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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, June 11, 1886, Image 2

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trtertnsi
Vennanner SolKsblaU.
QtdxSVtt Srf, HnauSgtbn.
49. ongrev.
1. Juni. Im Abgeordneten
hause berichtete der PostauSschuß Ab
Lnderungen des Gesetzes betr. der V er
se.idung von Lotterie-Anzeigen mit der
Pvst, der Landausschuß einen Gesetzent
rourf für Verfall-ErklSrung der Land,
fchenkung an die New Orleans, Baton
Rouge und VickSburq Eisenbahn ein.
Die Berathung der OleoWargarin-Bill
nahm ihren Fortgang und wurde die
Steuer auf 8 Cents das Pfund festgesetzt.
Im Senat wurde der Gesetzent
wurf, welcher das Achtstundengesetz auf
die Briefträger ausdehnt, angenommen.
Den Rest der Morgenfitzung nahm die
Erörterung der Vorlage für Verfall-Er.
klärung gewisser Ländereien der nörd
lichen Pacisicbahn in Anspruch, worauf
um Zwei mit der Berathung der Bänke-rott-Gesetz-Vorlage
fortgefahren wurde,
nach deren Vertagung der Gesetzentwurf,
welcher die Erwerbung von Bundes
LSndereien durch Ausländer verbietet,
zur Annahme gelangte. Der Gesetz
entwurf für Entschädigung der Opser
der Wyominger Chinesenhatz wurde er
örtert, gelangte aber bis zur Vertagung
nicht mehr zur Erledigung.
2. Juni. JmAbgeordneten
Haufe wurden auf Empfehlung des
Budget - Ausschusses von den Amende
ments des Senats zum Haushaltsgesetz
für den Bezirk Columbia einige ange-
nommen, andere aber verworfen und be
treffs der letzteren wurde eine neue Eon
ferenz angeordnet. Der Ausschuß für
Arbeitswesen legte einen Gesetzentwurf
für Verleihung von Körperschastsrechten
an Gewerkoereine vor, welcher auf die
Registrande wanderte. Hierauf Fort
berathung der Oleomargarin - Bill.
Im Senat wurde nach einigen
Bemerkungen Bromn's zu Gunsten des
vorliegenden Bankerottgesetzes die Er
wägung der Vorlage für Verfall-Erklä-rung
gewisser Ländereien der nördlichen
Pacisicbahn wieder aufgenommen, um
jedoch um Zwei dem Gesetz -Entwurf für
Heranziehung der noch nicht vermessenen
Eisendahn-Ländereien zur Besteuerung
Platz n machen. Die Vorlage wurde
m mehreren Punkten abgeändert und
nach einer geheimen Sitzung trat Ver
tagung ein. In der geheimen Sitzung
wurden eine Anzahl Postmeister-Er-Nennungen
bestätigt.
3. Juni. Im Abgeordneten
Hause berichtete der Ausschuß für
Arbeitswesen den Cenatsbeschluß für
Erweiterung des Achtstunden -Gesetzes
auf die Briefträger ein, worauf mit der
Erwägung der Oleomargarin-Bill fort
gefahren wurde, welche Vorlage schließ
lich zur Annahme gelangte. In der
Abend-Sitzung wurde die Oklahoma
Bill berathen, doch bot die Erörterung
nichts Interessantes und um halb I I Uhr
trat Vertagung ein.
Senat. Der Gesetzentwurf für Ent
schädigung der Opfer der Chinesenhatz
zu Rock Springs in Wyoming wurde in
Erwägung gezogen und hielt Mitchell
eine längere Rede gegen die Maßnahme,
welche er als einen Schimpf auf tas
amerikanische Bürgerthum bezeichnete.
Die Vorlage wurde sodann beiseite gelegt
und die Bill für Heranziehung der Eisen
bahnländeceien zur Besteuerung des Wei
teren berathen und nach längeren Er
örterungen angenommen.
4. Juni. Abgeordneten
Haus. Nach kurzer Berathung des
Etats für Verwaltung, Gesetzgebung
und Rechtspflege reichte Boutelle
(Maine) einen Gesetzentwurf bezüglich
der Fischzölle ein, welcher verwiesen
wurde. Die Maßnahme ist gegen
Canada gerichtet. Hieraus Aussetzung
der Verhandlungen bis 8 Uhr.
Senat. Der Gesetz-Entwurf für
Entschädigung der Opfer der Chinesen
Hatz zu Rock Springs im Territorium
Wvoming wurde des" Weiteren erörtert
und schließlich mit 30" gegen 10 lim
men angenommen. Er ermächtigt den
Präsidenten, den thatsächlichen Schaden,
den die Chinesen bei den Auftritten in
Rock Springs im September v. I. er
litten, festzustellen und ihn zu ersetzen,
wozu ihm $150,000 zur Verfügung gc
stellt werden.
5. Juni. Das Abgeordnet en'
haus schritt, nach Annahme mehrerer
Bewilligungen für öffenlliche Gebäude,
zur Berathung des Gesetzentwurfs, wel
cher der Union Pacisic-Bahn den Bau
einer gewissen Zweigbahn gestatten soll,
bei welcher Gelegenheit Crisp und Hol
man in einen harten Wortkampf gerie
then. Im Senat gelangte dcrJngalls'sche
Antrag, den Minister des Innern um
Aufschluß über den Erlaß des Ober
landCommissärs Sxarks, die zeitwei
lige Aussetzung der Annahme von Ein
gaben in Bezug auf Land-Entrus" be
treffend, anzugeben, ;ur Annahme.
Die Verweisung der Oleomargarin-Vill
des Hauses, um welche sich der land
wirthschaftliche Ausschuß und der Finanz
wuöschuß streiten, wurde bis zur Rückkehr
des Vorsitzenden des letzteren Ausschusses
aufgeschoben und nach Annahme von 220
Pensionsbewilligungen trat Vertagung
ein.
7. Juni. JmAbgeordneten
hause wurde der Widerruf des Vor-kaufs-,
Waldanbau- und Oedländereien
Gesetzes beschlossen, und die Genehmi
gung zum Bau der Staten Island
Brücke der Baltimore- und OhioBahn
tbeilt.
Im Senat wurde die Verweisung
der Oleomargarin - Bill an den land
irthschaftlichen Ausschuß beschlossen.
Nach Annahme des Etats für den aus
wärtigen Dienst wurde gegen die Er
wägung deS Platt'fchen Beschluß
antrags für öffentliche Executiv
Sitzungen Einspruch erhoben. Zu
längeren Erörterungen führte c
von Browne im Auftrage des EistN-
bahn-AusschusseS einberichteter Gesetz
entwurf für Berichtigung der Ansprüche
des Bundes an gewisse Eisenbahngesell
schaften aus den Jahren 1865 1866,
und zwar nahm Henlev daran Anstoß,
daß der derBill beiliegende, von Browne
verfaßte Bericht der Ausdruck Jnva-sionöheer-
mit Beziehung auf das
UnionSheer enthielt. Browne entschul
digte sich damit, daß der Ausdruck aus
Versehen gebraucht worden sei. Auf
seinen Wunsch wurde ihm gestattet, den
Bericht ganz und gar zurückzuziehen,
worauf die Vorlage zur Annahme ge
langte. Aettes Sffilinscorvs.
Bisher glaubte man, daß wenigstens
im Offizierscorps unserer Armee und
Flotte die .Krummheit noch keine
Statte gefunden hätte, und in der That
sind diese beiden Dienstzweige von den
Riesenskandalen in anderen Zweigen des
öffentlichen Dienstes verhältnißmLßig
sehr frei geblieben. Um so auffallender
und peinlicher ist daher eine vom
Militärausschuß deS Repräsentanten
hauseS in die Welt gesetzte Enthüllung,
wonach ein ganzes, aus Offizieren der
Armee zusammengesetztes, Kriegsgericht
aus geheimen, jeder thatsächlichen Be
gründung entbehrenden, Motiven einen
rollkommen unschuldigen Ofsicier, den
Kapitän Hedberg vom IS. Infanterie
Regiment, zur schimpflichen Ausstoßung
aus der Armee und sogar zum Zucht
haus erurtheilt habe. Die Anklage
r.,,.,. Ans m,tiua und ebrlokeZ Ver
UMlltfc - "O . ' . ,
halten, allein wie eS mrt der Bewers,
aufnähme und dem Verfahren überhaupt
herging, darüber sagt der Bericht deS
Congreßausfchusies Folgendes:
$i$ir finden, daß fünf von den Zeu
aen gegen Capt. Hedberg Offiziere
waren, welche selber bald daraus vor
Kriegsgerichte gestellt und schimpflich ent
lassen wurden. Andere Zeugen waren
Gesindel, wie eS den Lagern zu folgen
pflegt. Trunkenbolde, lüderliche grauen
zimmer und mrikanischeS Pack, daS kn
nen Glauben verdient. Das Kriegs
richt, welches CaxitSn Hedberg ver
urtheilte, muß jede lurrttrsche Regel
über die Glaubwürdigkeit von Zeugen
aussagen verletzt haben, um zu den
Schlüssen zu kommen, zu denen eS ge
langt ist. Der Ausschuß kann kein ge
nugendes Beweismaterial für eine ein
zige der vielfachen Beschuldigurigen fin
den. Es ist nicht einmal genügendes
Material für eine Civilklage vorhanden,
viel weniger für die schwere Anklage,
welche, wenn der Angeklagte wirklich
schuldig wäre, ihn für alle Zeit mit
Schande bedecken würde."
Der Offizier, der sich stets deS besten
Rufes erfreut und sich im Dienst immer
musterhast benommen hatte, wurde
wirklich aus der Armee ausgestoßen, ob
schon ihm die Zuchthausstrafe erlassen
wurde.
ßine chinesische Zeitung üöer die
Verfosgnngen von ßöinesen in
den Ver. Staaten.
Cine in Sbanabai erscheinende chinesi-
sche Zeitung, welche Schen Po" heißt
und großen Einfluß besitzen soll, hat un
längst die Chinesen-Ver folgungen in den
Ver. Staaten in einem längeren Aufsätze
besprochen.
Richt alle Länder der Erdenrunde"
heißt es darin haben gleiche Staats
Einrichtungen, aber in Bezug auf Unter
Haltung freundschaftlicher Beziehungen
zu auswärtigen Staaten und BeHand
lung fremder Unterthanen im eigenen
Lande muß der Grundsatz bei allen ein
ebenso gleicher sein, wie der ' bei den
Wagenrädern, welche auf den Geleisen
aller Fahrwege fortkommen müssen. Der
Grundsatz der Menschlichkeit lehrt uns,
yt beurtheilen, was recht und unrecht ist.
Durch dieHandelsoerträge, welche China
mit dem ganzen Auslande geschlossen hat,
ist jedem der Vertragsschließenden die
Pflicht auferlegt, Uebergrifse der stärke
ren Eingeborenen hintanzuhalten und die
schwächeren Fremden gegen dieselben zu
schützen, um das freundliche Vertrags
Verhältniß zu wahren und die Sicherheit
des Individuums zu gewährleisten. Un
ter den amerikanischen Staaten gilt die
nord amerikanische Union als der größte
Staat. Ziehen wir die Mißhandlungen
in Betracht, welche von amerikanischen
Bürgen an wehrlosen Arbeitern verübt
werden, so scheint uns die Größe dieses
Staates gar nicht so groß zu sein. Seit
Eröffnung des Handelsverkehrs zwischen
China und Amerika sind dahin viele Chi
nesen ausgewandert, und schon oft haben
wir gehört, daß unsere Landsleute von
amerikanischen Bürgern vertrieben, er
mordet und ihre Handelshäuser und
Wohnstätten niedergebrannt wurden.
Auch neuerdings verlautet, daß die Häu
ser chinesischer Handelsleute niederge
brannt und das Vermögen derselben ver
nichtet würde, und daß der Wenh'des
vernichteten chinesischen Eigenthums über
5(i0,000 Taeles beträgt, so daß die chi
nestschen Kaufleute mittellos umherirren
und sich sehr elend fühlen. Wir bedau
ern, es aussprechen zu müsscn, daß die
Gefühle der Menschlichkeit in Beurthei
lung Dessen, was recht und unrecht ist,
bei den Amerikanern nicht vorhanden
sind, denn sonst könnten derlei Grau
samkeiten nicht verübt worden sein."
Der Verfaß er macht alsdann den chi
nesischen Ausivandcrern den Vorwurf,
selbst an ihrem Mißgeschick schuld zu
sein, da sie von diesen "Chinesen-Versol-gungen
in Amerika, welche die Unver
trägtichkeit der Wirthe mit den Gästen"
klar stellten, Kenntniß haben mußten
und trotzdem dahin ausgewandert senn.
Bei ihrem gleiß und ihrer Genügsamkeit
könnten sie.sich überall ernähren. Wenn
man daher' fürchtet, daß thina zu eng
ist, um alle seine Leute in sich aufzuneh
men," so gäbe eS außer Amerika noch
andere Länder, mir welchen China Ver
träge habe, und wo die chinesischen Ar
beiter und Handelsleute ihren Lebens
unterhalt erwerben könnten. Man
brauchte dann nicht gleich sein Lcben aufs
Spiel zu setzen. Noch schlimmer sei es,
daß manche Chinesen ihre leibliche Hülle
in fremder Erde zurück lassen und nicht
einmal geweihte Ruhestätten finden."
Den Amerikanern Conkurrenz zu ma
chen, liege gar nicht in der Absicht der
Chinesen. Mit den reichen Arbeitgebern
ein geeignetes Uebercinkommen zu tref
fen oder neue Erwerbsquellen zu schaf
fen, oder endlich dahin zu wirken, daß
die Amerikaner auch keine höheren Ar
beitslöhne verlangten, als die Chinesen,
wodurch bewirkt würde, daß Erstere den
Letzteren vorgezogen würden, an der
lei," ruft der entrüstete chinesische Ver
fasser aus. -denken diese Leute nickt!
Sie können nur in ungeheuerliche Wuth
gerathen und dieselbe an den Chinesen
auslassen!" Mit den amerikanischen
j Bürgern will sich der Verfasser garnicht
abgeben, diese seien seines Urtheils un
würdig. An Allem seien nur die Regie
gierungsleiter des Landes schuld. We
der vermahnen sie die Jhriqen vor der
That, noch auch nach der That, indem sie
den Chinesen Schutz und Unterstützung
angedeihen ließen. Dies wird bewiesen
dadurch, daß sie die Entschädigung, wel
che verlangt wird, entschieden zurückwei
sen. Dadurch wird die Grausamkeit
der Bürger nur noch mehr angefacht, da
sie wissen, das.', wenn sie auch die Chine
sen um Leben und Eigenthum bringen,
sie straflos ausgehen. Die Galle ver
größer! sich, und das Herz vermildert in
dem Menschen immer mehr, so daß die
Riedermetzelung und Austreibung der
Chinesen nur noch größer werden wird,
wie heute."
Sine reiche Aamilie.
Neuerdings brachte die Philadelphia
Times" einen interessanten Artikel über
die Gebrüder Astor in New Bork. Ein
Tauschblatt entnimmt demselben folgende
Angaben:
Die Brüder Astor haben an dem
Broadwar) 'ein stattliches Haus, welches
gerade so aussieht, wie ein Bankgebäude.
Auch im Innern ist es eingerichtet, wie
eine Bank. Man sieht darin eine
Menge Schränke, Puke, dickleibige
Bücher u. s. w.. und zahlreiche Clerks
sind den ganzen Tag über emsig an ihren
Büchern beschäftigt. Außen an der
Thür befinden sich zwei Metallplatten
mit der Aufschrift: Jchn I. Astor'
und .William W. Astor". Jeder der
beiden Brüder hat eine Privatofsice und
eine Masse Angestellter, die für sie arbei
ten. Ueber dem Etablissement schwebt
eine gewisse kalte, vornehme Ruhe, die
um so befremdlicher wirkt, als in diesen
Räumen mehr Geschäfte erledigt werden,
wie in manchen großen Banken. Die
zwanzig oder noch mehr Clerks im Hause
müssen die Bücher über das den Astors
gehörende Grundeizenthum führen. Es
wird gesagt, daß in diesem Etablissement
jedes Jahr über eine Million Dollars
an Hausmiethen eingezogen wird. Es
nimmt natürlich viel Zeit" und Mühe in
Anspruch, um die Oberaufsicht über das
derAftor'fchen Familie gehörende Ver
mögen zu führen. - Jedenfalls hält ti
schwerer, vas Vermögen er iiors zu
ntrmalien. ali mancbe arone Bank im
Lande, die sich eines berühmten Namens
erfreut.
Die Astorz sind keine Spekulanten.
Sie handeln nicht an der Börse und las
sen sich auch auf keine gewöhnlichen
Geldgeschäfte ein. Ihre Finanzthätig
ttit erstreckt stA ledialick auf den Ankauf
und auf die Verwaltung von Grund-
- T C IY V
eigenthum. re Werden dann er yrouc
ttrtrra- atl&t bereits ibr Dater mit ss
glänzendem Erfolge durchgeführt hatte.
John Jacoo Asror, oer oiianrmung
nach bekanntlich ein Deutscher, war in
seiner Art ein seltsamer Mensch. Er
arbeitete und sparte, und all das Geld,
das er auf diese Weise erwarb, wurde in
Grundstücken und Häusern angelegt.
Die glänzendsten Aussichten auf Gewinn
lockten keinen Cent -aus seiner Tasche,
wenn es sich um anderweitige Geschäfte
handelte. Er glaubte steif und fest
daran, daß sein Geld nur in Spekula
tionen auf Grundeigenthum gut ange
legt sein könne, und dieser Ansicht blieb
er bis an sein Lebensende getreu. Sein
Leben war gerade nicht glücklich zu nen
nen, und seine Familie hatte von seinem
vielen Gelde auch keinen großen Genuß.
Auch seine Söhne ahmen ihm in dieser
Beziehung nach, und leben in behäbig
bürgerlichen Verhältnissen, ohne mit
ihrem Gelde zu prahlen, wie manche
andere Leute, die nicht so reich sind,
wie sie.
SXm öffentlichen Leben der Stadt svie-
Im die Astors keine arofie Rolle. Man
weiß, daß sie sehr reich sind und viel
Grundeigmthum kaufen und besitzen,
das ist aber auch so ziemlich Alles, was
man von ihnen erfährt.
Die beiden Astors sind alte Leute.
William W. ist ein großer, kräftiger
Mann mit rothem. Gesicht und flachs
blondem Haar. Er ist etwa 60 Jahre
alt. Sein Bruder John I. ist ebenso
groß, aber bedeutend magerer, und macht
einen unfreundlichen Eindruck.
Es ist allgemein bekannt, daß die
AstorS außer den Vanderbilts als die
reichste Familie in den Ver. Staaten
gelten. Wie viele Millionen Dollars
sie ihr eigen nennen, entzieht sich der
Berechnung. Man weiß indessen, daß
John Jacob Astor noch im Jahre 1860
der reichste Mann im Lande war. Seit
jener Zeit sind von anderen, wie z. B.
von den Vanderbilt's große Reichthümer
angesammelt worden, und es läßt sich
leicht denken, daß die Astors in der
Zwischenzeit auch nicht müßig geblieben
find. Man greift vielleicht nicht zu hoch,
wenn man ihr gegenwärtiges Vermögen
auf rund 100,000,000 schätzt.
Iie Sparkassen Preußens.
Das neueste Heft der Zeitschrift des
preußischen statistischen Bureaus enthält
eine Uebersicht über den Geschäftsbetrieb
und die Ergebnisse der preußischen Spar
kassen, wie sie sich im Laufe des Rech
nungsjahres 1834 1885 gestaltet ha
ben. Es geht aus diesen Mittheilungen
hervor, daß das Sparkassenwesen, wel
ches eine so große Bedeutung für die
wirthjchaftliche Entwicklung des Landes
besitzt, wiederum eine aufsteigende Be
wegung zu verzeichnen hat.
Von besonderem Einflüsse auf die
Wirksamkeit des Sparkassenwesens ist
die Zahl derjenigen Stellen, an welchen
Spareinlagen angenommen werden. Die
Erfahrung hat gezeigt, daß, je mehr sol
cher stellen vorhanden sind, in desto
größerem Maße der partricb der Be
völkerung geweckt wird. Die Vermeh
rung der parstellen in Preußen in dem
angegebenen Zeitraume ist eine durchaus
zufriedenstellende gewesen. Die Zahl der
Sparkassen ist von 1258 im Vorjahre
auf 1285 gestiegen; die Neben- oder
Filialsparkassen eingerechnet, haben sich
die Annahmestellen von Sparanlagen
um 18? vermehrt und betragen nunmehr
2563; Sxarstellen sind in 2163 Ort
schaften vorhanden, im Vorjahre nur in
1982. Die Vertheilung jener Sparstel
len in den einzelnen Piooinzcn gestaltet
sich naturgemüß dem vorhandenen Be
dürfnisse entsprechend, und man kann
aus der Verbreitung derselben in den ver
schicdencn Landestheilcn einen Rückschluß
auf die matericlle Lage derjenigen Bevöl
kerrungskreise machen, für welche die
Sparkassen bestimmt find. Es herrschen
nach der genannten Richtung hin bedeu
tende Unterschiede. Während im Re
gierungsbezirk.Düsseldorf eine sparstclle
auf je 40 C :adrat?i!k',:u.ter, im Re
gierungsbezirk Mazdebu.g eine solche auf
49, in Schleswig auf 53, und in Arns
bcrg auf 67 Quadratkilometer entfällt,
kommt im Regierungsbezirk Gumbinnen
erst eine folche auf je 1221 Quadrat
kilometer, im 3!egierungsbezirk Köslin
auf 519 Quadratkilometer. Im ganzen
Staatsgebiete entfällt im Durchschnitt
eine Sparstelle auf 135 Quadratkilome
ter und auf 10,17 Einwohner.
Cme beträchtliche Vermehrung zeigt
auch der Bestand der Einlagen. Derselbe
hat sich von 1,959,063.232 auf 2.109,
343,655 Mark gehoben. Von großem
Interesse ist der Durchschnittsbetrag, der
an Spareinlagen in den einzelnen Lan
destheilen auf den Kops der Bevölkerung
entfällt. Das Verhältniß, welches da
bei zu Tage tritt, gestattet einen noch
tieferen Einblick in die ökonomische Lage
der Bevölkerung, als es die Vertheilung
der Sparstellerr thut. Der größte Durch
schnittsbetrag kommt auf die Provinz
Schleswig-Holstein mit 236,10 Mark
für den Kopf der Bevölkerung ; es fol
gen Westfalen mit 197,39 Mark,
Hannover mit 146,37 Mark und Sach
fen mit 102,33 Mark. Ungünstiger ge
stalten sich die Verhältnisse in dem öst
lichen Theile der Monarchie. In der
Provinz Posen kommt nur eine Spar
einlage von 14.21, in Ostpreußen eine
solche von 14,83, in Westpreußen von
20,49 Mark auf den Kopf der Bevölke
rang. Die Zahl der Sparkassenbücher hat
eine Zunahme von 277,479 Stück auf
zuweisen; sie betrug am Jahresschlüsse
3,925,807 Stück. An dieser Zahl waren
die kleinsten und größten Kontur bis 60
Mark, bezw. 600 Mark mehr als ge
wöhnlich betheiligt, da sich ihr Antheil
an der Gesammtzahl der Sparkassenbü
cher von 28,34 bezw. 22.03 Procent im
Jahre 1883J84 auf 23,86 bezw. 22,12
Procent vermehrte. Der Procentsatz der
kleinsten Konten ist se't 1879 erheblich,
derjenige der größeren verhältnißmäßig
nur wenig gestiegen ; der erstere betrug
damals 24,99, der letztere 21,64 Proc.
Die Durchschnittseinlage, welche auf ein
Buch entfällt, hatte im Jahre 1834 mit
552 Mark ihren höchsten Stand er
reicht ; dieselbe ist im Betriebsjahre bis
537,33 Mark zurückgegangen.
Auch in dem Zahlenverhaltnisse zwi
schen isparkassenbüchern und Bevölke
rung zeigt sich in den verschiedenen Pro
vinzen ein großer Unterschied. Am un
günstigsten ist das Verhältniß wiederum
in den östlichen Theilen des Reiches.
Während im Gesammtdurchschnitt für
den ganzen Staat ein Sparkassenbuch
auf 6,93 Einwohner kam, entfiel in der
Provinz Posen erst ein solches auf 26,49
Einwohner, in Ostpreußen auf 21,73
und in Westpreußen auf 20,45 Einwoh
ncr. Ein weit günstigeres Verhältniß
haben andere Provinzen zu verzeichnen.
Ja der Provinz Hannover kommt schon
auf 4,33 Einwohner ein Buch, in der
Provinz Sachsen auf 3,92, in der Pro
vinz SchleZwig-Holftein auf 3,36 Ein
wohner.
Eine höchst respektable Smnme wei-
sen die Zillsüberschüsse der S:?arbanken
ans. Sie betrugen im Jahre 1 884 85
22,069,699 Mark gegen 20,880,173
Mark im Vorjahre. Die VervaltungS
kosten stellten sich auf 4,865,434 Mark,
so daß ein Reingewinn von 113,104,265
Mark verbleibt, von welchem 10,773,442
Mark demReferoefondS überwiesen wur
den, welcher dadurch von 12!Z,643,06Z
Mark auf 139421,515 angewachsen ist.
Bekanntlich wird ein großer Theil der
ZinSüberschüsse zu öffentlicheT Zwecken
verwandt. Ja 1384 85 wurden hier
für ,623,554 Mark in Anspruch ge
nommen. Seit dem Bestehen der Spar
kassen sind, soweit ermittelt werden
konnte, 177,914,752 Mark für jene
Zwecke ernannt worden.
' Jnlänvische Nachrichte.
1 In Union-Point, Ga., giebt es
eine Frau mit einem Backenbsirt, der 10
Zoll lang ist.
T Die Stadt Brooklvn. N.-N., be
ansprucht gegenwärtig eine, Einwohner
zahl von 800,000.
Ja Pennsvlvanien soll kaum em
Drittel der KohlengrLber Arbeit haben
und es herrscht große Noth unter den
Leuten.
Ein Brüder des in New York vor
mehrerenJahren verstorbenen Millionars'
A. T. Stewart ist Lumpensammler in
Cherokee, Iowa.
?Jn den sogenannten Erdnußfabrrken
spenut-tzictories) in Norfolk, Va.,
werden jedes Jahr Erdnüsse im Werthe
von 1,500.000 für den Markt herge
richtet. Die ffabriken 'id einfach
Plätze, wo die Nüsse durch Maschinerie
gesäubert, polirt und sortirt werden.
s In Toledo in Ohio fraß kürzlich
ein deutscher Wettfresser Namens Louis
Weigand in Folge einer Witte 32 hart
gekochte Eier und starb den Tag darauf.
Sein Nachbar, ein Fleischer, hatte es
fertig gebracht, noch einige Eier mehr
hinunterzuwürgen und erkrankte auf den
Tod.
1 In Olney im County Richland in
Illinois wurde John Kassermann erst
vor drei Wochen von seiner besseren"
Hälfte geschieden, weil sie es gar zu arg
getrieben hatte. . Drittehalb Wochen
nach der Scheidung holte er l eimCountv
clerk eine Heirat hslicenz und ließ sich
mit seiner geschiedenen Frau wieder
trauen.
1s Ein nicht sehr wohlriechendes Ge
schäft will ein Herr Samuel Wolcotr in
Wvoming-Countr), N. ?)., unternehmen.
Derselbe beabsichtigt nämlich, sich auf
die Zucht von Stinkthieren (skunks) zu
verlegen und dieselben in großen Massen
für den Handel zu züchten. Die Felle
dieser Thiere werden von Kennern be
kanntlich sehr geschätzt.
s Folgende Staaten haben reguläre
Bureaur für das Einsammeln statistischer
Nachrichten über die Arbeiterfrage: Ca
lifornien, Connecticut, Jridiana, Jllb
nois. Iowa, Maryland, Massachusetts,
Missouri, Michigan, New-Jerseu. New
Aork, Ohio, Pennsyloanien und Wis
consin. j Ueber einen eigenthümlichen Strike
wird aus Beatrice, Nebraska, berichtet,
dort weigerten sich die wegen Vagabun-
! direns vcrurtheilten Tramps, an der
Straße zu arbeiten, wenn die Stadt sij
für ihre Mühe nicht bezahle. Die Stri
k.r sind bisher oben auf und arbeiten
nicht, ganz egal, was ihnen die Beam
ten sagen. "
j" Ein Alter von 101 Jahren hat in
Sbodn i:r Tennessee John Blevins er-
i reicht um ermordet zu werden. Er war
i dieser Tage Abends nicht nach Hause zu
i rückzekehrt und am nächsten Morgen
; fand man seine Leiche in einer Schlucht
i mit nahezu durchschnittenem Halse.
! E-n Schwiegersohn des Er-Präsi-j
denken Andrew Johnson und ein ehema
! liger Bundcssenator, der in dem Stadt-
chen Home rn kLreen llsumn, -ceirn.,
lebende D. T. Patterson, ist kürzlich zum
Postmeister in seinem Orte mit dem
glänzenden Salär von Hl 40 ernannt
worden und hat das Ami aus Gefälliz
keit sür seine Nachbarn und auf deren
Ersuchen angenommen.
7s In St. Louis ist dcr viertehalbjäh
rige Waisenknabe Alfred Arthur Wilson
vor Schreck gestorben. Vii der Leichen
schau ergab sich Folgendes: Der Kleine
befand sich im Waiscnhause dcr EpiLco
palkirche. Zwei zehnjährige Mädchen
traten verkleidet mit Masken vor dem
Gesicht in das Zimmer, in welchem der
Knabe spielte und riefen ihm zu: Der
Butzemann kommt." Der Knake. er
schrak bei ihrem Anblick so, daß er von
Krämpfen befallen wurde und nach kr
zer Zeit seinen Geist aufgab.
?
Die Silbermine rhe Nick es
lirne"
in Neu-Mexiko wurde von John
Quincy Adams aus folgende Weise ent
deckt. Vor einigen Wochen entziindete
sich sein Schnappsack von den Sonnen
strahlen, die ein danebcnliezendes Brenn
glas auf ihn concentrirte. Adams schien
derte den brennenden Sack von sich, will
darin nahe 12 Pfund Pulver sich besän
den, in eine Felsenspalte. Durch die
Erplosion barst der Felsen, sie legte ine
reiche Silbermine klar, deren dritter An-
theil Adams kurzilcy um ?16.000 ver
kaufte. In den Ver. Staaten gibt es a i
geföhr eine Million Skandinavier, cin
schließlich ihrer eingeborenen Kinder.
Neun Zehntel derselben sind im Ncrd
weften ansässig, hauptsächlich in Mirne
sota, Illinois, Iowa, Wisconsin, Kan
sas, Dakota und Nebraska. Nach dem
Census von 1885 gab es in Minnesota
92,428 geborene Norweger, 80.735
geborene Dänen, zusammen 184,984.
Zrhlt man dazu etwa 160,000 ir die
sem Staate von Skandinaviern geborene
Kinder, so hat man 345,000, oder nahe
zu ein Drittel der gesummten Bcvölke
rung. ? Der Vater der Frau Pendleton war
jener Francis Scott Key, welcher das
Nationallied vom Sur Spangled
Banner" dichtete. Am 13. September
1814 beschossen, die englischen Kriegs-
schisse vom Morgen bis Mitternacht das
Fort McHznry bei Baltimore, muß:en
aber dann unoerrichteter Sache abziehen.
Während der nächtlichen Beschießung er
blickte der Mailänder Rechtsanwalt
und Washingtoner Bezirksanwalt Key
von dem englischen Schisse aus, auf
welchem er festgehalten wurde, beim
Schein der Raketen und dem Blitz der
Kanonen zuweilen die über dem Fort
wehende amerikanische Fahne und dichtete
auf der Stelle das unsterbliche Lied.
Einen bemerkenswerthen Vergleich
der dem Landbau gewidmeten Fläche in
den Zn. Staaten mit den Ländern
Europa's bringt ein englisches Blatt.
Demnach sind die Farmen in Amerika
zusammen so groß, wie England, Frank
reich, Belgien, Deutschland, Oesterreich,
Ungarn und Portugal. Die MaNfelder
sind so groß, wie England, Schottland
und Belgien. Die Reisfelder, Zucker
und Tabakxlantag.cn würden gleich fall !
Königreiche von nicht geringem Umfange
bilden. Der eine Farmer Dalr-ymple
in Dakota kann auf seinen Weizenlän
dereien, die 100 Quadratmeilen bedecken,
mit 400 Farmarbeitcrn ebenso vikl
Weizen ziehen, wie 5000 Bauern :i
Frankreich.
' s Der Staat Maine zahlt eine Prä
mie von $5 für Erlegung eines Bären
Em dortiger Burger NammS Ezra Ste
rhenS besaß einen zahmen Bären. Petz
wurde kürzlich krank und drohte zu ster-sem-
Da holte sein Herr einen alten
Schießprügel und schoß ihn todt. Dann
schnitt er Nase und Ohren der Bären,
leiche ab, lieferte sie ein und forderte die
vom Staate auf Bären gesetzte Schuß
prämie. Der btitreffende Beamte mußte
um die Umstände und weigerte sich die
Prämie zu bezahlen.' Der Fall wurde
schließlich dem Oberstaatsanwalt vorge
legt und dieser hit nun entschieden, daß
Stevens zu dem Schußgeld berechtigt
ist. Naä) diesem "Präcedenzfall" wird
vielleicht rn Marne Bärenzucht getrieben
werden, wie in 'gewissen westlichen Staa
ten von wegen ter Wolfsprämien Wolfs
zucht getrieben werden soll.
1" Das mittelatlantische Geschwader
der Ver. Staaten, bestehend aus dem
Flaggenschiff .Tennessee" mit Admiral
Jouett, 420 Offizieren und Mannschaf
ten, sowie 22 Geschützen an Bord, und
den Dampfern Brooklyn" mit Kom
mandeurMatlkiews, 300 Offizieren und
Mannschaften ' und 14 Geschützen,
Swatara" mit Kommandeur Wood
ward, 220 Offizieren und Mannschaften
und 10 Geschützen, Yantie" mit Kom
mandeur Grecn, 130 Offizieren und
Mannschaften und 4 Geschützen, sowie
Galena" mit Kommandeur Ehester,
210 Offizieren und .Mannschaften und
10 Geschützen, ist von den Bahama
Inseln bei New Z)ork eingetroffen und
bei Gravesend vor Anker gegangen.
Von dort begeben -sich dieFahrzeuge nach
dem Schifföbauhofe in Brooklyn. Laut
Befehl des Flottenministers werden sich
die Offiziere und Mannschaften des Ge
schwaders an der Parade am Gräber
schmückungstage betheiligen.
? Zu Boston in Massachusetts starb
kürlich der Neger John Thomas, ein
früherer Sklave aus dem L-uden. Auf
folaende Art kam er einst tu einer Frau
! v t.:c.:. c . a c -1.
uua xui nuicu; vii uiui uui o-iuuitu
auf einer Pflanzung in der Nähe von
Annapolts rn Maryland als klave ge
boren und wurde, als er zum Mann her-
angereist war, von seinem Herrn an Ea
pitäne von Küstenschiffen als Steward
verdungen. Auf einer der Seereisen,
welche Thomas als Steward mitmachte.
gewann er die Zuneigung einer französi-
schen Mulatin, einer Sklavin, welche
bald darauf bei dem Tode ihres Herrn
in Freiheit gesetzt wurde. Das Mädchen
versuchte ihren Geliebten von seinem
Herrn loszukaufen und bot auf Kauf
fumme ihr ganzes aus $40 bestehendes
Vermögen. Thomas' Herr verlangte
levoch 5300 und so beschloß das Paar, so
lange zu arbeiten, bis es die erforderte
Summe erworben haben wurde. Dres
währte den beiden Leutchen indessen nach
eifrigem Schaffen doch zu lange und
ernes schonen .ages entflohen sie nach
Canada. Dort ließen sie sich trauen
und verblieben daselbst bis zum Ausbruch
des Bürgerkrieges, worauf sie nach
Boston zogen. Thomas machte den
Krieg auf der Bundesftotte mit.
Schon Vielen so schreibt der
Anz. d. W." wird es aufgefallen
sein, daß die Em- und Zwn-Dollar-Noten
immer zerfetzter werden, und daß
man kaum je mehr eine in die Hand be
kommt, die noch einigermaßen anständig
aussieht. Das hängt damit zusammen,
daß das Schatzamt, um mehr Silber
Dollars in den Verkehr zu bringen,
schon seit etwa Jahresfrist alle solche
Noten, welche bei den öffentlichen Kassen
eingehen, zurückbehält und sie aus dem
Verkehr zieht, wie dies früher fchon mit
den Ein-, und Zwei-Dollar-Noten der
Nationalbanken geschehen ist. Die ein
gehenden kleinen Noten werden, um die
Summe der Greenbacks" auf der vor
geschriebenen Höhe zu erhalten, durch
Fünf- und Zehn-Dollar-Noten ersetzt.
Seit das Schatzamt diese Politik ver
folgt, haben die Banken aufgehört, wie
sie es früher thaten, zerfetzte kleine
Noten zum Umwechseln gegen neue an
das Schatzamt einzusenden, denn sie
würden im Austausch nur Fünf- oder
Zehn-Dollar-S!oren zurückerhalten. Per
jonen, welche Zahlungen an die Regie
rung zn machen haben, richten sich ebcn
falls immer so ein, daß sie keine kleinen
Noten in Zahlung geben. Die Folge
davon ist, daß man nur noch zerfetzte
und fast in Stücke fallende Noten in die
Hände bekommt, während die Silber
Dollars im Verkehr immer häufiger
werden. Statt dem Schatzamte für diese
Politik dankbar zu sein, behaupten die
Silberschauten, der Finanz'nin'.sier thue
dies nur, um die Sllbeldotlars unpo
pulär zu machen. Es ist sehr schwer, es
diesen Leuten recht zu machen."
Die Universität Cornell zu Jthaca
! im Staate New Z)ork ist jetzt durch eine
! Entscheidung des Oberstaatsgerichts von
vcew ork rn den sicheren Äefitz des be
deutenden Vermögens gelangt, welches
ihr durch eine reiche Dame. Frau Jennie
Willard Fiske, geborene McGraw, ver
macht worden ist. Diese reiche Dame,
die an einer unheilbaren Krankheit litt
und stets vorgehabt hatte, ihr Vermo
gen der Universität zu vermachen, be
ging wenige Jahre vor ihrem Tode die
Dummheit, einen armen Professor an
jener Universität, Namens Willard Fiske,
zu heirathen, und setzte ihm in ihrem
Testamente gleich noch der Hochzeit
tz3O0,000 aus, während nach Abzug ei
niger kleinerer Legale an wohlthätige
Anstalten, der ganze Rest, der sich auf
li bis lj Millionen Dollars belauft,
der Universität zusiel. Professor Fiöke
war aber m:t den $300,000 nicht zufrie
den und fand einen Grund zur Anfech
tung des Testamentes darin, daß die
Universität Cornell dem Gesetz zufolge
nicht mehr als drei Millionen Dollars
besitzen darf und durch die McGraw'sche
Erbschaft rhr Vermögen, daß sich bereits
auf über zwei Millionen beläuft, auf
uvci iuic vsucxotc weisen wnroe.
Das Gericht hat aber jetzt entschieden.
daß die Universität bedingungslos nur
erwa oenyr uns vesyatv ine
Berercherunz ryres Vermögens sehr wohl
vertragen rann. Ver aeloalerlae Pro-
fessor, der als gesetzlicher Erbe die der
llnlsersitat vermachte urnrnc bean
spracht hatte, wird sich deshalb mit sei-
nen armseligen $300,000, oder so viel
davon, als rym d:e Adsokaten gelassen
yaoen, vegnugerr munen.
? Berichte von großer Dürre kommen
aus dem Quellengebiet des Colorado
und des Pecos Flusses in Teras. Die
Bäche sollen fast sämmtlich ausgetrocknet
sein, und meilenweit muß das Vieh ge
trieben werden, um im günstigsten Falle
salziges Wasser zu erhalten. Die
Sterblichkeit unter den Viehherden im
nördlichen und nordwestlichen Teras ist
in Folge dessen eine ungeheure.
Den größten Lachs, welcher je nach
New York gebracht wurde, hatte Fisch
Commissär Blackford dieser Tage im
Fulton Markt ausgestellt. Der Lachs,
ein sogenannter Chimrock", wiegt 72
Pfund und wurde im Columbia-Strom
in Oregon gefangen.
? Am 25. Mai waren es drei Jahre,
daß die East-Rioer-Brücke dem Verkehr
übergeben wurde. Zur Feier des Tages
wehten auf beiden Thürmen des Wun
derwnkes Flaggen. In den drei Jahren
benutzten 45,136,854 Bahnpassagiere
und Fußgänger die Brücke, während die
Eintrittsgelder Kl,S21.6Z9.87 betrugen.
Der Verkehr nahm stetiz zu. Die be
deutend sten Einnahmen an einem einzi
gen Tage wurden am Montag. 17. Mai
d. I., erzielt und zwar $2713.67.
Ot?milchte NaHrithten.
A ri a II e rt niin6i(Att
Universitäten sollen zahnärztliche Ja
ftltute nach dem Muster de 3 in Berlin
t V ff VA fn-a '
ataiuuca niiiruis eragerrq
tet und zunächst eine derartige Anstalt
in Dreölau geschaffen werden. ,
Der En bis f 5w
cheln hat sämmtliche klerikale Lehranstal,
ten in Belgien angewiesen, fortab den
Religionsunterricht für alle flämischen
Kinder in flämischer, für alle walloni
schen Kinder in französischer Sprache er
theilen zu lassen.
Einer Melduna u s N u r
ban ZiUfolae bat ein kleine Rot nun S5
Fuß Länge, welches denNamea Home
waro oounv' luürt und von emem
Schweden im Oranae Freistaat aebaut
worden ist, die Fahrt von dort nach
Europa angetreten.
Wie der NskisSen ei-
tung" mitgetheilt wird, soll sich ewe
Gesellschaft von . rheinischen und west
fälischen Kapitalisten und Industriellen
georroer oaoen zur Erschließung der
ostafrikanischen Schukaebiete für den
. 1
Handel.
Der schwedisch eReichS tag
beschloß am 14. Mai. den zwischen
Schweden und Norwegen bestehenden
Zolloertrag (gegenseitige Zollfreiheit für
die Erzeugnisse beider Länder) zwar
nicht, wie der Ausschuß empfohlen, ganz
zu kündigen, wohl aber einer Durchsicht
zu unterwerfen.
Zur Rekrutenaushebung
in Dobrilugk erschien ein Mann, welcher
seine drei rm Jahre 1866 geborenen
Söhne (ein Zwillingspaar im Januar
und rer drrtte rm Dezember) der Eom-
misston vorstellte. Alle drei waren
brauchbar." Gewiß ein seltener Fall.
Auf seltsame Weise ver
unglückte kürzlich in Seußen (Ober-
franken) die Magd eines Bauern auf
der Wiese reim Cmebnen von Maul-
wurfhügeln. In einem dieser Hügel
war nämlich eme Dynamit-Patrone ver-
steckt, welche durch die Berührung mit
dem Nechen erplodirte, das Mädchen zu
Boden warf, ihr zwei Finger abriß und
sre rm Gesicht erheblich verletzte.
Das Haus des Pro-
vinzraltages von Neu-Schottland hat
mrt 15 gegen 6 stimmen ttch für dre
Trennung von Canada und für Abbal-
tung einer allgemeinen Abstimmung über
diefen Gegenstand ausgesprochen. Die
Neu - chotten sind nämlich der An
sicht, daß die Verbindung mit Canada
ihrer Provinz finanziell zum Nachtheil
gereicht habe.
Von der Spielbank in
Monaco wurde, laut dem vom Pacht
Unternehmer von Monte Larlo bei Ge
legenheit der neulichen Einladung zur
Aklienzeichnung veröffentlichten Prospek
tuZ am grünen Tisch vereinnahmt im
November 6,072.203 Frcs., rm Dezem-
der 6.782.642 grcs., rm Januar 9.096.
363 FrcS. und im Februar 11,440,054
Frcs. Und da gibt eS Leute, welche mci-
nen, es sei Geld zu gewinnen auf Monte
Carlo.
An der Nieder metzelung
der Erpedition des Grafen Porro in
Harrar wird ein Theil der Vorantwort-
llchkeit für dieses beklaaenswerthe Er
eigniß der ägyptischen Politik Englands
zur Xat gelegt. Ver Khedive hielt bis
vor Kurzem in Harrar eine Garnison
und verhinderte den Sklavenhandel da
selbst; aus Betreiben Englands wurde
indeß die Garnjson zurückgezogen und
die Regierung dem Sohne des gewesenen
Emirs übertragen, unter welchen der
Sklavenhandel wieder zur Blüthe gedieh.
Ueberhaupt hat die englische Besetzung
Aegr)ptcn keinen Segen gebracht, viel
mehr diesem Lande großen materiellen
Schaden zugefügt. In Frankreich erör
tert man lebhaft die Frage, ob Italien
eine militärische Erpedition nach Harrar
entsenden werde, um die Ermordung des
Grafen Porro zu rächen, da es sich in
Folge seiner Niederlassung in der Tad-schura-Bai
das ist an den Thoren von
Schoa und Harrar, für die Ereignisse im
letzteren Lande lebhast intercfsirt.
Schon oft wurde der Vor-
schlag gemacht. Verbrecher durch eine
elektrische Elitladung schmerzlos und
blitzschnell in's Jenseits zu befördern.
Die englische Stadt Kimberley hat nun
vor Kurzem beschlossen, dre Hunde.
welche das Verbrechen begangen, keinen
Herrn entlausen sind, nicht mehr zu ver-
giften, sondern auf elektrischem Wege zu
todten. Die Hunde werden in einen
Kasten geZteckt, auf dessen Boden zwei
rotlrle Kupserxlatten beseitigt sind, die
so weit von einander stehen, daß die
Thiere mit den Vorder süßen auf der ei-
nen, mit den Hinterfüßen auf der ande
rcn stehen. Die Platten sind mit den
Dvnamomafchienen verbunden, welche
dre eierrniche Rampen der tz?tadt spei-
sen. schlickt man den Stromkreis, so
acht der Strom durch den Körper des
Hundes und er sinkt wie vom Blitz ge
troffen nieder. Neuerdings hat man 23
Hunde in kaum 23 Minuten auf diese
-ceii gerovrer.
Es scheint, daß die bei
den Prätendenten, die jüngst in Koven
hagen erschienen sind und in nahen Ver
wandtschaft mit der russischen Kaiser
familie zu stehen vorgeben, dieser nicht
gerade besondere Ehre machen würden.
Der Vater Hermann Robert Beck, der
am 23. Februar 1532 zu Altdamm ge
boren ist, hat im Jahre 1852 vier Jahre
Zuchthaus, im Jahre 1860 sogar zehn
Jahre und im Jahre 1874 wiederum
zehn Jahre Zuchthaus wegen schwerer
Diebstähle erhalten, in der kurzen
Zwischenzeit außerdem einige Gefängniß
strafen absitzen müssen. Gegenwärtig
steht er bis Februar 1833 unter Polizei
aufsicht und fein Portrait ist dem Ver-brecher-Album
eingereiht worden. Sein
Begleiter ist fein'Adoxtivsohn Heinrich
Beck, geboren am 21. Januar 1865 in
Lassan. Gegen diesen Letzteren liegt
polizeilicher seits noch nichts Belastendes
ror. Man scheint in Kopenhagen, wo
man der Sache ernsthafte Aufmerksam
keit gewidmet hat, etwas hineingefal
len" zu fein.
Ein Akt der Lynchjustiz
wird einmal aus dem fernen Osten
berichtet. An Nagv-Egregye in Un
garn wurde die Wohnung des Kürschners
Philipp Braunmezer ausgeraubt. Da
man Zigeuner des Diebstahls rerdäch
tigte. fahndete der Sohn Breunmever's
mit zwei Männern nach den Zigeunern.
Ja der Umgebung von Gvure fanden sie
auch fünf Zelte mrt Zigeunern. Diese
wurden nun gebunden und in das Ge-
mcindehaus eskortirt, roo sie in einen
Stau gesperrt wurden. Bei TaaeS-
anbruch sagten die Perfolge? dem Ge
meinderichter, daß sie die Zigeuner nach
zasrvar eskortrren wollten, und als
der Richter keine Einwendung dagegen
erhob, ließen sie die Zigeuner auS dem
Stalle und trieben sie gebunden vor sich
her. Am Rande, eines Waldes sielen die
Verfolger über die schutzlosen Zigeuner
he? und metzelten sie nieder. Vier Man
ner und zwn Frauen in gesegneten Um,
standen b.reben aus der stelle, todt.
Die Mörder wurden festgenommen und
harren nun im Kerker von SzegSzard
ihrer Strafe.
teuere NschrZcht
LluSlanv.
Paris, S. Juni. DaZ Mini-
ftcrium hat den aestern von dem Kam
meräuSschuß beschlossenen Antrag, die
Ausweisung der französischen Prinzen
im Allgemeinen der Regierung zu einer
unverzüglich zu erfüllenden Pflicht zu
machen, abgelehnt.
Berlin. S. Juni. Der Kaiser
Wilhelm wird sich Ende Juni nach EmS
begeben und später von dort nach sattem.
wo er sich drei Wochen aufhallen roird.
Sodann wird er nach Berlin zurückkeh
ren, ehe er sich im Herbste zu dem Manö
ver na Elsan-Lotbrrnaen vegrebt. )e-
rüchtweise verlautet, daß für die Mitte
August erne Zusammenkunft mrr rem
Czaren verernbart morden tt.
New N ork. 6. Juni. Prinz Don
Auausto, der Enkel des Kaisers von
m wf rr . orr v rc
Braunen, ram vier an. yt ire ev,?rp?
man auf einem brasilianische Kriegs
schisse und Gast deS brasilianischen Con
suls.
Konftantinopel, 6. Juni. Große
Hoffnungen werden hier und in Athen
auf TricoupiS Bemühung, zwischen der
Türkei und Griechenland eine Allianz
herbeizuführen, gesetzt. DaS letzte Ma
nifest des Czaren hat die Veranlassung
gegeben, die beiden Mächte sich mehr
und mehr zu verdmden.
Belfast. .Juni. Die Beerdigung
des jungen Curran, elcher bei den neu
lichen Unruhen zwischen Protestanten und
Katholiken den Tod im Wasser gefunden
hat, fand heute unter Betheiligung von
etwa 20.000 Katholiken statt, me
Schaar Oranier bewarf den Leichenzug
mit Steinen und die Katholiken sielen
über die Oranrer her und vertrreben sie.
Eine Anzahl Schüsse fielen, cin Mann
wurde gestochen und mehrere Leute er
litten Schnittwunden am Kopfe. Schließ-
lich gelang eS der Polizei die Ordnung
wreder herzustellen. Dre atyoliten zer-
trümmerten die Fenster in der Broadway
Linnenfabrik. Später am Abend fand
eme neue Ruhestörung statt.
Wien, 7. Juni. Der Reichsrath
beräth das erste von einer Reihe von Ge
setzen aeaen den Sozialismus, wonach
die Sozialisten einem Strafverfahren
ohneZuzrehung von Geschworenen unter
warfen werden.
Paris. 7. Juni. Der Prinz Na
poleon veröffentlicht einen Protest gegen
die Bill betreffs der Ausweisung der
franzomchen Prrnzen. Er sagt voraus.
daß die Dexutirtenkammer durch eine
solche Maßregel die Republik in den
Bruderkrieg stürzen werde.
London, 7. Juni. Die Glad
stone'sche Home Rule Bill" ist vom
britischen Unterhause mrt 341 gegen 311
Stimmen abgelehnt worden. Gladstone
beantragte dre Vertagung des Unter
Hauses, welche beschlossen wurde.
Berlin, 7. Juni. Der päpstliche
Staatssekretär, Kardinal Jacobini. hat
den preuljchen Vertreter der dem Vatr
kan, v. Schlözer, davon in Kenntniß ge-
setzt, daß der Vatikan die ihm durch das
Kirchengesetz zur Bedingung gemachte
Anzeigkpflicht bezüglich eller dauernden
Anstellungen innerhalb der katholischen
Kirche rn Preußen übernimmt und daß
die katholischen Bischöfe Preußens zur
Ausführung dieser Verpflichtung ange-
wiezen worden seren.
Madrid. 7. Juni. Die Carlisten
in Catalonien betreiben sehr thätig Rü
stungen zu einer Revolution.
London, 7. Juni. Auf der Insel
Anos wurden heute Morgen Erdstöße
wahrgenommen, die jedoch kernen Scha-
den anrrchteten.
Rom, 7. Juni. Während einer
Feier anläßlich eines Jahrestages des
Todes Garibaldi's führte eine östreichisch-
feindliche Kundgebung rn Padua zu er
ncm Krawalle und einem Kampfe mit
der Polizei, der welchem mehrere Per-
sonen rerwundet wurden. 53 Ruhestö-
rer wurden verhaftet.
2nlan.
Denver, Col., 6. Juni. Schmerer
Regen in New Meriko hat die Flüsse
zu einer ungewöhnlichen Hohe ange
schwellt. Sämmtliche Brücken über den
Rio Grande sind weggeschwemmt. Die
alle lOvjährige Kirche in Santa Do
mingo mit vielen werthoollen Büchern
nud Bildern rst weggeschwemmt worden
Washington. 7. Juni. Die
Aussichten auf die GetreideEinte sind
allgemein gut, trotzdem die Trockenhert,
welche jüngst im Nordwesten herrschte.
einige Befürchtung: hervorgerufen
hatte. Diefe sind jedoch durch das kurz
lich im Missifsippi-Thale und westlich
davon stattgehabte Rezcnwetter besei
t'gt. Calabasas, Ariz., 7. Juni. Lieut.
Walsh überrumpelte mit seinem Kom
mando gestern Abend diejenigen Apiches,
welche bei Harshaw den Weißen Hunt
ermordet haben, und erbeutete ihre
Pferd: und ihre Lager-.?lusrüstung. Die
Nothhäute entwischten im Dunkel der
Nacht.
Luisville, Ko., 7. Juni. H.'ute
Morgen um halb Vier brach hinter der
Bühr.c deS neuen Grand Theater"
Feuer aus und wenige Minuten nach der
Entdeckung desselben brannte beicitZ die
Bühne über und über und gezcn Tages
anbruch war der Theaierbau ein Raub
der Flammen.
St. Johns, N. F., 7. Juni. Ein
dem Namen noch nicht bekannter Dam
xfer, welcher vier Masten sührte, ist
gestern aus French Mistaken Point ge
ltrandet. Eine Meldung auS Grand Banks zu
folg: sind 24 kleine Boote mit 46 In
fassen von verschiedenen Schiffen seit
mehreren Wochen verschollen.
Trov, N. Y.. 7. Juni. In der zu
den Tron & Steel Works gehörigen
Rensselaer Mill barst heute Mora-n ber
Dampfkessel, wobei Michael Dumworth
um caseven kam. Patrick Rarznor tödt
lich und acht andere Arbeiter schwer ver
letzt wurden.
Palisade. Neoada. 7. Juni. Ein
Eüterzug der Central - Pacisic - Bahn
entgleiste auf der Fahrt nach Westen
geilern Abend 3 Meilen von hier, und
die Lokomotive stürzte in den Humboldt-
tfiuR. er uauhrer ertrank b dem
Versuche, den Lokomotivführer zu retten.
Washington. 7. Juni. F. 6
Winfton von Chicago, der Gesandte der
Vereinigten Staaten in Persieu. hat so-
C fc t! . '
rorr ncco rnirersen rn eyeran dem
taatsmrnrtter serne Nejrznatron erage
reicht. Dieser hat ihm heute telegra
phis'ch mitgetheilt, daß sein Wunsch ge
währt worden ist.
Wilkesbarre, Pa., 7. Juni.
In der Mineral SpringS".Koh!engruke
sind heute Morgen bei einer Grubengas
Entzündung sechs Arbeiter schwerverletzt
worden. Die Verletzungen von Zweien
werden für tödtlich und die der übrigen
für sehr gefährlich erachtet. Die Arbei
ter waren in de? Grube eingefahren,
nachdem der betreffende AusfichtSbeamte
ihxnr die Versicherung ertheilt hatte, daß
der Aufenthalt in der Grube gefahrlos
sei.
Chicago, 7. Juni. Bei einer in
einem alten Holzhause, 731 und 733
Canalstratze, . auszebrochenen FeuerS.
bruast fanden 8 Personen (Männer,
Frauen und Kinder) ihren Tod.
I
CvT"iX
, .
1
WÄm-i
fc&ftÄ;
zL'2ZT:-
feT&S&r
La dcfte Vittel gegen
Rheumatismus,
ciö i SeSckt. liederniß.
Fr,ftklk. ickt. HnsSk.
tt,etz 6rmleitm.
NüSenschmerzen,
VerKchr. Clrifr fTJ.
Crtinqt. Priagr.
SrijtöRt.itmUä3SBlr.
Zahnschmerzen,
Seschwiklnie VrLstr. Snri. .
8iiffieirft f5f,
clcrtirTjr. Cratf
jntt all Scherzen.wlcd cm cubciUü Siutti
bnö:hjzr.
Farmer und Viehzüchter
sind in bfni St. IakobZ Ccl ein nübmrtiTUt
Hnlmttttt gkge di edreck, b Likißsn.
Ein FlasSe ZU I k Ccl kostet 5 fwj (fünf
?TIafcbtn für 5!.. ?n in jOrrSsctbrUis baden.
ür (5.00 werd, icStf Iafcn f r t i at eUrn ifccu
tm d Ver Staa versandt. Staa treijirc:
Tho Charles A. Vogeler Co.,
Baltimore, Llarzland.
Sr. D. A. Dibbard.
ZaHn-Arzt,
Office im Bank-Gebäudr,
HERMANN, MO.
Eia voWndigcs Gebiß $10.00.
Zufall oder Fäulniß abgrbrochme
Zahne können zu ihrer natürlichen Form auf
gebaut erden.
Schmiede-und
Zvagnerwcrliflalle
von
Henry Heneck,
Hermann,
230
Meinen Kunden, und demPubtikum über
baupt zeige ich hiermit an, daß ich stetZ eine
Vorrath von
Pftttgen
balte, welche auS dem besten Stahl gemacht
sind und lä daher jeden Pflug garüntir
kann ; auch hatte ich Wagrn vorräihig. ?k
steUungkn unv Reparaturen werden pünktlich
und billig besorgt.
Ajm
jciirij vuiicu.
Wein- und Bicr
S a I o o n ,
von Philipp Haesfner.
Lunch jeden Morgen !
t. Strafe, zw. Markt und Schillnßraße.
t?errnailn. UT?.
Leih - Stnltt
Fritz Ochsner,
2. Ttrake, Hermann, Mo.
Rtitpferde oder Fuhrwerke sind per Stunde
oder Tag ya den lideraliien preisen auszu
leihen l'irrhi nnS(i(pI trrhpn jii nnkbm
v i-1 3 .
baren Bedingungen gefuttert. '
tST Heu, Hater und Koin findet man ftttl
zu ze tgemäßen Preisen.
Frii; Qchsner.
germann Slar Mills.
Georgs A- Klinger,
Fabrikant von
Mehl. Kleie, Thipstufl u.s.w.
Für alle Sorten Zetreide, alt
Iveizen, Roggen, Kern n. s. n., u.'. c.
wird der höchste Marktpreis bezahlt. Lesiel
lungcn prompt besorgt.
Unvergleichlich
Schnelle Zeit"
über die
(Öijio & WsWppl !!Y.
von St. Louis nach allen ösil. Städte.
Tie Q. und M. N'n siirirtiefet Palast-
Schlafwagen ohne Wechsel von Et. LouiZ
in 10 stunden nach LouiSvllle,
10 Stunden nach Cineinnatr,
30 Stunden nach Washington,
21 Stunden nach Baltimore, -33
Stunden nach Nem Jork'
2 tundrn em frtfUütn nprffi k'ouiSvlllk
und incinnati. 7 tunden am schnellßen
nach S9ashing'on. 4 Stunden am schnellsten
naq Baltimore.- Aehnlich jchntlle Zl naq
New ent und dies ohne (Larwrchsel.
i TSgtttde Züge nach
Stneinnati und LouiSviLk
mit bequemen Passagicrmazen, Palast
wazen und Palast-Schlasrvagen. . ,
Die
Ohio. & Mississippi isenbah
sührt jetzt eine doppelte tägl. Linie von
Palast-Schlaswagen
v. St.Louis nach NcrvYork ohne Wechsel.
Kein Earwechsel für irgend ine
Passagierlasse.
I. und 2 Klasse Paffagicre werden alle
auf Schnellzügen befördert.
Die einzig Linie durch welche man oh
Carrsechscl und ohn extra Lezahlurig von
St. Louiö nach (himnni gelangen kann.
Zxür TiSkiS. Nalen oder irgend m,lche I'
fonnation wende man sich an di Ticket-Sge'
ten der mit dieser in Zverdindung stthenseu
Bahnen.
In St. LouiZ 101 u. 103 riördl. 4. &tx.
23. 23. Peabody, . 23. B. Shattue.
Gen'l. Manager, 'Gen'l. j?aZ. Azt.
Cincinnati, O.
G. D. Bacon, Gen'l. West. Pass. Azt.
St. Louis, Mo.
rs.r sn.rrWAir Kraf
-w vvvy
Telek? organiflrt eine Er?Utisn
entrel-Asrrka, die aus 10 vw-'
maffnen Männern besteben wird uZ
deren Sammelpunkt Zanzibir ftin s'
ES verlautet, daß sich die (Jr?'
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