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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, December 07, 1888, Image 3

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(Vor den Schranken.
Bon (rrnil v. L?il5rnbrnch.
3d)lnü-
. '
Mit Windeöcile l-atie s:.t die Kunde
verbreitet, s uud wie er ".i jcncni Adcnd
getroffen worden w
M
cinzigs zu-
lässige Tculunz tretr sehr l-clö zur Hand:
en ihn r.o t :m ü!iä:
en hatte ein
ichandba::5 sr!;.-itr.!i5 le;:
:::?cr:. Cl.i
Verhältniii mit i c: ZuÜcrin dr? ?Zäu
bers und 2ic:ee:3 ci r.v.v rinfach s!an
talös. Im weiblichen Theile der Gesell
schafk, welch?: j;ch fcefer.icr3 erbittert
zeigte, war die Pa'.c'e az?zcbe'.l r?s:
den, und bald war tiefe Ii: c ciigemein an
genommen. An den tausend Seichen, aus
denen ein so ervelter seine Berdam
münz liest, die cuxy.i: iri; .idelsliche, in
der Eesammtheil ?crnich:end :v::Ie:t, hatte
Heidenstein sein Tchicl'ü! err-rrnt: die
Gesellschaft s:::ü ii. cnii.
Wie alle zur Ciiisk- ::r,er.ie.i und
fc Cinsamleit sii c:; '
rn ?.'!cnfchkn
war er ftrlz u,:d lüc : . ..u-feiar, und der
Aerzer fraß ihm v:'- ):: j, w?nn er wahr '
nehmen mußte, w:??e!anii!e, die ihn von ',
seine kommen sak'?, sich vivIich in ein'
angelezontlich?s besprach r?:!i:en unb
im Eifer der Unterhalt:: rölliz über ,
laben, izt er l'lra iir; Tirrn hi il'non :
l'lrr.i c.:i
Cr bitii
r.. drr
vorüberging,
erfahren, t a fs
(:3;-ioe:;!'Cit, ja
"'ctcÜi'Aa't noch
nicht entkommt, ircil r.un VJ? der i'-e'eüig
keit entzieh l ii-o daü ri.-scc fc-perlte- ua
faßbare Begriff , l?l, ü.d ',11 einem hano
greislichen, uneim!iä:?n -cien N'ird, so
bild sie sick c!,'!i?!Ül!'! .e,-!! vni rrhcdt.
2113 er ur.i ri i!J: d,--i 'UiJittc-? bez.
gewahrte er Fräulein Liefen aint-derg,
welche sich in tfciellt z.reier Freundin- i
nen des schönen Jrüh!ing.:-oetters er- ;
freute. Tie CT.v.v.cit f.v:'.c:i gerate auf
ihn zu ur.o er s.il', tie'eU-en bei ici
nera Anblick i b'ii.t ans'ies-.en tird dann
voll Crifcr die 'cchai'ivr
; y..r Zeile in
Augenschein zu ei::
grübt?, aber tie i-d
zur Eeite, uns ',':,::
Gesicht kvie mit !::t
zur Erde sein ' 'i v
Tiefer Aiiitrüt f.';
teude 2irlung c.v.i i
nächste (5de zurü.l:'
zesten Weie sei?:? .
suchte.
Nachdem er H;r ;
sen hatte, kle?':e e 5
ein Cchilymaiiii ei C
2 c i I d; c n ) i r a u ü b e ; 1 r
wie die bi-H-cii;y:T'..
Peil wem lo:r.ii".
stein.
Von eir.ee
Tienstmann, df; i.
wußte, oder inet'k ü,ei
Von derselbe!:, ',
Morgen ci:::i i.i !
hat?"
Ter Tienslinann i.i
,!Cii be.iaii::c!i. (5r
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:Ui:t Liebchen, das
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:?nt auf '
fuhr er fort, cU-? e, . ".;
blickte.
Jamol,!, sj," ierjei,:e
dem er langen O-end : :
nahm.
Tief in Gedi.f.ii.:: :.:.!
betrachtete den St.-au:;
Sah er il-nnicht a:t u'ie ei
des Auge? Äa? e- niä
zu ihm, als sagte er i!
alles da?, uv5 sie i! r,i
ihm vorüberging, liid't
nen, nickt Kitte fa.-e". d
Viinre, i;:
::::: 'i'.'.'.ang
.reuueir. uns
:::!:r X'.-.i,d.
i;;
r. fünfte-?, Uehc;:
t. sxiäch er
::i le 1s e und sün
! cute, dü sie c u
I z'A: sage töu
iin ? .'iiu'r i?t
Ikinem .nctjcii nur ri
veulliit
kein Gehör für diese ür.jte, l-:tte:;de
Stimme t hinter dem tiiüe't veränderen
kommt sie Z'.l mir, aber ii: i.v.er 'ee,i
mart wagt sie es m.t-t tt::t verleugnet
mich Ein böser, bitterer i 'reÜ in
ihm empor, er drüäte die :nen in der
geschlossenen Faust v.:i -::".:::!
einem Ruck schleuderte er d ett I ir
das geöffnete Fenster : it:.":,-,
::? m;t
d:i:ch
.r.'f die
Straße hinunter.
Unwillkürlich tr.it er e:.- ,;::::er--brüftunz,
um z:i sehe:,, r.'.i? d,',i unteii
aus ihm ward. Wie ci't i !.i:::r . erlitci
lag das kleine Ting n:'. 'tat!bi,'.en 'lra
benpflaster; ein fZ?n,'erer, ::::t i'.,-ern i e
ladener Wagen rasselte heratt, das eine
der Räder ging über det Jtv.i;:;; l iuivea,
und die zerguetjten 'i'.:;;;e:t jv.trcii'ein
Haufen Strafienkoth nebe:i anderem :ethe
wenn sie daö gefeheii !.ine. en dem
LZasser, .mit dem der tr-ul: befvrengt
gewesen, waren einige Tropien an seinen
Fingern geblieben : e? i.'.-.r ihin, e.l? wä
re es ihre Thränen.
Stadt hatte ein i?!et e
en, als nur sie, und
Stadt hatte seiner gede
:rer ;ü cer s. an zeit
eh.tlt, ii-in ti zur
:rer t.t der gcriizcn
: t i:t der ,:V:it fei-
er ranthcit? Und
e .
:!te irr rco
gethan.
Hatte er r? denn ,::. i tejeheit, wie sie
iiisammenschrak, als sie beute feiner an
sichtig geworden war? r.ie sie nicht theil
genommen hatte an de:,i l eziiel ihrer
Freundinnen, wie die stumme:: Kippen in
dem zuckenden Gesichte gededt i allen, als
ftk'an ihm vorüber, chtitl? Und dieses
liebeerfüllte Her; hatte er av. die 3 träne
geworfen, unter die!!äeer
schweren Lastwagen ?.
Sie wird e-Z nicht ersai
tigte er sich selbst, nie, ::
da sielen ihm die ett.:
Dienstmann für sie av!
und die ihr g .-?::; siu-cr
wurden, die bösen, hatten.
i'nteineu
l'cichirtd;
" aber
tie er dem
ei:
i.-etva.iei: latte
inerten lest eilt
!.::!:. he n Worte
iti'.'am ihn, er
n ab lein einzi
rde, das liebend
tteren l'odanken
!-. die ?.'acht kam
? J s i:r v" : t sein
etit nantekt'ese? li.e
wußte, das) er von m."
gkS Herz mehr beuten
seiner aedaebte. v.r
saß er am Fenster, ti5 d
und wie ein großes te?
rnödetes Herz bliZte.
Eeines Bleiben?, d.-..
'dieser 2 t.idt nickt me
am nächsten Tage reiä'
e, in welchem er um :
anderes Gericht tat.
is.i ite it, kennte
r fein, i:nd schon
te er den Antrag
'erieung an ein
2ri:ic!:t Gesuche
uai cene Weiteres ew:ll,ahrt.
und
s""ge .aze ,pc.ter hielt er da:- Schreiben i
m der Hand, welches ihm feine Geschäft!
ung am Gerichte eines entlegenen
Crtts verkündigte.
Heidenstem brauchte Niemandem Lebe '
2??i'tt f38M Sicmand ctsrartetc ieiiten
dichiedsbejuch, er kennte ,-,?ben, er war
frei wie der Wolf aus der 5aiee, dem ;
T?lrn w y - - ' '
...v r . naajuagt, ttrhtn cr sich wendet.
unMich je sie jrü!:cr an j. tem ffirp ;
' aekomnipn i-i .r,M:j. v:. :
t-.. - 4.1-4. luiu; K'.vil sie
wuvtu icu ten i!,. ..,. .,,.,-,,,. .,.
t- m I
len tC2n Tl4nUt fll,teC,j5ilccli0, ;
S.sJtirl ?ei cnogerichtet '
2jel.3!t!5;sitrt. bra-.chte
Alö-lh.chi:inehnte,,
fevH3 wellte er rech einmal
?eV?fei rT- n s'ühe-'so oft und so
?Z"tt celeitet, und am Nach. .
k t k l.n öcs vor seiner Ad, ,
ÄEl?'??." tKl" tra Nn
ndaumen dahmwanrelte.
SSää'--,
hinV. 1 w. "mnCTjC " sich der -
S'& öu ersten Mal j
Äs" : .n.Tag 'gewesen, l
- --'ijffUHge. te Sonn
hatte tarüetAftcTfnfccn, reif freute, tie
SorWngVbet Feuster waren niedergelaf
fen geweseir) U wollte da? HaüZ feinen
Inhalt, wie' ein liebliches löeheirnniß vor
den Augen der Welt verbergen das
Herz schwoll ihm in der Bruft, langsam
durchmaß er den Lindengang bis an das
linde. Auf seinen Schritten kehrte er um
und ging noch einmal an dem Hase vor-
bei, dann machte er aux Seitengassen
j einen Umneg und kehrte zum dritten Male
, zurück, und nun konnte er nicht medr da
J von. ohne wenigstens den Flur und die
Treppe noch einmal gesehen zu haben, wo
er so manches Mal von ihr empfangen
worden war
; ?a war da? alte Norxellnsild. ans
dem mit großen Buchstaben der Name
HainSberg" zu lesen stand, und daneben
i die Klingel und ehe er sich'S versehen,
.tau-, iiv vwnii
yane er oen lingeizug in rrr ö)ZNd und
.
die Glocke ichlug leije an.
Gt erschrak, nachdem er es gethan aber
es war aei'cdeben- eine Tbür klavvte und
y.clu "' 'lr 5 -Vul wtvyic, uno
Paulinchen ' erschien mit erstauntem Ee
licht aus 'der Schwelle der geöffneten
Pforte.
Ist der Herr :Kath zu Hane?" fragte
er verlegen.
Nein, aber das Fräulein."
Zin Schauer ging über sein Herz; ein
S
Schauer der Angst nd doch vcn süßer.
heimlicher Freude.
Ob das Fräulein zu sprechen ist?"
fragte erweckend.
3ch werde zusehen." versetzte sie und
verschwand.
Wenige Augenblicke später öffnete sie
von innen die Thür, eö war die, welche zu
dem Hinterzimmer führte, zu dem alten
vertrauten Kaum, mir dem runden Tische
in der Glitte und der Hängelampe, die
über letzterem schwebte.
Heidenftein trat ein.
Jlm ?enster, an dem sie, wie es schien,
nähend gesessen hatte, stand Fräulein Lies
hon; ,ur Hauxt war gezenkt, it sah den
Eintretenden nicht an. Auf dem Nähtische
' ihr gewahne er in einem Glase ein
chen; ihr Haupt war gesenkt, sie sah den
kleines Veilchensträußchen.
Ter Hof, auf welchen daö Fenster ging,
lag schon im Schatten des Nachmittags,
und da das Zimmer nur durch dieses eine
Fenster Licht erhielt, so begann die Däm
merilng ihr gehetmninvolles Spiel in dem
Mki.itiiiiinvvHvv wfivi in i'tii
.
leiden zu kieiven, aus Tecke und Wänden
tauchte die Erinnerung einstiger, glücklicher
Stunden lautlos mit groben mtn h??-
vc
i'aren vielleicht schon gehört'
' '
ie
sagte Heitenstein zögernd und leise, dat
i. L-,.?i.r w -L
vin vi lvc aium reoic l?
noch einmal zu Ihnen kommen "
Sie nickte schweigend und hastig mit dem
Mopse, als wollte sie ihm den Schluß fei
ne SakrS um Abschied von Idnen zu
nehmen" erfxarei:. Cr trat einen Schritt
näkher auf sie zu und als er das that, bc
merkte er wie ihre Hand, ln der' sie die
N.iharbeit hielt, leise zitterte: sie erröthete
nicht, sie wurde blaß.
Ich sürchte, Sie sind böse auf mich,"
sudr ev f:t, weil ich weil ich
Ta drehte sie sich jählings von ihm ab,
nach dem Fenster zn ; er sah wie die ganze
zarte Gestalt von dem Krampfe erbebte,
der ihre Brust erschütterte: die Arbeit siel
zu Boden uns plö?Iich bedeckte sie mit bei,
den Händen das Gesicht.
Fräulein Lieschen," fagte er mit be-
bender Stimme, habe ich Ihnen so weh
gethan? Ach mein Gott, wenn Sie wüfz-
ten, wie unglücklich ich war!"
i Das Hatte ich mir ja gedacht," sagte
; sie schluchzend, ohne das Haupt zu ihm
, zurückzuwenden, und darum hatte ich
' geglaubt, es würde Ihnen vielleicht Freude
' machen "
; ES hat mir Freude gemacht," rief er,
eö hat mir Trost gebracht und ich danke
Ihnen, daß Sie mir die Blumen schickten.
Und wenn es möglich ist, das; Sie mir
, verzeihen können, so bitte und beschwör,
: ich Sie, geben Sie mi ein Zeichen, Fräi
i lein Lieschen, und schenken Sie mir den
Strauft, der hier auf Ihrem Tische steht.
', Sie zog das Taschentuch hervor und
' trocknete sich die Ülugen, dann, ohne zu
, zögern, nahm sie die Veilchen aus dem
Glase.
Sie sind noch ganz nasi," sagte sie, als
Heidenstein danach griff. Er hatte das
Sträusichen aber scheu in den Händen
und dabei sah er ihr ins Gesicht, das sie
ihm jetzt zugewandt hatte, und er ge
wahrte, daf: er nicht allein unglücklich ge-
; wesen war in dieser Zeit. Eis ganze
' Geschichte von Kummer, Sorge und tief,
innerlicher Noth laZ er aus dem holden
verhärmten Antlitz, und indem er dkS
Strausies gedachte, den der Wagen zer
malmt hatte, sicl er vor ihr nieder und
' bedeckte die kleine gütige Hand mit h:i
sien, strömenden Thränen.
O nicht doch," flüsterte sie voller Angst,
, o nicht doch, nicht doch" aber nun, gab
' es ketn Halten mehr.
Cr halte den Arm um ihre HüZte ge, I
. ..w - - . it.-.- : i j. . efii. t
worfen und zog ihre zitternde (Festalt im
mer naher, immer leidenichastllcher a
! sich; sein Gesicht war zu ihr erhoben, und i
, als ne in kaiieive yinunrencyaute, war es
: ihr Plötzlich, als drehte sich Welt und
Erde rund um sie um, daß der Himmel ihr
zu Füßen stand, mit Wolken nnd Sternen
und dem unendlichen Licht, und sie sank
' w t I ! ; t . stx..C . C t -t !
I uno uni, iuo tup iiic kllfl aus icintr
Brust, ihr Mund auf feinem Munde zu
ruhen kam, und die beide Menschen, dte
so lange schon zu einander gehört, hatten
sich gefunden in langem, erstem, selig trua
kenem Kuß.
Schulter an Schulter gelehnt, so saßen
sie nebeneinander auf dem Sopha, welches
im Hintergrunde des Zimmers stand.
Ter Abend fank tiefer und füllte mit sei
nem Schatten das Semach, und i die
sinkende Finsterniß hinein erzählte er ihr
mit leiser Stimme Marie Lücke'S trostlose
Geschichte vom ersten bis zum letzten All,
genblick.
Er erzählte schlicht und ohne Prunk und
sagte ,'ichts von dem, waS cr gefühlt,
aber daS Mädchen n seiner Seite, da5
mit der Phantasie des liebenden HerzenS
andachtsvoll seinen Worten lauschte, er,
s,än-,te schweigend. waS er verschwieg, und
während unter seinen Worten fein Herz
vor ihr aufging wie ein Heiligthum von ,
Menschenliebe und Milde und Güte, qe i
dachte sie der schmählichen Ausdrücke, die !
sie im Kreise der Bekannten über ihn und
sein Verhältniß zu Marie Lücke hatte !
kr. .,-. .i ihr hipi !
Menschen elend und jÄNmervoll, und vor ;
. -
ihre Seele trat daö Bewußtieiii vom Erb
fluche der Menschheit, daß daö Große
und Gute sich immer nur in daS Heiz
eines Einzelnen flüchtet, während die
Menge mit plumpen Fußen darüber hin
wegstampft. Als er geendet hatte, beugte sie sich an
ihm nieder, bis daß ihr Haupt da zu lie
gen kam, wo das Herz des Menschen ist,
und an der Stelle drückte sie die Lippen an
seine Brust.
Was thust Tu, Lieschen? fragte cr.
..Ich küise Tctn Herz," erwiderte sie,
und bitte ihm ab, denn ich that unrecht
an ihm. gab eine Augenblick, da ich
bereit war, in das Urtheil der klebrigen
einzustimmen, und jtt der Nacht, da sie für
Tich starb, habe ich sie gehabt und ihr
Böses gewünscht." '
,.?Iein," sagte cr, klage Tich nicht ge-
gen mich aik, mir gegenüber bist Tu ebne
Schuld aber wenn Du fühlst, daß Du
Ut
ihr u
m
Unrecht gethan haft, so sieh bicC3
v,r iffindle BruWschelmd
47 " ' i, '
naym daZ -SetFen pa Mr lerv crrSä' er lZ?nma) da Hau venihmZnd'en. ' - " -sorgsam
öffnete. ! ; , Tie Uhr hängt an einergöldenen Kette,
Weißt Du, von wem vaS herftammt? i und an der Kette gewahrt man als ein.
fragte er, indemly? ras blonde Haar gegen zigen Schmuck eine kleine goldene Kapsel,
das Fenjter hielt.fo daß eö im legten Wenn man sie öffnete, würde man ein ein
Schimmer deS LichFes wie eine feine dunkle zelneZ blondes, künstlich verflochtenes
Linie erschien. , j Haar darin finden da? war das Hoch-
Jch errathe es, flüsterte sie leise. ; eitsgeschenk gewesen, das er von Lies.
Tu weißt, daß ich morgen abreise," j chen empfing, am Tage, da sie sein Weib
sagte er, es könnte mir verloren gehen, 1 wurde.
und eö wäre mir leid, wenn cS geichähe.
.So will ich eö Tir bewahren, versetzte
sie leise, gieb her; und wenn Tu wieder
kommst, sollst Tu es unversehrt finden, ich
verspreche es Dir. Sie nahm die Locke
aus feiner Hand, wickelte sie sorgfältig
! wieder, in das Papier, dann sielen sie sich
um den Hals und küßten sich.
In diesem Augenblicke hörten sie, wie
. ,.,-- x --
' in v'c uprniiur rill lU'i grivvrll
i n.irn
ward.
Ter Papa," sagte Lieschen, indem sie
: B0!n oph glitt, und nun siel es Heiden.
' lCin au' as Prrz,. ras z?iie wio
r., ' ' am t
vicuovi uiuicvitjti v tu vcyuuu.
m Nu war Lieschen aus den Stublae,
- - -
mK siSi.yl.fwm Z
IViuucii uuv vullC V1C Vaw"If
Brand gesteckt.
Und nun komm," sagte e, indem nc
; ihn an der Hand ergriff. Der Rath
Hainsberg war in sein nach vorn belege
neS Zimmer getreten und auf der Schwelle
! desselben erschienen jetzt Hand in Hand
' Heidenstein und Lieschen, seine Tochter.
Ter alte Mann blickte von seinem
Schreibtische auf und rückte unwillkürlich
überrascht tön Studl einen Schritt vom
Tische ab.
Heidenstein wollte den Mund, öffnen,
aber der Rath unterbrach ihn.
Sprechen Sie nicht," sagte er, kein
nien Sie her, sehen Sie mir in die Au-
gen l"
Heidenstein trat zu ihm. der Alie faßte
ihn an beiden Händen und blickte schwei-
gend in sein Gesicht.
, X, rVn-
? 2Z?TVl
i nete er u,id di
Heivenztern," zraqte
er, wüieii -e.
grepe.-?.
dunklen Augen, die er auf den Rath
; wandte, sahen aus wie an jenem Tage,
! da er vor dem Präsidenten des Gerichts
.'s fliiPfn Iinttc.
Heidensteiii ist es wahr, was die
Leute reden ?" die Hände des alten Man
I ... -
I ffiX rtTftrr? ifr
, .. ...
I ffVtWllt; 'ilk tUi,'f VW IVM1
I sagte er laut und ruhig. Der Rath Hains
dng erhob sich von seinem Stuhl, legte
! eicengeia e!tcrn unb
Ul,tttli4 K m AWMA tj V t n A (l AI It All f -
f" "Ü ' 7 -l c- vn """"" lUl
i l,ch mucken beide Sande.
; x. - . ... . w r.
civcuiiciii, lvUic et, littciii ci jiiv
zu seinem Ohre niederbeugte, ich habe eö
auck nie aealaubk. ick babe Sie lieber als
all das klatschende Volk."
Mit einem schalkhasten Aufblitzen der
grauen Äugen wandte er sich zur Seite,
wo Lieschen wartend stand.
Ra.und wa? will Sie den, Mamsell?
fragte er.
Das war da? Sianal .um stürmenden
Ueberfall mit einem Satze ftür-,te Lies
' chen auf den Papa zu und kktterte förm-
!lich, wie ein Eichdörnchen, an feiner Ve
; statt hinauf, indem sie jede Stelle seines
! Gesichts mit unzähligen Küssen bedeckte.
So hilf mir doch von dem Kobold,"
j rief der Alte lachend Heidenstetn zu; Letz
terer trat mit ausgebreiteten Armen hin
i ter sie, und indem sie den Hals des Va
j terZ losließ, flog sie, indem sie sich im
! Schwünge umwandte, an die Brust des
! Geliebten.
! Dann, nachdem sie das Werk des Küf,
j fens an ihm fortgesetzt hatte, fegte sie wie
! ein Wirbelwind ur Thüre hinau?, im
Hinter; immer entstand ein Rumoren,
Klappern und Klirren, als wären die
Heinzelmännchen eingebrochen, und als
sie bald darauf ir.it einer Echknze, weiß
wie krischgefallener Schnee, Goldkäfer,
Schuhe an den zierlichen Füßen, auf de?
i Schwelle wieder erschien, da war es wie
' der das Fräulein Lieschen einstiger Tagt,
' aufgeblüht in der Lebensluft des EfückS
wie eins Role, a der die Aeflscheu sich
l entzück?:!, $üd thmend und Freuds vr
: brettend.
An fcfjji runden Tisch saßen sie wieder,
; die Drei; heute wurde nicht gelesen, heute
' gab eS zu viel zu reden, theils in rer
; nünstigee Sprache zwischen dem Rath
! HslnSberz und seinen künftigen Schwle
gersohne, theils ln einer ganz unvernünf,
tigc, welche zwischen Letzterem und
! Fräulein Lieschen thtUS mit Augenzwin
! lein über dem Tische, theils mit Hände,
' drücken unier dem Tische geführt ward.
Utd sibcr dem Haupte der Drei schsebi
der alte Hausgeist, die hängende Lampe;
heute ward sis nicht hersbgcjegen, Nie-
- manv achtete euer auf sie. aber wkr eö
ifvv frv HW i0 WVW VV
gethan hätte, der wde flehört haben. !e
" 9 P. . r
,hre Jlantme mit leilem tauschen di, Luft
v: '
verzehrte und wie si; dabei einen Ton vsn
sich gab, einförmig und friedlich, wie da
einsSrmige. süöe. Glück' des häuslichen
j w k y w t
Friedens.
Drei Jahre tpäter ein Sprung in
der Zeit, ein noch arrsierer im Raum
zz ist fern von hier, in einer großen
etaM, in einem kleinen, hinter dem
Wehnhause belegenen Garten. DaS grüne
Sück Erde liegt so prangend n sommer,
Uchen Schmucke, al wollte eö den Händen
' " w
danke, die eS mit solcher Aufmerksamkeit
hegen und pflegen. Im hintersten Winkel
dieses GartenS, in einer grünumrankten
Laube, sitzen zwei Leute tn eifrigem Ee
fpräch bei einander ein alter Herr, dem
man eS auf den ersten Blick ansieht, daß
er ei zur Ruhe gesetzter richterlicher Be
amter sein muß, und ein junger Mann
mit sprossendem Bart. Der junge RechtL,
anmalt soll heute vor den Geschworenen
vertheidigen, denn er ist der gesuchteste
Wertheidiger der Stadt nnd seine Praxis
mächtig gewachsen.
Der junge Mann entwickelt, wie es
scheint, dem Alten den Gedankengang sei
ner Vertheidigungsrede, und der Alte
scheint zufrieden, wenigstens nickt er von
Zeit zu Zeit mit dem Haupte. j
Nur um den Zopf sieht der Herr Rechts- i
anwalt wenig gepflegt und sogar ein wenig j
unordentlich aus: außerdem wird er ,
i wahrscheinlich die Zeit verZäumen,denn er
'N k ernesi m leine siutcinanvetwun (
Sdaß er der Stunde gar nicht achtet, .
ragt mckt einmal eme licht bei sich
'ec jetzt cr,cheint in der Thue des i
vteS eine weibliche Gestalt. Jner ;
Hecherhobenen Linken trägt sie eine Ta i
ttiuhr j j der Rechten einen Aamm
I.mV fMA (Ull.t( I
UUV tillt .'Uljil.
..Ist eS Zeit, Lieschen?" fragte der Herr
ÄechtSanwatt, da er sie erblickt.
..Allerhöchste Zeit," erwidert sie, und er
will aufspringen.
Nein," jagte sie. ..Tu mußt erst Tei
nen Rock noch ausziehen und einen Au
genblick still hakten."
Und während er nun in Hemdsärmeln
vor ihr sitzt, crdnet und glättet sie ihm daS
.
verwerrene Haar. Dabei lacht sie über
das ganze Gesicht, und er blickt von unten
;ju ihr herauf und lächelt dem niedlichen
' Friseur zu.
So," sagte sie, nun kannst Til tii'.ter
Menschen gehen."
Cr stürzt sich in den Rcck, fkülxt den
-Hut auf und ivill fort. Noch einmal aber
kehrt er um, faßt' sie in beide Arme und
rußt sie ganz wild."
..Eott, Lieschen, enn ich Tich nicht
hätte. ruft er.
..Abec die Uhr nicht rergeffen,- fagt sie,
und steckt ihm die Tafchenuhr in di Weste;
ud"nun ist er frei und hgst siebt ma
g e r t r u d.
rei ach dem Portsgiesifchen von Hed
wig ZSiggrr.
Sehr klein, erbärmlich, sonnenverbrannt.
zerrissen, mit großen, sanften, dummen
I,.. r.. v:- -
, uAr,t-r nc, c irorli -ommermorgen
i die Zrychen Eier und die Milch von dem
: uic iiiiivi i ii, n i r f ' r i n nn rpm
j Landhause in die Stadtwolmuna brachte.
Gleich nach ihrem Eintritt? in die Küche
Vic. ii . uno reaue an
, trw, lkZ ,f..
. vv 1 ' inau uuui. cia'ivcilt.
Tann blickte sie aus die kuvfernen Eerätd,
-
' lAlATIIt V n KdC ATtrA aIih. . . 1
: k n,vuus yianjicii, uiiv
! ganz verwirrt faltete sie die Hände über
der geztrelsten Schurze. Ter weißgeklei
j dete ernfte Koch schien ihr eine seltene,
I hochstehende Persönlichkeit. Ihr Vater
' arbeitete auf dem Landgute, die Mutter
war gestorben. Wenige Leute wußten,
! daß sie Gertrud hieß; da man sie zuweilen
! au? dem von 'ornengeinupp begrenzten
SiiiRtofabe faf. sine Rutk? in inr .svid
, v-t i-:r -7 - "
! um die Gänse auf die Leide zu treiben,
! so nannte man sie kurzweg das Gänsemä
; del. Eines Tages begegnete ihr der
: Prior mit dem Brevier unter dem Arme;
j er gab ihr mit zwei Fingern einen leisen
! freundlichen Schlag in's Gesicht mit der
i einfachen Bemerkung: He, he!" Um
i diesen kleinen Schlag und dieses he l,e !"
j drehte sich ihr ganzes Fühlen und Tenken,
sie wiederholte sich's selber alle Tage mit
immer größerem Jntereze. Die Gänse
waren nicht gut zu ihr, besonders der
Gänserich. Eine Schäferin möchte sie
fein ! Tenn die Lämmer und Schafe sind
sanft und lieb, mit ihnen kann man fpie
len; aber si? war noch sehr klein, viel zu
klein. Vielleicht, vielleicht, daß die Zu
kunft ihren Traum verwirkliche, wenn slü
acht Jahre fein werde um Ostern herum.
Eines Tages sagte der Koch zu :hr:
! Heute haben wir große Itittagsgesell-
schast, bleib' hier, Tu kannst helfen. TieS
j war schon etwas Anderes, dies war nicht
j meyr vcr ieii,e ?a)lag cc 'psarrers : etc
war stelz ; sie degrisf augenblicklich, daß
i sie nun in'Z Leben eintrete. Man gab
; l. ... ,ss, P ... tr;, - s..
:v 0" o - " "v
! erstemal, daß sie rctheZ iLaffer" trank.
wie sie den tätin benannte. Sie machte
' eine Grimasse und stellte das Glas auf
i den Tisch: Herder Koch zwang sie, zwei..
! dreimal zu trinken. ?e.- Mein stieg ihr
3" Kopfe. Die kleine Zunge, die bisher
' geschwiegen hatte, löste sich, s.e begann zu
, sprechen, sprach und sprach. Sie erzählte
ibre Geschichte mit dem Prior, und da
! der Gänserich sie so sehr in's Bein gebissen
j W, daß es blutete. Man gab ihr noch
! ehr zu trinken; eö überkam sie große
i Angst. Man legte sie auf za'ei Stühle,
! le uermcyen yingen ,tan herunter.
Wie dumm !" jagte der Koch. Sie wurde
j bald roth, bald blaß, und ibr Blick starr;
, sis seufzte und stöhnte. Johann, der
Sehn der Baronin, ein Knabe von etwa
zehn Jahren, ging zufällig durch die
Küche; er sah di? kleine Kranke, fing nn,
sie zu kitzeln uno einen der dünnen, rothen
Arme zu kneifen und zu kratzen, daß er
blutete. Sie schrie auf und schaute er
wirrt um sich. Ter Kleine trug einen
blauen Sammetanzng und einen großen
Spitzenkragen, über ten die gotsenen
Locken niederwallten. Sie lichesie, nickte
einige Male mit dem Mepfc wie zur Be
stätigung, erinnerte sich des Gänserich-?,
der so böse, aber nicht s? hübsch war, und
streifte den zerrissenen Nenne! au', um
die 29unde zu liebkoen. Arme kle ne
Fertrud !
Später iitterejsnle die Baronin sich für
sie. ?lls es beschlossen war, das: sie nach
der Hauptstadt geben sollte als Tiencr'n,
war sie fehr froh. Je haun 's wegen, lind
j traurig, um der Gänfe irülcii. Noch ein
; mal führte sie ihre Schützlinge auf die
Weide und verweilte dort stiiiidenlang.
' Sie sprach mit ihnen: Seht Ihr, ich gehe
: nach der Hauptstadt, Ihr kennt nicht mit
i kommen." Taun setzte sie sich an den Nain,
j zwischen Tornen, welche sie stachen doch
j das schadete nicht ! cie blickte aus die
! Felder, Wiesen und Gärten, eins die drei
; hohen, spitzen Pappeln, di- daö Thal in
' der Mitte schmückten, und auf den Heri
zont, Alien im Herze Letcivchl wün-
. w . M ,n
' ''"d. trank einen chl tcka'ser
fitwA Vstl Ul'ltMI'(n ItTtri , II?
'1
wivl it.l... utii .17 ( II ...... ...t ....
si. um."-, im jiu iv l u l .i in. l uui,
das sie unter einem sy.rei.ie fand, ein trock
ne, leeres 5cc)t vom vergangenen Icihre,
- und behielt es zur i?rinncr!,g. Tann
? . . , . - ,
rief ne alle Oan eine nach der anderen
, und kam zu der Ueberzeugung, dar, keine
i Gans hübsch sein niüffe, wenn sie ein
j Sammetkleid und eilten Spitzenkragen
, trüge, und dann und dann küßte sie mit
j Zärtlichkeit den Hai? des Gänserichs, die.
! ses bösen Thieres. In ter Hauptstadt
saß ne neben dem Wohnzimmer am Jen
ster. zeichnete Schnupftücher oder besserte
Wäsche aus. Nähen und Sticken hatte
man sie gelehrt, aber nicht Lesen "und
Schreiben. Lesen ist nicht gesund für Per
sonen fo untergeordneten" Standes, wie
Gertrud. Tas Lesen verlangt Nachden
ken, un'i wenn man nachdenkt, so setzt man
die Hemden nicht richtig zusammen. Tie
übrigen Dienstboten hatte sie nicht lieb,
sie war ihnen zu einsilbig und ihrer Herr
schaft zu treu ergeben. Nie ging sie aus,
mit Ausnahme des Sonntags in die Messe.
Sie war sehr fromm, ohne zu wissen, wa
rum. Jeden Abend betete siet Unser
Vater, der Tu bist im Himmel." Von der
Stadt kannte sie nur die Straße, die ihrem
Fenster gegenüberlag; die Vorübergehen
den hielt sie sür außergewöhnliche Persön
lichkeiten, von einer Art, zu welcher sie sich
TTa Wiit. fZ- : -r tT.L. e
iuu,i 0uyiLii t'uiii. vquipdgcn: vritraä
Seltene?; ali'o bewunderte sie das Stra
ßenxflaster. Zweimal hatten die Glocken
schon Ostern eingeläutet. Sionähte. Sie
hatte sich denselben dummen und sanften
Blick bewahrt. ?ne hatte eine Seele sich
so einsam gesühlt wie die ihre, und den
noch war sie nicht traurig. Zuweilen sah
sie den immer hübsch gekleideten, stolzen
Sohn des Hauses. Wenn er durch das
Zimmer schritt, in welchem sie von früh
blS fpät nähte, ging ein Zittern durch
ihren Körper, sie hod dcn .Icpf nickt,
nähte fleißig, immer schneller ging die
Nadel, und die Finger wurden zerstochen.
Plötzlich jagte or eines TageS: Komm'
spielen!" Sie erheb sich erschrocken und
stand mit offenem Mnnte da, als ob si?
ein Wunder schaue. Ter Knabe trua
! tiriin fcharzen, mit Gels gestickten An
!411 114 T Att rlrtlltl C l"t . aMI
zuz. i ixieite. Zr-yanik fturzte eineii
Stuhl um, setzte sich hineiu und Gertrud
feilte das Pferd sein und mußte ziehen.
3r ttar sehr schwer, sie noch schwach; sie
keuchte und rang nach Athem. Um sie zu
veranlassen,- schneller zu gehen, siicß er sie
in den Rücken. C, mein Gott I c, mein
Gelt!" rief sie ganz außer sich. Eine
Peitsche möchte ich baden !" schrie er. Sie
eilte in die Küche und hc-Ite den Zeug,
! Nopfer; daZ gefiel dem Jchann. Erschlug,
und sie lief. .Junger Herr, junger Serr I"
rief sie je und je au-5 und weinte vrr
Freude und Schnjerz. Sxät ?ldc,id.
näastem sie- ml: ' den' TiMökcni in der
Küche gegessen hatte, faß sie itcch ain Tisch,
fchlvß langsam die Augen, lächelte und
man hörte sie lispeln: .Ach, wie gut, wie
gut. Der Koch brummte:' Leckermaul !"
Eines Tages nahm Johann eine Flasche
Muskatwern aus dem Glasschrank. (Um
diese Zeit rauchte er schon heimlich sein
Ligarrettchen.) Als man ihn nach dem
Wein fragte, antwortete er: Ich sah
Gertrud die Flasche wegnehmen." Tie
Baronin ließ die kleine Tienerin rufen.
Hast Tu den Wein genommen?"
Johann unterbrach." ?ie that es.
Gertrud erwiderte: Ich that es. Die
Baronin gab ihr eine derbe Ohrfeige.
Tas ist recht geschehen ! sagte Johann.
Ja, es ist recht geschehen," wiederholn
die blöde Gertrud.
Jahre vergingen.
Sie blieb immer mager, kränklich und
sehr klein. Häßlich? Gewiß. Sie hatte
ja Sommersprossen auf der Nase und
Stirn. Die großen, guten, leeren Au-
gen schienen die Augen eines Lammes zu
fein. Sie trug ein schwarzes, enges
i - ii- ij f j
siltk lXTtA I. ? i W V ' . l l
jiitiv, vviu yui)c vi ju et oUPiPlSc rgl
chend, nicht einmal durch ein Eürtelband
wurde die Taille bezeichnet.
Johann war ein junger Mann gewvr- j
den. An einem Abend iagte er zu ihr: .
Mama erlaubt nicht, daß ich den
Hausschlüssel mitnehme; sobald ich aber
klingle, erwacht die ganze Sippschaft und
ich erhalte die unangenehmsten Vorwürfe.
Höre mich an: Gehe nicht in's Bett, warte
bis ich heimkomme, ich klatsche in die
Hände, und dann komme, ohne das min
desto Geräusch zu machen, hinunter und
öffne mir die Thür. Es war im Winter.
Gar manche Nacht blieb sie mach im kalten
Zimmer und wartete ängstlich auf daS
Signal. Tann ging sie hinunter mit
einem kleinen Licht in der Hand. Sie
mußte den Hofraum durchschreiten, mit
unter war er mit tiefem Schnee bedeckt.
Um recht leise auftreten zu könn;n, hatte
sie ihre Pantöffelchen ausgezogen und
ging barfuß durch den Schnee; die Zähne
klapperten vor Kälte. Sie zog sich eine
Erkältung zu, von der sie niermehr
frei wurde. Johann sagte: Ach, wie
anze warte ich schon, ich bin bereits ein
Eiszapfen." Einmal entgegnete sie:
Von jetzt an werde ich auf dem Hofe war
ten. Und so that sie. Ach es war sehr
Fält in jenem Winter!
Zur Zeit des Karneval kam es vor. da
Johann in einer Nacht betrunken nach
Hause kam. Er kehrte von tknem MaS
kenball zurück. Wie schön cr wa? in seinem
grünen und rothen Gewands; Gertrud
hob das Licht höher und unterdrückte das
Ah !" der Bewunderung nicht. Sie stie
gen zusammen die schmale Treppe hinauf,
die für die Dienerschaft bestimmt war.
Er wankte gegen die Wand und summte
, halblaut den Refrain eines beliebten Ope
rettenliedes: 6 schöner Mai, wie schnell
vorbei!" Sie lauschte entzückt. Er
stolperte. Um sich aufzurichten, mußte cr
! den Kopf umwenden. Sein Blick begeg
' net? dem ihren, und er fah das treu lä
chelitdo Gesicht Unwillkürlich beugte
er sich zu ihr und drückte ihr wilde Küsse
auf die Lippen. Arme Gertrud ! Sie
zitterte rote ein Vögelchen, das sein Gesie
der schüttelt, und sicl ohnmächtig nieder
mit dem Leuchter, der zerbrach. Gehe
zum Teufel, 3! 'linfälticjc !" stieß Je
hann Herr 05 md ?rgri!f die Flucht, auö
Furcht, das Geräusch niöge die Schläfer
erweckt haben.
Nie mehr arbeitete sie am Fenster neben
dem Wohnzimmer. Es siel ihr ein, von
! früh bis spät immer auf derselben Trep
penftuse zu sitzen und z't nähen. Tie
Tienstreten machten sich lustig über sie,
ibr war es gleichgültig. Sie war ein
eigenthümliches Wesen. Was war es,
das in dem seuchteil Schimme? i?S AugeS
lag? Wie lraumverkoren blickte sie oft
vor sich hiti und wiederum suttünten
die bleichen Lirpen stundenlang denselben
ölefrain t 0 schöner Mai, wie schnell vor
bei!" balo klang es heiter, schnell,
schneller, dann wieder langsam, sehr lang
sam, mit tiefer Empfindung: d ie einzelnen
Silben betonend, die Melodie anshau
cheitt, die so gesungen, unendlich traurig
klang. Plötzlich brach sie in Thränen aus.
Sie fühlte sich glücklich.
Johan-l wurde vernünftig', eö hantelte
sich um seine Verheirathnng. Tie Braut
war schön, reich, er verliebte sich in sie.
Heirathe.i wir mir bald," sagte cr. ES
gefchab. Gertrud sollte als Dienerin mit
dcmilngeil Paare ziehen, sie selbst hatte
um tiefe Gunst gebeten. Am Hochzeirs
tage beschäftigte sie nch in der Wohnung
der jungen Herrschaft. 3ie ging aus
einem Gemach in'S andere, lief von einer
Seite zur andere;:, ordnete die Z: et ra
then, schmückte oie Valen mit frischen Blu
inen, lächeltet .So in es hübsch Man
batt? sie nie zuvor fo zufrieden gesehen.
Sie trug ein seitenes Aleid, ein Geschenk
der Braut. Voii Zeit zu Zeit wiederholt'
sie: Herr Johann Herr Johann
glücklich i'k er glücklich ist auch si: "
' Abends, als aus dem Hechzeitsfeste ge
tanzt wurde, fing auch sie an zu tanzen,
, den Walzertakt singen t schöner Mai."
Um Mitternacht hakf sie, ter jungen Frau
dein. Auskleide. , Das matterleuchtet?
Zimmer mit seinen mildfarbigen Trape
, rien hatte etwas GehkimnißvolleS, Be
rückende? Wie schön sind Sie !" sagte
: sie zu ihre? Herrin. Sie schürte das
, Feuer, ordnete sorgfältig die zwei'gestick,
ten Kzvjtissen des BrautoettcS, küßte das
. vordere mit Inbrunst und wünschte Jo-
hann, der eben eintrat, lächelnd: '.Gute
'Nacht!"
Eine Stunde später verließ sie, das
Haus. Sie huschte hastigen EchritteS
durch die menschenleeren Gassen. ES
hatte geregnet. Ter Himmel klärte sich
allmählich und durch die Schichten der
, Wolken blinkten verstohlen einzelne Sterne
grüßend zur Erde. Sie ging immer an
den Häusern entlang und sang vor sich ;
hin. Ta hörte sie weiches, eintöniges
Rauschen, wie von einem fließenden Was-
set und bald war sie auf der Brücke. In ;
der Mitte hielt sie an, blickte um sich, sah,
daß sie allem war und begann zu sprc- :
chen, leisekeife: Vater. Vater, der Du
vlst im Fimmel, geyeiliget werde Dein
Name !" Sie nterdrJch da-Z Gebet, um
ein Li'tdlein zu summen. Tann faßte sie
die Brnstrehr der Brücke. schöner
Mai !" blickte in'Z T? affer, löste ihre
schürze, riß das Band ar irie schnei
veroci " faßte ihr Kleid um die Anie
zusammen und defestizte e-Z mit dem Band.
Unser ZZater, dcr Tn fc ist im Himmel
o schöner Mai Verzeihnnz " und
verschmand in dem Wasser an einer stelle,
welche, die Klarheit d?-5 5tcrnerislinmclö
idcrs!?iec!ic. .
StoneHiHWineGo.
Nachf''z.,
M- J'ocschel, Schc cr .s Co.
rx' " s j
Wem ' Zuchter
und Händler ,n
Einheimischen Weinen,
Fairiksnten iti rühmlichst deksnnten
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Jl'obr.fnre nikü utinpi befert.
1'ncüitre Slnftaen in deuischcr feit eg
!i eder Srrache re.in:cr:kt.
Veteranen
ans tcm leftcr. nrjcr-ficieite
die ikre Vvuni? zn welcher sie'
dereSitiat sind, nrch nicht erho !
bei, l aben, reden ti in ihrem
jr.lfrtfse taten ihre Äusmuft.
rrungSxapierk dem Unirrzrich
netrn zu unttrdreiten.
st. C. Mumbrauer,
Pension s'kiit.
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Äorlteutschen
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v-r-.v: '
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tfSXt&eb . I
teummGwi i
' -- 'V?r&:&;,-TJC?z?.'$L?r-
rs -rri i?if-SrV".. 'ÜTHSfii '
T 'SjR
- I llV--s-iv-Jf .ä' v'.
.rtC? tSÖT:iJ?iCB .
i -it .TviV, fiT O -av-1 V- tS5i t
MMMM-'MW !
Mx- ? "xSsi -.Vfij-teir
k ifTT Wf&h I
iVvf. il v :
Henrv Bock's,
BlMs.Kraft wiederkergkÄlU. ;
tschlt,.Krakhntm cehriitl R
S trfoMtim dnckn nt, tkich k Iah
n t4f4Utt;Ui mit Ixt Bebsnttung Ucs
Mitn besaßt, hat tn tlaxtt vtib verftäilichn
I8rift riM Uagiilrigni rfaijntrgtn In tlntm
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