihr wehe .thäten,
' und dann bleibt sie auch wohl stehen und
beut die bleiche Wange dem leisen Wind
hauche, der von Osten, von der Meeres
'küste herüberkommt.
Llrmeö 5 ind sie muß ach diesem
Hauche sich richten, damit sie den Weg
nicht verliert, denn für sie steht der Mond
nicht mehr leuchtend am Himmel ; die
Sterne scheinen vergebens für sie, denn
ihre eigenen sind erloschen, das arme
Mädchen ist blind. Aber sie scheint kaum
daran zu denken, nur ein Gedanke lebt in
ihr, und in diesem Gedanken strebt sie
unaufhaltsam vorwärts.
Jetzt läßt in der Nahe ein Hahn sich
vernehmen : die Arme zuckt freudig zu
sammen, der Tag und Menschen sind
nahe, und wenn ihr auch das Tageslicht
nichts hilft, sie kann dock die Menschen,
die es aufwecken wird, fragen, sie kann
forschen, ob denn Niemand ist. der i h n
gesehen. Wen? Horch in diesem Au
gcnblickc spricht ihr Seufzer eS aus, wer
es l,t. ccn nc sucht.
or 5 1 1
amverro ! cuszl eine
.... ,
klagende Stimme.
Ja, sie istes: daSarme, schöne, blinde
Kind ist Giulictta Tcdccca !
Wie sie blind geworden, wie es kommt.
daß sie im fremden Lande einsam, tröst
los, verloren und einen geliebten Vcrlc
rencn suchend, nmherrzleht, das sagt ein
einziger schrecklicher Name: Ugunio !
DaS Ungeheuer hatte sich Wort gchal
ten
AIS der Betrunkene von seinem Rausche
auswachte, war er sofort mit seiner u.l
tergebencn Schaar Malatesta hatte
ihn zu einem seiner Hauptleute gemacht
ausgezogen, angeblich, um Namberto,
in der That aber, um Giulietta aufzu
,uaien.
I r?r Itnf( hftSL Irin k'inS mann
. - " "
X V t V 9 MAMWAM V 1 ! . i- .u.u I '
lvuv mu jcnct flicn
: II , . , '
unedlen Gluth, welche, wenn sie alle
V"""" - ' Ö"HC" VaV
umschlagt, während edle Liebe dann nur
M, . t r. Ct.
lnuer' ergevetier irtiUCr fähig Ist
. .
Er suchte Giallktta al,o, und ach : es
I , . f C"f -1 Y
ö"ang .yin , e auj ,rer angiiouen, em-
samen Flucht zu finden.
Und was jetzt folgte, die ganze Stufen
leiker unlauterer Gefühle, ahnen wir
schon.
Giulictta wieS fcn, Unhold zurück.
seine glänzenden Anerbietungen, seine
Schwüre und Verheißungen verschmähte
sie mit der Würde der keuschen, deutschen
Gattin : Namberto zu suchen, mit ihm
und dem Vater, wenn sie Beide gefunden
mit Freuden in Nicdrikeit und Armuth
ausz'iharren, diesen Entschluß erklärte sie
dem Bösewicht mit kühnem, stolzem Blicke
vor dem er den seiniaen, selbst darüber
erstaunt, senken mußte.
Aber llgunio rächte sich.
So suche ihn, sprach er teuflisch lachend
aber ich will dafür sorgen, daß Du nicht
sehr dafür erschrickst, wenn Dn ihn in
dem elenden Aufzuge findest, worin der
Verrathcr sich jeht befinden wird !
DaS Ungeheuer wiukte den Werkzeu-
l, bic " mit Muhe für feine höllische
Rache gefunden hatte.
Cie Rxa tcx Unglücklichen brach zu
sammen. alS sie erkannte, waS Ugunio'ö
Vorhaben fei ; sie fiel vor dem Tyraunen
nieder, sie weinte, flehcte, sie umfaßte
'"ne nlee
(Schluß folgt.)
Fabrikant von
German'ö berühmten Prämien
Tranben - Muhlee
die besten, welche je im Gebrauch waren.
Ebenso Patentinhcbcr u. Fabrikant der
ECLIPSE
Blltter - Maschine !
Die Aufmerksamkeit der Farmer wird auf diese
selben über andere besteht darin, daß sie wie eine
werthvolle rflndung gelenkt. Xte Borzuge der
Wiege arbeitet und deßhalb mit, weniger Arbeit
als irgend sin er anders Maickinf Butter berge
stellt irb. Si fünfiähriiti Hin fjn dan.it
I I ir-T O-- '
Ottern
Preis S-Z. Bestellungen werden prompt
"IHIrt - r.ifh!
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kannt, daß sie soeben cine große und schöne A
wahl von
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welche sie zu den
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Kragen und Manchetten. weiße
u. farbigcLitzen, Strümpfe
Schnallen, Flanell, sammt Und
ganzwollene DelaineS , , lederne
Gürtel, und Glae Handschuhe u. s. x:
Ebenfalls
Taschenbücher nnd Schmlicksachen
Ohrringe, Brustnadeln, Perlen und aller
Hand Sotten, Kleiderknöpfe :e.
Besondere Aufmerksamkeit wird
e'x Verarbeitung b'on Haar zu Zöpfen
Locken, iThignonö, Puffst Rollen u. dg!
Um zahlreichen Zuspruch bitten
N- T. k.C?. B Geiger
'-zi
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