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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, February 19, 1886, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn93060116/1886-02-19/ed-1/seq-3/

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Dai beste Mittel gege
Rheumatismus,
Rrifita i Seffcht. Sliedn-nlKe.
grojideultn. Eicht. fctrfnf4n,
re,etz un Hifienlktte.
Rülkenfchmerzen,
vex?ch. stellen hals.
fcurt4niicit, VriijuAge.
grksche WouKe,. Schnittwunde.
Zahnschmerzen,
Vksch,?,ne PrfiBr. Kopsmei,
. Bxindwnnde, nfgeigningkne ßinoe,
rienkjiymkrze, Odrenweh
und alle Schmerzen, eich ei tiuberltches Mittel .
benöthigen.
Farmer und Viehzüchter
finden in dem Ct. ?lakobZ Oel ein unkbertreffliche?
Heilmittel gege bieiefcrerfcj-n bei BiehstandeS.
Ei?,e Flasche St. Iäkobs Oel ksstet 60 Cents (fsl1
Flasche für S2.x. '.Mt in jcftci Apotheke n habe
Fllr $5.00 rocrbeit zn?ö!s lassen i r e i nach allen Thei
Um der Aer. Staaten ccrfanii. Man adressire:
The Charles A. Voereler Co.,
ffin-tiniviv, Maryland.
"Dr. H. A. Dibbard,
Zahn.Ar-t,
Office im Bank Gebäude,
HERMANN, MO
Ein vollftäudigcs Gebiß $10.00.
Zufall oder Fäulnis, abgebrochene
Zähne könne zu ihrer natürlichen fform auf
gebaut roerdc,:.
Schmiede, und
Wagttkrwerkllälte
von
Henry Honeck,
Hermau,
Mo
Meinen Kunde, und dem Publikum über
Haupt zeige ich hienr.it a, daß ich stets einen
Vorrath von
Pflüge,,
halte, welche aus dem besten Stahl gemacht
sind und ich daher jeden Pflug garantire
kann; auch halte ich Wogen vorrälhiz. 'e
Heilungen und Reparaturen werden pünktlich
und billig besorgt.
Henry Hone?.
Wein- und Bier-
. Saloon
von Philipp Haeffner.
Lunch jeden Morgen !
4. Straße, zm. Markt und Schillerstrabe.
Hermann. VTio.
Leih - Stall?
VON
' Fritz Ochsner,
2. Ttrafje, Hermann, Mo.
Reitpferde oder Zvuhrroerke sind per Stunde
oder Tag zu den liberalsten Preisen auszu
lechen. Pferde und Esel werden zu annehm
baren Bedingungen gefüttert.
tW" Heu, Haler und Koin findet man stets
zu zettgemäßen Preisen.
Fritz Ochsner.
Dermann Star Mills.
George A. Klinger,
Fabrikant von
Mehl, leie, Shipftuff u.f. w.
ftür alle Sorten Getreide, als
Iveizen, Roggen, Korn n. s. w., u. s. w.
wird der höchste Marktpreis bezahlt. Bestel
lungen prompt besorgt.
Unvergleichlich
Schnelle Zeit
44
über die
Ohio A WiMlpp, Ky.
von St. Louis nach allen östl. Städten.
Die O. und M. R führt jetzt Palast
Schlafwagen ohne Wechsel von St. Louis
in 10 Stunden nach Louisville,
10 Stunden nach Cincinnati,
30 Stunden nach Washington,
3l Stunden nach Baltrmore,
38 Stunden nach New Z)orkK
2 Stunden am schnellsten nach Louisville
und Cincinnati. 7 Stunden am schnellsten
nach Waihing'on. 4 Stunden am schnellsten
nach Baltimore. Aehnlrch schnelle Zeit nach
New Z)ork und dies ohne Earmechsel.
4 TSgliche Züge nach
5tnclnnati und Louisville
mit bequemen Passagierroagen, Palast
wagen und Palast-Schlafwagen.
Die
Ohio. & Mississippi Eisenbahn
führt jetzt eine doppelte tägl. Linie von
Palast-Schlafwagen
v. St.Louis nach NemJork ohne Wechsel.
ein Earwechsel für irgend eine
Passagierlasse.
I. und 2 Klasse Passagiere werden alle
auf Schnellzügen befördert.
Die einzige Linie durch welche man ohne
Earwechsel und ohne ertra Bezahlung von
St. Louis nach Cincinnati gelangen kann.
Für Tickets, Rat, oder irgend welche In
forrnation wende man sich an dir Ticket-Agen
ten der mit dieser in Verbindung ftehenven
BaZnen.
In St. Louis 101 u. 103 nördl. 4. Str.
W. W. Peabodv, W. B. Shatwc,
Sen'l. Manager, en'l. paff. Agt.
Cincinnati, O.
G. D. Bacon, Gen'l. West. Pass. Agt.
St. Louis. Mo.
Ltilgemüß.
Rittmeister: .Seit wann haben gna
v'ge Frau Ihre verehrte Frau Groß
mutter hier?"
Dorne: .Nun, seitdem wir unsere
altdeutsche Einrichtung haben! Zu der
stimmt sie!'
Scherzfrage.
Inwiefern gleicht der Mensch dem
Der Panther sowohl wie der Mensch
!'eben! nitma& fleckenlos durch's
NuSländische Nachrichten.
jNecklenbnrg.
Wisma r. Der Reichstag hat letzt
hin die erste Rate für Errichtung eines
neuen Poftgebäudes , in unserer Stadt
bewilligt.
Srannschweig. Anhalt. Lippe.
Braunschweig. Der Landtag
soll gegen Ende Januar wieder einberu
fen werden. Die hauptsächlichsten Ge
genstände der Berathungen werden das
Schicksal' der Burg Dankwarderode und
die Militär-Konvention sein. Bezüglich
der letzteren verlautet, daß dieselbe nun
doch demnächst zum Abschluß gelangen
wird.
Z erb st. Nachdem sich schon seit
längerer Zelt die Kirche der hiesiaen ra
tholischen Gemeinde als zu klein erwie-
sen hat, beabsichtigt die qenannte Ge
meinde, sich demnächst ein neues Gottes-
Haus zu erbauen, und zwar auf einem
Terrain, das durch Trockenleaunq des
Ziegeltelches gewonnen wurde.
Referendar Gamper aus Lleamtz
wurde zum ersten östadtrath gewählt.
Detmold. Das Amtsblatt hat
jetzt den Landkasse-Etat für das 1886
veröffentlicht. Derselbe schließt in Ein
nähme mit 978,327 M., in Ausgabe
mit 983,895 M., also mit einem Defizit
von 5568 M. ad.
Großherzogthnm Hessen.
D a r m st a d t. Die Zweite Kammer
soll im Februar zu einer voraussichtlich
nur kurzen Session einberufen werden.
Hauptgegenstände der Berathung wer
den die Regierungsvorlagen wegen Er-
bauung einer neuen medizinischen ÄltmE,
eines pathaloglsch - anatomischen Jnsti
tuts, einer gynäkologischen Klinik nebst
Enlbindungs-Anstalt und eines chemi-
chen raboratlums bei der Landesunioer
ität Gießen fein.
Mainz. -Die hiesiaen Weinhandler
müssen nach einer Verordnung des Haupt-
jteueramts am I. Juli d. Z.. d. h. mit
der Eröffnung des hiesigen Zollhafens,
die zur Zeit bestehenden Privatlager aus-
geben. Die Weinlager haben nun bei
der Stadt einen großen Bedarf an sol
chen Zollkellern im Hafen angemeldet,
o daß die in der Ausfuhrijng beariffe-
nen Kellerraume kaum ausreichen wür
den und weitere dazu beschafft werden
müssen. Ueber die Ausführung, Be
Nutzung und Vermiethung dieser Keller
wird gegenwärtig seitens der Handels
kammer sowohl mit der Stadt, als mit
den interessirten Kleinhändlern verhan-
delt.
Batzern.
München. Bor der Strafkammer
des Landgerichts 1 wurde dieser Tage
eme interessante zugendliche aus fünf
Köpfen bestehende Räuberbande abgeur
theilt. Wegen einer langen Reihe von
Diebstählen wurde der Banden-Chef",
der 17jährige Anton Egger aus St. Flo
rian bei Linz, der als Grafensohn zu
reisen und eine Maitresse mit sich zu füh
ren pflegte, die er als Frau Gräsin"
ausgab, zu 10 Jahren Gefängniß, t.er
1 7jährige Josef chadhauser von Tars
dorf in Oesterreich zu 4 Monaten Ge
fängniß, der 17jährige Franz S:olz von
Rattenburg in Oesterreich zu 7 Monaten
Gefängniß, die 19- bezw. 16jährigen
Albert und Josef Hofmann von Hausen,
ersterer zu 4 Jahren Zuchthaus, letzterer
zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Die
Frau Gräfin", Wllhelmine v. Schmuck
von Schwabing,. Tochter eines pensionir
ten Hauptmanns, erhielt 3j Monate
Gefängniß.
Erlangen. Die Ausfuhr von Er
langer Bier war im vergangenen Jahr
eine ganz bedeutende; sie betrug bei
Franz Erich 42,501 Hektoliter, H. Hen
ninger 34,303. Karl Niklas 15,713,
Gebrüder Reif 908.";, Johann Kitzmann
3771, Acam Wellcr 3t7, Ulrich Tau
ber 268.5, Z. Fischer 1639, 8 kleinere
Brauereien zusammen 11,994, Summa
125,162 Hektoliter.
G ei sei hö ring. An einem der
ersten Tage dieses Jahres starb hier ein
ganz unbekannter Mann, der seit 1864
theils in Weichs, theils hier lebte, sich
Wispin" nannte und sich durch Unter
richtgeben ernährte. Er lebte ruhig und
still vor sich hin, weshalb ihn auch die
Behörde mit Fragen nicht belästigte.
Erst jetzt, nach seinem Tod, wurde be
kannt, daß Wispin" eigentlich Anton
Rouczack hieß, in Ungarn geboren, in
seiner Jugend Priester, später Revolu
tionär und während der 1848er ungari
schen Revolution Husaren-Obelst war.
Wegen Betheiligung an derselben wurde
er zwei Mal zum Tod verurtheilt, saß
einige Jahre auf der Festung Kufstein
gefangen, entkam und fand in Banern
sein zweites Vaterland.
Würzburg. Auf die hier zum
Bau ausgeschriebene zweite feste Main
brücke sind Angebote von rund 500,000
M. bis 800,000 M. aufwärts abgegeben
worden. Die niedrigste Forderung,
welche wahrscheinlich auch der Zuschlag
ertheilt werden wird, stellten Friedrich
Bachner und E. Weber hier. Lie
Brücke soll bis Dezember 1837 vollendet
werden.
Hof. In Dörnthal bei Naila ge
rieth der Werkführer des Bahnbauunter
nehmers Müller, ein Norddeutscher
Namens Böttcher, mit einigen Arbeitern
im Wirthshaus in Streit Dieselben
fielen gemeinsam über ihn her und ver
mundeten ihn durch Messerstiche tödtlich.
Aber auch Bötter wehrte sich seiner
Haut; er verwundete fünf seiner An?
greiser, darunter einen gewissen Schaller
von dort lebensgefährlich.
Nürnberg. Nach dem jetzt vor
liegenden reoidirten Resultat der Volks
Zahlung zählt unsere Stadt 115,930
Einwohner. Gegen das Ergebniß der
Zählung vom 1. Dezbr. 1380 zeigt sich
eine Mehrung von 16 461 Einwohnern
oder 16,5 pCt.
Sommerach. Ein junges Mäd
chen, das vor Kurzem eine Geldborsemit
10 M. Inhalt fand und diefe sofort zu
rückstellte, wurde beschuldigt, aus der
Börse 5 Pfennig genommen zu haben
und wurde auch vom Amtsgericht zu ei
nem Tag verurtheilt. Das Mädchen
hat sich aus Gram über die Strafe ent
sernt und man glaubt, daß es den Tod
gesucht und gefunden hat.
Rheinpsalz.
Pirmasens. Die hiesige Latein
schule wird in diesem Jahr ihr 50jähri
ges Jubiläum seiern. Bereits werden
Vorbereitungen zur würdigen Begehung
der Feier in Angriff genommen.
Brandfälle. JnOggersheim brann
ten die Oekonomiegebäude des Jakob
Weiler und Friedr. König nieder, in
Becherbach die des Ackerers Mich. Benzer,
inMauchenheimdie des PeterDürrll., in
Hambach das Haus der Wittwe Bern
hardt Schmidt, im Schönthal bei Neu
stadt die Stärkefabrik und das Wohn
Haus von Adolf Heck.
Württemberg.
Neresheim. Aus vielen Ortm
des Ries und des Härdtsfeldes wird
neuerdings berichtet, daß sich daselbst
eine Menge Marmor ebenso wie hier und
in Dunstelkingen vorfände. Auf der
Markung Schloßberg-Flochberg, auf dem
sog. Bleiberg, fand man tiefe Lagen
großer Blöcke.rothen; gelben und grauen
Marmors. Man hofft, daß sich für die
dortige Gegend hieraus eine reiche Ein
nahmequelle erschließt, um so mehr, als
der Transport vermittelst Bahn überall
hin leicht zu bewerkstelligen ist.
-RaveSburg. In unserer Stadt
wurde kürzlich die 600. Wiederkehr deS
TaaeS. an welchem unserer Gemeinde
von Kaiser Rudolf das Marktrecht ver
liehen wurde, festlich begangen.-- Kauf
mann Eli Merkel, der durch eine eifrige
Antbeilnahme an der Bewegung der
Jahre 184S und '49 in weiten Kreisen
unseres engeren ZbaterlcmveS bekannt ge
worden, ist gestorben. '
Tübingen. Der Diener Seiler
der hiesigen Verbisdung .Guestphalia-
ist dieser Tage unter Umstanden qestor
ben, die. weil sie eben noch im Dunkeln
gehüllt sind, um so mehr von sich reden
machen. Einerseits heißt es, derselbe
fei bei Nacht erschlagen worden und habe
sich eben bis an die Tdur fernes Hauses
schleppen können, wo er todt zusammen
gebrochen sei, ehe er dem herzugeerlten
Polizeiwachtmeister seine Mörder . habe
nennen können. Von anderer Seite hört
man, daß eller m angetrunkenem Zu
stand, um sich zu produziren, sich mit
dem Kopf auf einen Stuhl gestellt habe,
worauf ein Hirnchlag eingetreten sei.
Bilden.
Stock ach. In dem benachbarten
Zoznegg spielte der Schreinergehilfe
Kempter mit dem Gewehr seines Vaters,
des Waldhüters K. ; dasselbe entlud sich
und der Schuß streckte Kempters jüng
sten Sohn todt zu Boden.
Tauberbischofsheim. Kauf
mann Hirschhorn, genannt .der Hollen
hrnid" ist doch nach Amerika entwichen;
die Nachricht von seiner Verhaftung in
Mannheim war unbegründet. Bis
Hamburg hat' man seine Spur verfolgt
und dort auch seinen großen Reisekoffer
beschlagnahmt, in dem man die von ihm
erschwindelten Hunderttausende ermu
thet. Der Koffer wird hierher gebracht
und hier gerichtlich geöffnet werde.
Wahrscheinlich hat der Höllenhund"
seine Schätze aber schon früher anderwei
tig und sicher geborgen; einen ,, Schatz"
hat er in Hochhausen freilich zurückgelas
sen, allein dessen Anblick ist ein so oräu-
licher, daß Niemand dessen Besitz antre-
ten will.
Brandfälle. In Vaimar bei Tauber-
bischofsheim ist das Wohnhaus des An
dreas Thoma niedergebrannt, in Hochfal
die Sägemühle des Kronenwirths Josef
Jehle, in Homberg bei Ueberlingen die
Oehlmühle ..Schönmühle" des Karl
Steiner, in Gondelsheim in Folge von
Brandstiftung drei Scheunen und eben
so viele Stallungen. Der Brandstifter
ist in Haft.
Elsaß-Lothringen.
Straßbura. Der eben beendete
Census von Deutschland zeigt eine be-
deutende Zunahme der Bevölkerung in
Elsaß Lothringen, besonders in Straß
bürg; das mag für viele überraschend
sein. Der interessanteste Punkt jedoch
von diesem Census ist die Beoölkerungs
zunähme der Reichshauptstadt. Am 1.
Dezember 1385 enthält Berlin 1,316,
562 Einwohner, eine Zunahme von
190,000 seit 1830. Keine andere Haupt-
stadt Europas hat ein so rasches Empor
blühen aufzuweisen. Man kann es blos
mit dem Wachsthum der Städte im
Westen Amerika's vergleichen. Beim
Anfang des Jahrhunderts zählte Berlin
0,00l? Einwohner, 1340 310,000,
1861, beim Regierungsantritte des jetzi-
gen Kaiser Wilhelm hatte es 28,000.
Die erste Million war erreicht in 1379
und nach dem gegenwärtigen Wachsen zu
urtheilen, wird eö die 2. Millio noch
vor dem nächsten Census 1890 erreichen.
Orsierreilh.
Tranterau. Hier wurde ber 18-
jährige Sohn des deutschen Fabrikanten
Wagner in Marschendorf, welch' Letzte
rer Entlastungszeuge der Deutschen im
Königinhofer Processe war, durch die
Gendarmerie verhaftet und dem Kliegs
gerichte Gitschin eingeliefert. Aus Mar
schendorf war eine annonvme Denuncia
tion eingelaufen, der zufolge Wagner
jun. Zeichnungen, welche angeblich das
erbrechen der Belerolgung eines Mit-
gliedes des kaiserlichen Hauses begrün
den, angefertigt haben soll. Die be-
treffende Denunciation schloß mit den
Worten: Was gedenkt die Staatsan
waltschaft zu thun". Bekanntlich wurde
auch Wagner sen. auf Grund einer ahn
lichen Denunciation vor Gericht gestellt
und freigesprochen.
Mako. Einen furchtbaren Mon
hat der hiesige Schustermeister Georg
Papp begangen. In Folge eines Strei-
tes mit seiner Gattin, die sich m gesegne
ten Umstanden befand, stieß er ihr ein
Schlachtmesser in den Leib. Die Unglück
liche gebar unter entsetzlichen Qualen ein
todtes Kind, dessen Kopf entzweiaespalten
war und starb hierauf. Der Verbrecher
wurde verhaftet.
Schweiz.
Bern. Der Bundesrath hat wieder
eines jener russischen Auslleferungs
begehren zu prüfen, welche große Schwie-
rigkeiten bereiten und deren Gewährung
viel böses Blut macht. s handelt sich
im vorliegenden Fall um einen russischen
Beamten öcamens Kompowskl, welcher
mittelst Fälschung von amtlichen Papie-
ren gewisse bldeutende Summen unter
schlagen haben soll. Kompowski gibt
zu, Urkunden gefälscht zu haben, aber
es habe sich nicht um Gelder, sondern
um politischeZwecke gehandelt, und seine
Negierung ve, folge ihn als Nihilisten.
Die diesseitige Untersuchung nt ,m
Gange und einstweilen sitzt der Mann
im Berner Gefängniß.
St. Gallen. Der große Rath
hat vor Kurzem ein Gesetz betreffend
polizeilicher Handhabung der Sonntags-
ruhe angenommen. Es will den Sonn
tag zum Ruhetag machen, verbietet
lärmende Auszüge sowie Bewirthuna
Ortsangesessener zur Zeit des vormit
tägigen Gottesdienstes.
Lureminrg.
Hauptstadt verausgabt folgende
Die
Summen im Interesse des Primärun
terrichts: 1) OberprimSrschulen Fr.
2213; 2) Primärschulen Fr. 83,830;
3) Hygienische Arbeiten am Schulhause
im Grund Fr. 2500 ; 4) Kinderbewahr
anstalten Fr. 2750 ; 5) Sonntags- und
Abendschulen Fr. 3560 ; 6) Pension des
Lehrerpersonals Fr. 2776; 7) Neues
Schulhaus Fr. 13.490; 8) Arbeiten xm
Congregationsgebäude Fr. 20,000; 9)
Letzte Gehaltserhöhung ungefähr Fr.
5500. Total: Fr. 137.624.
Küborn. In den Äleiminen von
Gösdorf wird rührig weitergegraben.
Merkwürdiger Weise halten die Emwoh
ner von Gösdorf, bis auf wenige Aus-
nahmen, sich behutsam fern von dem er
giebigen Unternehmen. Besonderes Lob
aber verdienen die Einwohner von Esch
a. d. S., welche bei Gelegenheit der
Einsegnung des Bleiwerkes ihr Möglich
stes zur Verherrlichung der citx berti u-
en. Wie verlautet, sou der leitende
Ingenieur seinen Wohnsitz zu Esch a. d.
o. nehmen, so daß nach und nach im
aewerbthäliaen Burgflecken das leitende
Leben der Gösdorfer Minen sich coneen-
tnren wird. Den Scamen GoSdort let
ten die Archäologen von .gießen'' ab.
Schon 1201 (4. März) wird in einem
recorcl de jusiice de la. seignenrie
d'Eschsur Sure Gösdorf erwähnt.
Bei dem Dorfe Conödorf hat
Herr N. Huß, gen. Pitten Nickel, ein
Wildschwein von 267 Pfd. erlegt. Bei
dem Thiere fand man mehrere Kugeln,
c r rt v '
cm Beweis, vag man lyrn icyoii anoerswo
hart auf den Pelz gebrannt, aber nichts
ausgerichtet hat.
Des Königs Ordre:
Historische Erzählung von Sl. v. Winterfeld
'; , (Fortsetzung.) .
.Der!" sagte er: .nehmen Sie! . .
Weshalb macht mich auch der König zum
Kerkermeister !..v. ich 'passe auch gar
nicbt dn."
Der Gefangene wollte ihm seinen
Dank ausdrücken, doch Barmann drängle
lbn von sich ab.
Für Verrath gebührt kein Dank!"
sagte er; aber ich konnte es Ihnen
nicht abschlagen es am absolut
nicht an der andere Schlüssel ist zr
kleinen Pforte."
Dann vetließ er die Zelle undaarf die
Tbür lnnter nd rn'S Schloß.
Als er draußen war, holte er tief und
erleichtert Athem.
.So! brummte er vor sich hin.,
nun ist mir wieder wohl der Köniz
wird mich banaen lassen, wenn er von
meiner ersten Amtsfunktion hört."
Um sieben Uhr Abends verließ der Ge-
fanqene seine Zelle und gelangte unbe-
merkt aus dem Dorfe. Vom Lager auZ
konnte er nicht gesehen werden, da es zu
weit abseits lag, und die Vorposten und
Vedetten brauchte er nicht zu passiren.
So kam er glücklich über das Feld in den
Wald, und nachdem er eme Stunde ge
gangen, leuchteten ihm die hellen Fen
ster des Schlosses Schönberg entgegen.
Es war also schon alles zur Feier vor
bereitet.
Ehe Gustav den Hof betrat, blieb er
noch einmal stehen, um sich zu sammeln
und die Unbefangenheit zu gewinnen.
deren er für den heutigen Abend be
durfte. Endlich glaubte er sich stark genug.
überschritt den Hofraum und trat ln s
Schloß ; als er m s Zimmer kam, wo er
die Gesellschaft versammelt wußte, ent-
etzte sich alles vor semem Anblick, so dak
der junge Offizier auf der Schwelle stehen
blieb.
Ich sagte es ja, daß er kommen
würde," brach endlich der General das
allgemeine Schweigen; aber so bleich
ohne Degen und Schärpe was
soll denn das bedeuten?"
Ich habe sie draußen abgelegt," ent-
gegnete Gustav Den Hut ebenfalls
ich bitte um Verzeihung."
Wilhelmine stand auf und führte ihn
zu einem Stuhl am Tische.
Setzen Sie sich," sagte sie Sie
scheinen zum Tode erschöpft."
Der schnelle Lauf," keuchte der Ge-
fangen ich wollte nicht zu spät
kommen ich wußte, daß Ihr auf
mich wartet."
Henriette trat heran und trocknete ihm
das feuchte Haar mit ihrem Tuche.
Wer hat Dich denn so lange aufge
halten?" fragte sie.
DerKönig "stöhnteGustav. . . .
Der König."
Wie?.. ..Tu kommst vonrKönig?"
fragte Heinrich verwundert.
Gustav wollte etwas Unwahres sagen;
aber er vermochte es nicht, sondern stand
tiefgerührt auf und sank dem Freunde
chweigend an die Brust.
Verzeih mir, Heinrich!" rang sich
endlich die Sprache durch verzeihe
mir, mein Herzensbruder!"
Nun gewiß," entgegnete dieser, ihm
freundlich auf die Schulter klopsend;
alles vergessen und vergeben. . . . aber
erzähle uns doch vom König.... der
König hat Dich doch in allen Ehren und
Gnaden "
Davon später ! . . . . davon morgen,"
unterbrach ihn Gustav.... heute....
bitte heute erlaßt es mir."
Ist Jnen denn der Rittmeister von
Manteufel nicht begegnet?" fragte der
General, um dann abzulenken.
Hastenbach fuhr an Heinrich's Brust
emvor.
Der Rittmeister von Manteufel?"
wiederholte er, mit allen Zeichen des
Schreckens.
Gewiß er ritt in's Lager, um
sie aufzusuchen'
In's Lager?" rief Gustav, noch
bleicher werdend; in's Lager?"
Was fällt Dir dcnn dabei auf?"
fragte Heinrich erstaunt.
Der Gefangene rang schwer nach
Fassung.
Weil es mir nicht lieb wäre, wenn
man dort erführe, daß ich hier bin,
sagte er dann.
Aber, mein Gott, weshalb denn?"
Man glaubt mich anderswo," war
die zögernde Antwort; auch hier kann
ich nicht lange verweilen . ich kam
nur, die Unterschrift zn leisten; dann
muß ich wieder fort."
Bitte," sagte der General, dies ist
Heinrich's und Ihrer Schwester Ehe
Kontrat .... unsere Namen stehen schon
darunter."
Damit hielt er ihm eine Feder hin, und
Gustav unterschrieb.
Seid glücklich!" sagte er, Heinrich
und Henriette bei den Händen fassend;
dann wandte er sich an den General:
.Excellenz, haben Sie mir , ebenfalls
verziehen, daß ich jung und unbesonnen
war und sträflich die Soldatenpflicht ver
letzte?" Der alte Mann nickte ihm freundlich zu.
Allerdings sehr sträflich," ke
stätigte er, und noch lange nicht be
strast genug, deshalb befehle ich Ihnen
hiermit, morgen vor unserem hohen.Ge
richtshofe zu erscheinen."
Morgen?" wiederholte Gustav, zu
sammenschauernd. . . . morgen?"
Um sich- von einem schelmischen
Kerkermeister in ewige Fesseln schmieden
zu lassen."
Dabei blickte er auf Wilhelmine.
Sie hat ihre frühere Strenge jetzt in
Milde verwandelt nicht wahr?" fuhr
er dann fort.
Das junge Mädchen schlug die Augen
nieder. . . . Gustav wankte. . . .
Er ist krank. ... er bedaef der Ruhe,"
sagte seine Schwester hinzutretend und
ihm den Arm reichend .... ein Stund
chen Schlaf wird Dir wohlthun ....
wie?"
Ja.... ja...." hauchte der un
glückliche junge Mann. . . . seid fröhlich
und guter Dinge, Ihr Anderen. . . . mich
aber laßt schlafen, bis ich von selbst er
wache nicht eher wecken ich
bitte . . . . nicht eher wecken .... gute
Nacht!"
- Aber nicht allzulange," rief Wilhel
mine dem Abgehenden nach, sonst
wecken wir Sie doch mit einem Ständ
chen auf."
Der junge Mann schüttelte düster das
bleiche Hanpt.
Das dürfte Ihnen kaum gelingen,"
sagte er; denn mein Schlaf wird ein
fester sein."
Sehen Sie einmal .... wie un
galant!" gab das Mädchen zurück; .wie
oft betheuerten Sie nicht, daß meine
Stimme Sie noch aus dem Grabe rufen
könnte."
Das war dem Unglücklichen zu stark.
Mit überströmendem Gefühle kehrte er
noch einmal zurück und preßte die Ge
liebte an sein Herz; dann riß er sich
ans der Umarmung los und stürzte ab.
Gütiger Himmel!" rief Henriette
erschreckt; was fehlt meinem Bruder?"
ES scheint ein ungeheurer Schmerz
in ihm zu wüthen," meinte Wilhelmine,
den er gewaltsam zu bekämpfen strebt."
Laßt ihn ruhig gehen," sagte Hein
rich, es ist der Kampf deS edlen Stol
zes, der ihn beherrscht, mit dem Be
wußtsein übereilter That und schwer
verletzter Pflicht. Für diesen Zustand
itt Rübe am beilsamstcn ; selbst der
liebevollste Zuspruch würde ihm jetzt
nicht wobUhun; erst muß er sich selbst
das innere Gleichgewicht hergestellt
haben
Der General wollte eben noch etwas
kioztufeden. als der Rittmeister 'von
Manteufel in großer Aufregung in'S
Zünmer trat und jedem Einzelnen m's
Antlitz blickte.
..Wissen die Herrschaften noch nicht?
fragte er dann.
..Was denn? waS denn?" tonte
eS zurück.
..Das Gustav einaefperrt ist?"
Eingesperrt?" wiederholte der Onkel
. . . . daS müßte ich freilich am besten
wlsien, well lch selber dann sem Kerker-
rinster wäre."
Verzeihung, Excellenz, wenn ich daS
mqt ganz verstehe," sagte 'canteusel.
Run .... err von ra tenoaq rn
hier in meinem Schlote."
.n Ihrem Schlosse. Excellenz?"
Gewiß. . . .vor wenigen Minuten ist
er angelangt," bestätigte Hemncy.
..Sle treiben doch keinen scherz mit
mir?" gab der Rittmeister zurück..
..er. wäre eigentlich nicht recht am
Platze "
..Da lesen Sie den Beweis, le
unzläubiaer Thomas. Sie!" sagte der
General, den Kontrakt vom Tische neh
mend und ihn Manteufel vor die Augen
haltend seine eigenhändige Unter
christ die Dinte ist kaum aufgetrock-
net Sie kennen doch seme Hancffchrlst,
nicht wahr?"
Manteufel starrte aus das Papier und
wußte nicht, was er dazu sagen sollte.
..Er suhlte sich sehr ermüdet und
chläft jetzt ein bischen," setzte Heinrich
hinzu.
Wollen Wie ihn sehen?" sragte Wll
helmine; er wird wahrscheinlich im
Nebenzimmer auf dem Sopha liegen."
..Und wenn Sie s zehnmal sagen, ich
glaube es dennoch nicht!" rief der Ritt-
meister; bin ich hier genarrt, oder
ward ich dort genarrt? Traume ich
hier, oder hat man dort geträumt i
Ein ganzes Lager foppt und träumt aber
nicht er sitzt im Kerker, sage lch den
Herrschaften!"
Ällgememes Staunen .... tiefes
Schweigen.
..Er tlt verurtheilt." setzte Manteu
el mit leiserer Stimme hinzu.
Oenriette eilte von namenloser Angst
getrieben, aus dem Zimmer, um ihren
Bruder aufzusuchen.
Der König hatte ihn zu sich in's
Zelt bescheiden," erzählte der- Rittmei
ster, um ihn für seine schöne Waffen
that mit Rang und Orden zu belohnen
aber 'Gustav's große Seele ver-
mochte nicht, das zu ertragen . : . . er be
kannte alles, bat um Belohnung für den
Freund, um Strafe für sich selbst....
dann ward er dem Kriegsgericht überge
ben. . . .das ihn zum Tode verurtheilte."
Ein Schrei allgemeinen Entsetzens
brach sich Bahn.
Da kam Henriette zurück, todtenbleich
und ein Blatt Papier in der Hand.
Wahr!" sagte sie, da sie die letzten
Worte gehört .... alles wahr! .... er
ist fort entflohen dies Blatt ließ
er zurück."
. Heinrich fing die Sinkende in sei
nen Armen auf.
Der General nahm der Ohnmächtigen
den Zettel aus der Hand und las.
Vom Rittmeistcr von Manteufel
werdet Ihr daS Schreckliche vernehmen.
Ich eile in meinen Kerker zurück, wo ich
meine Ehre verpfändet. Lebt wohl!
keine Thränen! nur Mitleid
. . . .Verleihung. . ..lebtwohlaufewig!"
Bei den letzten Worten war dem alten
Manne die Sprache versagt, das Blatt
entfiel ihm, und er stand wie vernichtet.
DieAnderen hatten schweigend die Hände
zum Gebet gefaltet.
DaS war die Feier des Verlobungs
festts. Der graue Morgen des fünften No
vember 1757 war angebrochen, und die
onne kämpfte noch mühsam mit Dunst
und Finsterniß.
Von der Roßbacher Kirche schlug es
dreiviertel' auf Sechs ; dann kam die
Glocke von Bedra hinterher, und zuletzt
tönte es wie ein abgeschwächtes Echo von
Mücheln herüber, wo die Franzosen und
Reichstruppen standen. War das eine
gute Vorbedeutung für die Schlacht, die
heute geschlagen weiden sollte, daß die
diesseitigen Uhren früher kamen?
Hinter den trüben Scheiben des
Militär-Gefängnisses sah man ein Licht
schleichen; es mar der alte Bärmann,
der seinen Arrestanten wecken wollte. . . .
Wird wohl noch müde sein von dem
nächtlichen Gange. . . . nun. . . . kann ja
auch bald wieder zur Ruhe gehen
zur ewigen.
Da klopfte es draußen am Thor.
Wer mochte denn das sein? Sollten sie
ihn schon holen wollen? Es war doch
noch zehn Minuten vor der Zeit. Mußte
aber doch einmal nachsehen.
Als er den schweren Riegel zurückge
schoben, trat ihm voller Freude einer der
beiden Ordonnanz-Offiziere des Königs
entgegen.
Jubel über Jubel !" sagte er; wis
sen Sie schon die frohe Kunde, alter
Herr?"
Bärmann schwoll das Herz im Busen
.... sollte Gustav begnadigt sein?
Glücklich der Gefahr entronnen,"
fuhr der Offizier fort; wie ein Lauf
feuer ging die Nachricht soeben durch's
Lager.... das ganze Heer ist freude
trunken und von hohem Muth beseelt."
Ja, aber worüber denn? worüber
denn?" drängte der Kerkermeister.
- Daß der König einem Meuchelmorde
entging. ... im nahen Walde, als er vor
kaum einer Stund zum Recognosciren
ausgeritten, ward er und sein Adjutant
von sechs Kerlen überfallen, die ihn töd-
ten wollten aber er wurde glücklich
herausgehauen und befreit."
Von wem?.... von wem denn?"
fragte Bärmann aufgeregt.
Das weiß man noch nicht.... der
Retter verlor sich in der Dunkelheit;
aber der König ist unverletzt."
Gott sei gelobt!" sagte der alte Sol
dat. Hier wurde das Gespräch durch ge
dämpften Trommelwirbel unterbrochen.
DaS ist das militärische Armensünder
glöcklein, daS den Verurtheilten zum letz
ten Gange ruft. Die beiden wurden still
und erst.
Holen Sie lhn," sagte der Offizier;
das Erecutions-Kammando wird gleich
eintteten."
Bärmann wandte sich mit seinem Licht
dem Innern des Hauses zu, mährend der
andere dasselbe wieder verließ.
Die Trommeln schwiegen. Bärmann
stand vor der Zelle Nummer zwölf und
lauschte.. . .alles war drinnen noch still
... .er hörte nichts als das laute Pochen
feines alten Soldatenherzens .... eS
wurde Zeit.... er klopfte kein Laut
keine Antwort. . . .sollte er ihn be-
reiis angetreten haben, den ewigen
Schlaf? Er pochte stärker und stärker
....dann begann draußen wieder die
Trommel zu zittern, als fürchtete sie sich,
zu schauen, wag nun kommen würde.
Bärmann öffnete die Thür und trat
hinein. . ..die Zelle mar leer kein
Mensch darin. . . .und er betrogen.
Einen Moment stand er starr ; dann
glitt ein Freudenstrahl über sein altes,
verwittertes Gesicht.
Ich betrogen, aber gerettet,". klang
es durch seine Seele; was nur an ihm
selbst gelegen; wenn nur das junge.
hoffnungsreiche Leben nicht .ausgelöscht
wurde. Der Vogel war ausgeflogen
....ha. ha!.... nun mochten sie nur
kommen und große Augen machen, baß
sie anstatt deS jungen Löwen den alten
Eisbär richten mußten.
. - In dem Moment trat ein Hauptmann
em.? . . . ... , - . ,
Der König hat die Strafe gemildert.
meldete er; de? Delinquent wird nur er
skr, filfirlMt fi ifirt flMrtl'
schössen.'', .".führen Sie ihn heraus!
.Wen?" fragte Barmann.
Nun.... ich habe e3 ja schon einmal
gesagt den Arrestanten.
.Der steht vor Ihnen, mein Herr
Hauptmann. .
Wa?" fragte dieser, sich umsehend
Hier ! .... ich din's selber Führen
L5le mich zum Tode: lch habe den Ge
fangenen entwischen lassen .... nun be-
kommt Ihr meinen Zcops für den sel-
nen. . . .opr l i Zttvs.-
Verräth !" herrschte ihn der Haupt
mann an ; ven unerhörten srevel melde
lch sogleich dem König und dem noch ver
sammelten Kriegsgerichte."
Dann befahl er, den neuen Arrestan
ten scharf zu bewachen, und verließ daS
Gefängniß.
.Setzt Euch. Kinder!" sagte Bär
mann zu den Grenadieren; habt keine
orqe, daß lch Euch entlause; neben-
ziqjähriae Beme tragen mcht mehr
weit."
Dann nahm er ebenfalls Platz und
wartete ruhig der Dinge, die da kommen
würden
Es mochte eine kleine halbe Stunde
vergangen sein, als die Trommeln noch
einmal wirbelten, dann hörte man deut
ich das Laden der Gewehre. Gleich
darauf trat der Hauptmann wieder ein.
Das Krleasaerlcht hat Ihnen die
Strafe des entwichenen Arrestanten zu
erkannt," wandte er sich an Barmann;
machen Sie sich also bertit, zu sterben."
Das bm ich!" sagte der alte Soldat
est; wer so oft dem Tode m s Antlitz
ah, wird jetzt nicht vor ihm zurück
chrecken." Dann trat er m de Mitte der Grena
diere, die auf des Hauptmann Kom
mando sich mit ihm in Bewegung setzten.
Da horten sie Geräusch hinter sich, em
Schlüssel knirschte im Schloß, Thüren
wurden geworfen, Tritte eilten näher
heran.
Halt! . . . .halt!" rief eine athemlose
Stimme, bei der Alles sich umwandte.
Es war Gustav, bleich, das Haar in
Anordnung, die Uniform zerrissen, um
die linke Hand eine zerfetzte Schärpe
gewunden.
OI sagte der alte Barmann
erst kommen Sie zu spät und dann wie-
der zu früh.... ich hatte mich schon so
hübsch mit dem Sterben vertraut ge-
macht."
Nehmt den Offiner anstatt des Ker-
ermeisters", gebot der Hauptmann den
Grenadieren. . . . die Trommel hat schon
zweimal gerufen. .. .es ist die höchste
Zeit."
Ich stehe gleich zu Befehl", sagte
Gustav; nur .noch wenige Worte der
Entschuldigung zu meinem väterlichen
Freunde hier. Nachdem ich in Schön
berg den Kontrakt unterschrieben, trat
ch den cuckweg an. um auch hier mem
Wort einmlöfen. Die Nacht war dun-
kel und der Sturm hatte sich erhoben..
Trotz meiner Ortskenntniß verirrte ich
mich und lief stundenlang im Walde um
her, ohne einen Ausweg sirden zu kön
nen. Da dringt Schreien an mein Ohr,
Degengeklirr und Hilferuf. In wenig
Minuten bin ich an Ort und Stelle,
entreiße einem der Angreifer seine Waffe
und dringe dann aus die Räuber ein,
deren es fünf bis sechs sein mochten,
während, soviel ich in der tiefen Finster
niß erkennen konnte, d Angegriffenen
nur ' zwei waren. Unseren vereinten
Anstrengungen gelang es nach heißem
Kampfe, die Räuber in die Flucht zu
schlagen, die ich dann allein verfolgte,
ohne einen derselben habhaft werden zu
können. Zum Kampfplatze zurückgekehrt,
waren die beiden Geretteten verschmun
den; nur diese Schärpe fand ich vor, die
ich um meine blutende Hand schlang."
Bärmann hatte mit steigendem Inte
resse zugehört.
Und Sie haben Niemand erkannt?"
fragte er.
Bei der tiefen Dunkelheit wär das
unmöglich. . . .auch die Stimmen konnte
ich nicht entscheiden beim Toben des
Wetters doch höre jetzt meinen Be-
richt zu Ende. Todesmatt und ermüdet
sinke ich zn Boden und die Sinne schwin
den mir. Wie lange ich gelegen, weiß
ich nicht; aber als ich wieder zu mir
kam. sah ich das erste Grauen der Mor
gendämmerung, die mich nach einigem
Suchen auf den rechten Weg führte und
mit der Kraft der Verzweiflung hierher
eilen ließ .... ad da bin ich .... und
Gott sei Dank, noch rechtzeitig genug,
um meine Stelle einzunehmen."
Värmann hatte während der Erzäh
lung fortwährend nach der Schärpe ge
äugelt, die Gustav um die blutende
Hand gewunden, und manchmal mit dem
alten, grauen Kopfe dazu geschüttelt,
als wenn er so seine Gedanken darüber
hätte.
. Da wirbelten die Trommeln zum drit
tenmake die dumpfe Mahnung, und gleich
darauf hörte man hastig fragende und
ruhig antwortende Stimmen, deren
Wortlaut man jedoch im Gefängnisse
nicht verstehen konnte.
. WaS mochte denn das nur wieder
sein? Alles horchte.
Ausgemacht!" rief es jetzt draußen;
aufgemacht in des Königs Namen!"
Dann öffnete sich die äußere Thür und
der Rittmeister von Manteufel stürzte
herein und sogleich dem Hauptmann von
Hastenbach um den Hals.
Verschoben!" keuchte er athemlos
die Exekution ist verschoben ! . . . .
lassen Sie Ihre Wache abtreten, Herr
Hauptmann l"
Däs geschah und die beiden Ossiziere
blieben nun mit Bärmann allein.
Gustav blickte seinen Freund fragend
an.
Du willst missen, wie daS gekommen
ist", meinte der Rittmeister; höre also
zu: Dein Zettel ward natürlich in
Schönberg gesunden. Den Eindruck,
den er machte, kannst Du Dir denken;
die Damen in Ohnmacht, Heinrich außer
sich, der alte General tief erschüttert. . . .
von meiner Wenigkeit gar nicht einmal
zu reden. Nachdem der erste Schreck
vorüber, warfen Heinrich und ich sich
auf's Pferd' und jagten in's Lager zum
König wir kamen in'S leere Nest. . . .
er war nicht da. . . .mit dem Feldmar
schall Keith schon seit ein paar Stunden
fort, auf Recognoscirung. Du kannst
Dir denken, wie lang unS das Warten
wurde.... eS waren die entsetzlichsten
Stunden meinesLebenS Endlich kam
der König, und Jubel verbreitete sich
durch das ganze Lager. Wir hatten
keine Zeit, nach dem Grunde zu fragen,
sondern stürzten dem Könige zn Füßen,
erzählten Deine ganze Geschichte und
flehten nm Gnade für Dich. Der König
HSite uns ruhig an. . . .als er aber ver-
nahm, daß Du heute Nacht auf Schloß
Schönberg gewesen und dann wieder in I
den Kerker zurückgekehrt seiest, ward er
sichtbar betroffen, fragte genau nach der
Stunde und wandte sich an den Feld-
marschall Keich: Sieht er wohl, daß
ich doch recht gehört hatte!" Wir
konnte un5 dlese Worte.mcht erklären,
der König schrieb aber gleich darauf
etwas auf ein Blatt und gab es mir mit
den Worten: Reite er gleich zu seinem
Freunde, die Exekution soll aufgeschoben
und der Gefangene zu mir gebrach
erden. Ich hoffe, es wird noch
mcht zu spät sem." Na! wie lch
gentten dm, kannst Du Dlr denkttl
jVU rennir meinen vtat, vlesmal war
er aber noch toller. Na, Gott sei ae
lovt, daß ,ch noch zu rechter Zeit anqe
kommen.... viel später hätte eS, aber
auch nicht sein dürfen ! . . . , Nun eiß
! Du alles, und nun komme zum König!'
I - ? k mirfi sftsPa mit nX-t nt. frt
Na! mich soll's wundern, wie die
Geschichte werden würd," meinte Bär
mann : ich schließe meine Bude zu und
i. c-c : - '
gcuc aueu nur.... qaoe ia nun reinen
Gefangenen mehr drin."
Als sie aus dem Haufe traten, war eS
schon etwas heller geworden, und in dem
Lazer, durch das sie schritten, herrschte
oemtS reges Ledm. Hier kochten sich
welche aus Brot und Wasser die Mor
aenfuxpe. dort wickelte Einer dem Ande
ren den steifen Zopf oder puderte ihm
daS Haar, und wieder, an verschiedenen
stellen putzte man am-Lederzeuge oder
bürstete daS letzte bischen Wolle von der
alten, fadenscheinigen Uniform.
Bor des Komas Htlt hielt ein Wagen
mit schaumvedeckren Pferden; dle Ossi-
ziere warfen aber keinen Blick auf die
Lirree deS Kutschers, sondern traten so
fort in'S Zelt und ließen sich von dem
dienstthuenden Flügeladjutanten melden.
Der kam gleich zurück und sagte, daß
sie mitko nmen sollten ; aber welch ein
Anblick bot sich ihnen drinnen dar!
Zu oes onigs uszen rmeten zwel
junge Damen, Wilhelmme und Hen-
rierre, und einen Schritt hinter ihnen
stand der alle, würdige General von
Kolberg.
Sie schienen bereits etwas gesprochen
zu haben ; denn der König wandte sich
mit der Frage an Keith :
Wer ist der General?"
Von Kolderg," entgegnete der Feld-
marschall, der die letzten zwölf Jahre
Kommandant von Stettin gewesen und
nun in den Ruhestand versetzt ist."
..Und diese Damen?" fragte der KL
nig weiter.
Die (Schwester und Braut deS Un-
glücklichen. Majestät."
Vor allen Dmqen stehen Sle auf."
befahl dieser; ich kann's nicht leiden,
wenn man vor mir kniet, am allerwenig
sten von Damen. Sie sind so- auf mich
eingestürmt, daß ich eigentlich noch gar
nichts weiß. . . .wie heißt denn der Ün
glückliche, für den Sie bi ten?"
Haurtmann von Hastenbach." ant-
ortete Henriette.
So?" entgegnete der Kömq. nach den
eben Eingetreten hinüberblinzelnd, wäh-
rend die Bittsteller, die dem Eingänge
der Zeltes den Rücken kehrten, sie nicht
bemerkt hatten so. so Hasten
bach. . . .thut mir leid den kann ich
nicht begnadigen."
Die Mädchen rangen die Hände....
O, Majestät." flehte der General.
Weiß Er denn, was der Offizier ver
Krochen hat?" fragte ihn der König.
Ja.... wir wissen alles, Majestät,
aber. . . ."
Alles weiß Er! .gar nichts weiß
Er!.... na, was weiß Er denn?"
Daß er das Duelloerbot uber'chrlt-
ten." entgegnete Kolbera. ..daß er eine
Königliche Order unbefolgt ließ, daß er
seinen Kerker heimlich verlassen. . . .."
alten zu Gnaden. Erellenz. nicht
heimlich," unterbrach ihn Bärmann, in-
dem er einige Schritte vortrat; ich habe
ihn offiziell herausgelassen."
Dafür wirst Du auch von Deinem
Posten wieder abgesetzt, alter Sünder!"
fuhr ihn der König an.
Eine bessere Strafe konnte mir Eure
Majestät gar nicht zuerkennen," gab der
Alte zurück; meinen unterthanlasten
Dank dafür!"
Weiter!" wandte sich der König an
den General Kolberg; was weiß Er
noch?"
Daß er dann bei mir in chonberg
war, lautete die Antwort, aber nur
wenige Minuten, und daß er dann in
fein Gefängniß zurückkehrte."
lehtEr wohl, daß er nichts weiß!"
herrschte ihn der König entgegen, un-
r.nr-...r..r .
lerwegs ivu iicy oer sauoere auplmann
m neue Rauferelen eingelassen haben
und deshalb so spät ziurückaekommen
sein, daß der Alte da an seiner Stelle
beinahe das Leben eingebüßt hätte."
War auch kein großes Unglück ge-
wesen!" brummte dieser.
(Schluß folgt.)
ein orientalischer Zlechtsspruch.
Vor dem Richterstuhle des weisen Kadi
von Alevoo er chlen ein ehrwürdiger
Greis von seiner Enkelin geleitet.
,Sieh dieses Madchen, sprach er mit
zitternder Stimme, vor Kurzem noch
blühend, wie die Rosen von Schiras, ist
e3 nun gebrochen an Leib und Seele
durch die Ränke des Geldmäklers Abu
Hassan. Von wilder Leidenschaft er-
faßt, begehrte der hochbetagte Mann die
zarte Jungfrau zur Gattin, wohl wis-
send, da sie ihre Hand bereits dem
heißgeliebten Ben Arub versprochen,
einem der edelsten Männer des Elajets.
Voll Ingrimm über das Mißlingen sel-
ner Bewerbung suchte er nun durch Ver-
breltung falscher Gerüchte den makel-
losen Ruf meiner Enkelin zu schädigen.
Dies gelang ihm auch. Verlassen von
ihrem Bräutigam, der den Worten des
Verläumders Glauben schenkte, ist sie
der Verzweiflung preisgegeben!"
Aus diese Anklage ließ der Kadt den
Makler vor Gericht laden und brachte
ihn nicht nur zum Geständniß. sondern
auch zum schriftlichen Widerruf seiner
böswilligen Aeußerungen.
Tags daraus wurde ihm das Urtheil
verkündigt.
Abu Hassan," sprach der Richter in
feierlichem Tone. Du hast einem unbe-
scholtenen Mädchen ihr höchstes Gut, die
Ehre genommen. Dies sollst Du mu der
schärfsten der ans Diebstahl gesetzten
Strafen büßen, mit dem Verluste bei
der Ohren."
Aus ein gegebenes Zeichen trat der
Scherge heran und vollzog das Urtheil.
,(z)nade, (Änadel" jammerte der
Elende, hab' ich doch durch den Wider
ruf dem Mädchen die Ehre zurückge
geben!" .Dafür " antwortete der Jeadt, wer
den Dir auch die Ohren wieder ange,
heftet."
Und so geschah eö.
DaS WeltuntergangSjahr 1883.
In überbrachte Volksaberglauden
spielt daS laufende Jahr die denkbar
größte Rolle: 1336 soll den Welwnter
gang bringen. Diese etwas düstere
Prophezeiung hat sich im Laufe langer
Zeit auS verschiedenen Wahrsagungen
zusammengesetzt. Insbesondere sind eS
mteressante, ziemlich selten wieder
kehrende Kalenver Kombinationen,
welche, aneinandergereiht, die Kalender
Tiftler darauf führten, daß im Jahre
1886 sich etwas Großes abspielen, müsse.
Krieg, Pestilenz und Feuersdrünste keh
ren leider auf unserer .schönsten aller
Welten" so Hanna wieder, van ver
Wahrsager sich von solchen Proxhe-
zeiungen kaum eine nachhaltige Wirkung
verspricht, und so rieth man denn auf
den Weltuntergang. Trlstt sie mcht
ein, dann ist unS fündigen Erdenbewoh
nern eben nur eine, hohe Gnade wider
fahren, vielleicht um deS einzigen Ge
rechten" willen, der irgendwo verborgen
in unserer Mitte eilt.... Hören wir
nun, wie der Weltuntergang konftruirt
wird. NostradamuS sagt den llt 'kxcinj
rund heraus für 1886 vorher. EtacS
vorsichtiger sind andere Prepheten. Sie
begnügen sich, auSKalender-Abr rcU3
ten ihre schwarzen Schlüsse zu ziehen.
Ein alteS ' französisches Sprüchlein be
hauxtet. . .. ,
Wenn der Charfreitag auf Georg,
. Ostern auf MarcuS fällt ' -'
Und Frohnleichnam auf Jshannis,
Dann kommt daS End' der Wrlt.
Und dieses Zusammenfallen der genann
ten Festtage ist aus dem dicssZhrigen
Kalender herauszulesen. ' Auf einer
Steintafel in der Kirche . zu Ober,
Emmel befindet sich eine uralte" In
schrift, welche in lateinischer Sprache
gleichfalls Las Ende der Welt vorher
sagt, und zwar, in deutscher Uebersetzung,
mit nachstehenden Worten: -Wenn
Ostern fällt auf MarcuS.
Pfingsten auf St. Antonstagen
Und Frohnleichnam auf Johannes,
Dann wird die ganze Welt wehklagen.
Somit liegen über denselben Punkt in
verschiedenen Sprachen beinahe gleich
lautende Wahrnehmungen . vor. Doch
damit . Niemand aus Furcht vor dem
Weltuntergang etwa schon vor dem
SaukgkeltStermln seinen Gläubigern die
entliehenen Summen zurücke, stette. sei
hier gleich bemerkt, daß eS mit dem Zu
grundegehen wohl nicht gar so arg auS
fallen wird. Bisher siel noch in jedem
Jahrhundert ' einmal n Ostertag auf
den Marcustaa und Frohnlnchnam auf
JohanniS den Täufer. So 1451. 1546,
1666, 1734. Hoffentlich werden wir
auch diesmal die schwere Zeit über
dauern und nicht in Feuer und Schwefel
versinken.
Gute Worte.
Zwei alte Freunde entzweiten sich, weil
der eine den anderen in so grober Weise
beleidigte, daß letzterer sich veranlaßt
sah, eine Injurienklage bei'm Gerichte
einzureichen. In Folge dessen war Ter
min zur Sühne vor dem Friedensrichter
anberaumt, doch mußten beide Partelen
längere Zeit . im Vorzimmer warten.
istumm und grollenden BllckeZ . sitzen
sich die ehemaligen Freunde gegenüber.
Endlich bricht der Verklagte das Schwel
gen und spricht den Kläger mit den Wor
ten an: Hattest Du denn nöthig, mich
wegen vkeser Lavoalie zu oerklaaen?
Selt 26 Jahren sind wir gute Freunde
gewesen, und da mußtDu Rindvieh gleich
auflas Gericht laufen! Ja, jetzt sehe
ch erst, was Du für ein schafskcxf. für
ein Heupferd, für ein Esel bist! So ein
Rhinocaros " Die Rede wurde hier
durch den Ruf des Gerichtsdieners, vor
dem Friedensrichter zu erscheinen, unter
rochen, und nachdem Letzterer die Par
en ermahnt, sich zu verglelchcn, erklärt
der Kläger: .Herr Richter, ir sind
chon eimg. denn der Verklagte hat mir
eben im Vorzimmer so viel' gute Worte
gegeben, daß ich auf Bestrafung des
Verklagten verzichte, und die Klage auf
meine Kosten zurücknehme." .
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Thls mejicine, combinln; Iron with pur?
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.' i.; pure Blood, ;tlalaria,Chtllaaa4 V eietr ,
nil NearaJiria.
It ls an tmfailinsr remedy tot Dlseues ofthe
Ivi!neya and I.Wrr.
It is Invaltiable sor TMseases pecullar to
Women, and all who lead sedentary Uves.
ltdoesnot Injuretheteeth.causeheadiiche.or
-roduce eonsiipation other Iron medierne do.
It enricliesand purifies the blood, frtimulates
:he appetite. aids the assimilation of suod, re
Heves Heartburn and Bclchbig, and strength
the muscles and nerves.
Tot Inlermittent Fevers, Lassitude, Lack of
Energy, &c, it has no equal.
tf- The eomiine has above trade mark and
croesed red lines on wrapper. Take no otber.
,. .irK. iRnn HKairji. r BiLTiaota, BD.
WHFv&t
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Xc: R.-ccpt, n.ic& ec'iirui M sl-ZerV Hräa
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rizndcrt J,'bre alt unö dkulscbrn Ursprungs
X if -arje Nribe ten Patent Medizinen Ur.v
nit ffn Präparat ösfwrifen, daß sich folcl"
einer hohen Acktung an dem Ort? erfreut, an
ttm sZ angrferkigt roird, c!S
U.
5i ist das teste Hkikmittrl bti N.-krei! u:it
l.'kdc!-.'Si.fiiN:krdku. Thspesifie, Magen
IrättviV.!. U Verdaulichkeit, Malaria.
rioSis-fjin Skichwkröen. etc. Als ein
B utreinizer b.'.t t-s vtidt tints Gleiche.
stärkt r.S 2v!tenj, kräftigt und schafft
nukS Lrben.
Ttt ;tTr ,rbtr.e RIcktrr Ha ?ca ?ancftfr 5
5 . c::i ki.,kk Zkr 3ri lnd5katkktkr Wirttt. iivth
r.y.A: Ms r' Ätäultr t'ülftl ist fit an fcrtit
Njr:ir nrt tat t::r frint n:rtiiinif4 Bitt bi!ba
&s&-ifrra n ie rrßm Wut crlanpt. Ick ftliU
uvt nik'ne -tjfrt.i srttiitrrnt giaitit ge
n:!S ii l-.s ättrruar. t uv ttr Auf odl
t'tnl ist."
tU ja liier Jicvb Vitters o.
."M Go;n;t:crce G:r., Philadelphia.
'"rtn'4 aiiftrfemfr BBitrnuSnniU b&laol Bit fefeL
Xitette Deutsche Schnelldampfer.
Eider Em Werra
Elbe ffulda Neckar
hein Main Donau .
Zweimal die Woche.
Von Bremen: Jeden Sonntag und
Mittwoch.
Von New Vork: Jeden Sonnabend und
Mittwoch.
Reisezeit zwischen .
Bremen und New York.
Neun Tage.
Ueber
1,500,000
Passagiere sind seit E tftehung der gesell
schast in 1857 sicher und out auf den Dam -pfern
de Äiorddeuttchen Llorzd zwischen
Deutschland und Amenka befördert worden.
Die Schnelldampfer deS Norddeut' chen
Lloyd bieten mit dohe DekS, Vorzug
licher Benttlatton, und utgezeich
neter Verpfleg fomie dura, kurze
Sietsedauer eine komfortable und de
schleuuigteSteitegeltgenhett nach und
n Deutschland. .
Wegen PreUe und Acxomodation in Zwi'
schendeck oder Zkajüte wende man sich n
Oelrichs & Go,
.. No. 2 Bowling iIrecn, New Vork.
TheodorBergner,' Agent,
Hermann, Mo.
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