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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, January 25, 1889, Image 3

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i
Vkoierne ??alschchünzcr in DeutsÄ,
lanö.
Die Falschinünzerei bringt jetzt nicht
mehr den Gewinn wie srühcr, schcn des
halb nicht, weil da-5 Publikum sich mit
falschen Geldstücken fast gar nicht mehr be
trügen labt. ES ist nicht nur fast in
jedem ScschZit, fast an jeder Kas,e eine
Art sehr praktischer Goldwaage angc.
bracht, sondern Jedermann kennt heutzu
taae die Goldstücke genau, da er sie viel
häufiger a!Z früher in die Hand bekommt, j nach der Prägung in das Beizfab ge
und deshalb wird eS sehr schwer für die j steckt, welches verdünnte Schwefelsäure
Falschmünzer, heute noch falsche Gold,tucke
auszugeben. Tie Fal,cbmunzer muen
sich daher auf Sübcrgcld beschränken und
sind es die Ein- und Zweimarkstücke,
welche am meisten gefälscht und in den
Werkchr gebracht werden.
Tie plumpste "l'.xt der Fälschung ist hier
der Guß. Nur Äctallarbciter, nur Fach
Icutc können sich !::?t;;rlii) mit dieser Art
der Fälschung deichäsligcn, und mancher
arme Teufel, dr verzweifelt war und
nicht wußte, woher er das Gclo nehmen
sollte, um sich seine F.imiiie zu crhal
ten, ist wohl gerade durch seine .Kenntnisse
alZ Mcta!Iarl.'ci:.'r dazu verführt worden,
ein Markstück i:i GypS abzuformen, in
Blei abzugiehen, und ;ann durch leine
Familienmitglieocr d.n 'e'.such machen
zu lassen, da-Z ylnasre Fabrikat an den
-Mann zu bringen. '.'Lnürüch ist wegen
der Plumpheit die-er Fal'isikate nicht nur
eine große Gefabr i ar den er.iuögabcn
fceit, sondern aui) die 'jjahrichcinlichicit
vorhanden, das; der Fälscher sehr ba!o ent
deckt wird.
Schwieriger dagegen vt die Entdeckung
der falschen Gtüde bei geprägten Mün
zcn. Um selche anzufertigen, sind zum
mindesten zwei bis drei Personen nöthig,
und Einer wcnigs.enZ r.iiif; sehr geschickt
in seinem Fache sein. Er mnst cs per
stehen, in Stahl gut zu schneiden und
Stempel anzufertigen; nur selten wird
sich ein tüchtiger Arbeiter, wenn er nicht
schon auf der Bahn dcZ Verbrechens sich
befindet, dazu hergebe,:, sein Talent für
die gefährliche Falschmünzerei ausbeuten
zu lassen, da feine Leistungen auch bei
ehrlicher Arbeit sehr gut bezahlt werden.
Allerdings thut böses Beispiel, Liederlich
keit, Anlage zum verbrechen uns die
UebcrredunzZknnft schlechter Freunde sehr
viel, und manchmal sind es gerade die
talentvollsten Menschen, welche Mitglieder
von selchen kleinen Falschmünzer Ge
nossenschastcn werden.
Es bandelt sich also vcr Allem darum,
einen Stempel herzustellen. Tiefer mufz
in Stahl geschnitten werden und erfordert
viel Arbeit. ES sind n.i'.ürlich zwei Stahl
stemxel, einer für den Avers nno einer
sür den NcvcrZ der Münze nothivenrig,
und außer den Stempeln handelt cs sich
dann noch um die Maschine, mit der ge
stempelt wird.
Bei Erwähnung dieser Maschine ist es
vor Allem nöthig, einen im Publikum
weit verbreiteten Irrthum aufzuklären.
Man glaubt allgemein, solch' eine Präge
Maschine sei ein Ungeheuer, welches mit
furchtbarem Geräusch arbeite und ein sei
ches Getöse verursache, das: man es nicht
nur in dein betreffenden Hane, wo die
heimliche Arbeit vorgenommen wird, fcn
dcrn womöglich in der ganzen 'Machbar
schaft hören müsse. -Kitts it falscher alö
diese Ansicht, i'ohl ist sür die Herstellung
wirklicher Münzen ein ziemlich starker
Druck erforderlich, aber selbst in den
staatlichen Münzstätten ist von dem frühe
ren Schlagen und dein fürchterlichen Ge
töse heute nicht mehr die Siede, und zwar
seitdem die sogenannten Äalancicrs er
funden worden sind, d. h. jene Echrau
bensyindcln, welche oben ein eisernes
Qucrftück mit zwei mächtigen Kugeln
(Prcfzbcngcl" genannt) tragen und welche
durch einen einzigen Stost herumgedreht
werden, wobei die Kugeln in Schwung ge
rathen und die Echraubenspindel mit
aller Gewalt hcrabdrückcn. Scirn er
dann noch die Maschine so ausstellt, das,
sie vielleicht auf ein paar Jilzrcckeln. oder
womöglich auf Gummnchcibcn sieht, so
kann er ruhig mit der,clben bei Tag und
bei Nacht Geld prägen, ohne daß die
vcr, unicr oocr ncren iym wohnenden
Leute auch nur etwas davon ahnen.
Man vergesse nämlich nicht, daß das
Metall, aus wclchcm das falsche Gels meist
-geprägt wird, cin sehr weiches ist. Legen
dieser Weichheit des Metalls suhlen sich
auch viele falsche Münzen so eigenthümlich
fettig und schmierig an, und gerade dieser
Umstand trägt am meisten dazu bei, das;
sie als falsch erkannt und festgehalten wer
den. Eine große Geschicklichkeii erfordert
schon die Anfertigung einer geeigneteren
Metal!mi?chung, ans welcher falsches Geld
hergestellt werden seil. Das Metall soll
silberähnlich aussehen, durch Säuren nickt
angegrisjen werden, dabei weich und leickt
bearbcitbar und dech wiederum schwer
r.t. . .
sein, damit kein oder doch säst kein Ge-
wichtöunterschieo zwischen der echten und j
der falschen Münze bemerkbar sei. 1
Kien .'iiiipniücii genügen aber nur j
gewie Kupserlegirungen, mit welchen die
geschickteren Falschmünzer vertraut sind.
Eine Mischung von Zupfer, Zink, Zinn,
Antimon und noch verschiedenen anderen
Metallen craiebt cin neues Metall, we!-
, . ' . ,,,, .. . .. . ' ;
O 5 , nrHiiv . O ' . . :r:i-ri. '
ift V, s . u'. ,l'a' ""BCl"
iu, als das mittlere 'pc.zinzche Gewicht!
aller dieser Metalle beträgt. Durch ge,
1lckte Mischung, durch genaues Aus
Probiren dcr Mischungsverhältnisse gelingt
kS außerdem sehr ost den Falschmünzern,
Legirungen herzustellen, welche dem Silber
in Bezug auf Glanz und äußere Ansüh
lung ziemlich gleichen. Kommt dann noch
eine scharfe Prägung I inzu. so werden
Münzen hergestellt, welche durch ihre
Ähnlichkeit mit den echten für den Vcr
hr sehr gefährlich werden müssen.
Dabei behelfen sich die Falschmünzer
teim Schmelzen des Metalls, beim Legi
n, beim Ausziehen in Platten, bc'im
Echnciden der runden Metallsiücke, welche
mit dem Prägestempel versehen werden
ollen, oft mit bcwundernswcrthem Scharf
mn selbst mit den einfachsten Werkzeugen
und Anlagen. Ein kleiner eiserner Kano
nenofen,in den der Schmelzticgel hinein
gehängt wird, leistet ihnen dieselben
Dienste, wie die komplizirten Schmelzöfen
der Münze, und zumeist kommt man im
er wieder dazu, den Scharssinn und die
Eeschicklichkcit der Leute zu bewundern,
welche ihre Fähigkeiten zu dieser Art dcZ
Münzvcrbrcchcns hergeben.
Große Schwierigkeiten verursacht den
Heutigen Falschmünzern die Siändclung
der Geldstücke, d. h. die regelmäßigen
Einkerbungen, welche die Einmark- und
Zweimarkstücke auf ihrem Siande tragen.
In der Münze selbst wird diesc.Siändelung
durch einen Ring hergestellt, welcher in
heile zerlegbar ist und dcr sich in dem
Augenblicke zusammenzieht, in dem durch
den Balancier der Stempel auf die Mc
lallplatte, heruntergedrückt wird: Diese
lnlage ist aber zu kostspielig und auch zu
umständlich für die Falschmünzer, und sie
müssen sich daher darauf beschränken, die
nandelung so herzustellen, wie dieS früher
auch in den Münzstätten geschab, nämlich
mu dem gehärteten, stählernen Nändcl
len. Daß dabei die Aändelunz nicht
nmer gelingt, ist selbstverständlich, aber
, lW seinen Markstück achtet man
k.,m- ,DCniä L'""g, auf die Sauberkeit
n Wandelung, wenn dieselbe überhaupt
ur vorhanden ist.
Je länger die Münzsorten eines Staa--
sich schon im Verkehr befinden, desto
günstiger wird für die Falschmünzer iit
Fabrikation, weil sie dann die Prägung
nicht mehr so scharf herzustellen brauchen,
wie bei neuen Münzen, und weil dann
auch beim Beizen gewisse Kunststücke ge
macht werden können, welche den Münzen
das Aussehen von solchen geben, welcke
sich schon längere Zeit im Umlauf bcsin
den. Auch in den staatlichen Münzstätten
erden nämlich die Münzen unmittelbar
enthält und in welchem die Münzen den
taub und Schmutz, der ihnen durch den
Schmelz- und Prägcprozeß angehängt
wurde, verlieren und in glänzendem,
neuem Gewände hcraskommen. Tiefen
schönen S überglänz erreicht natürlich eine
Münze aus gcringwerthigem Metall
nicht. Aber auch hier haben sich insbe
sondere die Falschmünzer, welche in den
Vororten Berlins ihren Wohnsitz haben,
zu helfen gewußt. Sie haben qut geprägte
Stücke hinterher galvanisch versilbert.
Allerdings wurde dann, insbesondere bei
den Zweimarkstücken, die Prägung etwas
verwischt und undeutlicher, aber der Glanz
des Silbers war doch vorhanden, und wer
betrachtet denn immer, wenn er Geld em
psängt oder ausgiebt, dasselbe so genau,
das; er sofort entdecken sollte, er habe ei
Falsifikat in der Hand?
eiserne Gebäude.
Ueber dieses Thema scheibt die Illinois
Staatszeitung" Folgendes: Die neuesten,
im Mittelpunkte der Stadt (Chicago) auf
geführten größeren Bauten haben darge
llian, daß sich das Eisen als Baumaterial
immer mehr in den Bordcrgrund drängt.
Eiserne Tragbalken und Pfeiler wurden
zuerst zu dem Zwecke benutzt, um Gebäude
ieuerrest zu machen; als sich jedoch das
Bedürfniß nach thurmhohen Gebäuden
mit zehn bis zwölf Stockwerken einstellte,
entdeckte man, daß dem Eisen als Bau
Material noch ein weit größerer Werth
inne wohne. Man fand, daß ein eisernes
Gebäude weit leichter sei, als ein solches
aus Steinen und Ziegeln und dast cs da
her keines so breiten Fundaments bedürfe.
Tiefe Thatsache erwies sich als von sehr
grover Wichtigkeit für die Bau-Unternch-mungcn
in Chicago. Unsere Erfahrungen
mit schweren Gebäuden sind keine sehr
glücklichen gewesen. Tcr schlechte Unter
gründ bewirkt ein starkes Senken solcher
schwerer Gebäude, die dann Nisse erhalten
uns schwer zu repariren und in Stand zu
halten sind. Um ein schweres Gebäude
''olid zu machen, war cs nöthig, ihm ein
sehr breites Fundament zu geben, das
meistens den ganzen Raum im Erdgeschoß
einnahm.
Tie Anwendung von Eisen hat diese
Schwierigkeiten beseitigt. Anstatt der
breiten Stein-Fundamcnte wendet man
eiserne Tragbalken an, welche in Cement
verkittet werden. Auf dieser Unterlage
werden kurze eiserne Pfeiler errichtet,
welche ciii ebenso großes Gewicht tragen,
als die größten Stein-Fundamcnte, und
welche zu gleicher Zeit den Siaum im Erd
gcschoß frei uns verwendbar lassen.
Das erste bcmcrkenswcrthe Beispiel von !
der Anwendung von Eisen bei schweren,
hohen Gebäuden wurde von dem Home
Insurance", und dem Nookery"-Ecbäude,
beide an Adams- und Lasallestraßc bele
gen, geliefert; neuerdings aber giebt das
neue Taccma-Gcbäude an Ecke Lasalle
und Madisonstraße eine noch weit auschau
kichere Probe von der Verwendbarkeit des
Eisens als Baumaterial, selbst für die
Außenwände. Denn diese bestehen an den
Fenstcrfronten fast vollständig aus Eisen,
welches nur mit dünnen Ziegellagcn ein
gefaßt wird. Es wird dadurch dem gro
ßcn, mächtigen Ban der Eindruck der Cle
ganz und Leichtigkeit verliehen, den man
bei anderen Gebäuden von gleicher Höhe,
z. B. bei dem Opcrnhaus-Block vermißt.
Tie Tragfähigkeit des Eisens ist so groß,
daß man auf dem Fundament dieses Ge
bäudcS beinahe unzählige Stockwerke er
richten könnte, und es wäre nicht zu vcr-
i wundern, wenn nach Verlauf einiger
Tulire zwan'.ia- und mebritöckiae Gebäude
w'""" - , -j.
an dcr Tagesordnung wären. Das cin-
,zigc Bedenken bei dcr Benutzung des
Eisens als Baumaterial ist nur daZ, daß
möglicherweise dcr Siost die Eisenträger im
Erdgeschoß mit dcr Zeit zerstört, in wcl
chem Falle cin solcher Bau ein Ende mit
Schrecken nehmen würde. Zeit und Er
fahrung müssen zeigen, ob diese Befürch
tung berechtigt ist.
Die Klapperschlangen SAdknlifor
nicnS.
Die Klapperschlange ist eine cbcnso un
licbsamc als gefährliche Beigabe dcr pa
radicsischcn Gegenden Siidkalifornicns.
lhr Biß wirkt, wenn man nicht svfort das
ccigncte Gegenmittel anwendet man
muß Alkohol trinken bis zur bewußtlosen
Trunkenheit binnen einer Stunde tödt
im, ?l,mstarke Eremvlare von fünf uk
Länge
sind keine Seltenheit. Man
trifft sie überall an, denn sie haben leine
bevorzugten Jagdgründe. Es ist cin
Glück, das; diese unheimlichen, bösartigen
TM.i.... )l..mn'nn(.ii SurA Jn.l,
i ,"Ul li-lv .IIIIUI UlUlll ILlll
' ' ' "
zischenden, klappernden Töne verrathen,
,.,, ,,; ,..,, i., ua
Schritte Entfernung deutlich hört. Nie
reißt eine solche Bestie aus, wenn man
ibr naht. Sie rollt sich zusammen und
züngelt mit ihrem bäßlichcn Kopfe, ein
mal hierhin, einmal dorthin schießend, den
sich Nahenden an. Dabei wird das Zi
scheu und Zllappern immer stärker, immer
lauter. Die Bestie kocht förmlich vor
Wutb. Schlägt man mit einem Stocke
nach ihr, so schnappt sie nach dem Stocke
und dem '.Gegner. Steinwürfe machen sie
immer wüthender und sie vcrcndct unter
Ingrimm und Wuth, bis zum letztcn Mo
mcnte zischi, klappernd und fchnap
pcnd. Das Urbild des Bösen und dcr
Nth I Wche Tcm, der von cincr solchen
Bestie gebissen wird l Wo sich Menschen
ansiedeln, hört ihr Vorkommen bald auf,
denn cs gilt allgemein als Mcnschenpflicht,
jede dcr sich zeigenden Bestien zu erschla
gen und sollte cs stundenlange Arbeit
kosten, ihr beizukommen. Ihre gcfähr
lichstcii Gegner sind die Schweine, welchen
der Biß dieser Ungeheure nicht das Min
dcste schadet und welche eine armstarke,
fünf Jnß lange Klapperschlange mit dem
größten Wohlbehagen verzehren und mit
ihrer Mahlzeit sogar früher beginnen,
ehe dcr Gifttcusel seine schwarze Seele
ausgehaucht hat. Wo Schweine im Freien
herumlaufen, gehören die Klapperschlan
gen bald zu den gewesenen Dingen.
Gouverneur Swincford von
Alaska macht in seinem neuesten Berichte
interessante Angaben über jenen entlege
neu riesigen Theil dcr Vcr. Staaten: Die
Länge der Küstenlinie von Alaska beträgt
18.211 Meilen; dies ist mehr als das
Doppelte der Länge dcr pacisischen und
atlantischen Küste zusammengenommen,
selbstverständlich diese letztere nur, soweit
die Ver. Staaten in Betracht kommen, ge
rechnet. Dcr Marktwerth der in den alas
kischen Gewässern im letzten Jahre erbeu
teten Fische bcläust sich aus ungefähr
53,000,000. Eine einzige dcr zu Alaska
gehörigen Inseln soll einen solchen Sicich
thuin an werthvollen Erzen enthalten, daß
man mit ihrem Ertrage die gesammte
Nationalschulv dcr Vcr. Staaten bezahlen
könnte. Der Fischereikommissions.Dam
pfer Albatroß".bat in der legten Zeit in
den alaSkischen Gewässern Tiefemessungen
vorgenommen, die noch größere Tiefen er
geben haben, alö seinerzeit Commodore
Belknap fand, der seine Untersuchungen
anläßlich der Legung eines Kabels zwi
schen Amerika und Japan anstellte. Capi
tän Tanncr vom Albatroß- berichtet, daß
er an einer Stelle eine Tiefe von 3300
Faden fand. Auf der kurzen Strecke vcn
drei Metten stieg an einer Stelle die Tiefe
des Wassers von 40 auf 1100 Faden, an
einer andern Stelle stieg sie auf einer
zwanzig Meilen betragenden Strecke von
500 auf 2800 Faden. Mehrere neue Fisch'
arten aus dreien ungeheuren Tiefen n?ur
oen zu age gefordert; bcionderö ein
Fisch, dcr in der Bildung des Kopfes dem
Hai glich, während er feinen übrigen Leid
einem Aaal entlehnt zu haben schien, er
regte allgemeines Staunen.
on der Pariser Weltaus st el-
l u n g. Der Eisseithurm, dcr sich stolz in
den Hlmmcl zu erheben beginnt, wird
nicht mehr allein die kosmopolitischen Bc
sucher des künftigen Pariser Ausstcllungs
Platzes in Erstaunen setzen. Man kon
struirt gegenwärtig einen monumentalen
Erdglodus, dessen Anziehungskraft unter
allen Kurioittäten nicht die kleinste sein
wird. Tiefer GlobuZ wird im Verhältniß
von 1 zu 1,000,000 die Kugel, die wir be
wohnen, wiedergeben; er wird 40 Meter
Durchmesser haben. Von einem 5 Meter
hohen, gegossenen Thurm getragen, wird
er sich in 21 Stunden, wie die Erde, um
sich selbst drehen. Schließlich werden sich
auf 5 Meter Entfernung von diesem gco
graphlickcn Meisterwerk, das dem Tirck
tor der Schule Lavoisicr, Herrn Filon und
dem Ingenieur Herrn Cordean seine Ent
stehung verdankt, Gallericn erheben, die
die Details der verschiedenen Höhen zu
beobachten gestatten. Der Nordpol wird
sich 45 Meter vom Erdboden befinden.
An dcr Trocaderoseite wird auch ein Me
manismus aufgestellt, dcr die Eindrücke
des Nicdcrsteigens in die tiefsten Bohr
löchcr dcr Erdrinde veranschaulichen wird.
Llufzergewöhnliche Lebensmittel.
Dcr Preis eines Nahrungsmittels steht
nicht immer im gleichen Verhältniß zu
dem Nährwerth. So besitzen z. B. die
theueren Erstlinge des Obstes, der Ge
müsc, dcr Kartoffel, deS Spargels nur
einen sehr geringen Nährgehalt und be
einträchtigen sogar, zumal bei geschwächter
Verdauungsfähigkeit, die Ernährung, in
dem sie mit Hintansetzung besserer und
wichtigerer Lebensmittel, den Magen zu
viel für sich in Anspruch nehmen, während
es Nahrungsmittel gibt, welche trotz ihrer
großen Wchlfcilhcit sehr nahrhaft sind; z.
B. Milch, Eier (im Sommer), insbeson
dcre Enteneier, welche ungefähr halb so
theuer als Hühnereier sind, Hülsenfrüchte,
gewisse Fischarten und Fisch und NindS
theile.
I manchen Gegenden, z. B. Amerika,
werden Fischköpfe weggeworfen oder ver
schenkt, während sie an anderen als Deli
katesscn betrachtet werden. Desgleichen
wird auch in den meisten Gegenden der
sehr nahrhafte Fischrogen unberücksichtigt
gelassen, während er i Oesterreich zur
Bereitung einer sehr angenehmen, säuer
lichen Suppe dient.
Niere, Leber, Knochenmark und Pan
krcas (sweet bread) sind in vielen Gegen
den zu einem spottbilligen Preise zu ha
bcn.
In Oesterreich, Süddeutschland, den
slavischen Ländern, dcr Schweiz und
Frankreich kann man Milz, Euter und
Lungen zu guten Preisen absetzen, während
sie in den nördlicheren Ländern Europa's
und in Amerika selbst von den Aermeren
kaum genossen werden (?). Wir sehen
ferner Hül'cnfrüchte in Europa in viel
häufigerer Verwendung als in Amerika,
was diesem durchaus nicht zum Vortheil
gereicht. Während Christen kaum eine
Ahnung von dcr VcrVerth:2g dcS fetten
und drüsigen Theiles des SchafSdarmS
haben, herrscht bei den Juden und Moha
mcdancrn, welche eine köstliche Wurst da
raus zu bereiten verstehen, eine sehr leb
hafte Nachfrage danach.
Es finden indessen noch größere Abmei
chungcn statt. Die Patagonier Süd
amcrika?, die Kirgisen und andere Völker
Ccntralasiens genießen mit Vorliebe Pfer
dcflcisch, welches freilich schmackhafter und
zarter als das in europäischen Städten
von Armen genossene Fleisch alt und zäh
gewordener Pferde ist. Zu verwundern
ist cs, daß die kriegführenden Mächte noch
nicht auf die Idee gekommen sind, sich die
Vcrproviantiruilg ihrer ungeheuren Trup
pcnmassen durch Verwendung frischen
Fleisches dcr in dcr Schlacht getödteten
Pferde zu erleichtern. Gerade im Kriege
und insbesondere nach großen Schlachten
läßt die Ernährung der Truppen sehr Vie
les zu wünschen übrig und die Armee
Icitung sollte theils im Interesse einer
besseren und schnelleren Kriegssührung,
theils aus Rücksichten der Humanität die
scS kostbare Nähr- und Kräftigungsmittel
nicht unbenutzt verloren gehen lassen.
Italiener fnchen mil Vorliebe ihrem
Magen Katzenfleisch einzuverleiben. (Un
bewußt ißt so Mancher dieses Gericht auch
andcrsw.' unter der Marke Hase".)
Chinesen verkaufen auf den Märkten
Hundcflcisch, welches gewiß fehr gut
schmeckt. Sie essen ferner sehr gern Hai
sischflossen und verschmähen auch ein Rat
tcnraaout nickt. Unter den Eiern geben
sie jenen den Vorzug, welche halbgebrütete
Junge enthalten. In vielen tropischen
und subtropischen Gegenden lassen sich so.
gar die cingcwandcrtcn Europäer Assen,
Schlangen und Eidechsen schmecken. ES
gibt ferner in Europa und Amerika Leute,
welche ihr Menü durch Hinzufügung jun
ger Krähen, Frösche und Schnecken berei
chern. Auch die Maikäfersuppe findet
ihre Liebhaber und in großem Ansehen
steht bei so manchem Gourmand ein von
Würmern wimmelnder Gorgonzolakäse.
Gierig und lüstern wacht ein solcher Wie
ncr oder Pariser Gourmand darüber, daß
ihm ja kein Würmchen entrinnt.
Die Abcssynier und Gallas dagegen
können ihren Speiiebedarf nicht frisch ge
nug bekommen. Der Abcssynier schneidet
mit Vorliebe cin steak auö dem lebenden
Rinde heraus. Die wunde Stelle sammt
der zurückgcklapptcn Haut heilt in der
exemplarisch reinen Luft dcr abessynischen
Hochgebirge sehr schnell zu. Der grau
same Rückenverunglimpfer wird aber
sehr bald von einem unerbittlich strafenden
Geschick und zwar in Gestalt einer rächen
den Bandwurmschaar ereilt. Harmlos
und anmuthsvoller machen eS die Schönen
unter den Gallas", welche bei den heim
kehrenden Kühen mittelst Seidenschlingen
die Halsvcncn strotzen machen, eine klei
nere davon anschneiden und das daraus
in untergehaltene Gefäße fließende Blut
frisch von dcr Quelle weg" ihren Ver
ehrern kredenzen. Der Araber läßt sich
gebratene Heuschrecken sehr gut munden.
Dem Botocudcn am Amazonas sind eine
fette Skaupe, gewisse Ameisen und Pup
penarten ebenso viele Leckerbissen und die
Otomaken am Orinoco verzehren sogar
gierig eine vermuthlich mit animalischen
Bestandtheilen impräznirte Erde.
Wie zärtlich und rührend gestaltet nch
das eheliche Leben bei den ESkimos; in
liebevoller hingebender Eintracht schie
den sie lange, saftige Seehundsschnitte
einander in den ll!und und trinken g
müthlich und vergnügt ihren Leberthran
dazu.
. .Anderen VMern, wieder erscheinen ei.
ntge unserer LedenSmtttel nicht beaehrenS
werth. So sollen die Garrows und No
gaö, halbwilde Stämme in Hinterindien,
wie auch die öochinchinesen die Milch als
unreines Nahrungsmittel verabscheuen.
Die Kanenl verabscheuen Fische und die
Htnduö Fiichc und Flelich. Zweihundert
Millionen Hinou?. 150,000,000 Mohame
daner, 10,v0l),000 Juden und noch etwa
M V svsv. . . n m m
u,wv,uuu, lvkicy? na) aus anderen Bö!
kern und Sekten zufammenseizcn. entbal
ten sich des Fleisches der Schweine, vieler
Wlldprekarten oder thlerlscher Nahrung
überhaupt.
Europa exportirt nach anderen
Weltthcilen sür $1,034,339,531 Waaren.
Davon gehen nach den Ver. Staaten für
357,000,000.
-- Durch litten Streit Ml! blutigem
Ausgang ist in dem kleinen Dörfchen
Chilhvtvcc in Johnson County, Mo.,
etwa 10 Meilen südöstlich von Holden
große Aufregung hervorgerufen worden.
Chilhowce zählt etwa 100 Einwohner
und befitzt nur einen einzigen Laden,
aber zivci Aerzte, Dr. Starke und Dr.
Pitser, beide c.wa 35 Jahre alt. Beide
waren bisher als friidlie'ence Bürger
allgemein geachtet worden, bis vor cini
gen Tagen eine kleine Geldsumme, welche
angeblich Starke gehörte, an Pitser ge
schickt wurde, tvorübcr sich beiden beiden
Männern erhob. Als sie sich cincö
Abends zufällig in dcmLaden trafen, kam
es zu Thätlichkeiten, wobei der viel
schwächere Starke ohne Zweifel den Kür
gezogen hätte, wenn nicht die Umstehen,
den dazwischen gctrctcn wären und Pit
ser zur Thüre hinausgeführt hatten.
In diesem Augenblick zog Starke einen
Revolver und fiug an zu feuern. Die
eiste Kugel brachte dem 75jährigen Al
exanderMcLin eine schmerzhafte Fleisch
wunde bei, die zwei letzten Schüsse tra
fcn Pitser in den zücken und verwunde
ten ihn tödlllch. Starke ist iu Haft.
Chicago, 13. Jan. Die Berichte
über die Gräucl der im nördlichen Wic
consiN existircndcn Lasterhöhlen fanden
heute im Gerichte volle Bestätigung.
Ein junges, hübsches Mädchen, dessen
bleiche, abgehärmte Züge die Spuren er-
duldeter Leiden trugen, wurde dem
Richter vorgeführt, um einem Jrrenasyl
überwiesen zu werden. Sie leidet an
akutem Versolgungswahnsinn und selbst
im Gcrichtözimmer irrten ihre starren
Augen nach den imaginären Feinden um
her, und ängstlich zusammenkauernd
stammelte sie die Worte: Retten Sie
mich; sie folgen mir auf dem Fuße und
ich höre sie schon kellen." Hattie Na-
than ist der Name d.r Unglücklichen, dc-
ren Eltern in Oconlo. Wisc., wohnen-
Das junge Mädchen war auf Abwege
gerathen und hatte schließlich in einer
jener bcrüchiigtcn Tive?" nahe Mari
onette Aufnahme gefunden. Sie er
kannte bald, in welche Lasterhöhle sie da
gerathen war. Wiederholt suchte sie zu
entfliehen, doch mit Bluthunden verfolgte
man sie und brachte sie stets wieder nach
dem Orte dcS GräuclS und dcr Schande
zurück. Das Mädchen wurde schließlich
geistesgestört und erst dann entlcdigte
man sich ihler. Sie tauchte bald darauf
in dcr dicsseitigcit Stadt aus, wo man
in einem verrufenen Hause sich ihrer crn
nahm. Ihr Zustand geistizer Zcmit
tung verschlimmerte sich und wurde
schließlich im Gerichte um ihre Unter
bringung in einer Irrenanstalt nachge
sucht. Man gedenkt die Unglückliche zu
ihren Eltern nach Oconto zurück zu schaf
fen.
8 Es dürfte allgemiin bekannt sein,
daß eine Person, welche im Krankcnzim-
mer dunkle oder schwarze Kleidung trägt
der Gefahr der Ansteckung mchr ausge-
setzt und für letztere empfänglicher ist, als
diejenige, welche mit hellen Stoffen
bekleidet ist, weil die Ausdünstungen,
die von den kranken ttörvcrn aue-
strömen, viel leichter von
dunklen als von hellen Stoffen
angenommen werden. Es läßt sich dies
leicht erproben, wenn man ein Helles und
ein dunkles fl leib fünf Minuten lang
dem Tabaksrauche aussetzt, man wird
dann wahrnehmen, daß das dunkle Kleid
stärker nach Tabak riecht und den Geruch
länger festhält, als das helle. In
Krankenzimmern und Sälen, i denen
ansteckende Krankheiten herrschen, soll
ten deshalb keine schwarzen oder dunklen
Gewänder getragen werden. Auö die
sem Grunde müssen auch die dunklen oder
schwarzen Ordensgcwänderder Diako
nissen barmherzigen Schwestern zc. als
unpraktisch bezeichnet werden, wohin
gegen die Linnenbekleidung der Kran-
kenwärter in Militärlazarcten un) dgl.
Vollkommen dem Zwecke entsprechen.
Ein böscS Neujahrsgescheuk hat
Jay Gould den Angestellten der Missouri
Pacisic-Bayn geiracht. Er hat Allen,
welche monatlich $100 oder darüber be
ziehen, eine Gehaltsverringcrung von
zehn Prozent angekündigt. Auf Ma
schinisten, Heizer, Eondukteure oder sonst
ige mechanische Arbeiter hat die Sache
indesscn keinen Bezug.
Von einem gelungenen Studenten
Ulk wird berichtet: Kürzlich wurde in
Würzburg cin Musensohn verhaftet, weil
er angeblich im Wasscrbassin des könig
lichen Hofgartens Goldfische angelte.
Damit hatte cs aber die folgende Be
waudtniß: Ter Betreffende Student
hatte TagS vorher am Maine gefischt.
Etwa hundert Schritte oberhalb stand
ein professioneller Angler, dcr mit stri
gendcmJngrimm bemerkte, wie sein Eon-
kurrent alle zwei Minuten einen Fisch
herausholte, während er nichts fing.
Da übermannte ihn der Zorn, und er
lies zur Polizei, um den unbekannten
und wohl unberechtigten Fischer anzu
zeigen. Vvkorl erfchien ein Diener der
Gerechtigkeit. Bitte, mein Herr, wollen
Sie sich lcgitimiren !" Jawohl"" er
widerte dcr Angeredete, ich bin Stu-
dent, hier ist meine LegimationSkarte."
Diese Karte," erwiederte der Schutz
mann, berechtigt Sie aber nicht zum
Fischen; ich muß gegen sie vorgehen."
Pardon, so schnell schießen die Preu
ßen aber nicht. Was wollen sie denn
von mir? Ich l ;:bc ja gar nicht ge
fischt!" Wa??" fragte der Schutz.
mann verwundert, der da ob n ht Sie
ja angezeigt und da hallen Sie j , noch
die Angel in den Main." Gewiß thue
ich das, aber ich fische uicht." Nun,
was machen sie denn sonst?" fragt? der
Schutzmann ärgcrlicki. Sehen Sie,"
sagte der Student, die Angel mit einem
Fisch herausschleudcin. ich trässere bloß
meinen Hering." Der Schutzmann
betrachtete etwa? verblüfft den Hl ring,
begriff drn Spaß und empfahl sich mit
der Miene eines fröhlich Gefoppten.
Am anderen Tage wiederholte dcr Stu-
dent im Hofgart, n dic!elbeGaudi"; der
Obennspector Möhl von Bünken, der
gerade anwesend war, erblickte den
Missethäter und diensteifrig ließ er den
Scheint sammt seinem Hering arretiren.
Man kann sich die folgende Scene und
die Miene des Herrn Oberinspektors
denken. Die Geschichte erregt unter den
Studenten die ungeheuerste Heiterkeit.
PittSburg, 11. Jan. ES sind 48
Stunden seit dem furchtbaren Sturme
verflossen, und die Opfer desselben sind
noch immer nicht vollständig aus den
Trümmern hervorgezogen. Zwei Tage
und zwei Nächte lang waren hundert
Männer uud fünfzig Gespanne beständig
an der Arbeit, und bis heute Vormittag
um 10 Uhr wurden 14 verstümmelte!
Leichen unter den Trümmern hervorge
zogen. Zvian welg vag nocu meliere vier
Personen vcrschüttet sind und sechs wer
den vermißt. Von den Verletzten sind
seitdem sie nach den HvSpilälern geschafft
wurden, drei gestorben und vier befinden
sich in einem kritischen Zustande und köw
nen nicht mit dem Leben davon kommen,
Die übrigen 32 werden genesen. Wäh
rend der Nacut wurden die Leichen von
Charles McEwcn und zwei unbekannten
Arbeitern gefunden und gegen TageSan
bruch fand man die furchtbar zerquetscht,
Leiche dcS 80 Jahre alten Dr.Recd aus
Ällegheny City, weicher sich zur Zeit
des Unfalles im Laden WeldonS be
fand.
Heute wurden vier dcr Opfer, Thomas
JoneS, Charles Fritson, George Mason
und Samuel Stringer, beerdigt. Die Bc
crdigung der übrigen wird morgen statt
finden.
Fast allgemein wird das schimmelige
Brod alö Futter für das Hausgeflügel
vciwendct. ES ist dicS jedoch ein ent'
fchicdencrJchler, dcr sich oft hart bestraft,
E'.n so gutes Futtermittel Brod in mäß'
igcn Gaben sür alle unsre Hausthiere
auch ist, so nimmt doch verschimmeltes
Brad sogar giftige Eigenschaften air und
wirkt gefährlich, da cs Kolik und Aus-
treibung deS Hintcrlcibcs, dünnen Mist
abfatz oder Entzündung und Brand dcr
Baucheingcweide und dadurch den Tod
vcranlaßt, ebenso wie cs "bei trächtigen
Thieren sehr schädlich wirken kann
Diese Nachtheile theilt daS schimmelige
Brod mit schimmeligem Oelkuchcn,
welche ebenfalls bci unsern Hausthieren
Magen und Darmentzündung hervor,
rufen. Um diesen Ucbclständen abzu
helfen, und den Schimmel auf dem Brode
snr unsere Hanstyiere unicyaollch zu
machen, empfiehlt cS sich, dasselbe vor
her zu kochen, denn dadurch wird der den
Schimmel bildende Pilz zerstört uud un
schädlich gemacht.
Docket of the Probate Court of
Gasconade County Mo. February
Term 1889.
Ist Day Monday Feb. IItii, 1889.
1. J H Meyer, administra tor osBar
bara Ackermann, deceased, Anal set
telment. 2. Fritz Lueke. g & c H and W
Niebrucgge, minors, annual Bettle
rn ent.
3. Fritz Lueke, g & c Emma Lus
tcr, minor, annual settlement.
4. J F Wehmhoehner, g & c m h of
Casper Eugelbrecht, deceased annual
settlcrrent,
5. Gustav ragelin, g & c tu h of
B Braunwarth deceased annual settle
ment. 6. August Reiuholz, g c Rudolph
Eckenberg minor. annual settlemeni.
7. Peter Emo, administrator of
Gcorgo Emo, deceased, final Bettlern ent
8. BF Leach, administrator Benj.
Leacb, deceased final settlement.
2kd Dat, TüesdAy, Feb. 12th, 1889.
9. Wm Klee, g & c m h of M Klee
deceased first settlement.
10. Columbus Richardson, g & c
Thomas James, minor annual settle
ment. 11. Adolph Schmidt, g & c A and II
Rann, mino'8 annual settelment.
12. Geo W Sewell, g c JohnWarin
uer. minor final settelment.
13. David Wittmann, g c Emma
Lauer, minor final settlement.
14. Philipp Ebker, administrator
Henry Ketiiemeyer. deceased annual
settlement.
15. Conrad Klinge, administrator
GeorgeBerninger, deceased first settle
ment 3bd Dat, Wednesday, Feb. 13. 1889.
16. S W Maushund, administrator
Amalia Valentin, deceased first set
tlement. 17. Chas M Matthews, administra
tor Henry A Matthews, deceased first
settlement.
18. I P Wiseman, administrator
Talitha Pnelps, deceassd first settle
ment. 19. August Wogener, administrator
Martin Hain, deceased final settle
ment. 20. Magnua Will and Agatha Will,
administrator Magnua Will deceased
first pettlement.
21. Johu Bruns, g & c Therese Bruns
minor annual settTemont.
22. Louis Huncke. g c Theo Schnei
der iusane final settlement.
4t Day, Thubsdat, Feb. 14. 1889.
23. Arabella Itibler, g & c F W
Hibler. minor annual settlement.
24. Wm Kuhlmann g & c B and II
Kuhlmann, minors annual settlement
25. Clara Land, g & c m h of John
Laud deceased annual nettleuient.
2(5. August Spohrer. gcCJ a R
Perkins minors annual settlement.
21. Aug. Toedtmann, g & c RGW
J Toedtmann minor, annual settle
ment. 23 Kicolaus Wolz, g&o Wilhel
miue Wolz, minor annual settlement.
FRANCLS ONCKEN,
Judge of Probale.
January 15tü, 1889.
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