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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, April 01, 1875, Image 2

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Kauft Cure Kleiber-Waaren, Hute und Kappen. Stiefel nnb Scbnhe ?c. :c. bei G. A. Ls O. T, MSB. ?ElTg I
Hermilnncr
?euolpk .Hirzel - - Redakteur.
Hermann, Mo., 1. April 1873.
Die beiden großen politischen
Parteien
leiden an dkr Auszehrung, und fristen ihr
Üthen nur durch starke künstliclie Mittel.
Die republikanische Partei, dercn7.Kern
im Volk jejjt noch gesund ist. ist von ihren
"ihrern .beinahe zu Tode manipulirt
worden und die demokratische Partei hat
eine solche Dvsiö Narcotin im Leibe, daß
sie nur hie und da aufmacht u:n nach
Office zu schnappen. Ja Acintcr, viele
unv fekte. sind die ganzen Parteispcku
latiancu der leitenden Beistr, und ds
Holt steht erstaunt zn, waö noch auS der
vei'chichtc werden seil.
Seitdem die Lklav-ercifrage, die so
gar viel lot, um daS Volk dafür und be
geilen in Aufregung zu bringen, abge
macht ist. scheint beiden Parteien der
Athem ausgegangen. Wenn man jejjt
inen Demokraten vo der Doktri.,
'IeffersonS, oder einen Republikaner über
Oamilon sprechen hö:t, so wird's ei: nn
.wehmüthig um's Herz.
Keine der leitenden Parteien wagt lS
'eine feste entschiedene Doktrinc über die
Zoll oder Finanzfrage aufzustellen da
durch könnten ja Stimmen und Aemter
verloren gehen; keine hat sich jetzt auch
nur für eine einzige bedeutsame Staats
wirthschastliche Irage entschieden.
Manchem ehrlichen Republikaner bat hat
treiben der leitenden Geister längst nicht
gefallen, aber waZ soll er thun ?
Seine Partei verladen und zu den
Demokraten übergehen ? Da kommt er
vom Regen in die Traufe.
Und den ehrlichen Demokraten geht's
nicht besser. Die Parteien selbst sind sich
bloS einig, wenn's an's Aemterschnappen
geht, in allen großen politischcu Fragen
sind sie uuter sich selbst getheilt.
Es wäre, bald an der Zeit, daß eine
Partei sich bestimmt über große VolS
und Staatswirthschiftliche Fragen auS
spräche, und dem Volke zeigte daß eö noch
viele wichtige Fragen im Lande zu erledig
gen giebt.
m
Die Kreisrichter-Wabl.
A. 3. Seay ist als Richter dcö
neunt-n lSe.richtsbezirks in der iKZahl am
5i3. März gewählt worden. Wir gratu
lirrn dem Bolk? unsere Bezirkes zu die
sein Resultat, de'nn eS werden ihm jeju
große Kosten und Unannehmlichkeiten er
spart bleiben. Herr Halligan der daö
Amt nicht suchte hat sich von seinen
Freunden (?) vo.'schwahen lassen, er
brauche blos zn pfe,ife.l, und der ganzt
Bezirk würde tanzen.
Unter den bestehenden Verhältnissen
var Herr Hallig, ge wiß nicht der Pas--sende
Mann, und cS freut unS daß oas
-Volk seinen freien WiO.cn kndgctlzai'.
Hoffentlich wird das Rcsu lta t auch dem
Herrn Senator von Cole Co unty und
seinen activen Freunden die ehe geben,
daß wir unsere Wahlen selbst b csorgcn
.können, ohne 'daß sich die großen .dichter
auS der Ferne mit ihren Intriguen darein
mischen .
Außerordentliche Sitznng unse
rer LegiAlatnr.!
Gouverneur Hardin hat uns Lcg'Sla
tur. die dem von ihr gefaßtem Beschlusse
gemäß gestern Morgen uin l l Uhr ihre
ordentliche Sitzung beendigte, sofort wie
der zu außerordeiNlicher Siung zusam
kneuberufen und zwar noch auf drusclbcn
Tag, 2 Uhr Nachmittag. Obschon die
Legislatur bis zu Ende voriger Woche
nicht weniger als LZö Gesehe, und LZ sog.
gnncänschaftliche Beschlüsse erlassen hatte,
so rrar dennoch eine Anzahl Maßregeln,
eren Erledigung dringend nöthig ist, im
Rückstände und daher eine außcrordeut
liche Sitzung unvermeidlich. Zu der toom
Vouverneur au die LcgiS'atur gerichteten
Botschaft finden sich dieselben wie folgt
aufgezählt: ein Gesrtz über Verwaltung
deö Zuchthausesund Auödchnnng dessel
den durch Einrichtung einer Zweig An
ftalt der Vergrößerung des bestehenden,
nebst Geldmittcl-'Attweisungen zu dem
Behuf; eiue Geldmittel Anweisung für
den Unterhalt der Erziehungsanstalt für
Waisen und arme Kinder von Missouri
uf die nächsten zwei Jahre, desal. für
den Unterhalt der Bergbau - Schule zu
Rolla, dcögl. für die Veröffentlichung
der Entscheidungen des ObcrgcrichteS,
dekgl für Ncbcn-Auögaben des Supcrin
tendcnten der öffentlichen Schulen; deögl.
für passende Vertretung des Staate
Missouri bei der IubilläumsFeier zu
Philadelphia, eine Abänderung der Ge
setze über Umlegen Und Einziehe,, von
Steuern auf Eisenbahnen und persön
liches Eigenthum; endlich Festsetzung der
Vergütung Sätze für Dienstleistungen
im Bureau des General.Adjutanten und
dcö vcneral -Zahlmeisters.
Nach den bisherigen Erfahrungen zu
urtheilen, werden diese Maßregeln, wenn
sie nicht übcr's Knie gebrochen werden
sollen, die Legislatur noch ein p.iar Wo
chcn lang beschäftiaen Es ist nament
lich die Zu5,thausBilI, die unsren Ge
gebern nicbarade zum gordischen Knoten
geworden ist.
Das Civil-Rechts-Gesetz.
Der
Bundes Richter EmmonS von
Tenncssee bat in betreff dcö Civil Rechts
Gesetzes ein Gutachten abaegebcn, wonach
dieses alS uneonstitutioncll zn betrachten
ist. Sein Argument summirt sich in
ssürzc darin zusammen, doft dem Bunde
keine Strafrechtspsicge in Bezug aus an
dere Vergehen, als solche die gegen die
dem Bunde überwiesenen Gerechtsame
begangen werden znsteht. Er hat nichts
zu thun mit Verbrechen gegen Lebeu und
Eigentbum, oder gegen das Lcbcnöbe
Hagen der Bürger. Vielmehr gehört du
Bestimmung und Bestrafung aller solcher
Vergehen zum Zuständigkeitsbereich der
Ein;elstaaten. Der Zulaß zu Theatern.
Gasthäusern :c. ist eine Sache, über welche
ausschließlich die Gesetzgebung und Ver
waltung oer Staaten, nicht du des Bun
dcö, zu verfügen hat. Der Bund kann
seine Bürger nur in denjenigen' Rechten
schützen, welche sie alö Bundesbürger ha
l'e, und solcher Rechte sind sehr wenige.
Es gehört dazu daö Recht der Freizügig'
keit von Staat zu Staat und der An
spruch auf Bundesschutz im Auslande,
oder unter amerikanischer Flagge auf
See. Aber noch nicht einmal das Wahl,
recht, welches Sache der (5inzelstaatcn ist,
geschweige denn daö Recht, im Wider
spruch mit Gesetzen d:r Einzelstaaten.
Zulaß zu öffentliche-, Anstalten zu sor
oern. Die Abschaffnng der Sklaverei
durch den Bund hat die früheren Sklaven
einfach auf gleiche Stufe mit den Negern
in denjenigen Staaten gestellt, in welchen
die Sklaverei niemals bestanden bat. In
solchen Staaten ist Negern durch Ver
fassungen, Gesetze und gerichtliche Ent
scheidungen das Wahlrecht abgesprochen
worden, ohne daß daran gedacht worden
wäre, vom Bunde Abhülfe dagegen zu
verlangen, oder zu erwarten. Auch ist in
solchen Staaten von den Gerichten das
Recht von Theater-, oder Dampfschiffbe
ützern, Negern den Zulaß zu verwehren,
bestätigt worden Wenn nun der Bund
keine Befuaniß hatte, gegen solche Aus
Übung der Staatssouveränetät zu Gunsten
von Negern einzuschreiten, welche niemals
Sklaven gewesen waren, 10 kann er sie
auch nicht durch die Abschaffung der
Sklaverei in Beug auf die früheren
Sklaven erlangt kaben In ihren Rech
ten als Bundesbürger kann der Bund sie
beschützen, aber ihre Rechte als Staats
bürger gehen ihn nichts an.
Zum Beweise dieser Aufstellung be
ieht sich der Richter Cmmonr auf zwei
wichtige Entscheidungen lc3 ObnbundeS
grrichts, bei denen es sich nicht um die
Rassenfrage handelt. Die eine erfolgte
auf ei ie Beschwerde der Metzger in New
Orleans gegen ein Gesetz, welches sie
zwang, das Schlachten von Thieren in
einem großen Schlachthause besorgen zu
lassen; die andere auf die Klage einer
Frau in JllinoiS. welcher die Zulassung
znr Advokatur verweig rt worden war.
In beiden Fällen entschied das oberste
Bundesgericht, daß solche Streitfragen
außerhalb seiner Zuständigkeit lägen,
weil weder das Recht, welches die Metzger
r'on New Orleans beanspruchten, noch
d,?s Recht, die Advokatur vor Staats
ge richten auszuüben, au dem Bundes
bürgerrecht erflösse. Und doch handelte
ich 's in dem Klagefalle der Neu Orlean
ser Metzger um nichts Geringeres, als
uln as Recht eines Bürgers auf Ausüb
ung seiner Gewerbslhätigkeit und um den
Sch utz seine Eigenthums gegen rin
Stal.'tsgesetz, welches ihm beiee ver
kümm er'e.
Da in verschiedenen Theilen da Lan
des Klagen unter den Bestinimunen
dieses Gesetzes anhängig gemae! t worden
sind wird wahrscheinlich das Ober-Bun-desgerichit
in Bälde über die eonstikuti
onalität dieses Gesetzes seine Entscheid
ung abzugeben haben und wird wahr
scheinlich in demselben Sinne ausfallen
wie die deö Richter EmmonS.
Letzten Montag unterzeichnete der
Gouverneur die Bill zur Einsetzung einer
Eisenbahn C ommission, welche die Passa
giere und Frachtraten auf den Sisenbah
n.'N unseres Staates controlliren sollen,
und ernannte die folgende Herren alS
Eonurisfare: Walker von Howard,
goung von Svringfield und Spaur.horst
von St. Louis.
Don Carlos hat einen Befehl er
lassen, worin gesagt wird, daß Jeder der
die Proklamation des zu den Alfonsisten
übergegangenen Generals Eabrera
lese erschossen werden sollen. Er wird
wenn dies ausgeführt wird wenig Leute
übrig behalten.
(Cerresxondenz des Hermanner Volkobl.itt.")
Aus der Staats-Hanptstadt.
?esserfon Eity. 27 März IL7S.
Herr Redakteur !
Beiliegend sinden Sie einen S100
Schein (eine sogenannte Älis?uri cte
tenco dilU, welche sich in den Händen dr
Redakteurs bcsindct) welcher Sie jeden
falls lebhaft an die Administration dcö
Gov. Jackson erinnern wird. Eine Un
masse dieser Scheine wurde während Jack
soi's Administration unterzeichnet und in
Eirculat.on gesetzt; dieselben galten in
den Südstaaten während dcS Krieges alS
sehr gutes Geld, und jetzt lie"?n sie tau
sendeweis in den Gewölben des EavitolS.
Nur noch einen Tag und wir sind an
dein Zeitpunkte angekommen, der für die
Pertagung festgesetzt ist und wcdcr die
Bondfrage nsch dieZuchthaus-Angelegen-hcit
sind erledigt. Der Senat passirte
eine Vorlage zur Fundirung der Schule
welche vom Hauke. verworfen wurde, und
im Hause wurde ein Substitut angcnom
me n, welches wahrscheinlich die Zusage
des Senats nicht erhalten wird.
Im Hause wurde ebenfalls eine Bill
zur Errichtung eincö ZwcigZuchtl;aliscs
angenommen, welche im Senat ungünstig
auf enommcn wurde, und jetzt ist mai.
allgemein der Ansicht, daß wir bis zum
Vertagungs-Termine nicht alles so crlc
di.zt haben werden wie cö sein sollte.
Wenn die Bond- und Zuchthausfrage
nicht in irgend einer annehmbaren Form
abgemacht wird, so haben wir zu erwar
ten, daß wir am Montag zu einer Extra
Sitzung einberufen werden. Ich hoffe
jedoch daß dies nicht geschehen wird.
(Wie die Leser aus einem Artikel in ei
ncr ankern Spalte erschcn werden, hat
der Gouverneur die Legislatur am Mon
tag zu einer Extra Sitzung einberufen,
uud wird dieselbe wohl noch eine Woche
in Sitzung bleiben ehe alle von ihm ein
pfohlen.'n Schritte gethan worden )
Die Haus-Bill zur Widerrufung der
Hannibal & St. Joseph Bond Gesetzes
von 1874 passirte denSenat nicht, ivakl
scheinlich weil der Sitzung Saal mit Ei
senbahn Lobbyisten angefüllt war.
Diese wichtigen Angelegenheiten hätten
schon längst erledigt sein sollen und wäre
dies wahrscheinlich geschehen, wenn die
Vorsitzer der verschiedenen Comites, an
welche dieselben verwiesen wehren, es nicht
vorgezogen hätten ihre Lokal'Bills jiierst
einzuberichten, und da kciiiGcsctz vorhan
den ist, um die Vorsitzer der Comites zu
zwingen die Bills zurückzuberichten, wa
ren wir natürlicherwrise gezwungen zu
wzrt'n bis es ihnen passend schien diesel
ben einziibei'chf?. R.
(Für das Hkrm.,ii:icr ?e!keblatt.")
Herr Redakteur !
Aufgefordert von mehreren Leser' des
,,Hcrmanncr Voltobatt" um Dasjenige
näher zu beweisen, was ich in genannter
Zeitung vom 11 Märj sagte, erkläre ich
hie, mit. dtß nach der alten jüdischen
Sprache jeder Weise oder Schriftgelchrte
Sohn Gottes genannt w'irde desgleichen
auch Jesuö ; aber nicht .,lö Gott und
Mensch zugleich in einer unzcrtrennten
Person, sondern als. Mensch und Lehrer.
Wir h.itten in jedem Jahrhundert erha
den: Lehrer weiche Jesus an Weisheit und
Verstand ebenbürtig waren, unter anoe
ren sinden wir einen Sokratcs und Huß.
es waren Männer die eine Lehre dcö
Glaubens, der Liebe und der reinen Sit
tlichkeit verkündeten, so eindringlich und
glaubwürdig daß eö die Welt bisher nie
wieder so vernommen und was war ihr
Lohn? Daß sie der Nnv'lstand gemor
dct hat ; und Luther hätte dasselbe Schick
sal ereilt wenn er nicht mächtige Be
schiitzer geh ibt hätte, als ihn der Chur
üi)t von Sachsen auf dir Wartburg füh
ren ließ haben ihn die geweihten Henker
uinsclimärnit wie die la,?,i-r ihre .,, '
G-rne und um jeden Peeis hätten sie ihn
ermordet zur Ehre Gottes und der hcili
gen Kirche.
JcsuS hatte als Lehrer denselben ge
fährlichen Standpunkt cingenoniinen wie
Sokrat-s und Hß, auf der einen Seite
ah ci einen Pricsterhaufen ganz in ihre
rabinische Weisheit gehallt, die mit ihrer
erheuchelten Dogmatic alles neue und
wahre mit Argwohn und Mißtrauen be
obachreten, und selbst die Patrioten des
Volkes in den Tempeln zwischen den Al
tären mordeten, auf der andern Seite sah
er ein Volk das von den Heiden ge .'rückt
u von ihren Priestern bcstohlen wurde,
daö keinen offenen Sinn für die Wahr
heit hatte, das in kalter Dummheit seine
Opferstiere in den Tempel trieb und sich
schwachsinnig freute, daß sie Gott oder
die Götter die sie als zornige Wesen be
trachtet haben mit dem Blut der Osfer
thicre veriöhncn wollten, und diese L'hre
war Icsuk ein Abscheu ; er wollte eine
wahre gottgefällige Lehic verkünden und
eine solche Lehre konnten die Juden nicht
ertragen deßhalb haben sii ihn gekreuzigt,
er ist gestorben für die Wahrheit seiner
Lehre, er ist als Opfer gefallen seiner
verblendeten Feinde.
George N S gelin.
(Für das "Hena -ner Vo!kj?blatt.")
Freischnle und Staatsrecht.
Nach der Behauptung des Herrn
N. C. S. wäre es eine Hauptaufgabe des
Staates, gute Bürger heranzubilden, und
zu diesem Zwecke mukte er sur die Zseizule
sorgen. Dem ist jedoch nicht so Denn
wenn der Staat die Pflicht hat, für die
geistige Ausbildung des Kindes zu sorgen,
so vertritt er Vaterstelle, und dann hat
er auch diePflicht,für den lciblichenUnter
h.?lt desselben zu sorgen. So wenig nun
der Staat dies thut, noch ein Recht hierzu
hat. so wenig hat er das Recht, für den
Unterricht zu sorgen. Und ich frage :
WaS würden die Ungläubigen sagen,
wenn sie gezwungen würden, zu einer re
ligiösen Schule zuzahlen? Nun, eben
so ungerecht wie dies wäre, eben s unrecht
ist eS, den christlichen Bürger für die reli
gionölosc Schule, die Frcischulc zu bcsteu
ern. Der Christ, der nach seinem Gcwis
sen seine Kinder nicht kann in der Frei
schule ausbilden lassen, muß auf diese
Werfe doppelt bezahlen. Ist das recht?
Ist das nicht eine Verletzuns der Frei
heit, die uns die Constitution dieses freien
Landes garantirt ?
Indem R. C. S. sich auf den Bo.en
der Wohlfahrtö-Theorie stellt, so behaup
tet er, der Staat müsse das Wohl der
größten Menge befördern ; die Minder
heit aber 'önne froh sein, wenn sie gcdul'
det werde. Er meint also, der Staat
habe das Recht, Schulen zu erhalten, weil
dadurch daö allgen-cine Wohl befördert
werde. Ich aber sage : Wenn der Staat
Sckzulen unterhalten darf, auS dem
Grunde, weil das allgemeine Wohl da
durch gefördert wird, so braucht man blos
zu beweisen, daß eine Eisenbahn, oder
eine Telegraphenstange ein Beitrag zur
allgemeinen Wohlfahrt ist. um dem taat
die Vollmacht zu geben, Wege zu bauen,
die Industrie zn heben :e. Ferner : Wenn
der Staat das größte Wohl der größten
Menge befördern muß, dann muß erSup
penanstaltcn gründen, um Suppe ivhole
salo zu kochen u nd billig zu verabreichen ;
dann muß er Handwerker ausbilden, nm
tünftigc Meister zu erkalten ; duiui muß
er ein gewisses Gleichgewicht zwischen
Arm und Reich hc.zustellen suchen ; dann
muß er die Faulen ineckicuburgisch abstra
fen, damit sie ni-t in Llderlichkeit ver
lumpen. Ich frage: Sind nicht Kunst.
Wissenschaft und Religion drei Hauptfak
toren icr größten Wohlfahrt dcö Volkes ?
Sollte nun der Staat etwa auch Ober
mal-r, Obcrmusikcr, Oberlehrer, Ober
priester sein ? -Diese , logischen Conie
quenzcn beweisen die Haltlosigkeit des
Prinzips. dem sie entspringen, deo
Nützlichkcitsprinzivs ; sie zeigen, wie es
sich mit der Wohlfahits-Tkeorie ve.hält
Worin besteht die Aufgabe des Staa
tes ? Ausschließlich in dem Rechtsschutz?.
Er hat duö Leben des Bürgers sowie daS
Mein und Dein" zu schützen ; ferner
schützt er als unparteiischer Wächter Xie
sittliche Ordnung. Weiter darf der Staat
nicht c.ehcn, sonst wird er zur unum
schränkten Macht, wie wir oben gesehen
haben. Jedem vernünftig Deokenden muß
es daher einleuchten, daß das Freischulen
System dem Staatsrcchte zuwiderlauft,
und daher von keinem Recktsliebenden
gelilligt werden kann. Sch.
(Eingesandt
Herr Redakteur !
Mit Schrecken sind? ich, daß Sch. sagt,
wir wollten die Religion ausrotten. Wir
sind nicht so wahnsinnig. Unmögliches zu
wollen. Wir wollen nur nicht, daß sie
Sraat und Staatsfchule beherrsche,
sondern Privatsache bleibe. Wer Streit
beginnt, muß die Conscqiicnzcn nehmen,
auch wenn sie ihm nich: passen. Staats
schule und Staat sind moralische Anstal
ten, und Religion hat er selbst herbcigc
zogen, also muß er sich auch gefallen las'
sen, da,) man sie und ihre Th itcn sich bei
Lichte bcjehn. Logisch? Wir arbeiten
für's Gemeinwohl (rcpublicu).
B . . . e.
Letzten Montag kam es im SitznngS
faale deS Staats-Senats zwischen dem
Zuchthaus-Pächter Sol. Kitchen und dem
Senator Brich zu einer Prügelei. Belch
weigerte sich, g.'wisse im Senate gemachte
Angaben über das Zuchthaus zu .oiderru
fen, worauf Kitchen mit seinem Stocke
auf Belch einbauen wollte, jedoch ivurd.
drr Schlag durch einen der Umstehenden
abgehalten, welches sich Belch zu Nutzen
nachte und Kitcben ein paar Faustschläge
ins Gesicht versetzte Die Kämpfenden
mußten von Umstehenden zur Ruhe ge
bracht werden.
Senator Stiotber stellte letzt
ten
Montag nachdem sich der Senat
zur
außerordentlichen Versammlung oraani
sirr Karte den Antrag, daß während der
spccial Session den Mitgliedern ,.eder
diäten noch Mcilengelder zu bewilligen
seien. Der Antrag wurde im Senat an-,
genommen und auch im Hause passirte
derselbe nach heftiger Debatte.
In der Samstag Nacht fand im
Hause eine so stürmische Scene statt, wie
sie seit den Zeiten des Krieges nicht mehr
vorgekommen ist. Die Hauptactcurc
waren die Herren Frank I. Bowmann
und der Sprecher Boone. ES handelte
sich um die Aussage deö Herrn Bowman
daß er (Bowman) Beweise in Händen
habe, daß ein Mitglied der Legislatur
bestochen worden sei, um gegen eine ge'
wisse Bill zu arbeiten. Die Debatten
waren von der heftigsten Art und die
Ausdrück, die nicht immer gewählttsten.
DaS Haus blieb die ganze Nacht in Sitz
ung
LS.Man braucht nicht mehr die g-oßen,
widerlichen kneipend und drastisch wi'ken
den, ekelhaften Pillen einzunehmen, die
aus rohen und dickcn Bestan'ildeiten zu
sammengeictzt und in billige Holz-oder
Pappdcckd-Schachteln gepackt sind, wenn
man durch eine sorgfältige Anwendung
der Ehemie alle die abführenden und an
deren mediciniscken Kiä'te aus den wertli
vollsten Wurzeln und Kräutern ziehen
und sie in ein ganz kleines Körnchen,
fiiiim größ'-r als ein Senfkorn, conccut
riren kann, welches Personen, deren
Magen am empfindlichsten und deren
Geschmack am ekelsten, schnell verschlucken
können. Jed- von Dr. Piere's ange
nehmen Avfuhr Küge.'ckien (Plensant
Purgativo Pellets) enthält in coitcen
trirkesier Form so viel Absührungskraft
wie irgend eine der in Apotheken zu
Kabenden großen Pillen. AuS der im
Verhältniß zu ihrer Grös-e wunderbaren
AbfüIirungSkraft, könnten Leute, die sie
noch nicht versucht haben, leicht schlißen.
d'.ß ihre Wirkung rauh und drastisch sei;
aber das ist durchan nicht der Fall, fern
dern die verschiedenen medizinischen
Elemente, aus denen sie zusammengesetzt
ttiid. sind do egei? einander abgewogen,
daß sie ein höchst eindringliches und gründ
lich aber mild und gelind wirkendes Ab
sührmittel bilden. Man kann sie in
deutschen Umschlagen mit deutschen Ge-brauchsa.iweisunZer-
kekommen.
Ein 'eichtigeS SauitätSmaxim.
Ordnung ist drS HimmkkS erstkö Zksrp. Dirses
große Marim :rifft brsonderS tci der Erfüll nnq
IrdknSwlchti'gcr nnkiionen zu. Krankheit tritt
bei Unrkiklinißi'gkkl't drS KörperS unanSweichll'cb
ein, so qkwiß wie Manael an Ordnuna uud
Pünktlichkeit in drn Angrlrqenl'kltk'i deS Gebens
Unalück im Gkfolge bat. ?;&:r wäbrend rS nab-zn
u:?möqlich iit. kingkwurzrltk geistige Gewohnbcitk
der Unordnung zu überwinden, kann man den ge
wohnte i Unrrgrlmä igkkitrn drS KörrerS iriebr
adbklfrn. TiSlipl'iikre die ungeregelten Organe
durch weises und frühzeitiges Medizini,en. und
die Gesundheit wird auf einer dauernden Grund
la ze bergrstriit werden. Oowotil rt viele Mittel
gilt, die fi.r diesen Zweck ve, ordnet werde,, so ist
dock keines darunter, welches üch an direkte und
schleuniger Wirkung mit HostottcrS Maqen
bitteren, messen könnte. Für ,'ereS die Ge
därme, Leber und Magen rerül'rende Leiden und
für iie zahlreiche,, symvathe'ischen Ner?enleiden,
welche ane) töru 'gen der NabrunaSoraane ent.
stehen, ist daSBittere ein höchst zuverlasskaeS Ei
geninittel. eine wunderbare Wirksamkeit wird
der Thatsache zuaeschriebe, daß eS zunächst die
Ursache solcher Leiden, die Unre -elmä'iakeit be.
seitigt und tan durch seine stärkende Wirkung
den dürck rankbeit b?r?orgebrachten Verlust an
Körpersubstanz reparirt. Berstopfkbeit. Gallkakeit.
VerdaiiungSleiden. Sodbrennen, chlaflong keit.
Wechselfieber, RbenmatiSmu und Nersenzittern
weichen stets tr Wirkung dieser sichern und mäch,
tiaen Medicin. Negelmäßiger Stublaang, guter
Appetit, gesunder 5ck!af mid leichte Verdauung
geboren zu den Segnungen, welche sein Gebrauch
verleibt ES kräftigt, lindert die Bkdriicktbeit drS
Geitte?. und indem es den vollkommenen Stoff
wechsel befördert, trägt e? wesentlich dazu bei, die
Winkel und eingefallenen Stellen eines abgema
gerten, eing schrnmvfken Körpers mit festem ge.
funden Fleische zu füllen. iv
Herabgesetzte Fahrpreise
Die Verwaltung der M i s s o u r
P a c i f i c E i f e n b a h n. zu jederZeit
für die Interessen ibrcr (öiincr bedaedt.
iat innerhalb der letzten paar Monate
die Fahrpreise zwischen !en Hanpt oder
Endpunkten von 1 0 20 Prozent herab
gesetzt, und hat den Verkauf von Tickets
zwischen Wegstationen so eingerichtet. daß
da? Publikum mit fast so wenig AnSla
"en reisen kann, als wenn eS zn Hanse
bleibt. Um die Vortheile der um f"'nf
zehn Prozent herabgesetzten Fahrpreise zn
aenietzen, braucht man sich, wenn min
nur kur:e Strecken zn reuen gedenkt (100
Meile-? oder weniger) ni'r an irarnd einen
Ticket Agenten der Missour'i Paci
sie Eisenbahn zu wenden und ein
Villet für hin und her (Kernnd Trip
Ticket) :u verlang',,, welches den Passa
aier in den Stand setzt die Reise zu ver
naitiüßmanig aeringen Kosten zu machen.
Die Agenten an den größeren Station
sind mit Durch- oder Eoupon-TicketS nuch
all-n Hauptstädten des Landes versehen,
nd ,'nstruirt dieselben zu den niedriasten
Raten zn verkaufen.
irgendwelche Auskunft in Bezug auf
Preise und Neise Routen wird bereit
willigst ertheilt von E. A Ford. Gen.
Passagier Agent. St Louiö. Mo.
Einfache, klare Thatsachen
Eine Abhandlung über die Ursachen,
die Geschickte, die ieilun,, ,,d tii
hütung der Hämorrlwiden. Veröffent
licht van V. Xenstaedter & Co., 46 AVal
kor Street New York. Nach ffmptang
einer Vost Marke mied hiririh ;
allen Theilen der Vereinigten Staaten
ucnuncr.
Geschästs-Veränderung
Meinen .irtbrtrn Oiikk. .. -i.(.
. ? i uiiv ki in vtllllm
im Allgemeinen zeige ich hiermit ergebenst an. daß
,ch mein. ganzen Vorrath von Schulbüchern
und chulutennlken beute dem Herrn Dr. August
?iasse ausverkauft babe nd bitte das mir bisher
geschenkte Zutrauen ans meinen Nachf,kaer ,u
ubertlagen. . j
Ächtungssoll
Wm. Wedepokl,
Hermann Mo., 15. Februar 1875.
Gerichtliche Alueiaen
l'l&niiüisfn-vf irti.s
' '1H nw
Hiermit sei eS bekannt gemacht, daß mir fcmj
,krai.ns.Pap.ere c t. u. die Nachlassen?,
sen oltknsmezer betreffend utir UnS. V
1875 ton der Eut, ,Ucurt ten öaCcS
Count, tewilligt wu.de.
9Tf! Wmii. w. . i
cn 1, 'Vui". .lys 0? errungen gegen blhn,
Nachlasseuichzn e müsse dielben sr e L
Jahre von, Datun besagter Papiere mt Auerk
nunt mir vw.?i. ..'... C.Z..-L ...1
;;;fr; ; zi"zul k "mfa
' "-i'v vcii.cn oroeruog? y l
zwei Jadren mch, einzcretcht sind, tsni l
acim duSaciAli-iien. 1 '
V V i T ' II '
rtrieder ck? NoltenSmever
Nachlaß.Lerroa'terin, o.t.,.
Anordnung zur Veröffentlichung
Staat Missouri, GaSronade Tount, ej.
Nudolxh Hirzel. Administrator deS Nachlasses i
tmrHnrymn: t.i.l. " W C
' IV1 III II O' WIÖ.
Anordnung zur Bekanntmachung.
Nudolpb Skrzel der Verwalter des ?kaZ,!ass..
hrdL , i Ttrir tir.ti i"ih..rr.;,-h. k r. . 11
" I t J vr'.i. Mviiiiikyn in Wl?ai( fl
Gesuch, worin er um die Erlaubniß bitt, s
von dem Nachlaß deS Bcrstrbenen verkanfeg J
tiiirfptt aL4 htttf.ii'fifft.K fein .. w . - ?r .. l
'!"' ' '""' lim iviii, uiii Kit sECyUlCti!
die noch auf demselben lasten und wegen unatai
gendeii Einnahmen nicht gedeckt erden tonntt
bezaklen ;n können, dem Gesuch beigelegt twyJ
ric jiriviiiinarii unc ?iuoivei,e. wie es ras (StriA
r..w ai.xi . ? . ... "ii
ri,üiiuu. jiatvcrrn cir,fioeii aeprust artj
wurde angeordnet, daß Alle in beiagkxm NachlsZ
interessirien davon in Kenntniß gesrvt werden, dz
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wiiuiy riH(jrmwH uno rag wenn Mg
vor dem ersten Tage des nächsten Teimkns diese,
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.vtruBirtf, ern it. a-tai naaigewieien wikß
warum ries nicot geclet,ea iclUe, d,'S Gesuch gk
staktet und der Befehl für den BerkaufdeS besagie,'
Eigenthums gegeben erde. Es wird auch fern,,
angeordnet, daß diese Notiz in einer Zeitung i:
diesem taite, wen gstenS vier Wochen vor drr
nacvtten ermu, d,e,e.' i r chkeS publ zirt wett,.
Wm. v,. oc,iig Clerk
hiermit ri e& hrf.irtnt Aßm.yt KA OT
---- , - - - , . ... jtiitHif p VftkUlltJI
strationS.Papere betreffend den Nachlaß t
iriilliim iVflim! m iCl .v. r
i.yiii vvm witii ki l2MVtPIIUVC U
liciirt am 9. Mär. btr illk.1t tnurn ffn
Forderungen an beugten Nachlaß zu mache In,
muß ' ieielben innerbald eines abres der
terzeichnctin volege.
Sosephine M. Nebmert.
Nachlaßverwalters,
Hiermit sei eS bekannt armacht, daß Testamem
Äolljlrectcr Pap,er dctreffend den Nachlaß ,1
.rnr? o.nann vom uierr der 'aseonade ,
Court am v März bewilligt wurden. tt
ordrrunaen an beiaaten Nachl,,L ,u met,,n ,
muß dieselben innerhalb eineA Jal)r der Unte.!
zctcynkkm vorlegen.
Dirdrlch Homann
Nachlaßverwalter
Hiermit sei eö bekannt gemacht, deßlestament
Vollstrecker.Paviere betreffend den Nachlaß ,
Zohi, Henry Meyer, vom Elerk dee Äa.-t,n.k
Co. Court am 8 März bewilligt w.irden. SJkr
Forderungen an beagten Nach! zu machen im
muß dieselben innerhalb emeS Jahres de.i Mm
terzkichneten vorlegen.
A". Si. 35. Meyer &3obn S Mever.
Nachlaßverwsitt'.
Ein Geseh
ur Amendirui'g der Sektion 37 eine?
Ges.'l'eS gebilligt am 26. März'I87i.
betitel .Ei Gesei) zur Neorganisirun
und llnierhaltuna der ossentlichen Schu
lcn, uud zur Rcvidiruna und Amendi
rung der darauf bezüglichen Gesetze un
zur Wldcrrukung verichiedcner vieled
und Theilen von Gesehen gebilligt d.
VJ. Marz ib70."
Sei es verordnet von ver Gesehgebu.igl
von 'jjiieuti, wie solgr :
Sektion l. Daß Sektion 37 It o?enien!in
ten Giirkes dahin amendirt werde, daß sie latiik
wie f?Igt: Skkn'oi, .'i7. ES wird hiermit ka
Amt eines Coiinty.Zommiü'irS ?er öffentliche!,
schulen geschaffen. Es soll i je.,,,, EountD kti
üiiut-tf (in vipuiuy ui-öciiinTiuur ien. vr,
cber zu wählki, ist durch tie qualisizilt.n Elimm
grb'r deS CountyS bei der jäbrlicben 5chnla!
am erste DirnStag im April l&7 und alle t
raunolgenden zwi Jabre, nd in allen speria
Schuldistrikten, in Städten. TownS und Dörfer
organisirt unter special oder allaemeinen Schul
absetzen, in welchen die jäbrlik e ch ,ladlt
nicht an beiagt.m ersten lenstaq ,m April jrtm
Wahres abgebalten werden, soll eö hiermit
Pflicht des Swulrat!es gemacht werden am
Maaten erte TienSlag im April 175 und jelk
rarauffoli-enren zwei Jahre eine s, lche Zj?adl an
zuordnen. Notiz hiervon soll weniglenS zehi.
.age vor der !tt.ahl gegeden werden, entmelt,
mittelst aeichriebener oder aedruckter Anicklaaikt
tel, welche an we-'igstenS s'chs der nequenteit.
öffentliche,, Plage im L'strikt aniuschlaa-n ßn
oder cur,k eine in allen regelmäßig im Distrik:
erscheinenden -Zeitunaen während der betreffende
Zeit veröffentliche Bekanntmachung. Alle Berichte
über die in diesem Vesepe abgehaltene Wähle
sind an den Clerk der Count? Conrt eines jek
ijounty za übersenden, dessen Pflicht eS sein soll
die avgegebeiien stimmen zusa -menzuzablen unl
deritnigen Perion, welche die meljten kimmt
erhalten hat ein Wabl.Certincat auSuistellen
für er fünfziq Cents erhalten soll zu bezahlen von
dem Empfänger des Certifieates. Bestritten,
Wahlen unter dieser ektion sind durch die ckountx
Court zu entscheiden. Vesagter Counly.Tommis
sär der öffentlichen Schulen soll sein Amt zwei
Jahre bekleiden uid bis iein Nachfolger gewählt
und aualisizirt ist. Er soll die Kenntnisse sine
guten rehrerö der öffentlichen Schulen beiigen, ei
stimmberechtigter Bürger sein und einen gute
moralischen Charakter aufluweisen hak,.
Sektion 2. Dieses Gesefr soll vom Tage seiner
eneymlaung an in rast treten.
Gebilligt am 1. Mär, 1H7S.
Bcknttntmachuttg !!
Net' wird hiermit gegeben, daß in Gemäßbtil
mit einem YZeseße, betitelt ein Geieg zur Amendi
rung der Sektion 37 eines Beseses gebilligt dei
2H. Mär, 1874" am ersten Tienstaq ,m April i
Schuldistrikt No. i, Township 4, Range 5 eie
Wahl für Erwahlung eines Count? chul.il,
missärS abgehalten werden wird.
Im Auftrage des SchulratbeS
Nud olph Hirzel, Lekr.
X. v. Die W"hlrichter werden am besagte
Tage die Stimmen im Markthau zu Hcrman
,n umpsanz nehmen.
Der neue Schulrermin unserer Stadnchule vk
ginnt m April. Alle Diejenigen, welche Ki'
der zur schule sch'cken wollen, müssen dieses
spätestens am S. April schicken. Anmeldunge
von Auswärtigen werden vom 'b. Marz bis ja
5. April angenommen. Alle die nicht an tW
vor dem o. April kommen, sind ausgeschloilk.
Gemäß Verordnung der T)krektorrn.
R n d. Hirzel, Sckr.
Hiermit sei eS bekannt gemacht, M
Administrationö Papiere betreffend de
Nachlast von Wm. Wissmann, vom Clerk
der GaSconade Co. Court am 19. Febr.
bewilligt wurden. Wer Jorderunzen
besagten Nachlaß zu machen hat, muk
dieselben innerhalb eineö Jähret der Ua
terzichnetin vorlegen.
Hanna W i s s m a n n,
??achlahv:rmalterin.

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