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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, April 12, 1876, Image 1

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5
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Fr Gras & Comp., HerSgeber.
Preis: .t2l)0 per Jahr
Office : Ecke der Vierte & Schiller Straße.
Jahrgang 2.
Hermann, Mo.,' Mittwoch, den 12. April 187.
Nnmmer 21
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Nudolph Hirzcl,
Deutscher Advokat
und
Öffentlicher Notar
' I (County Anwalt)
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t , '.Händler i :
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Sein Bier nd Liqnör Glasern
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. . ., o h l e n S I.
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' " " lTpskkaaren)
och . Töpfe . Pitcher , Blumentöpfe
Milch und Einmach'Töpfe ,e.
, Miaerkn Preisen denn jemals,
Meine 'Ingen lagen und zunehmend
Kundschaft machen tt mit möglich dem Pudkkum
.,Ie-ahl on Waaren fferiren ,u konn.n
di n Bezna auf Qualität und PreiS ibr.,
alkllliku in dlklkm Seunt oder anderSwo nicht
habe. '
Man komme, prüfe und übci zeuge stch
t
Der Heimathschein
Novelle on g. g r i e d r i ch.
, l : . i '':! Vh?
1 Boris .'
Der alte Barthold ließ sich aber nicht
lumpen". Aufgetragen war in der
großen unteren Stube, wa Küche und
Ktuernut liefern konnten, und wie sie
. . I
ch dort gan, gehörig gestärkt." ging der
JUg - oyne oie Mavcyen nalurlich ,n
einem Strich nach Wetzlau hinüber, denn
m .
der Traubenwirth war auch nicht ,u v
achten. . .. . i.
Da, galt aber, wie gesagt, nur al,
bai Borspiel dc. Ganzen, denn -ür
Wochen spater begann am T-ienftag die
. J . r i .. . . ..... I
wimiaie irmen. vi ei age- vauerie;
Freilog und Scnnabenb war, Autze.und
... ,.,. .u. uy., Vit ivuniui. .ii
Nachkirineß gehalten.
Am ersten Kirmehtage iste Sitte, daß
die Plabburschen ihre Mädchen mit Musik I
bholen. und Hau natürlich halte esich
etwa kosten lassen, um da seiner , wär'
big in' Werk zu setzen. Er selber, mit
dem üblichen Strauß im Knopfloch und
einem anderen kleineren mit einem wehen
den rothen Band daran am
an am Hut. röff.
Reigen, da Metzjau
lag und er also fein
nete am Morgen den
am weitesten entfernt
Mädchen zuerst herüberbringen mußte
Er ritt seinen Braunen, ein prächtige
muntere Pferd, und dahinter kam ein
mit Guirlanden und Büschen geschmückter
Leiterwagen, auf den die ganze Musik
gepackt war. Hinter dem Leiterwagen
aber fuhr der Großknecht den kleinen
steierischen Wagen leer hinüber, um darin
die Plal)jungfer, Hansen Braut, mit
hren Eltern abzuholen. Früh um sechs
Uhr brachen sie auf. Lieöchen war auch
gerüstet und prangte im grachtvollen
Schmuck der Plahjungfern, mit Blumen
am Mieder und im Haar und einem
earmoisiurothen Seidenband in den
dunklen Locken, genau dieselbe Aarbe,
wie e ihr Platzbursche, der Han, trug,
wa ihr gar so reizend stand.
Die Eltern wollten auch, und zwar
nur für heute, mitfahren, denn drei Tage,
o lange wie die Kirmeß dauerte, konnten
sie nicht gut von Hause sortvieiven. Wer
alte Eriau ,oa e, aber doch vor. mit
feiner Tochter den eigenen kleinen Wagen
zu benutzen und sich nicht- dem Räder
werk" de, Dreiberger Bauern anzuver
trauen er hatte jetzt Federn an seinen,
Wagen. ' . -
Dem zug, dem sich noch ein Dutzend
junger Burschen von Wetzlau anschlössen,
folgte auch Herr von Secklaub, aus einem
prachtvollen Rappen, seinem eigenen
Pferd. Er schien sich ebensall einmal
die Dreiberger .Kirmeß mit ansehen zu
wollen, und eingeladen war ja Jeder, der
kommen wollte. Die Gaste, d. h. der
Traubenwirlh mit seiner Familie, stiegen
natürlich bei BartholdS ab, wo auch schon
die anderen Platzburschen warteten, um
atharine abzuholen.
Wie lieb atharine heute auösah l Sie
war in die Bauerntracht ihre' Orte
gekleidet, uns unwmrurliai nog Pansen,
Blick von ihr zu ,eqen, um zum ersten
Mai Die Be,ocn mir einanoer zu vergiei
chen. Lieschen war städtisch gekleidet,
. rv .
wie ne immer ging, eure aoer war e
Hansen fast lieber gewesen, fie hattt avch
b,e Banerniracur gerragen. e oaiie,
meyr zu e,n ranzen gepapr. , bdci iu
r? . .f Q kl . jLl i k.1 AXl
ne u, oi i "iu)i iji i gcyv.r
uno nur ium . ,ergmv.nj
wäre, und s war ,,e,oa, niqr. Ck
hatte sie auch wirklich dariM.Mten wol-
len, e aber wieder vergesse
Wa kam e dem überhaupt auf., die
Tracht an ? Woraus da Kleid ur'gkwedt
war, da sie trug ? dacht er hgbki; .e sah
prachtig au, mir yineingewirtten Blu
men und Zierrathen, und die .Blumen
lun.iq emae,, , '"p,'
pu, -"?
,c na.urviaj, 9 nu? ui 9mF
.nSgen-Mo,rs.n und R.lke ftellt.n
sie vo,. weil sie. zu dem Band passend.
roth sein mußten., 'Wo hatte sie nur) fa
rasch die kstbnBlumen Wwfiir
--'- T;.,;.r r:, : V 'ii
ouj'i.ii in.. nfi.ni.itLM k.i tiiAin.i
jsiu(iii I uiivv iiiiiiii vuv ,uiMtBi
Mädchen im Dorfes uiib' DährenV de,' ,
ganzen Feste, und obgleich sie, mit Allen
auf da! Herzlichste und Unbefangenste
sprach, hatten die beiden andere.. Platz !
burschen doch einen ordentlichen Respekt,
vor ihr. was jedenfalls die städtische kost. '
.
bare leidung bewirkte, und doch war sie
iuch uu.eiüe, Banern Tochter.
Ziel beimi cher wurde e idnen oageger,
iei atharine zu Muthe, die) mit ihrem
kleidsamen ' kutten Stock, den bunten
Zwickelstkümpsen.Hkm gepugrcn wxtpni
r - . ;. o..!rt. l
inh ik,, .inkacbe ornblumenkranz
jm flör b ju f m uirictl Band paßte,
Hnnt wi. h!, .hiamt atatn die Mooi
;nf. nflftrt(i, k auch wieder in
IVI Vi V U - U 1
, wnndttbübkck und lieblich
I M" .""7 I , I
. ffy IM Uhr, wo e ,u,n Essen ging, kam er
cfnAl mtlfo'i Kzhe 'ciedAfcktsjinr och in einzige. Mal zum Tanzen,
Sie schien heute laM 'cht so
... . r,,,,., k bd in I
da -NttanüaVnFöberl
F grdentM
. !!...,... Sani
&b sein Hrbar steife Wesi? al Md't
bümt e. - '." "V l?-
II . il min I v.. - ,.T7 Ty i
. .. x v,. SibulnüisterZ.To'
ter abgeholt, ein einfache, doch äuch gar
lsebeS Mädchen, da eine weiße Strauß
in den ounH"en''$artUSnT3tbeti
und ein weiße Banden den ijockn tnifl,
' L .. w . " ' ' ä ft . .
und der gug ging nun zur iimennangr,
Vor der Kirche. Hier tanzten xrst die
drei Plabpaare" drri Tänjt sin ftreien,
ffT'"rr. i ,
welche. Recht ihutn allein zustand, dann
jpj fcie ßanje fröhlich? - Schaar in da
MrthShiU. ..
- " L.- J.
' 4. .
Auf dem festlich geschmückten Tanzbo
den gin e gar lustig zu, denn ein sol
che MusikcorpS wie heute war noch nicht
im Orte gewesen, so lanae Dreiberg
stand. Da schmetterte durch den Saal,
daß die Tanzluft sich, aller Gäste bemäch
tigte. Die ersten drei Reihen," . wie
man e dort nennt, gehörten aber wie
derum de Platzpaaren, die damit gewis-
sermaßenie Kirmeß eröffneten; aber al
die erst getanzt waren, hatte Zeder freien
Zutritt, d. h er mußte sich vorher bei
den Platzburschen um fünf Groschen ein
Band lösen, da er dann, wie eine Ein
trittdmarke. im Knopfloch trug. Da
berechtigte ihn zu freiem Tanz und freiem
Bier bi zum Abendbrod.
Nach den drei ersten Reihen" oder
Tänzen hatten die Platzjangfern, für die
ganze Kirmeßzeit, dS Recht, sich ihre
Tänzer selber auszusuchen, wenn sie eben
Extratouren tanzen wollten. Nur der
Platzbursche, der sich die Mald gewühlt.
konnte einspringen, wann ii wollte und
einen Tanz verlangen und da verstand
sich auch von selbst und war ganz in der
Ordnung.
Van ranz! aoer vor oex ano nur
die ersten Reihen mit Lieöchen, denn al
erster Platzburscke bekam er zu viel zu
thun, um en Hinzukommende, die sich
dem Tanz anschließen wollten, mit Ban
be,n zu versehen, und Lieöchen hatte sich
nach ihm Herrn von Sccklanb, der sich
auch ein Band geloht, auögcfucht, und
zwar für zwei Tanze . hintereinander.
Vann sorocrke pe sie ockden anderen
Platzburschen auf, und darauf wieder
Herrn von Secklaub.' Aber auch au der
Stadt waren ein paar Bekannte herau
gekommen, denen sie diese Gunst gewährte
uno ne ver,aumre reinen einzigen Tanz
vi zum Avcnvvroo-
1 A . je . h. -
aioarinr yieir na, meyr zirrucr, ob
gleich sie eS auch nicht gut. yermciden
ronnre, en uno senen aus.usordern. kenwerthe vor. und Jeder stimmte
Mitten anderen Platzburschen mußte, siel damit überein, daß eine so prachtvolle
yaruriicy auaz einma, ranzen, und Han,
tcuic ganz rouo unz ausgelaen war.
i rjii st X : t t..a. ... o . .
,u,.unu jioj inu , ,,,' teie. (
i rein ,v rraung enqr, ath
,m !" sagte er dabei zu seiner Tänzerin.
.die. Lul. glauben Dir' ja sonst gar
Wh i un "un, ,ou.
en wir heute nicht aue nsel sein ; ''ist
ja .irmril . ., ;; ;
ciz. ; T..n:"
-"V i ',"U, vn, innre
leise, ganz glücklich jetzt; hab' ich denn
wirklich so ernst ausgesehen
wmmtmi er an
' lng.u.,q,.. aber sieh
l .vruven. er.?mit
von Wetzlau-gekommen , st. die langten
Beine herumwirft. Er will un hier auf
dem Dorfe zeigxn,.wi. man tanzen, muß
wollen eimna. sehen, ob er au,
i-t--, - n ""'1 VQNOC kl
hntt toinnvA' rl i.MAr u ... I
V", iiiiiiu I I 0 ( Ortllt
Nacht hineingeht. ' Da wird er woh au
dem Rücken liegen und alle Biere strecken-
da weiß, der liebe Gott, die Stadtleute
haben gar kein Mark in den Knochen!"
Wie hübsch Lieöchen tanzt I sagte
Katharine.
?a, meinie Vam, aoer man steht,
"""I" 9 " T""'?
mu,,, v iuutmui.en geiauen nur
doch lange nicht so gut wie unsere Tracht;
Vu siey,l viel yuv,qer aus, athrm, mit,
s nj.. ii
meinen iuh cn.
aryarin? war oinlroll, geworven. doä.
der Tanz auch gerade au und Han wur
de iu ein neuen aändetBftt&eiluna ab
. '
aerusen. da er vor den, Abendbrod die,
Geschäft übernommen hatte und bi um
dann wurde er,ja ober auch von feinem
Amte abaelöit und konnte sich aan, seinen.
Beranüaen überlassen. -
jeder Bursche sein
Mädcben ,u Tiscbe. und die Blakvaa
V " ' f T r
sgßen obenan. Han, mit Lieschen in der
Mitte, und die anderen Beiden recht, und
l nrs. und wenn au eben nicht viel a
gessen ward, getrunken wurde desto mehr,
Der Tisch brach aber trohdem fast untcr
den verschiedenen Speise, und AalbSbra
ten, Schweinebraten, Truthahn, an,
, A " i l y j. . k. ii... ...
nren, Puvner unv ryinren, veairn mir
einer Menge von Zuspeise und fußen
und sauren Sachen die Tafel wirklich von
I '
einem Ende bi zum anderen
Der Bauer, so mäßig er sonst
lebt.
hält etwa darauf, daß bei solchen Gele
genheiten die Speisen gut und hauptsäch
lich in Masse da sein müssen. Und hier
war e, noch besondere Ehrensache, daß es
auf ihrer Kirneß an nicht fehle, damit
die Burschen, die von anderen Dörfern
herüber gekommen waren, sich nicht am
Ende später über die Festgeber lustig
machten.
EI war überhaupt eine eigene Sache
mit dem Besuch von anderen Dörfern,
und dieser, wenn auch gestattet, doch
immer nur mehr geduldet al gern gesehen
Mit dem größten Vergnügen konnten die
Burschen kommen, mit trinken und mit
tanzen, aber sie durften kein Mädcheu
,,au unserem Dorfe" besonders auszeich
nen oder gar Abends heimführen wollen
Nachher gab e böse Blut' Die
Burschen wurden dann, zwar nicht gerade
von den Platzburschen. aber von den
Uebrigen, geneckt und gehänselt. Man
spielte ihnen jede Schabernack, den man
nur gelegentlich anbringen konnte, und
setzten sich zur Wehr oder nahmen sie nicht
Alle gutmüthig hin, dann kam es auch
wohl zu Thätlichkeiten, und der Tanz
boden verwandelte sich plötzlich auS cincm
Lust in einen Kampfplatz.
ES geschah aber doch verhältnißmäßig
selten, denn die fremden Burschen urnfj
ten schon, wie sie sich zu benehmen hatten,
und die hiesigen" hielten ebenfalls soviel
alS möglich mit solchen letzten Hülfen"
zurück, weil sie ja doch auch manchmal die
Nächbardörfer besuchten, wo ihnen als
dann hätte AehnlicheS widerfahren kön
nen. Vor Tische siel -überhaupt nie eine
derartige Scene vor, nd der eiste Tag
verging fast jede Mal in Ruhe und
Friede. So auch hier. Heute tanzte
- da junge Volk, bis. zwei.Uhr deS andere
Morgen. ' Jeder im Ort wohnende
Tänzer geleitete dann sein Mädchen heim.
und am anderen Moraen na die Musik
I
schon wieder um zehn Uhr an zu spielen
Auch an diesem Tage fiel nicht Bemer
und reiche Kirmeß noch gar nicht in
Dreiberg gefeiert worden wäre und eine
I a
. sg friedliche ebenfalls nicht
- AM dritten Trae kam. etwa um drei
Ubr N.ni,, w. rtHnh der
in der That-Äen Zwischeutag gebraucht
hatte, um sich ordentlich au.,urhe.
wieder ach Dreiberg. und die Burschen
zischelten nd lackt. üb ibn. als er
Ne den Saal k,,,,, a fi.fi n aber da
' . ' '
durck d,,, . !.,i,n ent,
schädigte ihn't)uch bald dafür, da sie ihn
- von ihrem' Recht Gebrauch machend,
gleich , lm nächsten Tanz abHolle.
Mit Dunkelwerden hatte Katharinen
Uawtmln
der Stadt ein. Menge neu Tanzegelernt
, sjaten fc&Un Z ltZ man auf dem
Lande .ben!e?ne Gesuch machte! eine
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schlagen, bereute e jedoch bald bitter,
denn sie machten ihm da Leben sauer '
' DieMdche begriffen trotzdem
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halten hätten, und do LieSchen unter.
flüHt ain rt fn . iz, r ff,AK
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Die Burschen ließen sich aber desto une
schickter an, und Han besonder konnte
da Ding nicht in den Kopf, oder viel
mehr nicht in die Füße kriegend 1
Herr von Secklaub. der' um vierten
Paar gehörte, war dagegen in diesem
Tanze vollkommen zu Hause, und daß er
sich so geschickt dabei benahm und ' Han
so hölzern, ärgerte diesen ganz besonder
Da, dauerte nicht lange.' Han sowohl
wie die anderen Platzburschen,' bekamen
da Durcheinanderdrehen" bald satt.
Mitten drin ließen sie abbrechen, und
wieder wirbelten die Paare in' einem
rasenden Rutscher dahin und umeinander
herum. : . : . , jj
Jetzt wurde zum Essen trompetet und
Lieschen stand einen Augenblick allein, da
Ha, nach dem andere Ende de, Saale
gerufen wurde, wo ein Streit entstanden
war, ob ein Fremder fein Band gelöst
habe oder nicht. Secklaub, der den letzten
Tanz frei geblieben, trat auf Lieschen zu
und bot ihr seinen Arm, um sie zu Tische
zu führen. ....
Ich weiß nicht, ob ich darf," flüsterte
sie, Han, könnte e übel nehmen.
Aber wenn er Sie so vernachlässigt,
mein Fräulein," sagte der junge Mann,
so darf er sich doch darüber nicht bekla
qe; kommen Sie, ich will Sie ja nur
begleiten und stehe dann gern von näheren
Anrechten zurück." Er ließ auch keinen
Widerspruch zu, zog Lieschen'S Arm in
den seinen und führte sie zu Tische.
.Na I" sagte Katharinen Platzbursche,
den Fremden erstaunt ansehend, al die'
ser mit feiner Dame an den oberen Theil
de Tisches trat, blöde sind Sie gerade
nicht; ist das etwa der Stellvertreter für
den Bräutigam, Jungfer Braut k"
Lieschen wurde feuerroth, ehe sie aber
Secklaub zurückziehen konnte, stand HanS
neben ihm und seinen Arm ergreifend,
daß die blauen Flecken daran noch acht
Tage sichtbar blieben, sagte er eben nicht
höflich: Will der Herr wohl so gut sein
und die Hand davon lassen? DaS ist
meine Platzjungfer, und die hat Niemand
ander zu Tisch zu führen, alS ich selber I"
HanS, fang' keinen Streit an l" bat
Katharine leise flüsternd, indem sie seinen
Arm ergriff; er hat eS ja nicht so böS
gemeint; er weiß ja nicht, wag hier Stite
ist."
Sie entschuldigen," sagte Secklaub
dem eS nicht unangenehm war, daß ihn
HanS wieder loSließ, ich wußte nicht
daß ich dabei einen Eingriff in Ihre
Rechte beging, aber Fräulein Erlau "
Komm', Lieöchen I" sagte HanS, vor
den Fremden tretend und ihm den Rücken
kehrend, wahrend er feine Braut au
ihren Stuhl -ulederzog, setz' Dich und
mach' Dir'ö bequem. Und nun trollen
wir einmal tüchtig einhauen, denn ich
bin nicht schlecht, hungerig geworden l
Den Stadtherr beachtete er gar nicht
mehr, und Herr von Secklaub zog sich
eben nicht erfreut von der Behandlung
an daS andere Ende der Tafel zurück
Mit dem Bauernburschen konnte er doch
nicht gut Streit anfangen.
Um halb elf Uhr begann der Tanz von
Neuem, und eS wurden jetzt blaue Ban
der ausgegeben; vor Tische waren wieder
rothe getragen worden. Katharine'
Platzbursche hatte die Verkeilung derf
ben. DaS ging auch rasch und ohne
Schwierigkeit vor sich, und das jung
Volk warf sich der Lust wieder mit solchem
Eifer in die Arme, als ob daS der erst
Abend gewesen wäre und sie nicht schon
zwei halbe Röchle durchtanzt hätten
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