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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, June 17, 1875, Image 1

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Frau Gras & Cymp., Herausgeber.
Preis : 82.00 per Jahr.
Office : Ecke der Vierten & Schiller Straße.
Jahrgang I
Hermann, Mo., Donnerstag, den 17. Juni 1873.
Nttlnmer 30
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Nudolpl) tzirzcl,
Advokat & össcntl. Notar,
HERMANN, MO.
'Vraklizirt in Maöconade und anarrnzkndkn
$twiti und besorgt alle ihm anvertrauten Gk
sch,:fte gut und pünktlich.
Xj O. ISTIIEIDIEIR,
NcchtSanwalt,
HERMANN, MISSOURI.
Pcaktizirt in allen Gerichtshöfen in Garon
ttt und angrenzenden Countieö. 1
Vill II. HINTER
Bcr. Staaten Älicher,
U. S. GAUGER, des
Zweiten Distrikts vonMissvnri.
Office in Hcrman.i, Mo.
.tzerittannBrauerei
von
(JEOKCE BAUJIEISTER.
Hopfen und Malz,
Wett erhalt',?.
Tviir die dursi'ac Menschb.it
Unc die stell'czaklkndcn 5 taatcn."
Meinen freunden und Kunden zur Nachricht
rai cburc 'iclto von mir strena befolgt werden
ird. und kann id' deshalb Abnehmern ein gesun
tcf. mtti i'ier garantiren.
j; B a u m e i st e r.
Wein u. Bicr Saloon
von
Jolixi Ffautsch.,
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wr -j v. i- A.--K.
&
(ct. Louiscr La crbicr, Weine, Liguörc
Cigarren :c. stets an Hand.
81-. CIIAllLKS HALL
Wiuc &BcerSaloon!
ff. Schmidktt, Eigrttthümer.
St. Louistr Lagerbier,
Weinc, Liqnörc, (?flarrcn :c.
..- (.s On.itit.it teti an .Hand. Gins
Äiite Bedirnuna wird besondere Aufmcrksar'kci,
. , . 111 II .'.- r ,
ecdk"rt. cren '.vcorarn um j
guter 5!unch ansgctijcht.
LWO'K
t t u c v c i l
nnd
Bicr-Sloon.
Ein gutes (Vlaö Vier!
allgemeine Heiterkeit,
echten Schweizer- und Limburger Käse
Gesundheits - Bier
nnd
russischen Caviar,
nebst
BARRKEKPEII S LIJXCH,
pclö zu haocn bei
Cn KROPP
ST. LOUIS HOTEL.
Wein-und Bier Saloon
Front zw. Schiller u. Gutienberg Straße
Die besten Getränke und die feinsten Cigarren
Iö an Hand.
Ernst Lessel.
LEIMER HOTEL
Wein- und Bicr -Saloon.
JOHN FISCHER, Eigenthümer.
p.Ubng'S bestes St. Louiser Bier, Wein und
Hand" mit Darren erster Qualität stetö an
Tonfecte, Nüsse und sonstige Erfrischun
gen stets an Hand.
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m
Im Wald.
l?ek' S im Wald so aani allein.
Beim wunderhellen Frühlingsschein.
i'aiin iviro es mir 10 woyl uno g ring,
Alsob ich in die Kirche ging'.
Die Glockenblumen läuten ein.
Das klingt just wie: Herein, herein !"
Und sitzt eine Wachtel auf dem Dom,
Die singt just wie: O komm, o komm !"
Und wie ich stieg' die Trepp' hinauf,
Da sperrt die Schliisselblum' mir auf,
Ich geh hinein, ich schau mid) um
O wundersames Hciligthum !
Altare prangen rechts und links,
Ein Dampf von Weihrauch steiget ringS
Bon allen Blüthen und Blumen auf,
Und Köttigökcrz.'n brennen drauf.
DaS Amt fänat an, cleichwie der Brauch.
?. itoUt X.-ifi sSf,,f, nnV k..f..
W vuv 9Jl.lJ UllV Ifklli uuu,
Und wie der Ministrant dann klingt,
7i O.erfo? hna Ti- 7).iim irtisif.
' I
Ich klopf' an's Her, und beuq' das Knie,
Mir ivird iu Mutli. ick, rrei nickt wie.
i t ItitrS -li st1?iiisi trfl h-.Mi ti t rl t Int I
Mir wird un's Her; so weich und weit,
Bei dieser WaldeS-Herrlichkeit !
Eppcndorf und Kaiser Josepl,
Gotthclf Eppcndorf war ein ausgcdien
ter alter Solda:, der in vielen Schlachten
mitaefochten hatte, und der. als die Last
der Jahre auf ihm lastete, in großer
Noth war. Seine Frau war .gestorben
und hatte ihm sechs unerzogene Kinder
lintcrli'.ftcn, die er ernähren mußte, und
er arbeitete hart und oft bis in die Nacht
hinein, um oie wenigen A ecker zu bebauen.
von denen er iclnenllnterlialt zog. Seine
dürftige Hütte lag nur eine Stunde von
Wien entfernt und einst war er so kühn,
an den Kaiser eine Bittschrift zu richtn,
und dessen Beistand zu ergehen; aber er
wagte kaum zu hoffen, diiß sie beachtet
werden würd?. Die Zeit verging und
Gotthelf hatte bei seinen Arbeiten und
Sorgen beinabc vergessen, daß er es je
aewaat hatte, eine Bittschrift an den
Kaiser zu richten.
Eines Tage? kam ein Neitcr in Ja
gerstracht vor Epp.'ndors's Wohrnnu,
stieg von seinem Pferde ab, befestigte den
Zügel desselben an einem Gitter und trat
dann ')nc Ceremonie ein. Der alte
Soldat hieß ihn willkommen und bot ihm
, - a. A. ...
etira? ;u trinken an.
Wie ist d.iö?" fragte der Fremde,
nachdem er sich umgesehen hatte. Ich
hörte, Sie hätten sechs Kinder; ich sehe
deren hier acht. Schämten Se sich, die
wahre Zahl derselben zu gestehen ?"
Rein, das ist nicht der Fall." ant
wortcte Gotthelf. Diese sechs sind die
Kinder, die mir meine verstorbene Frau
binterlasscn hat. Dieses, daö siebente
Kind, ist das 5lind einer armen Wittwe.
die kürzlich in croßer Noth starb. Ich
konnte das arme Kind nicht so verlassen
übest und nahm es zu mir. Dieses, daö
achte, hat mir ein alter Kamerad hinter
lassen, den ich in meiner Hütte aufgenom
men uud bis zu seinem T?de ernährt
j . - .
hatte.
Ich gab mir Muhe, für die arme
Weise ein Unterkommen bei wohlhabcn
den Leuten zu finden, was mir aber nicht
gelang. Ich h tbe daher das arme Kind
auch bei mir behalten und sorge für das
selbe, so aut ick kann."
w
Sie müssen es sehr schwer finhen,"
,'aatc der fremde. ..so aezwunaen zu sein.
iJ I wir U J " "
für Kinder, die Ihnen nicht gehören, zn
sorgen .
Äicht
für mich selbst, mein guter
Herr," erwiderte der alte Soldat, aber
wobl für die armen Kinder, für deren
Bedürfnisse ich in meiner Lage nicht ge
hörig sorgen kann. Sie bcdaure ich zu
weilen, nicht mich. Ich habe jeden Tag
nur ein paar Stunden zu arbeiten, und
das Bewußtsein, , nach meinen geringen
Kräften Gutes zn thun, ist für mich eine
hinreichende Belohnung, und dann das
Lächeln und die Dankbarkeit der Kleinen
O, ich habe meinen Lohn !"
Eppcndorf, kennst Du mich nicht ?"
Der alte Soldat blickte erschrocken in
die Höhe und' ein Licht drängte sich ihm
,,k ff. 8 war Kaiser Josevk II. Er
."intp kick iekt des Gesichtes, trob der'
Jägertracht des Fremden, obschon Jahre
vergangen waren, seitdem er es zum j die atzenden miim veroinocrr wiro.
letzten Male gesehen hatte, und er würde Bei der Bleiche mit Chlorkalk muß die
sich dem Kaiser zu Füßen geworfen ha-' Wäsche oft gereinigt und dann durch
bcn wenn derselbe ihn nicht zurückge.j wiederholtcs Spülen in klarem Wasser
halt'en hätte. ,' von allen Seifentheilen befreit werden.
Von jetzt an," sagte Joseph, sollen . dann erst lege man sie in Chlorkalklos.
nicht bloß diese zwei, sondern auch deine 'ung, beachte aber genau, daß auf 600
sechs Kinder meine Pflegekinder sein.
Von morgen an soll mein Schatzmeister
Ä)ir für jedes dieser acht Kinder jährlich
hundert Gulden und Dir für Deine Per
son 200 Fl. auszahlen. Fahre fort,
d:r Vormund dieser Kinder zu sein, Zieren
Vater ich sein werde."
Der Veteran und die Kinder warfen
sich dem edlen Kaiser zu Füßen und be
netzten dieselben mit Frcudenthränen
und der Monarch selbst weinte.
Ich danke Gott für die Gunst, die er
mir heute hat zu Theil werden lassen."
sagte der Kaiser Er hat mich einen
tugendhaften Mann in der Dunkelheit
entdecken lassen, und solche Leutt sind in
meinem Reich ein Juwel."
Gemeinnütziges.
r7 .T II I. II 'l. ..l un.j.
i'isniiPiTc iiiuerut'iuer unu luuucnc
Decken lassen sich nicht immer durch das
UiMiJuClI um vscije uuuiiuiiui, ihiii-
, t t :i -: r - Z . t. ff t X . V a y.int.
aen, daß sie allen Fett und Schweißgeruch
verlieren, waö von der Milch -und Eilig
säure herrührt, die im Schweiße vor
kommt, welche die Seifen-Lösung zersetzen
und das Fett auf der Wolle niederschla-
... . - l. .. .."J...A
gen. ttevergielZl man oie zu nrninjuiuen
Stücke mit einer mäßig coneentrirten
L,armen Sodalösunq und wäscht in wei-
Aem Wasser an?, in welches man ein
mni Ammoniak getropft hat, so wird
kein Nebengeruch in den so gereinigten
Strcken zu bemerken sein. Ein gutes
Ausspülen in warmen weichem Wasser ist
unerläßlich.
B e s e n k o r n a l s V i e h f tl t t e r
Tic n dcS Bt'inkrrn8. wovon man
beim einigermaßen großen Anbau dieser
trefflichen Nutzpflanze eine überreichliche
Menge zu ernten pflegt, sind sehr vor
theilhaft als Vichfattcr zu verwerthen.
Die beste Verwendung ist wohl un
streitig, sie als Hühncrfutter zu benutzen.
Sodcmn fressen aber auch die Schaase
daö Besenkorn sehr gern und werden
aiiiit ebenso rasch geniäftet wie mit
Welschkorn. Dem Rindvieh füttert man
es gern mit MaiS, ötoggen. tfafer oder
Mtrtie zusammen acsckrotct. und mit
Weizcnkltic vermischt eignet cö sich vor
. . . ' 1 ' r
trefflich als Futter sar Milchkühe
Manche Farmer geben es auch ihren
Pferden, fo besonders die Shakcr in New
Zolk und Ohio, fast ausschließlich zu jener
Zeit, wo dort das Besenkorn in Ueber-
flus; und sehr billig ist.
Viele B l u m e n . F r e u n d e,
welche Pflanzen in Töpfen, Kübeln oder
dcral. kultivircn, zerbrechen sich oft die
Köpfe, warum ihre Pflanzen nicht geol
hen Eine Hauptursache ist, dato sie die
Gefäße, in denen sich die Blumen besin
drn. zuviel der Sonne uussetzen. In der
Natur sehen wir niemals, daß die Wur-
lcln, d. h
die Theile, welche ihre Nahr
rta hcm Hoheit zieben. der Sonne
11 ttvj v v-- U - v f
preisgegeben sind und Zlmmcrgartncr
sollten daraus die Lehre ziehen, das Ve
worin die Pflanzen sind, vor der
Wärme geschützt zu halten. Eine andere
Ursache des Mißerfolges ist die, daß die
Ni.'it-i-sin Nirklicbkcit die Luuacn der
k - - - - -
Pflanzen) sich mit Schmutz überziehen und
,,..,ie mcnvu. Die Vflanzen
IllUji )Vvm,,U - - , I "
kränkeln weil die Blätlcr keine Luft ein
saugen können, und sterben endlich ab.
Ein gelegentliches Abwäschen der Blätter
mittelst einer kleinen Bürste und klaren
Wassers wird dem Uebel abhelfen.
Vergilbte und
Wäsche
fleckige
sucht man häusig mit einer Chlorkalklös
ung zu bleichen, da das gedrängte groß-
städtische Leben eö nicht gestattet, diesen
Prozeß durch die Einwirkungen der Luft
und der Sonne vollziehen zu lassen. Ist
also der Zustand der Wäsche ein dcrarti'
ger, daß eine Bleiche erfolgen muß. und
kann diese nur auf künstlichem Wege ge
sckchen. dann ist es Sache der Hausfrau,
genau diesen Prozeß zu überwachen, da
allein durch ein sehr sorgfältiges Ver
'fahren die Schädigung der Gewebe durch
Gewichtstheile Wasser höchstens ein Theil!
Chlorkalk kommt, also auf 5 Liter Was
ser etwa 80 Gramm Aetzstoff. 3n diesrr
Lösung kann man die Wäsche ungescha
digt vierundzwanzig Stunden belassen,
worauf sie wiederholt gewässert oder auch
einige Stunden in ein Wasserbad, wel
chem man eine geringe Quantität unter
schwefligsaures Natron beimischt, um der
Wäsche den Chlorkalkgeruch zu nehmen,
legt. Wenn dies geschehen, erfolge das
Trocknen der Wäsche hieraus 'so rasch als
möglich.
Innere Anwendung von
Karbolsäure. Die Carbol, äure ist
ein Arzneimittel, daö zu den neueren
zählt, aber immer häusiger Anwendung
sinat. Die Leipziger Allgemeine Hom
' öopatische Zeitung theilt zwei Fälle mit
(der eine bei Cincer apartiis, der andeie
bei faulen W.uiden) in denen die Carbol
säure innerlich genommen sehr gute Ne
sultate erzielte. Während Des letzten
französisch deutschen Krieges war von
einem Lazaretharzt CarbolsäuereLösung
zum äußerlichen Gebrauch verschrieben
worden, wurde indessen aus Mißver
ständn'ß vom Kranken innerlich genom
men. Es traten sehr heftige Leib' und
Magenschmerzen ein, so daß der Arzt
fürchtete, der Toa würde erfolgen. Je
doch die Scl merzen vergingen, nach drei
Tagen waren die Wunden rein, alles
Faule war abgestoßen, und in kurzer
Zeit Alles verheilt. B der Beyand
lung von Can cer apartus wurde erst
Carbolsäure äußerlich uhst? Erfolg an
gewendet, während nach dem Einnehmen
erst Abstoßung des Geschwüres und dann
schnelle Heilung eintrat. Zu wiederhol
- " . v rT , .,
teil Malen wurden in der t holcro epia-
ans geringe Mengen Carbolsäure (2mal
,. ,r x. ,t - ni,si,r,
nliJ o,,,? fi.ithi'ii Trnlifcn aI3 'Jirütcr
tialick einen kalben Tropfen als Prüfer
vativmittel einzunehmen warm empsoy
len. Wenn oben gesagt wurde, daß
Carbolsäure ein neueres Arzneimittel ist,
so ist dies nur halb'richtig, da die Wirk-
ung deö Kreo,otö dieselben wie oie oer
Carbolfanre ,ln0; natt) oer a,em:,cyen
(Konstitution könnte man auch das Kreosot
als eine unreine Carbolsäure bezeichnen.
K a f f e e ein Mittel gegen
Sckwäcke bei Pferden. Die neu.
lich aufgetretene Pfcrdckrankhcit
veranlaßt uns zum Avvrucr oes folgen
den. Der Naturforscher Martlum, ein
Scbüler Linne's. der ist Kaadei, (Böh
men) lebt schreibt : Auf einer vor kurzem
X tAor rtum.'irhf'f ilsfife fand i kb
IIUUJ wf- W ... " . . . " I - I -
. . . . .
bei einem yosveNtzer ein ausgezclazner
schönes Pferd, für welches ihm schon ge
gen 300 Thaler geboten wurden. Der
selbe kaufte solches vor zwei Jahren für
20 Thaler. Es war schwach, ganz berun
tergekommen, Verdauung und Secrction
waren schlecht. Wer das Pferd sah, sagte
ein baldiges Eingehen desselben voraus
Durch eine Infusion gerösteter Kaffceboh
ncn, auch von Kaffee in Pulverform und
als Latwerge mit Honig wurde das Pferd
in fünf Monaten wieder vollkommen
beracsiellt. Eö verbesserte sich die Ver
dauurig nnd Sccrcticn, die Gchirnthätig
keit wurde rege allellcbclstande verschwan
den und daö Pferd bekam die Kraft,
Gesundbcit und Schönheit, in der es sich
jetzt präscntirt. Der besagte Hofbesitzer
x. l t .f. . a - . C.".u tif.l
fand nicht LobeS geni g für dieses Heil
verfahren bei berabaekommenen Pferden,
Sinken ibrer Kraft. Appetitlosigkeit,
Abmagerung, struppigen Haaren :e
Daß der Kaffee unter die wirkiamsten
Tonika in der Heilkunde gehöre, war mir
nicht unbekannt ;ber daß man mit Kassee
solche Wundcrkuren verrichten könne,
wußte ich nicht. Taß der Kaffee bei
kräftigen Thieren, besonders bei Kühen,
das beste Ercitans ist, habe ich öfters
erfahren ; sogar rüht man ihm nach.
daß er ö'terS das Verwerfen bei Kühen
verhüte. Weiter schreibt mir auch Herr
Carl Fischer, gleichfalls aus Kaaden, der
bekannte landwirthschaftliche Schriftsteller
Hiesige Fuhrleute, welche durch Erkält
ung oder an Kolik erkrankte Vfcrde hatten
und deßhalb wcgeu weiteren Fortkommens
in Verlegenheit kamen, stellten ihre
Pferde oft durch einen Einguß von etwas
starkgekochtech Kaffee wieder her und
machten sie dadurch brauchbar zur weiteren
Arbeit."
Wie ruft man einen Neger, der
in's Wasser fällt?
Schwarzer Rettich ! (rett' Dich !) .
Der Kaffee.
ES war einmal bei Frau von B.,
Zu einem feinen Klatsch'Kaffee
'ile nauro voice geiaoen.
Schon stellt sich die Gesellschaft ein,
Höchst elegant und modisch fein;
Doch wo bleibt Fräulein Tochter ?
Da wird gerathen, wo sie steckt,
Und mancher Witz wird ausgeheckt
Bei zierlichem Gelächter.
Da meint eia Dämchen denn zuletzt:
Ich denk', es liegt die Gute jetzt
Am End' in Morpheus Armen V
Mama ward bei dem Wort sogleich
Jetzt dunkelroth, jetzt kreidebleich
Und sprach vor Aerger zitternd:
Mir das ! in diesem Kreise hier !
Von meiner Tochter und vor mir
So etwas auszusprechen l
Und übrigens versich're ich Sie,
Ein Herr des Namens ist noch nie
Zn unser Hauö gekommen !"
Liebe Sgeschichtc.
1.
Wer wr's. die mir in's Auge blickte
Nnd alle Sinne mir verrückte ?
Ein Mädchen.
2
Wer war's, die schelmisch mich umarmte,
An deren Herz mein Herz erwärmte?
Mein M ä d ch e n.
3.
'er in's die mir zum Zeitvertreib
Rückt mit dem Besenstiel n Lieb?
M ein Weib.
flf. Win, l 9sWiim nistfliil THi I
Aber Mama ! Warum maeyu ni
mir noch immer Flechten? fragte ein!
l kkinp qi?d?n ikre Mutter. ..in der
. " . ' "
Zeitung steht za immer Keine Flechten
mehr!"" oder Vertreibung der Flechten!
.
Qn jüdischer Handelsknabe bot
wahrend des Jahrmarkts seine Waaren
it den Worten auö: So wohlfeil, so
wohlfeil, als ob ich sie selbst gestohlen
hlM !"
In einer Gesellschaft unterhielt man
sich über die Schönheiten verschiedener
Kirchhöfe. Ein Kirchhof mag noch so
schön sein," meinte ein Wittwer, für
mich bcsitit er nickts AnaenebmeS. als
das Grab meiner seligen Ulrike !"
Ein Berliner Bummler war anae
fit. einen anderen cincS Diebstabls
beschuldigt zu haben, und sagte zu seiner
? ,tk:!,,, Pff & ,!r nis, ,n?k,iss?,i
I 'JJ 1 1 114t IU III Ullll. V1 TV 4ifc IIIW I V I M
l . ' .
sagen, det mir Fritze mern Portomo
nct jestohlen Bat: ick habe nur icfaflt:
wenn er mir nich hätte suchen helfen denn
würde ick's wahrscheinlich wicderjefundcn
haben I"
Zeitgeist. Hausfrau: Auguste,
ich habe Dir doch gesagt, Du solltest den
Schinken, der für unsere Landpartkie
gekocht wurde, nicht anschneiden."
Köchin- Nun. was.hätte ich.denn stonsi
iV Il4i(b l lj VWiiK JVI.
,1 'vorsetzen sollen?
Sie eine feine Dame
meinem Geliebten
llcbriacns. wenn Sie
sein wollen, dann klopfen Sie hübsch an.
- bevor sie zu mir in die Küche kommen :
rn,.; ,;r Mili: Eomvaanic stand
tul deiner Mann neben einem großen im
. . rt ( v v;.o
erten Gliede. Der Anführer wollte kies
verbessern und den kleinen in's zweite
(giicd stellen
Das geht nicht !" sagte dieser
Warum nicht?"
Wir Beide haben eine Flasche Whis
kcy in Compagnie'
Ein Spitzbube wurde wegen eines
Aktiendiebstahls, den er bei einem Ban
quier ausgeführt, zu einem Jahr Zucht
Haus verurtheilt. Kopfschüttelnd mur
melte er bei der Publizirung des Urtheils
vor sich hin:
Wirklich nett! Erst habe ich 47 Pro
cent bei dem faulen Papier verloren und
nun muß ich noch ein Jahr brummen !
John Qttandt, jr.
Händler in
a u h 0 5 z,
Schindeln, Latten, Dielen, Thür und
Fensterrahmeu, :c. :c
Ecke der A- und Markt'Slrafe, Hermann, Mo
Bestellungen auf St. Louis werden stets
prompt und billig besorgt.
ittMeiukrN
mk
Uhrmachers Juwelier.
Schiller Straße, zwischen 2. nnd 3.
HERMANN, MO.
Eine aroLe AuSmabl von Taschen- uud Wand
uhren Schmucksachen, Brillen u. s. w. stets an
Hand. Neparaturen erden prompt und viuig
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Er kam, sah und kqnstc !
MM EE,E!IE,
Fabrikant von und Händler mit
SchuhcttSticfcltt,
Marktstraße,
HEKMANN, 3iO.
Hält stets an Hand die größte, beste und billig
ste Auswahl von Schuhwerk aller Art in Hermann
und Umgegend. Käufer sollten bei mir vorsprc
chen ehe sie anderswo kaufen. Reparaturen an
von mir gekauften Waaren werden uneutgeldlich
orgt. 2: 37,
Möbel! Särge ! L iimtrr
Casper Schuber5x
Fünfte Straße, zw. Markt und Mozart,
zeigt dem geehrten Publikum von Stadt und Land
hiermit ergebenst an, daß er stets 2K ö b el aller
Art vorrä'thig hat. Desgleichen S a r g t von
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Ttvl. Alles gut und billig.
Auch hade tch ittis gutes trcctfnis vcu 5-
anderes B au m a t e r i a l. das ich
, h,n niedrigsten St. Louis Preisen, auöfchlirß
'ich der Fracht, verkaufe. . .
Auch bin ich Agent tur die ist. r 0 u , s
S tone wäre C v m pan und verkaufe dorn
Fabrikate (Glanrteirdeue Vas.n Blumentöpfe
von Terre Cotta ie.), einschließlich der Fracht, zu
. i ' :c ' nn ix i7zj...t...i
l rouis rriirn v . -mui.
Marmor-Werkstättc
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I M V I ,sr nrrt 1 i Itil int
II iiji II 1 'VU II 1 1 .1 ,V I
IllJilliUHUlI UHU llllULiu .
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'y&tfl&
Ptttzmachcrittnen.
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H'.rmann and Umgegend hiermit ergrbenst be
kannt, daß sie soeben eine große uud schöne Aus-
wayi von
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Seiden, und Samtbänder.
Spitzen, Fcdcrn und Blumen,
welche sie zu den
billigsten Preisen verkaufen.
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Handschuhen, Taschentüchern, Stickereien,
Nähgarn, Nähgarn, Häkelgarn,
Kragen urd Manchcttcn. weiße
u. farbigeLitzen, Strümpfe
Schnallen, Flanell, sammt und
aniwnllkne Delaines . lederne
Gürtel, und Qlagc Handschuhe u. s. w.
Ebenfalls ;
Taschenbücher nnd Schmucksachen
Ohrringe, Brustnadeln, Perlen und aller-
Hand Sorten, Klciderknöpfe :c.
S- Besondere Aufmerksamkeit wird
er Verarbeitung von Haar zu Zöpfen,
?ocken, Chignons, Puffs, Rollen u. g!
Um zahlreichen Zuspruch bitten
?k T. B. (eiger
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