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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, March 26, 1886, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of Missouri; Columbia, MO

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TROPFEN
Gegen Vlutkrankheitett,
Leber- ::d Magenleiden.
Uiilrc!ti, da4 ivfte Eitles. Pr'iZ. K? Cent ob
küf ?,l,'.ichen k:,"' in allen ÄpokSckc,, zu haben. Fü
5.0Ö werocn j!i'i?lf ?ijiJen fonenfrei versandt.
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Brust, LttNicn u. der Kehle.
Nur m ?r,gin,ik.ackl.'!k. Vrcxi. 2ö Cent?. In
?en flvotlisf-.-n, l,i li.ioet. cdcr ix,uD .:cmi :upfa:ig US
SragcSirei vcrsandt. T-n arc!sir?:
The Charles A. Vo!?3ler Co.,
yattnicrc, Maryland.
?r. f). A. yibbaro,
ZahttSlrtt,
Office im Bank Gebäude,
HERMANN, MO
Ein volMlldigrs Gcbiß $10.00.
ZuraN oder ftäuhüfe abgebrochene
Zähne könne zu lhrcr nalüilichen Form auf
gebaut weidei'.
Schmirdc- und
Zvagttsrwcrkklalle
von
Hanry Heneck,
Hermann,
Mo
D?einen .stunden, und dem Publikum über
baupl ?kige ich hiermi: an, dast ich t5 einen
Vorraih von
Pflügen
halte, welch? ans dein besten Stahl gemach!
find und ick daber jeden Pflug gariniire,'
kann ; auch Halle ich Ziiz.-n vnrräthig. ie--stelliinaen
iint :ikpaialren erden pünktlich
und billig besorgt.
ftentt) &oneX.
Wein- und Bicr-
Saloon
vo Philipp ties?ttr.
Lunch jeden Morgen !
4. Strafe, :w. Markt und Tchillerstraße.
Hermann, !TTo.
L c i h - 7a l I !
roii
Fritz Ochsner,
2. TtraKe, Hermann, Mo.
3ii:ruute oder Fuhrwerke sind per Stunde
oder Tag zu Den li: cral'icn kreisen ans;il
leihen. Pitrde uno Mel weiden u annahm
baren Ädingungen gefuttert.
C3F Heu, Ha'ri und Jitvn findet man stets
zu ze.kgemäi!kn Preisen.
ritj Ochsner.
Zjcrmann Klar Mills
George A- Klinger,
,abiifaitt von
Mck,l. Kleie, Shipstuff u.s. w.
itr alle Sorten (Getreide, als
s IVcijCN, Ixoijacn, Korn u. s. rv., u. s. w.
wird der höcbne i'iatftpiets bezahl:. Bestel
liliigen tiornpt dejoigt.
ll ttvergleichliä,
Schnelle Zeit"
über die
(Wo isstsllpvl
von St. Louis nach allen östl. Städten.
Tie 0. und M. R'u fühlt jetzt Palast
Schlafwagen ohne Wechsel von St. Vouis
in 10 Stunden nach oiiisville,
10 Stunden nach (jinäniiati,
30 Stunden nach Washington,
31 Stunden nach Baltimore,
3S Stunden nach New Z)ork
2 stunden am schnellsten nach r'ouiSville
und iiicinnali. 7 stunden am schnelltten
nach '!i?ahing on 4 Stunden am ichneusten
nach Baltimore. .'lehnlickz scbnelle Ztil nach
?!ew Zo'k und dies odne talwechiel.
4 Taglic 3nc hi1)
4 (st c ntirtti uns LouiöviUe
mit bequemen Passagierwagen, Palast
rvagen uno Palast-Schlafwagen.
Xic
Lhio- Mississippi Eisenbahn
führt jeyt eine doppelte tägl. Linie von
P a l a st - S ch I a f w a g e n
v. St. Louis nach ?kew?)ork ohne Wechsel.
Ken Carwechscl für irgend eine
Passagier. lasse.
I. und 2 Klasse Passagiere werden alle
auf Schnellzügen befördert.
7ie einzig üii'.ie durch welche man ohne
Carivcchsei und ohne ertra Pe.ablung von
St ,'ouis ach Lmeinn. li gtlangcn kann.
irtiu Titels, Raken oder irgend w, tche In
fonnation wenve man sich an du Ticket-Ägen-ten
oer mit dieser in Perdindnng strhenden
Lahnen.
n St. i'ouiä 101 u. 103 nördl. 4. Str.
W. W. Pcabody, W. B. Shattuc,
Gen l. Manager, Gen'I. paff. Agt.
Cincinnati, O.
G. D. Bacon, Gen'l. West. Pass. Agt.
St. Lou.is. Mo.
Der Senat von Massachusetts pas
sirte in dritter Lesung die Bill, durch
welche verboten wird, an Leute unter 16
Jahren Tabak zu verkaufen oder sonst
abzugeben. Die Bestimmung, nach mel
.cher es Eltern und Vormündern gestat
tet fein solle, ihren Kmdern oder Pflege
befohlenen Tabak zu geben wurde ge-strichen.
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nslanvislye Naazrtchten.
Brandenburg.
Berlin.- Die Thüren an sämmt
lichen Kirchen. Berlins sollen jetzt dahin
abseandert werden, van die Oettnuna
nach außen hin erfolgt. (5 geschieht
dies auf volttnllche Anordnuna. um
Unglücks fällen bei etwaigen Paniken
vorzubeugen. Die Neueinrichtung lst
im Dom bereits fertiggestellt.
Medizinalrath Albert Chamisso, ein
Sohn des berühmten Dichters, lst hier
an emenr Herzleiden gestorben.
Zülli ch au. Dem hier wohnenden
Invaliden Michael Roske, welcher im
54. Regiment den Krieg gegen Frank
reich mitgemacht hatte, war eme Kuge
durch das Ellenbogengelenk gegangen
und hatte den Knochen zerschmettert
Im Lazareth wurde er geheilt und dann
als iAanzinvallde entlassen. Im Mai
vorigen Jahres hatte sich ungefähr 3
Zoll unter der Schußwunde ein grauer
Fleck gebildet, welcher schließlich zu einer
kleinen Wunde wurde. Aus derselben
zog R. einen festen Gegenstand unter
großem schmerz heraus. Es war ein
Stück der Kugel, welches im Arme stecken
geblieben war.
S ora u. Die Eröffnung der Weber
Schule ist bestimmt für Ostern d. I. zu
erwarten. Durch diese schule soll le-
legenhelt zur Heranbildung geübter We
ber, tüchtiger Meister und umsichtiger
Fabrikanten geboten werden. Alle neue
ren tmnchtungkn und Hilfsmittel, durch
welche bei der Weberei Borihelle zu er:
kielen nnr, louen in Der Änitait zur
(liifuhrung gelangen.
Pommern.
Stettin. Die Bevölkerung unse
rer Provinz hat sich innerhalb der letzten
3 Iihre um 34,239 Seelen vermindert.
i ie Bevolrerungstisser betrug am 1.
Dezember 1880 1,540,034, am l. De
zember 1885 doch nur 1.505,795. Die
ilarkste ".'ermirderung hat der Regie-
lui'.gÄdezirk Eöslin mit einer Abnahme
um 3.22 pEt. erfahren: luin folgen
traljund mit 2,. 3 und Stettin nnl
1.23. Neben den Hohen,ollern'schen
banden ist Pommern die einzige Pro-
oinz des preußischen Staates, in welcher
die Polkszahl abgenommen hat. Ein
lZoitpackrt im Werth von 25,000 vJi. i)t
auf der Kariolpost, die Abends 7 Uhr
ooni Postamt i in der Pölitzerstraße nach
dem Haup posiamt durch die Molikestr.,
öen Paradeplatz, die grüne Schanze bis
zum Posthof führt, verloren gegangen.
Eöslin. Gerechtes Aufsehen er-
regt hiei das Verschwinden des Kauf-
manns und Düngerfabrikantcn Scholl
ner, von dem zahlreiche Wechsel im llm-
auf sein sollen. Einer derselben ist be-
reits präsentirt worden und hat sich als
gefälscht herausgeltellt.
Ostpreußen.
Königsberg. Einen Geldbrief,
ren err s.. ein ,Ncilchermeliter in
)lllenburg, kürzlich von seinem hiesigen
?c?cha,tsfreunde G. empsangen, offnc:e
r in Gegenwart dcs Postboten und fand
darin stakt der deklarirten 900 Mark nur
i-'.ize Stücke Löschpapier. 'Der 19jäh
iqe Hülfspsstbote Otto D. von hier
hatte nämlich Gelegenheit gefunden, den
bereits aewoaenen Geldbrief ni sehen
und wahrend der Abstempclung mit einem
gefälschteti Eouvcrt zu vertauschen, wel
ches er inzwischen mit Adresse unv dem
Gewichtsoernkerk beschrieben und mit
Löschpavier gefüllt hatte. Der Dieb ist
geständig und besindet sich in Haft.
I o h a n n i s b n r g. Der Altsitzer
S. und der Altsitzer P. waren gefchmo
rene Feinde des dortigen Wirthes st.
.'llS Letzterer im Jahre 1864 abbrannte,
beschuldigten ihn die beiden Ersteren der
Brandstiftung und beschworen dies auch
zweimal. Ader bei einem Lokaltermin
erkannte der Zcichter, daß die beiden Alt
sitzcr die Eide nur aus Rache falfch ge
schworen, hatten. Sie wurden jetzt vom
Schwurgericht zu 5 Jahren Zuchthaus
verurlheilt.
O st e r o d e. DerNegimentsftab und
das 1. Bataillon des 7. ostpreußisch,n
Infanterieregiments No. 44 werden von
Graudenz nach hier verlegt.
Weftpreußcn.
D a n z i g. Nachdem ein in früheren
Wahlen gemachter Persuch, bei der See
sischerci Dampfboote ia Anwendung zu
biingen, mißglückte, haben jetzt die Gebr.
Habermann wieder einen Versuch ge
macht, ihie Boote nach dieser Richtung
u verwerthen. Seit einigen Wochen
findet man Dampfboote mit füschen
Breitlingen am Markt. Es wird hier
durch den Fischern Gelegenheit zum Ei
meib geboten, denen es unter den äugen-
blickllchrn Verhältnissen unmöglich war.
ihrem Bcrute nachzugehen, weil die Drett
linge ca. 5 Meilen vom hiesigen Ort ge
fangen werden und in kleinen Handkäh
ncn auf See sehr schwer zu transporliren
sind.
Graudenz, Ein Veteran von
1813, der Allsitzer Martin Schleitz aus
Kl. Taipen, ist gestolben.
Marienburg. In Folge der
hierorts noch immer grasirenden Schar-lach-
und Masernepidemie haben zunächst
die beiden unteren Klassen der höheren
!öchtei schule geschlossen werden müssen.
Posen.
M o g i l n o. Der bisherige Land
rathsamtsoeiwefcr, Prcu ierlieutcnant v.
Oeitzen, ist jetzt zum Landrath unseres
Kreises ernannt worden.
S ch n e i d e m ü h l. Zimmermeister
Witlkomski hat auf ''einem Grundstück
eine Dampfschneidemühle errichtet und
kürzlich in Betrieb gesetzt.
W o n g r o w i tz. Der Grundbesitzer
Zamorskl auf Abbau Mokronos wurde
von einem Einbrecher, den er bei der Ar
beii" überraschte, durch einen Gewehr
schuß so schwer verletzt, daß sein Leben in
Geiahr schwebt.
Unglücksfälle. In Folge der stren
gen Kälie sind der Landmann Martin
Koß aus Greussin und der Schneider
Dikciak aus Slimno erfroren; in der
Lahischiicr Forst wurde der Käihner
Franz Markewitz aus Jsabi Ua von einem
fallenden Baumstamm erschlagen, auf
d,m Grundstück des Besitzers Jahns zu
Karlsruhe wurde der Arbeiter August
Marquard in der Mergelgrube verschütt
tet, der Brenner Zedwatzki aus Splawie
wurde von seinem Lehrling erschossen, in
der Warthe ertrank der Töpfermeister
Vincent Macicjewski zu Wronke.
Schlesien.
B r e s l a u. Hier starb Hedwig Prohl,
63 Jahre alt, bekannt als Jugendschrift
stellerin. Löwenberg. In dem nahe gelege
nen Dorfe Plagwitz fand beim Gast
wirih Rösler eine Theatervorstellung
statt. Nach der Vorstellung hatte dir
Schneider . sich in's Gastzimmer bege
ben und der Gastwirthsfrau ein paar
Ohrfeigen versetzt, worauf der Gastwirth
N. den Schneide? gewaltsam zum Per
lassen des Lokals brachte. Bei dieser
Gelegenheit äußerte S. zu dem Gast
wirth: Warte, Du wirst meiner ge'oen
ken." Kurz darauf wurden Alle durch
den Ruf Feuer" aufgeschreckt. Es
brannte aus dem Strohdache der Hinter
feite des .kösler'schen Gasthauses. Alle
vermutheten sofort in dem Schneider S.
den Brandstifter, weshalb derselbe ver
haftet wurde.
B u n z l a u. Im Waisenhause hier
ist auf Anordnung des Landrathsamtes
wegen allgemeinen Auftretens der an-
C Cls. .. A . Ä . . . .
lreicnoen xtugcncmzuncung ex unier
richt vorläufig geschlossen worden. Viele?
der Insassen sind sortgereist. . . ,
Jänkendorf. Am 22. Februar
vernarb der Fürst Heinrich der 74., Reuß
j. L., im 83. Jahre. - -
Koben a. O. Zum Bau der hier
zu errichtenden evangelischen Hermanns
kirche sind bei der Pfennigsammlüng bis
letzt 500,000 Baupfennige eingegangen.
Provmz Sachsen.
Erfurt. In dem Dorfe Güssefeln
leidet em Mensch von 16 Jahren. Wilh
Wichmann, an krampfhaften Zufällen,
und in diesem Zustande geberdet er sich
wie ern lvelitucher, er hatt eme Predlgt.
segnet ein u. f. w. Man wird durch die
Art, wie dies hier aufgefaßt wird, an
das Marvinqer Wunder erinnert. Aus
der ganzen Umgegend fanden sich täglich
Neugierige und Abergläubische ein, um
den ranken zu sehen, denn er sollte
wahrsagen und Mittel gegen alle möqll
chen Krankheiten angeben ; infolgedessen
mußte dre Polizei den Zulauf verbleten
Halle. Der hiesigen evangelischen
Tiakonissenanstalt hat ein ungenannter
auswärtiger Herr, der das segensreiche
Wirken der Anstalt selbst empfunden hat,
ein angrenzendes Hausqrundstück im
Werthe von weit über 200.000 Mark
geschenkt.
Weißenfels. Der Führer bei
hiesigen Social Demokratie, Cigarren
Händler Kuno, wr.rde hier kürzlich mit
social-demokratischem Gepränge unter
dem Zulauf von Tausenden beerdigt
Kuno gehörte zu den aus Berlin auf
Grund des soclalllten-Gesetzes eusge
wiesencn Agitatoren und hatte sich vor
der letzten Reichstagsmahl hier niederge-
laen.
Westfalen.
H a in m. Der Händler Muckelmann.
welcher seine Frau und 5 Kinder todtete.
sitzt jetzt im Dortmunder Gefängniß und
wird aus seinen Gellteszustand beobach-
tet. Er bchauptet auch jetzt noch, die
That bei voller Besinnung ausgeführt zu
haben und klaren Gelltes sein. Sein
Wunsch izt nur, fein Verbrechen durch
den Tod zu sühnen.
Lennep. Der jüngst hier verstor
bene Kommerzienralh Schröder sen. hat
der Siadt ein Geschenk im Betrag von
20,000 M. zu wohlthätigen Zwecken ver
macht.
Minden. In dem Dorf Hahlen ist
die Genickstarre ausgcbrochen; auf 5 ver-
chiedenen (yebosten und die Kinder von
der Krankheit befallen.
S ch m e l m. Büraerineister Grote,
der seit 35 Jahren cie Verwaltung unse-
rer Stadt leitet, ist nach langem Leiden
gestorben. Am 1. Mai gedachte er m
den vcuyeltand zu treten.
Brandfälle. Ein Raub der
Flammen wurden: zu Albeisloh das
Wohnhaus des Oekonomen Moß, zu
Epe dasjenige des Kötters G , auf der
friiheren Glashütte Gernhelm bei Peters
Hagen 5 Arbeiterwohnhäufer, zu Senden-
horst das Haus des Arbeiters Haqe
mann, zu Slddinghaustn die ganze Be-
itzunq der Wlttwü Joh. Pielsticker (ge
nannt Güllenhort).
Rheinprovinz.
Köln. Eine verrätherische Brant-
Weinflasche wurde dieser Tage in ei-
nem Hause gefunden, wo Spitzbuben ei-
nen silzier bestohlen hatten. Die
iebe, welche bei ihrer schweren Arbeit
das Trinken nicht vergessen hatten, ließen
bei in Weggangs außer einem Brecheisen
auch die Brannkweii flasche zurück. Nun
wäre Das vielleicht nicht schlimm für sie
gewesen, wenn sich nicht ein eigenthüm
licher Stöpsel auf der Flasche befunden
Zlke, nämlich das zusammen gerollte
iitiick einer gerichtlichen Vorladung.
AtN diesem stand zwar nicht der Name
s Geladenen, wohl aber die Wohnung.
Tiefes Pspiti stück führte die Polizei
chleunlg't nach einem Haufe am Kart-
auserlzof. Dort auf dem Speicher
aßen mehrere Männer friedlich beisam-
men und sahen darein wie die liebe Un
schuld Aber einer von ihnen trug ein
Paar der Stiefel, welche noch vor wem
gen Tagen dein Offizier gehört hatten
Was weiter geschah, braucht nicht erzähl
zu weiden.
Trier. An der Mosel geht der
Teufel umher. Neulich Abends kam er,
wie er in. Buch steht, in ein Bauern
haus, dessen Besitzer verre.st war, zog ei
nen Stuhl an die Stubenthür und fetzte
sich stumm darauf. Die Hauefrau und
eine Nachbarin zitterten und bebten.
Ter Teufel blieb stumm und räch einer
halben Stunde vei schwand er. Spät
nachts sehne der Mann heim und er
löste die beiden Frauen von ihrer Angst
Was, der Teufel war da?" sagte er.
Wenn er nur nicht zum Schornstein
hinauagesahren ist." Richtig, alle Schin
ken und Würste im Schlot waren ver
schwunden, während der Teufel im Zim
mer Wache gehalten hatle.
Tchlcöwig -Holstein.
Kiel. Die jetzt endlich, nach jähre
langen Forschen und Mühen, zum Ab
schluß gebrachte geognostische Karte des
Geneialmajsrs Geerz, deren Heraus
gabe der Provinziallandtag unterstützte,
weist alle die großen Veränderungen
nach, welche die Westküste der Provinz,
vom Anfang des 13 Jahrhunderts bis
zum Jahre 1818 (1624 ging ein großer
Theil von- Nordstrand unter) erfahren
hat. Die Karte zeigt nicht weniger als
121 untergegangene Kirchen, un) 177
Ortschaften ohne Kirchen auf, die nicht
mehr vorhanden sind, und deren Lage
auf früheren Karten, wie z. B. der
Oankwcrthschen, entweder garnicht, oder
verkehrt angegeben waren.
A l t o n a. Ein gewaltsamer Ueber
fall wurde bei dem Wirth Misterlin auf
Wulfsdorf, Gut Ahrensburg. ausge
führt, wo der Maurer Ritter nebst
Sohn durch Zerschlagen von Fenstern
und Thüren ins HanS drangen, um den
Genannten, mit dem sie in Feindschaft
leben, unter Anwendung von Waffen zu
mißhandeln. Der Knecht Möller, der
eine Pistole zur Hand nahm, wurde
durch einen Säbelhieb, Ritter sen. wurde
durch einen schweren Schlag am Kopfe
verwundet.
In Flensburg sind etwa 50
polizeiliche Strafandrohungen ergangen
an Personen, welche in wilder Ehe
leben.
Hannover.
Hannover. Der Steinsetzer Her-
.mann Hasselmann, gebürtig aus Wriesen
a. d. Aller, wohnhaft in der diellgen
Vorstadt Linden, wurde des Mord.s
schuldig befunden und zum Tode ver
urtheilt. Von Eifersucht geplagt, wollte
er am 6. Oktober v. I. seine Frau ver
lassen, gerielh aber beim Adschlednehmen
mit derselben in streit und erwürgte sie.
lim den Verdacht von sich ablulenken,
hing Hasselmann die Frau auf. Nachdem
der Mörder sich einige Tage in der Um
gegend umhel getrieben, stellte er sich frei
willig den Gerichten.
Hildesheim. Die städtischen
Eollegien haben beschlossen, das schöne
Rathhaus freizulegen und dadurch zu
gleich den sehr beschränkten Platz für den
Lochenmai ktsverkehr zu vergrößern. Zu
diesem Zwecke werden sechs Häuser 3
an der Rathhausstraße und 3 an der
Marktstraße niedergerissen. Die Koste
sind auf 140,000 Mark veranschlagt.
Aosia.
Roman von Henry Greville.
(Fortsetzung.)
Der Sonntag kam, und die jurgen
Leute fuhren, um den Staub zu vennei
den, in einer Kalesche nach Czarskoe
Selg. Plato schwieg. Peter war eben
falls still, doch nur aus Furcht, unbe
scheiden zu scheinen. Er brannte
innerlich vor Ungeduld, an seinen Freund
die verschiedensten Fragen über alles lich
ten zu können, wag die Fürstin So?hie
betraf. Endlich konnte er sich nicht mehr
länger halten.
.'Ist deine Schwester ein Schöngeist?"
fragte er Plato. .Ich bin so unziis-
send!"
.Wenn du unwissend bist, mein Be-
ster. antwortete ruhig der junge Offizier,
.dann vertraue dich m,iner Schwrster
an. um die Lücken deiner Bildung cus
iiufüllen. Sie wird dir Bücher leihen,
wird aber nicht eine Frage an dich rich
ten und wird dich entlassen verlegen,
erfüllt von dem Dränge nach Bildung,
mit einem dicken Buche unter dem Arm.
Das ist so ihre Hausordnung. Ich er-
gebe mich darein wie in allts andere."
Und Plato schlug lernen großen xjx
dovanzmantel zurück, so daß der Band
von Taines .Intelligenz", schonend in
eine französische Zeitung gehüllt, sichtbar
wurde.
Hat sie es dir aeliehen?" fragte Mu-
nef begierlg. .Zeige es mir, bitte."
O, du darfst darin blättern und selbst
nach belieben lesen, du wirst doch nichts
davon verstehen.
Peter schlug wirklich das Buch an zwei
oder drei verschieden stellen auf und gab
es dann seinem Freunde mit kläglicher
und niedergeschlagener Miene zmuck,
was auf Platos Lippen ein Lächeln her-
vorrief.
.Aber dann," sagte der arme Juige.
dann wird mich a die Fuistin entsetz
lich dumm finden?"
O nein I " antwortete sein freund.
Sie beansprucht ganz gewiß nicht, daß
Bücher, die cinaehende. vorbereitende
Studien erfordern, von jedermann auf
den eisten Blick verstanden werden raus
en; ihr werdet sehr gut miteinander zu
recht kommen ; sie ist durchaus kein Blau-
ltrumps, du wirst es sehen."
Die Kalesche hielt vor der kleinen
Treppe; zwei Minuten darauf saß Peter
in dem zweiten, seegiunen auteui! sei
nem Freunde gegenüber und plauierte
mit der Fürstin, als wenn er sie schon
zehn Jahre gekannt hatte.
Die dicken Bande mit dem Paplermes-
serchen waren verschwunden und hatten
einigen modernen Romanen Platz ge
macht, die sich auf dem mächtigen Roko
kotifch ziemlich verlassen vorkommen
mochten.
Man frühstückte in heiterster Lane.
Tas schöne Silber, die fein geschliffenen
KlUltallglaser, ro'enrothe Radieschen,
ein Tischtuch von schneeweißem, glänzen
dem Damast, uverall richtig und ge-
schmackioll vertheilte Blumen, dazu die
ammtauqen und das weisze Kleid der
u(iin uuccicii ein uukciii aiuiiuui
- t:.L.i : - . r. n r tt'j.
übereinstimmendes Ganzes, in welchem
lich lebhafte und matte Farben in klug
berechnetem unv scheinbar doch so unge
suchtem Kontraste gegenüberstanden
Die Fürstin verstand es meisterhaft, aus
sich und ihrer Umgebung ein wahrhaft
vollendetes kleines Genrebild zu gestal-
ten. Das war wohl, was ihrer Woh-
nung einen so unbeschreiblichen Reiz ver
lieh, den man nirgends sonst enipfznd.
Nachdem man sich lange sehr lebendig
über tausenderlei gemeinsame Interessen
unterhalten hatte, schlug die Füistin, da
die Hitze nach vier Uhr nicht mehr so
drückend war, einen Gang durch den
Park vor. Sie traten durch das mäch-
tige schmiedeeiserne Gitterthor, we.ches
von Äitxanoel I. in inonumentilem
E.'zarakier errichtet worden; auf der ei-
nen igelte las man eine russische Inschrift
in Goldbuchstaben, auf der andern eine
sianzösiscbc: Meinen lieben-Wasfenblü-
d in!
Gleich darauf athmeten sie die duftige
Frische deö sie umgebenden Grüns, der
Schatten hundertjähriger Linden um
sing sie, und wie ein neues Leben kam eö
über sie inmitten der schönen Natur.
Das Schlößchen und der Blumerqar
ten blieben zu ihrer Rechten liegen ; sie
suchten die großen Alleen auf, deren
dunkles Glün je nach der Tagcsstunöe
die Farbe verändert. Einige Durchblicke
gewährten die Aussicht auf den See. der
wie ein machtiges, mit Ouecksilber gefüllt
leS Becken erglänzte. Die Kuppel des
urklschen Bades, welche sich vorgebirg-
artig erhob, erschien einen Augenblick
goldgla,izend von der Sonne umstrahlt.
Tann umgab sie wieder schatten, und
langsam schritten sie durch die sich win
benoen Alleen weiter, die so gut gehalten
und mit Kies beschüttet waren, daß sie
an ein englisches Parkkleinod erinnerten,
und von so dichlem Buschwerk geschützt
wurden, daß man sie einen unduichdring-
lichen Wald halte nennen mögen.
?le setzten sich auf eine Bank, welche
sie aus einem mit hoher Stelnoaluit-
radc umgebenen Platze, fanden, einer Art
Rundell, wo sich früher unter der Kai-
sarn Katharina sehr wahrscheinlich der
Hos versammelte, um ve; trauliche Ge-
spräche zu fuhren oder Erfrischungen em-
nehmen, das aber jetzt öde und vernach
lässigt dalag.
Dieser Ort machte den traurigen Ein-
druck einer längst veraanaenen Giöße:
die Bäume ringsumher schienen älter und
ehrwürdiger als alle andern, un? unmill-
tu, lich hat man beim Anblick alter
steine, wo es auch sei, das Gefühl, als
müßten sie uns etwas zu erzählen habcn.
schon vom frühen Morgen ab hatten
alle drei Spaziergänger mehr als einmal
an die phantaltlsche Dosia gedacht; in
diesem Augenblick haftete vielleicht ihr
koischendcr Blick auf dem Ladogaiee, ge-
missenhaft die Entfernung zu kühn ge
träumten Ritten messend ; vielleicht war
sie auch eben dabei, irgend jemand einen
unsagbar tollen Streich zu spielen
sicher hatte sie sich den ernsthafiesten dazu
erwählt. Aber ihr Name war noch nicht
ausgesprochen worden.
Ich mochte gern Milch habrn," sagte
plötzlich die Fürstin. .Ist es wohl weil
von hier bis zum Wärterhauschen?"
Zehn Minuten," antwortete der
Graf.
.Dann lasse uns schnell Milch brin
gen, lieber Frennv! Ich sterbe vor
Durst."
Murief erhob sich diensteifrig.
.Erlauben Sie, daß ich gehe, gnädigste
Frau."
Sie hielt ihn durch eine Gebärde zu
rück. .Nein, Herr Murief," sagte sie mit
der ihr eigenen Anmuth. Sie sind
mein Gast. Mein Bruder wird eS be
sorgen." Plato entfernte sich schon mit eiligen
Schritten Er hatte verstanden, daß
seine Schwester durch das Alleinsein mit
dem jungen Manne viel leichter ein ver
trauliches Gespräch erzielen könne, und
hoffte, bei feiner Rückkehr Peter zu rück
halllosem Bekennen bereit zu finden.
Und so mär es. Seine Mütze war
noch zwischen den Baumstämmen zu
sehe, als die Fürstin bald lächelnd sich
lebhaft an den jungen Ofsizier wandte:
.WaS hat Ihnen denn Ihre Cousine
Dosia gethan, daß Sie von ihren !ugen
den so wenig wissen wollen?"
.Wag sie mir gethan hat, gnädigste
Frett?" rief der Unglückliche. Er hielt
plötzlich inne, fuhr dann aber nach einer
kurzen Ueberleauna fort : Sie hatt
mich beinahe zu einer Dummheit oerlei
tet, die ich 'mein ganzeis Leben lang be
reut haben würde. .
"IJch mag Dummheiten gar zu gern!
antwortete Sophie. mit ihrem gewinnen
den Lächeln. .Bitte, erzählen Sie mir
die Geschlchtel"
Peter schilderte ihr. nun in wenigen
Worten den Fluchtversuch seiner Eousine
und lhre Ruckkehr unter das mütterliche
Dach. Die Fürstin hörte ihm mit leisem
Lächeln zu.
.Sagen Sie nur, Herr Peter," fragte
sie ihn, als er wieder zu Athem kam,
denn der Aerger hatte ihn ganz erregt.
.was wurden sie gelhan haben, wenn
sie nickt nach Hause hätte zurückkehren
wollen?"
.Ich würde sie zu meiner Mutter ae
bracht haben, wie ich eS ihr zugesagt
hatte. Die hätte mir tüchtig den Kops
Gewaschen! Schließlich muß ich dein
kleinen Tollkopf gar noch dankbar sein.
daß er mir den Gemitterstulm spart
hat.
.Ihre Familie wurde mit dieser Wahl
nicht einverstanden gewesen fern?
Nem. gewiß rilcht l Und Sle. ana-
digste Frau wie ich sehe, kennen Sie
naber . wurden Sie Dona gern unter
die Ihrigen aufnehmen k"
0, lch " sagte Sophie, .ich bm mcht
berechtigt darüber ein Urtheil zu fallen
Aber erstens finde ich Dosia sammt all
ihren Fehlern köstlich ; dann würde ich
sie zweitens schnell zur Äernuntt bnn
gen. wenn ich sie nur ein Jahr bei mir
hatte, und endlich hmathete lch sie ta
nicht," fügte sie lachend hinzu. .Zwischen
unsern beiden Fragen ist also em so ge
waltiger Unterschied wie zwischen Tag
uns Nacht."
Ich werde sie auch nicht heirathen,
Gokt sei Dank!" rief Peter, und in sei
ner übergroßen Freude und Dankbarkeit
erhob er die Blicke gen Himmel.
Aber, sagen Sie, Herr Peter, wenn
Ihre Familie nun ihre Einwilligung ver
weigert hätte? Dosia ist, glaube ich, so
nahe mit Ihnen verwandt, daß eine
Heirath mit Ihnen von seiten der Kirche
Schwierigkeiten gehabt hätte!"
Daran hatte ich freilich gedacht," ant
wortete der zunge Mann. .Ich würde
meinen Abschied genommen haben, und
wir härten uns im Auelande verheira
lhet. Es giebt Mittel, sich mit dem
Himmel auszusöhnen."
Und aus die Gefahr hin, in Ungnade
zu fallen?
Du lieber Gott, wenn man muß!
Da ich sie nun einmal entführt hatte!"
Sie würden sie geheuathet haben
trotz alledem?"
Peter sah die Fürstin etwas erstaunt
an.
Ich hatte sie ja entführt," wieder
holte er langsamer.
Die Fürstin senkte den Blick, und ei-
nen Moment gab sie sich dem Hochge
fühle hin, eine durchaus lautere und
ehrenhafte Seele gefunden zu haben
sie wollte diese Freude m hrem ganzen
Umfang genießen.
.Uno Sie liebten sie nicht?"
Offen gestanden, nein. Ich liebte
sie ganz und gar nicht, das sehe ich jetzt.
Ich fühle, daß Schönheit und Witz
allein nicht eine wahre Liebe einzuflößen
vermögen."
Ach, diese Entdeckung haben Sie ae-
macht?" sagte die Fürstin lächelnd.
Peter schwieg und erröthete. Gluck-
licherweise kam Sophie nicht darauf,
ihn zu fragen, seit wann ihm diese Wahr
heit aufgegangen sei; denn zu seiner
Schanöe hatte er 'einaestehen müssen.
daß er sich eben erst davon überzeugt
habe.
sie wurden also Dosia aeheirathet
haben, ohne sie zu lieben, selbst da Sie
wußten, daß sie Ihnen kein wahrhaftes
Gluck zu bieten im stände war.
Aber, gnädigste Frau, ich hatte sie
ia entsiiyrt!" wieserholte Peter zum
drittenmal.
Sophle reichte dem jungen Ofsizier die
Hand
sink sin $T?tHor nfin Jtitvrfit ittiS
5, , (nntf n,. n.
ibreand .urück.iekend kin: fen,n
sie den Himmel, da er Ihnen dies
" ' ' r 7 r I - n -
nur als Probe auferlegte. Für das
junge Mädchen und für Sie ist es ein
liluck zu nennen, daß die Sache so kurz
abgebrochen wurde; denn wenn sie nicht
die Frau Ihrer Träume ist, so sind auch
:e wiederum nicht der Mann, der für
sie pait.
Welchem Unglücklichen, welchem auf
ewig Verdammten würden Sie denn die
Hand dieser phantastischen jungen Dame
bestimmen?"
Ah. das ist etwas anderes," sagte
die Fürstin mit ihrem gehcimnißoollen
Lächeln ; ich kann keinen nennen, aber
so viel steht fest, daß diese unlenksame
Barke eines weiseren Steuermannes be-
darf, a!S Sie es gewesen wären."
Hier kam Plato mit einem Bauern,
welcher in einem ?orbe Milch und Glä
ser trug. Man erquickte sich und der
Icann ging.
In dem Augenblick, als die Fürstin
sich erhob, um ihren spaziergang fort
zusetzen, sagte sie zu Peter:
Sind Sie ganz sicher, da Ihnen
Dosias Umkehr keinen Kummer verur-
achte?"
Die unaussprechlichste Erleichterung
sogar, gnädigste Frau, die innigste und
gl'ößle Freude! Nie habe ich so gut ge
schlaftn als in jener Nacht."
Gluckliches Privilegium eines guten
Gewissens!" sagte die Fürstin, zu ihrem
Bivder gewandt. Plato, siehe hier vor
dir ben littarnr, der nie die Qual eines
Gewissensbisses gekannt hat! Bewun-
dere ihn!"
Ach, gnädigste Frau," seufzte Peter,
wenn Sie wüßten, welch himmlisches
Wohlbehagen ich in dem Gedanken fand.
dem noch mit genauer Noth entgangen
zu fein! Großer Gott! Ich zittere, da
ich an die Gefahr nur denke, der ich aus
gesetzt war."
Scherzend schlugen sie den Weg nach
Hause ein. alle drei höchst befriedigt.
wenngleich aus sehr verschiedenen Grün-
den. Die aufrichtigite Betriedkgung
empfand Sophie. Die Fürstin hatte
sich die erhabene Lebensaufgabe gestellt,
schöne Seelen zu suchen, und fand sie
deren eine, was übrigens nicht oft ge-
schah, da klang es wie ein Lob- und
Dankassana in ihrem Herzen. An die-
fern Tage war der Lobgesang über alles
Denken" herrlich.
Sophie und ihr Bruder blieben etwas
zurück; welche geheimnißvollen Worte sie
wechselten, wissen wir nicht; aber auf
dem Heimwege summte Plaio nichts als
Opernmelodien vor sich hm. Peter Mu
nef sprach kein Wort und rauchte acht
(figarretten.
Zehntes Kapitel.
Die beiden jungen Leute fanden sich
oft bei der Fürstin ein. Der Reiz die
f,'s friedlichen DaheimS hatte sich ur
plötzlich so ganz und gar des Lieutenants
Murief bemächtigt, daß er selbst seine
früheren Vergnügungen verachtete.
Nur das Theater fesselte ihn noch,
aber rr war in der Wahl der Stücke
schwieriger geworden, und eine? schönen
Tages machte er die Entdeckung, daß ihn
das Ballett langweile.
Glücklicherweise fanden die großen Ma
nöoer statt und das Lager wurde abge
brochen, wodurch Peters Stimmung wie
der in ihr gewöhnliches Geleise kam.
iw tiK u wu iiuwt in uiuv
et nichts a schlafen, essen athmen, or
Schlaf ?nnken und . Mied von vsrn.
wonach sich dann , endlich feme früheren
uv, wtii4uu.ui iu4 .uuc uuu luai
Kräfte wieder einfanden.
CTTi t r r ..
Wie es rhmSurof vorauSaesaat hatte,
. O- trx- mr , . ,
hatte dle Fürstin ihm Bücher geliehen.
und sonderbar, er, dem früher das Lesen
eine unausstehliche Arbeit war, fand jetzt
em außerordentliches Vergnügen daran.
Hoch erfreut über diese Veränderung,
deren wirklicher Beweggrund, so wenig
er sich selber darüber klar war, in dem
Vergnügen bestand, mit der Fürstin
t:. .ni i-rf . 7
vpyie uoer inge, vie sie lieoie unv
bewunderte, zu sprechen, sagte er sich,
daß seine Zeit der Tollheiten und Strei
che zweifelsohne zu Ende und daß er nun
in das Stadlum der Beltändiakelt und
ves ernstes trete.
Als er ledoch aufmerksam um sich
blickte, bemerkte er. daß seine größten-
theils ebenso alten. Kameraden eS noch
toller trieben als zuvor, und eines schö
nen Morgens wachte er auf und fragte
sich, warum er eigentlich die Fürslm
Kutsky so oft besuche.
.Ich muß ihr sehr lanaweilia sein!"
sagte er melancholisch zu sich.
Und lötzlich faßte er den energischen
Entschluß, die großmüthige Fürstin nicht
mehr mit seiner Gegenwart zu belastl-
gen. Nach diesem Entschlüsse, den nie-
mand von ihm forderte, schickte er sich
s - - M . s im. W L . ? u
cueu iinjcicu irezens an, ein lieines,
sehr höfliches Billet zu verfassen und die
mI Y ... 1j.m.4V ...-...J0--.r.. V
(.iKiyiuiii juuyti vuuiii juiuu juicilvcn,
da eilte die gütige Vorsehung herbe,, die
Spenderin alles Glücks und Unglück, und
erinnerte ihn daran, daß ja heute die
Regaita stattfinden sollte und daß er die-
tr.t tm ir.A. M. .t. i
ri. 5.,.. w Q--- r. "t.ri c. . ' . . ,
sen Tag mtt Plato bn der Fürstin zuzu- )a lit alles vorhanden: von dem lelch
bringen versprochen hatte. ten Perissoire in Mahagoni, dem ele-
.Also dann morgen," sagte er mit km- ganten Podoskaph, von dem regelrechten
bischer Freuve zu sich. .Noch einen ein-
zigen schönen Tag, und da sie mich ganz
r' :nr; ; , . ? . - n ? .
,re,nmug cingeiaocn yar, iii es I riar,
daß ich ihr heute nicht lästig fallen werde!
sreiwiuig eingeiaoen yar, in es a riar,
Urbiiaens glaube ich. wird noch mehr
Gesellschaft da fein."
Ber Unglückliche ahnte nicht, wie wahr
er gesprochen.
Als er gegen e,n Uhr NachmlttaZ m
tadelloser Toilette bei der Fürstin ein
trat, kam ihm sein Freund Plato mit ei-
nem sonderbar schelmischen Gesichte ent-
gegen
SSeire mal mein Pipfiorl fnnt,
mit etwas verrätherischem Ducken um
, i-3
die uicundwinlel. ch alaube. aroße
-?- v... r- i ' m
'sreuoen rornen aeiaaril wirren,
Meine Schwester hat einen Einfall ae-
habt; ich weiß nicht, ob du ihn hüblck
finden wirst.... lch fürchte, nem."
Sprich doch!" sagte Peter unqedul-
big Es zieht hier sehr."
Nun also, mein lieber Freund, die
j . in. vi. m n t.
Sache ist die. Meine Schwester liebt
die Einti acht und möchte gar zu gern.
daß der Friede mit einem Füllhorn in
der Hand die ganze Elde weit und breit
beherrschte. Da sie die hohen Mächte
eider nicht versöhnen kann "
Geht es noch lange so fort?" unter-
brach der junge Lieutenant von neuem.
vceln. ich bln gleich zu Ende....
Meine Schwester befriedigt ihren Hang
zum ttrievenstisten oaourch, daß ie die
einzelnen miteinander versöhnt. Sie
mußte, daß ihr beiden, deine Cousine
Dosia und du. auf dem Kriegssun steht.
eil ihr euch trenntet; sie wünscht sehn-
ichst. daß ihr euch die Hand zur Versöh-
nung reichen möchtet, und hat Dosia des- Großfürsten in den großen, kühn ge
halb zu Regatta eingeladen." krümmten Kriegsböten unter Segel; die
Dosia ! . . . . Dona hier ! " rief Minies
und giiff blitzschnell wieder nach seinem
Mantel, den er aus eine Bank gelegt
hatte.
Im Salon, hier nebenan. Spute
dich, lasse meine Schwester nicht walten.
Sie sah dich unter dem Fenster vorüber
gehen und wird sich über unsere lange
Unterredung schon wundern."
Und wider Willen lachend, wider
Willen etwas unruhig, zog Graf Surof
feiner, Freund Prter nach dem secgrünen
Salon. Dosia war in der That da, sie
thronte feierlich mitten auf dem Sofa,
dessen ganzen übrigen Raum ihr Kleid
einnahm. Sie hielt sich gerade, wie eine
Kerze, regung los njfe eine Staiue und
ernst wie ein Kind, das auf seine Suppe
wartet. Vier oder fünf, den Verhält
nissen nach geschickt gewählte Damen,
von denen sich rwaiten ließ, daß sie
Augen haben würden, um nicht zu sehen,
uno Ohren, um nicht zu hören, dienten
dem hübschen Bilde als Rahmen.
Sophie verstand sich darauf, derartige
Dinge zu arrangieren; sie halte sich von
der Begegnung der beiden Erocrlobten
viel versprochen und täuschte sich nicht
darin.
.O gnädigste Fürstin, das ist nicht
gut!" sprach der junge Lieutenant leise,
Sophies Hand küssend.
Ei nun ! Früher oder später mußte es
doch einmal so kommen," antwortete sie
völlig unbefangen
Das war freilich unwiderleglich rich
tig. Peter verneigte sich tief vor Dosia,
welche die Verbeugung mit einem steifen,
höchst feierlichen Kopfnicken erwiderte.
Am Thürpfosten lehnend, betrachtete
Plato sie mit einem gewissen Unbehagen.
Peter faßte einen kühnen Entschluß,
setzte sich auf einen Stuhl, der neben
dem jungen Mädchen stand, und knüpfte
ein Gespräch an.
.Bist du immer wohl gewesen,
Dosia," fragte er, seit ich zum letzten
mal das Vergnügen hatte, dich zu
sehen?"
.Ich danke dir, lieber Vetter," ant
wortete sie. .Ich habe mir einen
Schnupfen geholt."
Zwei- oder dreimal hustete sie ein
wenig, dann fuhr sie fort, in einem
Album zu blättern.
.Und ist meine liebe, vortreffliche
Tante nicht krank gewesen?" fragte Peter
weiter.
.Nein, lieber Vetter, ich ranke dir;
nicht kränker als gewöhnlich."
Peter konnte kaum das Lachen unter
drücken, seit geraumer Weile schon
plagte ihn sein angeborener Muthcville;
der Kreis beschränkter und gemessener
Damen, der ihn umgab, flößte ihm die
brennendste Lust ein, irgend we chen Un
sinn zu machen; er neigte sich etwas
näher -zu seiner Cousine hinüber und
flüsterte leise: Bist du für deinen letzten
Streich gestraft morden?"
,,Nein, lieber Eonsin! Und ich habe
mein Pferd behalten, mein Hund schläft
am Fußende meines Bettes und ich
habe jetzt ein Schlafzimmer für mich
allein!"
.Das wundert mich nicht," entgeg
nete Peier, .wenn du deinen Hund zum
Stubenkameraden erwählt hast. . . "
Und ich ihue jetzt alles, mag ich will,"
schloß sie mit zornigem Blick.
.Einigermaßen war ieS immer deine
Gewohnheit," erwiderte ihr Vetter un
beirrt. .Ich freue mich, zu erfahren,
daß du Fortschritte darin gemacht hast.
Und wie stehl's mit deinem Klavier
spiel?" Die Füritin, welche sie verstohlen be
obachlet halte, sah, daß ein Streit im
Anzüge, und beeilte sich, Peter zu rufen,
wahrend Plats den freigeworöenen Platz
einnahm. Dosia war sogleich wieder
ernst und gesetzt; die Röthe, welche der
Zorn aus ihre Wangen gerufen, ver
chwand, und . ihr allerliebstes Gesicht
nahm wieder den Ausdruck kindlicher und
lieblicher Schelmerei an, der sie so un
widerstehlich machte.
.Bitte, Herr Peter." sagte Sophie,
die sich des Lachens nicht erwehren
konnte, .warten Sie, bis wir eine Tasse
- i viugcoiuoe aerrunicn Hauen ' urrneuert
Ende des Waffenstillstandes. - Sie wer
den noch Zeit genug zum Streit finden
der Taa ist lana."
i ssic Die jfcinDieuatenm ntmt ifflnn nnr
. j,,:.: ?.rn
h uui i w 4 vui 14'
s,,,? - z.... ml... L
I 3 I 7 -n iiuw luiuill ( l
.
.Sie finaen ia an!"
.Ich gestehe eS. Aber sie soll nicbt
das letzte Wort behalten. . . . "
.Vergessen Sie. nicht, daß Sie mein
Gast ist. rief Mürief. Thun Sie es
mir zuliebe, seien Sie geduldig!"
.Aus Liebe zu bnen. anädiae ffrau.
thue ich Alles, wag Sie wollen!" saate
Peter schnell darauf und erhob seine
Augen zu dem schönen Antlitze gegen-
über. "
.Ich danke Ihnen und nehme Sie
beim Wort." -
Die Fürstin entfernte sich und die
Ehocolade wurde aufgetragen, wonach
die Gesellschaft sich zum Aufdruck nach
ern cre tuiicic, nur welcyem Ote vf-
".-x.i. r tt . " m
gatta stattfinden soll. -
Elfte Kapitel.
Die kleine Flotte von Ezarskoe-Selo
lst em ganz merkwürdiges Ding. Sie
hat ihren Admiral, und nicht etwa nur
einen Süßwasser-Ädmirat. sondern einen.
der wirklichen Seedienst versteht. Diese
Stellung wird gewöhnlich einem Ma-
I 4k. A C AM Al9 .V a( mm f.tu 5 . s f
ffliu' rvnung ,llr eine gian-
zende Waffenthat verliehen, bei der er
I f rf m n. A.Mt.i ...KiimVam . . V & . X .
I luyivvv muuij vuuuitviii uiuivc, UUI ui
den aktiyen Dienst untauglich zu sein.
Die Flotte von Ezarskoe-Selo ist aus
den Modellen sämmtlicher Boote deS
ganzen Kaiferthums zusammengesetz.
leichten Krieosboot, dem chinesischen
Flußkahn, -von der einfachen flachen
iia . - ; vi rsje. r.rtn r.t . .
janc, in cic iiey eioi eyroare sanier
juhc, ui vic iiy a i ryroare vcuixcr
ohne Furcht hineinwagen, bis zur Barke
Eskimos in Seehundskell. bis zur chi-
nesifchen Dschonke, welche die Gewässer
des Amur durchstreift, bis zu dem engen.
wunderlichen Kamtschadalenboot. bis zu
dem ayn aus einem ausgehöhlten
Baumstamme, der durch Ou?rstann?n
im Kleickaemickt erkalten mird. Di,
Originalmodelle, welche mit großem
Kostenaufwand aus den entleaenit,n
Theilen des Kaiserreich htrheiarfchaRt
i - - --- - r -7 -jy-'-r-n-
imv. werden in elner Art von Museum
ausvewahrt, welches sich m einem schloß-
:l.i:x. c:ci:x n . - .
uuiucu, uhmiujui viieuuucc aus orau
nen Ziegeln mit zwei runden Pfeudo
thüren zu beiden Seiten b. findet. Doch
die oplen dleser Uicodelle stehen den
Liebhabern zur Verfügung. Man kann
fich zu zeder Tageszeit aus dem Schisse
seiner Wahl einschiffen oder sich eine
..... T c w crr.rr t. mr
tunde lang auf den Wellen des klaren
Sees umherfahren lassen; all das hat
man unentgeltlich; der Großmuth des
fahrenden Publikums wird anheimge
stellt, den Matrosen zu belohnen, der die
Bootshaken und Taue reicht oder der in
der Sonnenhitze rudert, während ein
Dach von Zeltleinwand die schönen Da
men oder eleganten Offiziere schützt.
Diese seltiame und bunte kleine Flotte
sollte die Wettfairten antreten. Unter
so vielen verschiedenartigen Fahrzeugen
hatte man sich zu einer Art Klassisikaiion
genölhigt gesehen, sowohl in betreff in
der Seacl als auch der Ruderboote. Die
ersten der Wettfahrenden waren die
einfachen sterblichen begnügten sich mit
Ruder. Junge Otsiziere hatten sich für
die Perissoire oder Podoskaph emgeschne-
den, deren Wettfahrt immer ein komisches
Elcmenl bietet wegen der unvermeidlichen
drolligen Zufälle und der oft sehr unde
quemen Handhabung der Ruder.
AIs die Gesellschaft der Fürstin das
User des Sees erreichte, wog'e eine ge
p itztc Menge, aus allem bestehend, was
E,arskoe-Selo und das Nachbarstädtchrn
Pawlowsk Eleganies und Reiches auf
zuweisen hatten, am Rande der ungeheu
ren Krystallschale einher.
Auch Petersburg und Umgegend hat
ten ih, Kontingent an Zuschauern ge
sandt. Das nichtsehr zahlreich vertretene
Lolk hatte sich instinktiv nach den wem
ger begünstigten Plätzen zurückgezogen,
von wo aus das Auge nur einen geringen
Theil der Fläche übersah, die zuiückge
legt werden sollte, während sich der Adtl
und die Geldarlstokralie dem Landungs
platze näherten, wo die kaiserliche Fami
lie den Spielen präsidirte.
Teppiche und Sammetsitze bedeckten
den mit Marmor ausgelegten großen
Raum.
Auf den breiten Stufen, die bis in den
See hinunterführten, bildeten die Ehren
jungfrauen, die Pagen und dienstthuen-
den Offiziere eine anmuthige Kette, alle
in schmucker Uniform, in lichter Som
meltoilette. Etwas weiter ab seufzten
die armen Generäle unter dem Zwang
einer zu knappen Uniform und schwerer
Epaulelten
Es war zwar der Hof, aber in Villeg
giatur, mit einer sehr vereinfachten Eti
kette, sozusagen der Hos im Privatleben.
Fürstin Sophie hatte sich einige Platze
unweit des Landungsplatzes reserviren
lassen, und ihre Freunde bildeten eine
dichte Ehrenkelte um sie.
(Fortsetzung folgt.)
Bon dem Manne, der die Wirth
schast besorge wollte.
in norwegisches Volks -Märchen.
Es war einmal ein Mann, der brummte
und zankte den ganzen Tag, und nie
mals konnte ihm seine Fiau im Haufe
etwas recht machen. So kam er auch in
der Heuernte eines Abends heim und
polterte und wetterte, daß eS ganz
schrecklich anzuhören war. Da sagte die
Frau:
.Sei doch nicht so böse, Väterchen,
morgen wollen wir einmal mit der Ar
beit lauschen, ich will mit den Knechten
mähen gehen und Du sollst die Wirth
schast besorgen."
Damit war der Mann zufrieden.
Frühmorgens nahm die Frau die Senfe
über die Schulter und gin mit den
Knechten aufs Feld; der Mann aber
blieb im Hause zurück.
Zunächst machte er sich ans Buttern;
darüber wurde er durstig, stieg in den
Keller hinab und begann sich einen Krug
Bier aus dem Fasse abzuzapfen. Da
hörte er, wie das Schwein in die Stube
gelaufen kam und sprang hurtig die
Kellertreppe hinauf, um das Thier fort-
zuiagen. damit es nicht das Buttersaß
umstoßt.
Doch schon war das Unglück
geschehen und die ganze Diele war weiß;
mitten in der Sahne patschte das Schwein
herum und ließ sich'ö gut schmecken. Da
wurde der Mann so böse, daß er ganz
das Vier vergaß und nur das Schwein
greifen wollte; in der Thür bekam er es
zu fassen und gab ihm vor Aerger einen
solchen Tritt, daß eS auf dem Flecke todt
blieb. Jetzt besann er sich auch wieder
aus das Faß im Keller, aber als er hin
unter kam, war das Bier ausgelaufen.
Nun ging er in die Milchkammer, dort
fand er noch Sahne genug und füllte das
Butterfaß von Neuem, denn Butter
wollte er durchaus zu Mitlag haben.
Nach einer Weile fiel ihm ein, daß die
Kuh noch im Stalle stand und weder
jlsUiter noch Wasser bekommen halte, ob-
gleich eS schon hoch am Tage war. Er
wollte fich nicht die Zeit nehmen, die Kuh
auf die Wiese zu führen, sondern be,
schloß, sie auf Dach zu leiten, das war
i in. r
i , .
I . : ü11" u.u
i n.-ti ,ks, ,,1- wrw
- Hütte-lag neben einem HJgel ; wenn er
; von dort ein Brett öch dem Dach,
i,at eti-a,, n üt -YutZX
i mtiii tinrt hnh.a s x- . rr
! Kinanktnk,!,, 9iiW w'sww.?.
I T I " 4 U.
mnt U .x. rn. IJi
- I .wv fviii II ' uiiu
s,. c,,, ,,k c:fU ü.-
krabbelte, der konnte eS leicht umstonen.
Er band sich, also das Faß .aus den
Rücken und ging danit in den Stall;
doch bevor er die Kuh auss Dach führte,
wollte er sie tränken, nahm einen Eimer
I und begann Wasser aus dem Brunnen
zu schöpfen. Ais er sich über den Rand
beugte, lies die Sahne aus dem Butter-
fasse ihm in den Nacken und über den
Kopf. in den Brunnen. ' . .
Es ging stark aus Mittag und Butter
hatte er nicht bekommen: so beschloß er.
Grütze zu kochen und hängte einen Kessel
mit Wasser über den Herd.. Als er dies
I gelhan hatte, fiel ihm ein, daß die Kuh
vom Dache herunterfallen und den Hals
l v v:. cq t S. ... - , c
I wlC ucuic irivcu lonnic, crunr
stieg er wieder hinauf, um sie auzubin
den. Das Ende deS Strickes befestigte
er an dem Halse der Kuh, das andere
warf er durch den Schornstein hinab und .
schlang es sich dann in der Küche um den
Leib. Das Wasser fing an iu soeben.
! und er rübrte die Arük ein
.... ...' . v ' '
Aus einmal siel die Kuh dennoch vom
Dach, und , an h,m trirf, fc,
in den Schornstein hinauf, da steckte er
I m . m - -
l nunl aber die Kuh hing draußen an
der Wand und schwebte zwischen Himmel
I c . .
und Erde.
Die Frau, wartete und wartete vergeb
lich, daß ihr Mann kommen und sie zum
Mittagessen rufen sollte; endlich wurde
ihr die Zeit, lang, und sie ging nach
Haufe. Als sie nun sah. wie jämmer
llch die Kuh dahing. lies sie schnell und
durchschnitt den Strick mit der Senfe.
In demselben Augenblicke siel der Mann
den Schornstein hinunter, und als seine
I strnn ; :. esn: f n.,.. r
K m KrtokMl V'
über im Grützkessel!
(Aus .Norske Folke-Eventyr.)
Vie zärtlicher Gatt,.
Eommerzienrath Schottländer in Ber
lm fahrt mit seiner Frau spazieren und
'st, wie gewöhnlich in Gesellschaft seiner
Frau, verdrießlicher Laune.
Schottländer. wel t De. so lange alS
rt. , . . - -r , y ,
mir rr veroerraiaer, ,ou lcy nocy
r, guie runoe.
Schottländer: Wie haißt. lauf nach
Potsdam, hast De vier gute Stunden.
Unsere Kinder.
Die kleine Wilhelmine: ES ist gar
nicht wahr, daß der Storch das kleine
Brüderchen gebracht; die Störche sind ja
rx : .-v ir. r... r. .
schon im Herbst fortgezogen, wie die
Bonne erzählt hat.
Mama: Dieser Storch ist aber hier ge
blieben. Wilhelmine: Ach. so willst Du Dich
jetzt nur herausreden.
GEST T0IIIC. ?
This mesllclno, combinlng Iron wlth tmre
-retab1e tonio. q:i!ofcly and eompletelv
Vnrra IT.prpia. Indignation. VkneM.
i in pure Blood, .Maiaria.1 hilis aad Fererr.
.ml NearmJula.
1t la an unmilme rrmedy for Disewea ostl.s
Iiiioaya und 1.1 ver.
It ! irn-alunb'.e sor FiscHres peculiar (o
Women, and all who lend sedentary live.
Udo? not Injur the teth,causeheadache,or
Vrduce oonstipation nthr Iron medicinn lo.
Itenrlchenand purfne theblood.etimulatc
the appetite. aids the .Mmilatioti of food. re
lievt Heartbnrn and H lrhlr.g, and rtrngtb
ens the muscles and n?rvp.
For Intermlttent Fovrn. Lanltude, Lack of
EnerfT, 4c, it hos 1:0 equal.
3- Tbe peiiuliii; bns atave trad mark and
erossad red line on vrrapper. Take no other.
MUm,jT BRmTJI HKBIf 1L rn BlLTtlOBE, HD-
DaS Rnrpt, nach welchem Msshler's Jträu
ker BltterS zusammengeskyt ist. ist über zwr.
hundert Jadre alt und deutsä'en Ursprungs
e ganze Reihe von Patent-Mdizinen kan,'
nicht ein Präparat aufwrisen, daß sich solcd'
einer hohen Achtung an dem Orte erfreut, an
dem es angefertigt wird, als
ryiisHLE&'s
Uvu Tvjr
TKs uü
l2)flTT
ES ist das beste Heilmittel bei Nieren ui.r
Leber'Beschwerden. TySpepsie, Magen
krämpfen. Underdaulichkeit. Malaria,
periodischen Beschwerden, etc. AIS tü.
Blutreiniger bat es nickt seines lAIeichen.
öS stärkt das System, kräftigt und schafft
neues Leben.
Zn vkrftorbknt tfiiAttr Ha cn Pancntlrr 5;..
fa.. sin füfigfr Ourift unt nfarfr Pürjfr. (6rifi
finfis ..Miibltr Jlräuttr itttr ,g irr t' unD trt f
ttfjnnt und tat durch keine nikkiiiuisn unk t'filtn: 1
6iflfnf4aftf einen refen 8t uf rl.inpt. 0 i'-t-.
ant meine Familie baden erschikkknk jilaitrn fc
trau! nd ich bin üderieugk. tii( tr ?tvi rrl-i vtr
tttnt ist."
Zttishler Aerb Vitkers 0n.
52? Commerce Str., Vbiladrltiv.
Utrfer'f ikktmer k0urSrup 14101 et.
Tireete Deutsche echnekldampser.
ider m Werra
Elbe ffulda Neckar
Rhein Main Donau
Zweimal die Woche.'
Von Bremen: Jeden Sonntag und
Mittwoch.
Von New York: Jeden Sonnabend und
Mittwoch.
Reifezeit zwischen
Bremen und New.Jork
Neun Tage.
Ueber
1.50,0
Passagiere sld set i! tstedung der Sesell'
schast in !8Z7 siter ud put auf den Dam
psern deS Norddnilschen i'loyd zwischen
Deutschland und Amerika befördert morden.
Die Sen-eUdampfer deS ordnit chen
kloyd bieten mit hohen DeckS, vorzüa
licher ient'latton, und ausgezeich
neter Verpfleg sowie dura kurze
Steesedauer eine komfortable und de
scyleunigteRettegelegenheit nach und
von ?e lischland. . ,
Wegen Prei,e und Aclomodat'on mIZ!'
schendeck oder Kajüte wende man sich an
Oelricds & io,
No. 2 Bomlinq reen, New ?1o,k.
Theodor Bergner, Agent,
Hermann, 10. :
I Rr5gj jAj
I
iTPVr"5 i
ißf I ll 1 rnf
V
WM
alHE"lIB"lS '
D IlLlvltLlNi
UND
NEW-YORK!
et!

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