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Hermanner Volksblatt. [volume] (Hermann, Mo.) 1875-1928, October 25, 1889, Image 1

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Gebrüder Gras, Heransgeber.
Preis : $2.00 Her Jahr.
Office : Ecke der Vierte und Schiller Straße.
Jahrgang 33.
Hermauu, Mo., Freitag, den 23. Oktober, 19,
Nummer S.
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Fcrtiizc Kleider aller Art,
sowie
Hute unp Kippen werde ich zu sehr
herabgesetzten Preisen verkaufen.
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Marktstrasz?, zw. I.
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ie Zeit ist da
wo man durch
an Haus und Hof viel ersparen kann. White Lead.
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aller Concurrcnz spotten.
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Christoph Schlender,
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wolle.,. Vergeht den Platz nicht.
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Obige Fenzen sind mit Zink überzogen zu haben
und sind dauerhafter und billiger als Laltenfenzen.
Wegen Näherem wende man sich persönlich oder
brieflich an den Agenten
R. H. Hasenritter,
HEBMA1T1T, IMIO.
Bauholz !
Ich habe focbcn an der Ecke der Front und
arktstraße. in Hermann, eine neue Bhotz
Handlung eröffnet und wcrre durch mäßige
Vr ei f e und reelle Bedie.iunr. die Gunst
de Publikums zu erwerben suchen.
Schindeln. Laden. Thüren, Fenster,
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Bau'.z?l,z gut und billig.
Sprecht vvr nd lernt meine Preise kennen.
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'""v Hermann, Mo
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Hatt! da ist
MSiTO
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dauerhaft, daß ich eben wieder zum Ben
sing geh' um von denselben Waaren zu
i. P. BEi!Sln!G,
an der 4. Straße, Hermann Mo.
Lo. Patent
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und -
Oefenhaudlung
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jmLxs. 33. HDIetzel
Schillerstraße, Hermann, Mo.
stet J an Hand alle Sorten Heiz und A?ch
öfen, Blechwaaren, Dachrinnen usw., die ich
zu den dlUiguen freuen verkauft.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem An
bringen von Dachrknnr und alle Arte von
Reearaturarbetten gelchenkt.
Um geneigten Zuspruch bittet
Frau E. Diktzkl.
GjanS7
Der Präsident hat am Samstag den
General GreenÄ. Raum, von Illinois
zum PensionS-Tommiffioner ernannt,
an Stelle des zur Resignation genöthig
ten Corporal Tanner. Gen. Raum
wurde am 3. Dezember 1829 zu Gol-
conda in Pope County, Jll., geboren
und wurde 1853 Advokat. Er machte
den ganzen Bürgerkrieg als Oberst
Lieutenant, Oberst und dann als Genev
al mit und zeichnete sich wiederholt un-
ter RosecranS und Grant in demselben
auS. Unter den Präsidenten Grant,
HayeS und Arthur war Binuensteuer
Commifsär. Er ist ein hervorragendes
Mitglied der G. A. R.
Der russische Czar war in Berlin,
wurde sehr liebenswürdig aufgenom
men und gefeiert, er brachte die üblichen
Toaste aus, ebenfo der deutsche Kaiser,
der auf die hundertjährige Freundschzfl
deS deutschen mit dem russischen Kaiser
hause hinwies. ' die zu pflege und zu
erhalten feine ernste Aufgabe sei. Fürst
BiSmarck hatte zwei längere ?dienzku,
wurde von dem Gast freundlich behan.
delt und obgleich man keine Aenderung
in der politischen Lage erwartet, glaubt
man doch, daß die Zusammenkunft der
Erhaltung des Friedens zu statten
kommen werde. Der russische Kaiser
war stets von Militär umgeben, das
Volk wurde ferne gehalten, bekam uichtö
von dem Manne zu sehen uud verhielt
sich i Folge dessen sehr respektvoll sein.
Bon einer Begeisterung war kciue Spur.
WaS in den Unterredungen BiSmarck'S
und deS KaifcrS mit dem Czaren vor
gekommen, weiß Niemand, obgleich eine
Menge von Vermuthung?, wie gewöhn
lich. geäußert werden. Jedenfalls wird
Kaiser Wilhelm froh sein, daß fern
furchtsamer, von Nihilisten verfolgter
Gast mit heiler Haut auS Berlin fort
kam. Der Großmogul der ArbeitSritter,
Powderly, hat wieder einmal von sich
hören lassen. Er hat diesmal wieder
sein alteS Steckenpferd bestiegen und
eine donnernde Pauke gegen die bösen
SaloonS und speziell gegen deren Of-;
fenhalten am Sonntag losgelassen, und
jammert zum Herzbrechen, wie die Ar
beiter ihr Geld dafelbst verjubelten und
ihre Familien deshalb nothleiden muß
ten. Wenn der Orden der Arbeitsrit
ter solche Subjekte zn Mitgliedern zählt,
wie Powderly sie schildert, fo haben wir
kein Wort darüber zu verlieren. Wir
sind durchaus keine Vorkämpfer des
SaloonS noch weniger von Böllern
und Ausschweifungen, weder am Sonn
tag noch an Wochentagen, aber wir kön
nen nicht einsehen, warum dem Arbeiter
nicht Gelegenheit geboten werden soll,
sein Glas Bier usw. genießen zu kön
nen, selbst, am Sonntag, und dazu ist
der Saloon nothwendig, da der Arbeiter
in der Mehrzahl keinen Keller besitzt
noch die Mittel, sich daselbst einen Bor
rath einzulegen. WaS daS Schließen
der Erfrischungslokale am Sonntag an
betrifft, so haben wir uns schon des
Oefteren darüber ausgesprochen, denn
.Wie kann eS sein, daß waS für ncht
Gilt an Wochentagen,
Am Sonntag nur allein ist schlecht?
TaZ möchte ich wohl fragen."
Warum soll der Arbeiter, nachdem er
sechs Tage hart geschafft, nicht auch am
Sonntag einen ErholungStrunk haben?
ES scheint jedoch, daß bei Powderly
andere Gründe zu seinem Jammerliede
vorlieger. Die Arbeiternickcl beginn.
wahrscheinlich spärlicher als früher in
die Powderly'sche Kasse zu fließe, und
daran soll der Saloon die Schuld tra
gen. DaS ist des Pudels Kern.
Das Newberry" -Gesetz, welches am
November in Kraft tritt, hat folgen
den Wortlaut: Kein Wirth soll in sei
ner Wirthschaft ein Piano, eine Orgel
oder irgend ein musikalisches Jnstru
ment halten, oder zur Schau stellen,
oder erlauben, daß ein solches zurSchau
gestellt wird; noch soll er auf einem
spielen oder spielen lassen; er soll
ferner keinen Faustkampf, keine Schau
stellung irgendwelcher Art oder einen
Hahnenkampf in seiner Wirthschaft dul
den. Es soll ferner für einen Wirth
ungesetzlich sein in seiner Wirth
schaft oder in Verbindung mit derselben,
oder auf dem Grundstück, auf welchem
dieselbe steht, ein Billard, einen Pool
Tisch oder einen Spieltisch irgendwel
cher Art, eine Kegelbahn, ein Karten
spiel, Würfel oder irgend einen anderen
Spiel-Apparat zu halten, auf oder mit
denselben zu spielen, oder zu erlauben,
daß auf oder mit denselben gespielt
wird. Irgend eine Person, welche die
Bestimmungen deS Gesetzes übertritt,
soll eineS Vergehens schuldig sein, und
wenn schuldig befunden, eine Geldstrafe
von nicht wemgcr als zehn noch mehr
alS fünfzig Dollars bezahlen müssen.
und außerdem der Gerechtsame, eine
Wirthschaft betreiben zu dürfen, verlustig
gehen und vor Ablauf von zwei Jahren
die Erlaubniß eine Wirthschaft zu hal
ten, nicht mehr bekommen."
Abonnirt auf
Volksblatt."
daS Hermann
Das neue Roadgrsetz,
passirt von der letzten Legislatur und
am 1. November '6ö in Kraft tretend,
liegt nunmehr in offiziellem Wortlaute
vor. Die hauptsächlichsten, durch das
neue Gesetz geschaffenen Aenderungen
sind, wie wir fchon öfters erwähnt, die
Erwählung der Roadaufjeher durch das
Volk, anstatt -wie bisher durch Ernen
nung von der Eounty Court, uud fcr-
ner eine gesetzliche Bestimmung darüber,
wie hoch und wosür die Noadaussehcr
Bezahlung erhalten sollen, resp, rrlan-
gen können. Die hierauf bezüglichen
neuen Gesctzparagraphen lauten wie
folgt:
Sekt. 15. Die verschiedenen County
Gerichte sollen ihre CountieZ in be-
queme Road Distrikte eintheilen und
sollen solche Road - Distrikte innerhalb
deren Grenzen nicht weniger als cincn
und nicht mehr als sechs Schuldistriktc
umfassen; die Grenzen solcher Roai
Distrikte fallen dieselben sein, als dcr
Schuldistrikt oder Distrikte, aus welchen
sie formirl worden sind, ausgenon.men
wenn einer dcr bjju gehörigen Schuld
distrikte in zlvci oder mehreren Coun
ties liegt; in solchem Falle soll dann
die Counly'Glcrzlinie such die Grenz
linie dks besagten Road-Distrikts sein,
vorausgesetzt jedoch: daß kein Theil
einer incorporirten Stadt, Städtchens
oder Dorfes ein Road-Tistrikt oder ein
Theil eines solchen sein soll. Und in
der jährlichen Schulversammlung im
Jahre 1890 und in jedem darauf fo!
gendcn Jahre sollen die qualifizirtcu
Stimmgcbcr solcher sonnirtcn Rcad
Distrikte durch Stimmzettel eine Per
fou wählen, welch? als Noadaussehcr
in jedem solcher Noad - Distrikte für
den Zeitraum von einem Jahre fung'
ren sollen, bis deren Nachfolger grsctz
lich erwählt und qualifizirt sind. Es
soll die Pflicht des Clcrks (Schreibers)
der Schuldistrilte sein, innerhalb fünf
Tagen nach dcr stattgcfundcncn Schul-
Versammlung die für jcdcn Candida-
ten abgegebenen Stimmen aufzuzeichnen
und dieses Vcrzeichniß dem County
Clcrk sofort einzusenden, welcher so
dann sosort ein Wahlccrtificat an die-
jenige Person ausstellen soll, welche in
jedem dcr verschiedenen Noad Distrikte
die meisten Stimmen als Noadaussehcr
erhalten hat.
Sekt. IG. Die zu dem Amte eines
Roadaufschers erwählte Person scll
ein in dem Noad - Distrikte, in welchem
er gewählt wurde, wohncndtr Steuer
zahler sein und soll dieselbe auch ein
volles Jahr in dem Noaddistrikte vcr
der jährlichen Wahl gewohnt haben.
Und eS soll feine Pflicht sein, die Roads
in seinem Distrikte in gutem Zustande
zu halten in Uebercinstimmnng mit den
Vorschriften des NoadgcsctzcS; auch
soll es die Pflicht der besagten County
Courts sein, in ihren Fcbruar-Äitzun-gen
durch Gcrichtsordre die Zahl dcr
Tage zn bestimmen, welche jede Per
son auf der öffentlichen Straße arbeiten
muß, welche Zahl nicht weniger als
einen noch mehr als vier Tage jedes
Jahr sein soll, ausgenommen in Fällen
dcr Eröffnung von neuen Straßen. In
solchen Roadcröffnungs - Fällen soll
der Aufseher daS Recht haben, alle ar-
beitspflichtigen Personen niifzuruscn
und dieselben im Verhältnis; zu der
Rata arbeiten zu lassen, welche sie ver
pflichtet sind, als Roadstcurr im Di
strikte zn bezahlen.
Sekt. 17. In allen Fällen, wo in ei-
nem Noaddistrikte eine Vakanz eintritt
in dem Amte des Aufsehers, entweder
durch Untcrlassens dcr Wahl Seitens
des Distrikts oder anderweitig, soll es
die Pflicht des County - Gerichts sein,
eine passende Person zn ernennen, um
solche Vakanz zu füllen, welche Person
sodann daS Amt bis zur nähsten jähr
lichcn Schulwahl inne haben soll, wo
dann das betreffende Amt wieder so bc-
setzt werden soll, wie es in dcr Sekt. 15
dieser Akte vorgeschrieben ist: vorausge
setzt jedoch, daß diesesGesetz sich nicht auf
Townships bezieht, welche sich unter dem
Gesetze vom 31. März 1883 für Noad
zwecke organisirt h iben.
Sekt. 19 ist wie folzt amendlrt:
Der Roadaufseher soll für jeden Tag,
an welchem er mit wirklicher und that
sächlicher Beaufsichtigung von Road
arbeiten beschäftigt ist, einen Betrag er
halten, welcher gleich fünfundzwan--zig
Prozent oder weniger, je nach
dem Ermessen des Countq-Gerichls ist,
für die Taxe, welche er in Arbeit crhal
ten oder welche er für Arbeit während
eines folch' besagten Tages oder Theils
desselben auf den öffentlichen Rads in
seinem Distrikte ausgegeben hat, zu
entnehmen aus dem Countyfchatze oder
dem 3 Prozent-Fund, vorausgesetzt je-
doch, daß dcr so erhaltene oder ausge
gebene Betrag an irgend einem T2ge
bei keinem solcher Roadaufseher die
Summe von sechszehn Dollars über
steigt. Sekt. 22 in Bezug auf nothwendige
Ekkra-Arbeiten auf den Roads u. s. w,
bleibt wie bisher bestehen, sodaß also
keine Entschuldigung vorhanden ist,
wenn gefährliche oder schlechte Road
stellen nicht ausgebessert werden.
Mit obigen Aenderungen wäre also
das hauptsächlichste im bishcrigenRoad
gesctze geändert, und die bisher auf
die County Gerichte lastende Ver
antwortung über die Anstellung von
guten oder schlechten Straßcnaufsehern
von iiiln an dem Volke übertragen
Dieses hat nunmehr diese Pflicht selbst
zu erfüllen, und fo wie die Aufseher ge
wählt werden, so wird man dieselben
auch für das betreffende Jahr haben.
Diese Aenderung wurde ohne Zweifel
in Folge der viele Anschuldigungen ge
macht, welche seit Jahren gegen die
County-Courts in unserem Staate aus
gesprochen wurden, ob mit Recht oder
Unrecht, lassen wir dahingestellt sein.
Tbatsaelie ist. man bcschuldiate die
County-Gcrichte, sie seien bei der Aus-
Wahl von Roadaufschern parteiisch,
höchst einseitig zu Werke gegangen; ein
flußceiche Beamten hätten aus dcr Er-
ncnnung dcr Roadaufschern durch ihren
auf die Gerichte geübten Einfluß eine
..voliliscke Maschine" zn machen ver-
sucht, um ihre Wiederwahl zu besör-
dern; man beschuldigte die einzelnen
Richter wiederum der persönlichen
Günstlingswirthschast nstv. Davan aber,
daß es schon öfters vorgekommen, daß
überhaupt Niemand ia- Roadaufschers-
Amt haben wollte (noch nicht lange zu
rück auch in unserem County); daß man
ferner überhaupt nur zu sehr geneigt ist,
zu tadeln, bci'in Bessermachen sich aber
möglichst in die Ecke drückt und Andere
das Arbeiten besorgen läyj, davon
hört man selten etira-5 Sinn, das neue
Geseß ist da, und uach dem selb -n muß
das Volk jetzt alle d''c ciwähütcn Ver
antwoitungrn seilst über.irhincn. Er'
füllt einer der erwähnten Aufseher seine
Pflicht nicht, dann sorgt das bisherige
Gesetz für das diesbezügliche Verfahren ;
im Falle einer Absetzung würde die
County Court durch Ernennung die
Vakanz ausfüllen, das Volk jedoch muß
bei dcr Läuten Schulivakl sich cincn
ncucu Aufseher erwählen. Im Prinzip
ist die Erwählung dcr Roadaufseher
richtig; sie ist dazu angethan, daß man
sich etwas mehr um eine Angelegenheit
kümmert, bei welcher man bisher gc-
wohnt war, die gcsammte Verantwort-,
ung auf die Schultern der County-Rich-
ter zu werfen, welche wiederum fehr oft
gesetzlich dermaßen gebunden waren,
daß sie selbst trotz besserem Willen nicht
anderes handeln konnten. Politiker
natürlich, welche, wie es in den großen
Counties des Staates der Fall war,
aus der Ernennung von Roadaufschern
eine politische Maschine machten, pro
phezcien jetzt schon, daß das Gesetz sich
nicht bewähren würde. Es liegt also
ganz allein am Volke, zu beweisen, daß
es mündig und selbstständig genug ist,
sich seine Roadaufseher selbst und nach
best-cigcner Ueberzeugung zu wählen.
Es ist unter dem Gesetze jetzt sogar die
Pflicht eines Jcdcn, sich darum zu bc
kümmern, daß erstens: gute Candidatcn
ausgcstcllt, und zweitens: die besten gc
wählt werden. In diesem Sinne hat
das Gesetz auch sein Gutes und am
Volke liegt es, daß das Gute iu demGc
setze erreicht werde.
Am Sonntag findet iu Athen die
Vermählung des Kronprinzen von
Griechenland mit der PrinzessinSophic.
Schwester deö deutschen Kaisers, statt.
Wilhelm und Gemahlin, sowie die ganze
kaiserliche Familie, darunter Kaiserin
Friedrich und bereu Töchter, die Prin
zessinnen Charlotte, Victoria, Sophie
und Margarethe, sowie Prinz Bernhard
vn Sachsen - Weitungen, der Gemahl
dcr Prinzessin Charlotte, sind bereits
nach Venedig abgereist, von wo sie sich
nach Athen begeben werden
Wann fängt die Erziehung bei den
Kindern an?
Frage ist ganz überflüßig,"
Diese
denken gcloiß viele, welche sie lesen, da
doch jeder weiß, wenn die Erziehung
beginnt." ?ie wüte unuotyig )crn,
aber daß sie wohl am Platz c ist, wird
sich bald zeigen. Wie ich zu dieser, ge
wiß wichtigen Frage, deren Beantwort
ung hier kurz erfolgen soll, gekcmmcn
bin, daS mag der liebe Leser dcs
Volksblallcs, vorab erfahren. Wenn
ich hie und da Mütter aus die Unarten
der Kleinen aufmerksam gemacht und ih-
nen gesagt habe, cs dürfe nicht so wci
ter gehen, da mune Abhilfe gc'chancn
werden, fönst könnten fic nochSchlimmes
erleben, dann bekam ich nicist zu hören
Ach das Kind hat ja noch keinen Vcr-
stand, wie kann man rhm da die Unar
ten abgewöhnen; wenn cs erst älter ist
und Verstand hat, wird cs sich schon
machn,." Ich denke, wer solche An
sicht über die Erziehung seiner Kleinen
hegt, der hat bisher vieles, vieles vcr
sillint. Leider ist cs nicht ein kleiner
Theil der Eltern, dcr meint, crst wenn
der Verstand käme, könne von einer er
zichlichen Thätigkeit die Rede sein.
Mit welchen Jahren dcr Verstand kommt
(und was einer für Verstand ansieht),
darüber ist man sehr verschiedener
Meinung. Das Sprichwort sagt
Verstand kom mt nicht voe den Jahren
Viele glauben, vor dem schulpflichtigen
Mtn lebten die Kinder ohne Verstand.
Mancher, glaubt, wenn das Kind zu
sprechen beginne, erwache der Verstand
Verstand ist hier ein Verstehen, nichi
im Sinne dcr Psychologie, ein Begriff
bilden, ein Urtheilen und Schließen.
Statt erziehen kann man Wohl leiten
sagen. Wollen wir die Kinder so lange
ohne Leitung lassen, bis der Verstand
kommt? Das wäre unverantwortlich.
Und tienn der Verstand kommt, sind
die Unarten so groß, daß er ihrer nicht
mehr Herr werden kann. Die edlen
Rosenstöcke, welche jahrelang unbeachtet,
unbeschnittcn weiterwachsten, werden zu
Hundsrosen. So geht eS auch den
Kindern, bei denen man die wilden
Triebe fünf bis zehn Jahre ruhig wach-
sen läßt; sie verwilden. Die ganze Ev
Ziehung in der ersten Lebenszeit mir
faßt das Wort Gewöhnung". Daß
die .Gewöhnung des Kindes mit dem
Tage der Geburt beginnt, wird jede
Mutter zugeben. Damit ist dann
obige Frage beantwortet. Also nicht
crst wenn der Verstand kommt, sondern
mit der Geburt beginnt die Erziehung
Was ist Gewöhnung? Was zur Ge
wohnheit geworden, das thut man ganz
unwillkürlich und unbewußt. Das
Sprichwort sagt: Juna gewohnt alt
gethan und Gewohnheit hat eine große
Kraft." Wie man den Knabe gewöhnt,
davon läßt er nickt, wenn er alt ist.
Spr. Salm. Nun geht es vielfach so:
den Kindern tverdcn in den ersten Le
bensjahren allerlei Unarten zur Ge
wohnheit, die sollen dann, wenn der
Vei stand kommt, abgelegt werden.
Kann man das Kind nun gleich dahin
bringen, davon zu lassen? Nein, das ist
ein Unding. Da ist nun jahrelange Ar
bcit nöthig; nach Solomons Worten ist
cs überhaupt nicht möglich, den Knaben,
das Mädchen von den Gcwobnkiciten
abzubringen. Dicfcr Wcg ist dennoch
dcr Verkehrte. Das hieße doch, dem
Kinde erst schädliche Gewohnheiten an
erziehen, und sie ihm später abgewöhnen
wollen. Der richtige Wcg ist leicht gc-
funden. Gewöhnen wir unsere Kinder
vom ersten Tage ihres Lebens an das
Gute ; davon wird cs denn auch nicht
lassen. Es ist ja ganz natürlich, daß
gerade die Kleinen, die alles nachahmen,
ich so verhalten, wie sie gehalten wer
den. Auf die Gcwölmuna kommt den-
loch auf der ersten Stufe der Erziehung
alles an. Einiae Beispiele, wie man
mit der Gewöhnung beginnt. Bereits
in den crsten Lebenstagen und Wochen
dcs Kindes ist es von großer Wichtig
it, eine bestimmte Ordnung in dcr
Darreichung dcr Nahrung einzuführen.
Da der Schlaf eines dcr ersten Bedürf-
nisse dcs Menschen ist, so ist es gut, das
Kind zu gewöhnen, daß cs in der Nacht
ein Bcdürsniß bekommt, Nahrung zu
ich zu nehmen. Allerdings verursacht
diese Gewöhnung einige Mühe und
rlangt Festigkeit und Muth, auch
wenn dcr Kleine einige Nächte schreit,
das ja nach ärztlichen Urtheilen nichts
schadet. Beim Schreien nehmen viele
Mütter gleich ihre Zuflucht zum Schau-
eln und Herumtragen ; die Kinder wer-
den leicht daran gewöhnt, werden vcr-
wohnt. Wie vicle schlaflose Nächte
bringt oft dicfcr Mißgriff dcr Mutter,
und wie viele Stunden müssen später
auf das Einschaukcln verwendet werden!
Sehr vicle Mütter halten noch au dem
allgemein verbreiteten Gebrauche der
Wiege fest. Abgesehen davon, daß ein
stärkeres Wiegen schädlich ist, indem cs
das Gehirn erschüttert, gewöhnt man
dem 5kinde etwas an, was nicht nur un
nöthig ist, sondern auch der körperlichen
und geistigen Entwicklung schadet
Die Gewöhnungen an Reinlichkeit lehrt
uns d,e Natur selbst, da Uncinlichkeit
augenfälligen Schaden bringt. Schreit
das Kind, fo muß man gleich zu erfor-
schcn suchen, warum eS schreit, sonst wird
cs leicht ein GcwolmbcitSschreier.
Viele unnöthige Sorge, Last und Mühe
macht sich die Mutter, welche vorstehende
Punkte nicht beachtet. Wenn die Kin
dcr soweit herangewachsen sind, daß sie
ich selbst beschäftigen, im zweiten Le
bensjahre, muß man sie ruhig gewäh-
ren lassen, sie nicht, für dies oder jenes
intersircn wollen. Ein Stück Papier,
das sie sich selbst gesucht, ist ihnen lie-
der, wie das schönste Spielzeug, wofür
man ihr Interesse gewinnen will. Man
darf ihnen nicht zu vicle Spielsachen
zur Beschäftigung geben, weil dadurch
der Grund zum flüchtigen Wesen ge-
legt wird. Spielsachen aber muß das
K ind haben, denn im Spiele wird das
Gemüth lebhaft erregt, die geistigen
Kräfte werden geübt und zum Bewußt
sein gebracht, es gehört deshalb vor
allem zur geistigen Entwicklung, die mit
der körperlichen Hand in Hand geht."
Das ist Geistesleitung. Fängt das
Kind zu sprechen an, dann überlasse
man es anfangs sich selbst, meistere es
nicht zu srühe durch vieles Vorsprechen,
das Kind schafft sich selbst seine Sprache,
die oel genauer Beobachtung die Mutter
bald versteht. Viele Eltern lassen den
K indern in den 'ersten Lebensjahren al
len Willen, obwohl sich schon sehr frühe
der böse' Eigenwille zeigt; sie wollen.
wenn die Kinder herangewachsen sind.
und wie es nicht anders sein kann, ei
gensinnig, trotzig und ungehorsam sind
ven iLlgenwitcn vrecyen: e memen
eben, man müsse mit der Brechung deS
Willens warten, bis sie Verstand bekä
men. Wenn auch die Kinder noch nicht
so verständig sind, daß sie einsehen, wa
rum dies geschieht, so müssen sie sid
doch frühe fügen lernen. Zum Schluß:
wer möchte nicht gerne guterzogene
Kinder haben? Alle Eltern. Dazu
treibt sie fchon die natürliche Liebe.
indes diese reicht nicht auS. Die christ
llche Liebe muß bei allen Erziehenden
die treibende Kraft fein; diese aber
müssen wir im steten Hinblick auf die
Liebe Gottes lernen. So nur werden
wir auch unsere unmündigen Kinder
gewöhnen, mit stammelnden Lippen zu
sprechen: Lieber Gott, mach mich
fromm, daß ich in den Himmel komm!"
Worte bewegen, Beispiele zich:n nach."
Deshalb werden wir unsern Kindern
in allem ein leuchtendes Vorbild. Da
zu uno Deshalb Diese Zeiten, welche
der Herr, jedem Leser segnen wolle.
H. Ko enig. P.
In der Nacht von Samstag auf
Sonntag wollten mehrere junge Bur-
scheu, ohne Eintrittskarten zu besitzen,
in St. Louis in das Tanzlokal einer
deutschen Gesellschaft dringen, wurden
aber von einigen Comite - Mitgliedern
abgewiesen. Die Kerle ergriffen Stra-
ßensteine und bombardirtcn die Herren,
welche sie zur Ruhe ermähnten. Polizist
Robert McCormick kam dazu und eine
mehrmalige Aufforderung zur Einstel
lung der Werfcrci beantwortete der 17
Jahre alte Andreas Gclzhcuser damit,
daß er zwei Mal nach dem Polizisten
warf und zum dritten Wurf ausholte,
alsMcCormick feinen Revolver abfeuerte
und Gelzhcuscr von einer Kugel im
Hals getroffen wurde, was nach wenigen
Minuten den Tod des Burschen, der
Sohn achtbarer Dculicycr iiitcni im
üblichen Stadttheile ist, zur Folge
hatte. Die That des Polizisten muß
ür gerechtfertigt gehalten werden.
CIRCUIt COURT DOCKET.
November Term, A. IX, 18S9.
:o:
Ist Day, Mon'd.w, Nov. 4, 1S89.
1 State os Missouri va Mishacl White.
2 Stata os Missouri va I. M. Mattbewa.
3 State os Missouri vs. Wm. Rethe-
moyer.
4 State os Missouri vs JameaUland
5 Stato os Missouri vs James Uland,
6 Etato os Misso uri v9 I. C. Matthews
7 State os Missouri vs Newton Strad-
sord.
8 State os Missouri vz. A. J.RicharJBon.
9 Rud. Hirzel vs T. II. Williams.
10 Rud. Hiizel vs. T. II. Williams et al.
1 DAT, TUESDAY, NOVEMBER, 5, ' 1889.
11 II. Cuedinghagen and F. Q. tlood,
ad mr.. ok Hood dec. vs S, L. Tarton et ai.
12 Rud Hirzel vs RoU Warren.
13 Rud Hirzel vs J, II. Warren.
14 Levica Coopcr vs Joseph Cooper,
15 F J Barbarick vs AP Anderson et al.
16 Henry Kitzingcr et al vsJao b Jacobs
deft and M Goldmann interpleader,
17 Joseph May et al vs JaoobJacobs dost
and M. Golum ann interpleader.
18 Hy Jacobs et al vs Jacob Jacobs deft
and M. Goldmann intcrpleadrr.
19 AlbcrtRothschild et al vb JaoobJacobs
deft and M. Goldmann intcrploader.
20 Louis Goldmann et al vs Jacobjacobs
deft and M. Goldmann interplcader.
21 Adolph Loth et al va J, Jacobs deft.
and M Goldraann interplcader.
22 Ily Rindakopf et al vs Jacob Jacobs
deft und M- Goldmann ioterpleader.
23 Aug Smith vs Fred Meyer jr.
24 Aug Smith vs Hy Zinn.
3d dat Wednebday 6 1389.
25 Aug Smith oa Hy Biere.
26 Aug Smith va Frank Cordes-,
27 Fred Korf va Wm Duermann.
28 E C Massie et al va Fred W Schweppe
29 E O Massie et al vs Hy Fleer
30 E- C Masse et al va Fred WSchweppe
31 E C Massie et al va Hy Fleer
32 Thoa Meyer vs Fred Sieger
SSHclcne April et al va Mathias Ger
mann
34 Emma Schneider et al Wm Kraemer
t al
35 Mary Augustinc et al vs Victor Lauer
etal
36 Christine Bauer et al vs Em'.lie File
mann et al
37 Catharino McWilliam.? et al Ex Träte
38 John Tappmeyer va Louis Smith et al
S9 Fred Kirchhoffer vs Christine Baner
40 In the matter of Armin Bogemann A
signee of John H 'iautsch
41 Newton Stradford va Gusiav Borliseh
RETüRN DOCKET.
42 J. K. Bramlon vs Wm. Schnus.
43 Wm. O. Beed et al vs An nie Keed t al.
44 Henriette Doermann et al vsLouUeKorf e t al
45 D. W.Malcoln vs C. E. Wenzel.
46 Sl son Boegpr vs J. II. Smith et al.
47 Emllie Fleemann et al vs Christine Bauer et
al.
S. K. Kicks vs Sam Will.
49 Bad. iltrzel ts Caspcr Ser manu.
50 Wm. T. Gentry vs Annle Letmnona.
51 Wm. T. Gentry vs Davis Bird .
52 Calvin Morgan et al v Ed. Janking.
53 Henriette Blinne et al vs CarollneSchwegeler
et al.
54 Wilhelmine Schneider vs F W. Bruepge-
mann etal.
55 Ernst Doermanu ts Hy Anstf imaun.
56 Aron Carrol vs Sarah J. Carroll.
57 Johanna Pardeite ts Christ Eouhoss.
53 Anna Foppenhause vs Fred Flanier.
59Tb Walter A. Wood Mawing and Beaping
machine co. vs Henry E. Greone.
60 The Walter A. Wood mjwiog an l reaplnff
mscDiD vo, ts nenry c ureeuc.
61 The Walter A. Wood mowing äml reaping
maeuiue vu. ts nflory c. ureen.
62E M-Clark TS.Wni. Moeller.
63 State Of Missouri ex rel of Geo. Kraettly col
t Tho. H- Williams et al.
64 Stat of Miss onri ex rel of Geo Kraettly, col.
vs James C. Kice.
U8lt rsllssonrl rx relof Gra. Krettlj-col.
rsJtil. Harnisch.
06 SUte of Missouri ex rel osGeo. Kraettlycvl.
M. U. Kyan et al.
67 State osMlsuourl ex rel ot Geo. Kraettly col.
m Pleaaant II. Frlce.
63 State osMlsaourl ex rel osGeo. Kraettly col.
ts ttobt, Eaelrnrn et al.
63 State osMlsaourl ex rel osGeo. Kraettlycol.
tsM. C. Kyan et al.
70 State os Missouri ex rel of Geo. Kraettly col.
ts tue unknown helrs osjanoea McBrlde dec'd.
71 State os Missouri ex rel osGeo. Kraettly col.
v tfce unknowu helra os Cha. Gronemeyer dec
2 State os Missouri ex rel of Geo. Kraettly col.
vsWm. N.Tivey et al.
3 State of Missouri ex rel. of Geo. Kraettly col.
ts wm. Kolks.
71 State of Missouri ex rel of Geo. Kraettlycol.
TswmJ. T. Williams et al.
in gelinder Knuki in die Ri.
p e n kann, wenn an drr rechten Leite und
untkrkalb deS mcrrfifcna smi?;w
. r, """.i. T -'"l'f"V"i W VCUI
langmuthlgsten Menschen von der Welt einen
ri, sscgeiiBrouniaj ennoCTfn, mennsn
ne Leb:r nicht ganz aus dem Tamm" ist.
RVlltl die Veheratftenix mimX k, l-v.t
o V. . a m IMI41IIIUCI
ist. schmerzt selbst der leiseste Stoß oder Druck.
Spaßvogel, die gerne kitzeln, sollten deshalb
erst ihrem Opfer in'S Gesicht blicken, ehe sie
sich- an dessen Rippen in schassen machen.
Wen seine Haut und Augäpfel eine blasse
oder aelblicke &kirfmn KnK? rnimi
- ' ' V -7 . , . V,,,,. VUC
auf tuet te it. da mirih ti-in SN fii.n in
daß sein Athem sauer riecht und' daß er nicht
nur unirr orn Kippen, lonoern auch unter
dem rechten Schulterblatt Schmerzen hat. daß
ketneEiitaemeideni,t r?i,,,nb! kf, ;;.-.
- - . .' . " - ; 7 - ("IIHIWIIIIUI
und daß ieme Verduuung gestört ist. Anstatt
handgreifliche Späße- an seinen Rippen zu
treiben, empsehlt ihm. Hostetter' Magenbit
terS tu nebinem und Knkei , kl,iK, .
e ist in der Zhat die beste und bei kräftigste
Medizin für Magen- und Leberleiden in der
We?t. .Auch wirkt es unvergleichlich in allen
stallen von Dyspepsie, RheumatlsmuS, Ner
vosität, Niereubeschwerden, kaltem Jieber
und anderen organischen Krankheiten.
Mortrjage Säle.
Wlioran ...... II ..., I
...... ....t .o. ... M.(ioii-iiiu.cr nun v. AI.
Meatemaker, hU wise. hy their rertaln inort-
frnu. .IaaiI ilnta.l Ik. Ktl. .In.
e " . . um vit3llMinrt IsWI RQ(
rscorrted iu the Kocnruers o lllce ot' Gasconade
County , State of Mlsm.url in Book 5. Fane
.Mi. f 1 (1 rnnvuv IJnnrv A l n . u - ,11 1
j . , . miipiia um 1VIIIIWIUX
describe! real-eMaU, nltiinte Iu the county of
lu.nn.il. un.l k . 1 .....
.auvu..4u u omiB vi iiiinHUUI lv lOwli:
o"uiu-rBi i uni icr i ms souin-east quar-
t.r nnn ttm .mitti li.lf nslh. K i. . 1
V.r wtp uuuuTusi nuaner
01 the eouth-east quarter of sectiou flve 151.
Inurnalilii r.i.lirin. rill .. ...
,,-,, liiJ. inuge iiior iii west.
Alfts thu üflal hals ' 1 1 a m.iV. ....... .
t n iui-TOnu nnr oi
section eight 8J, townsliip lorty-one(tl), rang,
1 1 i 1 1- I i I U'.. AAHI.I.I...I .. l. J .
' i"j ' ' , . i ii i uiic-jiuuuipu Autl
forty 140J acres innre or 1.
IVlifi.li a.l.l ...... ......... ..... i.
..wT,. n. nM mau lll aiecnra
the jiavnient ot a certuln proniiiisorv not there-
n il.a.flliaH nn.l I.I..I. r l ' .
.u ........ t . .. nmii phiu ihm was ior
VKlllA IWAIVAll ftllltf.uali.ii.fl ... 1. , l
" - - ...j ..oo.ptuvu l. v ll l AI U ilUiUHU
and wherea de'ault has been nuulo iu the pay
mentof saiduote sociired l,y naiil ninitgage
deed. I. the undersigned. Jairob Jordan. In
liMrriitnkii nA t' lli. ....... A. f.. ..... i ... ' ,
. . lu tcDitju uy BBm
morteage deed, will on
.lAiuuLFAi, anu Al Or SOVKMBEIt 1889,
betweeu the houre 9 o'clork in the sorenooa
1,1 K r'.l.ii. In Iia . i . . ...... . . i
" " u um anosiiuvu wi iinT p.o-
ceed to soll the real estate herein doscribed. at
iiii iv Tuuuwiorca.8ii in an to the nlghest
llirlllnmt ihm rtnurt II,.,,.. i - .1..
- .... "' m,u,i iwi iu itiv ivwn 11 1
Hermann, County ot Gattconado, State osMis
wnirl to satlssy the sald promtitsory note with
theinterent due thereon, togethea wilh the ex
penses of these procceding.
KÄWU ilUltllAS,
Mortgagee.
Final Settlement Notice.
Notice is herebv trivon to all orediton
and other int.oratnil in tlin mrlnar.
ehip estate of Tlautsch & Kühn that th
Administrator 01 B&ia estate mtena.1 to
malco final settlement thereof at the next
term of the Probate Court of Gisoonade
county, State of Missouri, to be held at
Hermann on the second Moadar. inNovem
ber im.
TniLIP Kühn,
Administrator.
Final Settlement Notice.
Notice is hereby iven to ll creditora
and others interested in the EsUte
of Henry Tracht, deceased. that the
nndersignedAdministrator of seid estate in
tends to make final settlement thereof at
the next term of the Trobato Court of Gas
conade county, State of Miflsonri, to be
held at Hermann on the second Monday in
November 1889.
Henry Westholz,
Administrator
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von
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